F1: Am Ende sind die Gäste einen Tick cleverer
Die Regionalligafrauen der H2Ku Herrenberg treten weiterhin auf der Stelle. Durch das 30:34 (16:19) in eigener Halle gegen den Mitaufsteiger TG 88 Pforzheim rutschen die Kuties auf den vorletzten Platz ab. Den Gastgeberinnen muss man allerdings zugutehalten, gegen einen enorm starken Gegner unterlegen gewesen zu sein.
Schon im Vorfeld war klar, dass die Pforzheimerinnen nicht wie ein normaler Aufsteiger zu betrachten sind. Mit null Niederlagen war die TG seinerzeit in die Regionalliga aufgestiegen. Diesem Ruf, der ihnen auch nach den mehr als respektablen Ergebnissen der bisherigen Runde vorauseilte, wurden sie auch in der Markweghalle im Verlauf des Spiels vollauf gerecht. Dabei hatte es noch so gut begonnen für die H2Ku-Frauen, die überraschend wieder auf Sandra Kußmaul zurückgreifen konnten. Die Leistungsträgerin zeigte nach ihrer mehrwöchigen Verletzungspause mit ihren drei Treffern von der Rechtsaußenposition in den ersten Minuten, wie wertvoll sie für die Mannschaft ist. Allerdings war klar, dass sie zeitlich nur bedingt einsetzbar war. Das gleiche galt für Nadine Schäberle, die aufgrund eines grippalen Infekts aus Kraftgründen nach der Startviertelstunde nur in der Defensive eingesetzt werden konnte.

Zunächst aber legten die H2Ku-Frauen los wie die Feuerwehr. Mit einer hohen Effizienz ging es durch die Startviertelstunde. Der Lohn war ein 10:7, das durchaus Lust auf mehr machte. Allerdings kamen die die Gäste nun deutlich besser ins Spiel. Wenige Minuten genügten ihnen, um aus dem Rückstand ein eigenes 13:11 zu machen. Mit Natalie Mann besaß Pforzheim eine starke Spielmacherin, die ihre Nebenspielerinnen Marlis Mader, Aylina Becirovic und vor allem Noemi Hoefs immer wieder gekonnt in Szene setzte. So entsprach das 19:16 für die Gäste zum Halbzeitpfiff auch den Kräfteverhältnissen bis dahin.
Nach dem Seitenwechsel sollte die Partie über weite Strecken noch dramatisch werden. Mit ihrem 20:21 brachte Emma Schweizer die Markweghalle erst einmal auf Betriebstemperatur. Doch die Freude währte nur kurz. Drei Treffer in Folge für die Gäste stellte den Vorsprung wieder auf 24:20. Dieses Spiel sollte sich noch mehrfach wiederholen. Jedes Mal, wenn sich die Kuties wieder herangekämpft hatte, schlug die TG Pforzheim eiskalt zurück. „Wir haben die Tore immer dann gemacht, als wir sie gebraucht haben“, freute sich ein zufriedener Gästecoach Henning Rupf nach Spielende.
Vier Minuten vor dem Ende hatte Shana Stäudle die Gastgeberinnen noch einmal auf 30:31 herangeworfen. Doch mit Noemi Hoefs erzielte die mit sechzehn Treffern überragende Gästespielerin die letzten drei Treffer für ihre Farben und sicherte Pforzheim damit einen unter dem Strich verdienten Sieg. So richtig unzufrieden war Trainer Heiko Fleisch dennoch nicht. „Das war eine deutliche Steigerung zur Vorwoche“, konnte er konstatieren. Für die Kuties geht es nach einem spielfreien Wochenende dann mit dem wichtigen Auswärtsspiel bei der punktgleichen HSG Fridingen/Mühlheim weiter.




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