F1: Die Konzentration bis zum Ende hochgehalten
Es war sportlich gesehen für die Frauen der SG H2Ku Herrenberg sicherlich die einfachste Partie des Jahres. Gerade deshalb aber lag auch eine gewisse Unsicherheit in der Luft, wie die Aufgabe gegen das Tabellenschlusslicht HB Kinzigtal gelöst werden würde. Am Ende der Partie konnte nicht nur Kuties-Trainer Heiko Fleisch freuen, dass die Mannschaft seriös und mit voller Konzentration über fast die gesamte Spielzeit aufgetreten sind.
Noch vor der Partie hatte Heiko Fleisch zur Besonnenheit ermahnt, sollte in der Startphase noch kein klarer Vorsprung winken. Genauso kam es dann auch. Bis zum 6:4 konnten die Gäste darauf hoffen, mit einem achtbaren Ergebnis aus dem Spiel zu gehen. Ein kurzer, aber dafür umso intensiverer Zwischenspurt reichte aber aus, um nach knapp zwanzig Minuten eine frühe Entscheidung mit dem 12:4 herzustellen. Noch vor der Pause schaffte es Stefanie Schoeneber, mit dem vierten ihrer insgesamt sieben Treffer, einen erstmaligen Vorsprung von zehn Treffern herzustellen. Bis zur Pause wurde es auch nicht viel besser für den HB Kinzigtal. Beim 20:8 wurden schließlich die Seiten gewechselt.

Nach der Pause war klar, dass es für die Gäste nur eine Schadensbegrenzung in Betracht kommen würde. Als erste Maßnahme dafür musste sich die nicht zu haltende Sofia Brand einer kurzen Deckung erwehren. Auch wenn in Bezug auf die quirlige Rückraumspielerin erfolgreich war, änderte sich dennoch nichts am Gesamtbild. Denn nun nutzten eben andere Spielerinnen wie Nadine Schäberle, Sina Venth oder Shana Stäudle ihre Freiräume. Durch die überzeugende Mannschaftsleistung stand Trainer Heiko Fleisch allerdings vor einem anderen Problem positiver Art. „Ich wusste gar nicht, wen ich eigentlich auswechseln sollte, damit eine andere Spielzeit bekommen kann“, musste er ein wenig schmunzeln.
Juliane Seidel warf dann erstmals mit dem 37:17 einen Vorsprung von zwanzig Treffern heraus. Genug hatten die Gastgeberinnen damit aber lange noch nicht. Sina Venth durchbrach zunächst die magische Grenze von vierzig Treffern, es folgten noch fünf weitere Torerfolge bis zum Endstand von 45:20. Mit dem Doppelpunktgewinn verteidigten die Kuties natürlich auch souverän ihre Tabellenführung. Am Samstag wird die SG H2Ku dann erneut als klarer Favorit antreten, wenn es ab 18Uhr auswärts gegen den TSV Köngen geht.
SG H2Ku: Harm, Göhlich, Istrati alle im Tor); Schoeneberg (7/1), Schäberle (6), Kappus (2/1), Stäudle (5), Schmidt (1), Seidel (3), Schweizer (3), Venth (6), Brand (8), Schröder (1), Lide (3)


