F1: Die Konzentration bis zum Ende hochgehalten

Es war sportlich gesehen für die Frauen der SG H2Ku Herrenberg sicherlich die einfachste Partie des Jahres. Gerade deshalb aber lag auch eine gewisse Unsicherheit in der Luft, wie die Aufgabe gegen das Tabellenschlusslicht HB Kinzigtal gelöst werden würde. Am Ende der Partie konnte nicht nur Kuties-Trainer Heiko Fleisch freuen, dass die Mannschaft seriös und mit voller Konzentration über fast die gesamte Spielzeit aufgetreten sind.

Noch vor der Partie hatte Heiko Fleisch zur Besonnenheit ermahnt, sollte in der Startphase noch kein klarer Vorsprung winken. Genauso kam es dann auch. Bis zum 6:4 konnten die Gäste darauf hoffen, mit einem achtbaren Ergebnis aus dem Spiel zu gehen. Ein kurzer, aber dafür umso intensiverer Zwischenspurt reichte aber aus, um nach knapp zwanzig Minuten eine frühe Entscheidung mit dem 12:4 herzustellen. Noch vor der Pause schaffte es Stefanie Schoeneber, mit dem vierten ihrer insgesamt sieben Treffer, einen erstmaligen Vorsprung von zehn Treffern herzustellen. Bis zur Pause wurde es auch nicht viel besser für den HB Kinzigtal. Beim 20:8 wurden schließlich die Seiten gewechselt.

Nach der Pause war klar, dass es für die Gäste nur eine Schadensbegrenzung in Betracht kommen würde. Als erste Maßnahme dafür musste sich die nicht zu haltende Sofia Brand einer kurzen Deckung erwehren. Auch wenn in Bezug auf die quirlige Rückraumspielerin erfolgreich war, änderte sich dennoch nichts am Gesamtbild. Denn nun nutzten eben andere Spielerinnen wie Nadine Schäberle, Sina Venth oder Shana Stäudle ihre Freiräume. Durch die überzeugende Mannschaftsleistung stand Trainer Heiko Fleisch allerdings vor einem anderen Problem positiver Art. „Ich wusste gar nicht, wen ich eigentlich auswechseln sollte, damit eine andere Spielzeit bekommen kann“, musste er ein wenig schmunzeln.

Juliane Seidel warf dann erstmals mit dem 37:17 einen Vorsprung von zwanzig Treffern heraus. Genug hatten die Gastgeberinnen damit aber lange noch nicht. Sina Venth durchbrach zunächst die magische Grenze von vierzig Treffern, es folgten noch fünf weitere Torerfolge bis zum Endstand von 45:20. Mit dem Doppelpunktgewinn verteidigten die Kuties natürlich auch souverän ihre Tabellenführung. Am Samstag wird die SG H2Ku dann erneut als klarer Favorit antreten, wenn es ab 18Uhr auswärts gegen den TSV Köngen geht.

SG H2Ku: Harm, Göhlich, Istrati alle im Tor); Schoeneberg (7/1), Schäberle (6), Kappus (2/1), Stäudle (5), Schmidt (1), Seidel (3), Schweizer (3), Venth (6), Brand (8), Schröder (1), Lide (3)

F1: Kein Grund für halbe Kraft

Auf dem Papier stehen die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg am Samstag ab 20 Uhr in der heimischen Markweghalle vor der wohl leichtesten Aufgabe der laufenden Saison. Doch der Auftritt vor den eigenen Fans gegen das Tabellenschlusslicht HB Kinzigtal ist für Heiko Fleisch alles andere als eine Pflichtveranstaltung.

Der Herrenberger Trainer warnte schon Tage zuvor, die Gegnerinnen zu unterschätzen. „Auch dieses Spiel muss erst einmal gespielt werden“, ist sein Devise vor dem Spiel. Auf den ersten Blick klingt das zwar wie eine Plattitüde, die Aussage hat aber dennoch durchaus seine Berechtigung. Einerseits hat das Unterschätzen eines Kontrahenten schon oft zu einem bösen Erwachen geführt. Auf der anderen Seite hat der HB Kinzigtal trotz des bisher einzigen Saisonsieges gegen den TSV Heiningen nachgewiesen, für jede Mannschaft zum Problem zu werden. Vor allem die Spitzenteams der HSG Böblingen/Sindelfingen und des TSV Denkendorf bekamen dies zu spüren. Gegen beide Mannschaften führte der Tabellenletzte bis hinein in die Schlussviertelstunde, ehe sich die hohen Favoritinnen am Ende noch hauchdünn mit jeweils einem Treffer Vorsprung durchsetzen konnten.

Aber es gibt auch noch einen anderen Grund, warum Heiko Fleisch gerne eine überzeugende Leistung sehen möchte. „Wir wollen wieder in den Flow kommen, der uns bis zur Niederalge gegen Bargau/Bettringen getragen hat“, so der Coach. Dafür ist ein Spiel mit halber Kraft aber kaum geeignet. Unter dem Strich ist aber die Favoritenrolle im Vorfeld klar auf Seiten der H2Ku-Frauen. Alles andere als ein Heimsieg der Herrenbergerinnen wäre eine Riesenüberraschung und eine große Enttäuschung für die Gastgeberinnen. Das weiß natürlich auch Trainer Fleisch, der die Bürde des Favoriten aber auch gerne annimmt.

Personell hat sich in der Trainingswoche nur Sandra Kußmaul krankheitsbedingt abmelden müssen, so dass die Tabellenführerinnen aus Herrenberg mit einem fast vollen Kader in der Markweghalle antreten können.

F1: Diese Leistung ließ keine Wünsche offen

Mit einer eindrucksvollen Leistung haben sich die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg nach ihrer Niederlage in der Vorwoche gegen Bargau/Bettringen zurückgemeldet. Beim 34:16 (16:7) gegen den TV Gerhausen ließen die Kuties den abstiegsbedrohten Gastgeberinnen nicht den Hauch einer Chance.

Heiko Fleisch konnte sich schon während der Partie genüßlich zurücklehnen. Am besten beschreibt es wohl die Leistung der Gäste, dass der Herrenberger Coach im zweiten Durchgang erst gar nicht in die Versuchung einer Auszeit gebracht wurde. Denn der Grundstein zum Kantersieg wurde in der Blausteiner Lix-Sporthalle bereits im ersten Durchgang gelegt. Die Richtung der Partie war dabei schnell vorgegeben. 4:0 stand es nach sechs Minuten, beim 9:2 nach einer Viertelstunde war eigentlich schon alles klar. „Die Mannschaft hat heute alle Vorgaben umgesetzt“, freute sich Heiko Fleisch. Den Angriffsfluss der Gastgeberinnen durch Zustellen der Passwege zu stören war die Vorgabe, die seine Spielerinnen über die komplette Spielzeit umsetzen konnten. Aus einer sicheren Abwehr, die Gerhausen immer wieder ins Zeitspiel drängte, gelangen auch immer wieder schnelle Treffer über die zweite Welle. Als Juliane Seidel praktisch mit dem Pausenpfiff auf 16:7 stellte, glaubten auch die größten Optimisten im Lager des TV Gerhausen nicht mehr an eine Wende im Spiel.

Zumindest auf Schadensbegrenzung waren die Gastgeberinnen im zweiten Durchgang aus. Zunächst klappte dies auch ganz ordentlich – für etwa sechs Minuten und dem 11:19. Danach gab es für die Kuties kein Halten mehr. Linksaußen Juliane Seide war es vorbehalten, beim 21:11 für den erstmaligen Vorsprung von zehn Toren zu sorgen. Genug hatten die H2Ku-Frauen aber noch lange nicht. Eine Viertelstunde lang ließen die nun wie entfesselt aufspielenden Gäste keinen Gegentreffer mehr zu. Als schließlich Gerhausen den Treffer Nummer dreizehn fünf Minuten vor dem Ende erzielen konnte, waren auf Herrenberger Seite schon derer 31 notiert.

Durch den klaren Erfolg und den überraschenden Niederlagen von Böblingen/Sindelfingen und Bargau/Bettringen hat sich der Vorsprung nach Minuspunkten auf 2 leicht erhöht. Plötzlich sind der TSV Denkendorf und die SG Weinstadt die ärgsten Verfolgerinnen. „Krass, wie es in der Liga zugeht. Das wird ganz bestimmt bis zum Ende eng bleiben“, ahnt Heiko Fleisch heute schon.

Zum nächsten Punktspiel empfangen die Kuties dann am 21. Februar das Tabellenschlusslicht HB Kinzigtal in der Markweghalle.

F1: Kuties reisen als Favoritinnen nach Blaustein

Für die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg steht am Sonntag eine der weitesten Fahrten dieser Runde an. In der Blausteiner Lixsporthalle treffen die Kuties dabei ab 16 Uhr auf den TV Gerhausen. Über die Favoritenrolle muss im Vorfeld der Partie gar nicht erst lange debattiert werden.

Die Gastgeberinnen haben mit dem HB Kinzigtal nur ein Team in der Tabelle hinter sich, sind also Vorletzte der Tabelle. Die H2Ku-Frauen hingegen sind Tabellenführerinnen und wollen diesen Platz selbstredend auch nach der Partie innehaben. Und genau dieser Umstand wurde schon am vergangenen Samstag nach der Heimniederlage gegen Bargau/Bettringen von Heiko Fleisch  in den Ring geworfen. „Wir haben nur ein Handballspiel verloren, mehr nicht“, stellte der Herrenberger Trainer klar. Deshalb gab es auch in der Trainingswoche keine besonderen Aktionen. „Natürlich haben wir das Spiel ausgewertet und die Fehler besprochen. Dann sollte es aber auch gut sein“, möchte der Coach das Negativerlebnis gar nicht erst zu lange in den Köpfen der Spielerinnen belassen.

Trotz dieser ersten Niederlage nach zuvor neun siegreichen Partien gehen die Herrenberger Frauen aber natürlich als hohe Favoritinnen ins Rennen. „Dier Rolle sind wir uns bewusst und wollen sie auch offensiv angehen“, redet Heiko Fleisch auch gar nicht um den heißen Brei herum. Apropos offensiv: Genau hier liegt auch das Kernproblem des TV Gerhausen. Auch wenn das Team mit Matea Mazurin eine herausragende Torschützin besitz, sieht es dahinter weit weniger rosig aus. Zum Vergleich: Die Kuties haben im Schnitt pro Partie zehn Tore mehr erzielt als Gerhausen. Defensiv liegen beide Teams dann allerdings wieder auf einer fast identischen Ebene.

Nach Lage der Dinge wird Trainer Fleisch am Sonntag einen prall gefüllten Kader zur Verfügung haben. Somit wird auch Stefanie Schoeneberg nach ihrem Fehlen aus der Vorwoche wieder spielen.

F1: Das Ende einer eindrucksvollen Serie

Für die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg endete am Samstag mit dem 29:30 (11:16) in eigener Halle gegen die HSG Bargau/Bettringen eine eindrucksvolle Serie. Nach neun Siegen in Folge unterlagen die Kuties erstmals wieder. Das Hinspiel im Oktober gegen die gleichen Gegnerinnen sorgte seinerzeit für die letzte Niederlage.

Schon im Vorfeld waren sich die Gastgeberinnen über die Schwere der Aufgabe bewusst, zumal mit Stefanie Schoeneberg eine wichtige Spielerin fehlte. Umso weniger ist es erklärbar, wie schwer sich die H2Ku-Frauen vor allem im ersten Durchgang taten. Schnell enteilten die Gäste auf 4:1. Der Angriff der Kuties hatten immer wieder Probleme mit der offensiven 5:1- Abwehr von Bargau/Bettringen. Einerseits kam so nie ein richtiger Spielfluss zustande, andererseits vergaben die Herrenbergerinnen ihre Möglichkeiten, wenn sie sich denn einmal ergaben. Auch die vielen Wechsel, die Heiko Fleisch vornahm, änderten nichts am Spielverlauf. Mit dem 11:16 zur Pause war die Leistung beider Teams deutlich abgebildet.

Auch nach der Pause änderte sich zunächst nichts am Verlauf der Partie oder am Ergebnis. Erst eine umstrittene gelbe Karte für Trainer Fleisch samt Ballbesitzwechsel brachte endlich zwanzig Minuten vor dem Ende die Emotionalität ins Team, die es für eine Wende im Spiel gebraucht hat. Beim 21:23 eine Viertelstunde vor dem Ende schien wieder alles möglich. Die sicheren Abschlüsse von Rechtsaußen durch Shana Stäudle, die Durchbrüche von Sofia Brand und Nadine Schäberle, die sowohl in Abwehr und Angriff ein Riesenpensum absolvierte, machten die Aufholjagd erst möglich. Doch bei genau diesem 21:23 vergaben die Kuties zwei Möglichkeiten zum möglichen Ausgleich.

Das gleiche passierte noch einmal beim 26:27 vier Minuten vor dem Ende. Jedesmal wurde dieses Auslassen der Möglichkeiten mit Gegentreffern bestraft. „Wenn wir hier zum Ausgleich kommen, hätte die Partie vielleicht kippen können“, war sich Trainer Fleisch nach Spielende sicher. Für die Entscheidung sorgten die Gäste letztlich mit dem 30:28 eine halbe Minute vor dem Ende. Der letzte Treffer durch Sofia Brand war letztlich nur noch Ergebniskosmetik.

Heiko Fleisch wollte allerdings nach Spielfluss nicht den Stab über die Mannschaft brechen. „Natürlich werden wir das Spiel noch einmal in Ruhe analysieren, dann geht der Blick aber wieder schnell nach vorne. Schließlich sind wir immer noch Tabellenführer. Für den Kampf in der zweiten Halbzeit bin ich stolz auf meine Mannschaft“, so der Coach nach Spielende.

SG H2Ku: Harm, Göhlich, Istrati; Schäberle (5/1), Kappus (4/4), Stäudle (7), Kußmaul (1), Schmidt (3), Seidel, Schweizer, Venth, Brand (9), Schröder , Lide

F1: Es geht Schlag auf Schlag

Für die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg geht es im neuen Jahr bereits von null auf hundert. Nach dem fulminanten Sieg in Waiblingen steht nun das nächste Topspiel auf den Plan. Wenn die HSG Bargau/Bettringen am heutigen Samstag um 20 Uhr in der Markweghalle ihre Aufwartung macht, ist dies zugleich die Partie Erster gegen Dritter.

Noch vor zwei Tagen wäre es laut Tabelle sogar das absolute Gipfeltreffen gewesen. Doch die Gäste aus dem Teilort von Schwäbisch Gmünd hatten bis dato ein Spiel mehr absolviert als die HSG Böblingen/Sindelfingen und lagen mit einem Pluspunkt mehr vor den BöSi´s. Diese wiederum schoben sich zwar nun an Bargau vorbei, haben aber dennoch beim 24:24 in Köngen einen wichtigen Punkt liegenlassen. Damit hat die SG H2Ku nun drei Punkte Vorsprung vor den nächsten Kontrahenten.

Damit dies auch nach dem heutigen Spiel so bleibt, ist ein Sieg gegen die HSG Bargau/Bettringen Voraussetzung. Für Heiko Fleisch ist der Blick auf die Tabelle allerdings noch verfrüht. „Wir denken weiter von Spiel zu Spiel“, so der Herrenberger Coach. Und da weiß er, dass mit dem Tabellendritten erneut ein dicker Brocken vor seiner Mannschaft liegt. „Bargau spielt einen sehr schnellen Ball und hat mit Anja Schwenk eine überragende Spielerin in ihren Reihen“. Dass jene Anja Schwenk sogar die Torschützenliste der Oberliga anführt, macht die Sache dabei nicht leichter. „Es wäre aber fatal, wenn wir uns nur auf diese eine Spielerin konzentrieren würden“, warnt Trainer Fleisch allerdings.

Er und seine Mannschaft wissen natürlich ganz genau, wovon die Rede ist. Denn eben Bargau/Bettringen war es, gegen die am 12. Oktober des letzten Jahres verloren wurde. Es war die  letzte Niederlage auf dem Saison-Konto der Kuties, seither zieren neun Siege in Folge die Herrenberger Statistik. Apropos Statistik: Diese sagt auch aus, dass die Gäste in der Liga die momentan beste Defensive stellen. Einen Teil dazu hat sicher auch eine Torhüterin geleistet, die wir an ihrer alten Wirkungsstätte begrüßen dürfen. Laura Waldenmaier war vier Jahre lang im Herrenberger Zweitligakader erfolgreich und kehrt heute mit ihrem Heimatverein Bargau/Bettringen in die Markweghalle zurück.

Ungeachtet dessen wollen die Gastgeberinnen natürlich das Parkett als Siegerinnen verlassen. Personell sieht es dafür recht gut aus – bis auf eine Ausnahme. Mit Stefanie Schoeneberg wird heute eine absolute Leistungsträgerin fehlen. „Das müssen und werden wir kompensieren. Solche Ausfälle gibt es immer mal wieder“, lässt Heiko Fleisch aber dennoch keine Ausreden gelten. Dafür kehrt mit Isabel Göhlich die zuletzt wegen einer Verletzung pausierende Torhüterin in den Kader zurück.

F1: Ein Spiel wie aus einem Guss

Erfolgreicher hätte das Jahr 2026 für die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg kaum beginnen können. Mit einem überragenden 37:21 (19:15) beim VfL Waiblingen II festigten die Kuties nicht nur ihre Tabellenführung, sondern sendeten auch eine klare Kampfansage an die Konkurrenz.

Beide Teams gingen mit den fast identischen Ausgangslagen ins Spiel. Acht Siege in Folge sowie ein voller Kader ließen im Vorfeld ein Duell auf Augenhöhe erwarten. Was sich danach über die sechzig Minuten in der Waiblinger Rundsporthalle abspielte, ließ aber sogar den Herrenberger Coach staunend zurück. „Die Leistung hatte sich im Training unter der Woche zumindest angedeutet, aber ein solches Spiel?“, war Heiko Fleisch mehr als erfreut. Dabei drückten die Gäste von Beginn an dem Spiel ihren Stempel auf. Mit einer kompromisslosen Abwehr, die das Angriffsspiel der Waiblingerinnen kaum zum Zug kommen ließ, begann es. Fortgesetzt wurde es mit einem Rückzugsverhalten, das Heiko Fleisch später als „einfach nur überragend“ einstufte. Damit war den Gastgeberinnen praktisch die stärkste Waffe genommen. So wurden gleich in den ersten zehn Minuten mit einem 8:3 die Weichen für den späteren Erfolg gestellt. Auch wenn der VfL im Verlauf der ersten Halbzeit noch einmal bis auf 10:11 herankam, reichte eine Auszeit von Heiko Fleisch aus, um das Spiel wieder in die gewünschten Bahnen zu lenken. Mit einem 19:15 zu Gunsten der Kuties wurden schließlich die Seiten gewechselt.

Waren die Waiblingerinnen zur Pause noch voller Hoffnung, dem Spiel eine Wende geben zu können, zerstob diese relativ schnell nach Wiederanpfiff. War es neben den eigenen Tempogegenstößen im ersten Durchgang vor allem Stefanie Schoeneberg, die mit Torerfolgen glänzte, übernahm diese Rolle nach der Halbzeit dann Sofia Brand. Mit einem 5:1- Lauf erzwangen die Gäste nach sieben Minuten und dem 24:16 durch Sofia Brand praktisch die Entscheidung. Auch eine Waiblinger Auszeit zu diesem frühen Zeitpunkt änderte daran nichts – ganz im Gegenteil. Die restliche Spielzeit nutzten die Herrenberger Kuties dann noch zu einer regelrechten Gala. Der wieder einmal nimmermüden und torgefährlichen Sandra Kußmaul blieb es schließlich vorbehalten, zwanzig Minuten vor dem Ende mit dem 27:17 den ersten Vorsprung von zehn Treffern zu erzielen.

Doch damit war der Torhunger lange nicht gestillt. Der Tabellenführer aus dem Gäu drückte bis zur letzten Minute aufs Tempo und rührte auch in der Abwehr regelrecht Beton an. Mit ganzen sechs Gegentreffern in der zweiten Halbzeit gegen ein solches Spitzenteam ist allein schon die Qualität der SG H2Ku an diesem Nachmittag beschrieben. Am Ende stand unter der wohl besten Saisonleistung ein 37:21.

Für die Kuties geht es weiter Schlag auf Schlag. Am Samstag steht um 20 Uhr das Heimspiel gegen die HSG Bargau/Bettringen auf dem Programm, die sich am vergangenen Wochenende mit einem Sieg gegen die SG Herbrechtingen-Bolheim auf den zweiten Tabellenplatz schieben konnte.

F1: Ein echter Härtetest zum Auftakt

Für die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg hätte das Jahr 2026 kaum herausfordernder beginnen können. Mit dem Spiel beim VfL Waiblingen II haben die Kuties am Samstag ab 15:30 Uhr in der Rundsporthalle gleich zum Auftakt die Mannschaft der Stunde vor sich.

Beim Blick auf die samstägliche Partie lohnt sich durchaus ein Blick zurück. Es war für die Waiblinger Zweitligareserve Anfang Oktober der zweite Spieltag der noch jungen Saison, als das Spiel gegen die Kuties in der Markweghalle auf dem Programm stand. Völlig chancenlos mussten die Gäste nach einem 30:41 die Heimreise gegen wie entfesselt aufspielende Herrenbergerinnen antreten. Schon damals war Heiko Fleisch erstaunt über den Auftritt der Waiblingerinnen. „Vor allem die Rückraumachse mit Anica Müller, Annika Walz und Lea Johansen hat enorm viel Qualität“, hält der Herrenberger Coach eine Rückschau und gibt gleichzeitig vor, wessen Räume in der Rundsporthalle es einzugrenzen gilt.

Ohnehin hat der VfL Waiblingen II danach längst seine Qualitäten unter Beweis gestellt. Denn nach vier Auftaktniederlagen gab es acht Siege in Folge und damit verbunden den Sprung auf Rang 5. Es gibt in der Oberliga nur eine einzige Mannschaft, die eine solche Erfolgsbilanz vorzuweisen hat – eben die SG H2Ku mit ebenfalls acht Erfolgen in Serie. Somit kann man mit Fug und Recht von einem echten Topspiel sprechen. Ob das Spiel für die Kuties so früh schon zu einem richtigen Zeitpunkt kommt, dürfte eine spannende Frage sein. Denn beim letzten Vorbereitungsspiel gegen den TSV Neckartenzlingen lief beim 38:35 längst nicht alles nach Wunsch.

 

Nach den Wünschen des Trainers sieht es allerdings schon aus, wenn man einen Blick auf den Kader für den Samstag wirft. Fast in Bestbesetzung werden die Kuties die Fahrt in die Rundsporthalle antreten können. Lediglich die Torhüterin Isabel Göhlich wird verletzungsbedingt weiter fehlen. Am Dienstag deutete jedoch Gabriela Istrati bereits mit einer guten Leistung an, diese Lücke adäquat schließen zu können.

F1: Kuties mit achtem Sieg in Folge

Mit einer Energieleistung und dem 36:30 (21:17) sicherten sich die Frauen der SG H2Ku im Heimspiel gegen den TSV Heiningen zwei verdiente Punkte und verteidigten so ihre Tabellenführung. Durch die Spiele der Konkurrenz erweist sich inzwischen die HSG Böblingen/Sindelfingen mit zwei Punkten Rückstand auf die Kuties als ärgster Verfolger.

Vor einigen Tagen noch wäre das Spiel der SG H2Ku Herrenberg in der Oberliga Baden-Württemberg gegen den TSV Heiningen als eindeutige Sache gehandelt worden. Zu souverän waren die Kuties gerade in ihren Heimspielen bisher aufgetreten. So aber schlug eine Erkältungswelle bei den Herrenbergerinnen zu, die einige Spielerinnen mindestens gehandicapt in die Partie gehen ließen. Unter diesen Umständen gewinnt der letztlich ungefährdete Sieg gegen den Mitabsteiger aus der Regionalliga noch zusätzlich an Wert.

Von Beginn an gingen die Gastgeberinnen volles Risiko und schlugen ein hohes Tempo an. Augenscheinlich wollten sie früh für eine Vorentscheidung erzwingen, um so auf erwartbare Ausfälle gewappnet zu sein. Heiko Fleisch hatte zuvor noch die Richtung vorgegeben. „Die Spielerinnen sollen so lange spielen, wie es geht“, so der Herrenberger Trainer. In der Offensive ging der Plan auch auf. In der ersten Halbzeit waren Steffi Schoeneberg und Sofia Brand von der Heininger Abwehr nie zu stellen und erzielten allein im ersten Abschnitt 17 Treffer. Insgesamt waren es 21 für die Herrenbergerinnen. Dass Heiko Fleisch dennoch unzufrieden war und immer wieder ins Spiel seiner Mannschaft eingreifen musste, lag an der Defensive seines Teams, die den Gegnerinnen das Torerwerfen das ein oder andere Mal doch zu einfach machte. Das 21:17 zur Pause war somit noch nicht die erhoffte Entscheidung.

Auch nach der Pause hielten die Gäste noch eine Weile mit. Beim 25:22 in der 42. Minute sah es sogar danach, als dass der TSV noch einmal entscheidend eingreifen könnte. Doch trotz aller gesundheitlichen Probleme konnten die H2Ku-Frauen noch einmal zulegen und stellten zehn Minuten später beim 32:24 die zwei Punkte praktisch sicher. Freude kam dennoch nicht auf, weil kurz danach Sofia Brand bei einem eigentlich eher harmlosen Zweikampf so auf dem Hallenboden aufkam, dass sie unter starken Schmerzen in den Katakomben der Halle behandelt werden mussten. So gingen des öfteren die besorgten Blicke der Spielerinnen und dem Trainerteam von der Bank eher nach hinten zur Herrenberger Rückraumspielerin. Erst als Sofia Brand kurz vor Ende wieder zur Mannschaft zurückkehren konnte, war auch der Mannschaft zum Feiern zumute. Diese entlud sich dann nach dem Schlusspfiff und dem 36:30.

Mit dem Doppelpunktgewinn sicherten sich die Kuties ihren achten Sieg in Folge. Das nächste Spiel bestreitet die SG H2Ku erst im neuen Jahr. Dann geht es am 24.Januar zum VfL Waiblingen II.

F1: Die Kirsche auf der Sahnetorte fehlt noch

Ein letztes Mal noch greifen die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg im laufenden Jahr zum Ball. Am Samstag gastiert um 17:45 Uhr der TSV Heiningen in der Markweghalle, der sich natürlich den vorweihnachtlichen Plänen der Kuties entgegenstellen wird.

Nach dem klaren Heimsieg Mitte November gegen die SG Herbrechtingen-Bolheim hatte Heiko Fleisch ein ehrgeiziges Ziel gemeinsam mit der Mannschaft ausgegeben. „Wir wollen kein Spiel mehr bis Weihnachten verlieren“. Die damals verbleibenden drei Spiele hatten es allerdings in sich. Die Spitzenspiele gegen Böblingen/Sindelfingen und Denkendorf standen vor der Tür, und auch der TSV Heiningen wäre nicht zu unterschätzen. Zwei dieser drei Spiele haben die Herrenbergerinnen inzwischen absolviert. Mit zwei Siegen liegt das Team also voll im Soll. Ein letzter Schritt fehlt aber noch. Am Samstag wollen die Tabellenführerinnen mit einem Sieg praktisch die Kirsche auf die Sahnetorte setzen. Es wäre der perfekte Jahresabschluss, denn nach 4:4 Punkten zu Beginn der Saison würde ein Doppelpunktgewinn den achten Sieg in Folge bedeuten.

„Es gibt keinen Grund, Heiningen in irgendeiner Weise zu unterschätzen“. Diese klare Ansage macht der Herrenberger Coach vor der Partie unmissverständlich. Und auch bei seiner Mannschaft befürchtet dies Heiko Fleisch keinen Spannungsabfall gegen die Gegnerschaft aus dem Tabellenmittelfeld – im Genteil. „Die Mädels haben sich in den letzten Wochen in diese Ausgangsposition gebracht. Die wollen sie jetzt nicht einfach wieder hergeben“. Sportlich betrachtet besteht auch gar keine Veranlassung, die Gegnerinnen auf die leichte Schulter zu nehmen. Allein schon die unbeständigen Resultate zeigen, dass die Mannschaft aus der Nähe von Göppingen eben auch zu guten Leistungen fähig ist. Gerade vor dem Auftritt in Herrenberg hat sich der TSV Heiningen, der in der vergangenen Saison gemeinsam mit der SG H2Ku die Regionalliga verlassen musste, mit einem deutlichen Sieg gegen Herbrechtingen-Bolheim in Stellung gebracht. Auf der anderen Seite steht aber auch zum Beispiel eine Niederlage bei HB Kinzigtal, für die es wiederum der einzige Sieg in der laufenden Runde war. Der Hauptgrund für diese Schwankungen dürfte vor allem in der Kadersituation begründet sein. Nachdem schon in der vorletzten Saison mit der ehemaligen Herrenberger Zweitligaspielerin Saskia Grau eine wichtige Spielerin von Bord ging, musste sich die Mannschaft vor dieser Saison von vier weiteren Leistungsträgerinnen verabschieden.

Diesen Umbruch hatten die Gastgeberinnen zwar nicht zu bewältigen, in der Oberliga musste der frühere Regionalligist dennoch erst einmal ankommen. Da dies in den letzten zwei Monaten so hervorragend gelang, ist auch die Hoffnung auf einen erfolgreichen Abschluss im Jahr 2025 natürlich hoch. Zumindest personell dürfte allerdings weniger Grund zum Optimismus herrschen. Zum einen wird mit Saskia Schmidt eine Leistungsträgerin fehlen, zum anderen war die Mannschaft unter der Woche von einer Erkältungswelle arg gebeutelt. Trainer Heiko Fleisch wird daher schauen müssen, wer am Spieltag eingesetzt werden kann.