Die SG H2Ku Herrenberg ist wieder Tabellenletzter

Konsequente Gegenwehr: Herrenbergs Nives Klobucar wird am Kreis der Kurpfalzbären Ketsch heftig attackiert. Foto: Eibner/Daniel Bamberg

Von Peter Gebhardt 29.01.2023

Die Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg haben bei den Kurpfalzbären Ketsch mit 26:29 den Kürzeren gezogen. Durch diese Niederlage im Kellerduell rutschen die Kuties wieder ans Tabellenende.

Das hatte sich die SG H2Ku Herrenberg ganz anders vorgestellt. Durch ein 26:29 (13:16) bei den Kurpfalzbären Ketsch und die Resultate der Konkurrenz rutsche der Gäu-Klub wieder ans Ende der Tabelle in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen. Wie schon so oft in der jüngeren Vergangenheit lag auch beim früheren Erstligisten Zählbares im Bereich des Möglichen.

Mit viel Selbstvertrauen und Ambitionen begab sich der H2Ku-Tross auf eine der kürzeren Auswärtsfahrten. Nach dem Abpfiff war aber vieles wieder beim Alten. Vom überzeugenden Auftritt aus der Vorwoche gegen Schozach-Bottwartal konnten die Kuties zu wenig hinüberretten. Der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz beträgt nun drei Punkte.

Die Abwehrreihen dominierten in den ersten 20 Minuten eindeutig die Szenerie. Gegen Ende des ersten Abschnitts machten die Gäste, bei denen Marie Beddies trotz Daumenverletzung auflaufen konnte, aber doch den einen oder anderen Fehler zu viel. Das 16:13 zum Pausenpfiff war jedoch längst keine Vorentscheidung.

Wie schnell es bisweilen gehen kann, zeigten dann allein die ersten Minuten nach dem Wiederanpfiff. Vornehmlich über den Kreis, wo sich nun immer wieder Räume auftaten, war Herrenberg binnen weniger Minuten wieder im Spiel. Als Bären-Trainerin Franziska Steil die Timeout-Karte zückte, hatten die Kuties ihren Gegner beim 18:18 völlig überrumpelt.

Mehr noch, gleich zweimal ergab sich die Chance zur Führung. Aber genauso oft wurden gute Möglichkeiten durch technische Fehler vergeben. Da sich die Gäste über zehn Minuten eine Auszeit nahmen, war die Partie beim 19:25 eigentlich entschieden (49.). H2Ku kam nochmal auf 24:26 heran – dann hatten die Gäste aber ihr Pulver endgültig verschossen.

Trainer Hans Christensen musste nach dem 26:29 konstatieren: „Wieder haben uns zeitweise nicht an die Vorgaben gehalten. Zudem können wir zwei bis drei sportliche Ausfälle im Team einfach nicht auffangen.“

 SG H2Ku Herrenberg: Weiss, Waldenmaier; Schoeneberg (4/davon 2 Siebenmeter), Bühler, Graebling, Bessert (3), Slawitsch (1), Neubrander (8), Beddies (2), Padutsch (2), Luber (2), Kreibich, Griesser (4), Klobucar.

https://www.krzbb.de/inhalt.2-handball-bundesliga-frauen-die-kuties-sind-wieder-tabellenletzter.21f0ffc8-0411-486f-a657-c3b43445fe93.html