F1: Die Chance auf den Klassenerhalt gewahrt

Für die Regionalligafrauen der SG H2Ku Herrenberg bleibt es bis zum letzten Spieltag spannend. Durch das 24:24 (13:14) bei der HSG Leinfelden-Echterdingen bewahrten sich die Kuties die Möglichkeit, auch in der kommenden Runde in der Regionalliga an den Start gehen zu können.

Vor allem in der Abwehrarbeit zeigte es sich gleich zu Beginn der Partie im Echterdinger Sportpark Goldäcker, was gerade für die Gäste aus Herrenberg auf dem Spiel stand. Fast zehn Minuten lang konnten die Kuties ihr Tor sauber halten, bis Torhüterin Alexandra Harm zum ersten Mal hinter sich greifen musste. Die H2Ku-Frauen hatten bis dahin allerdings auch nur drei Mal getroffen, so dass zu diesem frühen Zeitpunkt beim 3:1 natürlich nichts entschieden war. Dazu kam noch, dass die Gastgeberinnen nun auch im Angriffsspiel immer wieder ihre Lücken in der H2Ku-Abwehr fanden. So war der Vorsprung der Gäste nach zwanzig Minuten beim 8:8 bereits aufgebraucht. Die schwache Chancenverwertung der Herrenbergerinnen führte letztlich dazu, dass Echterdingen bereits mit einem knappen Vorsprung in die Halbzeitpause gehen konnte.

Das 14:13 zur Pause war zwar nicht besorgniserregend, doch auch der zweite Abschnitt begann für die H2Ku-Frauen nicht optimal. So waren nach zehn gespielten Minuten den Gästen fast schon alle Felle davongeschwommen. Lea Allmendinger hatte für die Gastgeberinnen gerade das 20:15 erzielt, als Melanie Schittenhelm mit einer Auszeit gegensteuerte. Zumindest konnte der Leinfelder Vorsprung in den nächsten Minuten in Grenzen gehalten werden. Zwei Tore in Folge durch Sofia Brand und ein Treffer von Katrin Schröder brachten aber in kürzester Zeit beim 21:19 den Glauben im Team zurück, doch noch etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen.

Sofia Brand brachte beim 22:21 die SG H2Ku dann wieder endgültig ins Spiel zurück. Der Ausgleich sollte aber dennoch noch nicht gelingen. Dramatisch war es aber trotzdem. Auch die Gastgeberinnen hatten nun mit ihren Nerven zu kämpfen. In den letzten Minuten versuchten sie dann hauptsächlich, mit langen Angriffen die Zeit von der Uhr zu nehmen. Diese Taktik ging allerdings nur bedingt auf. Als entscheidende Akteurin für die Gäste erwies sich dann Shana Stäudle. Erst erzielte die Linkshänderin gleich zwei Treffer unter dem Jubel der mitgereisten Fans zum 24:24, dann gelang ihr sogar noch ein entscheidender Steel in der Abwehr, der in den Schlusssekunden noch einen letzten Angriff für die Herrenbergerinnen brachte. Der finale Wurf von Sofia Brand konnte aber von den Gastgeberinnen entschärft werden.

Dennoch war das Remis unter dem Strich als Erfolg zu bewerten. Zum Einen bewies die Mannschaft einmal mehr ihre Moral, zum anderen erhielt sie sich mit dem Punktgewinn die theoretische Chance, am Samstag im Heimspiel gegen Neckarsulm den direkten Klassenerhalt zu schaffen.

SG H2Ku: Harm, Göhlich; Schoeneberg (5/1), Schäberle, Kappus (2), Stäudle (4), Kußmaul (1), Schmidt (2/1), Schweizer (2), Venth (3), Brand (4), Gramer, Schröder (1), Lide

M1: Die Tür zum Klassenerhalt ist weit geöffnet

Es war schon ein Befreiungsschlag. Mit einem schwer erkämpften, aber am Ende auch verdienten 32:28 (12:16) gegen den TSV Deizisau sind die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg dem Klassenerhalt einen großen Schritt nähergekommen. Dabei sah es bis zur Halbzeit noch alles andere als nach einem Heimsieg der Herrenberger aus.

Für beide Teams ging es um sehr viel. Die Gäste, die einen Punkt hinter der SG lagen, wollten mit einem Auswärtssieg natürlich wichtigen Boden in der Tabelle gutmachen. Dass sie allerdings in der Startviertelsunde dermaßen überlegen auftreten würden, war im Vorfeld nicht zu erwarten gewesen. 9:3 führte Deizisau, die Gastgeber schienen zu diesem Zeitpunkt komplett von der Rolle. „Man hat deutlich gemerkt, wie groß der Druck für die Mannschaft war“, brachte Jörg Ebermann Verständnis für die Vorpausenleistung seines Teams auf. Dennoch kamen die H2Ku-Männer nach der Startphase nun auch besser ins Spiel. Bis zum 9:11 durch Janek Förch war die Aufholjagd auch erfolgreich. Bis zur Pause konnten sich die Gäste aber erst einmal wieder bis auf 16:12 absetzen.

Nach dem Seitenwechsel gab es nach nur drei Minuten dann durchaus einen Knackpunkt im Spiel. Der bis dahin stark aufspielende TSV-Schlussmann Nicolas Gross leistete sich nach einem Zusammenprall mit Finn Böhm einen verbalen Ausraster gegen den Herrenberger Kreisläufer. Dieser wurde von den beiden Unparteiischen mit einer blauen Karte geahndet. „Das hat uns natürlich in die Karten gespielt“, befand auch Coach Ebermann. An dieser Szene wollte er aber den Aufschwung seiner Mannschaft nicht festmachen. Vielmehr wurde jetzt insgesamt im Angriff viel zielstrebiger agiert. Das Tempo, das durch Philipp Wanner und Lukas Krebs ins Spiel gebracht wurde, war für die Abwehr des TSV Deizisau genauso ein Problem wie das Durchsetzungsvermögen von Oliver Sudar und Moritz Werner. Und auch die Abwehr war inzwischen viel sattelfester als noch vor der Pause. Dass beides zusammenhängt, zeigte dann gleich zwei Mal Kenneth Stiegen, der mit seinem Kontertoren nach Ballgewinnen in der Abwehr, erst zum 23:23 und dann zum 26:25, seinen Anteil an der Wende im Spiel hatte.

Nach dem Führungswechsel ging es zwar dramatisch weiter, doch im Gegensatz zu früheren Spielen in der Hinrunde zeigten die H2Ku-Männer, dass sie gerade auch in der Crunch-Time dazugelernt hatten. So wurde am Ende die Verteidigung der knappen Führung zwar umkämpft, aber letztlich souverän von den Gastgebern bis zum Spielende verwaltet. Mit dem Erfolg ergibt sich für die SG H2Ku die Möglichkeit, am nächsten Wochenende mit einem Sieg in Weilstetten den Klassenerhalt fix zu machen.

SG H2Ku: Herz, Sauer; Zürn (1), Werner (4), Wanner (3), Förch (6/6), Böhm (1), Sudar (6), Stiegen (3), Bechinka (4), Fischer, Jacobs, Krebs (2), Wittke (2/1)

M1: Vier-Punkte-Spiel in der Markweghalle

Zu einem der wohl wichtigsten Heimspiele der Saison empfangen unsere Oberligamänner am heutigen Abend den TSV Deizisau. Wenn diese beiden Teams bisher aufeinandertrafen, ging es meist sehr umkämpft zu. Auch heute dürfte das nicht anders sein.

Der Heimsieg am letzten Sonntag gegen die SG Schozach-Bottwartal war nicht nur wegen der beiden Punkte enorm wichtig. Vielmehr zeigte er auch auf, dass trotz der Verletztenliste die Mannschaft als Einheit auftrat und die Ausfälle mit viel Kampfgeist kompensieren kann. Zudem zeigte auch Rückkehrer Alexander Zürn in seinen zugegebenermaßen wenigen Spielminuten, dass er dem Team in den letzten Spielen durchaus helfen kann. Diese Hilfe wird auch am heutigen Abend vonnöten sein, wenn es gegen den TSV Deizisau geht. Und wieder einmal birgt die Partie gegen unseren Dauerrivalen enorm viel Brisanz. Beide Teams trennt momentan ein einziges Pünktchen. Während unsere Gäste auf dem ersten Abstiegsplatz rangieren, stehen unsere Männer zwei Plätze darüber.

Die Ausgangslage ist somit klar. Sollte der TSV heute als Sieger das Parkett verlassen, werden sie die SG H2Ku überflügeln können und vielleicht sogar auf einen Abstiegsplatz stoßen. Das ist natürlich ein Szenario, was unbedingt vermieden werden soll. Denn es gibt natürlich noch eine andere Rechnung. Gewinnen die Herrenberger, würde der Abstand zwischen beiden Teams schon satte drei Punkte bei noch drei zu spielenden Partien sein. Zudem käme den Gastgebern auch noch das Hinspiel zugute. Im Spätherbst des letzten Jahres gewannen die Ebermann-Schützlinge das Hinspiel bereits deutlich mit 32:22. Das heißt bei einem vollen Erfolg wäre der gewonnene direkte Vergleich praktisch sogar noch ein Zusatzpunkt wert.

An Motivation dürfte es beiden Teams also kaum fehlen. Wie schon in der Vorwoche werden uns zwar wieder Florian Dannenberg und Luk Bartsch fehlen, dafür könnte es mit der Rückkehr von Nik Wittke klappen. Der Kreisläufer würde der Mannschaft natürlich in Abwehr und Angriff guttun. Nicht zuletzt hofft man im Lager der Herrenberger darauf, dass die eigenen Fans dafür sorgen werden, dass die Markweghalle zum vorletzten Heimspiel der Saison wieder einmal brodeln wird.

F1: Der Showdown der letzten beiden Spieltage

Für die Regionalligafrauen der SG H2Ku Herrenberg geht es am Samstag im Auswärtsspiel bei der HSG Leinfelden-Echterdingen ab 18 Uhr im Sportpark Goldäcker zwar nicht um alles, aber doch um sehr viel. Immerhin ist für die Kuties im Saisonendspurt im Kampf um den Klassenerhalt noch alles möglich.

Nein, rechnen mag Melanie Schittenhelm noch nicht. Jedenfalls nicht bis ins kleinste Detail. „Klar ist nur, dass wir direkt absteigen werden, wenn wir die beiden Spiele verlieren“, redet die HJerrenberger Trainerin Klartext. Das ist in der Tat eine logische Rechnung, weil die H2Ku-Frauen auf dem ersten sicheren Abstiegsplatz stehen. Ansonsten gibt es aber noch viele Rechenexempel. Relativ wahrscheinlich dürfte es sein, dass bei noch einem Sieg aus diesen zwei Partien Platz 8 oder 9 erreicht werden kann. Dann würde allerdings das knapp sechswöchige Warten beginnen, bis feststeht, ob Schmiden und Schutterwald in die dritte Liga aufsteigen werden. Auch hier ist es durch den Durchmarsch des bayerischen TSV Ismaning, der alle seine Spiele mit weit über zehn Toren Differenz gewonnen hat, sehr ungewiss, ob beide Teams aus Baden-Württemberg den Aufstieg schaffen. Bei zwei Siegen allerdings winkt der SG H2Ku mit etwas Glück sogar noch Platz 7.

Dafür bedarf es aber erst einmal eines Sieges in Echterdingen. Das Selbstvertrauen für einen Erfolg haben sich die Kuties auf jeden Fall schon mal in den letzten beiden Spielen geholt. Nach der enttäuschenden Niederlage von Flein ging förmlich ein Ruck durch die Mannschaft. Der Lohn war ein Remis in Göppingen und der Sieg in der Vorwoche gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen. „Daraus wollen wir die Kraft für einen Erfolg ziehen“, hofft Trainerin Schittenhelm derweil. Einen weiteren Grund gibt es auch noch mit dem Blick auf den Kader. „Bis auf Selina Nüßle werden wir alle Spielerinnen an Bord haben“, freut sich Melanie Schittenhelm.

M1: Die Ebermann-Truppe bringt sich in Position

Mit einem jederzeit verdienten 29:25 (15:13) gegen die SG Schozach-Bottwartal haben sich die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg in eine gute Ausgangsposition für die letzten vier Spiele der Saison gebracht. Eine besondere Bedeutung erhält dabei die Partie am kommenden Samstag gegen den TSV Deizisau.

Die Grundlage des Erfolges wurde dabei schon in der ersten Hälfte nach einer viertelstündigen Abtastphase gelegt. Ausgerechnet der Comebacker Alexander Zürn machte sowohl das erste als auch das letzte Tor eines 5:0-Laufs, der erst beim 14:9 endete. Zur tragischen Figur wurde der langjährige Rechtsaußen der SG H2Ku aber dennoch kurze Zeit später. Von den beiden Unparteiischen, die insgesamt satte 17 Hinausstellungen aussprachen, wurde er nach einer unglücklichen Abwehraktion ebenso mit einer glatten roten Karte bedacht wie Kenneth Stiegen, dessen Feldverweis zumindest diskutabel erschien. Fakt war aber, dass die beiden roten Karten den ohnehin dezimierten Kader noch einmal empfindlich verkleinerten.

Die Pause mit der knappen Führung von 15:13 schien aber genau zur rechten Zeit für die Hausherren gekommen zu sein. Denn aus der Kabine kamen die H2Ku-Männer nun wieder viel konzentrierter. Besonders der Schachzug von Jörg Ebermann, mit Lukas Krebs und Philipp Wanner gleich beide Spielmacher aufs Parkett zu bringen, erwies sich als goldrichtig. Spätestens beim 22:16 war eine Vorentscheidung gefallen. Eine kleine Klippe mussten die Gastgeber allerdings beim 23:20 noch umschiffen. Janek Förch machte aber mit seinem Treffer zum 24:20 seinem Ruf als sicherer Siebenmeterschütze alle Ehre und beendete die sechs torlosen Minuten.

Die restlichen Spielminuten konnten die Gastgeber bis zum 29:25 dann auch souverän verwalten, so dass der Sieg am Ende auch völlig verdient war. So steht einem ersten Endspiel um den Klassenerhalt am Samstag gegen den TSV Deizisau in der heimischen Markweghalle nichts im Wege. Deizisau liegt nur einen Punkt hinter der SG H2Ku auf dem ersten Abstiegsplatz. Mit einem Heimsieg könnten sich die Herrenberger dann schon einen Vorsprung von drei Punkten auf einen Abstiegsplatz erspielen.

F1: Kuties überzeugen mit offensivem Tempohandball

Die Chancen auf den Klassenerhalt sind weiterhin vorhanden. Mit dem 33:30 (17:15) gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen konnten die Kuties das erste von drei Endspielen gewinnen. Auch wenn es rechnerisch noch nicht ganz belegbar ist, glaubt Melanie Schittenhelm ganz fest an die These: „Wenn wir die letzten beiden Spiele auch noch gewinnen, bleiben wir auch in der Liga“.

Um die Chance für die letzten Partien aber überhaupt noch zu erhalten, musste erst einmal das wichtige Heimspiel gegen Oftersheim/Schwetzingen gewonnen werden. Und da brauchten die Gastgeberinnen eine Viertelstunde, um richtig in die Partie zu kommen. Dann zündeten Emma Schweizer, Sandra Kußmaul und Sofia Brand erstmals mit fünf Toren Vorsprung den Turbo zum 12:8. Bestand hatte diese klare Führung bis zum Pausenpfiff zwar nicht, dennoch gingen die Kuties beim 17:15 zumindest mit einem kleinen Vorsprung in die Kabine.

Spätestens die zweite Halbzeit stand dann ganz im Zeichen einer Angriffsleistung, die schon längere Zeit nicht so überzeugend war wie am Sonntagnachmittag. Vor allem die Rückraumachse um Sofia Brand, Emma Schweizer und Sina Venth spielten die Gästeabwehr ein ums andere Mal schwindlig. Gegenhalten konnte auf Schwetzinger Seite lediglich Saskia Zachert, die am Ende auf elf Treffer kam. Der Lohn für den Herrenberger Angriffswirbel war zunächst ein 20:15 nach vierzig Minuten. Damit wäre sogar der direkte Vergleich für die H2Ku-Frauen gewonnen gewesen. Das war auch beim 28:23 noch so.

Zwar gab es noch einige Möglichkeiten, die Führung zu behaupten oder gar auszubauen, aber eine neunminütige Torflaute und einige strittige Hinausstellungen der Unparteiischen führten schließlich dazu, dass am Ende der direkte Vergleich noch an Schwetzingen ging. Der Sieg allerdings war unter dem Jubel der 200 Zuschauer unter Dach und Fach.

F2: Kleine Kuties unterliegen bei den BöSis

Spielbericht: HSG Böblingen/Sindelfingen 2 – SG H2Ku 2 (20:17)

Am vergangenen Samstag traf die SG H2Ku 2 auswärts auf die HSG Böblingen/Sindelfingen 2. In der Bezirksoberliga-Partie entwickelte sich ein intensives Spiel, in dem die Gäste trotz großem Kampfgeist letztlich nicht für eine Überraschung sorgen konnten.

Erste Halbzeit: Guter Start, dann der Einbruch

Die SG H2Ku 2 erwischte einen starken Auftakt und konnte in den ersten Minuten gut mithalten. Doch nach der Anfangsphase riss der Faden. Die Abwehr agierte nicht konsequent genug, wodurch die HSG Böblingen/Sindelfingen 2 ihre Chancen konsequent nutzte. Im Angriff der Gäste hingegen fehlte die Kaltschnäuzigkeit – klare Gelegenheiten blieben ungenutzt, während der Gastgeber Tor um Tor davonzog. Ab der 7. Minute versuchte die SG H2Ku 2 nur noch, den Anschluss zu halten, konnte den Rückstand aber nicht verhindern. Zur Halbzeitpause lag das Team mit 13:8 hinten.

Zweite Halbzeit: Kampfgeist und starke Torhüterleistung

Nach dem Seitenwechsel zeigte die SG H2Ku 2 eine starke Moral. Besonders die überragende Torhüterleistung hielt das Team im Spiel und sorgte dafür, dass der Rückstand nicht weiter anwuchs. In der 38. Minute verkürzten die Gäste erstmals auf zwei Tore – das Momentum schien zu kippen. Doch die HSG Böblingen/Sindelfingen 2 blieb stabil und nutzte ihre Chancen clever. Trotz großem Kampf bis zum Schlusspfiff fehlten am Ende die nötige Kraft und die Zeit, um das Spiel noch zu drehen.

Am Ende musste sich die SG H2Ku 2 mit 20:17 geschlagen geben, kann aber auf die starke zweite Halbzeit aufbauen. Besonders die Defensivleistung und der Kampfgeist nach der Pause machen Mut für die kommenden Spiele.

M1: Die Rückkehr eines alten Bekannten

Die Saison neigt sich langsam dem Ende entgegen. Sowohl unsere Oberligamänner als auch unsere Regionalligafrauen brauchen in ihren restlichen Partien dabei jeden nur möglichen Punkt, um auch in der kommenden Saison in ihrer jeweiligen Spielklasse antreten zu können. In der Markweghalle geht es dabei heute für beide Teams gegen direkte Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt.

Den Anfang machen am heutigen Sonntag bereits um 14:45 Uhr unsere Oberligamänner im Spiel gegen die SG Schozach-Bottwartal. Die Gäste sind derzeit nur einen Zähler besser platziert als die SG H2Ku. Allerdings haben sie auch noch ein Spiel weniger absolviert, da wegen einer Erkrankung eines Schiedsrichters das Heimspiel am vorletzten Wochenende gegen Lauterstein abgesagt werden musste. Aber allein aus der Punktekonstellation ergibt sich eine enorme Brisanz für das Spiel. Mit einem Sieg könnten die Herrenberger an Schozach-Bottwartal vorbeiziehen, eine Niederlage hingegen würde die Lage für unsere Männer noch schwieriger machen.

Noch vor drei Wochen schien es, als sich ob die H2Ku-Männer auf dem Weg ins sichere Mittelfeld befinden. Zwei Siege in der Crunch-Time zeigten dabei auch eindrucksvoll die Entwicklung der Mannschaft. Inzwischen aber haben die Herrenberger zwei Spiele knapp verloren. Das reicht in der ausgeglichenen Liga bereits, um sich wieder mit der Abstiegszone befassen zu müssen. Nach Lage der Dinge steht die SG H2Ku noch ein Punkt über dem Strich. Damit dies so bleibt, sollte im Heimspiel gegen Bottwartal möglichst ein Sieg her. Dass dies nicht gerade einfach werden wird, hat alleine schon das Hinspiel gezeigt. In der Beilsteiner Langhanshalle unterlagen die Herrenberger Mitte November des letzten Jahres deutlich mit 23:30 und lieferten seinerzeit wohl das einzige Spiel der Saison ab, in dem man schon früh auf verlorenem Posten stand.

Fehlen werden am heutigen Nachmittag mit Florian Dannenberg, Nim Wittke und Luk Bartsch drei ganz wichtige Spieler. So wie für Florian Dannenberg ist auch für Luk Bartsch die Saison leider beendet. Schon seit längerer Zeit plagt sich unser Spielmacher mit Hüftproblemen umher, die es schon in den letzten Spielen nicht zugelassen haben, sein volles Leistungsvermögen abzurufen. Dennoch darf man davon ausgehen, dass sich alle anderen Akteure, die heute Abend auf der Platte stehen, für die zwei wichtigen Punkte zerreißen werden. Vor allem werden die Fans ein neues, altes Gesicht in unseren Reihen entdecken. Alexander Zürn, eigentlich seit letztem Sommer im sportlichen Ruhestand, hat sich bereiterklärt, der Mannschaft für die restlichen fünf Saisonspiele noch einmal auf der Rechtsaußenposition zu unterstützen. „Wir freuen uns darüber natürlich. So muss Leon Fischer nicht die ganze Last auf dieser Position alleine tragen, so Jörg Ebermann.

F1: Brisanter geht es kaum

Neben dem Spiel der Männer, die bereits um 14:45 Uhr beginnen, dürfte auch das Spiel unserer Kuties nicht minder wichtig werden, die ab 17 Uhr auf die HG Oftersheim/Schwetzingen treffen. Im Gegensatz zu anderen Ligen haben alle Teams in der Regionalliga Baden-Württemberg, die in Abstiegsgefahr schweben, ein großes Problem. Denn wie viele Mannschaften absteigen, steht erst Wochen nach der regulären Saison fest. Man kann zwar davon ausgehen, dass zwei Absteiger aus der dritten Liga nach Baden-Württemberg eingruppiert werden. Genauso wichtig ist aber, ob sich Schmiden/Oeffingen oder Schutterwald in der Aufstiegsrunde für die dritte Liga qualifizieren. Das hat dann unmittelbaren Einfluß auf die Abstiegsplätze. Umso mehr stehen für unsere H2Ku-Frauen in den letzten drei Saisonspielen ebenso viele Endspiele auf dem Program

Was mit einem unbändigen Kampfgeist möglich ist, bewiesen die Herrenbergerinnen dabei schon am vergangenen Wochenende beim 22:22 in Göppingen. Mit etwas mehr Glück wäre an der EWS-Arena sogar ein Sieg möglich gewesen. Doch letztlich könnte dieser eine Punkt am Ende noch Gold wert sein. Das hatte schon unmittelbar nach der Partie in Göppingen Trainerin Melanie Schittenhelm orakelt. Mindestens genauso wichtig wie der eine Punkt war aber der Auftritt insgesamt. Besonders der leidenschaftliche Kampf in der Abwehr sollte Mut für die letzten drei Partien machen. Dabei gilt die volle Konzentration erst einmal der heutigen Partie gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen. Die Kontrahentinnen aus dem Nordbadischen liegen derzeit zwei Punkte vor unseren Kuties. Daraus folgt, dass die Herrenbergerinnen mit einem vollen Sieg nach Punkten zu Schwetzingen aufschließen können. Nach dem 39:34 im Hinspiel für die HSG Oftersheim würde ein klarer Sieg mit sechs Toren Unterschied sogar ausreichen, um an den Gästen vorbeizuziehen. Von derlei Rechenspielen ist man bei den H2Ku-Frauen aber im Vorfeld weit entfernt. Wichtig sind nur die zwei Punkte, für die auch die Fans mit ihrer Unterstützung sorgen sollen.

M1: SG H2Ku steckt weiter unten fest

Nach der zweiten Niederlage in Folge hat sich der positive Gesamteindruck der letzten Wochen für die SG H2Ku Herrenberg nicht nur wieder etwas verwischt, nach dem 28:30 (13:15) bei der HSG Langenau/Elchingen sind die Abstiegssorgen mehr denn je präsent.

Keine Frage, die Niederlage in der mit über 600 Zuschauern proppenvollen und stimmungsgeladenen Pfleghofhalle war durchaus vermeidbar gewesen. Dazu hätte es allerdings einer etwas besseren Spielweise in der Crunch-Time bedurft. Doch wie schon in der Vorwoche bei der Heimniederlage gegen Schmiden waren es auch diesmal die ausgelassenen Möglichkeiten in den letzten Minuten, die eine knappe Niederlage besiegelten.

Auch sieben Treffer eines gut aufgelegten Kenneth Stiegen reichten nicht zum Sieg

Schwer in die Partie kamen die Gäste schon zu Beginn. Bereits elf Gegentore in der Startviertelstunde zeigten deutlich, wo das Problem lag. „Unsere Bälle, die wir vorne  verloren haben, wurden uns mit Gegentoren über die erste und zweite Welle zum Verhängnis“, ordnete Jörg Ebermann die Anfangsphase ein. Bis zur Halbzeit kehrte dann aber etwas mehr Ruhe und Ordnung ins Spiel der Gäste ein. Ein gut aufgelegter Kenneth Stiegen sorgte mit einem Doppelschlag sogar beim 13:13 für den zwischenzeitlichen Ausgleich. Doch auch beim 15:13 für Langenau zur Halbzeit war noch nichts entschieden.

Das war auch noch immer in der 42. Minute so. Das höchst unglückliche Gegentor zum 23:20 für die Gastgeber war dann aber das Wecksignal für die H2Ku-Männer. Plötzlich bekamen die Gastgeber eine zittrige Hand und mussten auch in der Abwehr die Herrenberger gewähren lassen. Als Sven Jacobs und Moritz Werner schließlich zum 24:24 trafen, war das Momentum klar auf Herrenberger Seite. Doch es sollte sogar noch besser kommen. Janek Förch sorgte mit einem einmal mehr sicher verwandelten Strafwurf zum 26:25 für die erste Herrenberger Führung. Nach dem schnellen Ausgleich tankte sich Philipp Wanner zum 27:26 durch. Doch ausgerechnet jetzt leisteten sich die Gäste die entscheidenden Fehler. Die Gastgeber ließen sich nicht zweimal bitten und machten mit vier Treffern in Folge den Sieg perfekt. Sieben torlose Minuten in der Schlussphase ließen wie schon bei  der Niederlage gegen Schmiden kein besseres Resultat zu. Das letzte Tor zum 28:30 war am Ende nur noch Ergebniskosmetik.

SG H2Ku Herrenberg: Herz, Rhotert; Kälbly, Bartsch, Werner (5), Wanner (3), Förch (8/6), Böhm (1), Sudar (1), Stiegen (7), Bechinka (1), Fischer (1), Jacobs (1), Krebs