M1: Gleich zu Beginn voll gefordert

Die H2ku-Männer starten mit dem brisanten Derby gegen Böblingen/Sindelfingen in die Saison

Viele Jahre lang tummelten sich Handballer der SG H2Ku Herrenberg in den höheren Ligen von Handball-Deutschland. Trotz des letztjährigen Abstiegs aus der Oberliga, die den Gang in die Verbandsliga bedeutete, ist in Herrenberg alles andere als Resignation spürbar. Ganz im Gegenteil: Gerade im Angesicht des Auftakts, der den Gäu-Club zum hochbrisanten Derby zur HSG Böblingen/Sindelfingen führt (Samstag, 19:30 Uhr, Murkenbachhalle Böblingen), ist die Vorfreude bei Mannschaft und Fans riesengroß.

Schon die Vorbereitung auf die nun endlich beginnende Runde zeigte, dass ein frischer Wind durch die Markweghalle weht. Das Team hat einen deutlich basisbezogeneren Anstrich erhalten. Das heißt, die Abgänge der meist auswärtigen Spieler wurden mit Akteuren aufgefüllt, die einen Herrenberger Stallgeruch vorzuweisen haben. Das betrifft Spieler wie Linus Kretschmann, Alexander Kohler, Philipp Bietsch und Silas Baitinger. Zudem stießen schon in der Rückrunde der abgelaufenen Saison mit Yanick Broß und Lennart Lohrer hochtalentierte Eigengewächse zur Verbandsliga-Mannschaft. Mit Sebastian Rica-Kovac gab es nur einen Zugang ohne Herrenberger Vergangenheit. Der Torhüter kam vom TV Plochingen und kann auf höherklassige Erfahrung zurückgreifen. Seine Qualität machte sich schon deutlich in der Vorbereitung bemerkbar. Noch wichtiger wird diese Personalie nach der vorgezogenen Operation von Nico Sauer, der damit ebenfalls wie David Herz ausfallen wird. Für den Samstag wird Nicolas Rhotert aus der Landesligamannschaft als Torhüter ins Team aufrücken.

Der Optimismus für das Derby in der Murkenbachhalle nährt sich unterdessen vor allem aus der Entwicklung aus der Saisonvorbereitung. Nach einem holprigen Beginn wurden gerade gegen klassenhöhere Gegner beachtliche Ergebnisse erzielt. Nachholbedarf offenbarte sich teilweise noch in der Chancenverwertung. Und auch die neu einstudierte offensive Abwehr mit der 3:2:1- Variante dürfte noch etwas Eingewöhnungszeit benötigen. Dennoch steigerte sich das Team von Begegnung zu Begegnung.

Für den Samstag wird Trainer Marco Melo derweil eine zwar bestens auf den Gegner eingestellte Mannschaft auf das Parkett schicken, dennoch will der Coach vor allem sein eigenes Spiel zur Geltung bringen. Und er hofft natürlich auf ein Erfolgserlebnis zum Start: „Vor allem für das Selbstvertrauen der Spieler wäre ein Erfolg extrem wichtig“. Dabei ist ihm relativ egal, dass es sich um ein Derby handelt. „Es wird ein intensives Spiel werden, daran können die Jungs aber auch wachsen“, weist Marco Melo darauf hin, dass es emotionale Spiele auch in Schömberg, Oberhausen/Unterhausen oder natürlich Altensteig geben wird. Für den Samstag hofft man im Herrenberger Lager natürlich auch auf die Unterstützung der Herrenberger Fans. Es dürfte trotz des ersten Spieltages mit einer vollen Halle zu rechnen sein. Es wird dabei insgesamt wichtig sein, nicht nur auf dem Parkett Paroli bieten zu können.

Nicht zuletzt wird es natürlich auch diesmal ein großes Wiedersehen in der jüngst auf Hochglanz renovierten Murkenbachhalle geben. Denn auf beiden Seiten stehen wieder Akteure, die für die jeweilige andere Mannschaft auf Torejagd gingen. Auf Herrenberger Seite betrifft dies Tim Frommer und Luca Kälbly, auf Seiten der BöSi´s waren Dominic Rose, Dominik Möller, Michael Fangerow und Frederik Todt schon im Gäu aktiv. Ein Umstand, der noch einmal zusätzliche Brisanz birgt.

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