M1: Leidenschaft als oberstes Ziel

Für die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg scheint der Zug zum Klassenerhalt bei realistischer Betrachtungsweise wohl schon abgefahren zu sein. Dennoch ist die theoretische Chance auf ein weiteres Jahr Oberliga noch gegeben. Aber nicht nur deshalb fordert Herrenbergs Trainer Tim Gauß vor dem Heimspiel am Samstag um 20 Uhr gegen den TuS Altenheim eine engagierte Leistung.

„Ich will die Leidenschaft sehen, die wir zuletzt in Leonberg nicht gezeigt haben“, bringt es Tim Gauß auf eine klare Formel. In Leonberg waren die H2Ku-Männer im so wichtigen Auswärtsspiel vor einer Woche relativ chancenlos gewesen. Das soll sich am Samstag nun ändern. „Natürlich haben wir das Spiel aufgearbeitet, der Blick geht aber nun nach vorne“, hat der Trainer inzwischen den enttäuschenden Auftritt abgehakt.

Für den Samstag ergibt sich derweil, eine hochbrisante Ausgangslage. Durch den schlechteren direkten Vergleich gegen Altensteig ist die SG H2Ku auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht. Der TuS Altenheim steht zwar zwei Plätze höher in der Tabelle, hat allerdings nur ein Zähler mehr auf dem Konto. Das derzeit rettende Ufer ist fünf Spieltage vor Rundenende inzwischen vier bzw. fünf Punkte entfernt. Das heißt im Klartext: Für beide Teams dürfte es die allerletzte Chance sein, im Kampf um den Klassenerhalt noch einmal einzugreifen. Und diese, wenn auch kleine, Möglichkeit, wollen die Gastgeber mit aller Macht nutzen. Vor allem will sich die Mannschaft auch vor den eigenen Fans mit einem überzeugenden Sieg rehabilitieren.

Personell können wohl bis auf die Langzeitverletzten alle Spieler mithelfen, einen Heimsieg einzufahren. Damit wird Trainer Gauß nach Lage der Dinge nur auf Kenneth Stiegen und Janek Förch verzichten müssen.

Verbandsligamänner empfangen Fellbach

Vor dem Spiel der Oberligamänner tritt das Verbandsligateam der SG H2Ku um 17.45 Uhr gegen den SV Fellbach an. Obwohl für die Mannschaft des Trainergespanns Marcel Kohler / Maxi Schöllkopf die Rückkehr in die Landesliga nicht mehr abzuwenden ist, will sich die Mannschaft weiterhin für jeden nur möglichen punkt zerreißen. Gegen die Fellbacher hatten die Herrenberger im Hinspiel beim 28:34 noch eine respektable Leistung abgeliefert. Gleiches soll sich nun am Samstag wiederholen.

Allerdings haben sich die Gäste inzwischen auf den dritten Tabellenplatz vorgearbeitet, was die Aufgabe zusätzlich erschweren wird. Zudem werden die Gastgeber nicht in Bestbesetzung antreten können. So wird das Trainerteam auf Oliver Kohler, Luca Ehler und Kolja Fritz verzichten müssen.

Für den inzwischen in Fellbach spielenden Marvin Georg hingegen wird es nach langer Zeit eine Rückkehr an seine einstige und langjährige Wirkungsstätte geben.

M1: Schmerzhafte Niederlage für die H2Ku-Männer

Einen vielleicht entscheidenden Rückschlag mussten die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg am Freitagabend beim SV Leonberg/Eltingen hinnehmen. Am Ende war die Niederlage mit 39:32 (18:14) auch in dieser Höhe verdient.

Zwanzig Minuten lang konnten die Gäste aus Herrenberg dem Spiel ihren Stempel aufdrücken. Unter dem Strich war das natürlich zu wenig, um das Parkett als Sieger zu verlassen. Dabei waren die ersten Minuten so ganz nach dem Geschmack der vielen mitgereisten Fans. Nach sieben Minuten zappelte im Angriff jeder Wurf im Kasten der Gastgeber. Auch ein überzeugender David Herz im Herrenberger Tor sorgte für ein 7:4. Aufbauen konnten die Gäste gegen in dieser Phase verunsicherte Hausherren darauf allerdings nicht. Zwar vermochten es die Herrenberger, diesen Vorsprung bis zum 12:10 zu behaupten, jedoch wurde eine zunehmende Unsicherheit von Angriff zu Angriff sichtbar. Fünf Gegentore in Folge zum 15:12 schickten die Herrenberger erstmals in Richtung Verliererstraße. Beim Halbzeitstand von 18:14 war für die SG H2Ku zumindest noch nicht alles verloren.

Ins endgültige Hintertreffen manövrierten sich die Gäste dann selbst nach Wiederbeginn. Gleich zu Beginn leistete sich Leonberg einen technischen Fehler, der im Gegenzug zum 18:15 inklusive einer Zeitstrafe für die Hausherren führte. Genau diese Überzahl führte aber nicht zur Aufholjagd, sondern zu drei Treffern des SV Leonberg/Eltingen zum 21:15. Es war der Anfang vom Ende aller Herrenberger Hoffnungen, denn danach ging für eine Weile nichts mehr. Vor allem mit der taktischen Variante mit vier Rückraumspielern ohne Kreisspieler kam die SG H2Ku überhaupt nicht zurecht. Als noch etwas weniger als zwanzig Minuten zu spielen waren, hatte Leonberg mit dem 29:19 längst für die Vorentscheidung gesorgt. Und auch in den folgenden Minuten, in denen sich bei den Gastgebern ein Kräfteverschleiß sichtbar wurde, konnte dies nicht entscheidend genutzt werden.

„Vielleicht war der Druck zu groß. Jedenfalls waren wir mit dem Kopf überhaupt nicht auf dem Parkett“, war für Tim Gauß einer der Gründe für die Niederlage. Insgesamt war das aber keine wirkliche Erklärung. „Angesichts der Bedeutung des Spiels war es eine indiskutable Leistung. Das darf uns so einfach nicht passieren“, fand der Herrenberger deutliche Schlußworte. Ein Klassenerhalt in der Oberliga wird dadurch fast schon unmöglich.

SG H2Ku: Herz, Sauer (2) (beide im Tor); Kälbly (2/1), Werner (7), Lohrer (2), Bross, Böhm (3), Sudar (2), Bechinka (2), Fischer (4), Frommer, Jacobs (2), Krebs, Wittke (5/5), Lewe, Dannenberg (1)

F1: Die nächste Hürde ist übersprungen

Mit einem deutlichen 33:25 (14:11) bei der HSG Böblingen/Sindelfingen haben die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg ihre Tabellenführung in der Liga souverän verteidigt. Etwa eine Viertelstunde dauerte es, bis die Kuties ihr volles Leistungsvermögen abrufen konnten.

„Derbysieger, Derbysieger!“, hallte es laut nach Spielschluss durch die Böblinger Murkenbachhalle. Die überschwängliche Freude der Herrenbergerinnen war mehr als verständlich, hatten sie doch nicht nur das prestigeträchtige Spiel beim geografischen Nachbarn gewonnen, sondern auch einen weiteren, extrem wichtigen Schritt in Richtung Regionalliga gemacht. Bis es soweit war, brauchte es aber eine Weile. Nach einer Viertelstunde stand es 8:8 und eine Siegermannschaft war noch nicht auszumachen. Das lag daran, dass beide Teams in der Anfangsphase eine gewisse Nervosität nicht ablegen konnten. Die Gäste hatten zudem damit zu kämpfen, dass sich kurz vor dem Anpfiff Sofia Brand krank meldete. Aufgrund eines grippalen Infekts war die quirlige Rückraumspielerin nur sporadisch einsetzbar. Allerdings wurde schon im späteren Verlauf der ersten Halbzeit deutlich, dass für Brand eben andere Spielerinnen in die Bresche sprangen. In den kurzen Einsatzzeiten band Sofia Brand zudem ständig zwei Gegenspielerinnen – ein Umstand, der viele Räume im Angriff schaffte. Bis zum Halbzeitpfiff konnten sich die Kuties dann bis auf ein 14:11 absetzen.

Die zweite Halbzeit sollte dann zu großen Teilen den Gästen aus Herrenberg gehören. Zwar konnten die BöSi´s bis auf 13:15 verkürzen, danach übernahmen die Gäste aber klar das Kommando. Die Grundlage für einen eindrucksvollen Sturmlauf bis zehn Minuten vor dem Ende legte dabei die Abwehrarbeit. „Spaß am Erfolg, Freude auf den nächsten Zweikampf“ hieß die Parole, die vor dem Spiel in der Kabine mittels Plakat ausgegeben wurde. Und die Kuties befolgten dies energisch. Die Angreiferinnen von Böblingen/Sindelfingen wurden immer wieder in die Mitte gedrängt, wo der Innenblock mit Katrin Schröder und Stefanie Schoeneberg schon wartete. Und wenn der Ball dennoch den Weg durch die Defensive fand, stand dahinter mit Alexandra Harm eine überragende Torhüterin, die ihren Kasten beim 6:0- Lauf unter anderem über sieben Minuten komplett sauber halten konnte. Es war die Phase, in der sich die Kuties bis auf 30:19 absetzen konnten.

Doch nicht nur die Abwehr zeigte eine überzeugende Vorstellung. Die Tempogegenstöße, die mit zentimetergenauen Pässen von Katrin Schröder eingeläutet wurden, die Treffer von außen durch Sandra Kußmaul oder die sehenswerten Treffer von Shana Stäudle im zweiten Durchgang waren allein das Eintrittsgeld wert. Dass die nie aufsteckenden Gastgeberinnen bis zum Schlusspofiff noch auf 25:33 verkürzen konnten, war für die Kuties leicht verschmerzbar.

Am nächsten Sonntag wartet nun auf die Kuties das Topspiel gegen den TSV Denkendorf. Ein Erfolg gegen den Tabellendritten könnte bei günstiger Konstellation sogar schon zum Aufstieg in die Regionalliga führen.

SG H2Ku Herrenberg: Harm, Göhlich, Istrati (alle im Tor); Schoeneberg (7/3), Schäberle (1), Kappus (2), Stäudle (5), Kußmaul (3), Schmidt (8), Seidel, Schweizer (1), Venth (3), Brand (3), Schröder, Lide

F1: Derby und Spitzenspiel sorgt für viel Zündstoff

Wenn am Samstag um 19:30 Uhr die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg bei der HSG Böblingen/Sindelfingen antreten, dann ist schon vorher viel Brisanz in der Partie. Zum einen natürlich ist das Duell in der Böblinger Murkenbachhalle ein echtes Derby, zum anderen wollen sich die Gastgeberinnen sicher auch für die denkwürdige, weil äußerst knappe Niederlage aus dem Hinspiel revanchieren. Nicht zuletzt sind die BöSi-Frauen wie auch die Kuties mitten im Kampf um einen der ersten beiden Tabellenplätze.

Es scheint so, als ob sich die HSG Böblingen/Sindelfingen dieses Spiel exakt zur richtigen Zeit zurechtgelegt hat. Nach drei sieglosen Spielen zu Jahresbeginn hat das Team in den letzten drei Partien deutlich die Kurve bekommen. Besonders beeindruckend war dabei das 33:28 in der Vorwoche beim VfL Waiblingen II. „Da brauchen wir nicht lange drumherum reden. Böblingen ist eine richtig gute Mannschaft mit vielen guten Einzelspielerinnen“, weiß auch Heiko Fleisch. Deshalb schiebt der Herrenberger Trainer auch die klare Favoritenrolle weit weg. „Die Tabelle sagt dazu vielleicht ja, mehr aber auch nicht“. Vor allem, wenn der Blick zurück auf das Hinspiel geht, wird schnell klar, woher der große Respekt von Heiko Fleisch kommt. Seinerzeit gelang den Kuties nur ein hauchdünnes 24:23 durch ein Treffer durch Sofia Brand praktisch mit dem Schlusspfiff.

Grundsätzlich geht der Blick von Trainer und Mannschaft aber nach vorn. Dass die Herrenbergerinnen bei einem Sieg in der Murkenbachhalle einen wichtigen Schritt Richtung Regionalliga gehen könnte, ist Heiko Fleisch zwar klar, rt hängt das aber nicht zu hoch. „Wir sind zuletzt ganz gut damit gefahren, in Etappen zu denken. Und die nächste Etappe heißt erst einmal Böblingen/Sindelfingen. Danach sehen wir weiter“.

Eine gute Nachricht gibt es aber schon vor dem Spiel in Sachen Personal. Bis auf die am Knie verletzte Juliane Seidel wird Trainer Fleisch der gesamte Kader zur Verfügung stehen.

M1: Verlieren darf eigentlich niemand

Das Spiel in der Handball-Oberliga der Männer zwischen dem SV Leonberg/Eltingen und der SG H2Ku Herrenberg ist schon anhand des Derbycharakters der beiden Kreisrivalen hochbrisant. Dazu kommt am Freitag ab 20 Uhr noch eine zusätzliche Spannung ins Spiel, kämpfen doch beide Teams derzeit noch um den Klassenerhalt.

Nach Lage der Dinge werden am Ende der Saison drei Mannschaften in den sauren Apfel des Abstiegs beißen müssen. Die Herrenberger besetzten noch am Anfang der Woche den ersten Platz unter dem Strich, die Leonberger standen als Tabellennachbar einen Rang darüber. Inzwischen hat die Tabelle am grünen Tisch allerdings ein etwas anderes Aussehen bekommen. Dem TV Weilstetten wurden vier Punkte abgezogen, der SG Kenzingen/Herbolzheim deren zwei. Dabei geht es wohl um den Einsatz nicht spielberechtigter Akteure. Für Leonberg/Eltingen und die SG H2Kun hat dies unmittelbare Konsequenzen, da nun mit dem TSV Altensteig und dem TuS Schutterwald zwei unmittelbare Konkurrenten um den Ligaverbleib zwei Punkte mehr auf dem Konto haben als vorher.

Die Herrenberger sind dadurch auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht, punktgleich mit dem TSV Altensteig. Dadurch hat sich die Lage für den Gäu-Club natürlich nochmals zugespitzt. Auch Tim Gauß hatte schon vor der neuen Punktesituation festgestellt: „Wenn wir im Kampf um den Klassenerhalt noch ein gewichtiges Wort mitreden möchten, müssen wir die nächsten beiden Spiele gewinnen“. Der Herrenberger Trainer weiß auch ohne große Rechnerei: Bei einer Niederlage im Leonberger Sportzentrum beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer bei dann noch fünf zu absolvierenden Spielen bereits sechs Punkte.

Allerdings ist auch vor der Partie der Optimismus durchaus noch vorhanden. Selbstvertrauen hat sich die Mannschaft in der Vorwoche trotz einer knappen Niederlage beim Tabellenzweiten HTV Meißenheim zumindest schon einmal geholt. Und auch personell sieht es gar nicht einmal so schlecht aus. Zwar fallen mit Janek Förch, Kenneth Stiegen und Lukas Bechinka drei Spieler aus, der restliche Kader sollte allerdings für das wichtige Auswärtsspiel fit sein.

M1: Die gute Leistung reicht nicht für Punkte

Auch wenn die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg am Samstag beim Tabellenzweiten HTV Meißenheim eine gute Leistung ablieferten, reichte es dennoch nicht für etwas Zählbares. Nach dem 36:39 (14:17) in der Ortenau hat die Mannschaft aber zumindest Selbstvertrauen für die kommenden, schweren Aufgaben tanken können.

Schon im Vorfeld war klar, dass ein Punktgewinn in Meißenheim nur möglich ist, wenn die Mannschaft über ihre Leistungsgrenze geht und der Favorit an diesem Abend schwächeln würde. Beides schien jedoch nicht einzutreten. Schnell führten die Gastgeber mit 6:1 und nur wenig deutete auf ein enges Spiel hin. In der Folgezeit machte es sich aber bereits bemerkbar, dass die Rückkehr der Rückraumspieler Moritz Werner und Oliver Sudar für eine sichtbare Belebung sorgen würde. Als Letzterer dann gleich mal einen Dreierpack schnürte, war die Partie beim 8:8 nach einer Viertelstunde plötzlich wieder offen.

Lange erfreuen konnten sich die Herrenberger an diesem Gleichstand aber nicht. Nur kurze Zeit später hatte der Favorit wieder auf 11:8 vorgelegt. Zumindest schafften es die Gäste aus dem Gäu, diesen Rückstand nicht weiter anwachsen zu lassen. So war man beim 17:14 zur Pause noch in Schlagdistanz zum Gegner.

Die zweite Halbzeit sollte dann die wohl beste Halbzeitleistung bringen, die in dieser Saison von den H2Ku-Männern gezeigt wurde. Zumindest auf die Offensivleistung traf diese Einschätzung zu. Die Abwehr hatte vor allem gegen die Rückraumachse um die erfahrenen Alexander Velz und Dustin Ammel weiterhin Schwerstarbeit zu verrichten. Auch wenn es nicht immer zu einhundert Prozent gelang, deren Kreise einzuengen, sorgten die Offensivqualitäten eines Nik Wittke, Oliver Sudar, Luca Kälbly oder eines Moritz Werner dafür, dass die Partie nicht vorzeitig entschieden war. Als der HTV Meißenheim zehn Minuten vor dem Ende mit 35:30 in Front lag, setzte Herrenbergs Trainer Tim Gauß mit einer doppelten Manndeckung für Alexander Velz und Dustin Ammel alles auf eine Karte. „Wir mussten ja was probieren“, so der Coach. Allerdings brachte auch diese Maßnahme nicht den gewünschten Erfolg. Nach einer Zeitstrafe für Lukas Krebs schraubten die Gastgeber das Ergebnis auf 37:31. Es war die endgültige Entscheidung.

Für die Moral der H2Ku-Männer spricht allerdings, dass sie noch bis zum Ende an ihre Chance glaubten und das Ergebnis auf 39:36 am Ende verkürzen konnten. Bereits am Freitag steht nun für die SG H2Ku das extrem wichtige Kreisderby beim SV Leonberg/Eltingen auf dem Programm.

SG H2Ku: Herz, Sauer (beide im Tor); Kälbly (6), Werner (5), Lohrer (1), Bross (1), Böhm, Sudar (7), Fischer (1), Frommer, Jacobs, Krebs (2), Wittke (9/5), Lewe (1), Dannenberg (3)

F1: Kuties setzen sich weiter ab

Es war eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe, die am Samstag auf die Oberligafrauen der SG H2Ku wartete. Doch auch die Auswärtshürde SG Herbrechtingen-Bolheim wurde von den Kuties souverän gemeistert. Das 29:18 (13:9) war dabei der fünfte Erfolg in Serie mit mehr als zehn Treffern Differenz.

Der Beginn der Partie verhieß dabei erst einmal nichts Gutes für die Kuties. Mit 5:2 waren die Gastgeber schnell enteilt. Grund dafür waren auch gleich zwei vergebene Strafwürfe der Gäste in dieser Startphase. Nervös wurden Trainer und Mannschaft dennoch nicht. „Unsere Abwehr stand ja schon in dieser Zeit sicher“, glaubte Trainer Heiko Fleisch auch an eine schnelle Umkehr des Ergebnisses. Genau so kam es dann auch. Vier Tore binnen kürzester Zeit brachten die Gäste am Ende der Startviertelstunde mit 6:5 in Führung. Im Gleichschritt ging es dann weiter bis zum 9:9. Knapp sieben Minuten waren hier bis zur Halbzeit noch zu absolvieren, ein Torerfolg sollte Herbrechtingen bis dahin nicht mehr gelingen. Es war der Endspurt bis zum Pausenpfiff, der die Kuties mit einem beruhigendem 13:9 in die Kabine gehen ließ.

Diese Konsequenz in der Abwehr setzte sich auch im zweiten Durchgang fort. Als die quirlige Sofia Brand in der 38. Minute das 18:11 markierte, war das schon eine Vorentscheidung. Die Zügel ließen die H2Ku-Frauen dennoch nicht schleifen- ganz im Gegenteil. Neben der konsequenten Abwehrarbeit wurde auch in der Offensive das Tempo über die komplette Spielzeit hochgehalten. Vor allem die Gegenstöße über die erste und zweite Welle schraubten das Ergebnis zur Freude von Heiko Fleisch immer mehr in die Höhe. Eine knappe Viertelstunde vor dem Ende sorgte Sofia Brand beim 25:15 zum ersten Mal für einen Vorsprung von zehn Toren. So konnten es sich die Kuties aufgrund der Defensivleistung sogar leisten, am Ende im Angriff nicht unbedingt das volle Risiko zu gehen.

Letztlich war das 29:18 auch in dieser Höhe völlig verdient. „Das war heute ein überragendes Gesamtpaket“, freute sich Trainer Heiko Fleisch nach Spielende. Besonders angetan war er dabei erneut von seiner Abwehr, die wieder einmal unter zwanzig Gegentore blieb. Das war umso bemerkenswerter, da mit Stefanie Schoeneberg eine verlässliche Größe für den Innenblock der Defensive nicht mit von der Partie war. Hier sorgte Nadine Schäberle jedoch dafür, dass überhaupt kein Qualitätsabfall zu verzeichnen war.

Das Positive am Wochenende sollte sich jedoch auch noch am Sonntag fortsetzen. Durch die knappe Niederlage des TSV Denkendorf beim VfL Pfullingen haben die Herrenbergerinnen nun bereits fünf Punkte Vorsprung auf Platz zwei. Am Samstag geht es nun zum Kracher-Derby zur HSG Böblingen/Sindelfingen.

SG H2Ku: Harm, Göhlich, Istrati; Schäberle (1), Kappus (3/2), Stäudle (2), Kußmaul (8), Schmidt (2/1), Seidel, Schweizer, Venth (2), Brand (9), Schröder (2), Lide

F1: Den Vorsprung nun nicht mehr hergeben

Die Saison neigt sich in der Oberliga Baden-Württemberg der Frauen langsam dem Ende entgegen. Erfreulich aus Herrenberger Sicht ist die dabei natürlich die Tatsache, dass die Kuties momentan den Platz an der Sonne mit drei Punkten Vorsprung innehaben. Allerdings warten bis zum Ende der Runde fast nur noch schwere Spiele. Den Anfang macht dabei am Samstag ab 18 Uhr die Partie bei der SG Herbrechtingen-Bolheim.

Zehnter gegen Erster. Für die H2Ku-Frauen liest sich die Aufgabe südlich von Heidenheim an der Brenz eigentlich ganz locker an. In einem Feld von 13 Teams käme man schnell zu dem Schluss, die Gastgeberinnen wären ähnlich einzuordnen wie die Teams darunter, gegen die Herrenberg in den letzten Wochen ausnahmslos mehr als deutliche Siege einfahren konnte. Doch dieser Schein trügt gewaltig. Dass Herbrechtingen-Bolheim so tief in der Tabelle angesiedelt ist, liegt einzig und allein im mageren Herbst begründet, in dessen Verlauf nur magere vier Pünktchen ergattert werden konnten. Nach dem Jahreswechsel startete die Mannschaft dann richtig durch. Ab dem Januar erreichte Herbrechtingen beeindruckende 11:5 Punkte, die letzten drei Spiele wurden ungeschlagen absolviert. Wie stark das Team derzeit ist, zeigte das jüngste Spiel bei der HSG Böblingen Sindelfingen. Dort gab es am Ende ein verdientes 31:31.

Dreh- und Angelpunkt der Gastgeberinnen ist mit Marie Brachert ein noch junges Nachwuchstalent, das allerdings bereits mit einer hohen Qualität aufwartet. „Das ist eine richtig gute Spielerin“, weiß auch Heiko Fleisch. Trotz dieser Qualität wird der Herrenberger Trainer der Spielerin aber keine Sonderbewachung zukommen lassen: „Das würde zu große Räume für die anderen ergeben“. Viel lieber schaut der Coach aber ohnehin auf sein eigenes Team. Ein Unterschätzen der Gegnerinnen hält er zwar für sehr unwahrscheinlich, ein anderer Aspekt ist aber auch für ihn spannend: „Wir sind jetzt in der entscheidenden Phase der Saison die Gejagten. Dem müssen wir uns stellen“. Der Trainer stellt dabei aber auch klar: „Es ist ja genau das, was wir auch wollten. Deshalb freuen wir uns auch über den Druck“,

Personell wird Heiko Fleisch auf zwei Spielerinnen verzichten müssen. Stefanie Schoeneberg fehlt aus privaten Gründen und Juliane Seidel fällt mit einer Knieverletzung aus. An der Zielsetzung Sieg ändert das natürlich nichts.

M1/M2: Beide Männerteams haben nichts zu verlieren

Für die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg steht am Samstag ab 20 Uhr eine extrem große Herausforderung ins Haus. Beim HTV Meißenheim geht der Gäu-Club als klarer Außenseiter in die Partie. Genau deshalb hoffen die Gäste aber dennoch auf eine Überraschung.

„Wenn Meißenheim schwächeln sollte, müssen wir da sein“. Auf solch eine einfache Formel bringt Tim Gauß die Marschroute für die Partie beim Tabellenzweiten. Der Trainer der Herrenberger weiß natürlich genau um die begrenzten Erfolgsaussichten in der Ortenau. Legt man dabei noch das letzte Auswärtsspiel der H2Ku-Männer am vergangenen Freitag bei der SG Heidelsheim/Helmsheim zugrunde, erhöht das auch nicht unbedingt den Glauben an eine Überraschung. Für Trainer Gauß ist die Partie eine Art Bonusspiel. „Wir müssen nicht gewinnen, wollen es aber“, unterstreicht er. Im Videostudium hat Gauß natürlich auch Sequenzen entdecken können, in denen der Tabellenzweite verwundbar wirkte. „Wenn es mal nicht läuft, nimmt meist Alexander Velz das Heft in die Hand und will es richten. Das müssen wir dann verhindern“.

Um den Gastgeber überhaupt erst einmal in Schwierigkeiten bringen zu können, bedarf es allerdings einer eigenen Leistung, die ganz nah an einhundert Prozent heranreicht. Hoffnung macht den Coach dabei vor allem auch, dass sich das Lazarett der Verletzten ein wenig gelichtet hat. Mit der Rückkehr von Oliver Sudar und Moritz Werner ergeben sich vor allem im Rückraum wieder neue Alternativen. Und noch etwas ist für Tim Gauß daran positiv: „Jetzt müssten eigentlich auch die Abläufe wieder flüssiger laufen“. Fehlen werden dennoch die langzeitverletzten Kenneth Stiegen und Janek Förch sowie Lukas Bechinka.

Verbandsligamänner vor fast unlösbarer Auswärtsaufgabe

Noch schwieriger als für die Oberligamänner dürfte sich für die Verbandsligamänner der SG H2Ku Herrenberg der Auftritt am Sonntag ab 17 Uhr gestalten. Für die Mannschaft vom Trainergespann Marcel Kohler und Maxi Schöllkopf geht es zum TSV Alfdorf/Lorch/Waldhausen. Die Gastgeber stellen in der Liga das absolute Nonplusultra dar und gelten schon jetzt als designierte Aufsteiger.

In den Reihen des TSV Allowa stehen mit Spielern wie Aleksa Djokic, Marvin Fuß oder Felix Beutel Spieler mit Drittligaerfahrung. Zudem kann der Tabellenführer auch bisweilen auf die Dienste des ehemaligen Bundesligatorhüters Primoz Prost zurückgreifen. All das macht die Schwere der Aufgabe noch deutlicher.

Die Herrenberger, noch punktlos in der Rückrunde und insgesamt nur mit zwei Pluspunkten ausgestattet, rechnen sich aber genau aus diesem Grunde eine kleine Außenseiterchance aus. Fehlen werden mit Andreas Kohler, Oliver Kohler, Luca Ehler, Linus Kretschmann und Sven Rinderknecht jedoch gleich fünf Spieler.

F1: Kuties setzen ihre Erfolgsserie fort

Mit einem deutlichen 33:22 (12:9) gegen den VfL Pfullingen haben die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg ihre Tabellenführung in der Liga souverän verteidigen können. Auch wenn die Gäste über einen längeren Zeitraum in Sichtweite der Kuties bleiben konnten, war der Erfolg am Ende unbestritten.

Im Vorfeld war die Spannung groß, ob die Pfullingerinnen den H2Ku-Frauen wie schon im Hinspiel das Leben schwer machen könnten. Immerhin waren die Herrenbergerinnen durch den nur knappen Hinspielsieg ausreichend vorgewarnt. So ganz konzentriert gingen sie allerdings in der Startphase nicht zu Werke. Immer wieder wurden hochkarätige Möglichkeiten ausgelassen, die es den Gästen ermöglichten, auf Tuchfühlung zu bleiben. Zu einem Rückstand kam es für Herrenberg aber nicht, da die Abwehr ganze Arbeit leistete. Dafür bekam sie dann auch nach Spielende ein Sonderlob von Heiko Fleisch. Weniger zufrieden war der Kuties-Trainer allerdings mit seiner Offensivabteiling. „Mir hat ein wenig der letzte Kampf und Wille gefehlt“. Letztlich sollte sich das allerdings auf ein Hadern auf einem sehr hohen Niveau herausstellen. Nach den 8:8 nach zwanzig Minuten konnte die SG H2Ku die Zügel bis zur Pause wieder fester in die Hand nehmen. Dennoch war beim Halbzeitpfiff und dem damit verbundenen 12:9 noch keine Entscheidung gefallen.

Der zweite Abschnitt zeigte dann ein deutlich konzentrierteres Auftreten der Gastgeberinnen. Die Torquote konnte entscheidend erhöht werden. Dabei gelang es nun immer öfter, über die erste und zweite Welle zum Erfolg zu kommen. Nach knapp vierzig Minuten hatten die Kuties dann zwar im Angriff erfolgreich nachjustiert, Pfullingen blieb dennoch bis zum Herrenberger 19:16 in Sichtweite. Was dann folgte, war eine Machtdemonstration, die so nicht zu erwarten war. Mit einem 11:1-Lauf brach praktisch ein Sturm über den VfL Pfullingen herein, der erst nach dem 30:17 abebbte. Im Positionsangriff waren Sofia Brand und Sina Venth im Rückraum nicht zu stellen, zudem zermürbte das hohe Herrenberger Tempo die Gäste nun völlig.

Wären die H2Ku-Frauen in den letzten Minuten nicht so nachlässig gewesen, hätte der Sieg sogar noch höher ausfallen können. So konnte Pfullingen zumindest noch etwas Ergebniskosmetik betreiben.

Am Samstag steht dann der Gang zur SG Herbrechtingen-Bolheim auf dem Programm. Dieses Spiel dürfte der SG H2Ku Herrenberg wieder alles abverlangen. Obwohl Herbrechtingen im unteren Mittelfeld feststeckt, ließ das Team in den letzten beiden Spielen mit einem Sieg gegen Pfullingen und einem Remis bei der HSG Böblingen/Sindelfingen aufhorchen.

SG H2Ku: Harm (1), Göhlich, Istrati (alle im Tor); Schoeneberg (6/3), Schäberle, Kappus (2/1), Stäudle (3), Kußmaul (4), Schmidt (4), Seidel, Schweizer, Venth (7), Brand (6), Schröder, Lide