M1: Keine Chance trotz Traumstart

Für die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg hat die Reise ins Badische nach Bruchsal kein Erfolgserlebnis bereitgehalten. Das 31:41 (13:22) bei der SG Heidelsheim/Helmsheim war eher noch ein herber Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt. Dass es am Ende zu einer solch hohen Niederlage kommt, war in den ersten Minuten allerdings noch nicht absehbar.

Der beschwerlichen Anreise durch den Freitagnachmittagsverkehr auf der Autobahn A8 zum Trotz zeigten sich die Herrenberger von Beginn an hellwach und verblüfften die Hausherren zunächst mit ihrer sehr effizienten Spielweise. Im Angriff wurde jeder Fehler der Heidelsheimer sofort bestraft, zudem zeigte Torhüter David Herz in der Anfangsphase eine überragende Leistung. Über ein 4:0 ging es bis zum 6:1 nach nur sieben Minuten. Dieses muntere Katz-und-Maus-Spiel der H2Ku-Männer ging genau bis zum 9:4 in der 11.Spielminute. Scheinbar hatten die Gäste schon hier ihr Pulver verschossen. „Glänzten“ bis dahin die Hausherren noch mit einer hohen Fehlerquote, waren es nun die Herrenberger, die mit ebenso einfachen Fehlern die SG Heidelsheim/Helmsheim binnen kürzester Zeit wieder ins Spiel brachten.

Die Gastgeber nahmen solche Einladungen natürlich gerne entgegen. Nach nicht einmal einer Viertelstunde war der Traumstart schon wieder Geschichte und der Vorsprung beim 9:9 aufgebraucht. Noch bis zum 11:11 durch Paul Lewe konnte die SG H2Ku das Spiel offenhalten, dann brach es über die Gäste herein. In den verbleibenden rund vierzehn Minuten bis zur Pause wurden die Gäste zum Spielball der Heidelsheimer, die ihren Vorsprung beim Pausenpfiff bereits auf 22:13 ausgebaut hatten.

„Wir mussten nach der Pause noch etwas probieren“, begründete Trainer Tim Gauß die Umstellung der Abwehr auf eine Offensive 5:1-Variante. Mit Lennart Lohrer auf der vorgezogenen Position war das insgesamt auch durchaus erfolgversprechend. Mit zwei Treffern in Folge gleich nach der Pause wurde der Optimismus gleich etwas genährt. Allerdings gelang es nicht, den Rückstand insgesamt noch entscheidend zu verkürzen. Als Rechtsaußen Florian Dannenberg eine knappe Viertelstunde vor dem Ende auf 31:25 verkürzen konnte, war dies gleichzeitig der geringste Rückstand, den die Herrenberger noch erreichen konnten. „Vor allem das Fehlen von Kenneth Stiegen, Oliver Sudar und Moritz Werner im Rückraum hat uns jeglicher Alternativen beraubt“, musste auch Tim Gauß später konstatieren.

Durch die nachlassenden Kräfte konnte sich Heidelsheim/Helmsheim immer weiter absetzen und steuerte am Ende auf das ungefährdete 41:31 zu. „Schade, dass wir uns nicht noch etwas Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben geholt haben“, haderte Trainer Gauß am Ende mit der Höhe der Niederlage. Dennoch ist die Hoffnung vorhanden, mit einem dann sicher wieder volleren Kader beim Tabellenzweiten HTV Meißenheim erfolgreicher abzuschneiden.

SG H2Ku: Herz, Sauer (beide im Tor); Kälbly (5), Lohrer (1), Broß, Böhm (2), Fischer (1), Frommer (2), Jacobs (1), Krebs (4), Wittke (7/3), Lewe (3), Dannenberg (5)

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