F1: Gelingt am Samstag der große Wurf?
Für die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg steht am Samstag das wohl bisher wichtigste Spiel der bisherigen Runde auf dem Programm. Wenn die Kuties um 17:45 Uhr in fremder Halle beim TSV Heiningen antreten, könnten sie etwa neunzig Minuten später die Rückkehr in die Regionalliga geschafft haben. Grundvoraussetzung ist dafür allerdings ein Sieg bei den zuletzt sehr starken Gastgeberinnen.
Heiko Fleisch ist genau wie sein ganzes Trainerteam und natürlich auch die Mannschaft selbst voller Vorfreude auf die drittletzte Partie der Saison. „Natürlich ist das Spiel in Heiningen etwas ganz Besonderes“, gibt der Herrenberger Coach auch ohne Umschweife zu. „Das ist genau das, was wir wollten. Nun wollen wir das Ding auch klarmachen“, strahlt der Coach im Vorfeld eine große kämpferische Einstellung aus. Das gleiche erwartet er auch von seiner Mannschaft. Dabei ist er sich auch sicher: „Die Mannschaft ist sehr fokussiert und wird die Aufgabe mit der nötigen Konsequenz angehen“. Nötig ist eine Topleistung in der Voralbhalle auf jeden Fall, wobei in dieser Frage die Tabelle ein eher widersprüchliches Bild abgibt.

Fakt ist, dass der TSV Heiningen mit dem 7. Tabellenplatz faktisch den Klassenerhalt geschafft hat. Vor etwa zwei Monaten sah das allerdings noch ganz anders aus. Mit zuletzt nur einer Niederlage in den vergangenen sieben Partien hat sich die Mannschaft wieder aus den unteren Tabellenregionen freigeschwommen und könnte in den letzten Partien so etwas wie das Zünglein an der Waage im Kampf um die Spitzenplätze werden. Denn das Team von Trainer Sven Fischer spielt nach dem Spiel gegen Herrenberg noch gegen die HSG Böblingen/Sindelfingen und den TSV Denkendorf. Zu den Leistungsträgerinnen gehören unter anderem Katharina Schloot, Theresa Kurz oder auch Maja Seeger. Eine besondere Stellung nimmt dabei auch Johanna Biegert ein, die nach mehreren Jahren Frisch Auf Göppingen und einer mehrmonatigen Handballpause im Spätherbst zum TSV Heiningen wechselte und dort wie erwartet zur Leistungsträgerin avancierte.
Trotz dieses Leistungshochs der Heiningerinnen gehen die H2Ku-Frauen als Favorit ins Rennen. Denn der guten Statistik von Heiningen haben die Herrenbergerinnen noch beeindruckenderes entgegenzusetzen. Nur eine einzige Niederlage seit Mitte Oktober des letzten Jahres, Ende Januar im Heimspiel gegen Bargau/Bettringen, gab es zu verschmerzen. Die SG H2Ku stellt mit Abstand die beste Offensive. Und auch die Abwehr überzeugte bei den letzten Siegen mit nur durchschnittlich etwas mehr als 20 Gegentoren. Vieles spricht also für Herrenberg, allerdings dürfte gerade bei diesem Spiel auch die Psyche eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen. Doch auch da gibt sich Heiko Fleisch zuversichtlich. „Wir hatten diesen Druck auch zuletzt in Böblingen und gegen Denkendorf und haben das prima gelöst“, so der Trainer. Und weiter: „Wir haben immer in Etappen gedacht. Damit sind wir bis jetzt immer gut gefahren. Und die nächste Etappe heißt nun Heiningen“. Damit will Heiko Fleisch natürlich auch den Druck von seiner Mannschaft nehmen.
Die Zuversicht von Trainerteam und Mannschaft gründet sich derweil auch darauf, dass am Samstag bis auf die langzeitverletzte Juliane Seidel alle Spielerinnen an Bord sind. „Die Mannschaft hat sich diesen ersten Matchball absolut verdient. Es ist umso schöner, dass bis auf Juliane alle dabei mithelfen können“, freut sich der Herrenberger Coach für seine Mädels. Er und die ganze Mannschaft hoffen natürlich auch, dass eine möglichst große Anzahl von Fans den Weg ins etwa 80 Kilometer entfernte Heiningen auf sich nehmen und so für eine tolle Atmosphäre sorgen können.


