M1: Nur wenige Minuten fehlen am Punktgewinn

Das Ziel war klar. Mit einem weiteren Sieg – es wäre der zweite in Folge – wollten sich die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen. Doch am Ende reichte es nicht ganz. In der Haslacher Sporthalle zogen die Gäu-Handballer am Ende mit 28:33 (14:14) gegen die SG Kenzingen/Herbolzheim den Kürzeren. Auch wenn die Favoritenrolle auf Seiten der Gäste aus dem nördlichen Breisgau lag, war für die Herrenberger ein Erfolgserlebnis durchaus in Reichweite.

Die Vorzeichen waren wirklich nicht die besten. Mit Kenneth Stiegen, Oliver Sudar und Lennart Lohrer fielen gleich drei Spieler für die linke Rückraumposition aus. Damit war klar, dass Paul Lewe als „Alleinunterhalter“ auf dieser Position agieren musste. Zudem mussten die Herrenberger auch auf ihre angestammte Markweghalle verzichten und in der Haslacher Sporthalle auflaufen. Die Pflichtspiel-Premiere einer 1. Mannschaft in dieser Halle sollte sich aber nicht negativ bemerkbar machen. Die 170 Zuschauer sorgten für eine echte Heimspielatmosphäre.

Foto: Paul Lewe tankt sich durch

Sportlich wollten da die H2Ku-Männer dem natürlich nicht nachstehen. Es dauerte zwar ein paar Minuten, in denen die Gastgeber ihrem Gegner das Feld überlassen mussten, dann aber raffte sich das Team wie schon in der Vorwoche zu einem fulminanten Zwischenspurt auf. Diesmal gelang ein 6:0-Lauf, der die Hausherren nach einer knappen Viertelstunde mit 8:4 in Front brachte. Eine griffige Abwehr mit einem starken Nico Sauer im Tor ließ die Offensive der Kenzinger um ihren Toptorjäger Oliver Bührer überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. Allerdings konnte die aufwendige Spielweise nicht bis zum Seitenwechsel fortgeführt werden. Mit einem für die Gäste schmeichelhaften 14:14 ging es schließlich in die Kabinen. „Schade, dass wir den Vorsprung nicht in die Pause retten konnten“, ärgerte sich Trainer Tim Gauß später.

Nach Wiederanpfiff ging es erst einmal im Gleichschritt weiter. Aber erneut ließen die Herrenberger hochkarätige Chancen liegen. Im Tor sorgte ein überzeugender David Herz nun zwar für einige spektakuläre Aktionen, die Mannschaft belohnte sich aber nicht immer für ihre Mühen. Zudem sorgten auch Mitte der zweiten Halbzeit einige strittige Entscheidungen der Schiedsrichterinnen für Unmut. „Letztlich lag es aber an uns selber, dass wir das Spiel verloren haben“, stellte Tim Gauß klar. Bis es aber soweit war, lieferten die Hausherren noch einen großen Kampf. Immer wieder konnte die SG H2Ku dabei einen Vorsprung der Gäste egalisieren.

Das Ganze wiederholte sich mehrmals – bis zum 28:28. Danach waren die Kräfte und dadurch auch die Konzentration aufgebraucht. Die Gäste spielten nun ihre ganze Cleverness aus. Genau das hätten auch die Herrenberger gebraucht. „Leider hat uns in den entscheidenden Momenten die Kaltschnäuzigkeit gefehlt“, so ein enttäuschter Tim Gauß nach dem Schlusspfiff.

Bereits am Freitag muss die SG H2Ku Herrenberg bei der SG Heidelsheim/Helmsheim zum nächsten Punktspiel antreten.