SG hat nichts zu verlieren

Einmal mehr gehen die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg am Samstag ab 18 Uhr als klarer Außenseiter in eine Partie. Allerdings steht auch der Gegner, die TSG Söflingen, im Sportzentrum am Kuhberg in Ulm, im Kampf um den Klassenerhalt mächtig unter Zugzwang.

Die Gastgeber starteten noch mit 6:2 im vergangenen September verheißungsvoll in die Vorrunde der Saison. Doch dann ging seit der knappen Heimniederlage gegen den Staffelersten aus Oftersheim/Schwetzingen nicht mehr allzu viel. Und auch nach dem Gang in die Abstiegsrunde gab es zunächst erst einmal keine Erfolgsmeldungen an der Donau. Doch ausgerechnet beim Zweiten der Tabelle platzte in der Vorwoche der Knoten mit einem 33:25. Der Sieg beim TSV Weinsberg hat dem Team um den ehemaligen Herrenberger Torhüter und jetzigen Kapitän Marco Azevedo Marques rechtzeitig vor dem Spiel gegen die SG H2Ku nicht nur die ersten Punkte im Jahr 2024 eingebracht, sondern auch sicher neues Selbstvertrauen eingeimpft.

Foto: Fabian Gerstlauer im Zwiegespräch mit Spielmacher Valentin Mosdzien

Die Lage im Kampf um den Klassenerhalt hat sich für die Söflinger damit zwar nicht entscheidend verändert, der fest eingeplante Sieg gegen die Herrenberger würde der TSG aber weiter etwas Luft verschaffen. Das zu verhindern, wird die Aufgabe der H2Ku-Männer sein. Fabian Gerstlauer muss im Vorfeld der Partie allerdings naturgemäß die Erwartungen etwas dämpfen. „Mit Söflingen kommt natürlich ein ganz anderes Kaliber als zuletzt Deizisau auf uns zu“, zieht der SG-Coach einen Vergleich zum letzten Gegner, gegen den die Herrenberger den ersten Punkt der Saison ergattert haben. Deshalb liegt der Druck auch klar auf Seiten der der TSG Söflingen. „Wir haben nichts zu verlieren“, sagt dann auch Fabian Gerstlauer mit einem Schuss Zweckoptimismus. Das Unternehmen Auswärtsüberraschung könnte sich allerdings schon im Vorfeld extrem erschweren. Mit Lukas Mäußnest und Sven Jacobs fiel krankheitsbedingt der Innenblock der Abwehr die komplette Woche aus. Noch hofft der SG-Coach auf einen oder beide Spieler, die Tendenz verheißt bei beiden Spielern aber nichts Gutes.

Der erste Punkt ist hochverdient

Es hat lange gedauert, doch am Samstag war es soweit. Die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg haben in der laufenden Saison ihren ersten Pluspunkt erringen können. Ob das 30:30 (16:15) beim bis dato ebenso sieglosen TSV Deizisau noch ein Signal in Richtung Klassenerhalt, bleibt allerdings abzuwarten.

Ein Freundschaftsspiel war es mitnichten, das beide Teams schon im Vorfeld im Auge hatten. Sowohl Stefan Eidt als auch Fabian Gerstlauer hatten den Siegeswillen ihrer jeweiligen Teams angekündigt. Genauso ging es dann auch von der ersten Minute an zur Sache. Die Herrenberger kamen zunächst besser in die Partie. Das schnelle 3:1 konnten die Gastgeber zwar zügig egalisieren, trotzdem hatten die Gäste das Spiel gut im Griff. Die SG H2Ku legte jeweils vor, die Gastgeber konnten meist nachziehen. Als Lukas Bechinka sieben Minuten vor der Pause per Konter auf 12:9 erhöhte, schienen die Gäste doch angeschlagen. Die Freude des mitgereisten Anhangs dauerte aber nur kurz. Keine drei  Minuten reichten dem TSV, um erneut auszugleichen. Bis zur Pause konnte Deizisau im Kellerduell sogar noch mit 16:15 vorlegen.

Auch nach der Pause lagen die Gastgeber meist vorn. Der ins Tor gekommene Finn Hummel konnte sich zwar mit einem gehaltenen Strafwurf gleich gut ins Szene setzen, den Nachwurf zum 17:16 konnte er aber nicht verhindern. Mit der Aktion gab der wieder voll einsatzfähige Hummel aber schon einmal einen Ausblick auf seine Leistung in der zweiten Halbzeit.

Noch konnten seine Mitspieler da aber nicht mithalten. Jedes Mal, wenn die H2Ku-Männer dem Spiel eine Wende geben konnten, nutzten sie diese Chancen nicht. Symptomatisch war hier eine Szene aus der 43. Minute, als beim Stand von 23:22 statt des möglichen Ausgleichs im Konter das 24:22 fiel und Kenneth Stiegen zudem mit einer Zeitstrafe bedacht wurde. Überhaupt die Zeitstrafen: Nicht immer war die unterschiedliche Regelauslegung der Schiedsrichter nachvollziehbar. Das Verhältnis von acht zu zwei Zeitstrafen zu Ungunsten der Gäste war zumindest diskussionswürdig. Trotzdem spricht es für die Moral der SG H2Ku, dass sie im Spiel blieb. Belohnt wurde diese Moral schließlich doch noch. Joshua Stöffler konnte vier Minuten vor dem Ende nach langer Zeit wieder einmal zum 28:28 ausgleichen. In einer hektischen Schlussphase gelang es schließlich keiner Mannschaft mehr, den entscheidenden Siegtreffer zu setzen.

Fabian Gerstlauer war trotzdem hochzufrieden: „Wir sind glücklich über den Punkt Wir haben heute alles reingeworfen. Vor allem für die Psyche ist der Punkt enorm wichtig“. Am kommenden Wochenende haben die Oberligamänner spielfrei, bevor es dann am 23. März zur TSG Söflingen geht.

SG H2Ku: Mohr, Hummel; Wanner (3), Böhm, Georg, Stiegen (1), Bechinka (4), Schmitt (6/3), Fischer, Mosdzien (7/2), Mäußnest (5), Stöffler (1), Jacobs (3)

Mit dem ersten Sieg weg vom Tabellenende?

Die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg sind am Samstag ab 19 Uhr beim TSV Deizisau gefordert. In ihrem ersten Auswärtsspiel der Abstiegsrunde könnte der Gäu-Club mit einem Sieg nicht nur die ersten Punkte einfahren, sondern auch gleichzeitig die rote Laterne an den Gegner weiterreichen.

Die Tabelle lügt nicht. Diese These wird zwar oft nur als Phrase abgetan, im Falle der Handball-Oberliga der Männer gibt es aber wohl kaum zwei Meinungen. Mit dem TSV Deizisau und der SG H2Ku Herrenberg treffen in der Hermann-Ertinger-Halle die beiden Mannschaften aufeinander, die in der laufenden Spielzeit die größten Enttäuschungen sind. Sicher war beiden Teams schon im Vorfeld die Schwere der Aufgabe bewusst, trotzdem hatten sich die Mannschaften naturgemäß mehr erhofft. Und so ist sowohl für den Gastgeber aus Deizisau als auch für die Gäste aus Herrenberg der Zug in Richtung Klassenerhalt höchstwahrscheinlich abgefahren.

Foto: Auf einen starken Georg Mohr hoffen die SG-Anhänger auch in Deizisau

Das heißt allerdings nicht, dass die Partie Vorletzter gegen Letzter keine Spannung und Brisanz birgt. Der TSV Deizisau steht derweil nur deshalb vor den Herrenbergern, weil sie im Laufe der Vorrunde gegen die TSG Söflingen ein Pünktchen gegen die TSG Söflingen ergattert haben. Ein Fakt, den die SG H2Ku eben nun mal nicht vorweisen kann. Das soll sich im besten Falle am Samstag ändern. „Wir wollen die Saison natürlich nicht punktlos beenden“, fordert Fabian Gerstlauer. Für dieses Vorhaben bietet sich ein Sieg beim Vorletzten naturgemäß am besten an.

Die Favoritenrolle schiebt der Herrenberger Coach aber gekonnt in Richtung Gegner: „Deizisau hat gerade in den Heimspielen oft gute Leistungen gezeigt“. Mit dieser Aussage dürfte Gerstlauer sicher den Druck von seiner Mannschaft nehmen wollen. Letztlich wird man aber davon ausgehen können, dass es eine Partie zweier gleichwertiger Mannschaften werden wird. So wird einerseits die Tagesform entscheiden. Weit wichtiger dürfte aber sein, wer mental mehr bereit ist für den Sieg und in einem eigentlich nicht mehr entscheidenden Spiel über die eigene Schmerzgrenze hinaus zu gehen.

Das große Ziel Auswärtssieg könnte Fabian Gerstlauer eventuell mit dem derzeit komplett verfügbaren Kader angehen. Allerdings gibt es hinter den Namen Kenneth Stiegen, Sven Schmitt und Philipp Wanner noch krankheitsbedingte Fragezeichen. Die endgültige Aufstellung dürfte damit wohl erst kurzfristig feststehen.

Der Favorit setzt sich klar durch

Es war zwar der erwartete Sieg des TV Germania Großsachsen, beim 25:38 (13:18) hatten sich die Oberligahandballer der SG H2Ku Herrenberg allerdings schon etwas mehr ausgerechnet. Vor allem die zweite Halbzeit war aus Sicht der Gastgeber ernüchternd.

Der beste Moment des Abends fand für die Gastgeber bereits in der ersten Halbzeit statt. Der mehrere Monate lang verletzte Torhüter Finn Hummel kam für einen Strafwurf wenige Sekunden vor der Halbzeit für Georg Mohr ins Tor und parierte auch prompt den Wurf von Simon Spilger. Mit dieser Parade sorgte Hummel zumindest dafür, dass der Vorsprung bis zur Pause beim 18:13 für den TV Germania nicht noch größer wurde. Allerdings hätte das Ergebnis deutlich besser sein können. Doch wieder einmal trieben die Hausherren mit ihren Tormöglichkeiten Schindluder.

Foto: Finn Hummel konnte nach langer Verletzungspause wieder mitwirken

Den Ausschlag gaben dabei bereits die ersten Minuten. Bereits nach acht Minuten führten die Gäste allein durch vier Kontertreffer mit 6:2. Erst danach stabilisierten die Gastgeber ihr Spiel etwas, ohne allerdings den Rückstand verkürzen zu können. Zu verdanken hatten sie dies aber weniger der Qualität von Großsachsen. Denn auch beim Favoriten lief längst nicht alles rund. Und so war das Zwischenresultat zum Seitenwechsel durchaus etwas zu hoch.

Dieses Fazit nach dreißig Minuten sollte sich im zweiten Abschnitt allerdings grundlegend ändern. Bereits nach drei Minuten und drei Gegentreffern war Fabian Gerstlauer beim 21:13 zum Handeln mittels Auszeit gezwungen. Genutzt hat es allerdings nur wenig. Vor allem Jonas Schneider traf aus dem linken Rückraum für den Tabellendritten fast nach Belieben. Entgegensetzen konnten die H2Ku-Männer nur ihr Spiel über den Kreis. Hier waren die Einheimischen mit ihren insgesamt neun Treffern durch Finn Böhm und Lukas Mäußnest sogar deutlich überlegen. Dass es trotz dieses Vorteil und auch siebzehn Paraden von Georg Mohr trotzdem nicht ansatzweise für eine Überraschung reichte, zeigte deutlich, dass es an anderen Stellen erheblich haperte. Zum Einen war die Defensive bei weitem nicht mehr so griffig wie in der ersten Hälfte, zum anderen war im Angriff auch kaum noch ein Durchkommen gegen die körperlich überlegene Gästeabwehr. Bereits eine Viertelstunde vor dem Ende waren die Punkte beim 29:20 praktisch vergeben. Auch hatte die SG H2Ku an diesem Abend nicht mehr die Energie für eine Ergebniskosmetik. Fabian Gerstlauer trug es mit Fassung, meinte aber später: „Es ist schade, dass wir gerade zum Auftakt der Abstiegsrunde gleich gegen so einen Gegner spielen mussten“.

Am kommenden Samstag könnten es die Herrenberger allerdings besser machen. Dann steht das Auswärtsspiel beim TSV Deizisau auf dem Programm. Der TSV ist mit nur einem Pluspunkt eine Position vor der SG H2Ku im Klassement platziert. Mit dem ersten Doppelpunktgewinn könnten die Gerstlauer-Schützlinge also zumindest die rote Laterne abgeben.

Mit neuer Motivation in die Abstiegsrunde

Nach der mehr als enttäuschenden Vorrunde stehen die Chancen für die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg auf den Verbleib in der höchsten Spielklasse von Baden-Württemberg denkbar ungünstig. Auch der Gegner, der am Sonntag um 18 Uhr seine Aufwartung in der Markweghalle macht, ist nicht dazu angetan, die Hoffnung auf die ersten beiden Pluspunkte anzuheizen. Mit dem TV Germania Großsachsen stellt sich der Tabellendritte der Abstiegsrunde am Fuße der Markweghalle vor.

Einige Jahre lieferten sich die SG H2Ku und der TV Germania Großsachsen packende Duelle in der 3. Liga und später in der Oberliga. Die beiden Duelle am Sonntag in der Markweghalle und Mitte April in Hirschberg dürften für lange Zeit die letzten gewesen sein. Aber nicht nur deshalb, weil die Herrenberger vom Abstieg aus der BWOL bedroht sind, sondern weil sich an der Bergstraße in den letzten Monaten fast schon Sensationelles getan hat. Vor Jahren noch undenkbar, fusionieren zur neuen Saison vier Vereine, darunter der ehemalige Erstligist, die SG Leutershausen und eben der TVG Großsachsen zur sogenannten S3L.

Foto: Finden Trainer und Mannschaft den Weg zu den erstzen Punkten?

Zuvor möchten die Gäste aber natürlich die Runde so erfolgreich wie möglich zu Ende spielen. Eigentlich sollte dies in der Aufstiegsrunde geschehen, doch auf der Ziellinie scheiterte das Team von Trainer Stefan Kohl noch knapp. Ein Auswärtssieg beim abgeschlagenen Tabellenletzten ist daher beim TV Germania sicher fest eingeplant.

Auf der anderen Seite hat Herrenbergs Trainer Fabian Gerstlauer klargestellt, den Ligaverbleib erst abzuschreiben, wenn es rechnerisch nicht mehr möglich ist. Momentan beträgt der Rückstand vor dem Beginn der zehn Spiele umfassenden Abstiegsrunde neun oder zehn Punkte. Das hängt auch davon ab, wie viele Absteiger aus der dritten Liga den Gang in die Oberliga antreten müssen. Am Sonntag wünscht sich der Trainer von seiner Mannschaft, dass sie den Spielfluß des Gegners zerstört und Lösungen gegen die kompakte Abwehr des Gegners findet.

Am Fuße der Stiftskirche war man in den letzten beiden Wochen nicht untätig. Nach dem letzten Spiel der Vorrunde gegen Köndringen/Teningen gab es zwar einige Tage trainingsfrei, danach wurde aber intensiv auf die letzten zehn Spiele hingearbeitet. Gerade das Spiel gegen die starken Teninger, das denkbar knapp mit 34:35 verloren ging, hat in die Mannschaft neues Selbstvertrauen getankt. Es bleibt dabei zu hoffen, dass die Mannschaft für ihren Einsatz auch vom Publikum unterstützt wird.

Weitere Neuzugänge für die SG H2Ku Herrenberg

Auch wenn die Oberligamänner der SG H2Ku momentan spielfrei sind, ist man bei der SG nicht untätig. Das Kompetenz-Team bastelt weiter am Kader für die neue Spielzeit.

Zwei weitere Neuzugänge gibt es für die kommende Saison zu vermelden.

Mit Florian Dannenberg konnte der Toptorschütze des TSV Altensteig verpflichtet werden. Der Rechtsaußen ist 20 Jahre alt und besticht durch seine Treffsicherheit in jungen Jahren sowohl von der Außenposition als auch vom Punkt und im Gegenstoß.

Nicolas Rhotert (li.) begrüßt Florian Dannenberg bei der SG H2Ku Herrenberg.

Noch etwas jünger, aber genauso talentiert ist Benjamin Bröhl mit seinen gerade einmal 17 Jahren. Damit wird nach einem Jahr Abstinenz wieder der Name Bröhl in der Herrenberger Spielstatistik auftauchen. Sein Bruder Maximilian spielte bekanntlich bis Ende der vergangenen Saison ebenfalls bei der SG H2Ku.

Benjamin wird im Rückraum eingesetzt kommt von Frisch Auf Göppingen mit einem Zweitspielrecht nach Herrenberg.

Wir heißen Florian und Benjamin schon jetzt in Herrenberg herzlich willkommen!

Die Belohnung bleibt aus

Trotz einer großen kämpferischen und vor allem in der Offensive auch spielerisch sehr guten Leistung unterlagen die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg am Mittwoch der SG Köndringen/Teningen denkbar knapp mit 34:35 (17:20). Mit der erneuten Niederlage schlossen die Gerstlauer-Schützlinge die Vorrunde ohne Punktgewinn ab.

Die Spiele im Jahr 2024 haben es bewiesen: Gegen viele Teams kann die SG H2Ku Herrenberg zumindest mithalten. Was vor allem fehlt, ist die Cleverness in der Crunch-Time. Nach der Niederlage in letzter Sekunde in Schutterwald und der ebenso unnötigen Pleite in Weinsberg fehlten auch diesmal gegen den hohen Favoriten aus Köndringen/Teningen nur Kleinigkeiten, um Punkte einzufahren. Das ist umso ärgerlicher, da die verpassten Erfolge in Schutterwald und Weinsberg mit in die Abstiegsrunde genommen werden. So ist schon vor Beginn der zehn Spiele umfassenden Runde der Klassenerhalt nur noch theoretischer Natur.

Foto: Sven Schmitt zeigte eine starke Partie

Auch im Spiel gegen die Teninger sah es anfangs nach einer klaren Angelegenheit aus. Drei Fehler im Vorwärtsgang bestraften die Gäste mit dem schnellen 4:1. Das wars dann aber erst einmal mit der Teninger Überlegenheit. Es entwickelte sich fortan eine Partie auf Augenhöhe. Allerdings gelang es den Hausherren zunächst nicht, ihren Rückstand entscheidend aufzuholen. Bis zum 12:15 aus Sicht der Gastgeber spielte man bis sechs Minuten vor der Pause stets wie gegen eine Wand. Gelang ein eigener Treffer, folgte das Gegentor auf dem Fuße. Erst ein Doppelschlag durch Valentin Mosdzien und den starken Lukas Bechinka brachte die SG H2Ku endgültig zurück ins Spiel.

Wie fragil das ganze Herrenberger Gebilde noch ist, zeigten die restlichen Minuten bis zum Halbzeitpfiff. Beim 17:18 hatten die Gastgeber die Gelegenheit zum Ausgleich. Die Chance wurde jedoch nicht genutzt. Stattdessen spielte sich Köndringen mit seiner ganzen Routine mit einem eigenen 20:17 in die Vorhand.

Eine Vorentscheidung schien erst recht gefallen zu sein, als der Drittligaabsteiger mit zwei schnellen Toren nach der Pause auf 22:17 davonzog. Doch erneut schlugen die H2Ku-Männer zurück. Nach Fabian Gerstlauers Auszeit in der 37. Minute und der Umstellung auf die 4:2-Abwehr sorgten der im zweiten Durchgang überzeugende Sven Schmitt mit zwei Treffern und Leon Fischer für den Anschluss zum 22:24. Von nun an entwickelte sich die Partie zu einem echten Krimi. Eine Viertelstunde vor dem Ende gelang Lukas Bechinka mit einem Wurf von der Mittellinie ins leere Köndringer Tor für den erstmaligen Ausgleich zum 26:26. Zwei Minuten später gelang erneut Bechinka sogar die Führung zum 28:27.

Allerdings zeigte sich nun die ganze Erfahrung des Tabellenvierten. Vor allem Pascal Bührer als Ballverteiler und Maurice Bührer als Vollstrecker sorgten dafür, dass der Gast das Spiel letztlich drehen konnte. Nach dem Anschluss zum 34:35 blieben dem Gastgeber nur noch acht Sekunden. Zu wenig, um noch einmal in Ballbesitz zu kommen.

SG H2Ku: Mohr, Rhotert; Wanner (2), F.Böhm, Georg, Stiegen (3), Bechinka (7), Schmitt (8/2), Fischer (2), Mosdzien (4/2), Mäußnest (5), Stöffler

Mit Bier und Brezel zum Vorrundenausklang.

Am Mittwoch steigt das letzte Spiel der Vorrunde für unsere Oberligamänner.

Zum ewig jungen Derby empfangen wir die SG Köndringen/Teningen.

Das Ziel der Mannschaft ist es natürlich, die ersten Punkte einzufahren. Unter anderem steht eine eindrucksvolle Serie auf dem Spiel. Unsere letzte Heimniederlage gegen die SG KöTe datiert vom November 2006.

Auf ein Unterschätzen der Teninger gegen unser Team können wir dabei nicht hoffen. Denn die Mannschaft von Trainer Jonas Eble braucht zum Erreichen der Aufstiegsrunde noch einen Sieg aus den letzten beiden Spielen.

Mit der Hilfe der Zuschauer wollen unsere Jungs aber die Überraschung schaffen.

Die Bewirtung für das Spiel erfolgt diesmal ausnahmsweise im Foyer derv Markweghalle. Das Sortiment umfasst neben Getränken auch Butterbrezeln für den abendlichen Hunger.

Den Tabellenführer fest im Griff

Das war deutlicher als erwartet und erhofft. Mit dem 27:22 (10:10) gegen die bisher ungeschlagenen TG 88 Pforzheim wahrten die Oberligafrauen ihre Chance auf einen der ersten beiden Plätze der Aufstiegsrunde. Gleichzeitig fügten sie dem Spitzenreiter die erste Niederlage in der Aufstiegsrunde zu.

Dass die Kuties gegen die TG Pforzheim nicht mit einem Offensivfeuerwerk glänzen würde, war schon im Vorfeld klar. Schon weit vor der Spitzenpartie legte sich Herrenbergs Trainerin Melanie Schittenhelm fest, dass ein Sieg nur mit einer starken Abwehrarbeit zu erreichen wäre. Und genauso sollte es dann auch kommen. Der Abwehrblock mit Marie Thiwissen, Sandra Kußmaul, Katrin Schröder und Stefanie Schoeneberg war den gegnerischen Angreiferinnen körperlich überlegen. Die Defensive bildete praktisch eine Art Raumteiler zwischen Tor und Spielfeld.

Da auf der anderen Seite gerade in der Startviertelstunde der Angriffsmotor auch Hochtouren lief, lagen die Kuties folgerichtig stets in Front. Über das 4:2 nach acht Minuten durch Linksaußen Saskia Schmidt ging es über ein 8:5 durch Sandra Kußmaul zum 10:6 sechs Minuten vor der Pause. Dass die Kuties in dieser Phase noch einige gute Chancen ungenutzt ließen, sollte sich in den letzten Minuten bis zum Halbzeitpfiff noch rächen. Vier Gegentore bis zum 10:10 zur Pause ließen sogar Gästetrainer Henning Rupf verwundert zurück: „Das Remis zur Pause war durchaus schmeichelhaft für uns“.

Foto: Eine bärenstarke Abwehr war der Grundstein zum Erfolg

Mit der Hoffnung, dass ihr Lauf auch weiterhin Bestand haben würde, ging die TG Pforzheim in den zweiten Durchgang. Allerdings sollten sich diese Hoffnungen schnell zerschlagen. Denn wie schon in Halbzeit eins erwischten die Gastgeberinnen den besseren Start. Nur knappe sieben Minuten dauerte es, bis die Gäste beim 16:11, darunter vier verwandelte Strafwürfe von Stefanie Schoeneberg mittels einer Auszeit gegensteuern mussten. Der Erfolg ließ auch nicht lange auf sich warten. Bis zum 18:16 durch Pforzheims Natalie Mann sah sich Melanie Schittenhelm das Treiben an und reagierte selbst mit einem Timeout. Der Wechsel im Tor von einer keineswegs enttäuschenden Alexandra Harm zu Isabel Göhlich erwies sich schließlich als Glücksgriff.

Neun Minuten später war die Partie praktisch entschieden. Bis zum 23:17 und der nächsten Pforzheimer Auszeit hatte Göhlich nur ein einziges Gegentor hinnehmen müssen. Bis zum Schlusspfiff und dem 27:22 konnten die H2Ku-Frauen sogar noch etwas Ergebniskosmetik zulassen. „Ich muss meiner Mannschaft heute ein Riesenkompliment machen. Sie hat alle meine Vorgaben umgesetzt“, freute sich Melanie Schittenhelm nach dem Schlusspfiff.

Nach dem spielfreien Faschingswochenende treten die Kuties am 17. Februar bei der HG Oftersheim/Schwetzingen an.

SG H2Ku: Göhlich, Harm; Schoeneberg (7/5), Kappus, Maile (1), Kußmaul (6), Schmidt (3), Brand (3), Thiwissen (3), Schröder (1), Becirovic (3)

SG H2Ku belohnt sich nicht

Da war deutlich mehr drin gewesen. Trotz einer sehr guten Auswärtsleistung unterlagen die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg am Samstag beim TSV Weinsberg mit 29:34 (19:18). Nach einer couragierten ersten Halbzeit sah es lange Zeit nach den ersten Punkten für die Herrenberger aus.

Mit dem Motto „Wir haben nichts zu verlieren“ im Rücken begannen die H2Ku-Männer äußerst selbstbewusst in der Weibertreuhalle. Den Gastgebern hingegen war deutlich der Druck des Gewinnen müssens anzusehen. Nur ein Sieg hätte den Weinsbergern die Tür zur Aufstiegsrunde noch ein Spalt offen gelassen. So stand es aber zur Überraschung aller nach nicht einmal zehn Minuten 8:4 für die Gäste aus dem Gäu. Vor allem das Angriffsspiel machte in der Anfangsphase viel Freude. Die linke Seite wurde immer wieder von Valentin Mosdzien gekonnt in Szene gesetzt. Lukas Bechinke und vor allem Sven Jacobs bedankten sich mit ihren Toren dafür. Vor allem der Halblinke Jacobs zeigte in Weinsberg eine starke Leistung. Sowohl im Angriff als auch in der Abwehr war Jacobs ein ständiger Unruheherd. Das sah auch Fabian Gerstlauer so. „Das war heute Sven bestes Spiel für uns“, freute sich der Trainer.

Foto: Valentin Mosdzien behauptete sich in jeder Lage (Archivbild)

Nach der ersten Weinsberger Auszeit kam dann etwas mehr Gefahr aus den Reihen der Gastgeber. Verantwortlich dafür waren aber auch die Gäste, die mit einigen technischen Fehlern den TSV Weinsberg immer wieder zu Kontern einluden. So schlichen sich die Hausherren immer weiter heran. Sven König sorgte dann sieben Minuten vor der Pause mit dem 16:15 wieder einmal für eine Weinsberger Führung nach längerer Zeit. Geschlagen gab sich das Tabellenschlusslicht aber nicht. Trotz Unterzahl konnte die SG H2Ku das Spiel noch einmal bis zur Pause drehen. Joshua Stöffler sorgte mit seinem Treffer zum 19:18 für den verdienten Pausenstand. Dass die Gäste nicht noch höher führten, war eigentlich unverständlich, sollte sich aber später noch rächen.

Die ersten Minuten nach Wiederanpfiff waren zwar noch immer ausgeglichen, doch bestimmten nun die Abwehrreihen das Geschehen. Die Herrenberger mussten immer mehr Energie aufwenden, um eigene Tore zu erzielen. Da aber die Abwehr der Gäste sehr solide stand, war es bis zum 24:23 durch Valentin Mosdzien ein ausgeglichenes Spiel. Eine Schwächephase über acht Minuten reichte dann allerdings aus, um Weinsberg einen 7:1-Lauf zu gestatten. Das 30:25 zehn Minuten vor dem Ende war allerdings noch nicht die Entscheidung. Diese sollte fünf Minuten später ihren Lauf nehmen. Beim Stand von 30:28 leistete sich die SG H2Ku fünf verworfene, klare Möglichkeiten, darunter zwei Strafwürfe. Das war letztlich für einen Auswärtserfolg zuviel an Fehlern.

„Das war heute eines unserer besten Auswärtsspiele“, zog Fabian Gerstlauer dennoch ein positives Fazit. Mit der Ausgestaltung der letzten Minuten dürfte er dennoch kaum zufrieden gewesen sein.

Bereits am Mittwoch bestreitet die SG H2Ku um 20:30 Uhr in der Markweghalle das letzte Spiel der Vorrunde gegen die SG Köndringen/Teningen.

TSV Weinsberg: Koppmeier, Koch; Schulze (5), Ströbel (1), Magdic (5), J.König (7), Kandic (3), Heim, Schrempf, Reichert, S.König (3/2), Titzmann, Mahl (3/2), Wahl (3), Darancik (4)

SG H2Ku: Mohr, Prost; Wanner (3), F.Böhm (1), Georg, Stiegen, Bechinka (5), Schmitt (2), Fischer (1), Mosdzien (9/2), Mäußnest, Stöffler (2), Jacobs (6)