F1: Das Ende einer eindrucksvollen Serie

Für die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg endete am Samstag mit dem 29:30 (11:16) in eigener Halle gegen die HSG Bargau/Bettringen eine eindrucksvolle Serie. Nach neun Siegen in Folge unterlagen die Kuties erstmals wieder. Das Hinspiel im Oktober gegen die gleichen Gegnerinnen sorgte seinerzeit für die letzte Niederlage.

Schon im Vorfeld waren sich die Gastgeberinnen über die Schwere der Aufgabe bewusst, zumal mit Stefanie Schoeneberg eine wichtige Spielerin fehlte. Umso weniger ist es erklärbar, wie schwer sich die H2Ku-Frauen vor allem im ersten Durchgang taten. Schnell enteilten die Gäste auf 4:1. Der Angriff der Kuties hatten immer wieder Probleme mit der offensiven 5:1- Abwehr von Bargau/Bettringen. Einerseits kam so nie ein richtiger Spielfluss zustande, andererseits vergaben die Herrenbergerinnen ihre Möglichkeiten, wenn sie sich denn einmal ergaben. Auch die vielen Wechsel, die Heiko Fleisch vornahm, änderten nichts am Spielverlauf. Mit dem 11:16 zur Pause war die Leistung beider Teams deutlich abgebildet.

Auch nach der Pause änderte sich zunächst nichts am Verlauf der Partie oder am Ergebnis. Erst eine umstrittene gelbe Karte für Trainer Fleisch samt Ballbesitzwechsel brachte endlich zwanzig Minuten vor dem Ende die Emotionalität ins Team, die es für eine Wende im Spiel gebraucht hat. Beim 21:23 eine Viertelstunde vor dem Ende schien wieder alles möglich. Die sicheren Abschlüsse von Rechtsaußen durch Shana Stäudle, die Durchbrüche von Sofia Brand und Nadine Schäberle, die sowohl in Abwehr und Angriff ein Riesenpensum absolvierte, machten die Aufholjagd erst möglich. Doch bei genau diesem 21:23 vergaben die Kuties zwei Möglichkeiten zum möglichen Ausgleich.

Das gleiche passierte noch einmal beim 26:27 vier Minuten vor dem Ende. Jedesmal wurde dieses Auslassen der Möglichkeiten mit Gegentreffern bestraft. „Wenn wir hier zum Ausgleich kommen, hätte die Partie vielleicht kippen können“, war sich Trainer Fleisch nach Spielende sicher. Für die Entscheidung sorgten die Gäste letztlich mit dem 30:28 eine halbe Minute vor dem Ende. Der letzte Treffer durch Sofia Brand war letztlich nur noch Ergebniskosmetik.

Heiko Fleisch wollte allerdings nach Spielfluss nicht den Stab über die Mannschaft brechen. „Natürlich werden wir das Spiel noch einmal in Ruhe analysieren, dann geht der Blick aber wieder schnell nach vorne. Schließlich sind wir immer noch Tabellenführer. Für den Kampf in der zweiten Halbzeit bin ich stolz auf meine Mannschaft“, so der Coach nach Spielende.

SG H2Ku: Harm, Göhlich, Istrati; Schäberle (5/1), Kappus (4/4), Stäudle (7), Kußmaul (1), Schmidt (3), Seidel, Schweizer, Venth, Brand (9), Schröder , Lide

F1: Es geht Schlag auf Schlag

Für die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg geht es im neuen Jahr bereits von null auf hundert. Nach dem fulminanten Sieg in Waiblingen steht nun das nächste Topspiel auf den Plan. Wenn die HSG Bargau/Bettringen am heutigen Samstag um 20 Uhr in der Markweghalle ihre Aufwartung macht, ist dies zugleich die Partie Erster gegen Dritter.

Noch vor zwei Tagen wäre es laut Tabelle sogar das absolute Gipfeltreffen gewesen. Doch die Gäste aus dem Teilort von Schwäbisch Gmünd hatten bis dato ein Spiel mehr absolviert als die HSG Böblingen/Sindelfingen und lagen mit einem Pluspunkt mehr vor den BöSi´s. Diese wiederum schoben sich zwar nun an Bargau vorbei, haben aber dennoch beim 24:24 in Köngen einen wichtigen Punkt liegenlassen. Damit hat die SG H2Ku nun drei Punkte Vorsprung vor den nächsten Kontrahenten.

Damit dies auch nach dem heutigen Spiel so bleibt, ist ein Sieg gegen die HSG Bargau/Bettringen Voraussetzung. Für Heiko Fleisch ist der Blick auf die Tabelle allerdings noch verfrüht. „Wir denken weiter von Spiel zu Spiel“, so der Herrenberger Coach. Und da weiß er, dass mit dem Tabellendritten erneut ein dicker Brocken vor seiner Mannschaft liegt. „Bargau spielt einen sehr schnellen Ball und hat mit Anja Schwenk eine überragende Spielerin in ihren Reihen“. Dass jene Anja Schwenk sogar die Torschützenliste der Oberliga anführt, macht die Sache dabei nicht leichter. „Es wäre aber fatal, wenn wir uns nur auf diese eine Spielerin konzentrieren würden“, warnt Trainer Fleisch allerdings.

Er und seine Mannschaft wissen natürlich ganz genau, wovon die Rede ist. Denn eben Bargau/Bettringen war es, gegen die am 12. Oktober des letzten Jahres verloren wurde. Es war die  letzte Niederlage auf dem Saison-Konto der Kuties, seither zieren neun Siege in Folge die Herrenberger Statistik. Apropos Statistik: Diese sagt auch aus, dass die Gäste in der Liga die momentan beste Defensive stellen. Einen Teil dazu hat sicher auch eine Torhüterin geleistet, die wir an ihrer alten Wirkungsstätte begrüßen dürfen. Laura Waldenmaier war vier Jahre lang im Herrenberger Zweitligakader erfolgreich und kehrt heute mit ihrem Heimatverein Bargau/Bettringen in die Markweghalle zurück.

Ungeachtet dessen wollen die Gastgeberinnen natürlich das Parkett als Siegerinnen verlassen. Personell sieht es dafür recht gut aus – bis auf eine Ausnahme. Mit Stefanie Schoeneberg wird heute eine absolute Leistungsträgerin fehlen. „Das müssen und werden wir kompensieren. Solche Ausfälle gibt es immer mal wieder“, lässt Heiko Fleisch aber dennoch keine Ausreden gelten. Dafür kehrt mit Isabel Göhlich die zuletzt wegen einer Verletzung pausierende Torhüterin in den Kader zurück.

F1: Ein Spiel wie aus einem Guss

Erfolgreicher hätte das Jahr 2026 für die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg kaum beginnen können. Mit einem überragenden 37:21 (19:15) beim VfL Waiblingen II festigten die Kuties nicht nur ihre Tabellenführung, sondern sendeten auch eine klare Kampfansage an die Konkurrenz.

Beide Teams gingen mit den fast identischen Ausgangslagen ins Spiel. Acht Siege in Folge sowie ein voller Kader ließen im Vorfeld ein Duell auf Augenhöhe erwarten. Was sich danach über die sechzig Minuten in der Waiblinger Rundsporthalle abspielte, ließ aber sogar den Herrenberger Coach staunend zurück. „Die Leistung hatte sich im Training unter der Woche zumindest angedeutet, aber ein solches Spiel?“, war Heiko Fleisch mehr als erfreut. Dabei drückten die Gäste von Beginn an dem Spiel ihren Stempel auf. Mit einer kompromisslosen Abwehr, die das Angriffsspiel der Waiblingerinnen kaum zum Zug kommen ließ, begann es. Fortgesetzt wurde es mit einem Rückzugsverhalten, das Heiko Fleisch später als „einfach nur überragend“ einstufte. Damit war den Gastgeberinnen praktisch die stärkste Waffe genommen. So wurden gleich in den ersten zehn Minuten mit einem 8:3 die Weichen für den späteren Erfolg gestellt. Auch wenn der VfL im Verlauf der ersten Halbzeit noch einmal bis auf 10:11 herankam, reichte eine Auszeit von Heiko Fleisch aus, um das Spiel wieder in die gewünschten Bahnen zu lenken. Mit einem 19:15 zu Gunsten der Kuties wurden schließlich die Seiten gewechselt.

Waren die Waiblingerinnen zur Pause noch voller Hoffnung, dem Spiel eine Wende geben zu können, zerstob diese relativ schnell nach Wiederanpfiff. War es neben den eigenen Tempogegenstößen im ersten Durchgang vor allem Stefanie Schoeneberg, die mit Torerfolgen glänzte, übernahm diese Rolle nach der Halbzeit dann Sofia Brand. Mit einem 5:1- Lauf erzwangen die Gäste nach sieben Minuten und dem 24:16 durch Sofia Brand praktisch die Entscheidung. Auch eine Waiblinger Auszeit zu diesem frühen Zeitpunkt änderte daran nichts – ganz im Gegenteil. Die restliche Spielzeit nutzten die Herrenberger Kuties dann noch zu einer regelrechten Gala. Der wieder einmal nimmermüden und torgefährlichen Sandra Kußmaul blieb es schließlich vorbehalten, zwanzig Minuten vor dem Ende mit dem 27:17 den ersten Vorsprung von zehn Treffern zu erzielen.

Doch damit war der Torhunger lange nicht gestillt. Der Tabellenführer aus dem Gäu drückte bis zur letzten Minute aufs Tempo und rührte auch in der Abwehr regelrecht Beton an. Mit ganzen sechs Gegentreffern in der zweiten Halbzeit gegen ein solches Spitzenteam ist allein schon die Qualität der SG H2Ku an diesem Nachmittag beschrieben. Am Ende stand unter der wohl besten Saisonleistung ein 37:21.

Für die Kuties geht es weiter Schlag auf Schlag. Am Samstag steht um 20 Uhr das Heimspiel gegen die HSG Bargau/Bettringen auf dem Programm, die sich am vergangenen Wochenende mit einem Sieg gegen die SG Herbrechtingen-Bolheim auf den zweiten Tabellenplatz schieben konnte.

F1: Ein echter Härtetest zum Auftakt

Für die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg hätte das Jahr 2026 kaum herausfordernder beginnen können. Mit dem Spiel beim VfL Waiblingen II haben die Kuties am Samstag ab 15:30 Uhr in der Rundsporthalle gleich zum Auftakt die Mannschaft der Stunde vor sich.

Beim Blick auf die samstägliche Partie lohnt sich durchaus ein Blick zurück. Es war für die Waiblinger Zweitligareserve Anfang Oktober der zweite Spieltag der noch jungen Saison, als das Spiel gegen die Kuties in der Markweghalle auf dem Programm stand. Völlig chancenlos mussten die Gäste nach einem 30:41 die Heimreise gegen wie entfesselt aufspielende Herrenbergerinnen antreten. Schon damals war Heiko Fleisch erstaunt über den Auftritt der Waiblingerinnen. „Vor allem die Rückraumachse mit Anica Müller, Annika Walz und Lea Johansen hat enorm viel Qualität“, hält der Herrenberger Coach eine Rückschau und gibt gleichzeitig vor, wessen Räume in der Rundsporthalle es einzugrenzen gilt.

Ohnehin hat der VfL Waiblingen II danach längst seine Qualitäten unter Beweis gestellt. Denn nach vier Auftaktniederlagen gab es acht Siege in Folge und damit verbunden den Sprung auf Rang 5. Es gibt in der Oberliga nur eine einzige Mannschaft, die eine solche Erfolgsbilanz vorzuweisen hat – eben die SG H2Ku mit ebenfalls acht Erfolgen in Serie. Somit kann man mit Fug und Recht von einem echten Topspiel sprechen. Ob das Spiel für die Kuties so früh schon zu einem richtigen Zeitpunkt kommt, dürfte eine spannende Frage sein. Denn beim letzten Vorbereitungsspiel gegen den TSV Neckartenzlingen lief beim 38:35 längst nicht alles nach Wunsch.

 

Nach den Wünschen des Trainers sieht es allerdings schon aus, wenn man einen Blick auf den Kader für den Samstag wirft. Fast in Bestbesetzung werden die Kuties die Fahrt in die Rundsporthalle antreten können. Lediglich die Torhüterin Isabel Göhlich wird verletzungsbedingt weiter fehlen. Am Dienstag deutete jedoch Gabriela Istrati bereits mit einer guten Leistung an, diese Lücke adäquat schließen zu können.

F1: Kuties mit achtem Sieg in Folge

Mit einer Energieleistung und dem 36:30 (21:17) sicherten sich die Frauen der SG H2Ku im Heimspiel gegen den TSV Heiningen zwei verdiente Punkte und verteidigten so ihre Tabellenführung. Durch die Spiele der Konkurrenz erweist sich inzwischen die HSG Böblingen/Sindelfingen mit zwei Punkten Rückstand auf die Kuties als ärgster Verfolger.

Vor einigen Tagen noch wäre das Spiel der SG H2Ku Herrenberg in der Oberliga Baden-Württemberg gegen den TSV Heiningen als eindeutige Sache gehandelt worden. Zu souverän waren die Kuties gerade in ihren Heimspielen bisher aufgetreten. So aber schlug eine Erkältungswelle bei den Herrenbergerinnen zu, die einige Spielerinnen mindestens gehandicapt in die Partie gehen ließen. Unter diesen Umständen gewinnt der letztlich ungefährdete Sieg gegen den Mitabsteiger aus der Regionalliga noch zusätzlich an Wert.

Von Beginn an gingen die Gastgeberinnen volles Risiko und schlugen ein hohes Tempo an. Augenscheinlich wollten sie früh für eine Vorentscheidung erzwingen, um so auf erwartbare Ausfälle gewappnet zu sein. Heiko Fleisch hatte zuvor noch die Richtung vorgegeben. „Die Spielerinnen sollen so lange spielen, wie es geht“, so der Herrenberger Trainer. In der Offensive ging der Plan auch auf. In der ersten Halbzeit waren Steffi Schoeneberg und Sofia Brand von der Heininger Abwehr nie zu stellen und erzielten allein im ersten Abschnitt 17 Treffer. Insgesamt waren es 21 für die Herrenbergerinnen. Dass Heiko Fleisch dennoch unzufrieden war und immer wieder ins Spiel seiner Mannschaft eingreifen musste, lag an der Defensive seines Teams, die den Gegnerinnen das Torerwerfen das ein oder andere Mal doch zu einfach machte. Das 21:17 zur Pause war somit noch nicht die erhoffte Entscheidung.

Auch nach der Pause hielten die Gäste noch eine Weile mit. Beim 25:22 in der 42. Minute sah es sogar danach, als dass der TSV noch einmal entscheidend eingreifen könnte. Doch trotz aller gesundheitlichen Probleme konnten die H2Ku-Frauen noch einmal zulegen und stellten zehn Minuten später beim 32:24 die zwei Punkte praktisch sicher. Freude kam dennoch nicht auf, weil kurz danach Sofia Brand bei einem eigentlich eher harmlosen Zweikampf so auf dem Hallenboden aufkam, dass sie unter starken Schmerzen in den Katakomben der Halle behandelt werden mussten. So gingen des öfteren die besorgten Blicke der Spielerinnen und dem Trainerteam von der Bank eher nach hinten zur Herrenberger Rückraumspielerin. Erst als Sofia Brand kurz vor Ende wieder zur Mannschaft zurückkehren konnte, war auch der Mannschaft zum Feiern zumute. Diese entlud sich dann nach dem Schlusspfiff und dem 36:30.

Mit dem Doppelpunktgewinn sicherten sich die Kuties ihren achten Sieg in Folge. Das nächste Spiel bestreitet die SG H2Ku erst im neuen Jahr. Dann geht es am 24.Januar zum VfL Waiblingen II.

F1: Die Kirsche auf der Sahnetorte fehlt noch

Ein letztes Mal noch greifen die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg im laufenden Jahr zum Ball. Am Samstag gastiert um 17:45 Uhr der TSV Heiningen in der Markweghalle, der sich natürlich den vorweihnachtlichen Plänen der Kuties entgegenstellen wird.

Nach dem klaren Heimsieg Mitte November gegen die SG Herbrechtingen-Bolheim hatte Heiko Fleisch ein ehrgeiziges Ziel gemeinsam mit der Mannschaft ausgegeben. „Wir wollen kein Spiel mehr bis Weihnachten verlieren“. Die damals verbleibenden drei Spiele hatten es allerdings in sich. Die Spitzenspiele gegen Böblingen/Sindelfingen und Denkendorf standen vor der Tür, und auch der TSV Heiningen wäre nicht zu unterschätzen. Zwei dieser drei Spiele haben die Herrenbergerinnen inzwischen absolviert. Mit zwei Siegen liegt das Team also voll im Soll. Ein letzter Schritt fehlt aber noch. Am Samstag wollen die Tabellenführerinnen mit einem Sieg praktisch die Kirsche auf die Sahnetorte setzen. Es wäre der perfekte Jahresabschluss, denn nach 4:4 Punkten zu Beginn der Saison würde ein Doppelpunktgewinn den achten Sieg in Folge bedeuten.

„Es gibt keinen Grund, Heiningen in irgendeiner Weise zu unterschätzen“. Diese klare Ansage macht der Herrenberger Coach vor der Partie unmissverständlich. Und auch bei seiner Mannschaft befürchtet dies Heiko Fleisch keinen Spannungsabfall gegen die Gegnerschaft aus dem Tabellenmittelfeld – im Genteil. „Die Mädels haben sich in den letzten Wochen in diese Ausgangsposition gebracht. Die wollen sie jetzt nicht einfach wieder hergeben“. Sportlich betrachtet besteht auch gar keine Veranlassung, die Gegnerinnen auf die leichte Schulter zu nehmen. Allein schon die unbeständigen Resultate zeigen, dass die Mannschaft aus der Nähe von Göppingen eben auch zu guten Leistungen fähig ist. Gerade vor dem Auftritt in Herrenberg hat sich der TSV Heiningen, der in der vergangenen Saison gemeinsam mit der SG H2Ku die Regionalliga verlassen musste, mit einem deutlichen Sieg gegen Herbrechtingen-Bolheim in Stellung gebracht. Auf der anderen Seite steht aber auch zum Beispiel eine Niederlage bei HB Kinzigtal, für die es wiederum der einzige Sieg in der laufenden Runde war. Der Hauptgrund für diese Schwankungen dürfte vor allem in der Kadersituation begründet sein. Nachdem schon in der vorletzten Saison mit der ehemaligen Herrenberger Zweitligaspielerin Saskia Grau eine wichtige Spielerin von Bord ging, musste sich die Mannschaft vor dieser Saison von vier weiteren Leistungsträgerinnen verabschieden.

Diesen Umbruch hatten die Gastgeberinnen zwar nicht zu bewältigen, in der Oberliga musste der frühere Regionalligist dennoch erst einmal ankommen. Da dies in den letzten zwei Monaten so hervorragend gelang, ist auch die Hoffnung auf einen erfolgreichen Abschluss im Jahr 2025 natürlich hoch. Zumindest personell dürfte allerdings weniger Grund zum Optimismus herrschen. Zum einen wird mit Saskia Schmidt eine Leistungsträgerin fehlen, zum anderen war die Mannschaft unter der Woche von einer Erkältungswelle arg gebeutelt. Trainer Heiko Fleisch wird daher schauen müssen, wer am Spieltag eingesetzt werden kann.

F1: Das nächste Spitzenspiel schadlos überstanden

Mit einer großen kämpferischen und geschlossenen Mannschaftsleistung haben die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg ihre Tabellenführung verteidigt. Das 27:23 (15:15) beim Tabellenzweiten TSV Denkendorf  war auch das Produkt einer eindrucksvollen Defensivleistung vornehmlich in der zweiten Hälfte.

Herrenbergs Co-Trainer Denis Lide hat momentan eine zusätzliche herausfordernde Aufgabe. Neben seiner sportlichen Tätigkeit im Verbund mit Cheftrainer Heiko Fleisch muss er stets darauf achten, mit einem geladenen Handy in der Halle zu erscheinen. Denn Denis Lide ist für das Sieger-Selfie mit den Kuties nach den Spielen verantwortlich. Und das war in der jüngeren Vergangenheit stets vonnöten. Sieben Mal hat er zuletzt das Mobiltelefon in Folge zücken müssen, das heißt, die Kuties haben die letzten sieben Partien für sich entschieden. Und auch die Denkendorfer Frauen konnten den Fortbestand dieser starken Serie nicht verhindern. Dennoch sprach Heiko Fleisch im Nachgang vom erwartet schweren Gegner. Dass dies nicht nur eine freundliche Floskel war, zeigte sich auch über die komplette Spielzeit.

Vor allem der Beginn setzte die Gäste aus dem Gäu mächtig unter Druck. Mit einem immens hohen Tempo warteten die Gastgeberinnen auf und nutzten diese Startphase zu einem deutlichen 6:2. Die Herrenbergerinnen ließen sich dadurch aber nicht aus dem Konzept bringen, auch Trainer Fleisch verzichtete auf eine Auszeit. Diese Ruhe und das Vertrauen in die eigene Stärke wurde umgehend mit vier Toren in Folge und dem 6:6 nach einer knappen Viertelstunde belohnt. Insbesondere die quirlige Sofia Brand konnte immer wieder die gegnerische Abwehrreihe durchbrechen. Nach dem Ausgleich ging es fast im Gleichschritt bis zur Pause weiter. Das 15:15 zur Pause ließ für beide Seiten noch den gleichen Spielraum.

Der zweite Abschnitt begann gleich mit einer Parade von Torhüterin Isabel Göhlich. Die bis zum Ende stark haltende Göhlich setzte damit ein erstes Ausrufezeichen. Die Ausgeglichenheit beider Teams blieb allerdings bestehen. Zwar gelang es der immer stärker auftrumpfenden SG-Abwehr, ihre Gegnerinnen ins Zeitspiel zu drängen, aber noch konnte der TSV auch unter dieser Bedrängnis erfolgreich abschließen. Die erste Führung der Kuties in der zweiten Halbzeit ließ dann auch noch einige Minuten auf sich warten. Nach einem Doppelschlag von Stefanie Schoeneberg und Shana Stäudle hieß es dann aber 21:20. Noch einmal konnte Denkendorf durch Jana Müller ausgleichen, doch schon hier wurde deutlich, dass die Gastgeberinnen dem hohen Tempo Tribut zollen mussten.

Saskia Schmidt und zweimal Steffi Schoeneberg sorgten schließlich mit ihren drei Treffern und dem 24:21 für die Vorentscheidung. Da auch die Herrenberger Abwehr in den letzten zwanzig Minuten nur noch drei Gegentore hinnehmen musste, war die Punktevergabe vier Minuten vor dem Ende entschieden. Da nutzte letztlich auch ein 7 gegen 6 des TSV nichts mehr. „Heute haben wir alle entscheidenden Big Points gemacht“, freute sich Heiko Fleisch nach Spielende.

Am Samstag können die Kuties ab 17:45 Uhr mit einem Heimsieg gegen den TSV Heiningen die Herbstmeisterschaft in der Markweghalle fixmachen.

SG H2Ku: Harm, Göhlich, Istrati: Schoeneberg (7/4), Schäberle (3), Kappus (2), Stäudle (3), Kußmaul (3), Schmidt (1), Seidel, Schweizer (1), Venth, Brand (6), Schröder (1), Lide

F1: Das nächste Gipfeltreffen wartet schon

Nach dem letzten Spitzenspiel für die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg mit dem Heimsieg gegen die HSG Böblingen/Sindelfingen geht es für den Spitzenreiter aus dem Gäu mit der Partie beim TSV Denkendorf ab 16 Uhr im gleichen Takt weiter. Auch wenn es erneut Erster gegen Zweiter heißt, gibt es doch einen entscheidenden Unterschied zum Derby in der Vorwoche.

Erst mit dem Sieg des Spitzenreiters SG H2Ku gegen die BöSi´s ermöglichten es diese dem TSV Denkendorf, auf den zweiten Platz vorzurücken. Die Denkendorferinnen haben sich diese Position hinter den Kuties vor allem durch eine Serie von zuletzt fünf Siegen in Folge verdient. Noch etwas verhalten mit 3:5 Punkten in die Runde gestartet, gab es seither nur noch Doppelpunktgewinne. Allerdings steht die Bilanz der Herrenbergerinnen denen ihrer Gegnerinnen in keiner Weise nach. Die H2Ku-Frauen können sogar noch einen Sieg mehr in ihrer so erfolgreichen Serie vorweisen, nachdem auch sie mit einer überschaubaren Ausbeute von 4:4 Punkten gestartet sind. Allein dadurch lässt sich unschwer ableiten, dass sich am Samstagnachmittag somit die zwei derzeit besten Mannschaften gegenüberstehen.

Und noch zwei Superlative gibt es im Vorfeld der Partie zu konstatieren. In der Denkendorfer Sporthalle wird die abwehrstärkste Mannschaft auf das offensiv erfolgreichste Team treffen. Dabei ist es fast schon verwunderlich, dass die Herrenbergerinnen in ihrer früheren Paradedisziplin, der Defensive, nicht in der Spitzengruppe der Liga vertreten sind. „Wir haben bisher eher den Fokus auf unser Angriffsspiel gelegt“, erklärt dazu Holger Fleisch. Nach eigenen Aussagen will sich der Herrenberger Coach aber in der Winterpause auch verstärkt dem Defensivspiel seiner Mannschaft widmen. Was die Offensive der Kuties betrifft, hat Trainer Fleisch bisher ganze Arbeit geleistet. Auch bedingt durch das hohe Tempo mit der dadurch hohen Zahl an Angriffen erzielten die Herrenberger Frauen einen Trefferschnitt von 33 pro Partie. Damit thront die Mannschaft unangefochten an der Spitze. Es dürfte eine der spannenden Fragen sein, welches System am Samstag durchsetzen muss. Für Heiko Fleisch ist es indes schon einmal ein gutes Gefühl, mit seiner Mannschaft in den zwei der letzten drei Spiele in den Schlusssekunden den Sieg eingetütet zu haben. „Dadurch hat sich die Mannschaft noch einmal enorm viel Selbstvertrauen geholt. Und dennoch gibt es natürlich einen entscheidenden Unterschied zum Spiel vom vergangenen Samstag. Denn diesmal müssen die Kuties auf ihren Heimvorteil in der Markweghalle verzichten. Umso mehr wünschen sich die H2Ku-Frauen natürlich auch die Unterstützung der SG-Fans in der Fremde.

Sollte es nach Kaderbreite gehen, gibt es einen weiteren Grund vor einen optimistischen Blick voraus. Unter der Woche gab es zwar erneut einige Spielerinnen, die wegen grippaler Infekte pausieren mussten, Heiko Fleisch ist dennoch optimistisch, seine gesamte Mannschaft aufbieten zu können.

F1: In den Schlusssekunden den Sieg festgezurrt

Erst in einer hochdramatischen Schlussphase konnten sich die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg eigener Halle gegen die HSG Böblingen/Sindelfingen durchsetzen. Das entscheidende Tor beim 24:23 (14:11) fiel dabei gerade einmal fünf Sekunden vor dem Ende durch Sofia Brand. Mit dem Sieg sind die Kuties weiterhin Tabellenführer und profitierten dabei auch von der Niederlage der HSG Bargau/Bettringen.

Natürlich war im Vorfeld des Derbys klar gewesen, dass sich die Galavorstellungen der bisherigen Heimspiele gegen den bisherigen Tabellenzweiten nicht wiederholen lassen werden. Und doch war es natürlich nicht geplant, selbst bis in die Schlusssekunden so zittern zu müssen. Vor allem auch deshalb, weil die Gastgeberinnen über die komplette Spielzeit in Führung lagen – abgesehen von der Phase beim 23:23. Dennoch war Trainer Heiko Fleisch „einfach nur froh, gewonnen zu haben“. Auch er wusste natürlich: „So ein Spiel kann am Ende auch einmal ganz schnell kippen“. Dass dies am Ende eben nicht passierte, hatten der Tabellenführer unter anderem einer Sofia Brand zu verdanken, die sich trotz starker Erkältungssymptome in den Dienst der Mannschaft stellte und am Ende auch den finalen Siegtreffer mit einem Wurf aus dem Rückraum sicherstellte. Die alleinige Matchwinnerin war sie damit allerdings nicht. Einmal mehr war es eine geschlossene Mannschaftsleistung mit einer überzeugenden Abwehr und einer stark agierenden Alexandra Harm im Tor dahinter. Die letzte Parade beim finalen Wurf der HSG fünfzig Sekunden vor dem Ende überließ die erfahrene Torfrau dann aber Isabel Göhlich. Mit ihrer Tat hatte Göhlich letztlich dafür gesorgt, dass es zum Showdown um beide Punkte wenige Sekunden vor dem Schlusspfiff kommen konnte.

Der Beginn der Partie ließ aber erst einmal keine Dramatik vermuten. Die Auftaktphase gehörte klar den Gastgeberinnen, die hochkonzentriert begannen. Die wieder mit großen Spielanteilen ausgestattete Laureen Kappus führte klug Regie und beschwor selbst immer wieder Torgefahr heraus. Das 6:2 für die Kuties war deutlich genug, bis zum 10:5 nach nicht einmal einer Viertelstunde durch Shana Stäudle gab es kaum eine Verschnaufpause für die Gäste. Wenig später wurde dann jedoch eine große Schaufel Sand ins Getriebe des Herrenberger Spiels gestreut. Mit Sandra Kußmaul musste ausgerechnet eine der konstantesten und besten Spielerinnen der bisherigen Runde nach einem Foul an Böblingens Sophie Hilf mit einer glatten roten Karte vom Parkett. „Sandra können wir bei einem Ausfall während der Partie eigentlich gar nicht ersetzen“, sah Heiko Fleisch schon hier Probleme auf sein Team zukommen. In der Tat kamen die BöSi´s nun besser ins Spiel und konnten den Rückstand bis zur Pause auf 14:11 verkürzen.

Nach dem Seitenwechsel war zunächst nichts von einer Aufholjagd der Gäste auszumachen. Zweimal Saskia Schmidt nach jeweils sehenswerten Kombinationen und einmal Sofia Brand ließen den Vorsprung wieder auf 17:12 anwachsen. „Wir wussten alle, dass Böblingen/Sindelfingen bis zur letzten Minute kämpfen würde“, war sich Herrenbergs Coach Heiko Fleisch auch hier bewusst, nach vierzig Minuten noch keine Vorentscheidung gesehen zu haben. Bis zum 23:19 konnten die Kuties den Vorsprung vor allem mit immer wiederkehrenden Aktionen über den rechten Rückraum noch halten, danach folgten mehr als acht torlose Minuten. Nachdem die Böblingerinnen zuvor immer wieder die Möglichkeiten zum Verkürzen ausgelassen hatten, machten sie es diesmal bis zum 23:23 besser. Ob dies beim Anschlusstreffer zuvor mit Unterstützung der Unparteiischen gelang oder nicht, war ein hitziges Gesprächsthema nach Spielende. Was war passiert? Lena Zeller von den Gästen hatte sich den Ball zum Strafwurf geschnappt. In der Ausholbewegung fiel ihr der Ball nach hinten. Lena Münch nahm den Ball auf und verwandelte unter dem lautstarken Protest der ganzen Halle zum Tor. Regelkonform oder nicht, die Schiedsrichter gaben den Treffer. Dass den Gastgebern später noch der Siegtreffer zum 24:23 gelang, nahm der Diskussion zumindest ein wenig den Wind aus den Segeln.

Nach dem Motto „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ warf Heiko Fleisch nach dem hitzigen Spiel  schon einmal einen Blick auf den Samstag um 16 Uhr. Dann kommt es erneut zu einem echten Spitzenspiel, wenn die SG H2Ku ihre Tabellenführung beim nunmehrigen Tabellenzweiten TSV Denkendorf verteidigen will. „Das wird um keinen Deut leichter“, weiß er um die Schwere der Partie bei den zuletzt fünfmal in Folge siegreichen Gegnerinnen.

SG H2Ku: Harm, Göhlich, Istrati; Schoeneberg (2/1), Schäberle (7), Stäudle (2), Kußmaul (1), Schmidt (6), Seidel, Schweizer, Venth (2), Brand (3), Schröder, Lide (1)

F1: Die Kuties fühlen sich bereit

Es ist ein Spiel, auf das die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg hingearbeitet haben. Und sie haben es sich durch ihre Erfolge in den letzten Wochen auch verdient. Wenn die Herrenberger Kuties am Sonntag um 17 Uhr auf die HSG Böblingen/Sindelfingen treffen, ist es der vorläufige Höhepunkt einer positiven Entwicklung. Dessen Ende soll es natürlich noch nicht sein.

Fünf deutliche Heimsiege stehen in der laufenden Saison für die Kuties zu Buche. Fünf Siege gab es zudem auch zuletzt insgesamt zu verzeichnen. Bemerkenswerte Zahlen, die dafür sorgten, dass die Gastgeberinnen heute im Gipfeltreffen Erster gegen Zweiter als Tabellenführerinnen ins Spiel gehen. Doch noch ein anderer Umstand sorgte für diese Konstellation. Am vergangenen Sonntag unterlagen die BöSi´s in eigener Halle überraschend dem VfL Waiblingen mit 30:33, hievten damit die Herrenbergerinnen auf den vorläufigen Thron und weisen damit ebenso wie die SG H2ku nun vier Minuspunkte auf. Aufgrund dieser Niederlage aus der Vorwoche werden die Kuties ihre Gegnerinnen dennoch nicht unterschätzen.

„Wir haben allergrößten Respekt vor den BöSi´s“, stellt Heiko Fleisch im Vorfeld schon einmal klar. Dieses Statement des Herrenberger Trainers ist dabei alles andere als unbegründet. Denn einerseits weisen die Gäste eben auch nur jene vier Minuspunkte wie die Herrenbergerinnen auf. Zum anderen sind jene Negativzähler allesamt in eigener Halle eingefahren wurden. Von ihren Reisen in die Fremde konnte das Team von Trainer Mischa Herok stets zwei Punkte einpacken. Damit tritt die beste Auswärtsmannschaft der Liga beim heimstärksten Team an. Nicht vergessen werden sollte aber auch, dass mit der HSG Bargau/Bettringen eine Mannschaft hinter dem Duo aus Herrenberg und Böblingen/Sindelfingen lauert, das nur drei Minuszähler aufweist. Allerdings stehen hier zwei Spiele weniger in der Statistik.

Ungeachtet der Gegnerstärke ist aber das Ziel für die H2Ku-Frauen eindeutig: „Wir wollen das Spiel unbedingt gewinnen“. Es ist die Vorgabe, die der Trainer ausgesprochen hat, aber wohl auch von jeder Spielerin hätte stammen können. „Die Vorfreude in der Mannschaft ist riesengroß. Es sind ja auch genau diese Spiele, warum wir Handball spielen“, hat Heiko Fleisch festgestellt. Seine Aufgabe wird es nun sein, diese Energie auch in die richtigen Bahnen zu lenken. Denn klar ist auch, dass man in einem solchen Spiel auch schnell einmal überpacen kann. „Wir dürfen nicht zu früh zu viel wollen“, lautet daher die Marschroute. Von einem Heimspiel, wie sie bisher liefen, kann man am Sonntag auf keinen Fall ausgehen. Die hohen Erfolge in der Markweghalle waren zwar allesamt gut für das Selbstvertrauen, werden aber gegen die HSG Böblingen/Sindelfingen keine Rolle spielen.

Und dennoch: Für Heiko Fleisch hat die Mannschaft zuletzt eine Entwicklung genommen, die ihn in seinem Optimismus für die Partie bestärkt. „Gerade die die letzten beiden Spiele haben uns weiter vorangebracht“, blickt der Trainer kurz zurück. In Pfullingen verspielten die Kuties zunächst einen hohen Vorsprung, um dann doch noch das Spiel wieder an sich zu reißen. Im Heimspiel gegen Herbrechtingen-Bolheim wiederum wurde mit Geduld und Ruhe ein früher Rückstand wieder wettgemacht. So gibt es auch keinen Grund für Heiko Fleisch, irgendetwas an seiner Taktik zu ändern. Und auch personell dürfte er nach Lage der Dinge keine Änderungen befürchten. „Auch wenn immer mal wieder eine Spielerin wegen Erkältungssymptomen pausieren müssen, sollten am Sonntag alle spielen können“.