F1: Kuties setzen einen würdigen Schlusspunkt

Mit einem deutlichen Heimsieg begann vor etwa sieben Monaten die Saison, mit einem ähnlich hohen Heimsieg endete sie nun auch für die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg. Das 32:21 (15:9) gegen die SG Dornstetten reihte sich dabei nahtlos in die Heimauftritte der Kuties ein. Diese beendeten die Runde mit nur einer einzigen Heimniederlage. Alle anderen Spiele wurden meist deutlich gewonnen.

Den ersten Höhepunkt gab es schon vor dem Anpfiff. Der FC Bloskapell marschierte unter dem Beifall der 400 Zuschauer, die sich trotz des sommerlichen Wetters dieses Spiel nicht entgehen lassen wollten, durch die Markweghalle auf ihre angestammten Tribünenplätze. Dass die musikalische Unterstützung sowohl am Samstag als auch am Sonntag die SG-Teams supportete, war dabei alles andere als Selbstverständlich. Mit einer gewissen Selbstverständlich schien aber zunächst einmal der Start der Partie zu verlaufen. 6:2 hieß es nach einer knappen Viertelstunde. Danach jedoch herrschte für eine Weile Tristesse im Angriffsspiel. Viele vergebene Tormöglichkeiten hielten die SG Dornstetten bis zum Herrenberger 9:7 noch durchaus im Rennen. Dass es in dieser Phase noch zur eigenen Führung reichte, war der guten Abwehrarbeit inclusive einer überzeugenden Alexandra Harm im Tor dahinter zu verdanken.

Für die letzten zehn Minuten vor der Pause zündeten die Gastgeberinnen dann aber den Turbo. Mit einem 6:2-Lauf gelang bis zum Pausenpfiff zunächst ein beruhigendes 15:9. Der Sturmlauf der H2Ku-Frauen ging auch nach dem Seitenwechsel weiter. Diesmal brauchte es nur fünf Minuten im Eiltempo, um wieder mit einem 6:2 in dieser Phase eine frühe Vorentscheidung des Spiels zu erzwingen. Das 21:11 nach nur 35 Minuten ließ schon hier keinen Zweifel mehr am Ausgang der Partie. Noch einmal konnten sich die Gäste in Sichtweite der Herrenbergerinnen bewegen, als zum Beginn der Schlussviertelstunde der Vorsprung auf 24:18 schrumpfte. Wie auf Kommando zogen die H2Ku-Frauen aber einmal mehr scheinbar mühelos davon. 31:19 lautete das Ergebnis fünf Minuten vor dem Ende.

Ganz ohne Highlight sollte das sportliche Ende der Saison aber natürlich nicht über die Bühne gehen. Nach Absprache der beiden Trainer sollte eine letzte Auszeit Katrin Schröder die große Bühne bereiten. Doch die Spielerin selbst schien diese Pläne durchkreuzen zu wollen, als sie drei Minuten vor dem Ende mit einer Zeitstrafe bedacht wurde. Eine Minute vor dem Abpfiff klappte es dann aber dennoch. In der einminütigen Unterbrechung gab es von Seiten der Mannschaften und der Zuschauer stehende Ovationen für die verdiente Kreisläuferin. Das 32:21 war dann auch aufgrund der Herrenberger Feierlaune fast schon wieder Nebensache.

Nach Spielende gab es neben der offiziellen Verabschiedung für Katrin Schröder als eigentlichen Höhepunkt die Wimpelübergabe für den Staffelsieg durch den Vizepräsidenten des Baden-Württembergischen Handball-Verbands, Eberhard Gloger. Und auch Herrenbergs Oberbürgermeister Nico Reith ließ es sich nicht nehmen, seine persönlichen Glückwünsche zu überbringen. Nach einer mehrwöchigen Pause dürfen die Kuties dann im Juni die erste Vorbereitungsphase für die Regionalliga-Saison in Angriff nehmen.

SG H2Ku Herrenberg: Harm, Göhlich, Istrati; Schoeneberg (8/1), Schäberle (2), Kappus (2), Stäudle (2), Kußmaul (4), Schmidt (5/1), Seidel, Schweizer (2), Venth, Brasnd (2), Schröder (3), Lide (2)

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