M1: Die Hoffnung lebt weiter

Für die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg ist der schon fast sicher geglaubte Abstieg in die Verbandsliga noch immer abwendbar. Durch ein hochverdientes 27:24 (12:10) beim TV Ehingen lebt der Funken Hoffnung weiter.

Der Sieg beim Tabellenvierten sorgte dabei für zwei Premieren. Einerseits war es der erste Auswärtssieg der laufenden Saison und gleichzeitig konnten zum ersten Mal zwei Siege hintereinander bejubelt werden. Dabei gab es im Nachgang nicht einmal Zweifel an der Berechtigung des Doppelpunktgewinns beim Favoriten.

Mit einem 5:1 nach knapp zehn Minuten wurde zunächst erst einmal ein solider Grundstein gelegt. Dabei überragte im Angriff der Herrenberger mit Oliver Sudar ein Spieler, der seine Stärken im Eins gegen Eins hat. Genau das war auch der Plan von Tim Gauß. „Wir haben Oli ganz bewusst immer wieder in eine solche Position gebracht“, so der Herrenberger Coach nach Spielende. Der Lohn waren allein fünf Sudar-Treffer bis zum 6:3. Dass es in der Startphase des Spiels und eigentlich bis zum Ende der Partie so wenig Gegentore zu quittieren gab, hatte dagegen einen einfachen Grund. „Ganz klar, Nico Sauer war heute der Spieler des Spiels“, lobte Trainer Gauß seinen Torhüter überschwänglich. Er war es auch, der immer wieder die Unkonzentriertheiten im Angriffsspiel mit seinen Paraden, darunter vielen freien Würfen, ausbügeln konnten. Aus Sicht der Gäste war das 12:10 beim Pausenpfiff vielleicht sogar etwas zu niedrig ausgefallen.

Nico Sauer als überragender Rückhalt

Im zweiten Spielabschnitt änderte sich zunächst nicht viel. Der Vorsprung von zwei bis drei Toren hatte in den ersten Minuten weiterhin Bestand. Als der überzeugende Lukas Krebs in der 40. Minute auf 18:13 stellen konnte, war die Hoffnung auf eine frühe Vorentscheidung natürlich groß. Dennoch schwang auch die Sorge mit, dass die Mannschaft, wie zuletzt öfters eingetreten, in kniffligen Situationen ein Vorsprung leichtfertig hergeben würde. Dieses Mal sollte sich ein solches Szenario allerdings nicht einstellen. Die Herrenberger, in dieser Partie noch nicht ein einziges Mal im Rückstand, verteidigten ihren Vorsprung vor allem durch ihre überzeugende Abwehr. Nico Sauer hielt weiterhin alles, was es zu halten gab. Und auch der Innenblock mit Nik Wittke und Finn Böhm erhielt vom Trainer nach Spielende Bestnoten.

Brenzlig wurde es aber noch einmal sieben Minuten vor dem Abpfiff. Hier konnte der TV Ehingen durch Niklas Duffner auf 22:23 verkürzen. Doch einmal mehr sorgte Oliver Sudar gemeinsam mit Luca Kälbly dafür, dass fünf Minuten vor dem Ende wieder zwei Tore Vorsprung bejubelt werden konnten. Am Ende sorgte Oliver Sudar mit seinem siebten Treffer zum Endstand von 27:24 für die endgültige Entscheidung.

Am Samstag treffen die H2Ku-Männer nun mit der HSG Konstanz II auf den letzten verbliebenen Konkurrenten, den sie im Kampf um den Klassenerhalt theoretisch noch überholen können. Schützenhilfe konnte der TSV Altensteig indes nicht leisten. Das Tabellenschlusslicht unterlag bei der Drittligareserve mit 28:34. Damit haben die Konstanzer weiterhin drei Punkte Vorsprung vor dem direkten Aufeinandertreffen in der Markweghalle.