F1: Lehrgeld gegen Spitzenmannschaft bezahlt

Gleich in die Vollen ging es für die Regionalligafrauen der SG H2Ku Herrenberg am ersten Spieltag der neuen Saison. Gegen die HSG Stuttgart/Metzingen II mussten sich die Kuties am Ende deutlich mit 27:38 (13:17) geschlagen geben. Auch wenn der Erfolg der Gäste unter dem strich hochverdient war, täuscht das Resultat ein wenig über die Kräfteverhältnisse hinweg.

„Wir haben bewiesen, dass wir phasenweise auch gegen die Spitzenteams mithalten können“, konnte Heiko Fleisch zumindest ein teilweise positives Fazit ziehen. Um die Zweitvertretung der Tussies Metzingen ernsthaft in Gefahr zu bringen, hätte es allerdings einer fehlerfreien Vorstellung bedurft. Davon waren die Gastgeberinnen an diesem Abend in der Markweghalle doch ein Stückchen entfernt.

Zuerst hatten in der mit 300 Zuschauern gut gefüllten Halle die lautstarken Gästefans Grund zum Jubeln. Nach einer Viertelstunde kamen die H2Ku-Frauen im Angriff noch gar nicht ins Rollen. Drei Treffer standen bis zu diesem Zeitpunkt auf der Habenseite, dagegen schlugen die bis dahin neun Gegentore mächtig ins Kontor. „Uns hat heute manchmal die geistige Frische gefehlt“, musste Trainer Fleisch nicht nur in der Anfangsphase feststellen. Die zweite Hälfte der ersten Halbzeit sah aber dann doch noch eine beherzt auftretende Heimmannschaft, die sich ergebnistechnisch an ihre Kontrahentinnen heranrobben konnte. Über das 6:10 durch Laureen Kappus konnte Sofia Brand drei Minuten vor dem Halbzeitpfiff zum 13:15 einnetzen. Es war der Zeitpunkt, als sogar noch mehr möglich war. Heiko Fleisch bezeichnete die Minuten danach als mitentscheidend. Hier ging dann eigentlich alles schief, was schief gehen konnte. Eine Zeitstrafe, ein vergebener Siebenmeter sowie ein sehenswerter Treffer von Sofia Brand, der einen Wimpernschlag zu spät ins Tor einschlug und deshalb keinen Eintrag in die Statistik erhielt, waren die Zutaten für einen enttäuschendes 13:17 zur Pause.

Dass die H2Ku-Frauen auch nach dem Seitenwechsel noch an den Nackenschlägen zuvor kauen mussten, zeigte sich ziemlich schnell. Gerade einmal sieben Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, als sich Stuttgart/Metzingen bis auf 23:14 absetzen konnte. Es war die frühe Entscheidung einer Partie, in der sich die Kuties für die Zweite Halbzeit eigentlich noch einmal so viel vorgenommen hatten. Für die restliche Spielzeit blieb es beim Bemühen, den Rückstand noch entscheidend zu verkürzen. Dass dies nicht gelang, lag aber zum Großteil an der Qualität der Gäste. „Stuttgart hatte schon in der letzten Saison die mit Abstand beste Abwehr der Liga“, erklärte Trainer Fleisch, der zudem darauf verwies, dass die Mannschaft nur durch eine Niederlage am grünen Tisch den möglichen Aufstieg in die 3.Liga verpasste.

Insofern konnten alle Beteiligten die Auftaktniederlage richtig einordnen. Allerdings werden die kommenden Wochen nicht leichter, hat doch der Spielplaner den Kuties an den ersten fünf Spieltagen alle Spitzenmannschaften vor die Nase gesetzt. Als nächstes geht es am Samstag zum TuS Steißlingen.

SG H2Ku: Harm, Göhlich, Istrati; Schäberle (3/2), Kappus (2), Weingärtner, Stäudle (6), Kußmaul (2), Schmidt, Schweizer (3), Huber (2), Venth, Brand (7), Lide, Allmendinger (2

F1: Die Außenseiterrolle beherzt nutzen

Herrenberger Kuties starten mit schwerem Heimspiel in die Saison

Herausfordernder hätte die neue Saison für die Frauen der SG H2Ku Herrenberg kaum beginnen können. Gleich zum Auftakt treffen die Kuties am Samstag ab 20 Uhr in der heimischen Markweghalle mit der HSG Stuttgart/Metzingen II auf einen der Meisterschaftsfavoritinnen.

Bereits in der Vorbereitung auf die kommende Runde gab die Spielgemeinschaft aus Stuttgart und Metzingen ihre Visitenkarte in der Markweghalle ab. Die Gäste bilden dabei eigentlich die zweite Mannschaft der Tussies Metzingen und sind zudem mit vielen Spielerinnen der erfolgreichen A-Jugend besetzt. Ende Juli hielten die Gastgeberinnen lange Zeit mit, mussten aber dennoch am Ende mit 25:30 die Segel streichen. Weil die Regionalliga bereits am vergangenen Wochenende startete und die Herrenbergerinnen gleich zu Beginn spielfrei waren, nutzte Trainer Heiko Fleisch die Gelegenheit, sich die Gegnerinnen bei ihrem Spiel bei der TG Pforzheim gleich selbst vor Ort anzuschauen. Und was er sah, hat ihn durchaus beeindruckt. Bahnbrechende Erkenntnisse ergaben sich für ihn jedoch durch den Vor-Ort-Besuch nicht. „Metzingen spielte stark, viel Neues habe ich aber nicht gesehen“, so das Fazit des Trainers. Zur Wahrheit gehört natürlich aber auch, dass die Gäste beim hoch gehandelten Aufsteiger in der Goldstadt in der Schlussphase einen Zwei-Tore-Vorsprung verspielten und dadurch in der Schlusssekunde noch den Ausgleich zum 28:28 hinnehmen mussten.

An der Außenseiterrolle für die Kuties ändert sich dadurch aber natürlich nichts. Höchstens bestätigt es die Vermutung von Heiko Fleisch, dass auch die Aufsteigerinnen der TG Pforzheim eine gute Rolle spielen werden. Auf einen ähnlichen Auftakt, wie es Pforzheim am vergangenen Wochenende als Mitaufsteiger vorgemacht hatte, hofft man natürlich nun auch bei der SG H2Ku. Vor allem soll mit einer unbekümmerten Spielweise der Schwung vom Aufstieg im Frühjahr noch mit in die neue Runde mitgenommen werden. Wobei unbekümmert nicht übermütig heißt. Noch in der vergangenen Saison haben die H2Ku-frauen in fast jeder Begegnung gnadenlos auf das Tempo gedrückt. „Bei der Qualität der Gegnerinnen werden wir dies in der jetzigen Saison wohl kaum anbieten können“, tritt Trainer Fleisch im wahrsten Sinne des Wortes auf die Bremse. Tempohandball soll dennoch gespielt werden, jedoch nicht um jeden Preis.

Bauen kann der Trainer dabei auf ein eingespieltes Team, in dem es personell kaum Bewegung gab. Lediglich Katrin Schröder hat nun wohl endgültig den Harztopf in die Ecke gestellt. Genau positionsgetreu sicherten sich die Herrenbergerinnen die Dienste von Nora Allmendinger vom TSV Köngen. Die Kreisspielerin kann in der Abwehr ebenso wie früher Katrin Schröder im Innenblock eingesetzt werden. Nicht nur deshalb hält Heiko Fleisch große Stücke auf seinen Neuzugang. „Nora wird eine gute Rolle in der Regionalliga spielen können“, ist Fleisch überzeugt. Überzeugt ist er auch davon, dass er diese Einschätzung auch irgendwann über seine Nachwuchskräfte treffen kann. In der Vorsaison kam schon Sophy Lide ins Team, nun stoßen mit Anne-Sophie Huber und Anna Weingärtner weitere junge Spielerinnen zur Regionalligamannschaft. All diese Talente bekommen aber vom Trainerteam die ihnen zustehende Zeit zur Entwicklung. Der Herrenberger Coach kann ohnehin auf ein starkes Gerüst bauen, das schon in der vorletzten Saison ihre Regionalligatauglichkeit unter Beweis gestellt hat. Genau das soll auch in der nun beginnenden Runde der Fall sein. Natürlich am liebsten gleich am Samstag gegen die HSG Stuttgart/Metzingen II.

F1: Kuties setzen einen würdigen Schlusspunkt

Mit einem deutlichen Heimsieg begann vor etwa sieben Monaten die Saison, mit einem ähnlich hohen Heimsieg endete sie nun auch für die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg. Das 32:21 (15:9) gegen die SG Dornstetten reihte sich dabei nahtlos in die Heimauftritte der Kuties ein. Diese beendeten die Runde mit nur einer einzigen Heimniederlage. Alle anderen Spiele wurden meist deutlich gewonnen.

Den ersten Höhepunkt gab es schon vor dem Anpfiff. Der FC Bloskapell marschierte unter dem Beifall der 400 Zuschauer, die sich trotz des sommerlichen Wetters dieses Spiel nicht entgehen lassen wollten, durch die Markweghalle auf ihre angestammten Tribünenplätze. Dass die musikalische Unterstützung sowohl am Samstag als auch am Sonntag die SG-Teams supportete, war dabei alles andere als Selbstverständlich. Mit einer gewissen Selbstverständlich schien aber zunächst einmal der Start der Partie zu verlaufen. 6:2 hieß es nach einer knappen Viertelstunde. Danach jedoch herrschte für eine Weile Tristesse im Angriffsspiel. Viele vergebene Tormöglichkeiten hielten die SG Dornstetten bis zum Herrenberger 9:7 noch durchaus im Rennen. Dass es in dieser Phase noch zur eigenen Führung reichte, war der guten Abwehrarbeit inclusive einer überzeugenden Alexandra Harm im Tor dahinter zu verdanken.

Für die letzten zehn Minuten vor der Pause zündeten die Gastgeberinnen dann aber den Turbo. Mit einem 6:2-Lauf gelang bis zum Pausenpfiff zunächst ein beruhigendes 15:9. Der Sturmlauf der H2Ku-Frauen ging auch nach dem Seitenwechsel weiter. Diesmal brauchte es nur fünf Minuten im Eiltempo, um wieder mit einem 6:2 in dieser Phase eine frühe Vorentscheidung des Spiels zu erzwingen. Das 21:11 nach nur 35 Minuten ließ schon hier keinen Zweifel mehr am Ausgang der Partie. Noch einmal konnten sich die Gäste in Sichtweite der Herrenbergerinnen bewegen, als zum Beginn der Schlussviertelstunde der Vorsprung auf 24:18 schrumpfte. Wie auf Kommando zogen die H2Ku-Frauen aber einmal mehr scheinbar mühelos davon. 31:19 lautete das Ergebnis fünf Minuten vor dem Ende.

Ganz ohne Highlight sollte das sportliche Ende der Saison aber natürlich nicht über die Bühne gehen. Nach Absprache der beiden Trainer sollte eine letzte Auszeit Katrin Schröder die große Bühne bereiten. Doch die Spielerin selbst schien diese Pläne durchkreuzen zu wollen, als sie drei Minuten vor dem Ende mit einer Zeitstrafe bedacht wurde. Eine Minute vor dem Abpfiff klappte es dann aber dennoch. In der einminütigen Unterbrechung gab es von Seiten der Mannschaften und der Zuschauer stehende Ovationen für die verdiente Kreisläuferin. Das 32:21 war dann auch aufgrund der Herrenberger Feierlaune fast schon wieder Nebensache.

Nach Spielende gab es neben der offiziellen Verabschiedung für Katrin Schröder als eigentlichen Höhepunkt die Wimpelübergabe für den Staffelsieg durch den Vizepräsidenten des Baden-Württembergischen Handball-Verbands, Eberhard Gloger. Und auch Herrenbergs Oberbürgermeister Nico Reith ließ es sich nicht nehmen, seine persönlichen Glückwünsche zu überbringen. Nach einer mehrwöchigen Pause dürfen die Kuties dann im Juni die erste Vorbereitungsphase für die Regionalliga-Saison in Angriff nehmen.

SG H2Ku Herrenberg: Harm, Göhlich, Istrati; Schoeneberg (8/1), Schäberle (2), Kappus (2), Stäudle (2), Kußmaul (4), Schmidt (5/1), Seidel, Schweizer (2), Venth, Brasnd (2), Schröder (3), Lide (2)

F1: Die Freude über den Aufstieg soll auch im Spiel sichtbar werden

Sportlich geht es für die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg um nicht mehr allzu viel, wenn es am Sonntag ab 16 Uhr in der Markweghalle gegen die SG Dornstetten geht. Den Schongang wollen die Gastgeberinnen aber dennoch nicht einlegen. Schließlich soll mit einem vollen Erfolg der Grundstein zur guten Stimmung für die anschließende Meisterfeier in der Mensa der Markweghalle gelegt werden.

Das ist aber natürlich nicht der einzige Grund, warum die Kuties im letzten Spiel der Saison voll auf Sieg spielen werden. Auch wenn es schon eine Weile zurückliegt, haben Trainer und Mannschaft noch immer nicht vergessen, dass es bei der SG Dornstetten die erste Saisonniederlage bereits im zweiten Spiel setzte. Das 23:31 war einerseits einer katastrophalen Schlussviertelstunde und auch dem Harzverbot in der schicken Sporthalle von Dornstetten geschuldet. Diese Scharte soll nun am letzten Spieltag ausgewetzt werden.

Zudem will sich die frisch gebackene Meistermannschaft nicht nachsagen lassen, nach dem erreichten Regionalligaaufstieg  die Zügel hat schleifen lassen. Und zu guter Letzt soll ja der „FC Bloskapell“, der sich für das Spiel der Kuties angesagt hat, als Motivation und nicht als Aufmunterung fungieren. Es gibt also genug Gründe, warum die zwei Punkte in der Halle bleiben müssen. Der wichtigste Grund ist aber, weil die Mannschaft ohnehin in jedem Spiel den Sieg unbedingt möchte. So war es über die ganze Saison und so dürfte es auch zum Rundenausklang bleiben.

Nach dem Spiel wird es dann auch noch einmal wehmütig. Unsere Kreisläuferin, unsere Abwehrspezialistin, unsere erste Station bei Tempogegenstößen, unsere routinierteste Spielerin, die es je in den Reihen der Kuties gab, wird gegen Dornstetten ihre Abschiedsvorstellung geben. Katrin Schröder hängt nach dem Spiel ihre Handballschuhe endgültig(?) an den Nagel hängen. Allein dafür lohnt es sich, am Sonntag in eine hoffentlich volle Halle zu kommen.

Wichtig: Alle Dauerkartenbesitzer erhalten am Wochenende gegen Vorlage ihrer Dauerkarte insgesamt zwei Freigetränke.

F1: Am Ende hakte es im Angriff

Für die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg gab es am vorletzten Spieltag der Saison nach längerer Zeit mal wieder eine Niederlage zu verkraften. Das 30:32 (18:16) bei der SG Weinstadt hatte allerdings für die Kuties keinen Einfluss auf die Tabellenführung. Die Meisterschaft und der damit verbundene Aufstieg in die Regionalliga war zuvor schon gesichert gewesen.

Immerhin haben sich in diesem absoluten Spitzenspiel Zweiter gegen Erster die Gastgeberinnen die Führung in der Rückrundentabelle mit bisher nur drei Minuspunkten erobert. Kein Beinbruch zwar für die Herrenbergerinnen, gewonnen hätten sie das Gipfeltreffen aber dennoch gerne. Ihnen gegenüber stand allerdings auch ein Team, das bis in die Haarspitzen motiviert war. Durch eine mögliche Konstellation mit einer Dreiergruppe in der Endabrechnung um den Relegationsplatz für die Regionalliga brauchten die Gastgeberinnen zur Sicherheit noch einen Punkt, de am besten natürlich gleich gegen den Meister eingefahren werden sollte.

Zu sehen bekamen die etwa 200 Zuschauer in der Beutalsbacher Sporthalle zunächst aber erst einmal Magerkost von ihrer eigenen Mannschaft. Zu dominant ar das Auftreten der Kuties, die ab der ersten Minute mit voller Konzentration zu Werke gingen. Nach zwölf Minuten war ein deutliches 11:5 herausgespielt, nach dem Ende der Startviertelstunde betrug der Vorsprung beim 12:7 noch immer fünf Treffer. Warum die Gastgeberinnen aber auf Rang zwei im Klassement geführt werden, zeigte sich danach. Die folgenden drei Herrenberger Fehler nutzten sie postwendend zu ebenso vielen eigenen Toren. Beim 10:12 war damit wieder alles offen. Noch aber stemmte sich die Kuties erfolgreich gegen die SG Weinstadt. Allerdings war zur Halbzeit der Vorsprung mit dem 18:16 noch immer nur knapp.

Nach der Pause sollte sich das Bild dann aber grundlegend wandeln. Noch ein Mal konnte Sofia Brand auf 19:16 stellen, danach drückten die Weinstädterinnen dem Spiel langsam ihren Stempel auf. Einerseits agierte die Deckung der Kuties nicht mehr so aufmerksam, zum anderen – und das war viel entscheidender – fand die Herrenberger Offensive nun kaum noch eine Lücke im immer stärker werdenden Abwehrverbund der SG Weinstadt. Wenn noch etwas ging, dann meist über die Rechtsaußen Sandra Kußmaul, die einmal mehr bis kurz vor dem Ende eine überragende Leistung bot. Aber auch ihre Tore konnten es nicht verhindern, dass die Gastgeberinnen beim 25:24 zum ersten Mal in Führung gingen.

Eine Vorentscheidung in der inzwischen zur Hitzeschlacht mutierten Partie war dies aber keineswegs. Wenige Minuten vor dem Ende hielt Gabriela Istrati zunächst einen Strafwurf, dann warf Sandra Kußmaul ihre Farben wieder mit 30:29 in Front. Dass gerade sie danach noch zweimal von der Rechtsaußenposition scheiterte, entbehrte dabei nicht einer gewissen Tragik. „Kein Vorwurf. Wir sind ja erst durch Sandra in diese Position gekommen, dass wir noch um den Sieg spielen konnte“, nahm Trainer Heiko Fleisch auch sofort jegliche Kritik den Wind aus den Segeln. Am Ende spielten die Gastgeberinnen ihre ganze Qualität aus und verbuchten so den für sie eminent wichtigen Heimsieg. „Wir müssen die Niederlage zwar aufarbeiten, werden sie aber nicht zu hoch aufhängen. Immerhin haben wir hier beim Tabellenzweiten verloren“, rückte Heiko Fleisch die Relationen gleich wieder gerade.

Am Sonntag empfangen die Kuties dann um 16 Uhr zum letzten Saisonspiel die SG Dornstetten in der Markweghalle.

SG H2Ku: Harm, Göhlich, Istrati (alle im Tor); Schoeneberg (9/5), Schäberle, Kappus (1), Stäudle (1), Kußmaul (10), Schmidt (2), Schweizer, Venth (2), Brand (5), Schröder

F1: Die Saison ist noch nicht zu Ende

Für die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg geht es am Samstag und eine Woche später sonntags auf die unmittelbare Zielgerade der diesjährigen Saison. Das große Ziel mit der Rückkehr in die Regionalliga ist seit zwei Wochen geschafft, nun wartet am Samstag um 18 Uhr mit der SG Weinstadt der Zweitplatzierte der Tabelle.

Tabellarisch relevant ist die Partie zwar nicht mehr, dennoch birgt die Begegnung in der Sporthalle von Weinstadt-Beutelsbach noch Einiges an Brisanz. Klar ist schon vor dem Anpfiff, dass die SG H2Ku nicht mehr von der Spitzenposition verdrängt werden kann. Ebenso ist der zweite Rang der Gastgeberinnen im Klassement zementiert. Möglich macht dies zwei Spieltage vor Rundenende der bessere direkte Vergleich von Weinstadt sowohl gegen Bargau/Bettringen als auch gegen Böblingen/Sindelfingen. Da sich zudem mit dem TSV Denkendorf der wohl hartnäckigste Konkurrent um Platz zwei durch zuletzt drei sieglose Spiele selbst aus dem Aufstiegsrennen genommen hat, ist der Weg für Weinstadt frei.

Somit können die Gastgeberinnen ihr letztes reguläres Heimspiel gegen die Herrenbergerinnen zugleich als Härtetest vor den Relegations-Spielen um den Aufstieg angehen. Und dann gäbe es noch einen Motivationsgrund. Kommt die Erfolgsserie der H2Ku-Frauen in der Rückrunde mit nur zwei Minuspunkten schon eindrucksvoll daher, steht die Bilanz der SG Weinstadt der von der SG H2Ku kaum etwas nach. Nur einen Remis mehr steht auf der Negativseite. Das heißt: Sollte Weinstadt gegen den Gäu-Club gewinnen, wäre die Mannschaft sogar Rückrundenmeister.

Auch wenn dieser inoffizielle Titel bei den Gästen nicht die oberste Priorität genießen dürfte, wird die Fahrt im mit Mannschaft und Fans vollbesetzten Bus in den Rems-Murr-Kreis dennoch kein Wochenendausflug werden. „Wir wollen auch dieses Spiel gewinnen“, stellt Heiko Fleisch auch unmissverständlich klar. Nach den Meisterfeierlichkeiten hatte der Herrenberger Coach seiner Mannschaft zwei freie Tage verordnet, danach ging es ab der vorletzten Woche bis zum Samstag mit insgesamt vier Trainingseinheiten in die Vorbereitung auf die letzten beiden Partien.

Personell wird Trainer Fleisch wieder einen gut aufgestellten Kader zur Verfügung haben. Nicht dabei sein kann neben der langzeitverletzten Juliane Seidel nach Lage der Dinge nur Sophy Lide. Das Nachwuchstalent auf Rechtsaußen wird in den Qualifikationsspielen der A-Jugend gebraucht und wird demnach die letzten beiden Partien des frischgebackenen Aufsteigers nicht mehr bestreiten.

F1: Gelingt am Samstag der große Wurf?

Für die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg steht am Samstag das wohl bisher wichtigste Spiel der bisherigen Runde auf dem Programm. Wenn die Kuties um 17:45 Uhr in fremder Halle beim TSV Heiningen antreten, könnten sie etwa neunzig Minuten später die Rückkehr in die Regionalliga geschafft haben. Grundvoraussetzung ist dafür allerdings ein Sieg bei den zuletzt sehr starken Gastgeberinnen.

Heiko Fleisch ist genau wie sein ganzes Trainerteam und natürlich auch die Mannschaft selbst voller Vorfreude auf die drittletzte Partie der Saison. „Natürlich ist das Spiel in Heiningen etwas ganz Besonderes“, gibt der Herrenberger Coach auch ohne Umschweife zu. „Das ist genau das, was wir wollten. Nun wollen wir das Ding auch klarmachen“, strahlt der Coach im Vorfeld eine große kämpferische Einstellung aus. Das gleiche erwartet er auch von seiner Mannschaft. Dabei ist er sich auch sicher: „Die Mannschaft ist sehr fokussiert und wird die Aufgabe mit der nötigen Konsequenz angehen“. Nötig ist eine Topleistung in der Voralbhalle auf jeden Fall, wobei in dieser Frage die Tabelle ein eher widersprüchliches Bild abgibt.

Fakt ist, dass der TSV Heiningen mit dem 7. Tabellenplatz faktisch den Klassenerhalt geschafft hat. Vor etwa zwei Monaten sah das allerdings noch ganz anders aus. Mit zuletzt nur einer Niederlage in den vergangenen sieben Partien hat sich die Mannschaft wieder aus den unteren Tabellenregionen freigeschwommen und könnte in den letzten Partien so etwas wie das Zünglein an der Waage im Kampf um die Spitzenplätze werden. Denn das Team von Trainer Sven Fischer spielt nach dem Spiel gegen Herrenberg noch gegen die HSG Böblingen/Sindelfingen und den TSV Denkendorf. Zu den Leistungsträgerinnen gehören unter anderem Katharina Schloot, Theresa Kurz oder auch Maja Seeger. Eine besondere Stellung nimmt dabei auch Johanna Biegert ein, die nach mehreren Jahren Frisch Auf Göppingen und einer mehrmonatigen Handballpause im Spätherbst zum TSV Heiningen wechselte und dort wie erwartet zur Leistungsträgerin avancierte.

Trotz dieses Leistungshochs der Heiningerinnen gehen die H2Ku-Frauen als Favorit ins Rennen. Denn der guten Statistik von Heiningen haben die Herrenbergerinnen noch beeindruckenderes entgegenzusetzen. Nur eine einzige Niederlage seit Mitte Oktober des letzten Jahres, Ende Januar im Heimspiel gegen Bargau/Bettringen, gab es zu verschmerzen. Die SG H2Ku stellt mit Abstand die beste Offensive. Und auch die Abwehr überzeugte bei den letzten Siegen mit nur durchschnittlich etwas mehr als 20 Gegentoren. Vieles spricht also für Herrenberg, allerdings dürfte gerade bei diesem Spiel auch die Psyche eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen. Doch auch da gibt sich Heiko Fleisch zuversichtlich. „Wir hatten diesen Druck auch zuletzt in Böblingen und gegen Denkendorf und haben das prima gelöst“, so der Trainer. Und weiter: „Wir haben immer in Etappen gedacht. Damit sind wir bis jetzt immer gut gefahren. Und die nächste Etappe heißt nun Heiningen“. Damit will Heiko Fleisch natürlich auch den Druck von seiner Mannschaft nehmen.

Die Zuversicht von Trainerteam und Mannschaft gründet sich derweil auch darauf, dass am Samstag bis auf die langzeitverletzte Juliane Seidel alle Spielerinnen an Bord sind. „Die Mannschaft hat sich diesen ersten Matchball absolut verdient. Es ist umso schöner, dass bis auf Juliane alle dabei mithelfen können“, freut sich der Herrenberger Coach für seine Mädels. Er und die ganze Mannschaft hoffen natürlich auch, dass eine möglichst große Anzahl von Fans den Weg ins etwa 80 Kilometer entfernte Heiningen auf sich nehmen und so für eine tolle Atmosphäre sorgen können.

F1: Der Countdown läuft!

Der Countdown läuft!

Am Samstag liegt ab 17:45 Uhr der 1. Matchball zum Aufstieg bereit. In der  Heininger Voralbhalle müssen wir unbedingt für Heimspielatmosphäre sorgen, damit sich unsere Kuties wie in der Markweghalle fühlen.

Deshalb: Kommt nach Heiningen! Bildet Fahrgemeinschaften! Mobilisiert Freunde und Familie! Zieht Euch Eure SG-Kleidung an und bekennt Euch zur Mannschaft!

Für Euch gibt es noch als sportliche Information auf den Weg:

Wann und wie würden unsere Kuties aufsteigen?

  1. Beim einem Sieg, egal in welcher Höhe, spielt unsere Mannschaft in der kommenden Saison in der Regionalliga – Hurra!
  2. Bei einem Remis käme es auf das Spiel vom Tabellenzweiten SG Weinstadt gegen den VfL Pfullingen an, das 15 Minuten später beginnt. Sollte Weinstadt die Partie gewinnen, steigen die Kuties an diesem Samstag noch nicht auf. Dann könnten sie das allerdings beim direkten Duell in Weinstadt nachholen – Hurra!
  3. Bei einer Niederlage würde unser Team nur aufsteigen, wenn die SG Weinstadt ihr Heimspiel gegen Pfullingen verliert. Bei jedem anderen Ergebnis kann die Entscheidung dann auch wieder in Weinstadt fallen. Oder spätestens dann im Heimspiel gegen die SG Dornstetten.

F1: Kuties erspielen sich drei Matchbälle zum Aufstieg

Der Aufstieg für die Herrenberger Oberligafrauen rückt immer näher. Mit dem 28:26 (12:11) gegen den TSV Denkendorf haben sich die Kuties eine ausgezeichnete Ausgangslage für die letzten drei Spiele geschaffen. In denen reicht der Mannschaft ein einziger Sieg für die Rückkehr in die Regionalliga.

Bis sich diese Konstellation ergab, lag aber noch ein hartes Stück Arbeit vor den Gastgeberinnen. Und allein der Start in dieses Spiel zeigte, wie schwer die Aufgabe gegen den Tabellendritten der Liga werden würde. Nach drei technischen Fehler und zwei vergebenen Chancen führte Denkendorf mit 4:1. „Wir hatten bis dahin dennoch eine gute Abwehr gestellt. Deshalb machte mich dieser Start auch nicht nervös“, gab sich Heiko Fleisch trotz des Rückstands entspannt. Wie Recht er damit hatte, zeigte sich keine zwei Minuten später. Denn in dieser kurzen Zeitspanne hatten die Kuties den Rückstand in ein 5:4 gedreht. Durch das hohe Tempo und das damit verbundene Risiko hakte es bei beiden Mannschaften im Angriff des öfteren, die Abwehrreihen gaben sich hingegen kaum eine Blöße. Mit einem 12:11 ging es schließlich in die Kabinen.

Der zweite Durchgang brauchte zwar etwas Anlaufzeit, danach jedoch nahm das Spiel auch offensiv Fahrt auf. Während auf Denkendorfer Seite Jule Riehs das Zepter schwang, schlüpfte auf Herrenberger Seite Emma Schweizer in diese Rolle. Mit Tordrang und intelligenten Anspielen schwang sich die Spielmacherin zu ihrer besten Saisonleistung auf. Da passte es auch ins Bild, dass sie gleich selbst mit ihrem 26:22 vier Minuten vor dem Ende den Deckel auf das Spiel machte. Dass die H2Ku-Frauen mit ständigen Wechseln das Tempo über die komplette Spielzeit hochhalten konnten, entging natürlich auch Gästecoach Hönig nicht, der nach Spielende nur feststellen konnte: „Herrenberg ist so unglaublich breit besetzt. Das merkt man gar nicht, wenn die das ganze Spiel durchwechseln“.

Mit dem 28:26 haben die Herrenbergerinnen nun drei Spieltage vor dem Ende fünf Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten Weinstadt. Nach dem Willen von Mannschaft und Trainer soll der Aufstieg am besten gleich im ersten Anlauf beim TSV Heiningen am 11.April gelingen.

F1: Der Fokus liegt nur auf diesem Spiel

Für die Frauen der SG H2ku Herrenberg steht am Sonntag um 17 Uhr erneut ein Spitzenspiel ins Haus. Nach dem beeindruckenden Sieg bei der HSG Böblingen/Sindelfingen können die Kuties diesmal auf ihren Heimvorteil bauen. Der Gegner TSV Denkendorf dürfte allerdings sportlich noch ein Stück höher einzustufen sein. Das lässt sich allein schon am Tabellenbild ablesen, reisen doch die Gäste als Tabellendritte in die Markweghalle an.

Das große Rechnen kann beginnen. Es ist ein Rechnen, ob und wann der Tabellenführer aus Herrenberg die Rückkehr in die Regionalliga perfekt machen kann. Dass diese mathematische Möglichkeit schon an diesem Sonntag eintreten könnte, haben sich die H2Ku-Frauen vor allem durch eine enorme Konstanz verdient. Seit dem Herbst des vergangenen Jahres hat das Team von Trainer Heiko Fleisch nach leichten Anlaufschwierigkeiten nur noch eine Partie verloren – zuhause gegen Bargau/Bettringen.

Sollte am Samstag nun die HSG Böblingen/Sindelfingen in Bargau gewinnen und einen Tag später die SG Weinstadt in Köngen unterliegen, könnten die Herrenbergerinnen mit einem Heimsieg die Meisterschaft schon perfekt machen. Das Gute an dieser Konstellation: Diese relevanten Spiele sind beim Anpfiff in der Markweghalle schon beendet. Der vielleicht schlechte Nebeneffekt: Sollten die Ergebnisse nicht wie gewünscht laufen, könnte es eventuell schon vor dem Anpfiff zu einem Spannungsabfall kommen. An diese Möglichkeit glaubt Heiko Fleisch eigentlich nicht, er baut aber dennoch vor: „Wir werden dieses Thema sicher ansprechen“.

Viel lieber schaut er aber ohnehin auf sein eigenes Team. Und da ist für ihn klar, dass es gegen Denkendorf eine harte Nuss zu knacken gilt. „Die Mannschaft spielt einen unheimlich schnellen Ball, das hat uns schon im Hinspiel alles abverlangt“, so der Coach. Dennoch weiß er aber auch um die Stärke seiner eigenen Mannschaft. Und was noch wichtiger ist: Der Kader ist fast komplett einsatzbereit. Das „fast“ beinhalt allerdings eine schmerzliche Nachricht. Bei Linksaußen Juliane Seidel hat sich die Knieverletzung inzwischen als Kreuzbandriss herausgestellt. „Sportlich und menschlich ist das für uns alle natürlich ein Riesenschock. Mir tut das unendlich leid für Juliane“, zeigt sich Heiko Fleisch betroffen.

Vielleicht werden die Kuties aber genau deswegen am Sonntag noch eine Schippe drauflegen, um gegen Denkendorf zumindest eine Vorentscheidung im Aufstiegsrennen herzustellen. Daneben hofft das Team natürlich auf eine volle Markweghalle. Verdient haben sie sich einen großen Zuspruch auf jeden Fall.