M1: Mit überzeugender Leistung zum klaren Heimsieg
Die Verbandsligamänner der SG H2Ku Herrenberg pirschen sich Schritt für Schritt nach oben. Mit einem souveränen 36:20 (17:10) gegen den HSC Radolfzell schob sich der Gäu-Club nach dem siebten Spieltag auf den dritten Tabellenrang vor.
Möglich machte diesen Sprung nicht nur der eigene Erfolg, sondern auch die Ergebnisse der unmittelbaren Konkurrenz. So unterlag sowohl die SpVgg. Mössingen als auch die HSG Böblingen/Sindelfingen. Deren Heimniederlage gegen den bisher punktlosen TSV Betzingen mutet dabei fast schon sensationell an. Eine solche Blöße gab sich die SG H2Ku indes gegen den Vorletzten der Tabelle aus Radolfzell nicht. Dennoch verliefen die ersten Minuten noch sehr ausgeglichen. Vornehmlich über die Außenpositionen trafen die Gäste in dieser Phase. Ein Zwischenspurt der Gastgeber mit vier Toren in Folge zum 11:6 verlieh der Partie dann aber doch noch vor der Pause die gewünschte Richtung. Das 17:10 zum Pausenpfiff war das Ergebnis einer überzeugenden Defensivleistung. Trotz der deutlichen Pausenführung konnten sich die Hausherren aber sogar noch einige Nachlässigkeiten im Angriff leisten.

Nach dem Seitenwechsel dauerte es nur fünf Minuten, bis die H2Ku- Männer in die Erfolgsspur zurückkehrten. Nach dem Anschluss zum 20:14 vom HSC Radolfzell übernahmen die Gastgeber wieder das Kommando. Getroffen wurde dabei aus allen Lagen und von allen Positionen. „Wir haben heute eine sehr gute und geschlossene Mannschaftsleistung geboten“, befand Herrenbergs Trainer Marco Melo deshalb auch nach dem Spielende. Dennoch kann man durchaus Lennart Lohrer und Nicolas Rhotert noch hervorheben. Der halblinke Lohrer sprühte im ersten Durchgang nur so vor Spielfreude, im zweiten Durchgang drückte dann Torhüter Rhotert in seiner zwanzigminütigen Spielzeit dem Spiel seinen Stempel auf. Gekommen beim 21:16 in der 35. Minute, entschärfte er gleich einen Strafwurf und brachte es auf zehn Paraden. Rekordverdächtig könnte aber etwas anderes gewesen sein. Innerhalb von nur dreißig Sekunden erzielte Nicolas Rhotert gleich zwei Treffer über das komplette Spielfeld ins verwaiste Tor der Gäste.
Der zweite Torerfolg des Herrenberger Torhüters bildete dabei etwa zehn Minuten vor dem Ende das 31:16. Zu dieser Zeit hatten die Radolfzeller als letztes Mittel der Wahl ein Überzahlspiel im 7 gegen 6 paraktiziert, was allerdings nicht von Erfolg gekrönt war. In den letzten Minuten ließ die SG H2Ku die Zügel dann noch etwas schleifen. Dadurch erhöhte sich der Vorsprung bis zum Endresultat von 36:20 auch nur unwesentlich. Das letzte Tor der Hausherren erzielte dabei mit Sebastian Rica-Kovac der andere Herrenberger Torhüter. Auch wenn Coach Melo mit der Leistung unter dem Strich zufrieden war, kam er nicht umhin, die dennoch hohe Fehlerquote anzusprechen. „Mit 19 Fehlwürfen werden wir in Altensteig nicht gewinnen“, blickte er schon auf den Freitag, wenn ab 20 Uhr das große Derby beim TSV Altensteig steigt



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