F1: Wille und Leidenschaft sorgen für die ersten Punkte

Mit einer Energieleistung in der Schlussviertelstunde haben die Regionalligafrauen der SG H2Ku Herrenberg am dritten Spieltag der noch jungen Saison den ersten Sieg einfahren können. Das 25:22 (11:13) gegen den Drittligaabsteiger HSG St.Leon/Reilingen war dabei das Ergebnis einer überragenden Abwehr über die gesamte Spielzeit.

Erschwert wurde das Vorhaben erster Sieg zunächst natürlich durch den verletzungsbedingten Ausfall von Sandra Kußmaul. Sowohl in der Abwehr als auch im Angriff sowie im Tempogegenstoß fiel damit eine hohe Qualität aus, die es zu kompensieren galt. Für den Innenblock mit Nora Allmendinger und Stefanie Rau kam damit zudem eine erhöhte Belastung zu. Am Ende konnte Heiko Fleisch feststellen, dass diese Mehrbelastung alles andere als einen Leistungsabfall bewirkte.

Der Beginn verhieß erst einmal gegenseitiges Abtasten. Mit einer recht hohen Fehlerquote auf beiden Seiten ging es bis zum 7:7 nach einer Viertelstunde. Hier hatten es die Kuties allerdings bereits versäumt, nach dem 7:5 nachzulegen. Gesorgt hatte für den Vorsprung vor allem die griffige Abwehr mit einer aufmerksamen Alexandra Harm im Tor, die bereits in der Anfangsphase zwei Strafwürfe entschärfen konnte. Doch es half alles nichts: nach einem 5:0-Lauf hatten die Gäste auf 10:7 gestellt. Doch anders als im ersten Heimspiel gegen Stuttgart/Metzingen konnten die H2Ku-Frauen die letzen Minuten und damit das Halbzeitergebnis beim 11:13 noch offen gestalten.

Auch nach dem Seitenwechsel sah es etwas anders als als im Auftaktspiel. Zwei schnelle Tore durch Sofia Brand und Stefanie Rau ließen beim 13:13 das Spiel praktisch von vorn beginnen. Leider gehörten die Folgeminuten dann eindeutig den Gästen. Die Fehlerquote häufte sich ausgerechnet stets in den Phasen, in denen die Kuties die Chancen hatten, den Vorsprung von St.Leon/Reilingen zu verkürzen oder gar zu egalisieren. So sah sich Heiko Fleisch gezwungen, beim Stand von 16:19 eine Auszeit zu nehmen. Dies erwies sich dann als Gold wert. Mit ihrem sehenswerten Treffer zum 17:19 zündete Nadine Schäberle zugleich die Mannschaft und auch die Fans zu einer Schlussviertelstunde an, die nun ein Rad ins andere greifen ließen.

Sieben Minuten vor dem Ende gelang Sofia Brand mit dem 20:20 der erste Ausgleich nach langer Zeit. Die durch den Ausfall von Sandra Kußmaul auf die Rechtsaußenposition gerückte Shana Stäudle sorgte vier Minuten vor dem Ende mit dem 22:21 für die Führung. Von nun an gab es kein Halten mehr. Den Gästen gelang zwar noch einmal der Ausgleich durch Leonie Scholl, doch handelte sich die Torschützin kurze Zeit später die rote Karte nach einem Foul an Sofia Brand ein. Und auch vorne ging im Angriff der Gäste nichts mehr. Mehr als ein erfolgloses Anrennen in den Abwehrblock ließen die Kuties nicht mehr zu.

„Diese Crunchtime hat sich die Mannschaft heute selbst verdient. Mit den Emotionen sind wir wieder ins Spiel gekommen“, strahlte ein sichtlich gelöster Trainer Heiko Fleisch nach dem 25:22. Am Samstag geht es nun ab 18 Uhr zum TSV Bönnigheim.

SG H2Ku: Harm, Göhlich, Istrati (alle im Tor); Rau (11/7), Schäberle (1), Kappus, Weingärtner, Stäudle (5), Schmidt (1), Seidel, Schweizer (1), Huber, Venth, Brand (4), Lide (1), Allmendinger

M1: Wieder keine Auswärtspunkte

Für die Verbandsligamänner der SG H2Ku Herrenberg hängen die Trauben bei Auswärtsspielen noch immer zu hoch. Nach der Auftaktniederlage vor zwei Wochen gegen die HSG Böblingen/Sindelfingen gab es diesmal ein 29:31 (13:17) bei der SG Oberhausen/Unterhausen. Dabei gab es erstaunliche Parallelen zum ersten Auswärtsspiel.

Marco Melo war sichtlich angesäuert, als er sich mit Statistiken der Partie in der Lichtensteiner Ernst-Braun-Halle befasste. „Mit 21 Paraden im Tor müssen wir ein Spiel eigentlich gewinnen“, so der Herrenbeger Trainer, der sich zunächst einmal äußerst zufrieden mit der Leistung seines Torhüters Sebastian Rica-Kovac zeigte. Dass es am Ende dennoch nicht für Punkte reichte, hatte derweil mit einer anderen Zahl zu tun. Sage und schreibe dreißig Angriffe konnten die Gäste aus dem Gäu wegen technischer Fehler oder vergebener Chancen nicht in Tore ummünzen. Es ist in etwa die gleiche Negativzahl, die der Mannschaft schon in Böblingen zum Verhängnis wurde.

Bot eine starke Leistung: Sebastian Rica-Kovac

Dabei hatten die H2Ku-Männer in den ersten zwanzig Minuten das Spiel noch offenhalten können. Alexander Kohler hatte beim 12:12 acht Minuten vor der Halbzeit seine Farben im Spiel gehalten. Keine Führung zwar, aber immerhin. Dennoch war auch bis zu diesem Zeitpunkt die Fehlerkette relativ lang. In den letzten Minuten vor dem Seitenwechsel schlug sich das ganze Dilemma dann auch im Ergebnis nieder. Ein 5:1-Lauf ließ die Gastgeber dann mit dem 17:13 in die Kabine gehen.

Das Bild nach dem Seitenwechsel war zunächst ein völlig anderes. Alles, was den Gästen noch in der ersten Hälfte fehlte, zeigten sie nun plötzlich. Die auf eine offensive 3:2:1- Variante umgestellte Abwehr stellte die Gastgeber sichtlich vor Probleme. Ganze acht Minuten benötigten die Herrenberger, um aus dem Pausenrückstand ein eigenes 20:18 zu machen. Und auch eine Viertelstunde vor dem Ende hatte der Vorsprung nach einem Doppelschlag von Lennart Lohrer beim 23:21 noch Bestand. Nicht von Bestand war allerdings die nachfolgende Leistung. Erneut verfiel das Team in alte Fehler und gab so in der entscheidenden Phase das Spiel noch aus der Hand. „Uns hat das Feuer im Spiel gefehlt“, vermisste Marco Melo ein wenig die nötige Leidenschaft im Spiel seiner Jungs.

Schon acht Minuten vor dem Schlusspfiff lag die SG H2Ku wieder mit 24:26 hinten. Es war ein Rückstand, der letztlich bis zum Ende Bestand haben sollte. Mit der Niederlage bei der SG Oberhausen/Unterhausen zeigte sich deutlich, wie steinig der Weg zu einer Spitzenmannschaft in der Verbandsliga sein wird. Am Samstag steht dann gegen die TG Schömberg das zweite Heimspiel der Saison auf dem Programm.

SG H2Ku: Rica-Kovac, Rhotert; Kohler (4), Kälbly, Lohrer (6), Engau (1), Kahlich, Böhm (3/1), Bietsch (2), Jacobs (2), Kretschmann (6), Krebs (2), Broß, Lewe (3)

F1: Sind die ersten Punkte in Reichweite?

Für unsere Regionalligafrauen steht am Samstag um 20 Uhr das zweite Heimspiel der Saison in der Markweghalle auf dem Programm. Gegen die HSG St.Leon/Reilingen soll dabei natürlich ein besseres Ergebnis als zum Auftakt gegen Stuttgart/Metzingen herausspringen. Vielleicht reicht es dann ja auch zu den ersten Punkten der laufenden Runde.

Schon vor den ersten Spielen war klar, dass es für die Kuties ein extrem schweres Auftaktprogramm werden würde. Insofern verfällt bei der SG H2Ku auch niemand trotz der zwei Auftaktniederlagen in Panik. Und auch auf dem Heimspiel am Samstag steht nicht der Stempel des Siegen müssen. Allerdings ist die Chance gegen den Drittligaabsteiger die Chance auf ein Erfolgserlebnis ein wenig höher als gegen Steißlingen und Stuttgart/Metzingen. Jeweils ein Sieg, ein Remis und eine Niederlage bringen den Gästen momentan einen Mittelfeldplatz ein. Und auch die Punkteteilung zuletzt gegen die TG Pforzheim konnte erst in den letzten Minuten gesichert werden. Auf der anderen Seite zeigt gerade auch dieses Resultat, dass St.Leon/Reilingen nervenstark genug ist, um in der Crunchtime zu bestehen.

Für Heiko Fleisch ist aber zumindest die Zielstellung für das Heimspiel klar. Die ersten Punkte sollen her. „Wir haben in Steißlingen vierzig Minuten lang bewiesen, auch mit Spitzenteams mithalten zu können“, zieht der Herrenberger Coach aus der klaren Auswärtsniederlage trotzdem positive Aspekte. Hatte der Trainer am ersten Spieltag mit Stefanie Rau eine wichtige Spielerin nicht zur Verfügung, steht er diesmal vor einem ähnlichen Problem. Mit Sandra Kußmaul fällt verletzungsbedingt erneut eine extrem wichtige Spielerin aus. Die Allrounderin, die sowohl in Angriff als auch Abwehr ein wichtiger Faktor für das Spiel der Kuties ist, wird wegen eines Blutergusses im Knie fehlen. „Das tut uns natürlich sehr weh“, weiß Heiko Fleisch schon in Vorfeld. In der Abwehr werden im Innenblock andere Spielerinnen wie Anna Weingärtner, Nora Allmendinger oder auch Nadine Schäberle neben sicher vermehrt Spielzeiten bekommen. Auf der Rechtsaußenposition stehen Sophy Lide und Shana Stäudle als Alternative zur Verfügung. Allerdings wird sich Heiko Fleisch für den Gegenstoß noch etwas einfallen lassen müssen. Hier ist Sandra Kußmaul unbestritten die stärkste Waffe der SG.

Insgesamt ist der Kader der Kuties in der Breite ausreichend besetzt, um auch solch einen Ausfall zu kompensieren. Vielleicht rückt ja gerade auch deshalb das Team im Verbund mit den eigenen Fans noch weiter zusammen.

M1: Die eigene Qualität zum Tragen bringen

Für die Verbandsligamänner der SG H2Ku Herrenberg steht am Samstag ab 20 Uhr erneut ein heißes Match auf dem Programm. Nach dem verloren gegangenen Derby bei der HSG Böblingen/Sindelfingen geht es nun zur SG Oberhausen/Unterhausen. In der Ernst-Braun-Halle von Lichtenstein-Unterhausen soll diesmal aber am Ende ein besseres Ergebnis von der Anzeigetafel leuchten als noch zum Saisonauftakt in der Murkenbachhalle.

„Oberhausen/Unterhausen ist zuhause eine ganz andere Mannschaft als auswärts“. Nach zwei absolvierten Spieltagen tritt diese, gar nicht so neue, Erkenntnis einmal mehr zutage. Das soll heißen, dass die Heimstärke eigentlich schon seit Jahren bekannt ist und regelmäßig zu bemerkenswerten Erfolgen führt. Bis in die Spitzengruppe der heutigen Oberliga spülte es das Team, auch durch die Leistungen in der eigenen Halle, einst. Diese Qualität will das Team gegen die zumindest auf dem Papier favorisierten Herrenberger zum Tragen bringen.

Ganz andere Ambitionen hegen natürlich die Gäste aus dem Gäu. Mit dem Heimsieg aus der Vorwoche im Rücken soll nun auch in Lichtenstein ein Erfolgserlebnis her. Allerdings ist sich Marco Melo sicher. „Im Vergleich zum Spiel gegen Nürtingen müssen wir uns noch einmal steigern, wenn wir die Punkte mitnehmen wollen“. Auch wenn der SG-Coach insgesamt mit dem Auftritt im Premierenheimspiel zufrieden war, weiß er aber auch, dass in allen Mannschaftsteilen das Potential noch nicht ausgeschöpft ist. Auch taktisch gibt es klare Vorstellungen, die Marco Melo an seine Spieler hat. „Wir müssen die Abwehr des Gegners in Bewegung bringen und gleichzeitig einen schnellen Rückzug hinbekommen“, so der Coach. Ganz oben auf der Agenda steht aber natürlich die eigene Chancenverwertung. Und da weiß Melo: „Wenn wir so treffen wie in Böblingen, verlieren wir auch in Unterhausen“.

Im Kader gibt es für den Samstag nicht die großen Veränderungen. Allerdings fehlt mit Tim Frommer ein wichtiger Spieler für das Duell um die zwei Punkte. Allerdings ist auch das eine Chance für die Akteure, die bisher weniger Einsatzzeiten erhielten. Ins Tor zurückkehren wird dagegen Nicolas Rhotert. Nachdem der Keeper am vergangenen Samstag nicht zur Verfügung stand, dürften die Gäste mit ihm und Sebastion Rica-Kovac zwischen den Pfosten hervorragend aufgestellt sein.

M1: Klare Leistungssteigerung im zweiten Spiel

Nach der Niederlage zum Auftakt bei der HSG Böblingen/Sindelfingen haben die Verbandsligamänner der SG H2Ku Herrenberg im zweiten Spiel ihren ersten Sieg feiern können. In der heimischen Markweghalle besiegte das Team von Trainer Marco Melo die SG Nürtingen-Zizishausen mit 35:28 (15:12).

Dem Druck standgehalten. Auf diese Kurzformel lässt sich der erste Auftritt der H2Ku-Männer vor den eigenen Fans zusammenfassen. Und über 250 Zuschauer wollten sich den Auftakt nicht entgehen lassen. Natürlich gab es noch weit mehr zu resümieren. Zum Beispiel, dass diesmal die Offensivleistung weit über dem Schnitt vom Böblingen-Spiel lag. Doch nicht nur das: Auch in der Abwehr rührte die Mannschaft mit einem überzeugenden Sebastian Rica-Kovac im Tor diesmal zeitweise Beton an. So konnte trotz der verbesserten Offensive der ein oder andere Fehlwurf verschmerzt werden. Das 15:12 zur Pause machte dabei jedoch weder Trainer noch Spieler zufrieden.

Nach der Pause ging es dann aber Schlag auf Schlag. Innerhalb von nur fünf Minuten schraubten die Hausherren das Ergebnis auf 23:14. Es war praktisch schon die Entscheidung zu einem frühen Zeitpunkt. Eine Viertelstunde später konnte der starke Linksaußen Linus Kretschmann mit dem 33:23 sogar auf einen zweistelligen Vorsprung stellen. In den Schlussminuten versäumte es dann die SG H2Ku dann, das Ergebnis weiter auszubauen. Dennoch war der Sieg in keiner Weise mehr in Gefahr.

Nach dem ersten Sieg steht für die Verbandsligamänner am Samstag um 20 Uhr das Duell bei der heimstarken SG Oberhausen/Unterhausen auf dem Programm. Nach dem Willen von Trainer und Mannschaft soll dann auch der erste Auswärtssieg her.

SG H2Ku Herrenberg: Rica-Kovac (Tor), Peter, Kohler (4), Kälbly (2), Lohrer (5/davon 1 Siebenmeter), Engau, Fischer (1), Böhm (8/4), Bietsch, Frommer (1), Jacobs (2), Kretschmann (5), Krebs (4/1), Bross (2), Lewe (1)

F1: In zehn Minuten die gute Leistung hergeschenkt

Für die Regionalligafrauen der SG H2Ku Herrenberg brachte die Fahrt zum TuS Steißlingen keine Punkte. Ganz im Gegenteil – das 23:33 (11:12) wirkt auf den ersten Blick sehr ernüchternd. Allerdings hielten die Kuties das Spiel fast vierzig Minuten lang offen.

Dass in der Regionalliga andere Anforderungen an unser Team gestellt werden als noch in der Vorsaison, war schon vor der Runde klar. Gerade in den beiden Auftaktspielen gegen die Spitzenteams aus Stuttgart/Metzingen und Steißlingen wurde das wieder mehr als deutlich. Hohe Konzentration und ein effektives Abschlussverhalten über die komplette Spielzeit sind Grundvoraussetzungen für angestrebte Punktgewinne. Bei den Herrenberger Frauen waren beim Gastspiel im Mindlestal, zumindest zeitweise, in gleich beiden Kategorien Defizite erkennbar. Allerdings konnten die Kuties über weite Strecken der Partie wie auch zuletzt gut mithalten.

Schon der Beginn zeigte eine konzentrierte und motivierte Gastmannschaft, die dem TuS das Leben schwer machte. Auch wenn nach dem eigenen 4:2 den Gastgeberinnen immer wieder ein Aufschließen gestattet wurde, hatten die H2Ku-Frauen jederzeit die Kontrolle über das Spiel. Mit Alexandra Harm stand ein sicherer Rückhalt im Tor und auch die Abwehr ließ kaum etwas zu. Wenn man den Herrenbergerinnen überhaupt einen Vorwurf im ersten Durchgang machen muss, dann war es die Chancenverwertung. „Wir müssen eigentlich mit einer Führung in die Pause gehen“, fand auch Heiko Fleisch. So waren alleine vier vergebene Strafwürfe einer der Gründe, warum Steißlingen noch vor der Halbzeit durch zwei späte Treffer die Partie drehen konnte. Das 12:11 für die Gastgeberinnen war ein Resultat, was der Leistung der Kuties eigentlich in keiner Weise gerecht wurde.

Auch nach dem Seitenwechsel bot sich erst einmal das gleiche Bild. Es war die 38. Minute, als Stefanie Rau das 15:15 erzielte. Für die Mannschaften und auch die Zuschauer war eigentlich klar, dass es auf eine spannende Schlussphase hinauslaufen würde. Doch es sollte anders kommen. Drei Tore in Folge für den TuS Steißlingen brachten innerhalb kürzer Zeit zum ersten Mal im Spiel einen etwas deutlicheren Vorsprung für ein Team. Das sah auch Trainer Heiko Fleisch, der seine Mannschaft zur Auszeit versammelte. Damit wurde der Lauf der Gastgeberinnen allerdings nicht unterbrochen. Die favorisierten Steißlingerinnen nutzten nun die aufkommende Unsicherheit der Gäste eiskalt aus und spielten sich in den kommenden Minuten in einen regelrechten Rausch. Als die Kuties wieder zum Luftholen kamen, hatten sie in den zurückliegenden zehn Minuten volle 13 Gegentore hinnehmen müssen.

Das 28:17 in der 48. Minute war natürlich nicht nur eine Vorentscheidung. Allerdings – und dafür fand Heiko Fleisch später dann auch lobende Worte – gaben sich Spielerinnen in den letzten gut zehn Minuten nicht auf. „Die Mannschaft bis zum Schluss gefightet“, konnte sich der Herrenberger Coach über die Moral seines Teams freuen. Auch wenn es beim letztlich deutlichen 23:33 natürlich nicht mehr zu Zählbarem gereicht hat, haben die Kuties im Hinblick auf die nächste Partie noch einmal einen versöhnlichen Abschluss hinbekommen. Wenn es am Samstag um 20 Uhr in der Markweghalle gegen die SG St.Leon/Reilingen geht, sollen dann solche Negativ-Phasen wie in Steißlingen nicht mehr vorkommen. Dann könnte es trotz der erneuten Außenseiterrolle vielleicht sogar zu den ersten Punkten reichen.

SG H2Ku: Harm, Göhlich, Istrati; Rau (4/2), Schäberle (4), Kappus, Weingärtner, Stäudle (2), Kußmaul (3), Schmidt (2), Schweizer (4), Huber, Venth, Brand (3), Lide (1), Allmendinger

F1: Es wird nicht leichter für die Kuties

Die Startphase in der Regionalliga hat es für die Frauen der SG H2Ku Herrenberg wahrlich in sich. Nach dem Auftakt gegen die HSG Stuttgart/Metzingen II müssen die Kuties am Samstag ab 18 Uhr mit der Partie beim TuS Steißlingen erneut bei einem Schwergewicht der Liga antreten. Dennoch wollen Trainer und Mannschaft mit allen Mitteln um ihre Chance kämpfen.

Dass der TuS aus Steißlingen zum Favoritenkreis der Liga gehört, war schon vorher bekannt. Die bisherigen zwei Spiele haben diese Vorhersage noch einmal untermauert. Zwei Auswärtssiege in Leinfelden/Echterdingen (36:19) und in Pforzheim (30:28) katapultierten das Team aus dem Hegau gleich an die Tabellenspitze. „Steißlingen spielt mit ihrer jungen Mannschaft unheimlich schnell. Deshalb ist ein ebenso schneller Rückzug für uns extrem wichtig“, hat Trainer Heiko Fleisch ganz oben auf der Agenda stehen. Gleich darunter kommt dann das Thema Fehlervermeidung. Die eigenen Fehler werden in der Regionalliga eben ganz anders bestraft als in der Oberliga. Schmerzhaft mussten das die H2Ku-Frauen im ersten Spiel gegen Stuttgart/Metzingen erleben, als einige Fehler kurz vor und nach der Pause den Rückstand entscheidend anwachsen ließen.

Insgesamt ist das für Trainer Fleisch aber noch kein Beinbruch: „Wir wussten um die Härte des Auftaktprogramms. Stuttgart und Steißlingen sind beides keine Teams, gegen die wir unbedingt punkten müssen“. Nicht müssen heißt dabei aber nicht, dass man den Sieg auch nicht wollen würde. Ungeplante Punkte sind ja bekanntlich die schönsten. Zumal auch die darauffolgenden Spiele gegen Drittligaabsteiger St.Leon/Reilingen, in Bönnigheim und gegen Schmiden/Oeffingen alles andere als leichte Kost versprechen. Deshalb müssen die Kuties vor allem erst einmal ihre sportlichen Hausaufgaben machen. Und die heißen eben für den Samstag: Rückzug, Rückzug und noch einmal Rückzug. „Wenn wir das hinbekommen, ist das schon so etwas wie die halbe Miete“, glaubt Heiko Fleisch.

Zurückgreifen kann er dabei voraussichtlich auf seinen kompletten Kader. Mit der zuletzt fehlenden Stefanie Rau kehrt auch ein ganz wichtiger Baustein in die Mannschaft zurück. Vielleicht dient ja auch das Video vom letzten Aufeinandertreffen beider Teams im Mindlestal vor 18 Monaten als zusätzliche Motivation. Damals entführten die Kuties nach einem hohen Pausenrückstand mit dem 30:30 einen wichtigen Punkt.

Hier geht es zum Livestream: https://sporteurope.tv/tus-steisslingen-u19w/tus-steisslingen-gegen-h2ku-herrenberg

M1: Der erste Sieg soll her

Für die Herrenberger Verbandsligamänner hat das lange Warten auf das erste Heimspiel nun ein Ende. Am Samstag um 20 Uhr soll dabei gegen die SG Nürtingen-Zizishausen im ersten Heimspiel natürlich auch gleich der erste Heimsieg her.

Sicher ist auch ein gutes Stück Wiedergutmachung angesagt, wenn es gegen den Aufsteiger aus Nürtingen geht. Nach der Niederlage im Derby bei der HSG Böblingen/Sindelfingen war die Enttäuschung bei Trainern, Spielern und natürlich den Fans der SG H2Ku riesengroß. Das Hauptproblem aus der Vorwoche soll dabei diesmal nicht zum erneuten Problem werden. Die Chancenverwertung ließ in Böblingen kein besseres Resultat zu – dies soll sich nicht wiederholen. „Wir müssen vor dem Tor konzentrierter und kaltschnäuziger werden“, fordert Trainer Marco Melo von seinen Jungs. Das Selbstvertrauen, das dafür nötig ist, soll sich dabei auch unter der Woche im Training geholt werden.

Die TG Nürtingen und der TSV Zizishausen, die in dieser Saison erstmals gemeinsam als TG Nürtingen-Zizishausen an den Start gehen, hat im Gegensatz zur SG H2Ku im ersten Spiel zumindest einen Teilerfolg erringen können. Gegen Mitaufsteiger HSG Mimmenhausen/Mühlhofen gab man allerdings beim 35:35 in der Schlussviertelstunde noch einen Vorsprung von sechs Toren aus der Hand. Beeindruckend war dennoch die linke Angriffsseite von Nürtingen mit Lennard Müller und Maurice Kuchenbaur, die von Linksaußen und dem linken Rückraum zusammen 24 Treffer erzielten. Zudem gelangen auch immer wieder Treffer über die erste und zweite Welle im Gegenstoß. „Wir müssen einen vernünftigen Rückzug hinbekommen“, fordert deshalb Marco Melo. Gemeinsam mit der besseren Chancenverwertung soll dies der zweite Baustein für den angestrebten Heimsieg sein.

Für Marco Melo wird das Spiel indes keine gewöhnliche Partie. Als Spieler agierte unser jetziger Trainer einst in Nürtingen unter Trainer Stefan Eidt in dessen erster Amtszeit in der Neckarstadt. Nachdem Eidt die Nürtinger Frauen in die 2. Bundesliga geführt hatte, kehrte er über Umwege wieder zurück nach Nürtingen. Einen Rückkehrer wird es im Herrenberger Kader übrigens in naher Zukunft leider nicht geben. Bei Torhüter David Herz ist die alte Verletzung nach einigen Trainingseinheiten wieder aufgebrochen. Ein Mitwirken im Team im laufenden Kalenderjahr wird es damit nicht geben können. Wie schon in Böblingen wird Nicolas Rhotert seinen Platz einnehmen. Damit steht trotz des Ausfalls ein starkes Torwart-Duo zur Verfügung. Der restlichen Kader ist derzeit trotz des Fehlens von Kenneth Stiegen gut gefüllt. Auch deshalb erwartet Marco Melo von seiner Mannschaft eine konzentrierte Leistung über sechzig Minuten – und natürlich den ersten Sieg.

F1: Lehrgeld gegen Spitzenmannschaft bezahlt

Gleich in die Vollen ging es für die Regionalligafrauen der SG H2Ku Herrenberg am ersten Spieltag der neuen Saison. Gegen die HSG Stuttgart/Metzingen II mussten sich die Kuties am Ende deutlich mit 27:38 (13:17) geschlagen geben. Auch wenn der Erfolg der Gäste unter dem strich hochverdient war, täuscht das Resultat ein wenig über die Kräfteverhältnisse hinweg.

„Wir haben bewiesen, dass wir phasenweise auch gegen die Spitzenteams mithalten können“, konnte Heiko Fleisch zumindest ein teilweise positives Fazit ziehen. Um die Zweitvertretung der Tussies Metzingen ernsthaft in Gefahr zu bringen, hätte es allerdings einer fehlerfreien Vorstellung bedurft. Davon waren die Gastgeberinnen an diesem Abend in der Markweghalle doch ein Stückchen entfernt.

Zuerst hatten in der mit 300 Zuschauern gut gefüllten Halle die lautstarken Gästefans Grund zum Jubeln. Nach einer Viertelstunde kamen die H2Ku-Frauen im Angriff noch gar nicht ins Rollen. Drei Treffer standen bis zu diesem Zeitpunkt auf der Habenseite, dagegen schlugen die bis dahin neun Gegentore mächtig ins Kontor. „Uns hat heute manchmal die geistige Frische gefehlt“, musste Trainer Fleisch nicht nur in der Anfangsphase feststellen. Die zweite Hälfte der ersten Halbzeit sah aber dann doch noch eine beherzt auftretende Heimmannschaft, die sich ergebnistechnisch an ihre Kontrahentinnen heranrobben konnte. Über das 6:10 durch Laureen Kappus konnte Sofia Brand drei Minuten vor dem Halbzeitpfiff zum 13:15 einnetzen. Es war der Zeitpunkt, als sogar noch mehr möglich war. Heiko Fleisch bezeichnete die Minuten danach als mitentscheidend. Hier ging dann eigentlich alles schief, was schief gehen konnte. Eine Zeitstrafe, ein vergebener Siebenmeter sowie ein sehenswerter Treffer von Sofia Brand, der einen Wimpernschlag zu spät ins Tor einschlug und deshalb keinen Eintrag in die Statistik erhielt, waren die Zutaten für einen enttäuschendes 13:17 zur Pause.

Dass die H2Ku-Frauen auch nach dem Seitenwechsel noch an den Nackenschlägen zuvor kauen mussten, zeigte sich ziemlich schnell. Gerade einmal sieben Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, als sich Stuttgart/Metzingen bis auf 23:14 absetzen konnte. Es war die frühe Entscheidung einer Partie, in der sich die Kuties für die Zweite Halbzeit eigentlich noch einmal so viel vorgenommen hatten. Für die restliche Spielzeit blieb es beim Bemühen, den Rückstand noch entscheidend zu verkürzen. Dass dies nicht gelang, lag aber zum Großteil an der Qualität der Gäste. „Stuttgart hatte schon in der letzten Saison die mit Abstand beste Abwehr der Liga“, erklärte Trainer Fleisch, der zudem darauf verwies, dass die Mannschaft nur durch eine Niederlage am grünen Tisch den möglichen Aufstieg in die 3.Liga verpasste.

Insofern konnten alle Beteiligten die Auftaktniederlage richtig einordnen. Allerdings werden die kommenden Wochen nicht leichter, hat doch der Spielplaner den Kuties an den ersten fünf Spieltagen alle Spitzenmannschaften vor die Nase gesetzt. Als nächstes geht es am Samstag zum TuS Steißlingen.

SG H2Ku: Harm, Göhlich, Istrati; Schäberle (3/2), Kappus (2), Weingärtner, Stäudle (6), Kußmaul (2), Schmidt, Schweizer (3), Huber (2), Venth, Brand (7), Lide, Allmendinger (2

M1: Wenn der Ball nicht ins Tor will

Spielerisch enttäuscht haben die Verbandsligamänner der SG H2ku Herrenberg am Samstag zwar nicht, dennoch war das Frustpotential nach dem Derby bei der HSG Böblingen/Sindelfingen groß. Denn letztlich ging der Sieg mit dem 33:26 (18:13) klar an die Gastgeber. Für die Gäste hingegen blieb nur die Hoffnung auf das erste Heimspiel am Samstag, wenn gegen die TG Nürtingen-Zizishausen dann auch die ersten Punkte eingefahren werden sollen.

Das erste Derby in einem Pflichtspiel seit vielen Jahren hatte etwa 500 Zuschauer in die Böblinger Murkenbachhalle gelockt. Unter ihnen war auch eine große Schar Herrenberger Fans, die natürlich auf eine erfolgreichere Saison als im Vorjahr hoffen. Allerdings war auf beiden Seiten auch die Ungewissheit über den eigenen Leistungsstand vorhanden. Dies war allerdings wenig überraschend am ersten Spieltag. Der Beginn der Partie zeigte sich dann zunächst ausgeglichen. Bis zum 5:5 in der 10. Minute hatte jede Mannschaft bereits Licht und Schatten offenbart. Dunkle Wolken brauten sich allerdings dann zuerst über die H2Ku-Männer zusammen. Von Minute zu Minute wurde immer deutlicher, dass die Gäste mit dem Torewerfen so ihre liebe Müh und Not hatten. Zwar wurden die Chancen zu diesem Zeitpunkt teilweise mustergültig herausgespielt, dennoch fand der Ball nur noch selten den Weg ins Tor. In erster Linie hatte dies mit Böblingens Neuzugang Tobias Krems zu tun. Der 2-Meter-Hüne mit Regionalligaerfahren beim HC Neuenbürg vernagelte fortan sein Gehäuse und trieb die Herrenberger schier zur Verzweiflung. Da half es dann auch wenig, dass auch die SG-Schlussleute Sebastian Rica-Kovac und Nicolas Rhotert einen sehr guten tag erwischt hatten. Denn nach dem 9:6 nach der Startviertelstunde gesellten sich nun auch noch einige technische Fehler dazu.

Nach dem 15:8 der Gastgeber hätten diese sogar noch auf ein weiteres Tor erhöhen können. Doch Torhüter Rica-Kovac konnte das Gegenstoßtor vereiteln und blies damit zu einer kurzzeitigen Aufholjagd. Vier Treffer in Folge ließen nach dem 15:12 durch Leon Fischer schlagartig die Hoffnung auf eine Wende im Spiel aufkommen. Doch so schnell dieser Optimismus kam, so verflog er leider auch wieder. Zur Pause leuchtete bereits ein deutliches 18:13 von der Anzeigetafel.

Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gastgeber den besseren Start. Nach dem Siebenmetertor des starken Dominic Rose zum 21:14 betrug der Vorsprung nach nur drei gespielten Minuten bereits wieder sieben Treffer. Und wieder hatten die H2ku-Männer in der Folgezeit die Möglichkeit, zumindest näherzukommen. Doch erneut fand beim 22:18 ein Strafwurf den Weg nicht ins BöSi-Gehäuse. So war auch diese Chance vertan, entscheidend zum Gegner aufzuschließen. Genau dieses Szenario wiederholte sich später noch einmal, als Jannis Engau zehn Minuten vor dem Abpfiff mit zwei Treffern in Folge auf 25:21 verkürzen konnte. Es war allerdings bis zum Ende der Partie der kleinste Rückstand. Die Schlussphase gehörte eindeutig wieder den Gastgebern, die nun trotz nachlassender Kräfte auf einer Euphoriewelle durchs Ziel gingen.

Allzu dramatisch wollte Herrenbergs Coach Marco Melo die Niederlage aber nicht einordnen. „Wir haben uns die Chancen gut herausgespielt. Wir müssen sie aber auch reinmachen“, hofft er für das erste Heimspiel auf eine deutlich bessere Quote im Angriffsspiel.

SG H2Ku: Rica-Kovac, Rhotert; Kohler (4), Kälbly (1), Lohrer (3/2), Engau (3), Fischer (3), Böhm (5/1), Bietsch, Frommer (2), Jacobs (3), Kretschmann, Krebs, Broß (2), Lewe