F1: Lehrgeld gegen Spitzenmannschaft bezahlt

Gleich in die Vollen ging es für die Regionalligafrauen der SG H2Ku Herrenberg am ersten Spieltag der neuen Saison. Gegen die HSG Stuttgart/Metzingen II mussten sich die Kuties am Ende deutlich mit 27:38 (13:17) geschlagen geben. Auch wenn der Erfolg der Gäste unter dem strich hochverdient war, täuscht das Resultat ein wenig über die Kräfteverhältnisse hinweg.

„Wir haben bewiesen, dass wir phasenweise auch gegen die Spitzenteams mithalten können“, konnte Heiko Fleisch zumindest ein teilweise positives Fazit ziehen. Um die Zweitvertretung der Tussies Metzingen ernsthaft in Gefahr zu bringen, hätte es allerdings einer fehlerfreien Vorstellung bedurft. Davon waren die Gastgeberinnen an diesem Abend in der Markweghalle doch ein Stückchen entfernt.

Zuerst hatten in der mit 300 Zuschauern gut gefüllten Halle die lautstarken Gästefans Grund zum Jubeln. Nach einer Viertelstunde kamen die H2Ku-Frauen im Angriff noch gar nicht ins Rollen. Drei Treffer standen bis zu diesem Zeitpunkt auf der Habenseite, dagegen schlugen die bis dahin neun Gegentore mächtig ins Kontor. „Uns hat heute manchmal die geistige Frische gefehlt“, musste Trainer Fleisch nicht nur in der Anfangsphase feststellen. Die zweite Hälfte der ersten Halbzeit sah aber dann doch noch eine beherzt auftretende Heimmannschaft, die sich ergebnistechnisch an ihre Kontrahentinnen heranrobben konnte. Über das 6:10 durch Laureen Kappus konnte Sofia Brand drei Minuten vor dem Halbzeitpfiff zum 13:15 einnetzen. Es war der Zeitpunkt, als sogar noch mehr möglich war. Heiko Fleisch bezeichnete die Minuten danach als mitentscheidend. Hier ging dann eigentlich alles schief, was schief gehen konnte. Eine Zeitstrafe, ein vergebener Siebenmeter sowie ein sehenswerter Treffer von Sofia Brand, der einen Wimpernschlag zu spät ins Tor einschlug und deshalb keinen Eintrag in die Statistik erhielt, waren die Zutaten für einen enttäuschendes 13:17 zur Pause.

Dass die H2Ku-Frauen auch nach dem Seitenwechsel noch an den Nackenschlägen zuvor kauen mussten, zeigte sich ziemlich schnell. Gerade einmal sieben Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, als sich Stuttgart/Metzingen bis auf 23:14 absetzen konnte. Es war die frühe Entscheidung einer Partie, in der sich die Kuties für die Zweite Halbzeit eigentlich noch einmal so viel vorgenommen hatten. Für die restliche Spielzeit blieb es beim Bemühen, den Rückstand noch entscheidend zu verkürzen. Dass dies nicht gelang, lag aber zum Großteil an der Qualität der Gäste. „Stuttgart hatte schon in der letzten Saison die mit Abstand beste Abwehr der Liga“, erklärte Trainer Fleisch, der zudem darauf verwies, dass die Mannschaft nur durch eine Niederlage am grünen Tisch den möglichen Aufstieg in die 3.Liga verpasste.

Insofern konnten alle Beteiligten die Auftaktniederlage richtig einordnen. Allerdings werden die kommenden Wochen nicht leichter, hat doch der Spielplaner den Kuties an den ersten fünf Spieltagen alle Spitzenmannschaften vor die Nase gesetzt. Als nächstes geht es am Samstag zum TuS Steißlingen.

SG H2Ku: Harm, Göhlich, Istrati; Schäberle (3/2), Kappus (2), Weingärtner, Stäudle (6), Kußmaul (2), Schmidt, Schweizer (3), Huber (2), Venth, Brand (7), Lide, Allmendinger (2

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert