M1: Schmerzhafte Niederlage für die H2Ku-Männer

Einen vielleicht entscheidenden Rückschlag mussten die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg am Freitagabend beim SV Leonberg/Eltingen hinnehmen. Am Ende war die Niederlage mit 39:32 (18:14) auch in dieser Höhe verdient.

Zwanzig Minuten lang konnten die Gäste aus Herrenberg dem Spiel ihren Stempel aufdrücken. Unter dem Strich war das natürlich zu wenig, um das Parkett als Sieger zu verlassen. Dabei waren die ersten Minuten so ganz nach dem Geschmack der vielen mitgereisten Fans. Nach sieben Minuten zappelte im Angriff jeder Wurf im Kasten der Gastgeber. Auch ein überzeugender David Herz im Herrenberger Tor sorgte für ein 7:4. Aufbauen konnten die Gäste gegen in dieser Phase verunsicherte Hausherren darauf allerdings nicht. Zwar vermochten es die Herrenberger, diesen Vorsprung bis zum 12:10 zu behaupten, jedoch wurde eine zunehmende Unsicherheit von Angriff zu Angriff sichtbar. Fünf Gegentore in Folge zum 15:12 schickten die Herrenberger erstmals in Richtung Verliererstraße. Beim Halbzeitstand von 18:14 war für die SG H2Ku zumindest noch nicht alles verloren.

Ins endgültige Hintertreffen manövrierten sich die Gäste dann selbst nach Wiederbeginn. Gleich zu Beginn leistete sich Leonberg einen technischen Fehler, der im Gegenzug zum 18:15 inklusive einer Zeitstrafe für die Hausherren führte. Genau diese Überzahl führte aber nicht zur Aufholjagd, sondern zu drei Treffern des SV Leonberg/Eltingen zum 21:15. Es war der Anfang vom Ende aller Herrenberger Hoffnungen, denn danach ging für eine Weile nichts mehr. Vor allem mit der taktischen Variante mit vier Rückraumspielern ohne Kreisspieler kam die SG H2Ku überhaupt nicht zurecht. Als noch etwas weniger als zwanzig Minuten zu spielen waren, hatte Leonberg mit dem 29:19 längst für die Vorentscheidung gesorgt. Und auch in den folgenden Minuten, in denen sich bei den Gastgebern ein Kräfteverschleiß sichtbar wurde, konnte dies nicht entscheidend genutzt werden.

„Vielleicht war der Druck zu groß. Jedenfalls waren wir mit dem Kopf überhaupt nicht auf dem Parkett“, war für Tim Gauß einer der Gründe für die Niederlage. Insgesamt war das aber keine wirkliche Erklärung. „Angesichts der Bedeutung des Spiels war es eine indiskutable Leistung. Das darf uns so einfach nicht passieren“, fand der Herrenberger deutliche Schlußworte. Ein Klassenerhalt in der Oberliga wird dadurch fast schon unmöglich.

SG H2Ku: Herz, Sauer (2) (beide im Tor); Kälbly (2/1), Werner (7), Lohrer (2), Bross, Böhm (3), Sudar (2), Bechinka (2), Fischer (4), Frommer, Jacobs (2), Krebs, Wittke (5/5), Lewe, Dannenberg (1)

M1: Verlieren darf eigentlich niemand

Das Spiel in der Handball-Oberliga der Männer zwischen dem SV Leonberg/Eltingen und der SG H2Ku Herrenberg ist schon anhand des Derbycharakters der beiden Kreisrivalen hochbrisant. Dazu kommt am Freitag ab 20 Uhr noch eine zusätzliche Spannung ins Spiel, kämpfen doch beide Teams derzeit noch um den Klassenerhalt.

Nach Lage der Dinge werden am Ende der Saison drei Mannschaften in den sauren Apfel des Abstiegs beißen müssen. Die Herrenberger besetzten noch am Anfang der Woche den ersten Platz unter dem Strich, die Leonberger standen als Tabellennachbar einen Rang darüber. Inzwischen hat die Tabelle am grünen Tisch allerdings ein etwas anderes Aussehen bekommen. Dem TV Weilstetten wurden vier Punkte abgezogen, der SG Kenzingen/Herbolzheim deren zwei. Dabei geht es wohl um den Einsatz nicht spielberechtigter Akteure. Für Leonberg/Eltingen und die SG H2Kun hat dies unmittelbare Konsequenzen, da nun mit dem TSV Altensteig und dem TuS Schutterwald zwei unmittelbare Konkurrenten um den Ligaverbleib zwei Punkte mehr auf dem Konto haben als vorher.

Die Herrenberger sind dadurch auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht, punktgleich mit dem TSV Altensteig. Dadurch hat sich die Lage für den Gäu-Club natürlich nochmals zugespitzt. Auch Tim Gauß hatte schon vor der neuen Punktesituation festgestellt: „Wenn wir im Kampf um den Klassenerhalt noch ein gewichtiges Wort mitreden möchten, müssen wir die nächsten beiden Spiele gewinnen“. Der Herrenberger Trainer weiß auch ohne große Rechnerei: Bei einer Niederlage im Leonberger Sportzentrum beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer bei dann noch fünf zu absolvierenden Spielen bereits sechs Punkte.

Allerdings ist auch vor der Partie der Optimismus durchaus noch vorhanden. Selbstvertrauen hat sich die Mannschaft in der Vorwoche trotz einer knappen Niederlage beim Tabellenzweiten HTV Meißenheim zumindest schon einmal geholt. Und auch personell sieht es gar nicht einmal so schlecht aus. Zwar fallen mit Janek Förch, Kenneth Stiegen und Lukas Bechinka drei Spieler aus, der restliche Kader sollte allerdings für das wichtige Auswärtsspiel fit sein.

M1: Die gute Leistung reicht nicht für Punkte

Auch wenn die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg am Samstag beim Tabellenzweiten HTV Meißenheim eine gute Leistung ablieferten, reichte es dennoch nicht für etwas Zählbares. Nach dem 36:39 (14:17) in der Ortenau hat die Mannschaft aber zumindest Selbstvertrauen für die kommenden, schweren Aufgaben tanken können.

Schon im Vorfeld war klar, dass ein Punktgewinn in Meißenheim nur möglich ist, wenn die Mannschaft über ihre Leistungsgrenze geht und der Favorit an diesem Abend schwächeln würde. Beides schien jedoch nicht einzutreten. Schnell führten die Gastgeber mit 6:1 und nur wenig deutete auf ein enges Spiel hin. In der Folgezeit machte es sich aber bereits bemerkbar, dass die Rückkehr der Rückraumspieler Moritz Werner und Oliver Sudar für eine sichtbare Belebung sorgen würde. Als Letzterer dann gleich mal einen Dreierpack schnürte, war die Partie beim 8:8 nach einer Viertelstunde plötzlich wieder offen.

Lange erfreuen konnten sich die Herrenberger an diesem Gleichstand aber nicht. Nur kurze Zeit später hatte der Favorit wieder auf 11:8 vorgelegt. Zumindest schafften es die Gäste aus dem Gäu, diesen Rückstand nicht weiter anwachsen zu lassen. So war man beim 17:14 zur Pause noch in Schlagdistanz zum Gegner.

Die zweite Halbzeit sollte dann die wohl beste Halbzeitleistung bringen, die in dieser Saison von den H2Ku-Männern gezeigt wurde. Zumindest auf die Offensivleistung traf diese Einschätzung zu. Die Abwehr hatte vor allem gegen die Rückraumachse um die erfahrenen Alexander Velz und Dustin Ammel weiterhin Schwerstarbeit zu verrichten. Auch wenn es nicht immer zu einhundert Prozent gelang, deren Kreise einzuengen, sorgten die Offensivqualitäten eines Nik Wittke, Oliver Sudar, Luca Kälbly oder eines Moritz Werner dafür, dass die Partie nicht vorzeitig entschieden war. Als der HTV Meißenheim zehn Minuten vor dem Ende mit 35:30 in Front lag, setzte Herrenbergs Trainer Tim Gauß mit einer doppelten Manndeckung für Alexander Velz und Dustin Ammel alles auf eine Karte. „Wir mussten ja was probieren“, so der Coach. Allerdings brachte auch diese Maßnahme nicht den gewünschten Erfolg. Nach einer Zeitstrafe für Lukas Krebs schraubten die Gastgeber das Ergebnis auf 37:31. Es war die endgültige Entscheidung.

Für die Moral der H2Ku-Männer spricht allerdings, dass sie noch bis zum Ende an ihre Chance glaubten und das Ergebnis auf 39:36 am Ende verkürzen konnten. Bereits am Freitag steht nun für die SG H2Ku das extrem wichtige Kreisderby beim SV Leonberg/Eltingen auf dem Programm.

SG H2Ku: Herz, Sauer (beide im Tor); Kälbly (6), Werner (5), Lohrer (1), Bross (1), Böhm, Sudar (7), Fischer (1), Frommer, Jacobs, Krebs (2), Wittke (9/5), Lewe (1), Dannenberg (3)

F1: Den Vorsprung nun nicht mehr hergeben

Die Saison neigt sich in der Oberliga Baden-Württemberg der Frauen langsam dem Ende entgegen. Erfreulich aus Herrenberger Sicht ist die dabei natürlich die Tatsache, dass die Kuties momentan den Platz an der Sonne mit drei Punkten Vorsprung innehaben. Allerdings warten bis zum Ende der Runde fast nur noch schwere Spiele. Den Anfang macht dabei am Samstag ab 18 Uhr die Partie bei der SG Herbrechtingen-Bolheim.

Zehnter gegen Erster. Für die H2Ku-Frauen liest sich die Aufgabe südlich von Heidenheim an der Brenz eigentlich ganz locker an. In einem Feld von 13 Teams käme man schnell zu dem Schluss, die Gastgeberinnen wären ähnlich einzuordnen wie die Teams darunter, gegen die Herrenberg in den letzten Wochen ausnahmslos mehr als deutliche Siege einfahren konnte. Doch dieser Schein trügt gewaltig. Dass Herbrechtingen-Bolheim so tief in der Tabelle angesiedelt ist, liegt einzig und allein im mageren Herbst begründet, in dessen Verlauf nur magere vier Pünktchen ergattert werden konnten. Nach dem Jahreswechsel startete die Mannschaft dann richtig durch. Ab dem Januar erreichte Herbrechtingen beeindruckende 11:5 Punkte, die letzten drei Spiele wurden ungeschlagen absolviert. Wie stark das Team derzeit ist, zeigte das jüngste Spiel bei der HSG Böblingen Sindelfingen. Dort gab es am Ende ein verdientes 31:31.

Dreh- und Angelpunkt der Gastgeberinnen ist mit Marie Brachert ein noch junges Nachwuchstalent, das allerdings bereits mit einer hohen Qualität aufwartet. „Das ist eine richtig gute Spielerin“, weiß auch Heiko Fleisch. Trotz dieser Qualität wird der Herrenberger Trainer der Spielerin aber keine Sonderbewachung zukommen lassen: „Das würde zu große Räume für die anderen ergeben“. Viel lieber schaut der Coach aber ohnehin auf sein eigenes Team. Ein Unterschätzen der Gegnerinnen hält er zwar für sehr unwahrscheinlich, ein anderer Aspekt ist aber auch für ihn spannend: „Wir sind jetzt in der entscheidenden Phase der Saison die Gejagten. Dem müssen wir uns stellen“. Der Trainer stellt dabei aber auch klar: „Es ist ja genau das, was wir auch wollten. Deshalb freuen wir uns auch über den Druck“,

Personell wird Heiko Fleisch auf zwei Spielerinnen verzichten müssen. Stefanie Schoeneberg fehlt aus privaten Gründen und Juliane Seidel fällt mit einer Knieverletzung aus. An der Zielsetzung Sieg ändert das natürlich nichts.

M1/M2: Beide Männerteams haben nichts zu verlieren

Für die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg steht am Samstag ab 20 Uhr eine extrem große Herausforderung ins Haus. Beim HTV Meißenheim geht der Gäu-Club als klarer Außenseiter in die Partie. Genau deshalb hoffen die Gäste aber dennoch auf eine Überraschung.

„Wenn Meißenheim schwächeln sollte, müssen wir da sein“. Auf solch eine einfache Formel bringt Tim Gauß die Marschroute für die Partie beim Tabellenzweiten. Der Trainer der Herrenberger weiß natürlich genau um die begrenzten Erfolgsaussichten in der Ortenau. Legt man dabei noch das letzte Auswärtsspiel der H2Ku-Männer am vergangenen Freitag bei der SG Heidelsheim/Helmsheim zugrunde, erhöht das auch nicht unbedingt den Glauben an eine Überraschung. Für Trainer Gauß ist die Partie eine Art Bonusspiel. „Wir müssen nicht gewinnen, wollen es aber“, unterstreicht er. Im Videostudium hat Gauß natürlich auch Sequenzen entdecken können, in denen der Tabellenzweite verwundbar wirkte. „Wenn es mal nicht läuft, nimmt meist Alexander Velz das Heft in die Hand und will es richten. Das müssen wir dann verhindern“.

Um den Gastgeber überhaupt erst einmal in Schwierigkeiten bringen zu können, bedarf es allerdings einer eigenen Leistung, die ganz nah an einhundert Prozent heranreicht. Hoffnung macht den Coach dabei vor allem auch, dass sich das Lazarett der Verletzten ein wenig gelichtet hat. Mit der Rückkehr von Oliver Sudar und Moritz Werner ergeben sich vor allem im Rückraum wieder neue Alternativen. Und noch etwas ist für Tim Gauß daran positiv: „Jetzt müssten eigentlich auch die Abläufe wieder flüssiger laufen“. Fehlen werden dennoch die langzeitverletzten Kenneth Stiegen und Janek Förch sowie Lukas Bechinka.

Verbandsligamänner vor fast unlösbarer Auswärtsaufgabe

Noch schwieriger als für die Oberligamänner dürfte sich für die Verbandsligamänner der SG H2Ku Herrenberg der Auftritt am Sonntag ab 17 Uhr gestalten. Für die Mannschaft vom Trainergespann Marcel Kohler und Maxi Schöllkopf geht es zum TSV Alfdorf/Lorch/Waldhausen. Die Gastgeber stellen in der Liga das absolute Nonplusultra dar und gelten schon jetzt als designierte Aufsteiger.

In den Reihen des TSV Allowa stehen mit Spielern wie Aleksa Djokic, Marvin Fuß oder Felix Beutel Spieler mit Drittligaerfahrung. Zudem kann der Tabellenführer auch bisweilen auf die Dienste des ehemaligen Bundesligatorhüters Primoz Prost zurückgreifen. All das macht die Schwere der Aufgabe noch deutlicher.

Die Herrenberger, noch punktlos in der Rückrunde und insgesamt nur mit zwei Pluspunkten ausgestattet, rechnen sich aber genau aus diesem Grunde eine kleine Außenseiterchance aus. Fehlen werden mit Andreas Kohler, Oliver Kohler, Luca Ehler, Linus Kretschmann und Sven Rinderknecht jedoch gleich fünf Spieler.

F1: Kuties setzen ihre Erfolgsserie fort

Mit einem deutlichen 33:22 (12:9) gegen den VfL Pfullingen haben die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg ihre Tabellenführung in der Liga souverän verteidigen können. Auch wenn die Gäste über einen längeren Zeitraum in Sichtweite der Kuties bleiben konnten, war der Erfolg am Ende unbestritten.

Im Vorfeld war die Spannung groß, ob die Pfullingerinnen den H2Ku-Frauen wie schon im Hinspiel das Leben schwer machen könnten. Immerhin waren die Herrenbergerinnen durch den nur knappen Hinspielsieg ausreichend vorgewarnt. So ganz konzentriert gingen sie allerdings in der Startphase nicht zu Werke. Immer wieder wurden hochkarätige Möglichkeiten ausgelassen, die es den Gästen ermöglichten, auf Tuchfühlung zu bleiben. Zu einem Rückstand kam es für Herrenberg aber nicht, da die Abwehr ganze Arbeit leistete. Dafür bekam sie dann auch nach Spielende ein Sonderlob von Heiko Fleisch. Weniger zufrieden war der Kuties-Trainer allerdings mit seiner Offensivabteiling. „Mir hat ein wenig der letzte Kampf und Wille gefehlt“. Letztlich sollte sich das allerdings auf ein Hadern auf einem sehr hohen Niveau herausstellen. Nach den 8:8 nach zwanzig Minuten konnte die SG H2Ku die Zügel bis zur Pause wieder fester in die Hand nehmen. Dennoch war beim Halbzeitpfiff und dem damit verbundenen 12:9 noch keine Entscheidung gefallen.

Der zweite Abschnitt zeigte dann ein deutlich konzentrierteres Auftreten der Gastgeberinnen. Die Torquote konnte entscheidend erhöht werden. Dabei gelang es nun immer öfter, über die erste und zweite Welle zum Erfolg zu kommen. Nach knapp vierzig Minuten hatten die Kuties dann zwar im Angriff erfolgreich nachjustiert, Pfullingen blieb dennoch bis zum Herrenberger 19:16 in Sichtweite. Was dann folgte, war eine Machtdemonstration, die so nicht zu erwarten war. Mit einem 11:1-Lauf brach praktisch ein Sturm über den VfL Pfullingen herein, der erst nach dem 30:17 abebbte. Im Positionsangriff waren Sofia Brand und Sina Venth im Rückraum nicht zu stellen, zudem zermürbte das hohe Herrenberger Tempo die Gäste nun völlig.

Wären die H2Ku-Frauen in den letzten Minuten nicht so nachlässig gewesen, hätte der Sieg sogar noch höher ausfallen können. So konnte Pfullingen zumindest noch etwas Ergebniskosmetik betreiben.

Am Samstag steht dann der Gang zur SG Herbrechtingen-Bolheim auf dem Programm. Dieses Spiel dürfte der SG H2Ku Herrenberg wieder alles abverlangen. Obwohl Herbrechtingen im unteren Mittelfeld feststeckt, ließ das Team in den letzten beiden Spielen mit einem Sieg gegen Pfullingen und einem Remis bei der HSG Böblingen/Sindelfingen aufhorchen.

SG H2Ku: Harm (1), Göhlich, Istrati (alle im Tor); Schoeneberg (6/3), Schäberle, Kappus (2/1), Stäudle (3), Kußmaul (4), Schmidt (4), Seidel, Schweizer, Venth (7), Brand (6), Schröder, Lide

M1: Keine Chance trotz Traumstart

Für die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg hat die Reise ins Badische nach Bruchsal kein Erfolgserlebnis bereitgehalten. Das 31:41 (13:22) bei der SG Heidelsheim/Helmsheim war eher noch ein herber Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt. Dass es am Ende zu einer solch hohen Niederlage kommt, war in den ersten Minuten allerdings noch nicht absehbar.

Der beschwerlichen Anreise durch den Freitagnachmittagsverkehr auf der Autobahn A8 zum Trotz zeigten sich die Herrenberger von Beginn an hellwach und verblüfften die Hausherren zunächst mit ihrer sehr effizienten Spielweise. Im Angriff wurde jeder Fehler der Heidelsheimer sofort bestraft, zudem zeigte Torhüter David Herz in der Anfangsphase eine überragende Leistung. Über ein 4:0 ging es bis zum 6:1 nach nur sieben Minuten. Dieses muntere Katz-und-Maus-Spiel der H2Ku-Männer ging genau bis zum 9:4 in der 11.Spielminute. Scheinbar hatten die Gäste schon hier ihr Pulver verschossen. „Glänzten“ bis dahin die Hausherren noch mit einer hohen Fehlerquote, waren es nun die Herrenberger, die mit ebenso einfachen Fehlern die SG Heidelsheim/Helmsheim binnen kürzester Zeit wieder ins Spiel brachten.

Die Gastgeber nahmen solche Einladungen natürlich gerne entgegen. Nach nicht einmal einer Viertelstunde war der Traumstart schon wieder Geschichte und der Vorsprung beim 9:9 aufgebraucht. Noch bis zum 11:11 durch Paul Lewe konnte die SG H2Ku das Spiel offenhalten, dann brach es über die Gäste herein. In den verbleibenden rund vierzehn Minuten bis zur Pause wurden die Gäste zum Spielball der Heidelsheimer, die ihren Vorsprung beim Pausenpfiff bereits auf 22:13 ausgebaut hatten.

„Wir mussten nach der Pause noch etwas probieren“, begründete Trainer Tim Gauß die Umstellung der Abwehr auf eine Offensive 5:1-Variante. Mit Lennart Lohrer auf der vorgezogenen Position war das insgesamt auch durchaus erfolgversprechend. Mit zwei Treffern in Folge gleich nach der Pause wurde der Optimismus gleich etwas genährt. Allerdings gelang es nicht, den Rückstand insgesamt noch entscheidend zu verkürzen. Als Rechtsaußen Florian Dannenberg eine knappe Viertelstunde vor dem Ende auf 31:25 verkürzen konnte, war dies gleichzeitig der geringste Rückstand, den die Herrenberger noch erreichen konnten. „Vor allem das Fehlen von Kenneth Stiegen, Oliver Sudar und Moritz Werner im Rückraum hat uns jeglicher Alternativen beraubt“, musste auch Tim Gauß später konstatieren.

Durch die nachlassenden Kräfte konnte sich Heidelsheim/Helmsheim immer weiter absetzen und steuerte am Ende auf das ungefährdete 41:31 zu. „Schade, dass wir uns nicht noch etwas Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben geholt haben“, haderte Trainer Gauß am Ende mit der Höhe der Niederlage. Dennoch ist die Hoffnung vorhanden, mit einem dann sicher wieder volleren Kader beim Tabellenzweiten HTV Meißenheim erfolgreicher abzuschneiden.

SG H2Ku: Herz, Sauer (beide im Tor); Kälbly (5), Lohrer (1), Broß, Böhm (2), Fischer (1), Frommer (2), Jacobs (1), Krebs (4), Wittke (7/3), Lewe (3), Dannenberg (5)

M1: Den Vorzeichen zum Trotz mit Siegeswillen zum Freitagsspiel

Wenn die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg am Freitag ab 20:15 Uhr bei der SG Heidelsheim/Helmsheim antreten, könnten die Vorzeichen für die Gäste aus dem Gäu deutlich besser stehen.

Allein die Anreise zum Spiel im Sportzentrum Bruchsal wird den Spielern nach einem langen Tag vor allem mental einiges abverlangen. Denn genau zum „besten“ Wochenend- und Feierabendverkehr setzt sich die Mannschaft auf der Autobahn A8 in Richtung Bruchsal in Bewegung – inclusive der Großbaustelle Pforzheim. „Eine gute Spielvorbereitung sieht natürlich anders aus. Wir müssen es aber so nehmen, wie es eben ist“, stellt sich Tim Gauß der Situation. Den Herrenberger Trainer treiben allerdings noch ganz andere Sorgen um. Denn mehrere Spieler fallen wie schon in der Vorwoche aus oder gehen zumindest krankheitsbedingt angeschlagen ins Spiel. So wird Kenneth Stiegen mit seiner Schulterverletzung in dieser Saison überhaupt nicht mehr auflaufen können. Auch Lukas Bechinka und Oliver Sudar werden am Freitag nicht mit von der Partie sein. Bei Lennart Lohrer gibt aber zumindest wieder grünes Licht.

Hinter den Einsätzen von Moritz Werner und Nik Wittke steht derweil aufgrund grippaler Infekte ein dickes Fragezeichen. Für Tim Gauß ergibt sich aus der komplizierten Personalsituation allerdings kein Taktikwechsel. „Auf Zeitverschleppung zu gehen, bringt uns nicht weiter“, weiß der Coach. Er hofft eigentlich eher auf eine Art Trotzreaktion seines Teams eben aufgrund der viele, schlechten Vorzeichen.

Mit einem vollen Kader würde das Unterfangen Auswärtssieg sicher realistischer erscheinen. Auf der anderen Seite ist Heidelsheim eine Mannschaft aus dem Tabellenmittelfeld, die auch schlagbar ist. Das Hinspiel zeigte das beim 30:28 der Herrenberger deutlich. Für einen Doppelpunktgewinn bedarf es aber des 100-prozentigen Abrufen des eigenen Leistungsvermögens. Als Lohn würde dann auch vorerst der Sprung von den Abstiegsrängen winken. Mehr Motivation geht eigentlich fast gar nicht.

M1: Nur wenige Minuten fehlen am Punktgewinn

Das Ziel war klar. Mit einem weiteren Sieg – es wäre der zweite in Folge – wollten sich die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen. Doch am Ende reichte es nicht ganz. In der Haslacher Sporthalle zogen die Gäu-Handballer am Ende mit 28:33 (14:14) gegen die SG Kenzingen/Herbolzheim den Kürzeren. Auch wenn die Favoritenrolle auf Seiten der Gäste aus dem nördlichen Breisgau lag, war für die Herrenberger ein Erfolgserlebnis durchaus in Reichweite.

Die Vorzeichen waren wirklich nicht die besten. Mit Kenneth Stiegen, Oliver Sudar und Lennart Lohrer fielen gleich drei Spieler für die linke Rückraumposition aus. Damit war klar, dass Paul Lewe als „Alleinunterhalter“ auf dieser Position agieren musste. Zudem mussten die Herrenberger auch auf ihre angestammte Markweghalle verzichten und in der Haslacher Sporthalle auflaufen. Die Pflichtspiel-Premiere einer 1. Mannschaft in dieser Halle sollte sich aber nicht negativ bemerkbar machen. Die 170 Zuschauer sorgten für eine echte Heimspielatmosphäre.

Foto: Paul Lewe tankt sich durch

Sportlich wollten da die H2Ku-Männer dem natürlich nicht nachstehen. Es dauerte zwar ein paar Minuten, in denen die Gastgeber ihrem Gegner das Feld überlassen mussten, dann aber raffte sich das Team wie schon in der Vorwoche zu einem fulminanten Zwischenspurt auf. Diesmal gelang ein 6:0-Lauf, der die Hausherren nach einer knappen Viertelstunde mit 8:4 in Front brachte. Eine griffige Abwehr mit einem starken Nico Sauer im Tor ließ die Offensive der Kenzinger um ihren Toptorjäger Oliver Bührer überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. Allerdings konnte die aufwendige Spielweise nicht bis zum Seitenwechsel fortgeführt werden. Mit einem für die Gäste schmeichelhaften 14:14 ging es schließlich in die Kabinen. „Schade, dass wir den Vorsprung nicht in die Pause retten konnten“, ärgerte sich Trainer Tim Gauß später.

Nach Wiederanpfiff ging es erst einmal im Gleichschritt weiter. Aber erneut ließen die Herrenberger hochkarätige Chancen liegen. Im Tor sorgte ein überzeugender David Herz nun zwar für einige spektakuläre Aktionen, die Mannschaft belohnte sich aber nicht immer für ihre Mühen. Zudem sorgten auch Mitte der zweiten Halbzeit einige strittige Entscheidungen der Schiedsrichterinnen für Unmut. „Letztlich lag es aber an uns selber, dass wir das Spiel verloren haben“, stellte Tim Gauß klar. Bis es aber soweit war, lieferten die Hausherren noch einen großen Kampf. Immer wieder konnte die SG H2Ku dabei einen Vorsprung der Gäste egalisieren.

Das Ganze wiederholte sich mehrmals – bis zum 28:28. Danach waren die Kräfte und dadurch auch die Konzentration aufgebraucht. Die Gäste spielten nun ihre ganze Cleverness aus. Genau das hätten auch die Herrenberger gebraucht. „Leider hat uns in den entscheidenden Momenten die Kaltschnäuzigkeit gefehlt“, so ein enttäuschter Tim Gauß nach dem Schlusspfiff.

Bereits am Freitag muss die SG H2Ku Herrenberg bei der SG Heidelsheim/Helmsheim zum nächsten Punktspiel antreten.

M1: Info zum Spiel SG H2Ku – SG Kenzingen/Herbolzheim

Organisatorischer Hinweis für das Heimspiel der Männer 1 am Samstag in der Sporthalle Haslach:

Die Adresse lautet: 71083 Herrenberg-Haslach, Im Häring

Wir weisen darauf hin, dass die Feuerwehrzufahrten und die Fluchtwege unbedingt freizuhalten sind. Einige Parkplätze sind direkt vor der Halle. Durch das zu erwartende Aufkommen darf auch der angrenzende Sportplatz als Parkfläche genutzt werden. Bitte nur gemäßigt im Schritttempo fahren.