M1: SG erarbeitet sich ein weiteres Endspiel

Mit einer Offensivgala, wie sie in dieser Saison bislang noch nicht zu sehen war, haben die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg die HSG Konstanz II förmlich aus der Markweghalle gefegt. Das 44:32 (21:17) war dabei der dritte Sieg in Folge. Damit kann die Mannschaft von Trainer Tim Gauß weiter vom Klassenerhalt träumen.

Über 300 Zuschauer traten in der Markweghalle den persönlichen Beweis an, noch immer an die Mannschaft zu glauben. Und auch die Mannschaft selbst blieb diesen Beweis in einem wahren Handballfest nicht schuldig. Vor allem, dass die Mannschaft dem maximalen Druck standhalten konnte, lässt für die beiden restlichen Saisonspiele zusätzlichen Optimismus aufkommen. Denn vor dem Spiel war klar, dass die Herrenberger mit einer Niederlage den Abstieg nicht mehr hätten verhindern können.

Der Beginn der Partie verlief dabei schon vielversprechend. Zwar mussten die Gastgeber auf Moritz Werner wegen eines grippalen Infekts verzichten, doch sollte sich dafür Tim Frommer im Laufe der Partie auf der rechten Rückraumposition zu seiner wohl besten Leistung im bisherigen Saisonverlauf aufraffen. Überzeugend war ohnehin das Wort, das diesen Abend am treffendsten beschreiben konnte. Nachdem die Gäste vom Bodensee mit drei Toren in Folge auf 6:5 stellten, entpuppte sich dieses Zwischenhoch eher als Herrenberger Dosenöffner für eine erste Halbzeit, die im Zeichen höchsten Tempos stand. „Wir wollten so wenig wie möglich in den Positionsangriff gehen. Dafür war Konstanz bisher zu abwehrstark“, erklärte Tim Gauß diese Taktik nach Spielende. Es sollte sich als goldrichtig herausstellen, denn oftmals hatte die Konstanzer Abwehr gar keine Zeit, sich zu formieren. Und da auch die Effektivität sehr hoch war, gelang es den Herrenbergern  bis zur Pause ein 21:17 herauszuwerfen.

Die Frage war für den zweiten Durchgang eigentlich schnell gestellt: Würden die H2Ku-Männer dieses immens hohe Tempo beibehalten können? Denn neben Moritz Werner mussten die Gastgeber noch einen weiteren Ausfall, diesen allerdings während des Spiels, verkraften. Linksaußen Luca Kälbly musste bereits nach einer Viertelstunde mit einer glatt roten Karte auf der Tribüne Platz nehmen. Somit fiel eine weitere personelle Alternative weg. Letztlich sollte sich die Befürchtung eines Kräfteeinbruchs aber als unbegründet erweisen.

Bereits nach wenigen gespielten Minuten musste Gästecoach Jonas Hadlich im zweiten Durchgang beim Stand von 28:20 mit einer Auszeit gegensteuern. Während er versuchte, zu retten, was zu retten war, brachte sein Gegenüber erstmals ein weiteres Detail zu Sprache. „Belohnt Euch für Euer Spiel und holt Euch den direkten Vergleich!“. Es wäre praktisch die Kirsche auf der Sahnetorte. Die Spieler taten letztlich dem Coach diesen Gefallen gerne. Auch wenn die Bank der Konstanzer breiter besetzt war, ließ die SG H2Ku ihrem Gegner keine Luft zum Atmen mehr. Bereits elf Minuten vor dem Ende erzielte Oliver Sudar das 37:27. Der Herrenberger Aktivposten stand an diesem Abend aber keineswegs alleine da. Es gab keinen sportlichen Ausfall zu beklagen. Und auch trotz der vermeintlich hohen Zahl der Gegentreffer lieferte auch die Abwehr mit Torhüter David Herz im Tor eine starke Leistung ab.

Am Ende war das 44:32 sogar in dieser Höhe verdient. Am kommenden Sonntag sind dann die Spieler im nächsten Endspiel gefordert. Dann heißt es auch beim Spiel bei der SG Pforzheim/Eutingen II wieder: Siegen oder Fliegen. Immerhin haben die Herrenberger nun aber nur noch einen Zähler Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz. „Wenn wir in Pforzheim genauso spielen, können wir auch dort gewinnen“, versprüht Tim Gauß schon eine große Kampfeslust.

SG H2Ku: Herz (1), Sauer (beide im Tor); Kälbly (2), Lohrer (1), Böhm (6), Sudar (8), Bechinke (1), Fischer (2), Frommer (7), Jacobs, Krebs (5), Wittke (8/1), Lewe (2), Dannenberg (1)

Setzt sich für die Männer 1 die Hoffnung auf den Klassenerhalt fort? Männer 2 reisen nach Spaichingen

Wenn die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg am Samstag um 20 Uhr auf die HSG Konstanz II treffen, könnten am Ende drittletzten Spieltages zwei Entscheidungen gleichzeitig gefallen sein. Dabei hoffen die Gastgeber allerdings, dass dieser Fall nicht eintreten wird.

Die Lage ist schnell skizziert. Als Drittletzter hat die SG H2Ku drei Punkte Rückstand auf die Konstanzer Drittligareserve. Verlieren die Herrenberger, ist bei dann fünf Punkten Rückstand der Abstieg des Gäu-Clubs in die Verbandsliga besiegelt. Für die Gäste vom Bodensee hieße das im gleichen Zuge: Klassenerhalt geschafft. Denn selbst wenn der TuS Altenheim, Vorletzter des Klassements, sein Spiel bei der SG Heidelsheim/Helmsheim am Sonntag gewinnt, könnte die HSG Konstanz aufgrund des um ein Tor besseren direkten Vergleichs nicht mehr von den Nichtabstiegsplätzen verdrängt werden. Auch wenn in der Theorie auch noch die HSG Ettlingen und die SG Kenzingen/Herbolzheim in der Verlosung um den Klassenerhalt dabei sind, dürfte Konstanz der letzte Kontrahent sein, der von den Herrenbergern überflügelt werden könnte.

Dazu bedarf es allerdings am Samstag in der Markweghalle unbedingt eines Sieges. Dann wären die H2Ku-Männer bis auf einen Punkt an die Gäste herangerückt und hätten mit zwei weiteren Siegen in den abschießenden Partien gegen Pforzheim und Schmiden noch immer eine Chance auf den Ligaverbleib.

Zunächst richtet sich der Blick aber auf die Heimpartie ab 20 Uhr. Trainer Tim Gauß hat nach den zwei Siegen zuletzt – es waren die ersten beiden Erfolge nacheinander – durchaus auch im Training eine Änderung erkennen können. „Die Siege haben dem Team noch einmal einen Schub gegeben“, so der Herrenberger Coach. Besonders auffällig war dabei beim Sieg in Ehingen die Abgeklärtheit im Team, als selbst in brenzligen Situationen der Kopf oben blieb. Wichtig wird es vor allem sein, dass die SG H2Ku erneut eine überzeugende Abwehrleistung zeigt. Im Lager der Gastgeber hofft man dabei natürlich auch wieder auf eine ähnliche Torhüterleistung, wie sie jüngst in Ehingen von Nico Sauer gezeigt wurde. Theoretisch zumindest steht dem auch nichts im Wege. Sowohl Nico Sauer als auch alle anderen Spieler dürften für den Abstiegskracher fit sein. Lediglich die beiden Langzeitverletzten Kenneth Stiegen und Janek Förch werden nicht mit dabei sein können.

Verbandsligamänner in Spaichingen gefordert

Mit nur zwei Pluspunkten im Gepäck tritt die zweite Mannschaft der SG H2Ku Herrenberg am Samstag die Reise zum TV Spaichingen an. Ab 19 Uhr sollen nach Möglichkeit die ersten beiden Zähler der Rückrunde eingefahren werden.

Natürlich geht das Verbandsligateam auch in diese Partie als krasser Außenseiter an den Start. An der Motivationslage hat die bisherige magere Saisonbilanz aber nichts geändert. Noch immer zieht die Mannschaft mit und will in jeder Partie für einen Erfolg kämpfen. Aber auch diesmal müssen die Gäste mit einem Rumpfaufgebot auskommen. Erneut werden neben dem Innenblock mit Miro Mezger und Tom Bühler noch Simon Gogl, Marcel Braitmaier, Andreas Kohler und Louis Kälbly aus. Hinter dem Einsatz von Alexander Kohler steht derweil noch ein dickes Fragezeichen.

F1: Kuties schaffen den Aufstieg!

Es war sicher nicht ihr bestes Saisonspiel, das die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg am Samstag ablieferten. Das war jedoch allen Beteiligten nach dem 27:21 (13:10) beim TSV Heiningen vollkommen egal. Das dennoch hohe Ergebnis zeigte dabei einmal mehr, dass die Kuties fast in ihrer eigenen Liga spielen. Das Wichtigste an diesem Tage war aber: Die SG H2Ku spielt in der kommenden Saison wieder in der Regionalliga.

Auch wenn das Spiel schon sicher schwer genug war: Der Feiermarathon im Nachgang der Partie war sicher noch um einiges anstrengender als die sechzig Minuten auf dem Parkett, dauerte dieser doch bis in den Sonntagabend hinein – mindestens.

Zuvor galt es allerdings erst einmal, die letzte Hürde vor dem Aufstieg zu nehmen. Der TSV Heiningen wollte natürlich mit aller Macht verhindern, dass die Gäste die Meisterschaft ausgerechnet in ihrer Halle feiern würden. So entwickelte sich ein Spiel, dass zunächst ein 2:0 für die Gastgeberinnen brachte. Und auch wenn die Gäste aus Herrenberg schnell wieder auf Gleichstand stellten, merkte man doch, dass es dann eben doch kein Spiel wie jedes andere war. „Bei der ein oder anderen Aktion war schon ein zittriges Händchen erkennbar“, musste auch Heiko Fleisch feststellen. Das war nicht zuletzt auch deshalb verständlich, weil über 100 erwartungsfrohe Fans den Weg nach Heiningen auf sich genommen hatten, um den vorfristigen Aufstieg zu feiern.

Zumindest gelang es den Kuties, nach dem 3:2 eine knappe Führung zu behaupten. Als Sandra Kußmaul nach etwa einer Viertelstunde auf 9:6 stellte, sah es danach aus, als ob sich die Gäste nun absetzen könnten. Doch daraus wurde nichts. Es war der erneut starken Abwehr zu verdanken, dass die Herrenbergerinnen weiter in Front lagen. Das 13:10 zur Pause war bei den Fans aber zumindest schon etwas Balsam auf das Nervenkostüm.

Für noch mehr Beruhigung sorgten die ersten Minuten nach Wiederbeginn. Sina Venth, Saskia Schmidt und Stefanie Schoeneberg stellten auf 16:10, eine Vorentscheidung bahnte sich an. Daraus wurde jedoch noch nichts. Eine entscheidende Szene gab es in der 42. Minute, als Stefanie Schoeneberg beim Stand von 18:15 vom Punkt scheiterte. Geistesgegenwärtig griff sich die Kreisspielerin jedoch den Abpraller und verwandelte den Nachwurf sicher. Es sollte das letzte Mal gewesen sein, dass die mitgereisten Fans etwas zittern mussten. Die restliche Spielzeit konnten die Kuties ihre Gegnerinnen sicher in Schach halten. Die letzten zwei Minuten waren dann nur noch ein Schaulaufen, der Sieg war zu diesem Zeitpunkt schon in Sack und Tüten. Nach dem 27:21 durch Shana Stäudle und dem gleichzeitigen Schlusspfiff gab es bei Fans und Mannschaft kein Halten mehr. Die Rückkehr in die Regionalliga war perfekt!

„Ich bin so unfassbar stolz auf die Mannschaft. Vor allem auch, wenn ich die Entwicklung der letzten Monate sehe“, sprudelte es aus Heiko Fleisch heraus. So wie er sahen es auch die Fans, die sich nach Spielende ähnlich äußerten. Es folgen für die Kuties nun noch zwei Spiele in Weinstadt und zum Schluss zuhause gegen Dornstetten. Hierfür versprach Heiko Fleisch noch einmal volle Konzentration. Wer den Trainer kennt, weiß auch genau, dass dies trotz der nun gewonnenen Meisterschaft keine leeren Worthülsen sind. Die Fans wird’s freuen – die Konkurrenz wohl eher etwas weniger.

M1: Die Hoffnung lebt weiter

Für die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg ist der schon fast sicher geglaubte Abstieg in die Verbandsliga noch immer abwendbar. Durch ein hochverdientes 27:24 (12:10) beim TV Ehingen lebt der Funken Hoffnung weiter.

Der Sieg beim Tabellenvierten sorgte dabei für zwei Premieren. Einerseits war es der erste Auswärtssieg der laufenden Saison und gleichzeitig konnten zum ersten Mal zwei Siege hintereinander bejubelt werden. Dabei gab es im Nachgang nicht einmal Zweifel an der Berechtigung des Doppelpunktgewinns beim Favoriten.

Mit einem 5:1 nach knapp zehn Minuten wurde zunächst erst einmal ein solider Grundstein gelegt. Dabei überragte im Angriff der Herrenberger mit Oliver Sudar ein Spieler, der seine Stärken im Eins gegen Eins hat. Genau das war auch der Plan von Tim Gauß. „Wir haben Oli ganz bewusst immer wieder in eine solche Position gebracht“, so der Herrenberger Coach nach Spielende. Der Lohn waren allein fünf Sudar-Treffer bis zum 6:3. Dass es in der Startphase des Spiels und eigentlich bis zum Ende der Partie so wenig Gegentore zu quittieren gab, hatte dagegen einen einfachen Grund. „Ganz klar, Nico Sauer war heute der Spieler des Spiels“, lobte Trainer Gauß seinen Torhüter überschwänglich. Er war es auch, der immer wieder die Unkonzentriertheiten im Angriffsspiel mit seinen Paraden, darunter vielen freien Würfen, ausbügeln konnten. Aus Sicht der Gäste war das 12:10 beim Pausenpfiff vielleicht sogar etwas zu niedrig ausgefallen.

Nico Sauer als überragender Rückhalt

Im zweiten Spielabschnitt änderte sich zunächst nicht viel. Der Vorsprung von zwei bis drei Toren hatte in den ersten Minuten weiterhin Bestand. Als der überzeugende Lukas Krebs in der 40. Minute auf 18:13 stellen konnte, war die Hoffnung auf eine frühe Vorentscheidung natürlich groß. Dennoch schwang auch die Sorge mit, dass die Mannschaft, wie zuletzt öfters eingetreten, in kniffligen Situationen ein Vorsprung leichtfertig hergeben würde. Dieses Mal sollte sich ein solches Szenario allerdings nicht einstellen. Die Herrenberger, in dieser Partie noch nicht ein einziges Mal im Rückstand, verteidigten ihren Vorsprung vor allem durch ihre überzeugende Abwehr. Nico Sauer hielt weiterhin alles, was es zu halten gab. Und auch der Innenblock mit Nik Wittke und Finn Böhm erhielt vom Trainer nach Spielende Bestnoten.

Brenzlig wurde es aber noch einmal sieben Minuten vor dem Abpfiff. Hier konnte der TV Ehingen durch Niklas Duffner auf 22:23 verkürzen. Doch einmal mehr sorgte Oliver Sudar gemeinsam mit Luca Kälbly dafür, dass fünf Minuten vor dem Ende wieder zwei Tore Vorsprung bejubelt werden konnten. Am Ende sorgte Oliver Sudar mit seinem siebten Treffer zum Endstand von 27:24 für die endgültige Entscheidung.

Am Samstag treffen die H2Ku-Männer nun mit der HSG Konstanz II auf den letzten verbliebenen Konkurrenten, den sie im Kampf um den Klassenerhalt theoretisch noch überholen können. Schützenhilfe konnte der TSV Altensteig indes nicht leisten. Das Tabellenschlusslicht unterlag bei der Drittligareserve mit 28:34. Damit haben die Konstanzer weiterhin drei Punkte Vorsprung vor dem direkten Aufeinandertreffen in der Markweghalle.

Männer 1 wollen Minichance nutzen / Männer 2 fahren personell gebeutelt nach Ludwigsburg

Für die Oberligamänner der SG H2Ku ist der letzte Funken Hoffnung auf den Klassenerhalt trotz der zuletzt durchwachsenen Leistungen noch nicht erloschen. Um diesen Funken am Leben zu halten, sollte am Samstag ab 20 Uhr beim TV Ehingen unbedingt etwas Zählbares herausspringen.

Es war bisher sicher eine Rückrunde, die insgesamt überhaupt nicht nach den Wünschen der SG H2Ku Herrenberg lief. Doch nach dem Sieg im letzten Heimspiel gegen den TuS Altenheim ist wieder etwas Zuversicht eingekehrt. „Der Erfolg und die zwei Punkte haben der Mannschaft noch einmal einen Schub gegeben“, hat Tim Gauß in den letzten beiden Trainingswochen erkannt. Neben dem gewonnenen Selbstvertrauen haben die H2Ku-Männer zudem auch wieder Kraft für die letzten vier Saisonspiele tanken können. Und gleich die erste dieser abschließenden Partien hat es dabei in sich, geht es doch zum Tabellenvierten TV Ehingen. Die Reise in die Nähe von Singen soll aber beileibe nicht zum Ausflug werden. „Wir wollen dort etwas holen“, betont Trainer Gauß, der natürlich selbst am besten weiß, dass in der jetzigen Situation ohnehin nur noch Siege helfen, um den drohenden Abstieg noch abwenden zu können.

Blickt man auf die Tabelle, wird auch schnell klar, dass als letzter verbliebener Strohalm die HSG Konstanz II herhalten muss. Die Bodensee-Städter haben momentan drei Zähler mehr auf dem Konto als die SG H2Ku. In der nächsten Woche treffen dann beide Teams in der Markweghalle direkt aufeinander. Um hier noch einmal Spannung aufzubauen, sollte allerdings in Ehingen auch ein Erfolgserlebnis herausspringen, zumal die Konstanzer am Sonntag das Tabellenschlusslicht Altensteig empfangen. Für diese dürfte ein Sieg in Konstanz wiederum ebenso die letzte Chance für einen Ligaverbleib darstellen.

Als Problem könnte sich jedoch eventuell herausstellen, dass mit der HSG Konstanz II eine Mannschaft involviert ist, die sich durchaus auch mit Personal aus dem Drittliga-Team bedienen könnte. Auch dort tummeln sich viele junge Talente. Inwieweit das, auch durch die Personalnot in der Konstanzer Erstmannschaft, eine Rolle spielen wird, bleibt allerdings abzuwarten. Ohnehin liegt es zuallererst in der Herrenberger Hand, die Chance auf den Klassenerhalt am Leben zu erhalten. Zumindest personell stehen hierfür die Vorzeichen recht gut. Bis auf Kenneth Stiegen und Janek Förch wird Tim Gauß auf seinen kompletten Kader zurückgreifen können.

Verbandsligamänner mit Rumpfkader nach Ludwigsburg

Für die SG H2Ku Herrenberg II ist der Zug in Richtung Klassenerhalt längst abgefahren. In den letzten vier Spielen geht es nur noch darum, gute Leistungen anzubieten und hier und da ein Erfolgserlebnis zu erzielen. Bei nur einem Sieg insgesamt und bisher keinem Punkt in der Rückrunde dürfte dieses Unterfangen allerdings auch am Samstag ab 18 Uhr beim HB Ludwigsburg alles andere als leicht werden.

Schon das Hinspiel ging deutlich verloren, inzwischen hat sich der Mitaufsteiger im oberen Tabellenmittelfeld etabliert und wird im Gegensatz zu den Herrenbergern auch in der kommenden Saison in der Regionalliga spielen können.

Die Motivationslage des Teams um das Trainergespann Marcel Kohler / Maxi Schöllkopf ist dennoch ungebrochen gut. Weniger gut stellt sich für die beiden Trainer allerdings die Personalsituation. So wird aus privaten Gründen der Mittelblock mit Tom Bühler und Miro Mezger ausfallen. Verletzungsbedingt werden zudem Simon Gogl, Loius Kälbly, Luca Ehler, Oliver Kohler und Louis Eckert nicht mitwirken können. Auch hinter dem Einsatz von Marcel Braitmaier steht noch ein dickes Fragezeichen.

M1: Der Funken Hoffnung lebt noch

Mit einer engagierten Leistung haben sich die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg im Heimspiel gegen den TuS Altenheim zwei Heimpunkte gesichert. Das 32:27 (14:13) brachte nicht nur den Sprung vom letzten auf den 12. Tabellenplatz, sondern auch wichtiges Selbstvertrauen für die letzten Saisonspiele.

Schon vor dem Spiel war klar, dass es für beide Teams die wohl letzte Chance sein würde, im Kampf um den Klassenerhalt noch entscheidend einzugreifen. Mit diesem Druck konnten zunächst die Gäste weitaus besser umgehen. Nach knapp einer Viertelstunde führte Altenheim mit 8:4 und hatte sogar die Möglichkeit, die Führung weiter auszubauen. War in den vergangenen Spielen dieser Zeitraum meist der Beginn von schwachen Herrenberger Minuten, legten die Gastgeber diesmal den Schalter genau in die andere Richtung um. Ein 5:0- Lauf sorgte nach zwanzig Minuten mit dem 9:8 für die erste Führung. Eine Auszeit von Tim Gauß fünf Zeigerumdrehungen vor dem Ende des ersten Abschnitts schien dann genau zur rechten Zeit gekommen zu sein, denn mit zwei Treffern gelang noch ein knapper Vorsprung beim Gang in die Kabinen.

Die ersten Minuten nach Wiederbeginn gehörten dann eindeutig den H2Ku-Männern. Gästecoach Robin Haller monierte, dass sein Team einen katastrophalen Start hingelegt hatte: „Wir haben nichts von dem auf die Platte bekommen, was wir uns vorgenommen hatten“. Tim Gauß dagegen konnte in dieser Phase mit seiner Mannschaft hochzufrieden sein. „Das haben wir richtig gut gemacht“, freute er sich nach Spielende. Abschütteln ließen sich die Gäste allerdings noch nicht. Jedoch war bei den Gastgebern eine ganz andere Körpersprache zu sehen. Auf dem Parkett und auf der Ersatzbank pushte sich die Mannschaft gegenseitig zu einer starken Leistung.

Für die endgültige Entscheidung sorgte dann ein Doppelpack der besonderen Art. Erst verwandelte Florian Dannenberg das Rückhandanspiel von Oliver Sudar als Einläufer an den Kreis zum 30:26, danach erzielte Tim Frommer nach dem vierten Pass des angedrohten Zeitspiels aus schwieriger Position das 31:26. Da nütze es auch wenig, dass es Gästecoach immer wieder mit neuen Taktikvarianten probierte. Diesmal hatten die Herrenberger stets die richtige Antwort parat. Am Ende schaffte die SG H2Ku sogar noch mit den fünf Toren Vorsprung auch noch den besseren Part im direkten Vergleich. „Man weiß ja nie“, kommentierte Trainer Gauß diesen Umstand nach Spielende.

Nach der Osterpause tritt die Mannschaft dann am 11.April beim TV Ehingen an.

M1: Leidenschaft als oberstes Ziel

Für die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg scheint der Zug zum Klassenerhalt bei realistischer Betrachtungsweise wohl schon abgefahren zu sein. Dennoch ist die theoretische Chance auf ein weiteres Jahr Oberliga noch gegeben. Aber nicht nur deshalb fordert Herrenbergs Trainer Tim Gauß vor dem Heimspiel am Samstag um 20 Uhr gegen den TuS Altenheim eine engagierte Leistung.

„Ich will die Leidenschaft sehen, die wir zuletzt in Leonberg nicht gezeigt haben“, bringt es Tim Gauß auf eine klare Formel. In Leonberg waren die H2Ku-Männer im so wichtigen Auswärtsspiel vor einer Woche relativ chancenlos gewesen. Das soll sich am Samstag nun ändern. „Natürlich haben wir das Spiel aufgearbeitet, der Blick geht aber nun nach vorne“, hat der Trainer inzwischen den enttäuschenden Auftritt abgehakt.

Für den Samstag ergibt sich derweil, eine hochbrisante Ausgangslage. Durch den schlechteren direkten Vergleich gegen Altensteig ist die SG H2Ku auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht. Der TuS Altenheim steht zwar zwei Plätze höher in der Tabelle, hat allerdings nur ein Zähler mehr auf dem Konto. Das derzeit rettende Ufer ist fünf Spieltage vor Rundenende inzwischen vier bzw. fünf Punkte entfernt. Das heißt im Klartext: Für beide Teams dürfte es die allerletzte Chance sein, im Kampf um den Klassenerhalt noch einmal einzugreifen. Und diese, wenn auch kleine, Möglichkeit, wollen die Gastgeber mit aller Macht nutzen. Vor allem will sich die Mannschaft auch vor den eigenen Fans mit einem überzeugenden Sieg rehabilitieren.

Personell können wohl bis auf die Langzeitverletzten alle Spieler mithelfen, einen Heimsieg einzufahren. Damit wird Trainer Gauß nach Lage der Dinge nur auf Kenneth Stiegen und Janek Förch verzichten müssen.

Verbandsligamänner empfangen Fellbach

Vor dem Spiel der Oberligamänner tritt das Verbandsligateam der SG H2Ku um 17.45 Uhr gegen den SV Fellbach an. Obwohl für die Mannschaft des Trainergespanns Marcel Kohler / Maxi Schöllkopf die Rückkehr in die Landesliga nicht mehr abzuwenden ist, will sich die Mannschaft weiterhin für jeden nur möglichen punkt zerreißen. Gegen die Fellbacher hatten die Herrenberger im Hinspiel beim 28:34 noch eine respektable Leistung abgeliefert. Gleiches soll sich nun am Samstag wiederholen.

Allerdings haben sich die Gäste inzwischen auf den dritten Tabellenplatz vorgearbeitet, was die Aufgabe zusätzlich erschweren wird. Zudem werden die Gastgeber nicht in Bestbesetzung antreten können. So wird das Trainerteam auf Oliver Kohler, Luca Ehler und Kolja Fritz verzichten müssen.

Für den inzwischen in Fellbach spielenden Marvin Georg hingegen wird es nach langer Zeit eine Rückkehr an seine einstige und langjährige Wirkungsstätte geben.

M1: Schmerzhafte Niederlage für die H2Ku-Männer

Einen vielleicht entscheidenden Rückschlag mussten die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg am Freitagabend beim SV Leonberg/Eltingen hinnehmen. Am Ende war die Niederlage mit 39:32 (18:14) auch in dieser Höhe verdient.

Zwanzig Minuten lang konnten die Gäste aus Herrenberg dem Spiel ihren Stempel aufdrücken. Unter dem Strich war das natürlich zu wenig, um das Parkett als Sieger zu verlassen. Dabei waren die ersten Minuten so ganz nach dem Geschmack der vielen mitgereisten Fans. Nach sieben Minuten zappelte im Angriff jeder Wurf im Kasten der Gastgeber. Auch ein überzeugender David Herz im Herrenberger Tor sorgte für ein 7:4. Aufbauen konnten die Gäste gegen in dieser Phase verunsicherte Hausherren darauf allerdings nicht. Zwar vermochten es die Herrenberger, diesen Vorsprung bis zum 12:10 zu behaupten, jedoch wurde eine zunehmende Unsicherheit von Angriff zu Angriff sichtbar. Fünf Gegentore in Folge zum 15:12 schickten die Herrenberger erstmals in Richtung Verliererstraße. Beim Halbzeitstand von 18:14 war für die SG H2Ku zumindest noch nicht alles verloren.

Ins endgültige Hintertreffen manövrierten sich die Gäste dann selbst nach Wiederbeginn. Gleich zu Beginn leistete sich Leonberg einen technischen Fehler, der im Gegenzug zum 18:15 inklusive einer Zeitstrafe für die Hausherren führte. Genau diese Überzahl führte aber nicht zur Aufholjagd, sondern zu drei Treffern des SV Leonberg/Eltingen zum 21:15. Es war der Anfang vom Ende aller Herrenberger Hoffnungen, denn danach ging für eine Weile nichts mehr. Vor allem mit der taktischen Variante mit vier Rückraumspielern ohne Kreisspieler kam die SG H2Ku überhaupt nicht zurecht. Als noch etwas weniger als zwanzig Minuten zu spielen waren, hatte Leonberg mit dem 29:19 längst für die Vorentscheidung gesorgt. Und auch in den folgenden Minuten, in denen sich bei den Gastgebern ein Kräfteverschleiß sichtbar wurde, konnte dies nicht entscheidend genutzt werden.

„Vielleicht war der Druck zu groß. Jedenfalls waren wir mit dem Kopf überhaupt nicht auf dem Parkett“, war für Tim Gauß einer der Gründe für die Niederlage. Insgesamt war das aber keine wirkliche Erklärung. „Angesichts der Bedeutung des Spiels war es eine indiskutable Leistung. Das darf uns so einfach nicht passieren“, fand der Herrenberger deutliche Schlußworte. Ein Klassenerhalt in der Oberliga wird dadurch fast schon unmöglich.

SG H2Ku: Herz, Sauer (2) (beide im Tor); Kälbly (2/1), Werner (7), Lohrer (2), Bross, Böhm (3), Sudar (2), Bechinka (2), Fischer (4), Frommer, Jacobs (2), Krebs, Wittke (5/5), Lewe, Dannenberg (1)

M1: Verlieren darf eigentlich niemand

Das Spiel in der Handball-Oberliga der Männer zwischen dem SV Leonberg/Eltingen und der SG H2Ku Herrenberg ist schon anhand des Derbycharakters der beiden Kreisrivalen hochbrisant. Dazu kommt am Freitag ab 20 Uhr noch eine zusätzliche Spannung ins Spiel, kämpfen doch beide Teams derzeit noch um den Klassenerhalt.

Nach Lage der Dinge werden am Ende der Saison drei Mannschaften in den sauren Apfel des Abstiegs beißen müssen. Die Herrenberger besetzten noch am Anfang der Woche den ersten Platz unter dem Strich, die Leonberger standen als Tabellennachbar einen Rang darüber. Inzwischen hat die Tabelle am grünen Tisch allerdings ein etwas anderes Aussehen bekommen. Dem TV Weilstetten wurden vier Punkte abgezogen, der SG Kenzingen/Herbolzheim deren zwei. Dabei geht es wohl um den Einsatz nicht spielberechtigter Akteure. Für Leonberg/Eltingen und die SG H2Kun hat dies unmittelbare Konsequenzen, da nun mit dem TSV Altensteig und dem TuS Schutterwald zwei unmittelbare Konkurrenten um den Ligaverbleib zwei Punkte mehr auf dem Konto haben als vorher.

Die Herrenberger sind dadurch auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht, punktgleich mit dem TSV Altensteig. Dadurch hat sich die Lage für den Gäu-Club natürlich nochmals zugespitzt. Auch Tim Gauß hatte schon vor der neuen Punktesituation festgestellt: „Wenn wir im Kampf um den Klassenerhalt noch ein gewichtiges Wort mitreden möchten, müssen wir die nächsten beiden Spiele gewinnen“. Der Herrenberger Trainer weiß auch ohne große Rechnerei: Bei einer Niederlage im Leonberger Sportzentrum beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer bei dann noch fünf zu absolvierenden Spielen bereits sechs Punkte.

Allerdings ist auch vor der Partie der Optimismus durchaus noch vorhanden. Selbstvertrauen hat sich die Mannschaft in der Vorwoche trotz einer knappen Niederlage beim Tabellenzweiten HTV Meißenheim zumindest schon einmal geholt. Und auch personell sieht es gar nicht einmal so schlecht aus. Zwar fallen mit Janek Förch, Kenneth Stiegen und Lukas Bechinka drei Spieler aus, der restliche Kader sollte allerdings für das wichtige Auswärtsspiel fit sein.

M1: Die gute Leistung reicht nicht für Punkte

Auch wenn die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg am Samstag beim Tabellenzweiten HTV Meißenheim eine gute Leistung ablieferten, reichte es dennoch nicht für etwas Zählbares. Nach dem 36:39 (14:17) in der Ortenau hat die Mannschaft aber zumindest Selbstvertrauen für die kommenden, schweren Aufgaben tanken können.

Schon im Vorfeld war klar, dass ein Punktgewinn in Meißenheim nur möglich ist, wenn die Mannschaft über ihre Leistungsgrenze geht und der Favorit an diesem Abend schwächeln würde. Beides schien jedoch nicht einzutreten. Schnell führten die Gastgeber mit 6:1 und nur wenig deutete auf ein enges Spiel hin. In der Folgezeit machte es sich aber bereits bemerkbar, dass die Rückkehr der Rückraumspieler Moritz Werner und Oliver Sudar für eine sichtbare Belebung sorgen würde. Als Letzterer dann gleich mal einen Dreierpack schnürte, war die Partie beim 8:8 nach einer Viertelstunde plötzlich wieder offen.

Lange erfreuen konnten sich die Herrenberger an diesem Gleichstand aber nicht. Nur kurze Zeit später hatte der Favorit wieder auf 11:8 vorgelegt. Zumindest schafften es die Gäste aus dem Gäu, diesen Rückstand nicht weiter anwachsen zu lassen. So war man beim 17:14 zur Pause noch in Schlagdistanz zum Gegner.

Die zweite Halbzeit sollte dann die wohl beste Halbzeitleistung bringen, die in dieser Saison von den H2Ku-Männern gezeigt wurde. Zumindest auf die Offensivleistung traf diese Einschätzung zu. Die Abwehr hatte vor allem gegen die Rückraumachse um die erfahrenen Alexander Velz und Dustin Ammel weiterhin Schwerstarbeit zu verrichten. Auch wenn es nicht immer zu einhundert Prozent gelang, deren Kreise einzuengen, sorgten die Offensivqualitäten eines Nik Wittke, Oliver Sudar, Luca Kälbly oder eines Moritz Werner dafür, dass die Partie nicht vorzeitig entschieden war. Als der HTV Meißenheim zehn Minuten vor dem Ende mit 35:30 in Front lag, setzte Herrenbergs Trainer Tim Gauß mit einer doppelten Manndeckung für Alexander Velz und Dustin Ammel alles auf eine Karte. „Wir mussten ja was probieren“, so der Coach. Allerdings brachte auch diese Maßnahme nicht den gewünschten Erfolg. Nach einer Zeitstrafe für Lukas Krebs schraubten die Gastgeber das Ergebnis auf 37:31. Es war die endgültige Entscheidung.

Für die Moral der H2Ku-Männer spricht allerdings, dass sie noch bis zum Ende an ihre Chance glaubten und das Ergebnis auf 39:36 am Ende verkürzen konnten. Bereits am Freitag steht nun für die SG H2Ku das extrem wichtige Kreisderby beim SV Leonberg/Eltingen auf dem Programm.

SG H2Ku: Herz, Sauer (beide im Tor); Kälbly (6), Werner (5), Lohrer (1), Bross (1), Böhm, Sudar (7), Fischer (1), Frommer, Jacobs, Krebs (2), Wittke (9/5), Lewe (1), Dannenberg (3)