M1: Ein Punkt als Hoffnungsträger

Mit einem Punktgewinn endete für die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg das erste Heimspiel des Jahres 2026. Zugleich war das 33:33 (13:12) gegen den TV Weilstetten das Debüt für Herrenbergs neuen Coach Tim Gauß.

Der Druck auf das Team war schon enorm. Nach der Niederlage in Schutterwald war die Mannschaft auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht, der Tabellendritte von der schwäbischen Alb war sicher nicht der dankbarste Auftaktgegner für Coach Gauß. Dennoch war von Beginn an für das Team klar, dass es auch gegen die favorisierten „Lochenfüchse“ ein Wörtchen in der Punktevergabe mitreden wollte. Und so packte die Mannschaft vom Anpfiff weg den Kampfgeist aus, den es für den Erfolg braucht. Dazu sollte das von Tim Gauß geforderte Tempospiel mit eingebunden werden. Gelingen sollte das im ersten Durchgang zwar nicht immer, allerdings schafften es die Hausherren unter der Regie von Paul Lewe oder auch Lukas Krebs, ein ausgeglichenes Spiel zu erreichen. Zur Pause lagen die H2Ku-Männer dann auch knapp mit 13:12 in Front.

Foto: Nico Sauer bot eine starke Leistung

Die zweite Halbzeit sollte dann aber für eine lange Zeit ganz im Zeichen der Gäste stehen. Bereits in der 40. Minute sah sich Tim Gauß zu einer Auszeit gezwungen. Die Gäste führten zu diesem Zeitpunkt bereits mit 22:18. Grund dafür waren einerseits vergebene Tormöglichkeiten, aber mehr noch verlorene Zweikämpfe in der Abwehr, die es dem TV Weilstetten ermöglichte, im eins gegen eins immer wieder zum Erfolg zu kommen. Vor allem Moritz Werner und Oliver Sudar sorgten mit ihren Aktionen aus dem Rückraum dafür, dass der Rückstand zumindest nicht vorentscheiden anwuchs. Eine Viertelstunde vor dem Ende keimte dann kurz Hoffnung unter den etwa 150 Zuschauern auf. Oliver Sudar hatte mit einem Doppelschlag auf 25:27 verkürzt, doch postwendend konnte Weilstetten wieder auf 25:29 vorlegen. Trainer Gauß reagierte umgehend mit einer Auszeit und beorderte Lukas Bechinka auf die Spitze einer 5:1- Abwehr. Riskant war das gegen das 7 gegen 6- Angriffsspiel des TV Weilstetten allemal, aber: „Wir mussten etwas probieren und einen Impuls setzen“. Spätestens in den letzten Minuten sollte sich dieser Schachzug dann auch bezahlt machen.

So ging es aber zunächst fast im Gleichschritt bis drei Minuten vor dem Abpfiff weiter. Noch immer lagen die „Lochenfüchse“ beim 32:29 mit drei Toren in Führung, ehe sich die Hausherren zu ihrem ultimativen Endspurt aufrafften. Innerhalb von zwei Minuten sorgten Lennart Lohrer, Nik Wittke und schließlich Luca Kälbly für das umjubelte 32:32. Zwar konnten die Gäste noch einmal vorlegen, doch der starke Moritz Werner sorgte schließlich zehn Sekunden vor dem Ende für das Endresultat von 33:33.

„Das war heute eindeutig ein gewonnener Punkt“, freute sich Tim Gauß über sein Debüt. Dann ging sein Blick aber schon eine Woche voraus: „Mit der Leistung haben wir uns für das Derby gegen Altensteig rechtzeitig Selbstvertrauen aufgebaut“.

SG H2Ku Herrenberg: Herz, Sauer; Kälbly (1), Werner (8), Lohrer (1), Broß, Böhm (1), Sudar (6), Stiegen, Bechinka (1), Fischer, Frommer (1), Krebs (3), Wittke (7/2), Lewe (3), Dannenberg (1)