Kuties wollen erfolgreichen Start

Unsere Oberligafrauen werden am Samstag ab 17:45 Uhr alles daran setzen, im Spiel gegen die SG Weinstadt die ersten Punkte einzufahren. Was sonst noch vor der Saison wissenswert ist, gibt es hier zu lesen.

Für unsere Frauen der SG H2Ku Herrenberg steht eine spannende, neue Runde ins Haus. So viel kann man bereits im Vorfeld behaupten, bevor überhaupt der erste Ball geworfen ist. Dafür, dass die Saison weniger dramatisch und vor allem auch tragisch wie die letzte endet, wollen die Spielerinnen und das neu gewonnene Trainerteam mit Heiko Fleisch und Denis Lide alles tun.

Eine kurze Rückblende: Wohl kaum war eine Saison in der Regionalliga Baden-Württemberg so von Spannung und Dramatik geprägt wie die abgelaufene. Das betraf sowohl die Frage der Absteigerinnen als auch die Konstellation an der Tabellenspitze. Noch am letzten Spieltag kämpften vier Teams, darunter auch unsere Kuties, um einen Platz oberhalb der Abstiegsränge. Und auch wenn die H2Ku-Frauen in einer begeisternden Abschluss-Partie zwei wichtige Punkte gegen Neckarsulm verbuchen konnten, hieß es durch die anschließende Aufstiegsrunde zur dritten Liga noch Warten. Es wurde eine wochenlange Hängepartie mit dem letztlich damit verbundenen bitteren Ende Abstieg. Eigentlich. Denn wie aus dem Nichts schneite mitten in den Beginn der Vorbereitung die Meldung des gerade fusionierten Handballverbandes Baden-Württemberg bei der SG H2Ku ein, dass die Frauenmannschaft gar nicht abgestiegen sei. Die angebliche Fehlinterpretation der Herrenberger Verantwortlichen sorgte beim Verband für Verwunderung, bei der SG H2Ku indes für Jubel und spontanes Feiern. Allerdings währte diese Freude genau 24 Stunden, bevor der Verband zurückruderte und einen eigenen Fehler eingestehen musste. Mit „emotionaler Totalschaden“ wurde das Ganze später von mehreren Seiten betitelt. Das hatte aber auch damit zu tun, dass bei vielen Vereinen, nicht nur bei unserer Spielgemeinschaft, das Unverständnis über die Staffel-Verkleinerung auf zwölf Teams, recht groß war. Allein dadurch war es vorprogrammiert, dass faktisch fast die halbe Liga absteigt.

Der ganze Ärger ändert allerdings nichts daran, dass unsere Frauen 1 nach den Jahren in der Regionalliga nun erst einmal lediglich in den Hallen Württembergs unterwegs sein werden. Bei der Mannschaft gibt es aber trotzdem kein Lamentieren mehr, die sprichwörtlichen Tränen sind längst getrocknet. „Unser Blick geht nach vorne, wir können nichts an der Situation ändern“, zeigt sich Heiko Fleisch wie auch die ganze Mannschaft wieder kampfeslustig. Natürlich hofft der Handballlehrer, dass auch seine Mädels aus dieser doch sehr turbulenten Zeit so etwas wie einen Jetzt-erst-recht-Effekt mitnehmen. Den geschulten Blick auf das Innenleben in seiner Mannschaft kann man dabei beim neuen Trainer der Kuties getrost voraussetzen. Denn der 53-jährige Coach kann auf eine langjährige und erfolgreiche Vita im Handball zurückblicken, die ihm einen reichen Erfahrungsschatz eingebracht hat. Kennen tut man Heiko Fleisch in hiesigen Gefilden natürlich vor allem aus seiner Zeit bei der SG H2Ku von 2007 bis 2012. In diesen fünf Jahren brachte er den Herrenberger Frauenhandball gemeinsam mit Ingo Janoch einen großen Schritt nach vorne in Richtung spätere 2. Bundesliga. Mitten in der Vorbereitung hatte sich Heiko Fleisch dann noch interne Verstärkung aus dem eigenen Reihen geholt. Mit Denis Lide hatte er seinen Wunschkandidaten im Visier und letztlich auch gewinnen können. Für Lide selbst ist die Position des Co-Trainers ein weiterer Puzzlestein in seinem Wirken für die SG H2Ku Herrenberg. Spieler, Nachwuchstrainer, Coach der jüngst bei den Deutschen Meisterschaften erneut so erfolgreichen weiblichen Beachmannschaft, den „Elle Sandys“. Die Liste ist lang und wird nun noch erweitert.

So viel sich auch auf der Trainerbank getan hat, im Kader der Mannschaft ging es relativ ruhig zu. Eine gewisse Fluktuation war natürlich da, sie hielt sich allerdings in Grenzen. So hat mit Theresa Gramer eine vielseitig einsetzbare und erfahrene Spielerin die Mannschaft nach einem Jahr aus zeitlichen und beruflichen Gründen wieder verlassen. Eine andere Personalie entbehrt zudem nicht einer besonderen Tragik. Mit Britta Meyer kehrte zu Beginn der Vorbereitung die Rechtsaußen der Mannschaft zurück. Nach ihrer Kreuzband-Verletzung kämpfte sie sich wieder ans Team heran. Die Ärzte setzten aber inzwischen den Schlussstrich unter ihrer Karriere.

Zugänge gibt es in der Mannschaft indes nur aus dem internen Bereich. Das heißt aber nicht, dass damit kein Qualitätszuwachs verbunden ist. Mit Juliane Seidel aus der SG-Jugend erhält Saskia Schmidt auf Linksaußen eine deutliche Entlastung. Dass mit Sophy Lide auf der rechten Außenbahn ein echtes Talent ins Oberligateam gestoßen ist, war schon in der Vorsaison erkennbar, als die damals gerade einmal 16 Jahre junge Spielerin ihre ersten Einsatzchancen erhielt. Allein mit diesen beiden Personalien ergeben sich auch mehr Optionen für Heiko Fleisch. Dazu zählt auch der Einsatz von Nadine Schäberle im Innenblock. „Das hat sie schon sehr gut in der Vorbereitung gemacht“, freut sich der Kuties-Coach über die gelungene Positionsverschiebung. „Damit können wir Sandra Kußmaul auch wieder vermehrt auf Außen decken lassen, was unserem Gegenstoßspiel sehr zugute kommt“, erklärt Heiko Fleisch. Das alles geht natürlich nur, weil mit Katrin Schröder die Erfahrenste der Erfahrenen ihre Dienste ein weiteres Jahr der Mannschaft zur Verfügung stellt. Mit Gabriela Istrati, ebenfalls aus dem eigenen Nachwuchs, hat sich außerdem das Torhüterinnen-Duo inzwischen zu einem Trio gewandelt

Was Heiko Fleisch mit seiner hungrigen Mannschaft vorhat, war bereits während der Testspiele deutlich sichtbar. Mit „Viel Tempo – viel Mut – viel Erfolg“ könnte man das Konzept umschreiben, mit dem die Kuties zum Erfolg kommen sollen und augenscheinlich auch wollen. Denn unübersehbar ist die Spielfreude und Motivation, mit der die Spielerinnen auftreten, um die Vorgaben ihres Trainers umzusetzen. So neu, wie Heiko Fleisch für den Großteil seines Kaders war, dürfte es sich auch mit dem Blick auf die kommende Gegnerschaft verhalten. Viele unbekannte Gegner, aber auch sehr reizvolle Derbys wie gegen die HSG Böblingen/Sindelfingen oder den VfL Pfullingen machen Freude auf die nun endlich beginnende Spielzeit. Naturgemäß lässt sich der Coach nicht mit einer Saisonprognose zu einem solch frühen Zeitpunkt aus der Reserve locken. Aber trotzdem: „Wir wollen natürlich oben mitspielen. Das muss unser Anspruch sein“, betont Heiko Fleisch. Wer die Mannschaft und ihr Trainerteam in den letzten Wochen gesehen hat, hegt keinen Zweifel daran, dass für den sportlichen Erfolg alles getan wird.

Beide Männerteams beginnen zuhause

Unsere 2. Männermannschaft beginnt Ihr Abenteuer Verbandsliga am Samstag um 15:30 Uhr gegen den SV Remshalden. Nach dem Spiel unserer Kuties um 17:45 Uhr greifen auch unsere Oberligamänner um 20:00 Uhr ins Spielgeschehen ein. Alles Wissenswertes lesen Sie hier.

Männer 1 Oberliga Baden Württemberg:

Die Mannschaft wächst weiter zusammen

Fast schien es so, als hätte es einen kleinen Rekord in der Geschichte der 1. Männermannschaft der SG H2Ku Herrenberg geben können. Noch im Frühjahr war die Möglichkeit gegeben, mit nur einem einzigen Spielerabgang in die neue Runde zu gehen. Am Ende musste die Mannschaft aber dennoch drei Spieler ziehen lassen. Zwar keine große Anzahl, aber mit Luk Bartsch, Philipp Wanner und Benjamin Bröhl waren es neben dem mit einem Doppelspielrecht leider nur sporadisch einsetzbaren Bröhl ausgerechnet zwei Spielmacher, die das Trainergespann Jörg Ebermann / Christian Dürner nun ersetzen muss. Im Vergleich zum Vorjahr ist das allerdings noch eine sehr geringe Fluktuation.

Zwölf Monate ist es her, als bei der SG H2Ku so viel sportliche Ungewissheit herrschte wie selten zuvor in ihrer über dreißigjährigen Geschichte. Die Mannschaft fiel nach dem Regionalliga-Abstieg praktisch auseinander. Elf neue Spieler mussten vom ebenfalls neuen Trainerteam, zu dem sich noch Torwarttrainer Andreas Vogt gesellte, zu einer schlagkräftigen Einheit geformt werden. Dass dies bei einem trotz aller Akribie zusammengestellten Team nicht ohne Rückschläge vonstatten gehen würde, war bereits im Vorfeld klar, zumal auch die geringe Altersstruktur hier und da noch Luft nach oben in Sachen Erfahrung ließ. So war es dann auch wenig verwunderlich, dass die Saison manchmal einer Berg- und Talbahn glich. Nach Anfangsschwierigkeiten gab es einen goldenen Herbst für die H2Ku-Männer, der sie nach oben in Richtung Aufstiegsplätze spülte. Nach Verletzungsausfällen von Führungsspielern wie Florian Dannenberg, Nik Wittke oder Luk Bartsch, wurde es dann allerdings noch einmal ein unruhiger Frühling, an dessen Ende aber dennoch der sichere Klassenerhalt erreicht wurde.

Einige Erfolge, die vielleicht nicht auf den ersten Blick ins Auge stechen, sollen aber nicht unerwähnt bleiben, so zum Beispiel die unspektakuläre, aber effektive und zielgerichtete Arbeit des in der Vorsaison installierten Kompetenzteams. Die Akzeptanz im Umfeld gegenüber dem neuformierten Team hat sich deutlich erhöht. Die Zuschauer haben der jungen Mannschaft eine Chance gegeben und diese hat das mit engagiertem Handball zurückgegeben. Auch wenn die Ergebnisse nicht immer Schritt halten konnten, wuchsen Zuschauer und Team zusammen. Unvergessen war dabei natürlich auch die Auswärtsfahrt nach Flein, als fast einhundert mitgereiste, enthusiastische Fans die Partie zum Heimspiel machten und mitverantwortlich für die zwei wichtigen, aber auch unerwarteten Zähler waren. Auch das war ein Beleg dafür, dass sich das Umfeld im Verein wieder mehr einbrachte.

Solche oder ähnliche Ergebnisse und auch Erlebnisse wollen die Spieler ihren Fans auch in dieser Saison wieder bieten. Von allein dürfte das natürlich nicht passieren. Und so schwitzte die Mannschaft in der Vorbereitung, um einen weiteren Schritt nach vorne zu machen. Einen Vorteil gibt es jedoch: „Wir fangen diesmal nicht mehr bei Null an“, kann Jörg Ebermann auf ein schon gegossenes Fundament aus der Vorsaison bauen. Wie schon erwähnt, gab und gibt es aber dennoch viel zu tun. Zum Einen soll das Spieltempo weiter erhöht werden. Dafür braucht es die physischen Voraussetzungen. Und dann müssen natürlich Spielmacher-Alternativen erarbeitet werden. Neben dem talentierten, schon in der letzten Saison als Spielgestalter eingesetzte Lukas Krebs hat sich Jörg Ebermann weitere Optionen in der Vorbereitung geschaffen, die allein von der Spielanlage der einzelnen Akteure eine noch weniger ausrechenbare Spielweise erwarten lassen.

Die Erfahrung eines Janek Förch oder die Dynamik eines Oliver Sudar sind die besten Beispiele, die das schon in den Testspielen aufgezeigt haben. Und noch ein weiterer Akteur hat gezeigt, wie wertvoll er sogar im mittleren Rückraum sein kann. Tim Frommer, einer von zwei Neuzugängen, hat den Weg von der HSG Böblingen/Sindelfingen an den Fuß der Stiftskirche gefunden und ist eigentlich für die rechte Angriffsseite vorgesehen. Beim Testspielerfolg in Neuhausen/Erms zeigte der Linkshänder mangels Alternativen an diesem Tag, dass auch er als Spielmacher agieren könnte. Bange muss den Verantwortlichen auf dieser Position aber zumindest schon einmal nicht sein. Zum Beginn der zweiten Vorbereitungsphase konnte mit Paul Lewe noch ein weiterer Rückraumspieler verpflichtet werden. Der letztjährige Jugend-Bundesligaspieler von Frisch Auf Göppingen dürfte dabei sowohl quantitativ als auch qualitativ eine Bereicherung des H2Ku-Kaders darstellen.

So können Trainer und Mannschaft sehr optimistisch in die neue Saison gehen. Dass eine Prognose nicht nur schwerfällt, sondern schlichtweg unmöglich scheint, bewies allein die vergangene Spielzeit, als sogar noch kurz vor Rundenende der Abstand zwischen Aufstiegs- und Abstiegsaspirant verschwindend gering war. Fast die gesamte Liga war praktisch ein Tabellenmittelfeld.

Es wird die spannende Frage sein, wie sich nach der Fusion der drei Baden-Württembergischen Handballverbände die Mannschaften in der Tabelle einsortieren werden. In der neuen Saison gibt es demnach zwei Staffeln, die als Oberliga Baden-Württemberg bezeichnet werden. Durch die Aufteilung gibt es für die SG H2Ku Herrenberg zwar einige Gegner, die schon im Vorjahr den Herrenberger Weg kreuzten, aber eben auch neue Mannschaften, zum Großteil aus dem badischen Gebiet, die ihre  Visitenkarte in der Markweghalle abgeben werden. Besonders dürfte es Fans und Spieler freuen, dass es endlich wieder einmal zum Derby gegen den TSV Altensteig kommt. Die großen Duelle beider Teams in ausverkauften Hallen liegen zwar schon einige Jahre zurück, haben aber sicher nichts von ihrer Attraktivität eingebüßt. Reizvoll werden auch die Spiele gegen die Teams werden, gegen die noch nie die Klingen gekreuzt wurden, so zum Beispiel der HTV Meißenheim oder der TV Ehingen aus dem Hegau. Ein Wiedersehen wird es auch mit dem TuS Schutterwald geben, deren Mannschaft in der letzten Runde den Klassenerhalt in der Regionalliga verpasst hat und nun in die Staffel der Herrenberger eingruppiert wurde.

Das Auftaktprogramm hat es dabei für die SG H2Ku bereits in sich, wenn es an den ersten drei Spieltagen gegen die vorjährigen Spitzenteams aus ihren Staffeln, die SG Pforzheim/Eutingen II und den TSV Schmiden, geht. Und auch das dritte Spiel gegen den TuS Schutterwald gehört eindeutig in die Kategorie Standortbestimmung. Wünschen wir der Mannschaft, dass es nicht nur nach diesen drei Partien heißt: Das Team ist weiter zusammengewachsen und begeistert mit ihrem Handball ihr Publikum.

Männer 2 Verbandsliga Baden-Württemberg:

Nach dem erfolgreichen Aufstieg in die Verbandsliga startete das Team Mitte Juni 2025 mit dem obligatorischen Stadionlauf in die Vorbereitung für die anstehende Saison. Die kommende Runde wird deutlich aufwendiger und anspruchsvoller werden, da aufgrund der veränderten Staffeleinteilung im neu geschaffenen Baden-Württembergischen-Handball-Verband (BWHV) insgesamt 8 Spiele im Vergleich zur letzten Saison hinzukommen und zudem die gegnerischen Mannschaften in einem deutlich größeren Einzugsgebiet liegen werden. Auf diese veränderten Rahmenbedingungen, gepaart mit einer deutlich höheren Leistungsdichte, werden sich Mannschaft sowie Trainer- und Betreuerstab einstellen müssen.

Neu im Trainerstab ist ab dieser Runde Maximilian Schöllkopf (29) als Co-Trainer. Der bisherige Trainer des Männer 3- Teams wird in enger Abstimmung mit Cheftrainer Marcel Kohler die Gesamtverantwortung für die Mannschaft übernehmen. Aus familiären Gründen wird der bisherige Co-Trainer Patrick Sattler kürzertreten und sich um mannschaftsinterne Themen kümmern.  

Wie bereits in den vergangenen Vorbereitungen erhielten die Spieler zunächst individuelle Trainingspläne bestehend aus Laufeinheiten, Kraftausdauer, Athletik, Koordination und speziellen Dehn- und Stabilisierungsübungen. Mit diesem mehrwöchigen Vorlauf wurde ein erster konditioneller und koordinativer Grundbaustein gelegt. Im Laufe der folgenden Wochen wurden etliche Trainingsspiele, individuelle Vorbereitungs- und Teammaßnahmen sowie intensive Trainingseinheiten absolviert.

Um eine optimale Trainingssteuerung zu gewährleisten konnten die Spieler ihren individuellen Urlaub frei legen, um während der kräftezehrenden Vorbereitung entsprechende Ruhephasen zu haben. Dezidierte trainingsfreie Wochen gab es auch in dieser Vorbereitung nicht.

Die kommende Spielzeit wird sportlich sehr ambitioniert und intensiv werden, zumal das Team als einzige zweite Mannschaft ausnahmslos auf erste Mannschaften treffen wird. Dem nahezu unveränderten Kader ist dies bewusst und so stellen sich alle Beteiligten auf temporeiche und körperliche Partien ein. Das ausgegebene Ziel der Saison ist laut Trainer Marcel Kohler der Klassenerhalt; Insofern gilt es ab der ersten Partie – insbesondere in den Heimspielen dieser 14er-Staffel – die notwendigen Punkte hierfür zu erkämpfen.

Der Kader für die kommende Spielzeit:

Das Trainerduo Kohler/ Schöllkopf geht in seine erste gemeinsame Saison. Patrick Sattler tritt kürzer. Hinter den Kulissen wird sich Mannschaftsbetreuer Jochen Kurz nach wie vor um die Bereiche Organisation und Pressearbeit kümmern. Miro Mezger teilt sich das Kapitänsamt mit seinen Stellvertretern Tom Bühler und Nicolas Rhotert.

Das Verbandsliga-Team der Männer 2 kann sich für die anstehende Saison nach wie vor auf die beiden erfahrenen Torhüter Sven Rinderknecht und Nicolas Rhotert sowie die Feldspieler Luca Ehler, Tom Bühler, Miro Mezger, Marcel Braitmaier, Kolja Fritz, Simon Gogl, Louis Eckert, Lennart Turek, Tobias Mößler, Linus Kretschmann, Pablo Mannherz, Lois Kälbly und Jonathan Kahlich  verlassen.

Als einziger Neuzugang kommt mit Arda Karasu (Jg. 2004) ein junger und talentierter Torhüter hinzu, aus der eigenen Jugend kommen sukzessive und temporär Jannik Röhm, Ben Lifka, Lennart Lohrer (alle Jg. 2007) sowie Yanick Bross und Alexander Rau (beide Jg. 2008) zum Einsatz.

Während der intensiven Vorbereitungsphase sowie dem 3-tägigen Trainingslager in Haslach konnte sich die durchaus erfahrene und eingespielte Mannschaft erneut in Teambuildings und bei Teamevents finden. Hieraus entstand ein eingeschworenes und willensstarkes Team, welches in der anstehenden Spielzeit überzeugen möchte.

Mit attraktivem Tempohandball, einem physisch starken und kompakten Abwehrverbund sowie viel Motivation und Ehrgeiz im Angriff möchten die Schützlinge von Marcel Kohler und Maxi Schöllkopf in der kommenden Runde dynamischen und engagierten Verbandsliga-Handball präsentieren. Die Mannschaft freut sich bei jedem Spiel über begeisternde und lautstarke Unterstützung von Seiten der Fans und Unterstützer des Teams.

Deutsche Kinderhandball Akademie (DKHA) macht erneut Station in Haslach

Auch dieses Jahr nahmen 35 Kinder der D- und  E-Jugend am Handballcamp der DKHA teil, das in der zweiten Sommerferienwoche vier Tage andauerte.

SG-Zeltlager 2025 – einfach genial! 🌟

Von Regenwanderung zum Blautopf über Kletterwald, Tiefenhöhle und Freibad bis hin zum kunterbunten Abend mit Tanz, SG-Song und Schokobananen – unsere Kids haben alles mitgemacht und jeden Moment gefeiert 🙌🏻🔥.

wB2: Fridingen, Hammerwerk und Renningen

wB2: Die weibl. B2 hat über den Sommer nicht nur das Turnier in Reusten besucht, sondern war auch Gast bei den Handballturnieren in Fridingen a.D, dem Hammerwerk und dem Rankbachturnier in Renningen.

M1: Herzlich willkommen, Paul!

Wir freuen uns, dass uns mit Paul Lewe ein junger talentierter Spieler auf unserem weiteren Weg begleiten wird.

Paul kommt aus der A-Jugend von Frisch Auf Göppingen und ist im Rückraum einsetzbar. Mit Paul eröffnen sich für unser Trainerteam um Jörg Ebermann und Chris Dürner weitere Möglichkeiten.

Unterdessen hat die Mannschaft kurz vor dem Ende des ersten Vorbereitungsblocks ein durchaus vorzeigbares Programm hinterlegt. Das anspruchsvolle Training wurde dabei mit interessanten Testspielen gewürzt.

Neben der durchaus erwarteten Niederlage gegen den HBW Balingen-Weilstetten gelangen aber auch bemerkenswerte Ergebnisse. Gleich zu Beginn gab es ein achtbares 31:34 beim ambitionierten Regionalligisten TSB Schwäbisch Gmünd.

Es folgte ein 32:27 gegen den kommenden Oberligakontrahenten SG Pforzheim/Eutingen 2 und in der vergangenen Woche noch ein 34:30 gegen den Regionalligaaufsteiger TV Neuhausen/Erms.

Nach einer zweiwöchigen Pause geht es für die Truppe dann in der letzten August-Woche in die zweite Hälfte der Vorbereitung. Höhepunkte werden dabei der Vesalius-Cup in Köngen und das ewig junge Duell gegen die HSG Böblingen/Sindelfingen sein

SG – Jugend – Zeltlager in Blaubeuren trotzt jeglichen Wetter Bedigungen

Hurra 🙌🏻 , endlich war es so weit und das SG-Zeltlager startete âm gestrigen Montag morgen. Gleich mit dem Eintreffen am Bus war die Stimmung trotz des Wetters prächtig.

Sommernacht auf dem Sportplatz – E-Jugend des TV Haslach startet in die Ferien

Mit 29 Kindern und 9 engagierten Trainern feierte unsere E-Jugend den Start in die Sommerferien auf ganz besondere Weise: mit einer Übernachtung im Zelt direkt auf dem Haslacher Sportplatz

wC1: Erfolgreiches Teamwochenende im Schwarzwald

wC1: Am vergangenen Wochenende wurden die C1-Mäldes von der SG Kappelwindeck/Steinbach zum Sommer-Cup eingeladen

„Diese Atmosphäre werde ich nie vergessen“

Axel Kromer führte die Handballer der SG H2Ku Herrenberg als Trainer in die zweite Liga – an diesem Sonntag kehrt er als Geschäftsführer des Zweitligisten HBW Balingen-Weilstetten in die Haslacher Halle zurück.

Herr Kromer, Sie sind nicht mehr oft in Herrenberg – aber dafür an diesem Wochenende umso intensiver.

(lacht) Richtig. Peter Schwenk, der damals Sportlicher Leiter war, hat ein Treffen des früheren Zweitliga-Teams der SG organisiert. Am Freitag gab es einen Grillabend, an diesem Samstag steht das Stadtfest auf dem Programm. Schon im Vorfeld war die Freude groß – die Teilnehmer hatten teilweise sehr gute Ideen, wie das alles enden kann.

Und am Sonntag steigt dann ab 17 Uhr in der Haslacher Halle das Jubiläumsspiel der SG-Männer gegen den Zweitligisten HBW Balingen-Weilstetten, bei dem Sie Geschäftsführer sind.

Auch darauf freue mich – ich werde viele altbekannte Gesichter wiedersehen.

Sie waren sieben Jahre lang Sportvorstand beim Deutschen Handball-Bund, seit Februar 2025 sind sie in Balingen für den HBW verantwortlich. Wie haben Sie sich eingelebt?

Gut, aber das hatte ich auch nicht anders erwartet. Das ist meine Region, ich wohne nur 15 Minuten oder zwei Ampeln entfernt von meinem Büro und der Halle in Balingen. Und die Handballer, die aus dieser Gegend kommen, ticken ohnehin alle gleich. Die Rahmenbedingungen, die ich vorgefunden habe, konnten mich auch nicht groß überraschen: Die Aufgaben und Visionen, die ambitionierte Vereine aus dem ländlichen Raum haben, sind überall sehr schwierig umzusetzen. 

Was ist so schwierig?

Die allgemeine Wirtschaftslage. Und trotzdem fordern Spieler und Beraten immer höhere Summen, weshalb die Etats der Vereine in der ersten und zweiten Liga zuletzt immens gestiegen sind. Unser Problem dabei ist, dass wir nicht in der Region Stuttgart zu Hause sind, sondern im Zollern-Alb-Kreis, wo viele Firmen schon Partner von uns sind. 

Welche Ziele hat der HBW Balingen-Weilstetten?

In unserem Umfeld gibt es durchaus Leute, die sagen, in der zweiten Liga viele Siege zu feiern, sei doch etwas Tolles. 

Sie sehen es anders?

Wir haben viele starke Spieler für uns begeistert – und das nicht mit Geld, sondern mit unseren in der Bundesliga erprobten Strukturen und unserer Einstellung: Wir betreiben Profisport und wollen den maximalen Erfolg. Allerdings wissen wir, dass die Konkurrenz in der zweiten Liga enorm stark ist. Das Rennen um den Aufstieg wird extrem eng, viele Mannschaften streben nach oben. Da gehören wir dazu. 

Im April stand Ihr Team im Final-4-Turnier um den DHB-Pokal, belegte am Ende nach einem Sieg gegen die Rhein-Neckar Löwen Platz drei. Wie viel Auftrieb hat dieses Erlebnis gegeben?

Es war ein super erfolgreiches Wochenende für uns, nicht nur sportlich, sondern auch für unser Image. Wir haben unglaublich viel Feedback aus ganz Sport-Deutschland erhalten – was unsere Mannschaft und unsere Fans in Köln gezeigt haben, war einfach nur traumhaft. Es gab aber auch den einen oder anderen Aspekt, der ein bisschen weh getan hat.

Welche?

Im Vorfeld des Final-4-Turniers lag der Fokus unserer Spieler nicht immer voll auf der zweiten Liga. Das ist einerseits absolut verständlich gewesen, andererseits haben wir vor allem auswärts nicht immer unser volles Potenzial abgerufen. Eventuell haben wir in dieser Phase sogar den Aufstieg verspielt.

Was hätte außerdem noch besser laufen können?

Was die Suche nach neuen Sponsoren angeht, hat nicht einmal unser Pokal-Erfolg viel bewirkt. 

Trotzdem haben Sie einen sehr interessanten Kader für die nächste Saison zusammengestellt. 

Das stimmt. Wir haben nicht nur Top-Leute wie Elias Huber oder Sascha Pfattheicher, den zweitbesten Torschützen der zweiten Liga, halten können, sondern auch viele unserer Wunschspieler für uns gewonnen. Sie sollen nun gemeinsam für eine große Fan- und Sponsoren-Bindung ans Team sorgen. Im Verein ein großes Zusammengehörigkeitsgefühl zu entwickeln, ist uns allen sehr wichtig. 

Sie sind in Balingen voll eingespannt. Haben Sie trotzdem noch Zeit, um das Geschehen in der SG, die Sie einst als Trainer in die zweite Liga geführt haben, zu verfolgen?

Hin und wieder schon. Dann schaue ich mir die Posts in den sozialen Medien an und lese Artikel. Dabei kommen immer mal wieder Erinnerungen daran hoch, was in der Markweghalle schon alles los war.

Sie sind daran nicht ganz unbeteiligt gewesen.

Stimmt (lacht). Ich bin damals als Trainer immer vor meinen Jungs in der Halle gewesen, um noch die eine oder andere ruhige Minute zu haben. Als es im letzten Heimspiel der Saison 2009/2010 gegen den TSV Deizisau um den Aufstieg in die zweite Liga ging, standen, als ich kam, die Fans schon auf der gegenüberliegenden Seite an der Wand. Das war der pure Wahnsinn!

1450 Zuschauer schrien die Mannschaft zum entscheidenden Sieg.

Ich habe im Handball schon manches Highlight erleben dürfen, zum Beispiel als Co-Trainer der Nationalmannschaft den Gewinn des EM-Titels 2016 und ein paar Monate später Olympia-Bronze in Rio de Janeiro.  Aber diese Atmosphäre beim Spiel gegen den TSV Deizisau werde ich nie vergessen, wie auch den einen oder anderen Coup in unserer Zweitliga-Saison.  

Sie wurden bei der SG zum Erfolgstrainer. 

Die Zeit bei der SG hat mich stark geprägt und mir persönlich in der Außenwahrnehmung auch sehr geholfen. Denn in Herrenberg konnte ich beweisen, dass ich in der Praxis beherrsche, was ich als Landestrainer in der Trainerausbildung ständig erzählt habe.

Was ist sonst noch hängengeblieben?

Das Gefühl, tolle Menschen kennengelernt zu haben – dazu gehörten auch die enorm vielen Helfer im Umfeld, die unseren Erfolg erst ermöglicht haben. Und Hausmeister, die völlig untypischerweise zuerst an die Bedürfnisse der Sportler gedacht hat.

Es gab doch aber bestimmt auch schwierige Momente.

Ich bin damals oft um 4 Uhr morgens aufgestanden, habe neben meinem Job als Landestrainer die volle Leidenschaft in das Projekt Klassenverbleib gelegt und alles dafür gegeben, dass wir trotz der Einführung der eingleisigen zweiten Liga drinbleiben, was ja fast sogar geklappt hätte. Da war es schon ein Nackenschlag, als mir damals angedeutet wurde, dass die SG womöglich freiwillig verzichten würde, weil der Aufwand nicht zu stemmen sei. 

Hat seinerzeit der Mut gefehlt, den entscheidenden Schritt in Richtung Professionalisierung zu gehen?

Das kann ich nicht beurteilen, ich habe mich allein auf meine Aufgabe fokussiert. Allgemein lässt sich sagen, dass in der SG immer die Maxime galt, ein gesunder zu Verein sein und bleiben zu wollen. Allerdings wurde damit bewusst in Kauf genommen, dass es nach dem Abstieg aus der zweiten Liga sportlich weiter bergab gehen kann.

Das muss jemanden wie Sie, der den Leistungsgedanken lebt, doch schmerzen. 

So zu denken, wie es die SG tut, ist absolut legitim. Es hätte damals sicher die Option gegeben, sich weiter zu professionalisieren. Aber die Entscheidung fiel anders aus, und das ist auch völlig okay gewesen. Nicht jeder Verein muss per se den Anspruch erheben, irgendwann ganz oben in einer neuen Arena vor 12 000 Leuten zu spielen. 

In Haslach werden es am Sonntag vermutlich rund 250 Fans sein. Was dürfen Sie vom Spiel der SG gegen den HBW erwarten?

Ein bisschen muss ich bremsen, denn bei uns hat erst diese Woche die Vorbereitung begonnen. Die neue Mannschaft wird am Sonntag erstmals gemeinsam zusammen Handball spielen, dazu haben wir einige angeschlagene Akteure. Andererseits wird die Lust auf Handball bei allen sehr groß sein.

Was bedeutet das?

Ein paar sehr schöne Tore und Tricks wird es ganz sicher zu sehen geben.