M1: Wieder keine Auswärtspunkte

Für die Verbandsligamänner der SG H2Ku Herrenberg hängen die Trauben bei Auswärtsspielen noch immer zu hoch. Nach der Auftaktniederlage vor zwei Wochen gegen die HSG Böblingen/Sindelfingen gab es diesmal ein 29:31 (13:17) bei der SG Oberhausen/Unterhausen. Dabei gab es erstaunliche Parallelen zum ersten Auswärtsspiel.

Marco Melo war sichtlich angesäuert, als er sich mit Statistiken der Partie in der Lichtensteiner Ernst-Braun-Halle befasste. „Mit 21 Paraden im Tor müssen wir ein Spiel eigentlich gewinnen“, so der Herrenbeger Trainer, der sich zunächst einmal äußerst zufrieden mit der Leistung seines Torhüters Sebastian Rica-Kovac zeigte. Dass es am Ende dennoch nicht für Punkte reichte, hatte derweil mit einer anderen Zahl zu tun. Sage und schreibe dreißig Angriffe konnten die Gäste aus dem Gäu wegen technischer Fehler oder vergebener Chancen nicht in Tore ummünzen. Es ist in etwa die gleiche Negativzahl, die der Mannschaft schon in Böblingen zum Verhängnis wurde.

Bot eine starke Leistung: Sebastian Rica-Kovac

Dabei hatten die H2Ku-Männer in den ersten zwanzig Minuten das Spiel noch offenhalten können. Alexander Kohler hatte beim 12:12 acht Minuten vor der Halbzeit seine Farben im Spiel gehalten. Keine Führung zwar, aber immerhin. Dennoch war auch bis zu diesem Zeitpunkt die Fehlerkette relativ lang. In den letzten Minuten vor dem Seitenwechsel schlug sich das ganze Dilemma dann auch im Ergebnis nieder. Ein 5:1-Lauf ließ die Gastgeber dann mit dem 17:13 in die Kabine gehen.

Das Bild nach dem Seitenwechsel war zunächst ein völlig anderes. Alles, was den Gästen noch in der ersten Hälfte fehlte, zeigten sie nun plötzlich. Die auf eine offensive 3:2:1- Variante umgestellte Abwehr stellte die Gastgeber sichtlich vor Probleme. Ganze acht Minuten benötigten die Herrenberger, um aus dem Pausenrückstand ein eigenes 20:18 zu machen. Und auch eine Viertelstunde vor dem Ende hatte der Vorsprung nach einem Doppelschlag von Lennart Lohrer beim 23:21 noch Bestand. Nicht von Bestand war allerdings die nachfolgende Leistung. Erneut verfiel das Team in alte Fehler und gab so in der entscheidenden Phase das Spiel noch aus der Hand. „Uns hat das Feuer im Spiel gefehlt“, vermisste Marco Melo ein wenig die nötige Leidenschaft im Spiel seiner Jungs.

Schon acht Minuten vor dem Schlusspfiff lag die SG H2Ku wieder mit 24:26 hinten. Es war ein Rückstand, der letztlich bis zum Ende Bestand haben sollte. Mit der Niederlage bei der SG Oberhausen/Unterhausen zeigte sich deutlich, wie steinig der Weg zu einer Spitzenmannschaft in der Verbandsliga sein wird. Am Samstag steht dann gegen die TG Schömberg das zweite Heimspiel der Saison auf dem Programm.

SG H2Ku: Rica-Kovac, Rhotert; Kohler (4), Kälbly, Lohrer (6), Engau (1), Kahlich, Böhm (3/1), Bietsch (2), Jacobs (2), Kretschmann (6), Krebs (2), Broß, Lewe (3)

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