M1: SG erarbeitet sich ein weiteres Endspiel

Mit einer Offensivgala, wie sie in dieser Saison bislang noch nicht zu sehen war, haben die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg die HSG Konstanz II förmlich aus der Markweghalle gefegt. Das 44:32 (21:17) war dabei der dritte Sieg in Folge. Damit kann die Mannschaft von Trainer Tim Gauß weiter vom Klassenerhalt träumen.

Über 300 Zuschauer traten in der Markweghalle den persönlichen Beweis an, noch immer an die Mannschaft zu glauben. Und auch die Mannschaft selbst blieb diesen Beweis in einem wahren Handballfest nicht schuldig. Vor allem, dass die Mannschaft dem maximalen Druck standhalten konnte, lässt für die beiden restlichen Saisonspiele zusätzlichen Optimismus aufkommen. Denn vor dem Spiel war klar, dass die Herrenberger mit einer Niederlage den Abstieg nicht mehr hätten verhindern können.

Der Beginn der Partie verlief dabei schon vielversprechend. Zwar mussten die Gastgeber auf Moritz Werner wegen eines grippalen Infekts verzichten, doch sollte sich dafür Tim Frommer im Laufe der Partie auf der rechten Rückraumposition zu seiner wohl besten Leistung im bisherigen Saisonverlauf aufraffen. Überzeugend war ohnehin das Wort, das diesen Abend am treffendsten beschreiben konnte. Nachdem die Gäste vom Bodensee mit drei Toren in Folge auf 6:5 stellten, entpuppte sich dieses Zwischenhoch eher als Herrenberger Dosenöffner für eine erste Halbzeit, die im Zeichen höchsten Tempos stand. „Wir wollten so wenig wie möglich in den Positionsangriff gehen. Dafür war Konstanz bisher zu abwehrstark“, erklärte Tim Gauß diese Taktik nach Spielende. Es sollte sich als goldrichtig herausstellen, denn oftmals hatte die Konstanzer Abwehr gar keine Zeit, sich zu formieren. Und da auch die Effektivität sehr hoch war, gelang es den Herrenbergern  bis zur Pause ein 21:17 herauszuwerfen.

Die Frage war für den zweiten Durchgang eigentlich schnell gestellt: Würden die H2Ku-Männer dieses immens hohe Tempo beibehalten können? Denn neben Moritz Werner mussten die Gastgeber noch einen weiteren Ausfall, diesen allerdings während des Spiels, verkraften. Linksaußen Luca Kälbly musste bereits nach einer Viertelstunde mit einer glatt roten Karte auf der Tribüne Platz nehmen. Somit fiel eine weitere personelle Alternative weg. Letztlich sollte sich die Befürchtung eines Kräfteeinbruchs aber als unbegründet erweisen.

Bereits nach wenigen gespielten Minuten musste Gästecoach Jonas Hadlich im zweiten Durchgang beim Stand von 28:20 mit einer Auszeit gegensteuern. Während er versuchte, zu retten, was zu retten war, brachte sein Gegenüber erstmals ein weiteres Detail zu Sprache. „Belohnt Euch für Euer Spiel und holt Euch den direkten Vergleich!“. Es wäre praktisch die Kirsche auf der Sahnetorte. Die Spieler taten letztlich dem Coach diesen Gefallen gerne. Auch wenn die Bank der Konstanzer breiter besetzt war, ließ die SG H2Ku ihrem Gegner keine Luft zum Atmen mehr. Bereits elf Minuten vor dem Ende erzielte Oliver Sudar das 37:27. Der Herrenberger Aktivposten stand an diesem Abend aber keineswegs alleine da. Es gab keinen sportlichen Ausfall zu beklagen. Und auch trotz der vermeintlich hohen Zahl der Gegentreffer lieferte auch die Abwehr mit Torhüter David Herz im Tor eine starke Leistung ab.

Am Ende war das 44:32 sogar in dieser Höhe verdient. Am kommenden Sonntag sind dann die Spieler im nächsten Endspiel gefordert. Dann heißt es auch beim Spiel bei der SG Pforzheim/Eutingen II wieder: Siegen oder Fliegen. Immerhin haben die Herrenberger nun aber nur noch einen Zähler Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz. „Wenn wir in Pforzheim genauso spielen, können wir auch dort gewinnen“, versprüht Tim Gauß schon eine große Kampfeslust.

SG H2Ku: Herz (1), Sauer (beide im Tor); Kälbly (2), Lohrer (1), Böhm (6), Sudar (8), Bechinke (1), Fischer (2), Frommer (7), Jacobs, Krebs (5), Wittke (8/1), Lewe (2), Dannenberg (1)

Setzt sich für die Männer 1 die Hoffnung auf den Klassenerhalt fort? Männer 2 reisen nach Spaichingen

Wenn die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg am Samstag um 20 Uhr auf die HSG Konstanz II treffen, könnten am Ende drittletzten Spieltages zwei Entscheidungen gleichzeitig gefallen sein. Dabei hoffen die Gastgeber allerdings, dass dieser Fall nicht eintreten wird.

Die Lage ist schnell skizziert. Als Drittletzter hat die SG H2Ku drei Punkte Rückstand auf die Konstanzer Drittligareserve. Verlieren die Herrenberger, ist bei dann fünf Punkten Rückstand der Abstieg des Gäu-Clubs in die Verbandsliga besiegelt. Für die Gäste vom Bodensee hieße das im gleichen Zuge: Klassenerhalt geschafft. Denn selbst wenn der TuS Altenheim, Vorletzter des Klassements, sein Spiel bei der SG Heidelsheim/Helmsheim am Sonntag gewinnt, könnte die HSG Konstanz aufgrund des um ein Tor besseren direkten Vergleichs nicht mehr von den Nichtabstiegsplätzen verdrängt werden. Auch wenn in der Theorie auch noch die HSG Ettlingen und die SG Kenzingen/Herbolzheim in der Verlosung um den Klassenerhalt dabei sind, dürfte Konstanz der letzte Kontrahent sein, der von den Herrenbergern überflügelt werden könnte.

Dazu bedarf es allerdings am Samstag in der Markweghalle unbedingt eines Sieges. Dann wären die H2Ku-Männer bis auf einen Punkt an die Gäste herangerückt und hätten mit zwei weiteren Siegen in den abschießenden Partien gegen Pforzheim und Schmiden noch immer eine Chance auf den Ligaverbleib.

Zunächst richtet sich der Blick aber auf die Heimpartie ab 20 Uhr. Trainer Tim Gauß hat nach den zwei Siegen zuletzt – es waren die ersten beiden Erfolge nacheinander – durchaus auch im Training eine Änderung erkennen können. „Die Siege haben dem Team noch einmal einen Schub gegeben“, so der Herrenberger Coach. Besonders auffällig war dabei beim Sieg in Ehingen die Abgeklärtheit im Team, als selbst in brenzligen Situationen der Kopf oben blieb. Wichtig wird es vor allem sein, dass die SG H2Ku erneut eine überzeugende Abwehrleistung zeigt. Im Lager der Gastgeber hofft man dabei natürlich auch wieder auf eine ähnliche Torhüterleistung, wie sie jüngst in Ehingen von Nico Sauer gezeigt wurde. Theoretisch zumindest steht dem auch nichts im Wege. Sowohl Nico Sauer als auch alle anderen Spieler dürften für den Abstiegskracher fit sein. Lediglich die beiden Langzeitverletzten Kenneth Stiegen und Janek Förch werden nicht mit dabei sein können.

Verbandsligamänner in Spaichingen gefordert

Mit nur zwei Pluspunkten im Gepäck tritt die zweite Mannschaft der SG H2Ku Herrenberg am Samstag die Reise zum TV Spaichingen an. Ab 19 Uhr sollen nach Möglichkeit die ersten beiden Zähler der Rückrunde eingefahren werden.

Natürlich geht das Verbandsligateam auch in diese Partie als krasser Außenseiter an den Start. An der Motivationslage hat die bisherige magere Saisonbilanz aber nichts geändert. Noch immer zieht die Mannschaft mit und will in jeder Partie für einen Erfolg kämpfen. Aber auch diesmal müssen die Gäste mit einem Rumpfaufgebot auskommen. Erneut werden neben dem Innenblock mit Miro Mezger und Tom Bühler noch Simon Gogl, Marcel Braitmaier, Andreas Kohler und Louis Kälbly aus. Hinter dem Einsatz von Alexander Kohler steht derweil noch ein dickes Fragezeichen.

F1: Kuties schaffen den Aufstieg!

Es war sicher nicht ihr bestes Saisonspiel, das die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg am Samstag ablieferten. Das war jedoch allen Beteiligten nach dem 27:21 (13:10) beim TSV Heiningen vollkommen egal. Das dennoch hohe Ergebnis zeigte dabei einmal mehr, dass die Kuties fast in ihrer eigenen Liga spielen. Das Wichtigste an diesem Tage war aber: Die SG H2Ku spielt in der kommenden Saison wieder in der Regionalliga.

Auch wenn das Spiel schon sicher schwer genug war: Der Feiermarathon im Nachgang der Partie war sicher noch um einiges anstrengender als die sechzig Minuten auf dem Parkett, dauerte dieser doch bis in den Sonntagabend hinein – mindestens.

Zuvor galt es allerdings erst einmal, die letzte Hürde vor dem Aufstieg zu nehmen. Der TSV Heiningen wollte natürlich mit aller Macht verhindern, dass die Gäste die Meisterschaft ausgerechnet in ihrer Halle feiern würden. So entwickelte sich ein Spiel, dass zunächst ein 2:0 für die Gastgeberinnen brachte. Und auch wenn die Gäste aus Herrenberg schnell wieder auf Gleichstand stellten, merkte man doch, dass es dann eben doch kein Spiel wie jedes andere war. „Bei der ein oder anderen Aktion war schon ein zittriges Händchen erkennbar“, musste auch Heiko Fleisch feststellen. Das war nicht zuletzt auch deshalb verständlich, weil über 100 erwartungsfrohe Fans den Weg nach Heiningen auf sich genommen hatten, um den vorfristigen Aufstieg zu feiern.

Zumindest gelang es den Kuties, nach dem 3:2 eine knappe Führung zu behaupten. Als Sandra Kußmaul nach etwa einer Viertelstunde auf 9:6 stellte, sah es danach aus, als ob sich die Gäste nun absetzen könnten. Doch daraus wurde nichts. Es war der erneut starken Abwehr zu verdanken, dass die Herrenbergerinnen weiter in Front lagen. Das 13:10 zur Pause war bei den Fans aber zumindest schon etwas Balsam auf das Nervenkostüm.

Für noch mehr Beruhigung sorgten die ersten Minuten nach Wiederbeginn. Sina Venth, Saskia Schmidt und Stefanie Schoeneberg stellten auf 16:10, eine Vorentscheidung bahnte sich an. Daraus wurde jedoch noch nichts. Eine entscheidende Szene gab es in der 42. Minute, als Stefanie Schoeneberg beim Stand von 18:15 vom Punkt scheiterte. Geistesgegenwärtig griff sich die Kreisspielerin jedoch den Abpraller und verwandelte den Nachwurf sicher. Es sollte das letzte Mal gewesen sein, dass die mitgereisten Fans etwas zittern mussten. Die restliche Spielzeit konnten die Kuties ihre Gegnerinnen sicher in Schach halten. Die letzten zwei Minuten waren dann nur noch ein Schaulaufen, der Sieg war zu diesem Zeitpunkt schon in Sack und Tüten. Nach dem 27:21 durch Shana Stäudle und dem gleichzeitigen Schlusspfiff gab es bei Fans und Mannschaft kein Halten mehr. Die Rückkehr in die Regionalliga war perfekt!

„Ich bin so unfassbar stolz auf die Mannschaft. Vor allem auch, wenn ich die Entwicklung der letzten Monate sehe“, sprudelte es aus Heiko Fleisch heraus. So wie er sahen es auch die Fans, die sich nach Spielende ähnlich äußerten. Es folgen für die Kuties nun noch zwei Spiele in Weinstadt und zum Schluss zuhause gegen Dornstetten. Hierfür versprach Heiko Fleisch noch einmal volle Konzentration. Wer den Trainer kennt, weiß auch genau, dass dies trotz der nun gewonnenen Meisterschaft keine leeren Worthülsen sind. Die Fans wird’s freuen – die Konkurrenz wohl eher etwas weniger.

M1: Die Hoffnung lebt weiter

Für die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg ist der schon fast sicher geglaubte Abstieg in die Verbandsliga noch immer abwendbar. Durch ein hochverdientes 27:24 (12:10) beim TV Ehingen lebt der Funken Hoffnung weiter.

Der Sieg beim Tabellenvierten sorgte dabei für zwei Premieren. Einerseits war es der erste Auswärtssieg der laufenden Saison und gleichzeitig konnten zum ersten Mal zwei Siege hintereinander bejubelt werden. Dabei gab es im Nachgang nicht einmal Zweifel an der Berechtigung des Doppelpunktgewinns beim Favoriten.

Mit einem 5:1 nach knapp zehn Minuten wurde zunächst erst einmal ein solider Grundstein gelegt. Dabei überragte im Angriff der Herrenberger mit Oliver Sudar ein Spieler, der seine Stärken im Eins gegen Eins hat. Genau das war auch der Plan von Tim Gauß. „Wir haben Oli ganz bewusst immer wieder in eine solche Position gebracht“, so der Herrenberger Coach nach Spielende. Der Lohn waren allein fünf Sudar-Treffer bis zum 6:3. Dass es in der Startphase des Spiels und eigentlich bis zum Ende der Partie so wenig Gegentore zu quittieren gab, hatte dagegen einen einfachen Grund. „Ganz klar, Nico Sauer war heute der Spieler des Spiels“, lobte Trainer Gauß seinen Torhüter überschwänglich. Er war es auch, der immer wieder die Unkonzentriertheiten im Angriffsspiel mit seinen Paraden, darunter vielen freien Würfen, ausbügeln konnten. Aus Sicht der Gäste war das 12:10 beim Pausenpfiff vielleicht sogar etwas zu niedrig ausgefallen.

Nico Sauer als überragender Rückhalt

Im zweiten Spielabschnitt änderte sich zunächst nicht viel. Der Vorsprung von zwei bis drei Toren hatte in den ersten Minuten weiterhin Bestand. Als der überzeugende Lukas Krebs in der 40. Minute auf 18:13 stellen konnte, war die Hoffnung auf eine frühe Vorentscheidung natürlich groß. Dennoch schwang auch die Sorge mit, dass die Mannschaft, wie zuletzt öfters eingetreten, in kniffligen Situationen ein Vorsprung leichtfertig hergeben würde. Dieses Mal sollte sich ein solches Szenario allerdings nicht einstellen. Die Herrenberger, in dieser Partie noch nicht ein einziges Mal im Rückstand, verteidigten ihren Vorsprung vor allem durch ihre überzeugende Abwehr. Nico Sauer hielt weiterhin alles, was es zu halten gab. Und auch der Innenblock mit Nik Wittke und Finn Böhm erhielt vom Trainer nach Spielende Bestnoten.

Brenzlig wurde es aber noch einmal sieben Minuten vor dem Abpfiff. Hier konnte der TV Ehingen durch Niklas Duffner auf 22:23 verkürzen. Doch einmal mehr sorgte Oliver Sudar gemeinsam mit Luca Kälbly dafür, dass fünf Minuten vor dem Ende wieder zwei Tore Vorsprung bejubelt werden konnten. Am Ende sorgte Oliver Sudar mit seinem siebten Treffer zum Endstand von 27:24 für die endgültige Entscheidung.

Am Samstag treffen die H2Ku-Männer nun mit der HSG Konstanz II auf den letzten verbliebenen Konkurrenten, den sie im Kampf um den Klassenerhalt theoretisch noch überholen können. Schützenhilfe konnte der TSV Altensteig indes nicht leisten. Das Tabellenschlusslicht unterlag bei der Drittligareserve mit 28:34. Damit haben die Konstanzer weiterhin drei Punkte Vorsprung vor dem direkten Aufeinandertreffen in der Markweghalle.

F1: Gelingt am Samstag der große Wurf?

Für die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg steht am Samstag das wohl bisher wichtigste Spiel der bisherigen Runde auf dem Programm. Wenn die Kuties um 17:45 Uhr in fremder Halle beim TSV Heiningen antreten, könnten sie etwa neunzig Minuten später die Rückkehr in die Regionalliga geschafft haben. Grundvoraussetzung ist dafür allerdings ein Sieg bei den zuletzt sehr starken Gastgeberinnen.

Heiko Fleisch ist genau wie sein ganzes Trainerteam und natürlich auch die Mannschaft selbst voller Vorfreude auf die drittletzte Partie der Saison. „Natürlich ist das Spiel in Heiningen etwas ganz Besonderes“, gibt der Herrenberger Coach auch ohne Umschweife zu. „Das ist genau das, was wir wollten. Nun wollen wir das Ding auch klarmachen“, strahlt der Coach im Vorfeld eine große kämpferische Einstellung aus. Das gleiche erwartet er auch von seiner Mannschaft. Dabei ist er sich auch sicher: „Die Mannschaft ist sehr fokussiert und wird die Aufgabe mit der nötigen Konsequenz angehen“. Nötig ist eine Topleistung in der Voralbhalle auf jeden Fall, wobei in dieser Frage die Tabelle ein eher widersprüchliches Bild abgibt.

Fakt ist, dass der TSV Heiningen mit dem 7. Tabellenplatz faktisch den Klassenerhalt geschafft hat. Vor etwa zwei Monaten sah das allerdings noch ganz anders aus. Mit zuletzt nur einer Niederlage in den vergangenen sieben Partien hat sich die Mannschaft wieder aus den unteren Tabellenregionen freigeschwommen und könnte in den letzten Partien so etwas wie das Zünglein an der Waage im Kampf um die Spitzenplätze werden. Denn das Team von Trainer Sven Fischer spielt nach dem Spiel gegen Herrenberg noch gegen die HSG Böblingen/Sindelfingen und den TSV Denkendorf. Zu den Leistungsträgerinnen gehören unter anderem Katharina Schloot, Theresa Kurz oder auch Maja Seeger. Eine besondere Stellung nimmt dabei auch Johanna Biegert ein, die nach mehreren Jahren Frisch Auf Göppingen und einer mehrmonatigen Handballpause im Spätherbst zum TSV Heiningen wechselte und dort wie erwartet zur Leistungsträgerin avancierte.

Trotz dieses Leistungshochs der Heiningerinnen gehen die H2Ku-Frauen als Favorit ins Rennen. Denn der guten Statistik von Heiningen haben die Herrenbergerinnen noch beeindruckenderes entgegenzusetzen. Nur eine einzige Niederlage seit Mitte Oktober des letzten Jahres, Ende Januar im Heimspiel gegen Bargau/Bettringen, gab es zu verschmerzen. Die SG H2Ku stellt mit Abstand die beste Offensive. Und auch die Abwehr überzeugte bei den letzten Siegen mit nur durchschnittlich etwas mehr als 20 Gegentoren. Vieles spricht also für Herrenberg, allerdings dürfte gerade bei diesem Spiel auch die Psyche eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen. Doch auch da gibt sich Heiko Fleisch zuversichtlich. „Wir hatten diesen Druck auch zuletzt in Böblingen und gegen Denkendorf und haben das prima gelöst“, so der Trainer. Und weiter: „Wir haben immer in Etappen gedacht. Damit sind wir bis jetzt immer gut gefahren. Und die nächste Etappe heißt nun Heiningen“. Damit will Heiko Fleisch natürlich auch den Druck von seiner Mannschaft nehmen.

Die Zuversicht von Trainerteam und Mannschaft gründet sich derweil auch darauf, dass am Samstag bis auf die langzeitverletzte Juliane Seidel alle Spielerinnen an Bord sind. „Die Mannschaft hat sich diesen ersten Matchball absolut verdient. Es ist umso schöner, dass bis auf Juliane alle dabei mithelfen können“, freut sich der Herrenberger Coach für seine Mädels. Er und die ganze Mannschaft hoffen natürlich auch, dass eine möglichst große Anzahl von Fans den Weg ins etwa 80 Kilometer entfernte Heiningen auf sich nehmen und so für eine tolle Atmosphäre sorgen können.

Männer 1 wollen Minichance nutzen / Männer 2 fahren personell gebeutelt nach Ludwigsburg

Für die Oberligamänner der SG H2Ku ist der letzte Funken Hoffnung auf den Klassenerhalt trotz der zuletzt durchwachsenen Leistungen noch nicht erloschen. Um diesen Funken am Leben zu halten, sollte am Samstag ab 20 Uhr beim TV Ehingen unbedingt etwas Zählbares herausspringen.

Es war bisher sicher eine Rückrunde, die insgesamt überhaupt nicht nach den Wünschen der SG H2Ku Herrenberg lief. Doch nach dem Sieg im letzten Heimspiel gegen den TuS Altenheim ist wieder etwas Zuversicht eingekehrt. „Der Erfolg und die zwei Punkte haben der Mannschaft noch einmal einen Schub gegeben“, hat Tim Gauß in den letzten beiden Trainingswochen erkannt. Neben dem gewonnenen Selbstvertrauen haben die H2Ku-Männer zudem auch wieder Kraft für die letzten vier Saisonspiele tanken können. Und gleich die erste dieser abschließenden Partien hat es dabei in sich, geht es doch zum Tabellenvierten TV Ehingen. Die Reise in die Nähe von Singen soll aber beileibe nicht zum Ausflug werden. „Wir wollen dort etwas holen“, betont Trainer Gauß, der natürlich selbst am besten weiß, dass in der jetzigen Situation ohnehin nur noch Siege helfen, um den drohenden Abstieg noch abwenden zu können.

Blickt man auf die Tabelle, wird auch schnell klar, dass als letzter verbliebener Strohalm die HSG Konstanz II herhalten muss. Die Bodensee-Städter haben momentan drei Zähler mehr auf dem Konto als die SG H2Ku. In der nächsten Woche treffen dann beide Teams in der Markweghalle direkt aufeinander. Um hier noch einmal Spannung aufzubauen, sollte allerdings in Ehingen auch ein Erfolgserlebnis herausspringen, zumal die Konstanzer am Sonntag das Tabellenschlusslicht Altensteig empfangen. Für diese dürfte ein Sieg in Konstanz wiederum ebenso die letzte Chance für einen Ligaverbleib darstellen.

Als Problem könnte sich jedoch eventuell herausstellen, dass mit der HSG Konstanz II eine Mannschaft involviert ist, die sich durchaus auch mit Personal aus dem Drittliga-Team bedienen könnte. Auch dort tummeln sich viele junge Talente. Inwieweit das, auch durch die Personalnot in der Konstanzer Erstmannschaft, eine Rolle spielen wird, bleibt allerdings abzuwarten. Ohnehin liegt es zuallererst in der Herrenberger Hand, die Chance auf den Klassenerhalt am Leben zu erhalten. Zumindest personell stehen hierfür die Vorzeichen recht gut. Bis auf Kenneth Stiegen und Janek Förch wird Tim Gauß auf seinen kompletten Kader zurückgreifen können.

Verbandsligamänner mit Rumpfkader nach Ludwigsburg

Für die SG H2Ku Herrenberg II ist der Zug in Richtung Klassenerhalt längst abgefahren. In den letzten vier Spielen geht es nur noch darum, gute Leistungen anzubieten und hier und da ein Erfolgserlebnis zu erzielen. Bei nur einem Sieg insgesamt und bisher keinem Punkt in der Rückrunde dürfte dieses Unterfangen allerdings auch am Samstag ab 18 Uhr beim HB Ludwigsburg alles andere als leicht werden.

Schon das Hinspiel ging deutlich verloren, inzwischen hat sich der Mitaufsteiger im oberen Tabellenmittelfeld etabliert und wird im Gegensatz zu den Herrenbergern auch in der kommenden Saison in der Regionalliga spielen können.

Die Motivationslage des Teams um das Trainergespann Marcel Kohler / Maxi Schöllkopf ist dennoch ungebrochen gut. Weniger gut stellt sich für die beiden Trainer allerdings die Personalsituation. So wird aus privaten Gründen der Mittelblock mit Tom Bühler und Miro Mezger ausfallen. Verletzungsbedingt werden zudem Simon Gogl, Loius Kälbly, Luca Ehler, Oliver Kohler und Louis Eckert nicht mitwirken können. Auch hinter dem Einsatz von Marcel Braitmaier steht noch ein dickes Fragezeichen.

F1: Der Countdown läuft!

Der Countdown läuft!

Am Samstag liegt ab 17:45 Uhr der 1. Matchball zum Aufstieg bereit. In der  Heininger Voralbhalle müssen wir unbedingt für Heimspielatmosphäre sorgen, damit sich unsere Kuties wie in der Markweghalle fühlen.

Deshalb: Kommt nach Heiningen! Bildet Fahrgemeinschaften! Mobilisiert Freunde und Familie! Zieht Euch Eure SG-Kleidung an und bekennt Euch zur Mannschaft!

Für Euch gibt es noch als sportliche Information auf den Weg:

Wann und wie würden unsere Kuties aufsteigen?

  1. Beim einem Sieg, egal in welcher Höhe, spielt unsere Mannschaft in der kommenden Saison in der Regionalliga – Hurra!
  2. Bei einem Remis käme es auf das Spiel vom Tabellenzweiten SG Weinstadt gegen den VfL Pfullingen an, das 15 Minuten später beginnt. Sollte Weinstadt die Partie gewinnen, steigen die Kuties an diesem Samstag noch nicht auf. Dann könnten sie das allerdings beim direkten Duell in Weinstadt nachholen – Hurra!
  3. Bei einer Niederlage würde unser Team nur aufsteigen, wenn die SG Weinstadt ihr Heimspiel gegen Pfullingen verliert. Bei jedem anderen Ergebnis kann die Entscheidung dann auch wieder in Weinstadt fallen. Oder spätestens dann im Heimspiel gegen die SG Dornstetten.

F1: Kuties erspielen sich drei Matchbälle zum Aufstieg

Der Aufstieg für die Herrenberger Oberligafrauen rückt immer näher. Mit dem 28:26 (12:11) gegen den TSV Denkendorf haben sich die Kuties eine ausgezeichnete Ausgangslage für die letzten drei Spiele geschaffen. In denen reicht der Mannschaft ein einziger Sieg für die Rückkehr in die Regionalliga.

Bis sich diese Konstellation ergab, lag aber noch ein hartes Stück Arbeit vor den Gastgeberinnen. Und allein der Start in dieses Spiel zeigte, wie schwer die Aufgabe gegen den Tabellendritten der Liga werden würde. Nach drei technischen Fehler und zwei vergebenen Chancen führte Denkendorf mit 4:1. „Wir hatten bis dahin dennoch eine gute Abwehr gestellt. Deshalb machte mich dieser Start auch nicht nervös“, gab sich Heiko Fleisch trotz des Rückstands entspannt. Wie Recht er damit hatte, zeigte sich keine zwei Minuten später. Denn in dieser kurzen Zeitspanne hatten die Kuties den Rückstand in ein 5:4 gedreht. Durch das hohe Tempo und das damit verbundene Risiko hakte es bei beiden Mannschaften im Angriff des öfteren, die Abwehrreihen gaben sich hingegen kaum eine Blöße. Mit einem 12:11 ging es schließlich in die Kabinen.

Der zweite Durchgang brauchte zwar etwas Anlaufzeit, danach jedoch nahm das Spiel auch offensiv Fahrt auf. Während auf Denkendorfer Seite Jule Riehs das Zepter schwang, schlüpfte auf Herrenberger Seite Emma Schweizer in diese Rolle. Mit Tordrang und intelligenten Anspielen schwang sich die Spielmacherin zu ihrer besten Saisonleistung auf. Da passte es auch ins Bild, dass sie gleich selbst mit ihrem 26:22 vier Minuten vor dem Ende den Deckel auf das Spiel machte. Dass die H2Ku-Frauen mit ständigen Wechseln das Tempo über die komplette Spielzeit hochhalten konnten, entging natürlich auch Gästecoach Hönig nicht, der nach Spielende nur feststellen konnte: „Herrenberg ist so unglaublich breit besetzt. Das merkt man gar nicht, wenn die das ganze Spiel durchwechseln“.

Mit dem 28:26 haben die Herrenbergerinnen nun drei Spieltage vor dem Ende fünf Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten Weinstadt. Nach dem Willen von Mannschaft und Trainer soll der Aufstieg am besten gleich im ersten Anlauf beim TSV Heiningen am 11.April gelingen.

M1: Der Funken Hoffnung lebt noch

Mit einer engagierten Leistung haben sich die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg im Heimspiel gegen den TuS Altenheim zwei Heimpunkte gesichert. Das 32:27 (14:13) brachte nicht nur den Sprung vom letzten auf den 12. Tabellenplatz, sondern auch wichtiges Selbstvertrauen für die letzten Saisonspiele.

Schon vor dem Spiel war klar, dass es für beide Teams die wohl letzte Chance sein würde, im Kampf um den Klassenerhalt noch entscheidend einzugreifen. Mit diesem Druck konnten zunächst die Gäste weitaus besser umgehen. Nach knapp einer Viertelstunde führte Altenheim mit 8:4 und hatte sogar die Möglichkeit, die Führung weiter auszubauen. War in den vergangenen Spielen dieser Zeitraum meist der Beginn von schwachen Herrenberger Minuten, legten die Gastgeber diesmal den Schalter genau in die andere Richtung um. Ein 5:0- Lauf sorgte nach zwanzig Minuten mit dem 9:8 für die erste Führung. Eine Auszeit von Tim Gauß fünf Zeigerumdrehungen vor dem Ende des ersten Abschnitts schien dann genau zur rechten Zeit gekommen zu sein, denn mit zwei Treffern gelang noch ein knapper Vorsprung beim Gang in die Kabinen.

Die ersten Minuten nach Wiederbeginn gehörten dann eindeutig den H2Ku-Männern. Gästecoach Robin Haller monierte, dass sein Team einen katastrophalen Start hingelegt hatte: „Wir haben nichts von dem auf die Platte bekommen, was wir uns vorgenommen hatten“. Tim Gauß dagegen konnte in dieser Phase mit seiner Mannschaft hochzufrieden sein. „Das haben wir richtig gut gemacht“, freute er sich nach Spielende. Abschütteln ließen sich die Gäste allerdings noch nicht. Jedoch war bei den Gastgebern eine ganz andere Körpersprache zu sehen. Auf dem Parkett und auf der Ersatzbank pushte sich die Mannschaft gegenseitig zu einer starken Leistung.

Für die endgültige Entscheidung sorgte dann ein Doppelpack der besonderen Art. Erst verwandelte Florian Dannenberg das Rückhandanspiel von Oliver Sudar als Einläufer an den Kreis zum 30:26, danach erzielte Tim Frommer nach dem vierten Pass des angedrohten Zeitspiels aus schwieriger Position das 31:26. Da nütze es auch wenig, dass es Gästecoach immer wieder mit neuen Taktikvarianten probierte. Diesmal hatten die Herrenberger stets die richtige Antwort parat. Am Ende schaffte die SG H2Ku sogar noch mit den fünf Toren Vorsprung auch noch den besseren Part im direkten Vergleich. „Man weiß ja nie“, kommentierte Trainer Gauß diesen Umstand nach Spielende.

Nach der Osterpause tritt die Mannschaft dann am 11.April beim TV Ehingen an.

F1: Der Fokus liegt nur auf diesem Spiel

Für die Frauen der SG H2ku Herrenberg steht am Sonntag um 17 Uhr erneut ein Spitzenspiel ins Haus. Nach dem beeindruckenden Sieg bei der HSG Böblingen/Sindelfingen können die Kuties diesmal auf ihren Heimvorteil bauen. Der Gegner TSV Denkendorf dürfte allerdings sportlich noch ein Stück höher einzustufen sein. Das lässt sich allein schon am Tabellenbild ablesen, reisen doch die Gäste als Tabellendritte in die Markweghalle an.

Das große Rechnen kann beginnen. Es ist ein Rechnen, ob und wann der Tabellenführer aus Herrenberg die Rückkehr in die Regionalliga perfekt machen kann. Dass diese mathematische Möglichkeit schon an diesem Sonntag eintreten könnte, haben sich die H2Ku-Frauen vor allem durch eine enorme Konstanz verdient. Seit dem Herbst des vergangenen Jahres hat das Team von Trainer Heiko Fleisch nach leichten Anlaufschwierigkeiten nur noch eine Partie verloren – zuhause gegen Bargau/Bettringen.

Sollte am Samstag nun die HSG Böblingen/Sindelfingen in Bargau gewinnen und einen Tag später die SG Weinstadt in Köngen unterliegen, könnten die Herrenbergerinnen mit einem Heimsieg die Meisterschaft schon perfekt machen. Das Gute an dieser Konstellation: Diese relevanten Spiele sind beim Anpfiff in der Markweghalle schon beendet. Der vielleicht schlechte Nebeneffekt: Sollten die Ergebnisse nicht wie gewünscht laufen, könnte es eventuell schon vor dem Anpfiff zu einem Spannungsabfall kommen. An diese Möglichkeit glaubt Heiko Fleisch eigentlich nicht, er baut aber dennoch vor: „Wir werden dieses Thema sicher ansprechen“.

Viel lieber schaut er aber ohnehin auf sein eigenes Team. Und da ist für ihn klar, dass es gegen Denkendorf eine harte Nuss zu knacken gilt. „Die Mannschaft spielt einen unheimlich schnellen Ball, das hat uns schon im Hinspiel alles abverlangt“, so der Coach. Dennoch weiß er aber auch um die Stärke seiner eigenen Mannschaft. Und was noch wichtiger ist: Der Kader ist fast komplett einsatzbereit. Das „fast“ beinhalt allerdings eine schmerzliche Nachricht. Bei Linksaußen Juliane Seidel hat sich die Knieverletzung inzwischen als Kreuzbandriss herausgestellt. „Sportlich und menschlich ist das für uns alle natürlich ein Riesenschock. Mir tut das unendlich leid für Juliane“, zeigt sich Heiko Fleisch betroffen.

Vielleicht werden die Kuties aber genau deswegen am Sonntag noch eine Schippe drauflegen, um gegen Denkendorf zumindest eine Vorentscheidung im Aufstiegsrennen herzustellen. Daneben hofft das Team natürlich auf eine volle Markweghalle. Verdient haben sie sich einen großen Zuspruch auf jeden Fall.