M1: Im ersten Spiel gleich ein erster Dämpfer
Nach dreiwöchiger Vorbereitungszeit waren die Oberligahandballer der SG H2Ku Herrenberg mit viel Optimismus zum Tabellennachbarn TuS Schutterwald gereist. Nach dem 26:29 (11:14) in der Schutterwalder Mörburghalle gab es allerdings auf Herrenberger Seite nur konsternierte Gesichter.
Allen Beteilgten, auch auf Seiten der Gastgeber, war im Vorfeld die Brisanz der Partie bewusst. Mit einem Sieg hätte sich der Drittletzte Herrenberg etwas von den Abstiegsrängen lösen können, bei einer Niederlage hingegen würde die SG H2Ku auf den vorletzten Rang abrutschen. Schon die Anfangsphase ließ erahnen, dass die Gastgeber gewillt waren, ihren Heimvorteil unbedingt zu nutzen. Allerdings hätte sich angesichts der nur etwa 130 Zuschauer kaum die Atmosphäre eines Hexenkessels entwickeln können. Nötig war dies aber ohnehin nicht, denn die H2Ku-Männer taten schon in der Startphase so einiges, um den TuS Schutterwald ins Spiel zu bringen. Vor allem im Angriff lief nicht viel zusammen, das 8:2 für den TuS nach einer Viertelstunde war eine deftige Aussage.
Zumindest danach kamen auch die Herrenberger besser in die Partie. Zehn Minuten später hatten sich die Gäste wieder auf 8:11 herangekämpft. Zu diesem Zeitpunkt wurde allerdings auch fast schon der komplette Kader durchgewechselt. Zu weniger als drei Toren Rückstand reichte es bis zum Pausenpfiff beim 11:14 allerdings nicht.

Verloren war zum Seitenwechsel natürlich noch nichts, so dass sich auch die H2Ku-Männer noch berechtigte Hoffnungen auf eine Doppelpunktgewinn machen konnten. Diese Hoffnungen wurden nach Wiederbeginn allerdings schnell enttäuscht. Es dauerte gerade einmal fünf Minuten, bis Jörg Ebermann seine Mannschaft zu einer Auszeit bitten musste. Der Grund lag mit einem kurzen Blick auf die Anzeigetafel auf der Hand: Mit 1:4 hatten die Spieler den Start erneut verschlafen, das 18:12 für Schutterwald zeigte den Gästen schnell ihre Grenzen auf. Hoffnung keimte dann vor allem durch ein erfreuliches Comeback wieder auf. Mit Florian Dannenberg konnte sich der Herrenberger Rechtsaußen nach seiner langen Verletzungspause nicht nur sportlich wieder zurückmelden, sondern auch gleichzeitig mit zwei Treffern in Folge zum Anschluss von 21:17 etwas Spannung in die Partie bringen.
Da aber in der Folgezeit gegen keineswegs überzeugende Gastgeber trotz mehrfacher Gelegenheiten keine entscheidende Resultatsverkürzung gelang, konnte der TuS Schutterwald den wichtigen Heimsieg ohne größere Probleme nach Hause bringen. Eine wichtige Parade konnte Torhüter Nico Sauer dennoch für seine Mannschaft verbuchen. Der letzte gehaltene Ball wenige Sekunden vor dem Ende brachte zumindest im direkten Duell noch keinen Nachteil, da beide Partien für den jeweiligen Gastgeber mit diesem Resultat in der Statistik stehen.



