Am vergangenen Sonntag trafen die SG-Mädels auswärts auf die HSG Hossingen-Meßstetten. In einem spannenden Spiel auf Augenhöhe setzte sich am Ende die SG gegen die stark spielenden Hossinger Mädels durch und gewannen mit 30:28 (13:15).
Nachdem das eigentliche Hinspiel abgebrochen wurde, gewannen die SG-Mädels noch im Nachholspiel zuhause überraschend deutlich mit 31:18. Hier hatte die SG die Gäste von der Alb auf dem falschen Fuß erwischt und völlig überrannt. Es war klar, dass das im Rückspiel nicht so einfach werden wird und mit deutlich mehr Gegenwehr zu rechnen ist.
Von Anfang an war viel Tempo im Spiel. In der Abwehr standen die SG-Mädels prinzipiell sehr gut. Dennoch wurde das eine oder andere Mal die Gegenspielerin zu spät attackiert, so dass sich die Hossinger immer wieder durchtankten und den einen oder anderen Siebenmeter holen konnten. Die SG ging zunächst mit 1:0 in Führung. Doch die HSG glich postwendend aus. Von da an waren die Gastgeberinnen immer eine Nasenlänge voraus. Hossingen legte 2:1 vor, die SG glich aus. Beim 4:2, 6:4 und 7:5 für Hossingen lag Herrenberg sogar zwei Tore hinten. Doch die SG ließ sich nicht abschütteln und kämpfte sich beim 7:7 in der 12. Minute wieder heran. Beim 8:7 und 9:8 war dann die SG wieder am Zug. Doch es blieb beim offenen Schlagabtausch und die Partie verlief bis zum 11:11 in der 19. Minute weiterhin sehr ausgeglichen. Erst in der Schlussphase schwächelte Herrenberg, so dass Hossingen wieder vorlegte und schließlich mit einer 15:13 Führung in die Pause ging.
Zu Beginn der zweiten Hälfte kam die HSG deutlich besser ins Spiel. Zudem kassierten die SG-Mädels eine frühe Zweiminutenstrafe. So hatte Hossingen leichtes Spiel und Herrenberg geriet innerhalb kürzester Zeit mit 15:19 ins Hintertreffen. Dieser Rückstand wuchs dann bis zur 35. Minute auf sechs Tore an (17:23). Doch die SG-Mädels gaben sich zu keinem Zeitpunkt auf und kämpften sich in den nachfolgenden zehn Minuten wieder heran. Vor allem in der Abwehr stand Herrenberg deutlich besser und im Angriff traf man nach belieben. In der 45. Spielminute gelang erstmals wieder der 27:27 Ausgleichtreffer und die Partie war wieder völlig offen. Die Herrenbergerinnen bewiesen Nervenstärke. Mit hohem Kampfeinsatz wurden in der Abwehr die Bälle heraus gefangen, die vorne eiskalt durch schnelle Gegenstöße in Tore umgewandelt wurden. Beim 29:27 für die SG anderthalb Minuten vor dem Spielende war das Momentum auf Herrenberger Seite. In der letzten Spielminute konnte Hossingen noch den 29:27 Anschlusstreffer erzielen. Doch die SG-Mädels behielten die Ruhe und setzen mit dem letzten Treffer den Schlusspunkt zum 30:28 Erfolg.
Mit diesem wichtigen Sieg bleibt die SG dem Tabellenführer HSG Stuttgarter Kickers/TuS Metzingen 2 dicht auf den Fersen. Doch zunächst müssen die SG-Mädels am kommenden Wochenende gleich doppelt ran. Zunächst einmal am Samstag in Haslach gegen den VfL Waiblingen Handball 2. Dann am Sonntag in der Markweghalle gegen die HSG Fridingen/Mühlheim. Beide Partien konnten in der Hinrunde deutlich gewonnen werden. Dennoch darf keines der Teams unterschätzt werden.
Für die SG spielten: Alicia Pitigoi (9), Carlotta Keipert (7), Felicia Kurz (6), Thea Böse (2), Julie Dreher (2), Ida Hellener (2), Amelie Krebs (1), Emma Schuster (1), Alison Cramer, Romy Wohlbold und Matea Zelic.



