F1: Kuties schaffen den Aufstieg!

Es war sicher nicht ihr bestes Saisonspiel, das die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg am Samstag ablieferten. Das war jedoch allen Beteiligten nach dem 27:21 (13:10) beim TSV Heiningen vollkommen egal. Das dennoch hohe Ergebnis zeigte dabei einmal mehr, dass die Kuties fast in ihrer eigenen Liga spielen. Das Wichtigste an diesem Tage war aber: Die SG H2Ku spielt in der kommenden Saison wieder in der Regionalliga.

Auch wenn das Spiel schon sicher schwer genug war: Der Feiermarathon im Nachgang der Partie war sicher noch um einiges anstrengender als die sechzig Minuten auf dem Parkett, dauerte dieser doch bis in den Sonntagabend hinein – mindestens.

Zuvor galt es allerdings erst einmal, die letzte Hürde vor dem Aufstieg zu nehmen. Der TSV Heiningen wollte natürlich mit aller Macht verhindern, dass die Gäste die Meisterschaft ausgerechnet in ihrer Halle feiern würden. So entwickelte sich ein Spiel, dass zunächst ein 2:0 für die Gastgeberinnen brachte. Und auch wenn die Gäste aus Herrenberg schnell wieder auf Gleichstand stellten, merkte man doch, dass es dann eben doch kein Spiel wie jedes andere war. „Bei der ein oder anderen Aktion war schon ein zittriges Händchen erkennbar“, musste auch Heiko Fleisch feststellen. Das war nicht zuletzt auch deshalb verständlich, weil über 100 erwartungsfrohe Fans den Weg nach Heiningen auf sich genommen hatten, um den vorfristigen Aufstieg zu feiern.

Zumindest gelang es den Kuties, nach dem 3:2 eine knappe Führung zu behaupten. Als Sandra Kußmaul nach etwa einer Viertelstunde auf 9:6 stellte, sah es danach aus, als ob sich die Gäste nun absetzen könnten. Doch daraus wurde nichts. Es war der erneut starken Abwehr zu verdanken, dass die Herrenbergerinnen weiter in Front lagen. Das 13:10 zur Pause war bei den Fans aber zumindest schon etwas Balsam auf das Nervenkostüm.

Für noch mehr Beruhigung sorgten die ersten Minuten nach Wiederbeginn. Sina Venth, Saskia Schmidt und Stefanie Schoeneberg stellten auf 16:10, eine Vorentscheidung bahnte sich an. Daraus wurde jedoch noch nichts. Eine entscheidende Szene gab es in der 42. Minute, als Stefanie Schoeneberg beim Stand von 18:15 vom Punkt scheiterte. Geistesgegenwärtig griff sich die Kreisspielerin jedoch den Abpraller und verwandelte den Nachwurf sicher. Es sollte das letzte Mal gewesen sein, dass die mitgereisten Fans etwas zittern mussten. Die restliche Spielzeit konnten die Kuties ihre Gegnerinnen sicher in Schach halten. Die letzten zwei Minuten waren dann nur noch ein Schaulaufen, der Sieg war zu diesem Zeitpunkt schon in Sack und Tüten. Nach dem 27:21 durch Shana Stäudle und dem gleichzeitigen Schlusspfiff gab es bei Fans und Mannschaft kein Halten mehr. Die Rückkehr in die Regionalliga war perfekt!

„Ich bin so unfassbar stolz auf die Mannschaft. Vor allem auch, wenn ich die Entwicklung der letzten Monate sehe“, sprudelte es aus Heiko Fleisch heraus. So wie er sahen es auch die Fans, die sich nach Spielende ähnlich äußerten. Es folgen für die Kuties nun noch zwei Spiele in Weinstadt und zum Schluss zuhause gegen Dornstetten. Hierfür versprach Heiko Fleisch noch einmal volle Konzentration. Wer den Trainer kennt, weiß auch genau, dass dies trotz der nun gewonnenen Meisterschaft keine leeren Worthülsen sind. Die Fans wird’s freuen – die Konkurrenz wohl eher etwas weniger.