M1: Schmerzhafte Niederlage für die H2Ku-Männer

Einen vielleicht entscheidenden Rückschlag mussten die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg am Freitagabend beim SV Leonberg/Eltingen hinnehmen. Am Ende war die Niederlage mit 39:32 (18:14) auch in dieser Höhe verdient.

Zwanzig Minuten lang konnten die Gäste aus Herrenberg dem Spiel ihren Stempel aufdrücken. Unter dem Strich war das natürlich zu wenig, um das Parkett als Sieger zu verlassen. Dabei waren die ersten Minuten so ganz nach dem Geschmack der vielen mitgereisten Fans. Nach sieben Minuten zappelte im Angriff jeder Wurf im Kasten der Gastgeber. Auch ein überzeugender David Herz im Herrenberger Tor sorgte für ein 7:4. Aufbauen konnten die Gäste gegen in dieser Phase verunsicherte Hausherren darauf allerdings nicht. Zwar vermochten es die Herrenberger, diesen Vorsprung bis zum 12:10 zu behaupten, jedoch wurde eine zunehmende Unsicherheit von Angriff zu Angriff sichtbar. Fünf Gegentore in Folge zum 15:12 schickten die Herrenberger erstmals in Richtung Verliererstraße. Beim Halbzeitstand von 18:14 war für die SG H2Ku zumindest noch nicht alles verloren.

Ins endgültige Hintertreffen manövrierten sich die Gäste dann selbst nach Wiederbeginn. Gleich zu Beginn leistete sich Leonberg einen technischen Fehler, der im Gegenzug zum 18:15 inklusive einer Zeitstrafe für die Hausherren führte. Genau diese Überzahl führte aber nicht zur Aufholjagd, sondern zu drei Treffern des SV Leonberg/Eltingen zum 21:15. Es war der Anfang vom Ende aller Herrenberger Hoffnungen, denn danach ging für eine Weile nichts mehr. Vor allem mit der taktischen Variante mit vier Rückraumspielern ohne Kreisspieler kam die SG H2Ku überhaupt nicht zurecht. Als noch etwas weniger als zwanzig Minuten zu spielen waren, hatte Leonberg mit dem 29:19 längst für die Vorentscheidung gesorgt. Und auch in den folgenden Minuten, in denen sich bei den Gastgebern ein Kräfteverschleiß sichtbar wurde, konnte dies nicht entscheidend genutzt werden.

„Vielleicht war der Druck zu groß. Jedenfalls waren wir mit dem Kopf überhaupt nicht auf dem Parkett“, war für Tim Gauß einer der Gründe für die Niederlage. Insgesamt war das aber keine wirkliche Erklärung. „Angesichts der Bedeutung des Spiels war es eine indiskutable Leistung. Das darf uns so einfach nicht passieren“, fand der Herrenberger deutliche Schlußworte. Ein Klassenerhalt in der Oberliga wird dadurch fast schon unmöglich.

SG H2Ku: Herz, Sauer (2) (beide im Tor); Kälbly (2/1), Werner (7), Lohrer (2), Bross, Böhm (3), Sudar (2), Bechinka (2), Fischer (4), Frommer, Jacobs (2), Krebs, Wittke (5/5), Lewe, Dannenberg (1)