Dieses Mal hatten wir das große Los gezogen: Schopfheim war Austragungsort der BWHV-Qualifikation. Wer nicht genau weiß, wo das liegt – 2,5h entfernt von Herrenberg, tief im Schwarzwald, irgendwo zwischen Todtnau und Basel. Entsprechend früh begann der Tag.
Und dort warteten andere Gegnerinnen auf uns als noch in der Vorqualifikation. Die Spielerinnen der SG JHA Baden waren unseren Mädels körperlich deutlich überlegen. Zudem fanden wir überhaupt nicht ins Spiel: zu viele technische Fehler, Standhandball und sicherlich auch eine gehörige Portion Respekt vor dem Gegner bestimmten die Partie. Am Ende mussten wir uns mit 6:14 geschlagen geben.
13 hängende Köpfe in der Kabine sprachen nach dem Spiel Bände – jetzt war Aufbauarbeit gefragt!
Dass die Mannschaft es deutlich besser kann, zeigte sie anschließend gegen die Mädchen der JANO Filder. Mit einer starken Abwehrleistung und guten Aktionen im Angriff gewannen wir verdient mit 13:9. Besonders hervorzuheben war dabei unsere Torhüterin Kira, die eine Riesenshow zeigte und die gegnerischen Angreiferinnen mit zahlreichen Paraden regelrecht verzweifeln ließ.
Wer nun dachte, dass es im Spiel gegen den HSV Schopfheim genauso weitergehen würde, sah sich zunächst getäuscht. Innerhalb kürzester Zeit lagen wir mit 0:4 zurück. So mussten wir früh mit einer Auszeit die Notbremse ziehen. Wir forderten von unseren Spielerinnen einen schnelleren Rückzug ein, denn wir wurden regelrecht überlaufen. Ab diesem Moment nahm unsere Mannschaft den Kampf an. Durch den schnellen Rückzug zwangen wir Schopfheim ins Positionsspiel – und genau dort kippte das Spiel langsam zu unseren Gunsten. Mit einer aggressiven Abwehr provozierten wir technische Fehler und kamen immer wieder zu Gegenstoßchancen. So kämpften wir uns Tor um Tor heran und verkürzten bis auf einen Treffer. 60 Sekunden vor Schluss gingen wir dann in die Manndeckung, eroberten den Ball, konnten den Gegenstoß jedoch leider nicht im gegnerischen Tor unterbringen. Im direkten Gegenzug machte Schopfheim den entscheidenden Treffer. Ärgerlich, aber die Leistung unserer Mannschaft war in diesem Spiel sogar noch stärker als beim Sieg gegen die Jano Filder.
Das letzte Spiel gegen den Gruppensieger aus Edingen ist dagegen schnell erzählt: Nach der kräftezehrenden Partie gegen Schopfheim war der Akku leer und wir mussten uns mit dem vierten von fünf Plätzen zufrieden geben. Dieser reicht allerdings zum Erreichen der letzten Runde, wo wir nun noch ein Mal die Chance haben, einen Platz in der Oberliga zu erhalten.
Für die SG H2Ku Herrenberg 2 spielten: Kira Helbig, Lisa Ohnmeiß (beide im Tor), Lijana Delic (4), Mathilda Zolg (4), Matea Saula (5), Ella Heier (2), Lisa Kömmerling (5), Lina Merz (2), Laura Zelic (5), Malea Mayer (3), Anna Haag (2), Lia Dürner (6), Nika Ritter (1)


