M1: Vielen Dank an Jörg Ebermann

Die Zusammenarbeit zwischen der Männer-Oberligamannschaft der SG H2Ku Herrenberg und ihrem Trainer Jörg Ebermann ist mit sofortiger Wirkung beendet. Am Sonntag nach der Niederlage beim TuS Schutterwald suchte Trainer Ebermann den Kontakt zur sportlichen Leitung bot eine sofortige Vertragsauflösung an.

In einer gemeinsamen Aussprache aller Mitglieder des Kompetenz-Teams wurde der einstimmige Entschluss gefasst, dem zuzustimmen und sich einvernehmlich zu trennen. „Einerseits war es ein schwerer Entschluss, weil wir Jörg und seine Arbeit sehr geschätzt haben“, erläutert Marcel Kohler. „Auf der anderen Seite gab es natürlich keine Alternative. Die Mannschaft muss gerade in den kommenden Spielen gegen Weilstetten und in Altensteig im Kopf frei sein“, umschreibt es der Sprecher des Kompetenz-Teams, Marcel Kohler. Jörg Ebermann hatte die Mannschaft in der vorigen Saison übernommen und hatte die schwere Aufgabe, zehn neue Spieler zu integrieren. Durch den überraschen Abgang nach der letzten Saison von Spielmacher Luk Bartsch und die Pause von Philipp Wanner, sowie den längerfristigen Verletzungen der Leistungsträger Florian Dannenberg und Kenneth Stiegen zur jetzigen Saison zeigte sich schon in der Vorrunde eine Abwärtstendenz.

Als Interimstrainer wurde inzwischen Tim Gauß mit der Aufgabe betraut, die Mannschaft wieder in höhere Gefilde, sprich weg von den Abstiegsrängen, zu führen. „Wir alle kennen Tim und wissen um seine Qualitäten“, gibt Kohler seinem neuen Trainer viel Vertrauen mit auf den Weg. Tim Gauß besitzt die B-Lizenz und war bisher erfolgreich als Nachwuchstrainer bei der SG H2Ku unterwegs. Zur Seite wird ihm weiterhin Christian Dürner als Co-Trainer stehen. Ungeachtet der momentanen Situation gehen im Verein die Gespräche über einen Trainer zur neuen Saison weiter.

F1: Ein Spiel wie aus einem Guss

Erfolgreicher hätte das Jahr 2026 für die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg kaum beginnen können. Mit einem überragenden 37:21 (19:15) beim VfL Waiblingen II festigten die Kuties nicht nur ihre Tabellenführung, sondern sendeten auch eine klare Kampfansage an die Konkurrenz.

Beide Teams gingen mit den fast identischen Ausgangslagen ins Spiel. Acht Siege in Folge sowie ein voller Kader ließen im Vorfeld ein Duell auf Augenhöhe erwarten. Was sich danach über die sechzig Minuten in der Waiblinger Rundsporthalle abspielte, ließ aber sogar den Herrenberger Coach staunend zurück. „Die Leistung hatte sich im Training unter der Woche zumindest angedeutet, aber ein solches Spiel?“, war Heiko Fleisch mehr als erfreut. Dabei drückten die Gäste von Beginn an dem Spiel ihren Stempel auf. Mit einer kompromisslosen Abwehr, die das Angriffsspiel der Waiblingerinnen kaum zum Zug kommen ließ, begann es. Fortgesetzt wurde es mit einem Rückzugsverhalten, das Heiko Fleisch später als „einfach nur überragend“ einstufte. Damit war den Gastgeberinnen praktisch die stärkste Waffe genommen. So wurden gleich in den ersten zehn Minuten mit einem 8:3 die Weichen für den späteren Erfolg gestellt. Auch wenn der VfL im Verlauf der ersten Halbzeit noch einmal bis auf 10:11 herankam, reichte eine Auszeit von Heiko Fleisch aus, um das Spiel wieder in die gewünschten Bahnen zu lenken. Mit einem 19:15 zu Gunsten der Kuties wurden schließlich die Seiten gewechselt.

Waren die Waiblingerinnen zur Pause noch voller Hoffnung, dem Spiel eine Wende geben zu können, zerstob diese relativ schnell nach Wiederanpfiff. War es neben den eigenen Tempogegenstößen im ersten Durchgang vor allem Stefanie Schoeneberg, die mit Torerfolgen glänzte, übernahm diese Rolle nach der Halbzeit dann Sofia Brand. Mit einem 5:1- Lauf erzwangen die Gäste nach sieben Minuten und dem 24:16 durch Sofia Brand praktisch die Entscheidung. Auch eine Waiblinger Auszeit zu diesem frühen Zeitpunkt änderte daran nichts – ganz im Gegenteil. Die restliche Spielzeit nutzten die Herrenberger Kuties dann noch zu einer regelrechten Gala. Der wieder einmal nimmermüden und torgefährlichen Sandra Kußmaul blieb es schließlich vorbehalten, zwanzig Minuten vor dem Ende mit dem 27:17 den ersten Vorsprung von zehn Treffern zu erzielen.

Doch damit war der Torhunger lange nicht gestillt. Der Tabellenführer aus dem Gäu drückte bis zur letzten Minute aufs Tempo und rührte auch in der Abwehr regelrecht Beton an. Mit ganzen sechs Gegentreffern in der zweiten Halbzeit gegen ein solches Spitzenteam ist allein schon die Qualität der SG H2Ku an diesem Nachmittag beschrieben. Am Ende stand unter der wohl besten Saisonleistung ein 37:21.

Für die Kuties geht es weiter Schlag auf Schlag. Am Samstag steht um 20 Uhr das Heimspiel gegen die HSG Bargau/Bettringen auf dem Programm, die sich am vergangenen Wochenende mit einem Sieg gegen die SG Herbrechtingen-Bolheim auf den zweiten Tabellenplatz schieben konnte.

M1: Im ersten Spiel gleich ein erster Dämpfer

Nach dreiwöchiger Vorbereitungszeit waren die Oberligahandballer der SG H2Ku Herrenberg mit viel Optimismus zum Tabellennachbarn TuS Schutterwald gereist. Nach dem 26:29 (11:14) in der Schutterwalder Mörburghalle gab es allerdings auf Herrenberger Seite nur konsternierte Gesichter.

Allen Beteilgten, auch auf Seiten der Gastgeber, war im Vorfeld die Brisanz der Partie bewusst. Mit einem Sieg hätte sich der Drittletzte Herrenberg etwas von den Abstiegsrängen lösen können, bei einer Niederlage hingegen würde die SG H2Ku auf den vorletzten Rang abrutschen. Schon die Anfangsphase ließ erahnen, dass die Gastgeber gewillt waren, ihren Heimvorteil unbedingt zu nutzen. Allerdings hätte sich angesichts der nur etwa 130 Zuschauer kaum die Atmosphäre eines Hexenkessels entwickeln können. Nötig war dies aber ohnehin nicht, denn die H2Ku-Männer taten schon in der Startphase so einiges, um den TuS Schutterwald ins Spiel zu bringen. Vor allem im Angriff lief nicht viel zusammen, das 8:2 für den TuS nach einer Viertelstunde war eine deftige Aussage.

Zumindest danach kamen auch die Herrenberger besser in die Partie. Zehn Minuten später hatten sich die Gäste wieder auf 8:11 herangekämpft. Zu diesem Zeitpunkt wurde allerdings auch fast schon der komplette Kader durchgewechselt. Zu weniger als drei Toren Rückstand reichte es bis zum Pausenpfiff beim 11:14 allerdings nicht.

Verloren war zum Seitenwechsel natürlich noch nichts, so dass sich auch die H2Ku-Männer noch berechtigte Hoffnungen auf eine Doppelpunktgewinn machen konnten. Diese Hoffnungen wurden nach Wiederbeginn allerdings schnell enttäuscht. Es dauerte gerade einmal fünf Minuten, bis Jörg Ebermann seine Mannschaft zu einer Auszeit bitten musste. Der Grund lag mit einem kurzen Blick auf die Anzeigetafel auf der Hand: Mit 1:4 hatten die Spieler den Start erneut verschlafen, das 18:12 für Schutterwald zeigte den Gästen schnell ihre Grenzen auf. Hoffnung keimte dann vor allem durch ein erfreuliches Comeback wieder auf. Mit Florian Dannenberg konnte sich der Herrenberger Rechtsaußen nach seiner langen Verletzungspause nicht nur sportlich wieder zurückmelden, sondern auch gleichzeitig mit zwei Treffern in Folge zum Anschluss von 21:17 etwas Spannung in die Partie bringen.

Da aber in der Folgezeit gegen keineswegs überzeugende Gastgeber trotz mehrfacher Gelegenheiten keine entscheidende Resultatsverkürzung gelang, konnte der TuS Schutterwald den wichtigen Heimsieg ohne größere Probleme nach Hause bringen. Eine wichtige Parade konnte Torhüter Nico Sauer dennoch für seine Mannschaft verbuchen. Der letzte gehaltene Ball wenige Sekunden vor dem Ende brachte zumindest im direkten Duell noch keinen Nachteil, da beide Partien für den jeweiligen Gastgeber mit diesem Resultat in der Statistik stehen.

F1: Ein echter Härtetest zum Auftakt

Für die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg hätte das Jahr 2026 kaum herausfordernder beginnen können. Mit dem Spiel beim VfL Waiblingen II haben die Kuties am Samstag ab 15:30 Uhr in der Rundsporthalle gleich zum Auftakt die Mannschaft der Stunde vor sich.

Beim Blick auf die samstägliche Partie lohnt sich durchaus ein Blick zurück. Es war für die Waiblinger Zweitligareserve Anfang Oktober der zweite Spieltag der noch jungen Saison, als das Spiel gegen die Kuties in der Markweghalle auf dem Programm stand. Völlig chancenlos mussten die Gäste nach einem 30:41 die Heimreise gegen wie entfesselt aufspielende Herrenbergerinnen antreten. Schon damals war Heiko Fleisch erstaunt über den Auftritt der Waiblingerinnen. „Vor allem die Rückraumachse mit Anica Müller, Annika Walz und Lea Johansen hat enorm viel Qualität“, hält der Herrenberger Coach eine Rückschau und gibt gleichzeitig vor, wessen Räume in der Rundsporthalle es einzugrenzen gilt.

Ohnehin hat der VfL Waiblingen II danach längst seine Qualitäten unter Beweis gestellt. Denn nach vier Auftaktniederlagen gab es acht Siege in Folge und damit verbunden den Sprung auf Rang 5. Es gibt in der Oberliga nur eine einzige Mannschaft, die eine solche Erfolgsbilanz vorzuweisen hat – eben die SG H2Ku mit ebenfalls acht Erfolgen in Serie. Somit kann man mit Fug und Recht von einem echten Topspiel sprechen. Ob das Spiel für die Kuties so früh schon zu einem richtigen Zeitpunkt kommt, dürfte eine spannende Frage sein. Denn beim letzten Vorbereitungsspiel gegen den TSV Neckartenzlingen lief beim 38:35 längst nicht alles nach Wunsch.

 

Nach den Wünschen des Trainers sieht es allerdings schon aus, wenn man einen Blick auf den Kader für den Samstag wirft. Fast in Bestbesetzung werden die Kuties die Fahrt in die Rundsporthalle antreten können. Lediglich die Torhüterin Isabel Göhlich wird verletzungsbedingt weiter fehlen. Am Dienstag deutete jedoch Gabriela Istrati bereits mit einer guten Leistung an, diese Lücke adäquat schließen zu können.

Die Männer 1 reisen am Samstag nach Schutterwald / Männer 2 wollen in Schömberg bestehen

Ein echtes Vier-Punkte-Spiel zum Auftakt

Die Männer 1 reisen am Samstag nach Schutterwald / Männer 2 wollen in Schömberg bestehen

Gleich zum Start ins neue Jahr müssen die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg Farbe bekennen. Beim TuS Schutterwald geht es am Samstag ab 19:30 Uhr in der Mörburghalle darum, den Abstand zum ersten Abstiegsplatz zu vergrößern. Diesen haben derzeit die Gastgeber vor der Partie mit einem einzigen Punkt Rückstand zur SG H2Ku inne. Mit einem Heimsieg könnte Schutterwald demnach am Gäu-Club vorbeiziehen.

Dieses Szenario wollen die Herrenberger natürlich unbedingt vermeiden. Jörg Ebermann redet deshalb auch gar nicht lange um den heißen Brei herum: „Wir müssen dieses Spiel gewinnen“. Alles andere wäre ohnehin kaum glaubwürdig zu vermitteln. Klar ist natürlich aber auch, dass der Ausgang dieser Partie keine Entscheidung im Kampf um den Klassenerhalt darstellt. Auch eine Vorentscheidung wird am Samstag nicht fallen. Gleichwohl wird dieses Spiel wohl einen Trend für die kommenden Spiele aufzeigen. Ein Sieg in der Ortenau könnte weitere Kräfte für die folgenden drei Partien gegen die HSG Ettlingen, den TV Weilstetten und den TSV Altensteig freisetzen. So zumindest gestaltet sich die Hoffnung der SG-Verantwortlichen.

Im Vorfeld gab es dabei einen nicht unerheblichen Vorteil für den TuS Schutterwald. Zum einen natürlich durch den Heimvorteil, zum anderen hat der Tabellenvorletzte bereits das erste Punktspiel im Jahr 2026 bestreiten können. Dieser Vorteil der Wettkampfpraxis könnte sich allerdings durch das deutliche 29:39 gegen den HTV Meißenheim nun in einen psychologischen Nachteil verwandelt haben. Für die Herrenberger Spieler hat dies aber weniger Relevanz als für die Gastgeber. „Die Jungs sind heiß und wissen natürlich um die Bedeutung des Spiels“, hat Trainer Ebermann eine gute und vor allem kämpferische Stimmung im Team ausgemacht.

Im Aufgebot der SG H2Ku dürfte es indes ein wenig Bewegung geben. So fällt Spielmacher Janek Förch mit einem Leistenbruch zunächst auf unbestimmte Zeit aus. Seit der Rückrunde gibt es nun auch zwei interne Neuzugänge. Die beiden hochtalentierten Lennart Lohrer und Yannick Bross aus dem Verbandsligakader, die auch beide noch in der A-Jugend spielberechtigt sind, gehören nun fest zum Kader des Oberligateams. Eine weitere gute Nachricht gibt es zudem auf der Rechtsaußenposition. Nach über einem Jahr Pause hat Florian Dannenberg seine schwere Verletzung überwunden und steht damit vor seinem Comeback. „Wir dürfen von Flo natürlich keine Wunderdinge erwarten“, nimmt Coach Ebermann aber schon im Vorfeld jeglichen Druck von seinem Spieler.

SG H2Ku II tritt in Schömberg an

Ebenfalls das erste Punktspiel im neuen Jahr steht für die Verbandsligamannschaft der SG H2Ku auf dem Spielplan. Für die Sieben der Trainer Marcel Kohler und Maxi Schöllkopf geht es dabei zur TG Schömberg. Ab 20:30 Uhr will das Tabellenschlusslicht aus dem Gäu versuchen, die Bilanz der Vorrunde mit nur einem Sieg entscheidend aufzubessern. Im Hinspiel siegten die Schömberger allerdings seinerzeit in Haslach mit ihrem stimmgewaltigen Anhang deutlich. Die Rollen sind im Vorfeld also schon klar verteilt. Um im Kampf um den Klassenerhalt noch einmal angreifen zu können, wäre eine Überraschung in Schömberg Gold wert. Verzichten muss das Trainergespann allerdings auf Lennart Lohrer und Yannik Bross, die bekanntlich nun zum Oberligakader von Jörg Ebermann und Christian Dürner gehören.

M1: Personalentscheidungen bei der SG H2Ku Herrenberg

Vor dem Beginn der Rückrunde in zehn Tagen gibt es einige Personalentscheidungen zu vermelden. So haben Lukas Krebs, Kenneth Stiegen und Kapitän Finn Böhm fest für die kommende Runde erfreulicherweise zugesagt.


Dagegen zieht es Oliver Sudar in der kommenden Saison zur HSG Ostfildern in die Regionalliga.


Sehr überraschend gestaltete sich derweil die Personalie Jörg Ebermann. Unser Trainer wird seinen Vertrag in Herrenberg nicht bis zum eigentlichen Ende der Laufzeit erfüllen und uns am Saisonende verlassen. Jörg Ebermann wird ab der kommenden Saison die HSG Ostfildern trainieren und dort wieder auf Oli Sudar treffen.

M1: Mit einer Energieleistung zum wichtigen Heimsieg

Für die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg gab es am späten Samstagabend nach dem Schlusspfiff gegen den TV Ehingen von den Rängen stehende Ovationen. Verdient hatte sich die Mannschaft dies durch eine eindrucksvolle kämpferische Leistung, die mit dem 30:26 (14:15) und dem vierten Saisonsieg belohnt wurde.

Noch vor dem Anpfiff gab es schlechte Nachrichten zu verdauen. Mit Janek Förch fiel ein erfahrener Akteur aus. Dieser freie Platz wurde durch Yannick Bross aus der A-Jugend und der Verbandsliga besetzt. Der Beginn der Partie war indes ganz nach dem Geschmack der etwa 300 Zuschauer, unter denen sich auch eine lautstarke Abordnung aus Ehingen befand. Es dauerte sieben Minuten, bis die H2Ku-Männer ihre ersten drei Tore erzielt hatten. Wichtiger war aber, dass sie bis dahin keinen Gegentreffer hinnehmen mussten. Verantwortlich dafür war auch ein glänzend aufgelegter Nicolas Rhotert im Tor der Gastgeber, der unter anderem auch einen Strafwurf vom bisher in dieser Saison fehlerlosen Florian Wangler parieren konnte. Allerdings hielt diese Führung wie so oft in letzter Zeit nicht allzu lange. Auch der TV Ehingen bestrafte jeden Herrenberger Fehler rigoros und lag nur wenige Minuten später plötzlich mit 4:3 vorn. Diese knappe Führung der Gäste hielt auch bis zum Ehinger 15:14. Dennoch waren die Gastgeber optimistisch, was die zweite Hälfte betraf.

Dieser Optimismus sollte sich auch später bewahrheiten. Die ersten Akzente setzten allerdings weiter die Gäste. Doch nach dem Ehinger 18:16 zündeten die H2Ku-Männer den Turbo. Mit einer konsequenten Abwehrarbeit und einer effizienten Offensive konnten die Gastgeber das Spiel mit einem 7:1- Lauf bis zum 23:19 drehen. Vorne spielten sich Kenneth Stiegen, Moritz Werner, Nik Wittke und auch Lukas Krebs in den Vordergrund. In der Defensive lieferte die Defensive insgesamt eine beeindruckende Leistung ab, wobei gerade der Halbverteidiger Tim Frommer und Finn Böhm aus dem Innenblock noch ein Sonderlob von Trainer Jörg Ebermann nach Spielende einheimsen konnten. Spannend wurde es dennoch einmal, als die Gäste sechs Minuten vor dem Ende auf 25:26 verkürzen konnten. Doch diesmal ließen sich die Gastgeber nicht aus dem Konzept bringen. „Wichtig war, dass wir heute cool geblieben sind“, konnte sich Trainer Ebermann auf der Pressekonferenz freuen. Zunächst sorgten Moritz Werner und Luca Kälbly für das erlösende 28:25, später machte Oliver Sudar mit zwei blitzsauberen Durchbrüchen für das 30:26 den Sack zu.

Mit dem Doppelpunktgewinn hat die SG H2Ku nun wieder Blickkontakt zum Mittelfeld. Zum letzten Spiel des Jahres geht es für das Team am Sonntag zur HSG Konstanz II.

SG H2Ku: Herz, Rhotert; Kahlich, Kälbly (1), Werner (7), Bross, Böhm (1), Dudar (3), Stiegen (4), Bechinka, Fischer (1), Frommer (1), Krebs (2), Wittke (7/3), Lewe (3)

F1: Kuties mit achtem Sieg in Folge

Mit einer Energieleistung und dem 36:30 (21:17) sicherten sich die Frauen der SG H2Ku im Heimspiel gegen den TSV Heiningen zwei verdiente Punkte und verteidigten so ihre Tabellenführung. Durch die Spiele der Konkurrenz erweist sich inzwischen die HSG Böblingen/Sindelfingen mit zwei Punkten Rückstand auf die Kuties als ärgster Verfolger.

Vor einigen Tagen noch wäre das Spiel der SG H2Ku Herrenberg in der Oberliga Baden-Württemberg gegen den TSV Heiningen als eindeutige Sache gehandelt worden. Zu souverän waren die Kuties gerade in ihren Heimspielen bisher aufgetreten. So aber schlug eine Erkältungswelle bei den Herrenbergerinnen zu, die einige Spielerinnen mindestens gehandicapt in die Partie gehen ließen. Unter diesen Umständen gewinnt der letztlich ungefährdete Sieg gegen den Mitabsteiger aus der Regionalliga noch zusätzlich an Wert.

Von Beginn an gingen die Gastgeberinnen volles Risiko und schlugen ein hohes Tempo an. Augenscheinlich wollten sie früh für eine Vorentscheidung erzwingen, um so auf erwartbare Ausfälle gewappnet zu sein. Heiko Fleisch hatte zuvor noch die Richtung vorgegeben. „Die Spielerinnen sollen so lange spielen, wie es geht“, so der Herrenberger Trainer. In der Offensive ging der Plan auch auf. In der ersten Halbzeit waren Steffi Schoeneberg und Sofia Brand von der Heininger Abwehr nie zu stellen und erzielten allein im ersten Abschnitt 17 Treffer. Insgesamt waren es 21 für die Herrenbergerinnen. Dass Heiko Fleisch dennoch unzufrieden war und immer wieder ins Spiel seiner Mannschaft eingreifen musste, lag an der Defensive seines Teams, die den Gegnerinnen das Torerwerfen das ein oder andere Mal doch zu einfach machte. Das 21:17 zur Pause war somit noch nicht die erhoffte Entscheidung.

Auch nach der Pause hielten die Gäste noch eine Weile mit. Beim 25:22 in der 42. Minute sah es sogar danach, als dass der TSV noch einmal entscheidend eingreifen könnte. Doch trotz aller gesundheitlichen Probleme konnten die H2Ku-Frauen noch einmal zulegen und stellten zehn Minuten später beim 32:24 die zwei Punkte praktisch sicher. Freude kam dennoch nicht auf, weil kurz danach Sofia Brand bei einem eigentlich eher harmlosen Zweikampf so auf dem Hallenboden aufkam, dass sie unter starken Schmerzen in den Katakomben der Halle behandelt werden mussten. So gingen des öfteren die besorgten Blicke der Spielerinnen und dem Trainerteam von der Bank eher nach hinten zur Herrenberger Rückraumspielerin. Erst als Sofia Brand kurz vor Ende wieder zur Mannschaft zurückkehren konnte, war auch der Mannschaft zum Feiern zumute. Diese entlud sich dann nach dem Schlusspfiff und dem 36:30.

Mit dem Doppelpunktgewinn sicherten sich die Kuties ihren achten Sieg in Folge. Das nächste Spiel bestreitet die SG H2Ku erst im neuen Jahr. Dann geht es am 24.Januar zum VfL Waiblingen II.

F1: Die Kirsche auf der Sahnetorte fehlt noch

Ein letztes Mal noch greifen die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg im laufenden Jahr zum Ball. Am Samstag gastiert um 17:45 Uhr der TSV Heiningen in der Markweghalle, der sich natürlich den vorweihnachtlichen Plänen der Kuties entgegenstellen wird.

Nach dem klaren Heimsieg Mitte November gegen die SG Herbrechtingen-Bolheim hatte Heiko Fleisch ein ehrgeiziges Ziel gemeinsam mit der Mannschaft ausgegeben. „Wir wollen kein Spiel mehr bis Weihnachten verlieren“. Die damals verbleibenden drei Spiele hatten es allerdings in sich. Die Spitzenspiele gegen Böblingen/Sindelfingen und Denkendorf standen vor der Tür, und auch der TSV Heiningen wäre nicht zu unterschätzen. Zwei dieser drei Spiele haben die Herrenbergerinnen inzwischen absolviert. Mit zwei Siegen liegt das Team also voll im Soll. Ein letzter Schritt fehlt aber noch. Am Samstag wollen die Tabellenführerinnen mit einem Sieg praktisch die Kirsche auf die Sahnetorte setzen. Es wäre der perfekte Jahresabschluss, denn nach 4:4 Punkten zu Beginn der Saison würde ein Doppelpunktgewinn den achten Sieg in Folge bedeuten.

„Es gibt keinen Grund, Heiningen in irgendeiner Weise zu unterschätzen“. Diese klare Ansage macht der Herrenberger Coach vor der Partie unmissverständlich. Und auch bei seiner Mannschaft befürchtet dies Heiko Fleisch keinen Spannungsabfall gegen die Gegnerschaft aus dem Tabellenmittelfeld – im Genteil. „Die Mädels haben sich in den letzten Wochen in diese Ausgangsposition gebracht. Die wollen sie jetzt nicht einfach wieder hergeben“. Sportlich betrachtet besteht auch gar keine Veranlassung, die Gegnerinnen auf die leichte Schulter zu nehmen. Allein schon die unbeständigen Resultate zeigen, dass die Mannschaft aus der Nähe von Göppingen eben auch zu guten Leistungen fähig ist. Gerade vor dem Auftritt in Herrenberg hat sich der TSV Heiningen, der in der vergangenen Saison gemeinsam mit der SG H2Ku die Regionalliga verlassen musste, mit einem deutlichen Sieg gegen Herbrechtingen-Bolheim in Stellung gebracht. Auf der anderen Seite steht aber auch zum Beispiel eine Niederlage bei HB Kinzigtal, für die es wiederum der einzige Sieg in der laufenden Runde war. Der Hauptgrund für diese Schwankungen dürfte vor allem in der Kadersituation begründet sein. Nachdem schon in der vorletzten Saison mit der ehemaligen Herrenberger Zweitligaspielerin Saskia Grau eine wichtige Spielerin von Bord ging, musste sich die Mannschaft vor dieser Saison von vier weiteren Leistungsträgerinnen verabschieden.

Diesen Umbruch hatten die Gastgeberinnen zwar nicht zu bewältigen, in der Oberliga musste der frühere Regionalligist dennoch erst einmal ankommen. Da dies in den letzten zwei Monaten so hervorragend gelang, ist auch die Hoffnung auf einen erfolgreichen Abschluss im Jahr 2025 natürlich hoch. Zumindest personell dürfte allerdings weniger Grund zum Optimismus herrschen. Zum einen wird mit Saskia Schmidt eine Leistungsträgerin fehlen, zum anderen war die Mannschaft unter der Woche von einer Erkältungswelle arg gebeutelt. Trainer Heiko Fleisch wird daher schauen müssen, wer am Spieltag eingesetzt werden kann.

M1: Im letzten Heimspiel des Jahres Boden gutmachen

Für die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg steht am Samstag ab 20 Uhr in der heimischen Markweghalle ein wieder einmal extrem wichtiges Heimspiel auf dem Programm. Ein Erfolg gegen den TV Ehingen würde die Situation vor dem letzten Spiel des Jahres 2025 bei der HSG Konstanz II doch um einiges entschärfen.

Dreimal in Folge verließen die H2Ku-Männer zuletzt das Parkett als Unterlegene. Und auch genau dreimal war das Team an den Punkten dran und hätte durchaus Zählbares aus den Partien ziehen können. Nach den beiden Heimniederlagen sah es am vergangenen Wochenende beim TuS Altenheim lange danach, dass der erste Auswärtssieg gelingen könnte. Doch auch hier sorgte eine zehnminütige Schwächephase dafür, dass die Führung noch aus der Hand gegeben wurde. Durch diese letzten Ergebnisse wurde die SG H2ku inzwischen bis auf den vorletzten Tabellenplatz durchgereicht. Natürlich ist kurz vor dem Ende der Hinrunde mit dem Blick auf die Tabelle und vier Punkten Rückstand auf einen gesicherten Mittelfeldplatz noch längst nichts verloren, doch schon vor dem letzten Spiel in Altenheim mahnte Jörg Ebermann an: „Wir sollten langsam anfangen, Punkte zu sammeln“.

Genau da, wo die Herrenberger hinwollen, befindet sich der TV Ehingen derzeit. Mit einem ausgeglichenen Punktekonto scheint die Mannschaft aus dem Hegau nichts mit den Abstiegsplätzen zu tun zu haben. Allerdings haben die Gäste in den letzten Wochen einiges an Boden verloren und mussten sich aus der Spitzengruppe der Liga verabschieden. Dabei startete Ehingen fulminant mit 7:1 Punkten in die laufende Runde. Darauf folgten allerdings vier Niederlagen nacheinander, die dennoch einer Erklärung bedürfen. Diese Niederlagen waren sämtlichst knapp mit jeweils ein oder maximal zwei Treffern Unterschied ausgefallen. Die Gastgeber wissen also, was auf sie zukommt. Herrenbergs Coach Jörg Ebermann beschreibt es so: „Ehingen ist sehr robust und geht permanent mit voller Wucht zum Tor“.

Natürlich wollen sich die Hausherren vor eigenem Publikum nicht das Spiel des Gegners aufzwingen lassen. Für das eigene Spiel ist allerdings wie auch zuletzt eine geringere Fehlerquote unabdingbar. „Vor allem müssen wir mutiger spielen und uns nach Fehlern nicht sofort aus dem Konzept bringen lassen“, fordert Jörg Ebermann von seinem Team. Schon länger hat sich in der ausgeglichenen Liga deutlich abgezeichnet, dass man als Mannschaft nur mit einhundert Prozent Leistung bei der Vergabe der Punkte mitreden kann. Optimismus herrscht vor der Partie allerdings mit dem Blick auf die Personalsituation bei der SG H2Ku. Bis auf den im Aufbautraining befindlichen Florian Dannenberg und Janek Förch dürften am Samstag trotz einiger Erkältungen alle Spieler einsatzbereit sein.