F1: Die Serie darf gerne weitergehen

Zum fünften Heimspiel der Saison empfangen unsere Kuties am heutigen Samstag um 20 Uhr die SG Herbrechtingen-Bolheim. Dabei geht es für die Gastgeberinnen um den Ausbau gleich zweier Serien.

Vier Heimspiele haben die H2Ku-Frauen in der laufenden Runde bisher bestritten. Alle diese Partien wurden ausnahmslos deutlich gewonnen. Das ist eine der Serien, die auch nach dem Spiel möglichst Bestand haben soll. Die andere Serie sind die letzten Spiele insgesamt, in denen die Kuties ebenfalls viermal in Folge doppelt erfolgreich waren. Auch dieser Erfolg soll natürlich weiter ausgebaut werden. Und auch wenn die gastgebende SG H2Ku als klarer Favorit ins Rennen geht, hat Heiko Fleisch auch einige mahnende Worte parat. So verweist der Herrenberger Coach nicht zu Unrecht auf die bisweilen doch respektablen Ergebnisse von Herbrechtingen-Bolheim. Denkbar knappe Niederlagen in eigener Halle gegen Bargau/Bettringen (28:29), in Köngen (27:28) und in Pfullingen (33:35) deuten neben zwei Siegen auf ein ernstzunehmendes Potential der Gäste hin. Ein einziges Spiel dagegen ging deutlich verloren. Auch durch das Fehlen von Bolheims Spielmacherin Carmen Siller setzte es jüngst zuhause ein 22:29 gegen die HSG Böblingen/Sindelfingen. Mit der erst 19-jährigen Marie Brachert hat Herbrechtingen/Bolheim dagegen die Nummer drei der Oberliga-Torschützenliste in ihren Reihen.

Die Gastgeberinnen sind durch all das zwar gewarnt, hätten ihren Gegner aber ohnehin kaum unterschätzt. Zu wertvoll ist der momentan zweite Tabellenplatz für das Team. Und dann wollen sich die Kuties natürlich auch noch für das Wochenende darauf in Position bringen, wenn es in der Markweghalle zum mit Hochspannung erwarteten Spitzenspiel gegen die HSG Böblingen/Sindelfingen kommt. Verfrühte Gedanken daran wollen aber weder Trainer noch Mannschaft aufkommen lassen. „Diesen Respekt sind wir schon allein den Spielern von Herbrechtingen-Bolheim schuldig“, verteilt Heiko Fleisch nicht vorschnell die Punkte.

Personell sah es am Ende der Trainingswoche schon einmal sehr gut aus. So wird Sofia Brand nach ihrem grippalen Infekt wieder mit von der Partie sein können. Und auch die zuletzt in Pfullingen nur teilweise einsatzfähigen Shana Stäudle und Juliane Seidel sollten wieder komplett fit zur Verfügung stehen.

F1: Den Sieg über die Ziellinie gerettet

Spannender hätte es im Spiel der Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg beim VfL Pfullingen gar nicht zugehen gehen. Am Ende setzten sich die Kuties Im Duell Vierter gegen Dritter beim VfL Pfullingen denkbar knapp mit 32:31(20:12) durch und sind nun Tabellenzweiter hinter der HSG Böblingen/Sindelfingen. Mit zwei Spielen weniger hat die HSG Bargau/Bettringen auf Rang drei allerdings mit nur einem Minuspunkt derzeit die besten Karten.

Dass es im Verfolgerduell eng zugehen könnte, war im Vorfeld schon zu erwarten. Eine solchen Spielfilm, wie er sich den 150 Zuschauern in der Kurt-App-Sporthalle bot, war dann aber doch eher ungewöhnlich. Denn selten erlebt man im Handball solch zwei grundverschiedene Halbzeiten.

Die erste Halbzeit gehörte dabei eindeutig den Kuties. Nach der ausgeglichen Startphase bis zum 4:4 zelebrierten die Gäste aus Herrenberg restliche 25 Minuten, die wohl nahe an der Perfektion waren. Hohes Tempo, gepaart mit einer sattelfesten Abwehr, die immer wieder Ballgewinne generierten, waren die Zutaten für eine beeindruckende Leistung der H2Ku-Frauen im ersten Durchgang. So war das 20:12 für die Kuties vielleicht eine überraschend hohe Führung, verdient war sie aber allemal.

Die zweite Halbzeit sollte dann zumindest zeitweise ein komplett anderes Bild abgeben. Die Pfullingerinnen kamen nun mit einer ganz anderen Körpersprache aus der Kabine. Und dieses Selbstvertrauen wurde auch belohnt. Mit jedem Tor wurden die Gastgeberinnnen stärker, bei den Herrenbergerinnen ging plötzlich nicht mehr fiel. Konnten die Kuties den VfL noch eine Weile auf Distanz halten, spielte sich Pfullingen für einige Minuten in einen mehrminütigen Rausch, der ausreichte, um aus einem 17:23 bis zur 43. Minute ein 23:23 zu machen. Nur eine Minute später konnte Stefanie Schoeneberg die Torflaute mit dem 24:23 beenden, noch eine Zeigerumdrehung drauf musste Pfullingens beste Torschützin, Lydia Junger, nach einem Foul an Saskia Schmidt mit einer roten Karte vom Feld.

Es war der Moment, in der sich die ohnehin schon überzeugenden Laureen Kappus und Steffi Schoeneberg zu einer nun herausragenden Leistung aufschwangen. Entweder gab es das Zuspiel von Kappus an den Kreis oder die Spielmacherin brachte den Ball selbst im Tor unter. Strafwürfe waren wiederum eine sichere Sache für Steffi Schoeneberg. Ganz reichte das aber noch nicht, da der VfL Pfullingen bis zum Ende im Spiel blieb. Deshalb bedurfte es noch einer anderen Spitzenleistung. Diese besorgte dann Alexandra Harm. Die Torhüterin überzeugte schon im ersten Durchgang, bekam dann im zweiten Abschnitt eine Pause und kam in den letzten zehn Minuten zurück ins Gehäuse. Dort sorgte sie dann mit zwei alles entscheidenden Paraden in Form von gehaltenen Strafwürfen für das glückliche Ende. Dass der zweite vereitelte Siebenmeter dabei weniger als dreißig Sekunden vor dem Schlusspfiff beim Stand von 32:31 entschärft wurde, passte dabei genau in das Bild eines dramatischen Finales. Dennoch mussten noch die letzten vier Sekunden überstanden werden, in denen der VfL Pfullingen letztmalig in Ballbesitz kam. Als auch diese letzte Klippe umschifft war, kannte der Jubel keine Grenzen mehr.

F1: Kuties wollen sich in der Spitzengruppe halten

Wenn die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg am Samstag ab 15.30 Uhr in der Kurt-App-Halle auf den gastgebenden VfL Pfullingen treffen, kann man getrost von einem echten Spitzenspiel sprechen.

Vierter gegen Dritter, nach Minuspunkten Dritter gegen Vierter. Man kann es drehen und wenden, wie man will, für beide Mannschaften geht es im Verfolgerduell um relativ viel. Auch wenn Heiko Fleisch betont, dass es sich zu einem solch frühen Zeitpunkt noch nicht um ein entscheidendes Spiel handelt, weiß auch er: „Wer diese Partie verliert, hat erst einmal den unmittelbaren Kontakt zur Spitze verloren.“ Diese Spitze besteht momentan aus zwei Teams. Ganz oben thront mit der HSG Bargau/Bettringen ein überzeugender Aufsteiger, der noch keinen Minuspunkt auf der Negativseite zu verbuchen hat. Dahinter folgt die HSG Böblingen/Sindelfingen, die mit einer Niederlage belastet ist. Genau hier wird dann auch die Schwere der Aufgabe für die SG H2Ku deutlich. Denn diese Niederlage setzte es für die BöSi´s in eigener Halle eben genau den VfL Pfullingen. Und auch die Pfullingerinnen sind als Aufsteiger in die Oberliga gestartet und haben seither ebenfalls nur eine Niederlage erlitten. Diese gab es gegen den Spitzenreiter aus Bargau/Bettringen, was die Aufgabe noch schwieriger erscheinen lässt.

Da ändert es auch nichts, dass die Kuties in der Vorbereitung noch deutlich gegen Pfullingen gewinnen konnten. „Das interessiert mich überhaupt nicht mehr, das war eine ganz andere Mannschaft“, beschäftigt sich Trainer Heiko Fleisch erst gar nicht mit der Vergangenheit. Im Hier und Heute hat der Coach eine gegnerische Mannschaft gesehen, die vor allem ein extrem hohes Tempo bei ihren Tempogegenstößen anschlägt. Insgesamt ist die Spielanlage der Gastgeberinnen durchaus ähnlich im Vergleich zu den Herrenbergerinnen. Für Heiko Fleisch wird es vor allem darauf ankommen, dass sein Team ein hohes Maß an Disziplin im Rückzugsverhalten aufbringt.

Ein Problem hat der Herrenberger Trainer allerdings schon im Vorfeld. Sein immer wieder propagiertes Tempospiel könnte aus personellen Gründen durchaus mit einigen Pausen durchsetzt sein. Auch die Herrenbergerinnen kommen nicht um grassierende erkältungswellen herum. So droht für den Samstag der Ausfall von Shana Stäudle und Juliane Seidel. Beide mussten in der Trainingswoche pausieren. Auch wenn eine der zwei oder beide Spielerinnen im Kader stehen würden, könnte man lediglich mit Kurzeinsätzen rechnen.

F1: Zuhause nichts anbrennen lassen

Erneut haben die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg eine überzeugende Heimvorstellung geboten. Gegen den TSV Köngen hieß es am Ende der unterhaltsamen, aber weniger spannenden sechzig Minuten 39:28 (18:13). Auch in dieser Höhe war der Erfolg voll verdient.

Mit dem dritten Sieg in Folge haben sich die Kuties zunächst erst einmal in der Spitzengruppe der Oberliga festsetzen können. Und wie die letzten Heimsiege zuvor war auch dieser Doppelpunktgewinn zu keiner Zeit ernsthaft in Gefahr. Einige brenzlige Situationen galt es trotzdem zu überstehen. Der Beginn der Partie gehörte aber noch nicht dazu. Denn es waren noch keine zehn Minuten gespielt, als Sandra Kußmaul das 9:3 erzielte. Erst danach konnten die Gäste ihr durchaus vorhandenes Können zeigen. Bis zum 12:9 neun Minuten vor dem Ende dauerte die Köngener Aufholjagd. Dann machten Emma Schweizer und Stefanie Schoeneberg mit je einem Doppelpack aus der knappen Führung ein 16:10. Damit waren die alten Kräfteverhältnisse wiederhergestellt. Auch das 18:13 zur Pause war ein beruhigendes Resultat.

Als Gabriela Istrati zu Beginn der zweiten Halbzeit einen Strafwurf von Köngens Julia Zeller entschärfte, war das genau der richtige Start unter den Augen der 250 Zuschauer. Bis zu Shana Stäudles Traumtor in den Knick ging es auch problemlos weiter. Doch ein letztes Mal bäumten sich die Gäste aus. Beim 23:19 sah es tatsächlich so aus, als ob die Gastgeberinnen noch einmal in Bedrängnis kommen könnten. Doch diese vier Tore Vorsprung sollten das knappste Resultat der noch verbleibenden zwanzig Minuten werden. Mit einem 9:1-Lauf wurde erneut wie auf Kommando ein Feuerwerk gezündet, dem die Gäste nichts mehr entgegenzusetzen hatten. So konnten es sich die Kuties sogar noch leisten, einen Gang zurückzuschalten. Der überdeutliche Erfolg geriet dadurch natürlich nicht in Gefahr. Für Heiko Fleisch hatte der klare Sieg einen ganz bestimmten Grund „Wir hatten heute den breiteren Kader. Es war eigentlich egal, wer spielt. Wir konnten jede eins zu eins ersetzen.“ Trotz der mannschaftlich geschlossenen Leistung ragte eine Akteurin auf Herrenberger Seite dennoch heraus. Stefanie Schoeneberg glänzte einerseits mit fünfzehn Treffern, hatte aber auch noch einen großen Anteil in der Abwehrarbeit und spielte zudem noch am Kreis für ihre Rückraumspielerinnen.

Am Samstag dürfte die Gegenwehr dann allerdings deutlich größer sein. Dann geht es für die Herrenbergerinnen zum VfL Pfullingen. Im Duell Vierter gegen Dritter müssen die Gäste ab 15:30 Uhr dann ihre Lauerposition hinter den beiden führenden Teams von Bargau/Bettringen und Böblingen/Sindelfingen behaupten.

SG H2Ku: Harm, Göhlich, Istrati; Schoeneberg (15/7), Schäberle (1), Kappus, Stäudle (4), Kußmaul (3), Schmidt (4), Seidel, Schweizer (3), Venth (2), Brand (5), Lide (2)

F1:Im vierten Heimspiel den vierten Sieg?

Als Favoritinnen gehen die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg am Samstag um 20 Uhr in der heimischen Markweghalle ganz sicher ins Spiel, dennoch ist gegen den TSV Köngen Vorsicht geboten.

Dabei ist eines schon vor dem Spiel klar: „Unterschätzen werden wir den Gegner auf keinen Fall“. Heiko Fleisch möchte damit jeglichen Spekulationen schon im Vorfeld der Partie den Wind aus den Segeln nehmen. Von seiner eigenen Mannschaft glaubt er eine solche Einschätzung ohnehin nicht zu erkennen. Denn nach dem ersehnten ersten Auswärtssieg am vergangenen Sonntag in Alpirsbach beim HB Kinzigtal brennen die Kuties natürlich darauf, nun auch ihren dritten Tabellenplatz zumindest erst einmal zu verteidigen. Schon Heiko Fleisch hatte zuletzt auf eine Initialzündung seiner Mannschaft gehofft. Mit einem Heimsieg gegen Köngen wäre der Anfang mit dann drei Siegen in Folge gemacht.

Allerdings wird der H2Ku-Trainer auch nicht müde, vor dem Team aus Köngen den warnenden Zeigefinger zu heben. „Köngen spielt einen sehr schnellen Handball. Darauf müssen wir uns einstellen“, gibt er schon einmal eine der Prämissen für die Partie vor. Die andere ist natürlich dem eigenen Spiel geschuldet. Der Tempohandball, der bisher in allen Heimspielen so vorzüglich geklappt hat, soll auch diesmal wieder zum Erfolg führen. Dabei wird Trainer Fleisch den Ablauf seiner ersten Welle im Gegenstoß zwangsläufig etwas umbauen müssen. Denn mit Katrin Schröder fehlt am Samstag die erste Station und zuverlässige Passgeberin auf die jeweils nach vorne eilende Spielerin. Dennoch ist das für den Trainer keine Ausrede. „Dann müssen es eben andere richten. Wir haben genug Qualität und Quantität, um den Ausfall von Schrödi zu kompensieren“, stellt Coach Fleisch klar.

Insgesamt hoffen Trainer und Mannschaft natürlich auch, dass nach den zuletzt zwei Siegen und den bisher überzeugenden Heimerfolgen dies die Zuschauer am Samstag mit ihrer Unterstützung in der Halle honorieren.

F1: Kuties gelingt der erste Auswärtssieg

Nach zwei vergeblichen Anläufen haben die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg endlich ihren ersten Auswärtssieg der laufenden Saison feiern können. Beim HB Kinzigtal gewannen die Kuties am Ende souverän mit 35:28 (20:15). Der Erfolg wurde mit dem derzeit dritten Platz in der Tabelle belohnt.

Wie viel hatten die zwei vorangegangenen Niederlagen in fremder Halle am Selbstvertrauen der Mannschaft gezehrt? Die Frage stand durchaus im Raum, zumal mit einer weiteren Niederlage der Schritt zurück ins Mittelfeld der Tabelle drohte. Am Ende musste diese Frage allerdings gar nicht weiter erörtert werden, da der klare Sieg auch in dieser Höhe völlig verdient war.

Schon der Beginn zeigte, dass die Gäste mit dem festen Vorsatz nach Alpirsbach gekommen waren, beide Punkte im Gepäck zu verstauen. Als Shana Stäudle nach sieben Minuten bereits das 5:2 erzielte, war damit der erhofft gute Start perfekt. Auch wenn die Gastgeberinnen in der Folgezeit nun auch ins Spiel fanden und zeitweise auf bis zu einem Treffer wieder zu den Kuties aufschließen konnten, war das für das Herrenberger Trainerteam um Heiko Fleisch kein Grund für eine Auszeit. „Es war trotz der verlorenen, klaren Führung immer noch ein gutes Gefühl da. Da brauche ich keine Unruhe in die Mannschaft bringen“, so der Trainer später. Dieses Vertrauen gaben die Spielerinnen dann auch umgehend zurück. Bis zur Pause konnten die Herrenbergerinnen ihren Vorsprung nicht nur zurückholen, sondern sogar noch auf 20:15 ausbauen.

Diese deutliche Führung sollte für den zweiten Durchgang auch für die nötige Sicherheit sorgen. Zu dieser Sicherheit gesellte sich auch noch jede Menge Spielfreude, die sich auf die gesamte Mannschaft übertrug. Vor allem die Ausgeglichenheit der Mannschaft bereitete Heiko Fleisch eine große Zufriedenheit. Bis auf die meist in der Abwehrarbeit eingesetzte Katrin Schröder konnten sich alle Feldspielerinnen in die Torschützenliste eintragen. Zudem hatten auch alle drei Torhüterinnen fast paritätisch verteilte Spielanteile. Im Angriff war zusätzlich sehr auffällig, mit welcher Durchschlagskraft der Rückraum agierte. 24 Treffer allein von den sechs Rückraumakteurinnen dürften dabei wohl einen neuen Saisonbestwert darstellen. „Die Mädels haben die Räume sehr gut genutzt, die ihnen geboten wurden“, war auch Trainer Fleisch mit der Leistung seines Rückraums zufrieden.

Das einzige Manko aus seiner Sicht war das Spiel im Tempogegenstoß. „Hier hätten wir konsequenter spielen müssen. Aber das ist schon ein Jammern auf hohem Niveau“, so der Trainer mit einem Lächeln. Allerdings war mit Sandra Kußmaul auch die eigentliche Abnehmerin dieser schnellen Pässe gar nicht mit von der Partie. Unter dem Strich überwog natürlich dennoch die Freude und Erleichterung bei den Gästen, die nun auf einen Verbleib in der Spitzengruppe hoffen.

SG H2Ku Herrenberg: Harm, Göhlich, Istrati; Schoeneberg (7/4), Schäberle (3), Kappus (4), Stäudle (4), Schmidt (1), Seidel (2), Schweizer (1), Venth (6), Brand (6), Schröder, Lide (1)

F1: Auf dem Weg zum ersten Auswärtssieg?

Wenn unsere Kuties am Sonntag zur Mittagsstunde nach Sulzberg-Alpirsbach aufbrechen, sind sicher nicht nur die Sportsachen im Gepäck. Jeder Menge Erwartungen werden wohl mit auf den Weg in den Schwarzwald gehen. Erwartungen, dass im dritten Anlauf endlich die ersten Punkte für die Heimfahrt verstaut werden können. Auch wenn die Herrenbergerinnen bisher in ihren Auswärtspartien keine Bäume ausgerissen haben, gehen sie beim Tabellenschlusslicht als klare Favoritinnen ins Spiel.

Die nackten Zahlen würden die Favoritenrolle dabei sogar noch untermauern. Auf den zweiten Blick fällt bei den bislang allesamt verlorenen Partien aber eine einzelne sofort ins Auge. Anfang Oktober traten die Kinzigtälerinnen schon einmal als Außenseiterinnen an. Das war bei der noch immer verlustpunktfreien HSG Böblingen/Sindelfingen. Am Ende konnten die Gastgeberinnen froh sein, ein knappes 33:32 über die Ziellinie gerettet zu haben. Daher stellt Heiko Fleisch schon im Vorfeld klar: „Wir werden Kinzigtal auf keinen Fall unterschätzen.“ Ohnehin werden die Kuties mit Vollgas in die Partie gehen, um nicht wieder in einen unbedingten Siegzwang für das kommende Heimspiel zu kommen. Eine gute Nachricht gibt es unterdessen schon für die Kuties. Noch in der Vorwoche war man im Lager der SG H2Ku Herrenberg davon ausgegangen, dass in der Sulzberger Halle kein Harz erlaubt ist. Auf der Pressekonferenz nach dem letzten Heimspiel erklärte Gerhausens Trainer Thomas Weberruß jedoch, seinerzeit mit Harz gespielt zu haben. Eine entsprechende Nachfrage von Heiko Fleisch bestätigte das dann am Anfang der Woche. „Dadurch haben wir es jetzt in der Vorbereitung auf das Spiel natürlich etwas leichter“, konnte der Coach durchatmen. An der Motivationslage dürfte das aber nichts ändern.

Im Kader der Herrenbergerinnen wird es indes kaum Änderungen geben müssen. Der Ausfall von Sandra Kußmaul, die beruflich verhindert ist, dürfte zwar schmerzen, der Kader sollte aber die Qualität besitzen, auch den Ausfall einer Leistungsträgerin und Führungsspielerin zu kompensieren.

F1: Mit Vollgas zu den zwei Punkten

Für die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg brachte das dritte Heimspiel der Saison am Sonntag in der Markweghalle auch den dritten Sieg. Das 33:22 (15:8) gegen den TV Gerhausen war dabei über fast die gesamte Spielzeit ungefährdet. Lediglich in den Anfangsminuten konnten die Gäste auf Augenhöhe mit den Kuties mithalten.

Erneut standen die Herrenbergerinnen nach ihrer letzten Auswärtsniederlage vor einer Woche bei der HSG Bargau/Bettringen unter Zugzwang. Und erneut schien es, als ob sich die Gastgeberinnen den Frust von der Seele werfen wollten. Bereits nach wenigen Minuten stand es 6:2 für die SG H2Ku. Nur fünf Minuten reichten aber aus, um die Gäste wieder ins Spiel zu bringen. Mehrere vergebene Möglichkeiten binnen kürzester Zeit ließen den TV Gerhausen wieder zum 6:6 aufschließen. Es sollte allerdings bereits zu diesem frühen Zeitpunkt das letzte Remis im weiteren Spielverlauf sein. Denn von nun an bestimmten die Kuties das Geschehen. Für die ohnehin ersatzgeschwächten Gäste wurde die Aufgabe durch die Knieverletzung ihrer torgefährlichen Rückraumspielerin Julika Merkle noch während der ersten Hälfte noch zusätzlich schwerer. So war das 15:8 zum Halbzeitpfiff bereits eine Vorentscheidung.

Foto: Zwei Linksaußen unter sich: Saskia Schmidt und Matea Mazurin

Es dauerte nach Wiederanpfiff auch nur wenige Minuten, bis Sina Venth beim 21:11 zum ersten Mal einen Vorsprung von zehn Treffern erzielte. Insgesamt zeigte sich die Rückraumspielerin sehr spielfreudig und torgefährlich. Das gleiche Prädikat hatten aber auch Spielerinnen wie Shana Stäudle, Saskia Schmidt oder Sandra Kußmaul verdient. Tempohandball wurde dagegen von der kompletten Mannschaft über die ganzen sechzig Minuten angeboten. Auch wenn sich durch die hohe Spielgeschwindigkeit der eine oder andere Fehler einschlich, geriet der deutliche Erfolg zu keiner Zeit ernsthaft in Gefahr. Das hatte auch damit zu tun, dass die Abwehr wieder einmal sehr sattelfest wirkte. Unter dem Strich gab es über die Berechtigung des 33:22 keine zwei Meinungen. Am kommenden Sonntag wartet dann ab 15 Uhr die Aufgabe beim HB Kinzigtal auf die Kuties. Dann gibt es den nächsten Anlauf, den ersten Auswärtssieg zu verbuchen.

SG H2Ku: Harm, Göhlich, Istrati; Schäberle (4/3), Kappus (1), Stäudle (5), Kußmaul (😎, Schmidt (6), Seidel, Schweizer, Venth (6), Brand (2), Schröder, Lide (1)

F1: Zwei Schwächephasen kosten einen möglichen Sieg

Auch die zweite Auswärtspartie endete für die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg mit einer Niederlage. Bei der HSG Bargau/Bettringen unterlagen die Kuties am Ende nicht unverdient mit 25:29 (14:15). Durch den doppelten Punktverlust rangiert die Mannschaft mit 4:4 Punkten vorerst im Tabellenmittelfeld.

Zu Beginn der Partie war von einer kommenden Niederlage für die Gäste dabei noch nichts zu sehen. Ein guter Start der Herrenbergerinnen brachte ein schnelles 5:2, danach noch ein 6:4. Mit Stefanie Schoeneberg und Sandra Kußmaul brauchte es bis dahin lediglich zwei Torschützinnen, die für den Vorsprung sorgten. Trotz des zwischenzeitlichen Ausgleichs konnte die SG H2Ku durch Nadine Schäberle noch einmal auf 11:9 vorlegen.

Dieser Treffer sollte allerdings für etwa fünf Minuten der letzte gewesen sein. In diesem Zeitraum drehte die HSG Bargau/Bettringen das Spiel zum eigenen 14:11. Im Spiel blieben die Gäste aber dennoch – zumindest bis zur Halbzeit beim 15:14 und auch noch kurz danach.Nach der Pause gab es noch einmal einen Lichtblick. Beim 15:15 durch Sandra Kußmaul und wenig später dem erneuten Ausgleichstreffer durch Nadine Schäberle waren die H2Ku-Frauen voll im Spiel.

Verlässliche Größe bei den Kuties – Sandra Kußmaul

Aber nach dem Motto „Wie gewonnen, so zerronnen“ nutzte die Mannschaft danach wieder eine Vielzahl von Chancen nicht, um selbst wieder in Führung zu gehen. So schafften es die Gastgeberinnen, über ein 20:17, spätestens beim 24:18 zu Beginn der Schlussviertelstunde, bereits für eine Vorentscheidung zu sorgen. Waren es auf Seite der Herrenbergerinnen mit Sandra Kußmaul und Stefanie Schoeneberg gerade zu Beginn der Partie zwei Spielerinnen, die für die Treffer sorgten, hatte auch Bargau/Bettringen ihren Joker in ähnlicher Form.

Hier war es allerdings der Rückraum, der die letztlich entscheidenden Akzente setzte. Anja Schwenk, Finnja Fuchs und Maya Hartmann steuerten am Ende allein 23 der insgesamt 29 Tore für die Aufsteigerinnen bei. Diese Durchschlagskraft aus dem Rückraum ließen die Kuties an diesem Tag vermissen. Die endgültige Entscheidung war dann zehn Minuten vor dem Ende beim 26:19 gefallen, als zudem Sandra Kußmaul mit einer diskutablen roten Karte von den beiden Unparteiischen bedacht wurde. „Mit jeder verworfenen Gelegenheit ist die Hand etwas zittriger geworden“, hatte nicht nur Trainer Heiko Fleisch bemerkt.

Am Ende konnten die Kuties zwar noch etwas Ergebniskosmetik betreiben, die zweite Niederlage wurde im zweiten Auswärtsspiel konnte jedoch nicht mehr abgewendet werden.Am Sonntag können die Herrenbergerinnen wieder auf ihren Heimvorteil bauen, wenn der TV Gerhausen um 17 Uhr seine Visitenkarte in der Markweghalle abgibt.