F1: Kuties erspielen sich drei Matchbälle zum Aufstieg

Der Aufstieg für die Herrenberger Oberligafrauen rückt immer näher. Mit dem 28:26 (12:11) gegen den TSV Denkendorf haben sich die Kuties eine ausgezeichnete Ausgangslage für die letzten drei Spiele geschaffen. In denen reicht der Mannschaft ein einziger Sieg für die Rückkehr in die Regionalliga.

Bis sich diese Konstellation ergab, lag aber noch ein hartes Stück Arbeit vor den Gastgeberinnen. Und allein der Start in dieses Spiel zeigte, wie schwer die Aufgabe gegen den Tabellendritten der Liga werden würde. Nach drei technischen Fehler und zwei vergebenen Chancen führte Denkendorf mit 4:1. „Wir hatten bis dahin dennoch eine gute Abwehr gestellt. Deshalb machte mich dieser Start auch nicht nervös“, gab sich Heiko Fleisch trotz des Rückstands entspannt. Wie Recht er damit hatte, zeigte sich keine zwei Minuten später. Denn in dieser kurzen Zeitspanne hatten die Kuties den Rückstand in ein 5:4 gedreht. Durch das hohe Tempo und das damit verbundene Risiko hakte es bei beiden Mannschaften im Angriff des öfteren, die Abwehrreihen gaben sich hingegen kaum eine Blöße. Mit einem 12:11 ging es schließlich in die Kabinen.

Der zweite Durchgang brauchte zwar etwas Anlaufzeit, danach jedoch nahm das Spiel auch offensiv Fahrt auf. Während auf Denkendorfer Seite Jule Riehs das Zepter schwang, schlüpfte auf Herrenberger Seite Emma Schweizer in diese Rolle. Mit Tordrang und intelligenten Anspielen schwang sich die Spielmacherin zu ihrer besten Saisonleistung auf. Da passte es auch ins Bild, dass sie gleich selbst mit ihrem 26:22 vier Minuten vor dem Ende den Deckel auf das Spiel machte. Dass die H2Ku-Frauen mit ständigen Wechseln das Tempo über die komplette Spielzeit hochhalten konnten, entging natürlich auch Gästecoach Hönig nicht, der nach Spielende nur feststellen konnte: „Herrenberg ist so unglaublich breit besetzt. Das merkt man gar nicht, wenn die das ganze Spiel durchwechseln“.

Mit dem 28:26 haben die Herrenbergerinnen nun drei Spieltage vor dem Ende fünf Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten Weinstadt. Nach dem Willen von Mannschaft und Trainer soll der Aufstieg am besten gleich im ersten Anlauf beim TSV Heiningen am 11.April gelingen.

F1: Der Fokus liegt nur auf diesem Spiel

Für die Frauen der SG H2ku Herrenberg steht am Sonntag um 17 Uhr erneut ein Spitzenspiel ins Haus. Nach dem beeindruckenden Sieg bei der HSG Böblingen/Sindelfingen können die Kuties diesmal auf ihren Heimvorteil bauen. Der Gegner TSV Denkendorf dürfte allerdings sportlich noch ein Stück höher einzustufen sein. Das lässt sich allein schon am Tabellenbild ablesen, reisen doch die Gäste als Tabellendritte in die Markweghalle an.

Das große Rechnen kann beginnen. Es ist ein Rechnen, ob und wann der Tabellenführer aus Herrenberg die Rückkehr in die Regionalliga perfekt machen kann. Dass diese mathematische Möglichkeit schon an diesem Sonntag eintreten könnte, haben sich die H2Ku-Frauen vor allem durch eine enorme Konstanz verdient. Seit dem Herbst des vergangenen Jahres hat das Team von Trainer Heiko Fleisch nach leichten Anlaufschwierigkeiten nur noch eine Partie verloren – zuhause gegen Bargau/Bettringen.

Sollte am Samstag nun die HSG Böblingen/Sindelfingen in Bargau gewinnen und einen Tag später die SG Weinstadt in Köngen unterliegen, könnten die Herrenbergerinnen mit einem Heimsieg die Meisterschaft schon perfekt machen. Das Gute an dieser Konstellation: Diese relevanten Spiele sind beim Anpfiff in der Markweghalle schon beendet. Der vielleicht schlechte Nebeneffekt: Sollten die Ergebnisse nicht wie gewünscht laufen, könnte es eventuell schon vor dem Anpfiff zu einem Spannungsabfall kommen. An diese Möglichkeit glaubt Heiko Fleisch eigentlich nicht, er baut aber dennoch vor: „Wir werden dieses Thema sicher ansprechen“.

Viel lieber schaut er aber ohnehin auf sein eigenes Team. Und da ist für ihn klar, dass es gegen Denkendorf eine harte Nuss zu knacken gilt. „Die Mannschaft spielt einen unheimlich schnellen Ball, das hat uns schon im Hinspiel alles abverlangt“, so der Coach. Dennoch weiß er aber auch um die Stärke seiner eigenen Mannschaft. Und was noch wichtiger ist: Der Kader ist fast komplett einsatzbereit. Das „fast“ beinhalt allerdings eine schmerzliche Nachricht. Bei Linksaußen Juliane Seidel hat sich die Knieverletzung inzwischen als Kreuzbandriss herausgestellt. „Sportlich und menschlich ist das für uns alle natürlich ein Riesenschock. Mir tut das unendlich leid für Juliane“, zeigt sich Heiko Fleisch betroffen.

Vielleicht werden die Kuties aber genau deswegen am Sonntag noch eine Schippe drauflegen, um gegen Denkendorf zumindest eine Vorentscheidung im Aufstiegsrennen herzustellen. Daneben hofft das Team natürlich auf eine volle Markweghalle. Verdient haben sie sich einen großen Zuspruch auf jeden Fall.

F1: Die nächste Hürde ist übersprungen

Mit einem deutlichen 33:25 (14:11) bei der HSG Böblingen/Sindelfingen haben die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg ihre Tabellenführung in der Liga souverän verteidigt. Etwa eine Viertelstunde dauerte es, bis die Kuties ihr volles Leistungsvermögen abrufen konnten.

„Derbysieger, Derbysieger!“, hallte es laut nach Spielschluss durch die Böblinger Murkenbachhalle. Die überschwängliche Freude der Herrenbergerinnen war mehr als verständlich, hatten sie doch nicht nur das prestigeträchtige Spiel beim geografischen Nachbarn gewonnen, sondern auch einen weiteren, extrem wichtigen Schritt in Richtung Regionalliga gemacht. Bis es soweit war, brauchte es aber eine Weile. Nach einer Viertelstunde stand es 8:8 und eine Siegermannschaft war noch nicht auszumachen. Das lag daran, dass beide Teams in der Anfangsphase eine gewisse Nervosität nicht ablegen konnten. Die Gäste hatten zudem damit zu kämpfen, dass sich kurz vor dem Anpfiff Sofia Brand krank meldete. Aufgrund eines grippalen Infekts war die quirlige Rückraumspielerin nur sporadisch einsetzbar. Allerdings wurde schon im späteren Verlauf der ersten Halbzeit deutlich, dass für Brand eben andere Spielerinnen in die Bresche sprangen. In den kurzen Einsatzzeiten band Sofia Brand zudem ständig zwei Gegenspielerinnen – ein Umstand, der viele Räume im Angriff schaffte. Bis zum Halbzeitpfiff konnten sich die Kuties dann bis auf ein 14:11 absetzen.

Die zweite Halbzeit sollte dann zu großen Teilen den Gästen aus Herrenberg gehören. Zwar konnten die BöSi´s bis auf 13:15 verkürzen, danach übernahmen die Gäste aber klar das Kommando. Die Grundlage für einen eindrucksvollen Sturmlauf bis zehn Minuten vor dem Ende legte dabei die Abwehrarbeit. „Spaß am Erfolg, Freude auf den nächsten Zweikampf“ hieß die Parole, die vor dem Spiel in der Kabine mittels Plakat ausgegeben wurde. Und die Kuties befolgten dies energisch. Die Angreiferinnen von Böblingen/Sindelfingen wurden immer wieder in die Mitte gedrängt, wo der Innenblock mit Katrin Schröder und Stefanie Schoeneberg schon wartete. Und wenn der Ball dennoch den Weg durch die Defensive fand, stand dahinter mit Alexandra Harm eine überragende Torhüterin, die ihren Kasten beim 6:0- Lauf unter anderem über sieben Minuten komplett sauber halten konnte. Es war die Phase, in der sich die Kuties bis auf 30:19 absetzen konnten.

Doch nicht nur die Abwehr zeigte eine überzeugende Vorstellung. Die Tempogegenstöße, die mit zentimetergenauen Pässen von Katrin Schröder eingeläutet wurden, die Treffer von außen durch Sandra Kußmaul oder die sehenswerten Treffer von Shana Stäudle im zweiten Durchgang waren allein das Eintrittsgeld wert. Dass die nie aufsteckenden Gastgeberinnen bis zum Schlusspofiff noch auf 25:33 verkürzen konnten, war für die Kuties leicht verschmerzbar.

Am nächsten Sonntag wartet nun auf die Kuties das Topspiel gegen den TSV Denkendorf. Ein Erfolg gegen den Tabellendritten könnte bei günstiger Konstellation sogar schon zum Aufstieg in die Regionalliga führen.

SG H2Ku Herrenberg: Harm, Göhlich, Istrati (alle im Tor); Schoeneberg (7/3), Schäberle (1), Kappus (2), Stäudle (5), Kußmaul (3), Schmidt (8), Seidel, Schweizer (1), Venth (3), Brand (3), Schröder, Lide

F1: Derby und Spitzenspiel sorgt für viel Zündstoff

Wenn am Samstag um 19:30 Uhr die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg bei der HSG Böblingen/Sindelfingen antreten, dann ist schon vorher viel Brisanz in der Partie. Zum einen natürlich ist das Duell in der Böblinger Murkenbachhalle ein echtes Derby, zum anderen wollen sich die Gastgeberinnen sicher auch für die denkwürdige, weil äußerst knappe Niederlage aus dem Hinspiel revanchieren. Nicht zuletzt sind die BöSi-Frauen wie auch die Kuties mitten im Kampf um einen der ersten beiden Tabellenplätze.

Es scheint so, als ob sich die HSG Böblingen/Sindelfingen dieses Spiel exakt zur richtigen Zeit zurechtgelegt hat. Nach drei sieglosen Spielen zu Jahresbeginn hat das Team in den letzten drei Partien deutlich die Kurve bekommen. Besonders beeindruckend war dabei das 33:28 in der Vorwoche beim VfL Waiblingen II. „Da brauchen wir nicht lange drumherum reden. Böblingen ist eine richtig gute Mannschaft mit vielen guten Einzelspielerinnen“, weiß auch Heiko Fleisch. Deshalb schiebt der Herrenberger Trainer auch die klare Favoritenrolle weit weg. „Die Tabelle sagt dazu vielleicht ja, mehr aber auch nicht“. Vor allem, wenn der Blick zurück auf das Hinspiel geht, wird schnell klar, woher der große Respekt von Heiko Fleisch kommt. Seinerzeit gelang den Kuties nur ein hauchdünnes 24:23 durch ein Treffer durch Sofia Brand praktisch mit dem Schlusspfiff.

Grundsätzlich geht der Blick von Trainer und Mannschaft aber nach vorn. Dass die Herrenbergerinnen bei einem Sieg in der Murkenbachhalle einen wichtigen Schritt Richtung Regionalliga gehen könnte, ist Heiko Fleisch zwar klar, rt hängt das aber nicht zu hoch. „Wir sind zuletzt ganz gut damit gefahren, in Etappen zu denken. Und die nächste Etappe heißt erst einmal Böblingen/Sindelfingen. Danach sehen wir weiter“.

Eine gute Nachricht gibt es aber schon vor dem Spiel in Sachen Personal. Bis auf die am Knie verletzte Juliane Seidel wird Trainer Fleisch der gesamte Kader zur Verfügung stehen.

F1: Kuties setzen sich weiter ab

Es war eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe, die am Samstag auf die Oberligafrauen der SG H2Ku wartete. Doch auch die Auswärtshürde SG Herbrechtingen-Bolheim wurde von den Kuties souverän gemeistert. Das 29:18 (13:9) war dabei der fünfte Erfolg in Serie mit mehr als zehn Treffern Differenz.

Der Beginn der Partie verhieß dabei erst einmal nichts Gutes für die Kuties. Mit 5:2 waren die Gastgeber schnell enteilt. Grund dafür waren auch gleich zwei vergebene Strafwürfe der Gäste in dieser Startphase. Nervös wurden Trainer und Mannschaft dennoch nicht. „Unsere Abwehr stand ja schon in dieser Zeit sicher“, glaubte Trainer Heiko Fleisch auch an eine schnelle Umkehr des Ergebnisses. Genau so kam es dann auch. Vier Tore binnen kürzester Zeit brachten die Gäste am Ende der Startviertelstunde mit 6:5 in Führung. Im Gleichschritt ging es dann weiter bis zum 9:9. Knapp sieben Minuten waren hier bis zur Halbzeit noch zu absolvieren, ein Torerfolg sollte Herbrechtingen bis dahin nicht mehr gelingen. Es war der Endspurt bis zum Pausenpfiff, der die Kuties mit einem beruhigendem 13:9 in die Kabine gehen ließ.

Diese Konsequenz in der Abwehr setzte sich auch im zweiten Durchgang fort. Als die quirlige Sofia Brand in der 38. Minute das 18:11 markierte, war das schon eine Vorentscheidung. Die Zügel ließen die H2Ku-Frauen dennoch nicht schleifen- ganz im Gegenteil. Neben der konsequenten Abwehrarbeit wurde auch in der Offensive das Tempo über die komplette Spielzeit hochgehalten. Vor allem die Gegenstöße über die erste und zweite Welle schraubten das Ergebnis zur Freude von Heiko Fleisch immer mehr in die Höhe. Eine knappe Viertelstunde vor dem Ende sorgte Sofia Brand beim 25:15 zum ersten Mal für einen Vorsprung von zehn Toren. So konnten es sich die Kuties aufgrund der Defensivleistung sogar leisten, am Ende im Angriff nicht unbedingt das volle Risiko zu gehen.

Letztlich war das 29:18 auch in dieser Höhe völlig verdient. „Das war heute ein überragendes Gesamtpaket“, freute sich Trainer Heiko Fleisch nach Spielende. Besonders angetan war er dabei erneut von seiner Abwehr, die wieder einmal unter zwanzig Gegentore blieb. Das war umso bemerkenswerter, da mit Stefanie Schoeneberg eine verlässliche Größe für den Innenblock der Defensive nicht mit von der Partie war. Hier sorgte Nadine Schäberle jedoch dafür, dass überhaupt kein Qualitätsabfall zu verzeichnen war.

Das Positive am Wochenende sollte sich jedoch auch noch am Sonntag fortsetzen. Durch die knappe Niederlage des TSV Denkendorf beim VfL Pfullingen haben die Herrenbergerinnen nun bereits fünf Punkte Vorsprung auf Platz zwei. Am Samstag geht es nun zum Kracher-Derby zur HSG Böblingen/Sindelfingen.

SG H2Ku: Harm, Göhlich, Istrati; Schäberle (1), Kappus (3/2), Stäudle (2), Kußmaul (8), Schmidt (2/1), Seidel, Schweizer, Venth (2), Brand (9), Schröder (2), Lide

F1: Mit voller Konzentration Tabellenführung verteidigen

Für die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg ist die Zielgerade der diesjährigen Saison fast schon in Sichtweite. Noch sieben Spiele haben die Kuties zu absolvieren. Den Beginn macht dabei das Spiel am Samstag um 20 Uhr in eigener Halle gegen den VfL Pfullingen.

Die letzten drei klaren Siege der Herrenbergerinnen darf man getrost in die Kategorie Pflichtsiege einordnen. Dennoch waren die Partien gegen die Letztplatzierten in der Tabelle auch eine Ansage an die Konkurrenz, dass die SG H2Ku in jedem Spiel die volle Konzentration auch gegen leichtere Gegner auf die Platte bringt, Insofern dürfen auch die Pfullingerinnen sicher nicht damit rechnen, dass sie von den Gastgeberinnen unterschätzt werden. „Davor habe ich aber ohnehin keine Angst“, muss Heiko Fleisch über dieses Thema gar nicht erst nachdenken. Dafür gibt es auch gute Gründe. Zum einen haben die Kuties inzwischen den nötigen Erfolgshunger, um noch länger den Platz an der Sonne zu bekleiden. Zum anderen ist natürlich auch das Hinspiel Warnung genug.

Anfang November letzten Jahres trafen sich beide Mannschaften zum Hinrundenspiel in Pfullingen. Es wurde ein dramatisches Match mit einem knappen Herrenberger Sieg. Dabei verspielten die Gäste seinerzeit einen Acht-Tore-Vorsprung zur Pause innerhalb einer knappen Viertelstunde. Als die H2Ku-Frauen am Ende dennoch gewannen, war das für Heiko Fleisch Grund genug, vom wichtigsten Sieg der Saison zu sprechen.

Nach den Wünschen von Trainer und Mannschaft darf es am Samstag natürlich auch gerne weniger dramatisch zugehen. Heiko Fleisch weiß genau, was es dazu bedarf: „Ich kann es immer wieder nur wiederholen: Punkte gibt es nur für 100 Prozent Einsatz“.

Das Ziel Heimsieg ist klar, und auch die Aufstellung ließ am Ende der Trainingswoche kaum Wünsche offen. Nach Lage der Dinge wird die SG H2Ku im Heimspiel mit voller Kapelle antreten können. Der volle Kader wünscht sich für den Samstagabend dann eigentlich nur noch eine ebenso volle Halle.

F1: Es brauchte eine lange Anlaufphase

Die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg haben mit dem 38:23 (15:13) beim TSV Köngen den dritten überdeutlichen Sieg in Folge eingefahren. An ein solch hohes Ergebnis war nach Ablauf der ersten Hälfte allerdings noch nicht zu denken.

Momentan gibt es in der Oberliga zwei Konstante. Die eine – sehr erfreuliche aus Herrenberger Sicht – ist, dass die Kuties auch an diesem Wochenende mit einem Sieg die Tabellenführung verteidigen konnten. Die zweite Konstante ist, dass das unmittelbare Verfolgerteam fast schon wöchentlich wechselt. Derzeit nimmt diese Rolle der TSV Denkendorf ein, der nach der überraschenden Niederlage der SG Weinstadt in Waiblingen auf den zweiten Platz vorrücken konnte. Immerhin beträgt der Vorsprung nun auf Platz zwei schon drei Zähler.

Foto: Nur in der ersten Halbzeit musste Heiko Fleisch sein Team aufrütteln

Dass aber auch die H2Ku-Frauen nicht vor Überraschungen sicher sein können, deutete sich in Köngen gerade im ersten Durchgang an. Nach einer Viertelstunde lagen die Gastgeberinnen, die als Drittletzte der Tabelle als klare Außenseiterinnen ins Spiel gingen, mit 7:5 vorne. „Uns hat die Konsequenz in Abwehr und Angriff gefehlt“, war der Grund für Herrenbergs Coach Heiko Fleisch schnell gefunden. Eine kurze Deckung für Sofia Brand und eine überzeugende Köngener Torhüterleistung brachte die Kuties neben ihren eigenen Unkonzentriertheiten in arge Bedrängnis. Dies zog sich durch die komplette erste Halbzeit. Immerhin konnte die SG H2Ku aber beim 15:13 noch mit einer Führung in die Pause gehen.

Dass Heiko Fleisch in der Kabine dann die richtigen Worte gefunden haben dürfte, wurde bereits in den Startsequenzen der zweiten Halbzeit deutlich. Nicht einmal fünf Minuten waren absolviert, da lagen die Gäste bereits mit 21:14 in Front. Es war die gewünschte Vorentscheidung, die dann auch die nötige Sicherheit in Angriff und Abwehr brachte. Von nun an waren die Kuties nicht mehr aufzuhalten. Sina Venth tankte sich beim 28:18 zum ersten Zehn-Tore-Vorsprung durch. Der Hunger der Herrenbergerinnen war damit aber keineswegs gestillt. Als ob man sich für die erste Halbzeit rehabilitieren wollte, drückten die H2Ku-Frauen aufs Tempo. Am Ende stand ein 38:23 und die Erkenntnis, dass die Punkte in der Liga nicht mit halber Kraft einzufahren sind. Dass seine Mannschaft dies noch während der Partie erkannt hat und gegensteuern konnte, dürfte auch Trainer Heiko Fleisch am Ende gefreut haben.

Foto: Nur in der ersten Halbzeit müsste Heiko Fleisch sein Team aufrütteln

F1: Wieder klare Favoritenrolle für die Kuties

Für die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg steht die Partie am Samstag ab 18 Uhr beim TSV Köngen unter ähnlichen Vorzeichen wie die beiden letzten Spiele. Denn erneut liegt die Favoritenrolle klar auf Seiten der Kuties.

Es waren nach der Niederlage im Januar gegen die HSG Bargau/Bettringen schon zwei regelrechte Schützenfeste, die von den H2Ku-Frauen gegen Gerhausen und Kinzigtal gefeiert werden konnten. Mit 18 beziehungsweise sogar 25 Toren Vorsprung wurden die Gegnerinnen in die Schranken verwiesen. Die hohen Siege erklären sich auch dadurch, dass die beiden Teams auch am Ende der Tabelle stehen. Gegen den TSV Köngen geht es nun am Samstag gegen den Drittletzten im Klassement. Auch wenn die Herrenbergerinnen auch diesmal wieder als klare Favoritinnen ins Spiel gehen, dürfte ein ähnlich hoher Erfolg kaum zu erwarten sein.

Immerhin elf Pluspunkte kann der TSV Köngen auf der Habenseite verbuchen. Mit dieser Ausbeute stecken die Gastgeberinnen zwar mitten im Abstiegskampf, haben aber noch unmittelbaren Kontakt zu den sicheren Nichtabstiegsrängen. Die Kuties werden demnach auf einen hochmotivierten Gegner treffen. Dass diese Motivation auch mit einer durchaus vorhandenen Qualität einhergeht, zeigte sich nicht erst vor wenigen Wochen, als der TSV Köngen beim 24:24 gegen die HSG Böblingen/Sindelfingen dicht vor einem Sieg stand.

Ein ähnliches Szenario möchte Heiko Fleisch mit seiner Mannschaft am Samstag natürlich unbedingt vermeiden. Der Trainer der Herrenbergerinnen wird daher auch diesmal nicht müde, zu betonen: „Punkte in der Oberliga gibt es nur bei 100 Prozent“. Er selbst geht aber ohnehin davon aus, dass die Motivation bei der Mannschaft im Hinblick auf die restlichen Spiele so hoch ist, dass sich die Spielerinnen nicht durch leichtfertige Punktverluste um ihre hervorragende Ausgangsposition bringen möchte. Immerhin stehen in den Monaten März und April dann die Wochen der Wahrheit gegen die oben in der Tabelle platzierten Teams an.

F1: Die Konzentration bis zum Ende hochgehalten

Es war sportlich gesehen für die Frauen der SG H2Ku Herrenberg sicherlich die einfachste Partie des Jahres. Gerade deshalb aber lag auch eine gewisse Unsicherheit in der Luft, wie die Aufgabe gegen das Tabellenschlusslicht HB Kinzigtal gelöst werden würde. Am Ende der Partie konnte nicht nur Kuties-Trainer Heiko Fleisch freuen, dass die Mannschaft seriös und mit voller Konzentration über fast die gesamte Spielzeit aufgetreten sind.

Noch vor der Partie hatte Heiko Fleisch zur Besonnenheit ermahnt, sollte in der Startphase noch kein klarer Vorsprung winken. Genauso kam es dann auch. Bis zum 6:4 konnten die Gäste darauf hoffen, mit einem achtbaren Ergebnis aus dem Spiel zu gehen. Ein kurzer, aber dafür umso intensiverer Zwischenspurt reichte aber aus, um nach knapp zwanzig Minuten eine frühe Entscheidung mit dem 12:4 herzustellen. Noch vor der Pause schaffte es Stefanie Schoeneber, mit dem vierten ihrer insgesamt sieben Treffer, einen erstmaligen Vorsprung von zehn Treffern herzustellen. Bis zur Pause wurde es auch nicht viel besser für den HB Kinzigtal. Beim 20:8 wurden schließlich die Seiten gewechselt.

Nach der Pause war klar, dass es für die Gäste nur eine Schadensbegrenzung in Betracht kommen würde. Als erste Maßnahme dafür musste sich die nicht zu haltende Sofia Brand einer kurzen Deckung erwehren. Auch wenn in Bezug auf die quirlige Rückraumspielerin erfolgreich war, änderte sich dennoch nichts am Gesamtbild. Denn nun nutzten eben andere Spielerinnen wie Nadine Schäberle, Sina Venth oder Shana Stäudle ihre Freiräume. Durch die überzeugende Mannschaftsleistung stand Trainer Heiko Fleisch allerdings vor einem anderen Problem positiver Art. „Ich wusste gar nicht, wen ich eigentlich auswechseln sollte, damit eine andere Spielzeit bekommen kann“, musste er ein wenig schmunzeln.

Juliane Seidel warf dann erstmals mit dem 37:17 einen Vorsprung von zwanzig Treffern heraus. Genug hatten die Gastgeberinnen damit aber lange noch nicht. Sina Venth durchbrach zunächst die magische Grenze von vierzig Treffern, es folgten noch fünf weitere Torerfolge bis zum Endstand von 45:20. Mit dem Doppelpunktgewinn verteidigten die Kuties natürlich auch souverän ihre Tabellenführung. Am Samstag wird die SG H2Ku dann erneut als klarer Favorit antreten, wenn es ab 18Uhr auswärts gegen den TSV Köngen geht.

SG H2Ku: Harm, Göhlich, Istrati alle im Tor); Schoeneberg (7/1), Schäberle (6), Kappus (2/1), Stäudle (5), Schmidt (1), Seidel (3), Schweizer (3), Venth (6), Brand (8), Schröder (1), Lide (3)

F1: Kein Grund für halbe Kraft

Auf dem Papier stehen die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg am Samstag ab 20 Uhr in der heimischen Markweghalle vor der wohl leichtesten Aufgabe der laufenden Saison. Doch der Auftritt vor den eigenen Fans gegen das Tabellenschlusslicht HB Kinzigtal ist für Heiko Fleisch alles andere als eine Pflichtveranstaltung.

Der Herrenberger Trainer warnte schon Tage zuvor, die Gegnerinnen zu unterschätzen. „Auch dieses Spiel muss erst einmal gespielt werden“, ist sein Devise vor dem Spiel. Auf den ersten Blick klingt das zwar wie eine Plattitüde, die Aussage hat aber dennoch durchaus seine Berechtigung. Einerseits hat das Unterschätzen eines Kontrahenten schon oft zu einem bösen Erwachen geführt. Auf der anderen Seite hat der HB Kinzigtal trotz des bisher einzigen Saisonsieges gegen den TSV Heiningen nachgewiesen, für jede Mannschaft zum Problem zu werden. Vor allem die Spitzenteams der HSG Böblingen/Sindelfingen und des TSV Denkendorf bekamen dies zu spüren. Gegen beide Mannschaften führte der Tabellenletzte bis hinein in die Schlussviertelstunde, ehe sich die hohen Favoritinnen am Ende noch hauchdünn mit jeweils einem Treffer Vorsprung durchsetzen konnten.

Aber es gibt auch noch einen anderen Grund, warum Heiko Fleisch gerne eine überzeugende Leistung sehen möchte. „Wir wollen wieder in den Flow kommen, der uns bis zur Niederalge gegen Bargau/Bettringen getragen hat“, so der Coach. Dafür ist ein Spiel mit halber Kraft aber kaum geeignet. Unter dem Strich ist aber die Favoritenrolle im Vorfeld klar auf Seiten der H2Ku-Frauen. Alles andere als ein Heimsieg der Herrenbergerinnen wäre eine Riesenüberraschung und eine große Enttäuschung für die Gastgeberinnen. Das weiß natürlich auch Trainer Fleisch, der die Bürde des Favoriten aber auch gerne annimmt.

Personell hat sich in der Trainingswoche nur Sandra Kußmaul krankheitsbedingt abmelden müssen, so dass die Tabellenführerinnen aus Herrenberg mit einem fast vollen Kader in der Markweghalle antreten können.