M1: Eine Halbzeit lang wie aus einem Guss

Endlich hat es mit dem ersten Sieg im Jahr 2026 geklappt. Und es waren am Ende gegen die HSG Ettlingen nicht nur zwei Punkte, sondern auch eine Leistung, die absolut überzeugte. Dabei stellte beim 35:29 (22:14) vor allem die erste Halbzeit den Gegner vor kaum lösbare Probleme.

Zunächst sah es aber alles andere nach einer Gala aus. Wieder einmal lag es vornehmlich an der schlechten Chancenverwertung, dass die Gäste aus dem Badischen nach sieben Minuten mit 5:2 in Front lagen. Doch dieser Rückstand wirkte eher wie ein Wecksignal für die H2Ku-Männer als für Sicherheit bei den Gästen. Innerhalb kürzester Zeit konnten drei Ballgewinne in der Abwehr mit Tempogegenstößen von Leon Fischer, der gleich doppelt traf, und Luca Kälbly zum 5:5 verwandelt werden. Kurze Zeit später führten die Herrenberger sogar mit 8:5. Dieser 6:0-Lauf sorgte für das Selbstvertrauen, dass es ermöglichte, nun ein Feuerwerk vom Feinsten abzubrennen. Dazu gesellte sich noch eine griffige Abwehr mit einem überzeugenden Torhüter Herz dahinter. Die HSG Ettlingen probierte in der Abwehr alles, helfen konnte den Gästen allerdings keine der versuchten Varianten. Das 22:14 zur Pause bedeutete die wohl beste Halbzeit der gesamten Saison.

Leon Fischer steuerte starke sechs Treffer zum Sieg bei

Die Hoffnung unter den 300 Zuschauern war natürlich groß, dass es auch im zweiten Abschnitt genauso weitergehen würde. Doch bereits nach sieben Minuten hatte der Gast beim 25:21 bereits die Hälfte des Rückstands aufgeholt. Doch wie schon in der ersten Halbzeit und auch später in der Schlussphase der Partie ließen sich die H2Ku-Männer nicht aus dem Konzept bringen. „Wir sind heute nicht eingeknickt und haben immer zur passenden Zeit die passende Antwort gegeben“, konnte sich Herrenbergs Coach Tim Gauß später freuen. Jedenfalls ging es bis zum 29:23 überzeugend weiter. Seinen wichtigen Teil dazu trug auch Nico Sauer bei, der nach einem Kopftreffer für David Herz zu Beginn der zweiten Halbzeit ins Gehäuse beordert wurde und prompt zum großen Rückhalt wurde. Noch einmal mussten die Fans der SG allerdings zittern, als Ettlingen mit drei Treffern auf 29:26 verkürzen konnte. Doch genau jetzt bewiesen die Hausherren ihre Nervenstärke an diesem Abend. Das 31:26 durch Tim Frommer mit anschließender Zeitstrafe für seinen Gegenspieler bildete die Grundlage für das letztlich klare 35:29.

Trainer Gauß warnte trotz der Freude über den Sieg: „Wir haben noch nichts erreicht. Jetzt wollen wir auch unbedingt gleich nachlegen“. Zudem gab es noch einen dicken Wermutstropfen zu verkraften. Rückraumspieler Kenneth Stiegen zog sich nach etwa zwanzig Minuten im Zweikampf eine Schulterverletzung zu, die im Krankenhaus versorgt werden musste. Wie schwer die Verletzung ist, wird sich in den nächsten Tagen herausstellen.

Am Samstag genießen die H2Ku-Männer erneut Heimrecht, wenn es gegen die SG Kenzingen-Herbolzheim geht.

SG H2Ku: Herz, Sauer (beide im Tor); Kälbly (3), Werner (2), Lohrer, Broß (2), Böhm (2), Sudar (3), Stiegen (4), Fischer (6), Frommer (3), Krebs (2), Wittke (3), Lewe (5), Dannenberg

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