Die weibliche C2 setzte sich in der Qualifikation gegen starke Konkurrenz durch und krönte ihre Entwicklung mit dem Einzug in die Oberliga. Vor allem die geschlossene Teamleistung und eine starke Defensive machten den Unterschied

Die letzte Möglichkeit, noch einen Platz in der Oberliga zu ergattern, bot sich der weiblichen C2 in Stuttgart-Wangen. Die Marschroute dafür war klar: von vier Gegnern mussten zwei im Endklassement hinter sich gelassen werden. Die Aufgabe war schwer einzuschätzen, schließlich waren nur unbekannte Gegner mit dabei: das Team Stuttgart, die SG Untere Fils, der SV Tannau und die HSG Strohgäu warteten auf die kleinen Kuties.

Das erste Spiel gegen die HSG Strohgäu gelang unseren Mädels besonders gut: der Ball lief flüssig durch die Angriffsreihen, es wurden kaum technische Fehler gemacht und der Abwehrverbund mit einer guten Torhüterleistung rundeten die Vorstellung ab: mit einem verdienten 11:7 Endergebnis konnte das Team um Chefcoach Micha Bauer den ersten von zwei anvisierten Siegen einloggen.

Das zweite Spiel war hingegen gar nicht nach dem Geschmack des Trainertrios Bauer/Dürner/ Hren. Das Team Stuttgart spielte eine offensive Manndeckung, welche unseren schnellen Spielerinnen eigentlich liegen sollte. Doch statt ihre spielerische Überlegenheit auszunutzen, wurden technische Fehler am laufenden Band produziert: Bälle flogen bereits im Spielaufbau ins Aus, Pässe beim Give-and-Go konnten die Gegnerinnen oft abfangen. Trotzdem konnte sich die Mannschaft im Spiel halten aufgrund ihrer erneut gelungen Abwehraktionen. So gelang es auch 20 Sekunden vor Ende beim Spielstand von 11:11 den Ball in der Abwehr zu erobern und den zweiten nötigen Sieg einzufahren. Doch ein hektischer Gegenstoßpass landete in den Armen der Stuttgarterinnen, welche dadurch ihrerseits eine Sekunde vor Spielschluss das 12:11 Siegtor warfen und als Siegerinnen das Parkett verließen.

Wir wussten, dass es gegen die stärkste Mannschaft, die SG Untere Fils, schwer werden würde. Nichtsdestotrotz hängten sich die Mädchen ins Spiel, konnten am Anfang gut mithalten und mussten erst zum Ende hin abreisen lassen. Das lag auch daran, dass wir viel wechselten und so ständig neu zusammengewürfelte Konstellationen auf dem Feld standen. So nahmen wir zwar die deutliche 10:17 Niederlage in Kauf, konnten aber die Kräfte für das dann anstehende Endspiel um die Oberliga schonen.

Und das Trainerteam stimmte die Mädchen auf das Spiel gegen den SV Tannau ein, denn für beide Mannschaften ging es im Aufeinandertreffen um das gleiche Ziel: mit dem größeren Willen den Sprung in Baden-Württembergs zweithöchste Spielklasse schaffen. Und was das Team hier gemeinsam auf die Beine stellte, übertraf alle vier bisherigen Spielrunden. Die Abwehr rührte Beton an, eroberte Bälle und wandelte diese zielsicher in Treffer um. So dauerte es sage und schreibe 13 Minuten, bis die Gegnerinnen ihr zweites Tor warfen. Bis dahin waren die Kuties dem Gegner längst enteilt-denn diesen 2 Toren standen bereits 11 SG-Tore gegenüber. Und auch in den letzten sieben Minuten gelang dem SV Tannau lediglich ein weiterer Treffer, weshalb der Spielstand von 14:3 eindeutig zementierte: den größeren Willen, künftig überregional anzutreten, hatten unsere SG-Mädels.

Damit gelang der neu formierten Truppe um Micha Bauer eine faustdicke Überraschung. Denn die Mädchen mussten sich innerhalb von sechs Wochen schnell zusammenzufinden und weiterentwickeln, um hier bestehen zu können. Besonders die Abwehrarbeit zeigte, wie lern- und leistungswillig die Truppe ist. Wir sind gespannt, wie die Entwicklung weiter geht und freuen uns auf die kommende Runde in der zweithöchsten Spielklasse.

Für die SG im Einsatz: Kira Helbig, Lisa Ohmeiß (beide im Tor); Lijana Delic (4), Mathilda Zolg (1), Matea Saula (9), Ella Heier, Lisa Kömmerling (4), Lina Merz (4), Laura Zelic (7), Malea Mayer (1), Anna Haag (3), Lia Dürner (5), Nika Ritter (1), Carlotta Alheit (7).

Verantwortliche: Micha Bauer, Martina Hren und Clea Dürner