F1: Kuties müssen der vielen Ausfälle Tribut zollen
Die Hoffnung fuhr zwar mit nach Bönnigheim, aber dennoch mussten die Regionalligafrauen der SG H2Ku Herrenberg eine bittere Niederlage ins Gepäck verstauen. Der gastgebende TSV Bönnigheim setzte sich in einem weitgehend einseitigen Spiel mit 35:24 (18:12) durch, hatte dabei aber auch den Vorteil, auf einen arg dezimierten Gegner zu treffen.
Keine Frage, die Ausfälle von Sandra Kußmaul und Stefanie Rau sowie die eingeschränkte Einsatzfähigkeit von Sofia Brand und Nadine Schäberle verhießen vor dem Anpfiff nichts Gutes. Dennoch war die Mannschaft, in der mit Charlotte Leidner und Lenja Idel zwei weitere Talente eine Chance erhielten, hochmotiviert in der Bönnigheimer Sporthalle am Start. Allerdings gelang es von Beginn an zu selten, die Abwehr der Gastgeberinnen unter Druck zu setzen. So dauerte es über fünf Minuten, ehe Emma Schweizer den ersten Treffer zum 1:3 erzielte. Nach diesem Muster ging es dann auch erst einmal weiter. Nach acht Minuten stand es bereits 6:2. Und als die Gastgeberinnen nach einer Viertelstunde bereits auf 13:5 gestellt hatten, deutete sich für die Kuties sogar ein Debakel an. Dass es nicht dazu kam, lag an dem Schalter, den die H2Ku-Frauen zumindest für eine gewisse Zeit umlegen konnten.

Acht Minuten lang spielte Herrenberg genau so, wie es sich Heiko Fleisch sicherlich über die ganze Zeit gewünscht hätte. Die Abwehr um den Innenblock mit Nora Allmendinger und Anna Weingärtner ließ kaum etwas zu, und die ins Tor gekommene Gabriela Istrati konnte einige wichtige Akzente setzen. Im Angriff dagegen schnürte Saskia Schmidt einen Viererpack, der dem Team mit dem Anschluss zum 15:11 wieder Leben einhauchte. Die vergebene Chance im Gegenstoß auf das 15:12 sowie eine umstrittene Zeitstrafe für Anna Weingärtner bedeutete aber dann das jähe Ende der Aufholjagd. Beim Halbzeitpfiff waren mit dem 18:12 die alten Verhältnisse fast wieder hergestellt.
Waren in der Halbzeitpause noch einige Hoffnung auf eine Wende im Spiel vorhanden, waren diese keine fünf Minuten nach Wiederanpfiff dahin. Vier Gegentore in Folge sorgten mit dem 22:12 für die endgültige Entscheidung. Spätestens ab hier war es dann ein Charaktertest für die Mannschaft. Der wurde auch zum größten Teil bestanden. „Die Abwehr hat recht gut agiert und unsere Moral ist intakt“, konnte Trainer Fleisch konstatieren, der sich auch darüber freuen durfte, dass sein Team um jeden Ball kämpfte.
Am Samstag geht es dann mit einem sicherlich breiter besetzten Kader in der Markweghalle gegen den HC Schmiden/Oeffingen. Anwurf ist dann um 20 Uhr.



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