F1: Den Vorsprung nun nicht mehr hergeben

Die Saison neigt sich in der Oberliga Baden-Württemberg der Frauen langsam dem Ende entgegen. Erfreulich aus Herrenberger Sicht ist die dabei natürlich die Tatsache, dass die Kuties momentan den Platz an der Sonne mit drei Punkten Vorsprung innehaben. Allerdings warten bis zum Ende der Runde fast nur noch schwere Spiele. Den Anfang macht dabei am Samstag ab 18 Uhr die Partie bei der SG Herbrechtingen-Bolheim.

Zehnter gegen Erster. Für die H2Ku-Frauen liest sich die Aufgabe südlich von Heidenheim an der Brenz eigentlich ganz locker an. In einem Feld von 13 Teams käme man schnell zu dem Schluss, die Gastgeberinnen wären ähnlich einzuordnen wie die Teams darunter, gegen die Herrenberg in den letzten Wochen ausnahmslos mehr als deutliche Siege einfahren konnte. Doch dieser Schein trügt gewaltig. Dass Herbrechtingen-Bolheim so tief in der Tabelle angesiedelt ist, liegt einzig und allein im mageren Herbst begründet, in dessen Verlauf nur magere vier Pünktchen ergattert werden konnten. Nach dem Jahreswechsel startete die Mannschaft dann richtig durch. Ab dem Januar erreichte Herbrechtingen beeindruckende 11:5 Punkte, die letzten drei Spiele wurden ungeschlagen absolviert. Wie stark das Team derzeit ist, zeigte das jüngste Spiel bei der HSG Böblingen Sindelfingen. Dort gab es am Ende ein verdientes 31:31.

Dreh- und Angelpunkt der Gastgeberinnen ist mit Marie Brachert ein noch junges Nachwuchstalent, das allerdings bereits mit einer hohen Qualität aufwartet. „Das ist eine richtig gute Spielerin“, weiß auch Heiko Fleisch. Trotz dieser Qualität wird der Herrenberger Trainer der Spielerin aber keine Sonderbewachung zukommen lassen: „Das würde zu große Räume für die anderen ergeben“. Viel lieber schaut der Coach aber ohnehin auf sein eigenes Team. Ein Unterschätzen der Gegnerinnen hält er zwar für sehr unwahrscheinlich, ein anderer Aspekt ist aber auch für ihn spannend: „Wir sind jetzt in der entscheidenden Phase der Saison die Gejagten. Dem müssen wir uns stellen“. Der Trainer stellt dabei aber auch klar: „Es ist ja genau das, was wir auch wollten. Deshalb freuen wir uns auch über den Druck“,

Personell wird Heiko Fleisch auf zwei Spielerinnen verzichten müssen. Stefanie Schoeneberg fehlt aus privaten Gründen und Juliane Seidel fällt mit einer Knieverletzung aus. An der Zielsetzung Sieg ändert das natürlich nichts.

M1/M2: Beide Männerteams haben nichts zu verlieren

Für die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg steht am Samstag ab 20 Uhr eine extrem große Herausforderung ins Haus. Beim HTV Meißenheim geht der Gäu-Club als klarer Außenseiter in die Partie. Genau deshalb hoffen die Gäste aber dennoch auf eine Überraschung.

„Wenn Meißenheim schwächeln sollte, müssen wir da sein“. Auf solch eine einfache Formel bringt Tim Gauß die Marschroute für die Partie beim Tabellenzweiten. Der Trainer der Herrenberger weiß natürlich genau um die begrenzten Erfolgsaussichten in der Ortenau. Legt man dabei noch das letzte Auswärtsspiel der H2Ku-Männer am vergangenen Freitag bei der SG Heidelsheim/Helmsheim zugrunde, erhöht das auch nicht unbedingt den Glauben an eine Überraschung. Für Trainer Gauß ist die Partie eine Art Bonusspiel. „Wir müssen nicht gewinnen, wollen es aber“, unterstreicht er. Im Videostudium hat Gauß natürlich auch Sequenzen entdecken können, in denen der Tabellenzweite verwundbar wirkte. „Wenn es mal nicht läuft, nimmt meist Alexander Velz das Heft in die Hand und will es richten. Das müssen wir dann verhindern“.

Um den Gastgeber überhaupt erst einmal in Schwierigkeiten bringen zu können, bedarf es allerdings einer eigenen Leistung, die ganz nah an einhundert Prozent heranreicht. Hoffnung macht den Coach dabei vor allem auch, dass sich das Lazarett der Verletzten ein wenig gelichtet hat. Mit der Rückkehr von Oliver Sudar und Moritz Werner ergeben sich vor allem im Rückraum wieder neue Alternativen. Und noch etwas ist für Tim Gauß daran positiv: „Jetzt müssten eigentlich auch die Abläufe wieder flüssiger laufen“. Fehlen werden dennoch die langzeitverletzten Kenneth Stiegen und Janek Förch sowie Lukas Bechinka.

Verbandsligamänner vor fast unlösbarer Auswärtsaufgabe

Noch schwieriger als für die Oberligamänner dürfte sich für die Verbandsligamänner der SG H2Ku Herrenberg der Auftritt am Sonntag ab 17 Uhr gestalten. Für die Mannschaft vom Trainergespann Marcel Kohler und Maxi Schöllkopf geht es zum TSV Alfdorf/Lorch/Waldhausen. Die Gastgeber stellen in der Liga das absolute Nonplusultra dar und gelten schon jetzt als designierte Aufsteiger.

In den Reihen des TSV Allowa stehen mit Spielern wie Aleksa Djokic, Marvin Fuß oder Felix Beutel Spieler mit Drittligaerfahrung. Zudem kann der Tabellenführer auch bisweilen auf die Dienste des ehemaligen Bundesligatorhüters Primoz Prost zurückgreifen. All das macht die Schwere der Aufgabe noch deutlicher.

Die Herrenberger, noch punktlos in der Rückrunde und insgesamt nur mit zwei Pluspunkten ausgestattet, rechnen sich aber genau aus diesem Grunde eine kleine Außenseiterchance aus. Fehlen werden mit Andreas Kohler, Oliver Kohler, Luca Ehler, Linus Kretschmann und Sven Rinderknecht jedoch gleich fünf Spieler.

F1: Kuties setzen ihre Erfolgsserie fort

Mit einem deutlichen 33:22 (12:9) gegen den VfL Pfullingen haben die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg ihre Tabellenführung in der Liga souverän verteidigen können. Auch wenn die Gäste über einen längeren Zeitraum in Sichtweite der Kuties bleiben konnten, war der Erfolg am Ende unbestritten.

Im Vorfeld war die Spannung groß, ob die Pfullingerinnen den H2Ku-Frauen wie schon im Hinspiel das Leben schwer machen könnten. Immerhin waren die Herrenbergerinnen durch den nur knappen Hinspielsieg ausreichend vorgewarnt. So ganz konzentriert gingen sie allerdings in der Startphase nicht zu Werke. Immer wieder wurden hochkarätige Möglichkeiten ausgelassen, die es den Gästen ermöglichten, auf Tuchfühlung zu bleiben. Zu einem Rückstand kam es für Herrenberg aber nicht, da die Abwehr ganze Arbeit leistete. Dafür bekam sie dann auch nach Spielende ein Sonderlob von Heiko Fleisch. Weniger zufrieden war der Kuties-Trainer allerdings mit seiner Offensivabteiling. „Mir hat ein wenig der letzte Kampf und Wille gefehlt“. Letztlich sollte sich das allerdings auf ein Hadern auf einem sehr hohen Niveau herausstellen. Nach den 8:8 nach zwanzig Minuten konnte die SG H2Ku die Zügel bis zur Pause wieder fester in die Hand nehmen. Dennoch war beim Halbzeitpfiff und dem damit verbundenen 12:9 noch keine Entscheidung gefallen.

Der zweite Abschnitt zeigte dann ein deutlich konzentrierteres Auftreten der Gastgeberinnen. Die Torquote konnte entscheidend erhöht werden. Dabei gelang es nun immer öfter, über die erste und zweite Welle zum Erfolg zu kommen. Nach knapp vierzig Minuten hatten die Kuties dann zwar im Angriff erfolgreich nachjustiert, Pfullingen blieb dennoch bis zum Herrenberger 19:16 in Sichtweite. Was dann folgte, war eine Machtdemonstration, die so nicht zu erwarten war. Mit einem 11:1-Lauf brach praktisch ein Sturm über den VfL Pfullingen herein, der erst nach dem 30:17 abebbte. Im Positionsangriff waren Sofia Brand und Sina Venth im Rückraum nicht zu stellen, zudem zermürbte das hohe Herrenberger Tempo die Gäste nun völlig.

Wären die H2Ku-Frauen in den letzten Minuten nicht so nachlässig gewesen, hätte der Sieg sogar noch höher ausfallen können. So konnte Pfullingen zumindest noch etwas Ergebniskosmetik betreiben.

Am Samstag steht dann der Gang zur SG Herbrechtingen-Bolheim auf dem Programm. Dieses Spiel dürfte der SG H2Ku Herrenberg wieder alles abverlangen. Obwohl Herbrechtingen im unteren Mittelfeld feststeckt, ließ das Team in den letzten beiden Spielen mit einem Sieg gegen Pfullingen und einem Remis bei der HSG Böblingen/Sindelfingen aufhorchen.

SG H2Ku: Harm (1), Göhlich, Istrati (alle im Tor); Schoeneberg (6/3), Schäberle, Kappus (2/1), Stäudle (3), Kußmaul (4), Schmidt (4), Seidel, Schweizer, Venth (7), Brand (6), Schröder, Lide

M1: Keine Chance trotz Traumstart

Für die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg hat die Reise ins Badische nach Bruchsal kein Erfolgserlebnis bereitgehalten. Das 31:41 (13:22) bei der SG Heidelsheim/Helmsheim war eher noch ein herber Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt. Dass es am Ende zu einer solch hohen Niederlage kommt, war in den ersten Minuten allerdings noch nicht absehbar.

Der beschwerlichen Anreise durch den Freitagnachmittagsverkehr auf der Autobahn A8 zum Trotz zeigten sich die Herrenberger von Beginn an hellwach und verblüfften die Hausherren zunächst mit ihrer sehr effizienten Spielweise. Im Angriff wurde jeder Fehler der Heidelsheimer sofort bestraft, zudem zeigte Torhüter David Herz in der Anfangsphase eine überragende Leistung. Über ein 4:0 ging es bis zum 6:1 nach nur sieben Minuten. Dieses muntere Katz-und-Maus-Spiel der H2Ku-Männer ging genau bis zum 9:4 in der 11.Spielminute. Scheinbar hatten die Gäste schon hier ihr Pulver verschossen. „Glänzten“ bis dahin die Hausherren noch mit einer hohen Fehlerquote, waren es nun die Herrenberger, die mit ebenso einfachen Fehlern die SG Heidelsheim/Helmsheim binnen kürzester Zeit wieder ins Spiel brachten.

Die Gastgeber nahmen solche Einladungen natürlich gerne entgegen. Nach nicht einmal einer Viertelstunde war der Traumstart schon wieder Geschichte und der Vorsprung beim 9:9 aufgebraucht. Noch bis zum 11:11 durch Paul Lewe konnte die SG H2Ku das Spiel offenhalten, dann brach es über die Gäste herein. In den verbleibenden rund vierzehn Minuten bis zur Pause wurden die Gäste zum Spielball der Heidelsheimer, die ihren Vorsprung beim Pausenpfiff bereits auf 22:13 ausgebaut hatten.

„Wir mussten nach der Pause noch etwas probieren“, begründete Trainer Tim Gauß die Umstellung der Abwehr auf eine Offensive 5:1-Variante. Mit Lennart Lohrer auf der vorgezogenen Position war das insgesamt auch durchaus erfolgversprechend. Mit zwei Treffern in Folge gleich nach der Pause wurde der Optimismus gleich etwas genährt. Allerdings gelang es nicht, den Rückstand insgesamt noch entscheidend zu verkürzen. Als Rechtsaußen Florian Dannenberg eine knappe Viertelstunde vor dem Ende auf 31:25 verkürzen konnte, war dies gleichzeitig der geringste Rückstand, den die Herrenberger noch erreichen konnten. „Vor allem das Fehlen von Kenneth Stiegen, Oliver Sudar und Moritz Werner im Rückraum hat uns jeglicher Alternativen beraubt“, musste auch Tim Gauß später konstatieren.

Durch die nachlassenden Kräfte konnte sich Heidelsheim/Helmsheim immer weiter absetzen und steuerte am Ende auf das ungefährdete 41:31 zu. „Schade, dass wir uns nicht noch etwas Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben geholt haben“, haderte Trainer Gauß am Ende mit der Höhe der Niederlage. Dennoch ist die Hoffnung vorhanden, mit einem dann sicher wieder volleren Kader beim Tabellenzweiten HTV Meißenheim erfolgreicher abzuschneiden.

SG H2Ku: Herz, Sauer (beide im Tor); Kälbly (5), Lohrer (1), Broß, Böhm (2), Fischer (1), Frommer (2), Jacobs (1), Krebs (4), Wittke (7/3), Lewe (3), Dannenberg (5)

M1: Den Vorzeichen zum Trotz mit Siegeswillen zum Freitagsspiel

Wenn die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg am Freitag ab 20:15 Uhr bei der SG Heidelsheim/Helmsheim antreten, könnten die Vorzeichen für die Gäste aus dem Gäu deutlich besser stehen.

Allein die Anreise zum Spiel im Sportzentrum Bruchsal wird den Spielern nach einem langen Tag vor allem mental einiges abverlangen. Denn genau zum „besten“ Wochenend- und Feierabendverkehr setzt sich die Mannschaft auf der Autobahn A8 in Richtung Bruchsal in Bewegung – inclusive der Großbaustelle Pforzheim. „Eine gute Spielvorbereitung sieht natürlich anders aus. Wir müssen es aber so nehmen, wie es eben ist“, stellt sich Tim Gauß der Situation. Den Herrenberger Trainer treiben allerdings noch ganz andere Sorgen um. Denn mehrere Spieler fallen wie schon in der Vorwoche aus oder gehen zumindest krankheitsbedingt angeschlagen ins Spiel. So wird Kenneth Stiegen mit seiner Schulterverletzung in dieser Saison überhaupt nicht mehr auflaufen können. Auch Lukas Bechinka und Oliver Sudar werden am Freitag nicht mit von der Partie sein. Bei Lennart Lohrer gibt aber zumindest wieder grünes Licht.

Hinter den Einsätzen von Moritz Werner und Nik Wittke steht derweil aufgrund grippaler Infekte ein dickes Fragezeichen. Für Tim Gauß ergibt sich aus der komplizierten Personalsituation allerdings kein Taktikwechsel. „Auf Zeitverschleppung zu gehen, bringt uns nicht weiter“, weiß der Coach. Er hofft eigentlich eher auf eine Art Trotzreaktion seines Teams eben aufgrund der viele, schlechten Vorzeichen.

Mit einem vollen Kader würde das Unterfangen Auswärtssieg sicher realistischer erscheinen. Auf der anderen Seite ist Heidelsheim eine Mannschaft aus dem Tabellenmittelfeld, die auch schlagbar ist. Das Hinspiel zeigte das beim 30:28 der Herrenberger deutlich. Für einen Doppelpunktgewinn bedarf es aber des 100-prozentigen Abrufen des eigenen Leistungsvermögens. Als Lohn würde dann auch vorerst der Sprung von den Abstiegsrängen winken. Mehr Motivation geht eigentlich fast gar nicht.

M1: Nur wenige Minuten fehlen am Punktgewinn

Das Ziel war klar. Mit einem weiteren Sieg – es wäre der zweite in Folge – wollten sich die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen. Doch am Ende reichte es nicht ganz. In der Haslacher Sporthalle zogen die Gäu-Handballer am Ende mit 28:33 (14:14) gegen die SG Kenzingen/Herbolzheim den Kürzeren. Auch wenn die Favoritenrolle auf Seiten der Gäste aus dem nördlichen Breisgau lag, war für die Herrenberger ein Erfolgserlebnis durchaus in Reichweite.

Die Vorzeichen waren wirklich nicht die besten. Mit Kenneth Stiegen, Oliver Sudar und Lennart Lohrer fielen gleich drei Spieler für die linke Rückraumposition aus. Damit war klar, dass Paul Lewe als „Alleinunterhalter“ auf dieser Position agieren musste. Zudem mussten die Herrenberger auch auf ihre angestammte Markweghalle verzichten und in der Haslacher Sporthalle auflaufen. Die Pflichtspiel-Premiere einer 1. Mannschaft in dieser Halle sollte sich aber nicht negativ bemerkbar machen. Die 170 Zuschauer sorgten für eine echte Heimspielatmosphäre.

Foto: Paul Lewe tankt sich durch

Sportlich wollten da die H2Ku-Männer dem natürlich nicht nachstehen. Es dauerte zwar ein paar Minuten, in denen die Gastgeber ihrem Gegner das Feld überlassen mussten, dann aber raffte sich das Team wie schon in der Vorwoche zu einem fulminanten Zwischenspurt auf. Diesmal gelang ein 6:0-Lauf, der die Hausherren nach einer knappen Viertelstunde mit 8:4 in Front brachte. Eine griffige Abwehr mit einem starken Nico Sauer im Tor ließ die Offensive der Kenzinger um ihren Toptorjäger Oliver Bührer überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. Allerdings konnte die aufwendige Spielweise nicht bis zum Seitenwechsel fortgeführt werden. Mit einem für die Gäste schmeichelhaften 14:14 ging es schließlich in die Kabinen. „Schade, dass wir den Vorsprung nicht in die Pause retten konnten“, ärgerte sich Trainer Tim Gauß später.

Nach Wiederanpfiff ging es erst einmal im Gleichschritt weiter. Aber erneut ließen die Herrenberger hochkarätige Chancen liegen. Im Tor sorgte ein überzeugender David Herz nun zwar für einige spektakuläre Aktionen, die Mannschaft belohnte sich aber nicht immer für ihre Mühen. Zudem sorgten auch Mitte der zweiten Halbzeit einige strittige Entscheidungen der Schiedsrichterinnen für Unmut. „Letztlich lag es aber an uns selber, dass wir das Spiel verloren haben“, stellte Tim Gauß klar. Bis es aber soweit war, lieferten die Hausherren noch einen großen Kampf. Immer wieder konnte die SG H2Ku dabei einen Vorsprung der Gäste egalisieren.

Das Ganze wiederholte sich mehrmals – bis zum 28:28. Danach waren die Kräfte und dadurch auch die Konzentration aufgebraucht. Die Gäste spielten nun ihre ganze Cleverness aus. Genau das hätten auch die Herrenberger gebraucht. „Leider hat uns in den entscheidenden Momenten die Kaltschnäuzigkeit gefehlt“, so ein enttäuschter Tim Gauß nach dem Schlusspfiff.

Bereits am Freitag muss die SG H2Ku Herrenberg bei der SG Heidelsheim/Helmsheim zum nächsten Punktspiel antreten.

M1: Info zum Spiel SG H2Ku – SG Kenzingen/Herbolzheim

Organisatorischer Hinweis für das Heimspiel der Männer 1 am Samstag in der Sporthalle Haslach:

Die Adresse lautet: 71083 Herrenberg-Haslach, Im Häring

Wir weisen darauf hin, dass die Feuerwehrzufahrten und die Fluchtwege unbedingt freizuhalten sind. Einige Parkplätze sind direkt vor der Halle. Durch das zu erwartende Aufkommen darf auch der angrenzende Sportplatz als Parkfläche genutzt werden. Bitte nur gemäßigt im Schritttempo fahren.

M1: Oberligamänner wollen in Haslacher Halle nachlegen / Männer 2 treten Sonntag in Markweghalle an

Außergewöhnliche Umstände erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. Da am Samstag die Markweghalle wegen einer Veranstaltung des dortigen Gymnasiums nicht zur Verfügung steht, weichen die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg für ihr Punktspiel gegen die SG Kenzingen/Herbolzheim in die Sporthalle Haslach aus.

Ob dieser Umzug in die viel kleinere Halle, in der bisher noch nie ein Punktspiel der 1. Männermannschaft stattfand, am Ende ein Vorteil oder ein Nachteil ist, dürfte wohl erst nach dem Schlusspfiff feststehen. Herrenbergs Coach Tim Gauß hofft durch die aufgeheizte Atmosphäre durch die Enge der Halle auf jeden Fall auf einen Vorteil. In allererster Linie wird es, das weiß der Trainer natürlich am besten, auf die Leistung der Mannschaft und nicht auf die äußeren Umstände ankommen. Und natürlich auch auf die Stärke des Gegners.

Nach der ernüchternden Niederlage vor drei Wochen beim Tabellenschlusslicht in Altensteig zeigten die H2Ku-Männer in der Vorwoche mit dem deutlichen 35:29 gegen die HSG Ettlingen die erhoffte Antwort. Durch den Sieg kann sieht die Lage nun schon etwas besser aus. Der Blick ins untere Mittelfeld ist dadurch zumindest wieder möglich. Gegen die SG Kenzingen/Herbolzheim will die Mannschaft jetzt aber auch unbedingt nachlegen. „Ganz klar, gegen Teams aus dem Mittelfeld der Liga kann unser Ziel nur Sieg lauten“, macht Tim Gauß unmissverständlich klar. Dabei weiß er, die Qualität des Gegners einzuordnen. „Dreh- und Angelpunkt ist natürlich Oliver Bührer“, so der Trainer weiter. In der Tat gibt es kaum eine Mannschaft in der Liga, die einen Akteur mit solch einer Torgefährlichkeit aufzubieten hat. Der Linkshänder führt die Torjägerliste dabei unangefochten mit einer Quote von mehr als elf Treffern pro Spiel an.

Hier gegenzuhalten, ist die große Aufgabe für den Samstag. Mithelfen kann dafür auf keinen Fall mit Kenneth Stiegen ein wichtiger Spieler. Der Pechvogel der Saison, der bereits im Herbst fast drei Monate verletzungsbedingt ausgefallen war, hat sich beim Sieg gegen Ettlingen die Schulter ausgekugelt und wird erneut einige Wochen pausieren müssen.

Verbandsligamänner am Sonntag gegen Mössingen gefordert

Die Verbandsligamänner der SG H2Ku Herrenberg genießen am Sonntag ab 17 Uhr erneut Heimrecht. Gegen die Spvgg Mössingen geht es in der Markweghalle vor allem darum, sich für die derbe Schlappe eine Woche zuvor gegen die SF Schwaikheim zu rehabitieren.

Eigentlich sah man sich bei der Herrenberger „Zweiten“ schon ein wenig weiter. Auch wenn im neuen Jahr bisher keine Punkte eingefahren wurden, hatten zumindest die Leistungen Grund zum Optimismus gegeben. Die hohe Heimniederlage hat diesen guten Eindruck allerdings wieder etwas vermischt.

In der laufenden Trainingswoche wurde unterdiesem Aspekt auch vorrangig das Augenmerk auf die Abwehrarbeit gelegt. Wie sich das auszahlt, wird die Partie dann zeigen müssen. Zumindest personell hat sich das zuletzt gefüllte Lazarett deutlich geleert. Dennoch muss das Trainergespann Marcel Kohler / Maximilian Schöllkopf auf Luca Ehler und Oliver Kohler verzichten.

M1: Eine Halbzeit lang wie aus einem Guss

Endlich hat es mit dem ersten Sieg im Jahr 2026 geklappt. Und es waren am Ende gegen die HSG Ettlingen nicht nur zwei Punkte, sondern auch eine Leistung, die absolut überzeugte. Dabei stellte beim 35:29 (22:14) vor allem die erste Halbzeit den Gegner vor kaum lösbare Probleme.

Zunächst sah es aber alles andere nach einer Gala aus. Wieder einmal lag es vornehmlich an der schlechten Chancenverwertung, dass die Gäste aus dem Badischen nach sieben Minuten mit 5:2 in Front lagen. Doch dieser Rückstand wirkte eher wie ein Wecksignal für die H2Ku-Männer als für Sicherheit bei den Gästen. Innerhalb kürzester Zeit konnten drei Ballgewinne in der Abwehr mit Tempogegenstößen von Leon Fischer, der gleich doppelt traf, und Luca Kälbly zum 5:5 verwandelt werden. Kurze Zeit später führten die Herrenberger sogar mit 8:5. Dieser 6:0-Lauf sorgte für das Selbstvertrauen, dass es ermöglichte, nun ein Feuerwerk vom Feinsten abzubrennen. Dazu gesellte sich noch eine griffige Abwehr mit einem überzeugenden Torhüter Herz dahinter. Die HSG Ettlingen probierte in der Abwehr alles, helfen konnte den Gästen allerdings keine der versuchten Varianten. Das 22:14 zur Pause bedeutete die wohl beste Halbzeit der gesamten Saison.

Leon Fischer steuerte starke sechs Treffer zum Sieg bei

Die Hoffnung unter den 300 Zuschauern war natürlich groß, dass es auch im zweiten Abschnitt genauso weitergehen würde. Doch bereits nach sieben Minuten hatte der Gast beim 25:21 bereits die Hälfte des Rückstands aufgeholt. Doch wie schon in der ersten Halbzeit und auch später in der Schlussphase der Partie ließen sich die H2Ku-Männer nicht aus dem Konzept bringen. „Wir sind heute nicht eingeknickt und haben immer zur passenden Zeit die passende Antwort gegeben“, konnte sich Herrenbergs Coach Tim Gauß später freuen. Jedenfalls ging es bis zum 29:23 überzeugend weiter. Seinen wichtigen Teil dazu trug auch Nico Sauer bei, der nach einem Kopftreffer für David Herz zu Beginn der zweiten Halbzeit ins Gehäuse beordert wurde und prompt zum großen Rückhalt wurde. Noch einmal mussten die Fans der SG allerdings zittern, als Ettlingen mit drei Treffern auf 29:26 verkürzen konnte. Doch genau jetzt bewiesen die Hausherren ihre Nervenstärke an diesem Abend. Das 31:26 durch Tim Frommer mit anschließender Zeitstrafe für seinen Gegenspieler bildete die Grundlage für das letztlich klare 35:29.

Trainer Gauß warnte trotz der Freude über den Sieg: „Wir haben noch nichts erreicht. Jetzt wollen wir auch unbedingt gleich nachlegen“. Zudem gab es noch einen dicken Wermutstropfen zu verkraften. Rückraumspieler Kenneth Stiegen zog sich nach etwa zwanzig Minuten im Zweikampf eine Schulterverletzung zu, die im Krankenhaus versorgt werden musste. Wie schwer die Verletzung ist, wird sich in den nächsten Tagen herausstellen.

Am Samstag genießen die H2Ku-Männer erneut Heimrecht, wenn es gegen die SG Kenzingen-Herbolzheim geht.

SG H2Ku: Herz, Sauer (beide im Tor); Kälbly (3), Werner (2), Lohrer, Broß (2), Böhm (2), Sudar (3), Stiegen (4), Fischer (6), Frommer (3), Krebs (2), Wittke (3), Lewe (5), Dannenberg

M1 / M2: Verlieren für Oberligamänner eigentlich verboten / Verbandsligateam hofft auf zweiten Saisonsieg

Wieder einmal stehen die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg vor einem richtungsweisenden Spiel. Wenn es am Samstag ab 17:45 Uhr in der Markweghalle gegen die HSG Ettlingen geht, sind die Spieler von Trainer Tim Gauß allerdings erneut in der Rolle des Außenseiters.

Wenn man am Ende der Tabelle steht, ist die Rollenverteilung eigentlich bei jedem Spiel schon im Vorfeld klar. So ist es auch für die Herrenberger vor der Heimaufgabe gegen die HSG Ettlingen. Momentan trennt sie nur eine Niederlage weniger für den nach Pluspunkten gleichgestellten TSV Altensteig von der roten Laterne. Zudem haben die Gastgeber auch noch das direkte Duell gegen Altensteig verloren. In dieser bedrohlichen Tabellensituation gibt nun mit der HSG Ettlingen eine Mannschaft in der Markweghalle ihre Visitenkarte ab, die ebenfalls bisher wohl hinter den gesteckten Erwartungen geblieben ist. Von vielen Experten wurde das Team aus dem Karlsruher Raum im Vorfeld der Runde als einer der Favoriten genannt. Vor allem einigen Spielern mit Pforzheimer Drittligavergangenheit haben den Ettlingern diese positive Prognose zu verdanken. Momentan ist die HSG allerdings ins graue Mittelfeld der Tabelle abgetaucht. Mehr noch, eine Niederlage am Samstag würde den Gästen wohl den Blick nach unten nicht ersparen.

Bei den Herrenbergern hingegen ist die Lage hingegen eindeutig. Im Kampf um den Ligaverbleib ist jeder nur mögliche Punkt überlebenswichtig. Demnach heißt es am Abend eigentlich fast schon: Verlieren verboten. Dann ist die Spielstärke des Gegners, zumindest in den Heimpartien, fast schon egal. „Der Druck ist ohnehin in jeder Partie inzwischen enorm groß“, weiß Tim Gauß. Der Trainer weiß natürlich, dass es in den letzten zehn Spielen darauf ankommen wird, sowohl die Physis als die Psyche auf die Platte zu bringen. Immerhin hat der Herrenberger Coach vor der wichtigen Partie zwei Wochen Zeit gehabt, sich auf das wichtige Spiel vorzubereiten. Er selbst sprach von zwei guten Wochen, dabei musste Gauß aber auch immer mal wieder auf erkrankte Spieler verzichten. „Dieses Problem haben andere Mannschaften auch“, wiegelt er allerdings gleich ab. Nach Lage der Dinge wird der Trainer aber am Samstag bis auf den mit einer Kapselverletzung ausfallenden Lukas Bechinka auf seinen gesamten Kader zurückgreifen können.

Verbandsligateam hofft auf zweiten Saisonsieg

Unmittelbar im Vorfeld der Oberligapartie treffen die Verbandsligamänner der SG H2ku Herrenberg um 15.30 Uhr, ebenfalls in der Markweghalle, auf die Sportfreunde Schwaikheim. Trotz der bisher bescheidenen Ausbeute von nur zwei Pluspunkten hofft das Team vom Trainergespann Marcel Kohler / Maxi Schöllkopf auf ein zweites Erfolgserlebnis. Die Hoffnung daraus schöpfen Trainer und Mannschaft vor allem aus der Entwicklung in der bisherigen Rückrunde.

Zudem sind die SF Schwaikheim mit neun Pluspunkten und dem drittletzten Tabellenplatz auch nichts aussichtslos enteilt. Der Optimismus wird auch dadurch genährt, dass mit den in den Oberligakader aufgerückten Lennart Lohrer und Yanick Broß zwei Leistungsträger im Kader der Herrenberger Verbandsligamannschaft stehen werden.