Herrenberg wills wissen – wir brauchen Eure Meinung!

Liebe Freunde und Fans der SG H2Ku Herrenberg,


wir brauchen Eure Unterstützung! Bitte nehmt Euch 20 Minuten Zeit für eine wichtige Umfrage der Stadt Herrenberg und unterstützt damit auch die SG H2Ku:

www.herrenberg.de/umfrage
Frist 31. Mai 2021

Bei der Frage „Wie sind Sie auf die Umfrage aufmerksam geworden?“ tragt bitte unter „Sonstige“ „SG H2Ku Herrenberg“ ein. Für alle über uns geworbene Teilnehmende bekommen wir eine Aufwandsentschädigung, die wir für unsere Kinder- und Jugendarbeit einsetzen werden.

Worum geht es bei der Umfrage?
Es geht um Eure Meinung zu Herrenberg und Eurem jeweiligen Stadtteil Haslach, Kuppingen oder Oberjesingen.
Was ist Euch wichtig für die Zukunft unserer Stadt? Welche Ideen für Herrenberg und für Euren Teilort habt Ihr? Was gefällt Euch und was muss sich verbessern?

Alle Antworten fließen ein in die Fortschreibung des Herrenberger Leitbilds für das Jahr 2035. Das Leitbild ist der Wegweiser für unsere Zukunft in Herrenberg und legt fest, welche Projekte in den kommenden Jahren umgesetzt werden sollen.

Bitte an möglichst viele Herrenbergerinnen und Herrenberger weiterleiten!
Motiviert bitte auch Eure Familien und Eure Bekannten zur Teilnahme an dieser Umfrage: Ab 14 Jahren kann man mitmachen! Helft bitte auch älteren Personen in Eurem Umfeld mit dem digitalen Ausfüllen oder macht sie aufmerksam auf die 07032-924-140 (Start ab 05.05. – Sprechzeiten: Mo & Mi: 10-13 Uhr, Do 14-16 Uhr). Je mehr unterschiedliche Meinungen die Stadtverwaltung erhält, desto besser kann sie die richtigen Themen für die Zukunft unserer Stadt setzen und bewegen.

Mehr Infos zur Fortschreibung des Leitbilds unter www.herrenberg.de/leitbild2035.
 
Beste Grüße, Eure SG H2Ku Herrenberg

Wir wollen das Toyota Crowd Projekt des Jahres 2020 werden!

Nach unserem erfolgreichen fairplaid Crowdfunding-Projekt auf der Toyota Crowd ist die SG H2Ku Herrenberg nun zum Projekt des Jahres 2020 in der Kategorie “Großprojekt” nominiert worden. Dabei treten wir gegen die Vereine Science City Jena und den VfL Pfullingen 1862 um den Titel an. Gewinnen wir, winkt ein 1.000 € Startguthaben für unser nächstes Crowdfunding-Projekt auf der Toyota Crowd und das wollen wir natürlich holen. Und Du kannst uns jetzt dabei helfen, indem Du uns deine Stimme gibst. Das geht ganz schnell und einfach. Klicke dazu einfach auf den folgenden Link:

https://www.toyota-crowd.de/projekt-des-jahres/abstimmung

Hilf uns dabei, so viele Stimmen wie möglich zu gewinnen und teile den Link. Fünf Tage haben wir für die Abstimmung Zeit (vom 01.04.2021 um 18 Uhr bis zum 05.04.2021 um 23:59 Uhr). Übrigens: Für euch gibt es auch etwas zu gewinnen. Alle Infos findet ihr über den Link. Auf geht’s. Danke für deine Unterstützung!

Frühlingsaktion der TEXMA GmbH

Langjähriger Partner der SG H2Ku bietet attraktives Angebot mit ERIMA Textilien an

Rechtzeitig vor dem Osterfest bietet unser treuer und langjähriger Partner, die TEXMA Textilmarketing GmbH, ein reichhaltiges Sortiment von ausgewählten ERIMA Produktion zu attraktiven Konditionen. Greifen Sie zu und nutzen Sie diese Gelegenheit im Onlinshop unter www.texma-gmbh.de/1shop noch bis zum 31. Mai 2021.

Die Markweghalle wird für die Kuties zum Fernseh-Studio

2. Handball-Bundesliga Frauen: Die Live-Übertragungen der SG H2Ku Herrenberg erreichen inzwischen fast dreimal mehr Zuschauer als im normalen Spielbetrieb vor Corona. Spitzenwert waren 1450 Klicks beim Württemberg-Derby gegen Nürtingen. Möglich gemacht haben das alles IT-Architekt Martin Kemm und sein Sohn.

06. Februar 2021, Kreiszeitung Böblinger Bote

Von Vanessa Frey

Wenn am Sonntag um 16.30 Uhr das Spiel der Herrenberger Zweitliga-Mannschaft in der Markweghalle angepfiffen wird, ist es auch für zahlreiche Zuschauer wieder Zeit vor dem Laptop oder Smart-TV auf Play zu drücken. Denn dann startet das „Studio Markweg“ mit der Übertragung der Partie über sportdeutschland.tv. Die SG H2Ku, sowie die gesamte Liga, agiert nach der „Corona-Verordnung Sport“ mit einer Sondergenehmigung und darf den Spielbetrieb ohne Zuschauerbeteiligung durchführen. Die Verantwortlichen des Gäu-Clubs wollen die Fans trotzdem teilhaben lassen und bieten seitdem eine Live-Übertragung für Fans und Handball-Interessierte an. „Es ist wirklich auch ein großes Privileg für die Kuties, dass sie in diesen Zeiten ihren Sport fast ganz normal ausüben dürfen“, sagt Katja Rhotert, Geschäftsführerin der SG H2Ku Herrenberg Handball GmbH. 

Durch einen Zufall kam Rhotert im Oktober mit Martin Kemm darüber ins Gespräch, die Spiele der SG digital an die Fans zu bringen, bisher fehlte den Verantwortlichen die Ausrüstung und das technische Fachwissen. Der berufliche IT-Architekt ist selbst leidenschaftlicher Handballer, sein Sohn Jason spielt in der D-Jugend der SGH2Ku. „Unsere gesamte Familie brennt für den Sport, deshalb habe ich mich bereiterklärt, mich der Technik anzunehmen“, erklärt Martin Kemm, der gemeinsam mit seinem Sohn den Aufbau sowie den laufenden Betrieb des Streams verantwortet. „Während der Übertragung bedient Jason den Zählerstand, die Spielzeit und die Szeneneinstellungen“, schildert der 43-jährige, „wir versuchen die technischen Gegebenheiten stetig zu verbessern, sind zum Beispiel dabei, die bisher privat gestellte Hardware durch vereinseigene, zukunftsfähige Hardware zu ersetzten.“ Bereits zwei Stunden vor der jeweiligen Partie sind die beiden und ein zusätzlicher Kameramann in der Halle, um den Aufbau und einen Technik-Test durchzuführen, zehn Minuten vor Anpfiff beginnt dann mit der Live-Schalte die heiße Phase. 

„Inzwischen sind die Aufgaben eingespielt, und die Handvoll ehrenamtliche Helfer freuen sich jedes Mal darauf, in die Halle gehen zu dürfen“, ist Katja Rhotert zufrieden, „wir haben durchschnittlich 1.150 Klicks pro Spiel, wobei das Spiel gegen Nürtingen am 21.11.20 mit 1.450 Klicks der bisherige Spitzenreiter war.“ Im Vergleich: unter normalen Bedingungen wären zirka 500 Zuschauer in der Markweghalle vor Ort, unter Hygieneauflagen nur knapp 180. Über eine „digitale Eintrittskarte“ per Überweisung oder PayPal können Zuschauer zudem der SG H2Ku eine freiwillige finanzielle Unterstützung entgegenbringen. „Ein wichtiger Baustein für uns“, erklärt Rhotert, „auf der Ligatagung im Mai letzten Jahres wurde von den Zweitligisten geäußert, dass wir maximal zwei Spiele ohne Zuschauer durchhalten können – inzwischen gehen wir davon aus, dass wir die komplette Saison ohne Eintrittsgelder und Bewirtungsumsatze spielen werden.“

Auch die Einbindung des Publikums während der Kommentierung über moderne Medien wurde in den letzten Wochen zunehmend wichtiger. Beim letzten Heimspiel gegen den HC Leipzig vor zwei Wochen beispielsweise waren mit Anja Beißert und Rebecca Frey zwei ehemalige Spielerinnen am Mikro, die interaktiv Grüße an Fans aus ganz Deutschland rausschickten. „Es hat uns beide sehr gefreut, dass die Beteiligung und das Feedback so positiv war“, freut sich die ehemalige Rechtsaußen Anja Beißert. Intensiv hatten sich beide auf die Übertragung vorbereitet und gar bei Fußball-Bundesliga Spielen im TV nochmal genauer hingehört. „Auf welche Details oder Geschichten geht der Kommentator ein oder welche Fakten sind wichtig, als normaler Rezipient achtet man nicht so sehr auf solche Details“, erklärt Rebecca Frey, „als wir dann endlich live waren, haben wir uns in einem regelrechten Tunnel befunden und hatten durch die gute Vorbereitung genug Gesprächsstoff.“ 

Im obligatorischen Studio in der Mitte der Tribüne trudelten dann zahlreiche Meldungen per Mail oder Social Media ein. „Das möchten wir auch in Zukunft fortführen“, meint Katja Rhotert, „weitere Ideen können uns auch gerne jederzeit über live@sgh2ku.de geschickt werden.“ Ob dieses Modell auch im normalen Spielbetrieb oder bei Spielen der ersten Männermannschaft fortgesetzt wird? „Das können wir uns durchaus vorstellen“, so Rhotert, „zumal es auch unseren Partnern eine größere Werbeplattform bietet.“ Alle Voraussetzungen die Zuschauer aus dem „Studio Markweg“ auch weiterhin mit Handballsport aus dem Gäu zu unterhalten sind definitiv geschaffen. Am Sonntag werden erneut zwei Ex-Kuties am Mikrofon sitzen, dieses Mal kommentieren Lisa Gebhard und Sulamith Klein. 

Weitere Informationen gibt es unter: frauen.sgh2ku.com/bundesliga-team/livestream/

Digitale Plattformen ersetzen die Halle bei der SG H2Ku

HERRENBERG. Nach der Aussetzung des Spielbetriebs in allen Amateur- und Jugendligen des Handballsports hat die SG H2Ku Herrenberg sein Nachwuchstraining komplett auf digitale Plattformen verlagert. Seit einigen Wochen ist außerdem klar, dass es zu keinem normalen Jugendspielbetrieb unter Wettkampfbedingungen in dieser Saison in Württemberg kommen wird. Spiele werden ab Februar nur in einem „organisierten Freundschaftsspielbetrieb“ und damit als Vorbereitung für die Qualifikation stattfinden – wenn es die Regelungen zulassen.Interne Wettbewerbe und Trainingsvideos sollen derweil die Motivation der rund 400 Kinder und Jugendlichen im Gäu-Klub oben halten. Wir wollen den sozialen Kontakt bewahren und so dafür sorgen, dass der Bezug zum Handball nicht komplett verloren geht“, berichtet Jugendkoordinator Marcel Kohler, „die soziale Komponente ist ein wichtiger Baustein unseres Konzeptes.“

17. Dezember 2020, Kreiszeitung Böblinger Bote

Von Vanessa Frey

 Bis zu drei Mal wird bei den leistungsbezogenen Mannschaften online trainiert, samstags wird zudem ein übergreifendes Training von Fabian Gerstlauer, Trainer der Oberliga-Männermannschaft, und Bundesligaspielerin Aylin Bok angeboten. „Wir bieten allen unseren Spielerinnen und Spielern eine Mischung aus Athletik- und Koordinationsübungen für zu Hause“, erklärt Marcel Kohler die Idee weiter, „zudem haben wir Wettkämpfe ins Leben gerufen, die die Mannschaften untereinander austragen können, wie zum Beispiel eine Lauf-Challenge.“ Bereits im ersten Lock-Down haben die Verantwortlichen unter dem Motto „SGehtnurgemeinsam“ online Trainingspläne und verschiedene Aufgaben für Jugendtrainer und Mannschaften geboten. „Gerade in der jetzigen Zeit, müssen wir mehr investieren um unsere Kinder und Jugendliche bei Laune zu halten und diesen die Lust an unserem Sport zu vermitteln“, so Marcel Kohler, „wir merken bereits, dass wir vermehrt Kündigungen erhalten, da müssen wir gegensteuern.“

Trainer der Mannschaften von der C bis hin zu A-Jugend sind somit doppelt gefordert und müssen gleichwohl die persönliche Bindung neben dem Trainingsbetrieb aufrechterhalten. Auch die erste Damenmannschaft fordert die SG-Jugend zweimal die Woche über kure Videos zu online Koordinationsspielen heraus. Derzeit sind die Zweitliga-Handballerinnen die einzigen, die einen Fuß über die Schwelle der Markweghalle setzten dürfen. „Die Jungs und Mädels haben die Aufgabe diese Videos nachzustellen und diese einzusenden, bisher wird das sehr gut angenommen“, berichtet der Jugendkoordinator weiter, „insgesamt ist damit auch gewährleistet, dass wir für eine mögliche Aufnahme des Trainingsbetriebs nicht wieder bei null starten müssen.“ 

Am Verbandstag des Handballverbandes Württemberg am vergangenen Samstag stimmten die Delegierten für eine Aufnahme der bisher gespielten Runde zum Februar. Im Gegensatz zum Aktiven-Bereich sollen die Punktspiele der Jugend jedoch nur als organisierte Freundschaftsspiele durchgeführt werden, ohne Wettkampfwertung. Alle Spiele die bisher im Oktober gespielt haben, werden gestrichen. „In wieweit eine Umsetzung für dieses Modell für uns möglich ist, müssen wir zunächst prüfen“, sagt Marcel Kohler, „wichtig wäre es für alle Jugendspieler Erfahrungen unter Wettkampfbedingungen zu sammeln, wann und ob das wieder stattfinden kann, hängt zudem von den politischen Entscheidungen ab.“ Bis dahin wird sich der SG-Nachwuchs weiter online fitgehalten. 

Herrenberger Handballer verzichten erneut auf Gehalt

Um dem Verein durch die schwere Zeit zu helfen, setzen die Handballer der SG H2Ku Herrenberg ein Zeichen: Sowohl die Bundesligafrauen als auch die Oberligamänner verzichten auf einen Teil ihres Gehalts.

Stehen auch in Krisenzeiten zusammen: Die Herrenberger Handballerinnen verzichten geschlossen auf einen Teil ihres Gehaltes. Foto: Eibner

Artikel vom 27. November 2020, Kreiszeitung Böblinger Bote

Aufgrund der weiterhin anhaltenden Corona-Pandemie und den damit verbundenen Folgen hat sich die SG H2Ku Herrenberg Handball GmbH mit der Mannschaft der Frauen (2. Handball-Bundesliga) und dem Team der Männer (Oberliga Baden-Württemberg) auf einen Gehaltsverzicht verständigt. Das teilt der Verein am Freitagmorgen mit. Die Bundesligafrauen verzichten von November an bis zum Saisonende auf einen Teil ihres Gehalts, die Oberligamänner auf die kompletten Bezüge für den Monat November. Die getroffenen Regelungen betreffen sowohl die Spieler als auch die Trainer beider Mannschaften.

Im Februar soll die Situation neu bewertet werden. Dann soll es ein neues, offenes Gespräch mit den Mannschaften geben. „Unser Ziel ist es, weiterhin erfolgreich Handball spielen zu können. Dafür wollen und müssen wir jetzt die Weichen stellen. Wie bei allen anderen Vereinen auch, fehlen Einnahmen aus Ticketing, Bewirtung und Sponsoren. Nach den Erfahrungen aus den ersten Spieltagen konnten wir jetzt die Hochrechnung für die Gesamtsaison angehen und zusammen mit den Mannschaften jeweils geeignete Maßnahmen definieren“, so die Geschäftsführerin Katja Rhotert. Sie zeigte sich erfreut über die konstruktive Zusammenarbeit mit beiden Mannschaften und deren sportlichen Leitern.

Der Spielbetrieb im Handballverband Württemberg e. V. (5. Liga abwärts) wird bis zum Verbandstag am 28.11.2020 ausgesetzt.

Freundschaftsspiele und Turniere von Mannschaften (5. Liga abwärts) werden bis zum Verbandstag am 28.11.2020 ausgesetzt.

Das Präsidium des Handballverbandes Württemberg beauftragt den Verbandsausschuss Spieltechnik alternative Konzepte sowohl für den Aktiven Spielbetrieb als auch für den Jugendspielbetrieb zu entwerfen. Diese Konzepte werden als Anträge an den Verbandstag gestellt und durch diesen entschieden.

Ausführliche Informationen:

Neuausstattung 2020

Da das bisherige Modell (Classic Team Trainingstop und Shooter Präsentationshose) nicht mehr verfügbar ist, wird dieses durch ein neues Modell Liga 2.0 ersetzt.

SG H2Ku verspricht sich von Handballschule einen Leistungsschub beim Nachwuchs

Handball: Die kommissarischen Leiter Luca Waidelich und Marcel Kohler leisten einen enormen organisatorischen Aufwand, um das sorgfältig erarbeitete Konzept in die Tat umzusetzen

Artikel vom 05. August 2020 – 16:42

Von Peter Gebhardt

HERRENBERG. Am 1. Januar startete sie offiziell, bis Mitte März gab es nur Positives zu berichten. Danach war aber auch die gerade erst angelaufene Handballschule der SG H2Ku Herrenberg für fast drei Monate zum Nichtstun verurteilt. Schuld daran war natürlich wie allerorten der Corona-Virus.

Lärmende Schulkinder, pulsierende Hallen voller Leben – die Gründer und Macher der Handballschule in Herrenberg hatten sich sicher ein anderes Szenario vorgestellt als das, was sich ihnen im Frühjahr durch das wegen der Corona-Pandemie verhängte Sportverbot im Handball bot. Inzwischen ist der sportliche Alltag auch in Herrenberg größtenteils zurückgekehrt. Im Juni konnte wieder im Freien trainiert werden, seit Juli sind bis auf wenige Ausnahmen auch alle Mannschaften wieder im Hallentraining. „So hatten wir aber zumindest genug Zeit, um schon relativ früh am Feinschliff zu arbeiten“, sieht es Luca Waidelich eher pragmatisch. Waidelich selbst, einer der führenden Köpfe des neuen Nachwuchskonzepts in der Gäu-Stadt und derzeit Spielertrainer der dritten Mannschaft, ist trotzdem mehr als zufrieden mit dem bisher Geleisteten.

Der Name ist keine Bezeichnung für eine physische Institution

Um dies einordnen zu können, lohnt sich ein etwas tieferer Blick in die Materie. Der Name Handballschule ist zuallererst einmal keine Bezeichnung für eine physische Institution, wie etwa ein Internat. Vielmehr verbirgt sich dahinter das neue Nachwuchskonzept der Herrenberger Handball-Spielgemeinschaft. Im Jahr 2018, nachdem fast zeitgleich mit Luca Waidelich (TV Haslach), Ole Held (HSV Oberjesingen/Kuppingen) und Christian Stahl (VfL Herrenberg) in allen drei Stammvereinen der SG H2Ku neue Jugendleiter ins Amt gehievt wurden, wuchs schnell eine Idee zur effizienteren Gestaltung der Jugendarbeit in der Spielgemeinschaft.

Christian Stahl legte dann auch im Frühjahr 2019 ein tragfähiges und von allen Seiten gebilligtes Konzept vor. Indes, vor allem bei der Suche nach einem geeigneten hauptamtlichen Leiter der Handballschule – bis heute dauert diese Suche an – offenbarten sich noch einige Differenzen unter den Beteiligten, sodass die Konzeption im Sommer letzten Jahres erst einmal kurzerhand ruhte.

Allerdings dauerte es nicht allzu lange, bis neues Leben durch die alten Pläne strömte. Und so konnte im Spätherbst dann doch noch der Beginn für den Januar 2020 verkündet werden. Die Wertigkeit des Projektes zeigt sich allein schon darin, dass im Vorstand der SG H2Ku mit Jan Engau und Kai Wohlbold gleich zwei Mitglieder als Bindeglied zwischen Verein und Nachwuchsprojekt eingesetzt wurden. Und dies nicht nur auf dem Papier, wie Vorstandssprecher Jan Rhotert betont: „Beide bringen unheimlich viel Herzblut in die Sache ein“, so Rhotert.

Zu oft noch locken andere Vereine aus der Region die jungen Spieler

Gleichwohl gilt dies auch für die kommissarischen Leiter Luca Waidelich und Marcel Kohler. Momentan scheint dies noch eine gute Lösung zu sein. Für den 24-jährigen Waidelich hätte die Hauptamtlichkeit der momentan geteilten Stelle aber vor allem wegen der größeren Planungssicherheit für die Zukunft einen größeren Charme als die jetzige Konstellation. Zumal der organisatorische Aufwand für das seit sieben Monaten praktizierte Konzept enorm ist.

Denn: Das Ziel der Handballschule ist eindeutig – die Qualität des Nachwuchshandballs soll auf eine höhere Stufe gehoben werden. „Zu oft noch locken bei den Jungs Vereine wie die SG Pforzheim/Eutingen oder der HBW Balingen/Weilstetten unsere Talente mit der Aussicht auf Bundesligahandball“, sagt Jan Rhotert. Beim weiblichen Nachwuchs gilt vor allem der TuS Metzingen derzeit als gute Adresse in der Region.

Auf der anderen Seite stößt aber auch das überarbeitete Nachwuchskonzept der Herrenberger nicht bei jedem auf Gegenliebe, wie ein Facebook-Eintrag eines Vereins aus der Gegend belegt, nachdem dort ein Jugendlicher von der SG H2Ku angesprochen wurde. „Allerdings“, so betont Luca Waidelich nicht ganz ohne Stolz, „ist es inzwischen eher die Regel, dass die Jungs aus der Gegend bei uns anklopfen.“ Wie soll aber nun der Qualitätssprung erreicht werden? „Vor allem mit einem hochwertigen Training“, fährt Waidelich, der im Verein fast alle Altersklassen schon einmal selbst trainiert hat, fort. „Das Ziel ist es, jedes leistungsorientierte Team von einem lizensierten Trainer zu betreuen. Zudem wollen wir noch mehr an Schulen und in Kindergärten gehen.“

Gerade dafür wäre die Hauptamtlichkeit natürlich von Vorteil. Außerdem sollen Feriencamps angeboten werden. Zu guter Letzt geht es darum, durch qualifiziertes Fördertraining neben dem „normalen“ Betrieb die Nachwuchsspieler gezielt besser zu machen. Damit aber auch nicht nur die Topspieler und -spielerinnen aus den ersten Mannschaften jeder Altersklasse bei der Stange bleiben, wird auch bei den jeweiligen zweiten Teams investiert. Hier vor allem in Zeit. Das heißt, dass die Kinder nicht mehr mangels Übungsleiter nach Hause geschickt werden müssen.

Die Doppelspitze erntet jetzt schon viel Lob für die geleistete Arbeit

Viel Arbeit also für Luca Waidelich und Marcel Kohler. Die Doppelspitze teilt sich momentan den Aufgabenbereich des Handballschulleiters. Der Auszubildende zum Personaldienstleistungskaufmann Waidelich und der IT-Projektleiter Kohler, übrigens früher schon als Zweit-und Drittligaspieler bei der SG H2Ku aktiv, ernten schon jetzt viel Lob von vielen Seiten. Unterstützt werden sie neben den schon angesprochenen Kai Wohlbold und Jan Engau von Fabian Gerstlauer und Aylin Bok. Der Trainer des Oberligateams und die Spielerin der Zweitligafrauen sind für die sportliche Umsetzung der Vorgaben, zum Beispiel die Trainingsinhalte, zuständig.

Bliebe noch die Frage der Finanzierung des ganzen Konstruktes zu beantworten. Mehr Aufwand bedeutet auch immer mehr Finanzbedarf. Klar war von Beginn an, dass sich die Handballschule selbst tragen muss. Dafür ist neben den Mitgliedsbeiträgen ein Extra-Obolus zwischen fünf und zwanzig Euro monatlich vorgesehen. Viel Geld für so manche Eltern. Umso erfreuter waren die Verantwortlichen über die breite Zustimmung bereits im Vorfeld. Drei Monate Vorlauf an Elterngesprächen haben sich wohl mehr als gelohnt. Inzwischen seien über 95 Prozent aller Spieler bereits in der Handballschule organisiert.

Wer sich selbst oder wessen Eltern sich dem Modell nicht anschließen möchten, hat allerdings auch keine Möglichkeit mehr, im Nachwuchsbereich der SG H2Ku Herrenberg Handball zu spielen. Wobei es eine kleine Einschränkung gibt: „Für sozial schwache Familien suchen wir natürlich nach einer verträglichen Lösung“, betont Luca Waidelich. Durch die quasi Eigenfinanzierung, durch die Spieler und Spielerinnen in Vorleistung gehen, hat sich die SG H2Ku aber auch insgesamt zur Gegenleistung verpflichtet. „Auch wenn wir dadurch vor einer großen Herausforderung stehen, freuen wir uns alle auf eine hoffentlich erfolgreiche Zukunft durch das Projekt Handballschule“, blickt Jan Rhotert optimistisch in die Zukunft.

Für Handballschule und Vorstand wäre es erklärtermaßen irgendwann einmal das Größte, wenn in den Männer- und Frauenmannschaften der SG H2Ku Herrenberg hinter den Spielernamen unter der Rubrik „frühere Vereine“ stehen würde: eigener Nachwuchs.

Bisher ist dies bei der Hälfte der Männer-Oberligamannschaft der Fall. Bei den Bundesligafrauen haben aktuell drei Spielerinnen die interne Nachwuchsabteilung durchlaufen. Steigerungen sind jederzeit willkommen.

Viel mehr als nur Geld gesammelt

Crowdfunding-Aktion der SG H2Ku Herrenberg erweist sich nicht nur wegen der eingespielten Summe von fast 35 000 Euro als großer Erfolg

Es war eindeutig ein Siegerfoto, welches am Montag nach dem Abschluss des Crowdfunding-Projektes auf dem Gelände des Haslacher Sportplatzes geschossen wurde. Dort hatten sich mehrere gutgelaunte Organisatoren, mit den Oberligaspielern Alexander Zürn und Nicolas Rhotert an der Spitze, noch einmal getroffen, um stolz die Endsumme von exakt 34 814 Euro zu präsentieren.

Was nun am Abend des 27. Juli von großer Zufriedenheit zeugte, war vor vier Wochen noch von viel Optimismus, aber auch etwas Ungewissheit geprägt. Ende Juni war der Startschuss zu der ehrgeizigen Aktion erfolgt, geraume Zeit zuvor schon liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Denn das Crowdfunding bedeutete nicht nur Spenden sammeln, sondern auch für jede Spende praktisch eine Prämie im materiellen oder auch immateriellen Gegenwert zu präsentieren. „Wir haben viele Sponsoren und Händler in Herrenberg und Umgebung für unser Projekt gewinnen können“, erklärt Nicolas Rhotert. „Der andere Weg führte in die Mannschaften der SG H2Ku. Dort wurden dann im Kreis der Aktiven viele Ideen zusammengetragen“, ergänzt Alexander Zürn. Beide standen mit ihren Bemühungen natürlich nicht allein. Eine Gruppe von zwölf Personen, zusammengesetzt aus Aktiven der Mannschaften und Funktionären, umfasste der Kreis der unmittelbaren Helfer. Der Kern von fünf Organisatoren hatte seit Projektbeginn praktisch täglichen Kontakt.

Und so waren alle Beteiligen auch zuversichtlich, die Aktion zum Erfolg führen zu können. Immerhin fast einhundert Prämien standen bereit, weitere sollten folgen. „Was uns optimistisch gestimmt hat, waren vor allem die Prämien, die wir anbieten konnten“, so Alexander Zürn. Angefangen von Gutscheinen vieler Gewerbetreibender über signierte Trikots von Handballstars bis hin zu Aktionen der Mannschaften und deren Trainer, die es normal nicht zu kaufen gibt, reichte das Angebot.

Was dann aber an jenem 29.Juni zum Start des Crowdfunding passierte, überraschte selbst die kühnsten Optimisten. 10 000 Euro waren schon am ersten Tag auf das Konto der Plattform Fairplaid geflossen. „Im Nachhinein kann man wohl sagen, dass wir vieles richtig gemacht haben“, so ein zufriedener Jan Rhotert. Der Vorstandssprecher der SG H2Ku Herrenberg meinte damit sicher auch die Höhe der Crowdfunding-Summe, die im Vorfeld angesetzt wurde. Denn sieht man sich die Projekte anderer Vereine an, stellt man schnell fest, dass diese meist mit einer kleineren Summe an den Start gingen. H2Ku-Torhüter Nicolas Rhotert erklärt die Risikobereitschaft so: „Erfahrungsgemäß wird die Motivation zum Prämienkauf nach dem Erreichen der Zielsumme geringer. So aber halten wir die Spannung hoch“. Klar war aber auch, dass beim Nichterreichen der veranschlagten 30 000 Euro kein Cent geflossen wäre – System Crowdfunding eben.

Dass sich die Ergebnisse dieses extrem guten Starts nicht über die kompletten vier Wochen fortsetzen würden, war indes allen Beteiligten klar. Grund für blinden Aktionismus gab es deshalb auch nicht, als es in der zweiten Woche weit ruhiger auf der Plattform des Anbieters Fairplaid zuging. Für Jan Rhotert war es weit wichtiger, im Hintergrund noch genügend Asse im Ärmel zu haben. „Wir hatten immer einen Plan“, nannte er einen der Erfolgsgaranten. In der Praxis sah das dann so aus, dass auch im Laufe des Projekts immer wieder neue Prämien angeboten werden konnten. Ein besonderes Phänomen zeigte sich dann vor allem in den letzten beiden Wochen. Nicht nur auf Anfragen reagierten Firmen und Gewerbetreibende, immer öfter trafen auch Angebote von außen zur Unterstützung ein. Zum Beispiel von Daniel Rebmann. Der frühere H2Ku-Torwart, inzwischen einer der besten seines Fachs in ganz Deutschland, erfuhr von der Aktion, setzte sich mit dem Crowdfunding-Team in Verbindung und stellte spontan sein Trikot mit den Unterschriften der Spieler seines jetzigen Vereins FrischAuf! Göppingen zur Verfügung. Ähnlich stellte sich die Sache mit einem ganz speziellen Handball dar. Der originale Ball vom entscheidenden Spiel um den Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga der Männer vor genau zehn Jahren galt seit jener Zeit als verschollen. Über Umwege tauchte dieser als echt verbürgte Ball jetzt wieder auf und bereicherte so das ohnehin schon attraktive Prämienangebot.

So dauerte es dann auch nur etwas über zwei Wochen, bis die Zielsumme von 30 000 Euro erreicht wurde. Für das Team hinter den Kulissen war dieser Erfolg aber noch nicht der Endpunkt. Auch wenn es nun, wie vorausgesagt, deutlich zäher voranging, die Motivation litt nicht darunter. Im Gegenteil. „Wir steckten uns intern immer wieder neue kleine Ziele“, so der Herrenberger Rechtsaußen Alexander Zürn. Tägliche Posts in den sozialen Medien, Videokonferenzen und persönliche Meetings zahlten sich letztendlich aus. Mit fast 35 000 Euro ging das Crowdfunding am Montag um 20 Uhr über die Ziellinie.

Diese vier Wochen haben aber nicht nur finanzielle Fußabdrücke hinterlassen. „Wir haben so viele positive Rückmeldungen von außen erhalten, dass es sich allein dafür gelohnt hätte“, so Nicolas Rhotert. Alexander Zürn verwies derweil noch auf einen anderen Aspekt: „Wir sind auch als Verein noch mehr zusammengewachsen. Jede Mannschaft, jeder Trainer und Funktionär hat sich von Anfang an mit der Aktion identifiziert und dies auch nach außen vermittelt.“

Beide Organisatoren und auch ihre Mitstreiter sind natürlich trotzdem ein wenig froh, dass nun etwas Ruhe einkehrt – allerdings nur für kurze Zeit. Noch gut zwei Wochen wird es noch dauern, bis alle Prämien zugeordnet sind, bevor es dann noch einmal rund geht. Dann dürfen sich alle Unterstützer auf ihre Prämien freuen. Und so ganz nebenbei warten auf beide auch noch berufliche und handballerische Verpflichtungen.

Hintergrund Crowdfunding-Aktion der SG H2Ku Herrenberg

Um die finanziellen Folgen der Coronavirus-Pandemie abzufedern initiierten die Oberligaspieler Nicolas Rhotert und Alexander Zürn ein Crowdfunding. Dies bedeutet frei übersetzt Gruppenfinanzierung. Unterstützer zahlen Geld an die Crowdfunding-Plattform und bekommen im Gegenzug Prämien in materieller oder immaterieller Form. Dies waren in diesem Falle zum Beispiel Gutscheine im Wert zwischen meist 10 und 100 Euro von Firmen, signierte Trikots von Sportlern oder ähnliches. Dazu kamen Angebote der Mannschaften wie Einblicke hinter die Kulissen, persönliches Training mit einzelnen Spielern oder auch die Teilnahme am Mannschaftstraining.

Die SG H2Ku ging am 29. Juni mit einer Zielsumme von 30 000 Euro an den Start. Beim Nichterreichen der Zielsumme hätte die Aktion als gescheitert gegolten, alle bisherigen Unterstützer hätten ihr eingezahltes Geld zurückerhalten. Dies ist ein Grundsatz des Crowdfunding. Die Aktion endete am 27. Juli um 20 Uhr mit einer Summe von 34 814 Euro.

Die eingespielte Summe kommt nach Abzug der Steuern dem kompletten Verein und allen Mannschaften zugute.