F1: Mit Herz und Leidenschaft der Personalmisere trotzen

Wenn unsere Regionalligafrauen am Samstag um 20 Uhr in der heimischen Markweghalle auf den HC Schmiden-Oeffingen treffen, sind die Rollen seit spätestens Mitte der Woche noch einmal klarer verteilt als ohnehin schon.

Eine Niederlage haben die Gäste aus Oeffingenin ihren vier Spielen bisher hinnehmen müssen. Ansonsten gab es drei Siege. Dass diese eine Niederlage gegen den TSV Bönnigheim auch noch ziemlich deutlich war, können unsere Kuties nur allzu gut nachvollziehen. Denn für unsere Frauen setzte es in Bönnigheim am letzten Wochenende mit dem 24:35 ebenfalls eine klare Niederlage. So wäre es wohl auch in Bestbesetzung sehr schwer gewesen, den Vorjahreszweiten zu besiegen. Nun hat allerdings die Personalsituation in den letzten Tagen eine Eigendynamik entwickelt, die einen Heimsieg noch einmal extrem schwerer erscheinen lässt.

Klar war schon vorher, dass mit Stefanie Rau und Sandra Kußmaul zwei wichtige Spielerinnen für die Partie gegen Schmiden ausfallen würden. Während Steffi Rau beim nächsten Match wieder dabei sein dürfte, ist bei Sandra Kußmaul auch in der kommenden Woche noch ein Ausfall zu befürchten. Am Dienstag nun hat sich unser Neuzugang Nora Allmendinger im Training eine Bänderverletzung im Sprunggelenk zugezogen, die eine mehrwöchige Pause nach sich ziehen könnte. Und als ob dies alles nicht genug schlechte Nachrichten sind, wurde vor zwei Tagen bei Anna Weingärtner auch noch eine Fraktur am Finger diagnostiziert, die noch aus der Vorwoche stammt. Mit diesen Verletzungen steht fest, dass sowohl die Kreisposition als auch die beiden Planstellen in der Innenverteidigung nicht von den Stammkräften, die dafür eigentlich vorgesehen sind, besetzt werden. Zusätzlich erschwert wird die Aufgabe auch noch dadurch, dass Rückraumspielerin Sofia Brand zwar mit von der Partie sein kann, jedoch laut ihrem Trainer noch nicht auf ihren einhundert Prozent agieren kann.

Improvisieren ist also für Heiko Fleisch angesagt. Im Innenblock der Abwehr dürfte vieles auf Nadine Schäberle und Laureen Kappus hinauslaufen. Wie die nötigen Verschnaufpausen aufgefangen werden, wird eine spannende Frage sein. Ebeno verhält es sich auf der Kreisposition, wo Heiko Fleisch praktisch eine Variante aus dem Hut zaubern muss. Unter der Woche hat sich die Mannschaft noch einmal zusammengesetzt und sich auf das Match eingeschworen. „Die Spielerinnen wollen Schmiden einen großen Kampf liefern“, verspricht Heiko Fleisch im Vorfeld. Aber natürlich weiß auch der H2Ku-Coach: „Wir brauchen auf allen Positionen und auch von den Fans auf der Tribüne einen Sahnetag. Aufgeben ist aber auf jeden Fall keine Option“.

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