F1: Die Außenseiterrolle beherzt nutzen
Herrenberger Kuties starten mit schwerem Heimspiel in die Saison
Herausfordernder hätte die neue Saison für die Frauen der SG H2Ku Herrenberg kaum beginnen können. Gleich zum Auftakt treffen die Kuties am Samstag ab 20 Uhr in der heimischen Markweghalle mit der HSG Stuttgart/Metzingen II auf einen der Meisterschaftsfavoritinnen.
Bereits in der Vorbereitung auf die kommende Runde gab die Spielgemeinschaft aus Stuttgart und Metzingen ihre Visitenkarte in der Markweghalle ab. Die Gäste bilden dabei eigentlich die zweite Mannschaft der Tussies Metzingen und sind zudem mit vielen Spielerinnen der erfolgreichen A-Jugend besetzt. Ende Juli hielten die Gastgeberinnen lange Zeit mit, mussten aber dennoch am Ende mit 25:30 die Segel streichen. Weil die Regionalliga bereits am vergangenen Wochenende startete und die Herrenbergerinnen gleich zu Beginn spielfrei waren, nutzte Trainer Heiko Fleisch die Gelegenheit, sich die Gegnerinnen bei ihrem Spiel bei der TG Pforzheim gleich selbst vor Ort anzuschauen. Und was er sah, hat ihn durchaus beeindruckt. Bahnbrechende Erkenntnisse ergaben sich für ihn jedoch durch den Vor-Ort-Besuch nicht. „Metzingen spielte stark, viel Neues habe ich aber nicht gesehen“, so das Fazit des Trainers. Zur Wahrheit gehört natürlich aber auch, dass die Gäste beim hoch gehandelten Aufsteiger in der Goldstadt in der Schlussphase einen Zwei-Tore-Vorsprung verspielten und dadurch in der Schlusssekunde noch den Ausgleich zum 28:28 hinnehmen mussten.

An der Außenseiterrolle für die Kuties ändert sich dadurch aber natürlich nichts. Höchstens bestätigt es die Vermutung von Heiko Fleisch, dass auch die Aufsteigerinnen der TG Pforzheim eine gute Rolle spielen werden. Auf einen ähnlichen Auftakt, wie es Pforzheim am vergangenen Wochenende als Mitaufsteiger vorgemacht hatte, hofft man natürlich nun auch bei der SG H2Ku. Vor allem soll mit einer unbekümmerten Spielweise der Schwung vom Aufstieg im Frühjahr noch mit in die neue Runde mitgenommen werden. Wobei unbekümmert nicht übermütig heißt. Noch in der vergangenen Saison haben die H2Ku-frauen in fast jeder Begegnung gnadenlos auf das Tempo gedrückt. „Bei der Qualität der Gegnerinnen werden wir dies in der jetzigen Saison wohl kaum anbieten können“, tritt Trainer Fleisch im wahrsten Sinne des Wortes auf die Bremse. Tempohandball soll dennoch gespielt werden, jedoch nicht um jeden Preis.
Bauen kann der Trainer dabei auf ein eingespieltes Team, in dem es personell kaum Bewegung gab. Lediglich Katrin Schröder hat nun wohl endgültig den Harztopf in die Ecke gestellt. Genau positionsgetreu sicherten sich die Herrenbergerinnen die Dienste von Nora Allmendinger vom TSV Köngen. Die Kreisspielerin kann in der Abwehr ebenso wie früher Katrin Schröder im Innenblock eingesetzt werden. Nicht nur deshalb hält Heiko Fleisch große Stücke auf seinen Neuzugang. „Nora wird eine gute Rolle in der Regionalliga spielen können“, ist Fleisch überzeugt. Überzeugt ist er auch davon, dass er diese Einschätzung auch irgendwann über seine Nachwuchskräfte treffen kann. In der Vorsaison kam schon Sophy Lide ins Team, nun stoßen mit Anne-Sophie Huber und Anna Weingärtner weitere junge Spielerinnen zur Regionalligamannschaft. All diese Talente bekommen aber vom Trainerteam die ihnen zustehende Zeit zur Entwicklung. Der Herrenberger Coach kann ohnehin auf ein starkes Gerüst bauen, das schon in der vorletzten Saison ihre Regionalligatauglichkeit unter Beweis gestellt hat. Genau das soll auch in der nun beginnenden Runde der Fall sein. Natürlich am liebsten gleich am Samstag gegen die HSG Stuttgart/Metzingen II.



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