F1: Wille und Leidenschaft sorgen für die ersten Punkte

Mit einer Energieleistung in der Schlussviertelstunde haben die Regionalligafrauen der SG H2Ku Herrenberg am dritten Spieltag der noch jungen Saison den ersten Sieg einfahren können. Das 25:22 (11:13) gegen den Drittligaabsteiger HSG St.Leon/Reilingen war dabei das Ergebnis einer überragenden Abwehr über die gesamte Spielzeit.

Erschwert wurde das Vorhaben erster Sieg zunächst natürlich durch den verletzungsbedingten Ausfall von Sandra Kußmaul. Sowohl in der Abwehr als auch im Angriff sowie im Tempogegenstoß fiel damit eine hohe Qualität aus, die es zu kompensieren galt. Für den Innenblock mit Nora Allmendinger und Stefanie Rau kam damit zudem eine erhöhte Belastung zu. Am Ende konnte Heiko Fleisch feststellen, dass diese Mehrbelastung alles andere als einen Leistungsabfall bewirkte.

Der Beginn verhieß erst einmal gegenseitiges Abtasten. Mit einer recht hohen Fehlerquote auf beiden Seiten ging es bis zum 7:7 nach einer Viertelstunde. Hier hatten es die Kuties allerdings bereits versäumt, nach dem 7:5 nachzulegen. Gesorgt hatte für den Vorsprung vor allem die griffige Abwehr mit einer aufmerksamen Alexandra Harm im Tor, die bereits in der Anfangsphase zwei Strafwürfe entschärfen konnte. Doch es half alles nichts: nach einem 5:0-Lauf hatten die Gäste auf 10:7 gestellt. Doch anders als im ersten Heimspiel gegen Stuttgart/Metzingen konnten die H2Ku-Frauen die letzen Minuten und damit das Halbzeitergebnis beim 11:13 noch offen gestalten.

Auch nach dem Seitenwechsel sah es etwas anders als als im Auftaktspiel. Zwei schnelle Tore durch Sofia Brand und Stefanie Rau ließen beim 13:13 das Spiel praktisch von vorn beginnen. Leider gehörten die Folgeminuten dann eindeutig den Gästen. Die Fehlerquote häufte sich ausgerechnet stets in den Phasen, in denen die Kuties die Chancen hatten, den Vorsprung von St.Leon/Reilingen zu verkürzen oder gar zu egalisieren. So sah sich Heiko Fleisch gezwungen, beim Stand von 16:19 eine Auszeit zu nehmen. Dies erwies sich dann als Gold wert. Mit ihrem sehenswerten Treffer zum 17:19 zündete Nadine Schäberle zugleich die Mannschaft und auch die Fans zu einer Schlussviertelstunde an, die nun ein Rad ins andere greifen ließen.

Sieben Minuten vor dem Ende gelang Sofia Brand mit dem 20:20 der erste Ausgleich nach langer Zeit. Die durch den Ausfall von Sandra Kußmaul auf die Rechtsaußenposition gerückte Shana Stäudle sorgte vier Minuten vor dem Ende mit dem 22:21 für die Führung. Von nun an gab es kein Halten mehr. Den Gästen gelang zwar noch einmal der Ausgleich durch Leonie Scholl, doch handelte sich die Torschützin kurze Zeit später die rote Karte nach einem Foul an Sofia Brand ein. Und auch vorne ging im Angriff der Gäste nichts mehr. Mehr als ein erfolgloses Anrennen in den Abwehrblock ließen die Kuties nicht mehr zu.

„Diese Crunchtime hat sich die Mannschaft heute selbst verdient. Mit den Emotionen sind wir wieder ins Spiel gekommen“, strahlte ein sichtlich gelöster Trainer Heiko Fleisch nach dem 25:22. Am Samstag geht es nun ab 18 Uhr zum TSV Bönnigheim.

SG H2Ku: Harm, Göhlich, Istrati (alle im Tor); Rau (11/7), Schäberle (1), Kappus, Weingärtner, Stäudle (5), Schmidt (1), Seidel, Schweizer (1), Huber, Venth, Brand (4), Lide (1), Allmendinger

M1: Wieder keine Auswärtspunkte

Für die Verbandsligamänner der SG H2Ku Herrenberg hängen die Trauben bei Auswärtsspielen noch immer zu hoch. Nach der Auftaktniederlage vor zwei Wochen gegen die HSG Böblingen/Sindelfingen gab es diesmal ein 29:31 (13:17) bei der SG Oberhausen/Unterhausen. Dabei gab es erstaunliche Parallelen zum ersten Auswärtsspiel.

Marco Melo war sichtlich angesäuert, als er sich mit Statistiken der Partie in der Lichtensteiner Ernst-Braun-Halle befasste. „Mit 21 Paraden im Tor müssen wir ein Spiel eigentlich gewinnen“, so der Herrenbeger Trainer, der sich zunächst einmal äußerst zufrieden mit der Leistung seines Torhüters Sebastian Rica-Kovac zeigte. Dass es am Ende dennoch nicht für Punkte reichte, hatte derweil mit einer anderen Zahl zu tun. Sage und schreibe dreißig Angriffe konnten die Gäste aus dem Gäu wegen technischer Fehler oder vergebener Chancen nicht in Tore ummünzen. Es ist in etwa die gleiche Negativzahl, die der Mannschaft schon in Böblingen zum Verhängnis wurde.

Bot eine starke Leistung: Sebastian Rica-Kovac

Dabei hatten die H2Ku-Männer in den ersten zwanzig Minuten das Spiel noch offenhalten können. Alexander Kohler hatte beim 12:12 acht Minuten vor der Halbzeit seine Farben im Spiel gehalten. Keine Führung zwar, aber immerhin. Dennoch war auch bis zu diesem Zeitpunkt die Fehlerkette relativ lang. In den letzten Minuten vor dem Seitenwechsel schlug sich das ganze Dilemma dann auch im Ergebnis nieder. Ein 5:1-Lauf ließ die Gastgeber dann mit dem 17:13 in die Kabine gehen.

Das Bild nach dem Seitenwechsel war zunächst ein völlig anderes. Alles, was den Gästen noch in der ersten Hälfte fehlte, zeigten sie nun plötzlich. Die auf eine offensive 3:2:1- Variante umgestellte Abwehr stellte die Gastgeber sichtlich vor Probleme. Ganze acht Minuten benötigten die Herrenberger, um aus dem Pausenrückstand ein eigenes 20:18 zu machen. Und auch eine Viertelstunde vor dem Ende hatte der Vorsprung nach einem Doppelschlag von Lennart Lohrer beim 23:21 noch Bestand. Nicht von Bestand war allerdings die nachfolgende Leistung. Erneut verfiel das Team in alte Fehler und gab so in der entscheidenden Phase das Spiel noch aus der Hand. „Uns hat das Feuer im Spiel gefehlt“, vermisste Marco Melo ein wenig die nötige Leidenschaft im Spiel seiner Jungs.

Schon acht Minuten vor dem Schlusspfiff lag die SG H2Ku wieder mit 24:26 hinten. Es war ein Rückstand, der letztlich bis zum Ende Bestand haben sollte. Mit der Niederlage bei der SG Oberhausen/Unterhausen zeigte sich deutlich, wie steinig der Weg zu einer Spitzenmannschaft in der Verbandsliga sein wird. Am Samstag steht dann gegen die TG Schömberg das zweite Heimspiel der Saison auf dem Programm.

SG H2Ku: Rica-Kovac, Rhotert; Kohler (4), Kälbly, Lohrer (6), Engau (1), Kahlich, Böhm (3/1), Bietsch (2), Jacobs (2), Kretschmann (6), Krebs (2), Broß, Lewe (3)

M1: Die eigene Qualität zum Tragen bringen

Für die Verbandsligamänner der SG H2Ku Herrenberg steht am Samstag ab 20 Uhr erneut ein heißes Match auf dem Programm. Nach dem verloren gegangenen Derby bei der HSG Böblingen/Sindelfingen geht es nun zur SG Oberhausen/Unterhausen. In der Ernst-Braun-Halle von Lichtenstein-Unterhausen soll diesmal aber am Ende ein besseres Ergebnis von der Anzeigetafel leuchten als noch zum Saisonauftakt in der Murkenbachhalle.

„Oberhausen/Unterhausen ist zuhause eine ganz andere Mannschaft als auswärts“. Nach zwei absolvierten Spieltagen tritt diese, gar nicht so neue, Erkenntnis einmal mehr zutage. Das soll heißen, dass die Heimstärke eigentlich schon seit Jahren bekannt ist und regelmäßig zu bemerkenswerten Erfolgen führt. Bis in die Spitzengruppe der heutigen Oberliga spülte es das Team, auch durch die Leistungen in der eigenen Halle, einst. Diese Qualität will das Team gegen die zumindest auf dem Papier favorisierten Herrenberger zum Tragen bringen.

Ganz andere Ambitionen hegen natürlich die Gäste aus dem Gäu. Mit dem Heimsieg aus der Vorwoche im Rücken soll nun auch in Lichtenstein ein Erfolgserlebnis her. Allerdings ist sich Marco Melo sicher. „Im Vergleich zum Spiel gegen Nürtingen müssen wir uns noch einmal steigern, wenn wir die Punkte mitnehmen wollen“. Auch wenn der SG-Coach insgesamt mit dem Auftritt im Premierenheimspiel zufrieden war, weiß er aber auch, dass in allen Mannschaftsteilen das Potential noch nicht ausgeschöpft ist. Auch taktisch gibt es klare Vorstellungen, die Marco Melo an seine Spieler hat. „Wir müssen die Abwehr des Gegners in Bewegung bringen und gleichzeitig einen schnellen Rückzug hinbekommen“, so der Coach. Ganz oben auf der Agenda steht aber natürlich die eigene Chancenverwertung. Und da weiß Melo: „Wenn wir so treffen wie in Böblingen, verlieren wir auch in Unterhausen“.

Im Kader gibt es für den Samstag nicht die großen Veränderungen. Allerdings fehlt mit Tim Frommer ein wichtiger Spieler für das Duell um die zwei Punkte. Allerdings ist auch das eine Chance für die Akteure, die bisher weniger Einsatzzeiten erhielten. Ins Tor zurückkehren wird dagegen Nicolas Rhotert. Nachdem der Keeper am vergangenen Samstag nicht zur Verfügung stand, dürften die Gäste mit ihm und Sebastion Rica-Kovac zwischen den Pfosten hervorragend aufgestellt sein.

M1: Klare Leistungssteigerung im zweiten Spiel

Nach der Niederlage zum Auftakt bei der HSG Böblingen/Sindelfingen haben die Verbandsligamänner der SG H2Ku Herrenberg im zweiten Spiel ihren ersten Sieg feiern können. In der heimischen Markweghalle besiegte das Team von Trainer Marco Melo die SG Nürtingen-Zizishausen mit 35:28 (15:12).

Dem Druck standgehalten. Auf diese Kurzformel lässt sich der erste Auftritt der H2Ku-Männer vor den eigenen Fans zusammenfassen. Und über 250 Zuschauer wollten sich den Auftakt nicht entgehen lassen. Natürlich gab es noch weit mehr zu resümieren. Zum Beispiel, dass diesmal die Offensivleistung weit über dem Schnitt vom Böblingen-Spiel lag. Doch nicht nur das: Auch in der Abwehr rührte die Mannschaft mit einem überzeugenden Sebastian Rica-Kovac im Tor diesmal zeitweise Beton an. So konnte trotz der verbesserten Offensive der ein oder andere Fehlwurf verschmerzt werden. Das 15:12 zur Pause machte dabei jedoch weder Trainer noch Spieler zufrieden.

Nach der Pause ging es dann aber Schlag auf Schlag. Innerhalb von nur fünf Minuten schraubten die Hausherren das Ergebnis auf 23:14. Es war praktisch schon die Entscheidung zu einem frühen Zeitpunkt. Eine Viertelstunde später konnte der starke Linksaußen Linus Kretschmann mit dem 33:23 sogar auf einen zweistelligen Vorsprung stellen. In den Schlussminuten versäumte es dann die SG H2Ku dann, das Ergebnis weiter auszubauen. Dennoch war der Sieg in keiner Weise mehr in Gefahr.

Nach dem ersten Sieg steht für die Verbandsligamänner am Samstag um 20 Uhr das Duell bei der heimstarken SG Oberhausen/Unterhausen auf dem Programm. Nach dem Willen von Trainer und Mannschaft soll dann auch der erste Auswärtssieg her.

SG H2Ku Herrenberg: Rica-Kovac (Tor), Peter, Kohler (4), Kälbly (2), Lohrer (5/davon 1 Siebenmeter), Engau, Fischer (1), Böhm (8/4), Bietsch, Frommer (1), Jacobs (2), Kretschmann (5), Krebs (4/1), Bross (2), Lewe (1)

M1: Der erste Sieg soll her

Für die Herrenberger Verbandsligamänner hat das lange Warten auf das erste Heimspiel nun ein Ende. Am Samstag um 20 Uhr soll dabei gegen die SG Nürtingen-Zizishausen im ersten Heimspiel natürlich auch gleich der erste Heimsieg her.

Sicher ist auch ein gutes Stück Wiedergutmachung angesagt, wenn es gegen den Aufsteiger aus Nürtingen geht. Nach der Niederlage im Derby bei der HSG Böblingen/Sindelfingen war die Enttäuschung bei Trainern, Spielern und natürlich den Fans der SG H2Ku riesengroß. Das Hauptproblem aus der Vorwoche soll dabei diesmal nicht zum erneuten Problem werden. Die Chancenverwertung ließ in Böblingen kein besseres Resultat zu – dies soll sich nicht wiederholen. „Wir müssen vor dem Tor konzentrierter und kaltschnäuziger werden“, fordert Trainer Marco Melo von seinen Jungs. Das Selbstvertrauen, das dafür nötig ist, soll sich dabei auch unter der Woche im Training geholt werden.

Die TG Nürtingen und der TSV Zizishausen, die in dieser Saison erstmals gemeinsam als TG Nürtingen-Zizishausen an den Start gehen, hat im Gegensatz zur SG H2Ku im ersten Spiel zumindest einen Teilerfolg erringen können. Gegen Mitaufsteiger HSG Mimmenhausen/Mühlhofen gab man allerdings beim 35:35 in der Schlussviertelstunde noch einen Vorsprung von sechs Toren aus der Hand. Beeindruckend war dennoch die linke Angriffsseite von Nürtingen mit Lennard Müller und Maurice Kuchenbaur, die von Linksaußen und dem linken Rückraum zusammen 24 Treffer erzielten. Zudem gelangen auch immer wieder Treffer über die erste und zweite Welle im Gegenstoß. „Wir müssen einen vernünftigen Rückzug hinbekommen“, fordert deshalb Marco Melo. Gemeinsam mit der besseren Chancenverwertung soll dies der zweite Baustein für den angestrebten Heimsieg sein.

Für Marco Melo wird das Spiel indes keine gewöhnliche Partie. Als Spieler agierte unser jetziger Trainer einst in Nürtingen unter Trainer Stefan Eidt in dessen erster Amtszeit in der Neckarstadt. Nachdem Eidt die Nürtinger Frauen in die 2. Bundesliga geführt hatte, kehrte er über Umwege wieder zurück nach Nürtingen. Einen Rückkehrer wird es im Herrenberger Kader übrigens in naher Zukunft leider nicht geben. Bei Torhüter David Herz ist die alte Verletzung nach einigen Trainingseinheiten wieder aufgebrochen. Ein Mitwirken im Team im laufenden Kalenderjahr wird es damit nicht geben können. Wie schon in Böblingen wird Nicolas Rhotert seinen Platz einnehmen. Damit steht trotz des Ausfalls ein starkes Torwart-Duo zur Verfügung. Der restlichen Kader ist derzeit trotz des Fehlens von Kenneth Stiegen gut gefüllt. Auch deshalb erwartet Marco Melo von seiner Mannschaft eine konzentrierte Leistung über sechzig Minuten – und natürlich den ersten Sieg.

M1: Wenn der Ball nicht ins Tor will

Spielerisch enttäuscht haben die Verbandsligamänner der SG H2ku Herrenberg am Samstag zwar nicht, dennoch war das Frustpotential nach dem Derby bei der HSG Böblingen/Sindelfingen groß. Denn letztlich ging der Sieg mit dem 33:26 (18:13) klar an die Gastgeber. Für die Gäste hingegen blieb nur die Hoffnung auf das erste Heimspiel am Samstag, wenn gegen die TG Nürtingen-Zizishausen dann auch die ersten Punkte eingefahren werden sollen.

Das erste Derby in einem Pflichtspiel seit vielen Jahren hatte etwa 500 Zuschauer in die Böblinger Murkenbachhalle gelockt. Unter ihnen war auch eine große Schar Herrenberger Fans, die natürlich auf eine erfolgreichere Saison als im Vorjahr hoffen. Allerdings war auf beiden Seiten auch die Ungewissheit über den eigenen Leistungsstand vorhanden. Dies war allerdings wenig überraschend am ersten Spieltag. Der Beginn der Partie zeigte sich dann zunächst ausgeglichen. Bis zum 5:5 in der 10. Minute hatte jede Mannschaft bereits Licht und Schatten offenbart. Dunkle Wolken brauten sich allerdings dann zuerst über die H2Ku-Männer zusammen. Von Minute zu Minute wurde immer deutlicher, dass die Gäste mit dem Torewerfen so ihre liebe Müh und Not hatten. Zwar wurden die Chancen zu diesem Zeitpunkt teilweise mustergültig herausgespielt, dennoch fand der Ball nur noch selten den Weg ins Tor. In erster Linie hatte dies mit Böblingens Neuzugang Tobias Krems zu tun. Der 2-Meter-Hüne mit Regionalligaerfahren beim HC Neuenbürg vernagelte fortan sein Gehäuse und trieb die Herrenberger schier zur Verzweiflung. Da half es dann auch wenig, dass auch die SG-Schlussleute Sebastian Rica-Kovac und Nicolas Rhotert einen sehr guten tag erwischt hatten. Denn nach dem 9:6 nach der Startviertelstunde gesellten sich nun auch noch einige technische Fehler dazu.

Nach dem 15:8 der Gastgeber hätten diese sogar noch auf ein weiteres Tor erhöhen können. Doch Torhüter Rica-Kovac konnte das Gegenstoßtor vereiteln und blies damit zu einer kurzzeitigen Aufholjagd. Vier Treffer in Folge ließen nach dem 15:12 durch Leon Fischer schlagartig die Hoffnung auf eine Wende im Spiel aufkommen. Doch so schnell dieser Optimismus kam, so verflog er leider auch wieder. Zur Pause leuchtete bereits ein deutliches 18:13 von der Anzeigetafel.

Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gastgeber den besseren Start. Nach dem Siebenmetertor des starken Dominic Rose zum 21:14 betrug der Vorsprung nach nur drei gespielten Minuten bereits wieder sieben Treffer. Und wieder hatten die H2ku-Männer in der Folgezeit die Möglichkeit, zumindest näherzukommen. Doch erneut fand beim 22:18 ein Strafwurf den Weg nicht ins BöSi-Gehäuse. So war auch diese Chance vertan, entscheidend zum Gegner aufzuschließen. Genau dieses Szenario wiederholte sich später noch einmal, als Jannis Engau zehn Minuten vor dem Abpfiff mit zwei Treffern in Folge auf 25:21 verkürzen konnte. Es war allerdings bis zum Ende der Partie der kleinste Rückstand. Die Schlussphase gehörte eindeutig wieder den Gastgebern, die nun trotz nachlassender Kräfte auf einer Euphoriewelle durchs Ziel gingen.

Allzu dramatisch wollte Herrenbergs Coach Marco Melo die Niederlage aber nicht einordnen. „Wir haben uns die Chancen gut herausgespielt. Wir müssen sie aber auch reinmachen“, hofft er für das erste Heimspiel auf eine deutlich bessere Quote im Angriffsspiel.

SG H2Ku: Rica-Kovac, Rhotert; Kohler (4), Kälbly (1), Lohrer (3/2), Engau (3), Fischer (3), Böhm (5/1), Bietsch, Frommer (2), Jacobs (3), Kretschmann, Krebs, Broß (2), Lewe

M1: Gleich zu Beginn voll gefordert

Die H2ku-Männer starten mit dem brisanten Derby gegen Böblingen/Sindelfingen in die Saison

Viele Jahre lang tummelten sich Handballer der SG H2Ku Herrenberg in den höheren Ligen von Handball-Deutschland. Trotz des letztjährigen Abstiegs aus der Oberliga, die den Gang in die Verbandsliga bedeutete, ist in Herrenberg alles andere als Resignation spürbar. Ganz im Gegenteil: Gerade im Angesicht des Auftakts, der den Gäu-Club zum hochbrisanten Derby zur HSG Böblingen/Sindelfingen führt (Samstag, 19:30 Uhr, Murkenbachhalle Böblingen), ist die Vorfreude bei Mannschaft und Fans riesengroß.

Schon die Vorbereitung auf die nun endlich beginnende Runde zeigte, dass ein frischer Wind durch die Markweghalle weht. Das Team hat einen deutlich basisbezogeneren Anstrich erhalten. Das heißt, die Abgänge der meist auswärtigen Spieler wurden mit Akteuren aufgefüllt, die einen Herrenberger Stallgeruch vorzuweisen haben. Das betrifft Spieler wie Linus Kretschmann, Alexander Kohler, Philipp Bietsch und Silas Baitinger. Zudem stießen schon in der Rückrunde der abgelaufenen Saison mit Yanick Broß und Lennart Lohrer hochtalentierte Eigengewächse zur Verbandsliga-Mannschaft. Mit Sebastian Rica-Kovac gab es nur einen Zugang ohne Herrenberger Vergangenheit. Der Torhüter kam vom TV Plochingen und kann auf höherklassige Erfahrung zurückgreifen. Seine Qualität machte sich schon deutlich in der Vorbereitung bemerkbar. Noch wichtiger wird diese Personalie nach der vorgezogenen Operation von Nico Sauer, der damit ebenfalls wie David Herz ausfallen wird. Für den Samstag wird Nicolas Rhotert aus der Landesligamannschaft als Torhüter ins Team aufrücken.

Der Optimismus für das Derby in der Murkenbachhalle nährt sich unterdessen vor allem aus der Entwicklung aus der Saisonvorbereitung. Nach einem holprigen Beginn wurden gerade gegen klassenhöhere Gegner beachtliche Ergebnisse erzielt. Nachholbedarf offenbarte sich teilweise noch in der Chancenverwertung. Und auch die neu einstudierte offensive Abwehr mit der 3:2:1- Variante dürfte noch etwas Eingewöhnungszeit benötigen. Dennoch steigerte sich das Team von Begegnung zu Begegnung.

Für den Samstag wird Trainer Marco Melo derweil eine zwar bestens auf den Gegner eingestellte Mannschaft auf das Parkett schicken, dennoch will der Coach vor allem sein eigenes Spiel zur Geltung bringen. Und er hofft natürlich auf ein Erfolgserlebnis zum Start: „Vor allem für das Selbstvertrauen der Spieler wäre ein Erfolg extrem wichtig“. Dabei ist ihm relativ egal, dass es sich um ein Derby handelt. „Es wird ein intensives Spiel werden, daran können die Jungs aber auch wachsen“, weist Marco Melo darauf hin, dass es emotionale Spiele auch in Schömberg, Oberhausen/Unterhausen oder natürlich Altensteig geben wird. Für den Samstag hofft man im Herrenberger Lager natürlich auch auf die Unterstützung der Herrenberger Fans. Es dürfte trotz des ersten Spieltages mit einer vollen Halle zu rechnen sein. Es wird dabei insgesamt wichtig sein, nicht nur auf dem Parkett Paroli bieten zu können.

Nicht zuletzt wird es natürlich auch diesmal ein großes Wiedersehen in der jüngst auf Hochglanz renovierten Murkenbachhalle geben. Denn auf beiden Seiten stehen wieder Akteure, die für die jeweilige andere Mannschaft auf Torejagd gingen. Auf Herrenberger Seite betrifft dies Tim Frommer und Luca Kälbly, auf Seiten der BöSi´s waren Dominic Rose, Dominik Möller, Michael Fangerow und Frederik Todt schon im Gäu aktiv. Ein Umstand, der noch einmal zusätzliche Brisanz birgt.

M1: Den Weg nicht bis zum Ende gegangen

Für die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg ist der seit Wochen befürchtete Abstieg in die Verbandsliga nun bittere Realität. Mit dem deutlichen 23:33 (10:16) in eigener Halle gegen den TSV Schmiden war die vorhandene Chance vertan, am letzten Spieltag dem Abstieg noch einmal von der Schippe zu springen.

Der Ärger über die eigene Niederlage war eine Stunde nach Spielschluss sogar noch etwas greifbarer geworden. Da waren nämlich die anderen Ergebnisse des Tages durchgesickert. Sowohl die HSG Konstanz II gegen Heidelsheim/Helmsheim als auch die HSG Ettlingen hatten ihre Spiele verloren. So war klar, dass ein Sieg gegen den Tabellenführer für den Klassenerhalt ausgereicht hätte. Von diesem waren die H2Ku-Männer aber am Samstagabend meilenweit entfernt. Trainer Tim Gauß brachte es nach dem Schlusspfiff auf den Punkt: Wir hätten heute nur gewonnen, wenn von jedem Spieler 100 Prozent gekommen wären. Das haben wir heute nicht geschafft“.

Dabei waren die Vorzeichen alles andere als schlecht. Zuletzt vier ungeschlagene Partien, zudem eine Markweghalle, die mit 600 Zuschauern einen tollen Rahmen bot. Und auch der Beginn verlief noch ganz nach dem Geschmack der Fans auf der Tribüne. Ein schnelles 1:0 und ein folgender Ballgewinn in der Abwehr, jeweils durch Leon Fischer, nährte die Hoffnung, den großen Favoriten vielleicht doch auf dem falschen Fuß zu erwischen. Stattdessen fing sich der TSV schnell und stellte bereits in der 8.Minute auf 4:1. Von nun an zog der Tabellenerste unbeirrt seine Kreise. Als noch knapp zehn Minuten im ersten Durchgang zu spielen waren, war mit dem 13:6 für die Gäste bereits eine Vorentscheidung gefallen. Die Überzeugung, die von Schmidener Seite in jede Aktion gelegt wurde, ließen die Herrenberger ihrerseits zu häufig vermissen. Als Nik Wittke Sekunden vor dem Halbzeitpfiff einen Strafwurf vergab, war dies ein weiterer Puzzlestein einer enttäuschenden ersten Halbzeit. Das 10:16 war schon zu diesem Zeitpunkt eine zu hohe Hypothek.

Besser sollte es nach der Pause auch nicht mehr werden. Zumindest aber gab es nach zehn Minuten in der zweiten Halbzeit eine letzte realistische Möglichkeit, dem Spiel noch einmal eine Wende zu geben. Nach dem 15:20 durch Tim Frommer ergab sich die Chance, auf vier Tore Rückstand zu verkürzen. Doch der darauffolgene technische Fehler von Lukas Krebs war der Anfang von gleich einer ganzen Fehlerkette, an derem Ende ein deprimierendes 16:27 stand. Das war zehn Minuten vor dem Ende natürlich der endgültige Knockout für die Bemühungen der SG H2Ku. Am Ende konnte Schmiden das Spiel bis zum 23:33 locker über die Runden bringen und gemeinsam mit den mitgereisten Fans den Aufstieg feiern. Für Tim Gauß blieb nur die bittere Erkenntnis: „Heute hat einfach die klar bessere Mannschaft gewonnen“.

Einen würdigen Abschluss des Abends gab es dennoch, als mit Nik Wittke (zum TV Neuhausen/Erms), Oliver Sudar (zur HSG Ostfildern), Moritz Werner (zum TSV Weinsberg), Florian Dannenberg (zum TSV Altensteig), Lukas Bechinka (Handballpause), Janek Förch (als spielender Co-Trainer zur HSG Schönbuch) und Tim Gauß (JSG Balingen/Weilstetten) sechs Aktive und der Coach verabschiedet wurden.

SG H2Ku: Sauer, Hetz (beide im Tor); Kälbly (2), Werner (2), Lohrer (2), Bross, Böhm (2), Sudar, Bechinka (1), Fischer (3), Frommer (1), Jacobs, Krebs (1), Wittke (8/4), Lewe, Dannenberg (1)

Männer 1 stehen vor entscheidendem Endspiel / Männer 2 gehen motiviert ins ewig junge Derby / 2 Freigetränke für Dauerkartenbesitzer

Keine Frage, die Partie am Samstag um 19 Uhr zwischen der SG H2Ku Herrenberg und dem TSV Schmiden hätten vor etwa fünf Wochen viele Handballfans nur noch aus statistischer Sicht als interessant empfunden. Die Gastgeber waren nach der heftigen Niederlage in Leonberg wenig hoffnungsvoll, die Klasse noch zu halten und auch die Schmidener hatten sich als Tabellenführer durch eine unerwartete Heimniederlage gegen den TuS Schutterwald selbst in Not gebracht.

Inzwischen haben die H2Ku-Männer aber vier Spiele ohne Niederlage absolviert, die daraus erzielten 7:1 Punkte ermöglichen es der Mannschaft nun am Samstag, tatsächlich doch noch vom Klassenerhalt zu träumen. Und wäre dies nicht genug an Dramatik, braucht auch der TSV Schmiden unbedingt einen Sieg, um den Aufstieg in die Regionalliga fix zu machen. Nachdem es im Vorjahr damit schon nicht klappte, soll diesmal alles besser werden. Den Gästen wird dabei bewusst sein, dass ein Punktverlust wohl unweigerlich vom punktgleichen HTV Meißenheim im Heimspiel gegen den TV Ehingen genutzt werden würde. So oder so wird eine der beiden Mannschaft in der Markweghalle den Partycrasher für die anderen spielen wird. Nur bei einem Remis gäbe es wohl gleich zum Schlusspfiff enttäuschte Gesichter.

So oder so kann noch ein langes Warten angesagt sein. Denn die Partie der Herrenberger wird bereits um 19 Uhr angepfiffen. Die anderen, relevanten Spiele um Meisterschaft und Abstieg beginnen dagegen erst eine Stunde später. Sollte die SG H2Ku das Spiel gewinnen, muss aber zusätzlich Konstanz in Heidelsheim/Helmsheim oder Ettlingen in Weilstetten verlieren. Lediglich bei einem Sieg des TSV Schmiden braucht niemand zu warten, denn dann ist der Gast sicherer Aufsteiger und die Herrenberger müssen den bitteren Gang in die Verbandsliga antreten.
Diese Gedankenspiele schiebt Tim Gauß aber schnell zur Seite. „Wir wollen gewinnen und ich sehe uns auch nicht chancenlos“, verbreitet Trainer Tim Gauß vor dem Spiel positive Stimmung. Und auch das Stimmungstief nach dem Spiel in Pforzheim, als ein hoher Vorsprung am Ende nur noch mit einem Remis belohnt wurde, soll nicht als Motivationskiller herhalten. „Mit einer Niederlage wären wir als Absteiger aus Pforzheim nach Hause gefahren“, sinniert Tim Gauß. Und weiter: „Wer hätte denn vor wenigen Wochen geglaubt, dass wir noch einmal eine solche Möglichkeit für dieses Endspiel bekommen“. Die Favoritenrolle liegt dennoch eindeutig bei den Gästen. In Herrenberg hofft man natürlich auch ein wenig darauf, dass Schmiden dadurch etwas mehr Verunsicherung mit in die Markweghalle bringt. „Der Druck liegt auf jeden Fall auf der Seite von Schmiden“, glaubt Trainer Gauß.

Ungeachtet der sportlichen Brisanz gilt es auch in diesem Jahr wieder, Spieler zu verabschieden. So werden am Samstag Nik Wittke, Florian Dannenberg, Moritz Werner, Lukas Bechinka, Janek Förch und Oliver Sudar sowie auch Trainer Tim Gauß ihr letztes Spiel für die SG H2Ku bestreiten.

Verbandsligamänner wollen im Derby Paroli bieten

Für die 2. Männermannschaft um das Trainergespann Marcel Kohler / Maxi Schöllkopf ging die lange Durststrecke von sieglosen Spielen am vergangenen Samstag mit dem Doppelpunktgewinn in Remshalden endlich zu Ende. Eigentlich war es der richtige Zeitpunkt, um noch einmal vor dem ewig jungen Derby am Samstag um 16:45 Uhr gegen die HSG Böblingen/Sindelfingen Selbstvertrauen zu tanken.

Natürlich gehen die Gäste als klarer Favorit in die Partie. Aber auch das Hinspiel stand unter ähnlichen Vorzeichen. Am Ende konnten sich die BöSi´s gerade noch so mit einem 32:31 über die Ziellinie retten.
Zusätzliche Brisanz erhalten die Derbys auch durch die Personalien bei den Gästen. So stehen mit Dominic Rose, Michael Fangerow, Freddy Todt oder auch Marvin Seeger früher Spieler der SG H2Ku in den Reihen der BöSi´s, oder eben auch umgekehrt. Vor allem für Marvin Seeger wird die Partie etwas ganz Besonderes werden. Das SG-Eigengewächs wird ausgerechnet bei seinem Heimatverein die letzte Partie seiner Karriere bestreiten.

Vor allem aber geht es auch im letzten Spiel der Runde noch um Punkte. Und da hat sich erfreulicherweise die personelle Lage bei der SG H2Ku II entspannt. So wird der Innenblock mit Tom Bühler und Miro Mezger wieder zur Verfügung stehen. Ebenso ist Nico Rhotert wieder mit von der Partie, Ben Lifka wird aus der A-Jugend mithelfen können.

Wichtig: Alle Dauerkartenbesitzer erhalten am Wochenende gegen Vorlage ihrer Dauerkarte insgesamt zwei Freigetränke.

Showdown in der Markweghalle

Spannenender geht es nicht!

Durch die letzten Auftritte unserer Jungs kommt es am Samstag zum großen Showdown gegen den TSV Schmiden.

Dafür brauchen wir Euch alle! Wirklich alle!

Wie sehr die SG-Familie zusammensteht, zeigt sich auch daran, dass der legendäre FC Bloskapell sowohl am Samstag als auch am Sonntag unsere Mannschaften unterstützt. Schon jetzt dafür ein riesengroßes Danke!!!

Jetzt fehlt nur noch die proppevolle Halle. Dafür müsst Ihr sorgen. Wir zählen im Finale auch Euch!