F1: Das Ende einer eindrucksvollen Serie

Für die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg endete am Samstag mit dem 29:30 (11:16) in eigener Halle gegen die HSG Bargau/Bettringen eine eindrucksvolle Serie. Nach neun Siegen in Folge unterlagen die Kuties erstmals wieder. Das Hinspiel im Oktober gegen die gleichen Gegnerinnen sorgte seinerzeit für die letzte Niederlage.

Schon im Vorfeld waren sich die Gastgeberinnen über die Schwere der Aufgabe bewusst, zumal mit Stefanie Schoeneberg eine wichtige Spielerin fehlte. Umso weniger ist es erklärbar, wie schwer sich die H2Ku-Frauen vor allem im ersten Durchgang taten. Schnell enteilten die Gäste auf 4:1. Der Angriff der Kuties hatten immer wieder Probleme mit der offensiven 5:1- Abwehr von Bargau/Bettringen. Einerseits kam so nie ein richtiger Spielfluss zustande, andererseits vergaben die Herrenbergerinnen ihre Möglichkeiten, wenn sie sich denn einmal ergaben. Auch die vielen Wechsel, die Heiko Fleisch vornahm, änderten nichts am Spielverlauf. Mit dem 11:16 zur Pause war die Leistung beider Teams deutlich abgebildet.

Auch nach der Pause änderte sich zunächst nichts am Verlauf der Partie oder am Ergebnis. Erst eine umstrittene gelbe Karte für Trainer Fleisch samt Ballbesitzwechsel brachte endlich zwanzig Minuten vor dem Ende die Emotionalität ins Team, die es für eine Wende im Spiel gebraucht hat. Beim 21:23 eine Viertelstunde vor dem Ende schien wieder alles möglich. Die sicheren Abschlüsse von Rechtsaußen durch Shana Stäudle, die Durchbrüche von Sofia Brand und Nadine Schäberle, die sowohl in Abwehr und Angriff ein Riesenpensum absolvierte, machten die Aufholjagd erst möglich. Doch bei genau diesem 21:23 vergaben die Kuties zwei Möglichkeiten zum möglichen Ausgleich.

Das gleiche passierte noch einmal beim 26:27 vier Minuten vor dem Ende. Jedesmal wurde dieses Auslassen der Möglichkeiten mit Gegentreffern bestraft. „Wenn wir hier zum Ausgleich kommen, hätte die Partie vielleicht kippen können“, war sich Trainer Fleisch nach Spielende sicher. Für die Entscheidung sorgten die Gäste letztlich mit dem 30:28 eine halbe Minute vor dem Ende. Der letzte Treffer durch Sofia Brand war letztlich nur noch Ergebniskosmetik.

Heiko Fleisch wollte allerdings nach Spielfluss nicht den Stab über die Mannschaft brechen. „Natürlich werden wir das Spiel noch einmal in Ruhe analysieren, dann geht der Blick aber wieder schnell nach vorne. Schließlich sind wir immer noch Tabellenführer. Für den Kampf in der zweiten Halbzeit bin ich stolz auf meine Mannschaft“, so der Coach nach Spielende.

SG H2Ku: Harm, Göhlich, Istrati; Schäberle (5/1), Kappus (4/4), Stäudle (7), Kußmaul (1), Schmidt (3), Seidel, Schweizer, Venth, Brand (9), Schröder , Lide

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