M1: Die gute Leistung reicht nicht für Punkte
Auch wenn die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg am Samstag beim Tabellenzweiten HTV Meißenheim eine gute Leistung ablieferten, reichte es dennoch nicht für etwas Zählbares. Nach dem 36:39 (14:17) in der Ortenau hat die Mannschaft aber zumindest Selbstvertrauen für die kommenden, schweren Aufgaben tanken können.
Schon im Vorfeld war klar, dass ein Punktgewinn in Meißenheim nur möglich ist, wenn die Mannschaft über ihre Leistungsgrenze geht und der Favorit an diesem Abend schwächeln würde. Beides schien jedoch nicht einzutreten. Schnell führten die Gastgeber mit 6:1 und nur wenig deutete auf ein enges Spiel hin. In der Folgezeit machte es sich aber bereits bemerkbar, dass die Rückkehr der Rückraumspieler Moritz Werner und Oliver Sudar für eine sichtbare Belebung sorgen würde. Als Letzterer dann gleich mal einen Dreierpack schnürte, war die Partie beim 8:8 nach einer Viertelstunde plötzlich wieder offen.
Lange erfreuen konnten sich die Herrenberger an diesem Gleichstand aber nicht. Nur kurze Zeit später hatte der Favorit wieder auf 11:8 vorgelegt. Zumindest schafften es die Gäste aus dem Gäu, diesen Rückstand nicht weiter anwachsen zu lassen. So war man beim 17:14 zur Pause noch in Schlagdistanz zum Gegner.

Die zweite Halbzeit sollte dann die wohl beste Halbzeitleistung bringen, die in dieser Saison von den H2Ku-Männern gezeigt wurde. Zumindest auf die Offensivleistung traf diese Einschätzung zu. Die Abwehr hatte vor allem gegen die Rückraumachse um die erfahrenen Alexander Velz und Dustin Ammel weiterhin Schwerstarbeit zu verrichten. Auch wenn es nicht immer zu einhundert Prozent gelang, deren Kreise einzuengen, sorgten die Offensivqualitäten eines Nik Wittke, Oliver Sudar, Luca Kälbly oder eines Moritz Werner dafür, dass die Partie nicht vorzeitig entschieden war. Als der HTV Meißenheim zehn Minuten vor dem Ende mit 35:30 in Front lag, setzte Herrenbergs Trainer Tim Gauß mit einer doppelten Manndeckung für Alexander Velz und Dustin Ammel alles auf eine Karte. „Wir mussten ja was probieren“, so der Coach. Allerdings brachte auch diese Maßnahme nicht den gewünschten Erfolg. Nach einer Zeitstrafe für Lukas Krebs schraubten die Gastgeber das Ergebnis auf 37:31. Es war die endgültige Entscheidung.
Für die Moral der H2Ku-Männer spricht allerdings, dass sie noch bis zum Ende an ihre Chance glaubten und das Ergebnis auf 39:36 am Ende verkürzen konnten. Bereits am Freitag steht nun für die SG H2Ku das extrem wichtige Kreisderby beim SV Leonberg/Eltingen auf dem Programm.
SG H2Ku: Herz, Sauer (beide im Tor); Kälbly (6), Werner (5), Lohrer (1), Bross (1), Böhm, Sudar (7), Fischer (1), Frommer, Jacobs, Krebs (2), Wittke (9/5), Lewe (1), Dannenberg (3)



