F1: Mit Herz und Leidenschaft der Personalmisere trotzen

Wenn unsere Regionalligafrauen am Samstag um 20 Uhr in der heimischen Markweghalle auf den HC Schmiden-Oeffingen treffen, sind die Rollen seit spätestens Mitte der Woche noch einmal klarer verteilt als ohnehin schon.

Eine Niederlage haben die Gäste aus Oeffingenin ihren vier Spielen bisher hinnehmen müssen. Ansonsten gab es drei Siege. Dass diese eine Niederlage gegen den TSV Bönnigheim auch noch ziemlich deutlich war, können unsere Kuties nur allzu gut nachvollziehen. Denn für unsere Frauen setzte es in Bönnigheim am letzten Wochenende mit dem 24:35 ebenfalls eine klare Niederlage. So wäre es wohl auch in Bestbesetzung sehr schwer gewesen, den Vorjahreszweiten zu besiegen. Nun hat allerdings die Personalsituation in den letzten Tagen eine Eigendynamik entwickelt, die einen Heimsieg noch einmal extrem schwerer erscheinen lässt.

Klar war schon vorher, dass mit Stefanie Rau und Sandra Kußmaul zwei wichtige Spielerinnen für die Partie gegen Schmiden ausfallen würden. Während Steffi Rau beim nächsten Match wieder dabei sein dürfte, ist bei Sandra Kußmaul auch in der kommenden Woche noch ein Ausfall zu befürchten. Am Dienstag nun hat sich unser Neuzugang Nora Allmendinger im Training eine Bänderverletzung im Sprunggelenk zugezogen, die eine mehrwöchige Pause nach sich ziehen könnte. Und als ob dies alles nicht genug schlechte Nachrichten sind, wurde vor zwei Tagen bei Anna Weingärtner auch noch eine Fraktur am Finger diagnostiziert, die noch aus der Vorwoche stammt. Mit diesen Verletzungen steht fest, dass sowohl die Kreisposition als auch die beiden Planstellen in der Innenverteidigung nicht von den Stammkräften, die dafür eigentlich vorgesehen sind, besetzt werden. Zusätzlich erschwert wird die Aufgabe auch noch dadurch, dass Rückraumspielerin Sofia Brand zwar mit von der Partie sein kann, jedoch laut ihrem Trainer noch nicht auf ihren einhundert Prozent agieren kann.

Improvisieren ist also für Heiko Fleisch angesagt. Im Innenblock der Abwehr dürfte vieles auf Nadine Schäberle und Laureen Kappus hinauslaufen. Wie die nötigen Verschnaufpausen aufgefangen werden, wird eine spannende Frage sein. Ebeno verhält es sich auf der Kreisposition, wo Heiko Fleisch praktisch eine Variante aus dem Hut zaubern muss. Unter der Woche hat sich die Mannschaft noch einmal zusammengesetzt und sich auf das Match eingeschworen. „Die Spielerinnen wollen Schmiden einen großen Kampf liefern“, verspricht Heiko Fleisch im Vorfeld. Aber natürlich weiß auch der H2Ku-Coach: „Wir brauchen auf allen Positionen und auch von den Fans auf der Tribüne einen Sahnetag. Aufgeben ist aber auf jeden Fall keine Option“.

M1: Kommt der erste Auswärtssieg?

Für die Verbandsligamänner der SG H2Ku Herrenberg geht es am Samstag (20 Uhr) zum dritten Mal in dieser Saison auf Reisen. Im Gegensatz zu den ersten zwei Partien soll bei der HSG Rottweil diesmal jedoch ein Punktezuwachs in der Tabelle erfolgen.

Die zwei Gesichter der SG H2Ku Herrenberg sind bisher mehr als deutlich geworden. Die Niederlagen in Böblingen und Oberhausen/Unterhausen waren beide ein Produkt von zu vielen ausgelassenen Torchancen und einer Vielzahl von technischen Fehlern. Warum genau diese beiden Faktoren in der heimischen Markweghalle weit weniger Bedeutung hatten, galt es im Vorfeld der Partie am Samstag zu analysieren. Ein weiteres Problem ist bisher, dass selbst während einer Partie große Schwankungen im Spiel der SG H2Ku zu verzeichnen sind. Deshalb fordert Trainer Marco Melo als oberstes Ziel: „Wir müssen endlich mehr Konstanz in unser Spiel bringen“. Viel haben die Erfolgsaussichten in Rottweil auch mit der Leidenschaft zu tun, mit der die Herrenberger auftreten werden. Gerade dieses Feuer im Spiel war zuletzt die Grundlage für den deutlichen Heimsieg gegen die TG Schömberg.

Ungeachtet der Einstellung und der erforderlichen Tagesform steht mit der HSG Rottweil allerdings noch ein starker Gegner in den Startlöchern, um ihrerseits den dritten Heimsieg in Folge einzufahren. Denn die Gastgeber haben ihrerseits das gleiche Problem wie der Gäu-Club. Zwei Heimsiegen gegen Schömberg (30:29) und Radolfzell (30:22) stehen zwei Auswärtspleiten in Oberhauen/Unterhausen (31:37) und Mimmenhausen/Mühlhofen (23:26) gegenüber. Insofern stehen beide Teams schon etwas unter Zugzwang. Die HSG Rottweil möchte ihre Heimserie ausbauen, die Herrenberger wollen endlich auswärts siegen. Für Marco Melo hat die Qualität entscheidend mit zwei Namen zu tun. „Rottweil hat mit Tim und Nico Singer zwei überragende Akteure, die bisher noch nicht gemeinsam gespielt haben. Sollte das ausgerechnet gegen uns passieren, wird es noch einmal ein gehöriges Stück schwerer“, weiß der Coach.

Im Kader wird es für das Spiel kaum Änderungen geben. Weiterhin fehlen werden David Herz, Nico Sauer und wohl auch Kenneth Stiegen. Sollte Letzterer wieder voll einsatzfähig sein, werden es für den Rückraumspieler allerdings nur noch Abschiedsspiele sein. Denn Kenneth Stiegen hat Verein und Mannschaft darüber informiert, seinen Lebensmittelpunkt ab Anfang Dezember nach Hannover zu verlegen. Nach Silas Baitinger ist Kenneth Stiegen damit der zweite Spieler, der sich im Laufe der Vorrunde von der SG H2Ku verabschiedet.

F1: Kuties müssen der vielen Ausfälle Tribut zollen

Die Hoffnung fuhr zwar mit nach Bönnigheim, aber dennoch mussten die Regionalligafrauen der SG H2Ku Herrenberg eine bittere Niederlage ins Gepäck verstauen. Der gastgebende TSV Bönnigheim setzte sich in einem weitgehend einseitigen Spiel mit 35:24 (18:12) durch, hatte dabei aber auch den Vorteil, auf einen arg dezimierten Gegner zu treffen.

Keine Frage, die Ausfälle von Sandra Kußmaul und Stefanie Rau sowie die eingeschränkte Einsatzfähigkeit von Sofia Brand und Nadine Schäberle verhießen vor dem Anpfiff nichts Gutes. Dennoch war die Mannschaft, in der mit Charlotte Leidner und Lenja Idel zwei weitere Talente eine Chance erhielten, hochmotiviert in der Bönnigheimer Sporthalle am Start. Allerdings gelang es von Beginn an zu selten, die Abwehr der Gastgeberinnen unter Druck zu setzen. So dauerte es über fünf Minuten, ehe Emma Schweizer den ersten Treffer zum 1:3 erzielte. Nach diesem Muster ging es dann auch erst einmal weiter. Nach acht Minuten stand es bereits 6:2. Und als die Gastgeberinnen nach einer Viertelstunde bereits auf 13:5 gestellt hatten, deutete sich für die Kuties sogar ein Debakel an. Dass es nicht dazu kam, lag an dem Schalter, den die H2Ku-Frauen zumindest für eine gewisse Zeit umlegen konnten.

Acht Minuten lang spielte Herrenberg genau so, wie es sich Heiko Fleisch sicherlich über die ganze Zeit gewünscht hätte. Die Abwehr um den Innenblock mit Nora Allmendinger und Anna Weingärtner ließ kaum etwas zu, und die ins Tor gekommene Gabriela Istrati konnte einige wichtige Akzente setzen. Im Angriff dagegen schnürte Saskia Schmidt einen Viererpack, der dem Team mit dem Anschluss zum 15:11 wieder Leben einhauchte. Die vergebene Chance im Gegenstoß auf das 15:12 sowie eine umstrittene Zeitstrafe für Anna Weingärtner bedeutete aber dann das jähe Ende der Aufholjagd. Beim Halbzeitpfiff waren mit dem 18:12 die alten Verhältnisse fast wieder hergestellt.

Waren in der Halbzeitpause noch einige Hoffnung auf eine Wende im Spiel vorhanden, waren diese keine fünf Minuten nach Wiederanpfiff dahin. Vier Gegentore in Folge sorgten mit dem 22:12 für die endgültige Entscheidung. Spätestens ab hier war es dann ein Charaktertest für die Mannschaft. Der wurde auch zum größten Teil bestanden. „Die Abwehr hat recht gut agiert und unsere Moral ist intakt“, konnte Trainer Fleisch konstatieren, der sich auch darüber freuen durfte, dass sein Team um jeden Ball kämpfte.

Am Samstag geht es dann mit einem sicherlich breiter besetzten Kader in der Markweghalle gegen den HC Schmiden/Oeffingen. Anwurf ist dann um 20 Uhr.

M1: Der Trainer erwartet eine Reaktion der Mannschaft

Wenn die Verbandsligahandballer der SG H2Ku Herrenberg am Samstag um 20 Uhr in eigener Halle gegen die TG Schömberg antreten, dann steht wie schon beim ersten Heimspiel vor zwei Wochen die Mannschaft unter dem Druck, dieses Spiel eigentlich gewinnen zu müssen.

Schon beim Heimauftakt gegen die SG Nürtingen-Zizishausen war die Ausgangslage eine ähnliche. Nach der Pleite bei der HSG Böblingen/Sindelfingen musste gegen die Aufsteiger unbedingt ein Sieg her, um einen klassischen Fehlstart zu vermeiden. Seinerzeit hielten die Spieler diesem Druck stand und siegten im ersten Heimspiel souverän mit 35:28. Vor dem samstäglichen Spiel nun gegen die TG Schömberg stand allerdings erst einmal die Aufarbeitung der Niederlage bei der SG Oberhausen/Unterhausen. Das war vor allem deshalb notwendig, weil auch in der Lichtensteiner Ernst-Braun-Halle die gleichen Zutaten zum Misserfolg führten wie schon beim Derby in Böblingen. Dabei vermisste Trainer Marko Melo vor allem das Feuer im Team und die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor.

Über den Gegner TG Schömberg hat sich Trainer Melo natürlich schon wie bei anderen Spielen auch per Video informieren können. Was aber vielleicht viel aussagekräftiger sein dürfte, ist das Testspiel, was beide Teams in der Vorbereitung bestritten haben. Hier waren die Herrenberger zwar mit mehr Tempo unterwegs, führten auch lange Zeit, hatten es aber durch ihre schlechte Chancenverwertung versäumt, als Sieger vom Parkett zu gehen. In der Schlussphase machten die Gäste durch ihre Physis und ihre Erfahrung aus dem Rückstand sogar noch ein 33:32. Auch wenn es seinerzeit nur ein Testspiel war, bot es dennoch für den Samstag Anschauungsunterricht vom Feinsten.

Sollte die Mannschaft daraus die richtigen Lehren ziehen, ist am Samstag gegen Schömberg natürlich auch ein Sieg drin. „Ich erwarte eigentlich von der Mannschaft eine Reaktion“, wünscht sich Marco Melo ein anderes Spiel als noch bei der SG Oberhausen/Unterhausen. Vor allem will er Kampf, Leidenschaft und ein hohes Tempo von Beginn an sehen. Nicht mithelfen wird dabei wie zuletzt auch schon Kenneth Stiegen. Der Rückraum-Shooter ist nach seiner schweren Verletzung im Frühjahr noch immer nicht so weit, der Mannschaft helfen zu können. Auch Silas Baitinger wird fehlen. Der Rückraumspieler hat sich inzwischen vom Team abgemeldet und wird damit auch in Zukunft nicht für die SG H2Ku auflaufen. Zudem ist auch Torhüter David Herz verletzungsbedingt keine Option. Für ihn rückt wie schon in Lichtenstein Nicolas Rhotert neben Sebastian Rica-Kovac ins Gehäuse.

Landesligamannschaft will nach Sieg nachlegen

Die zweite Mannschaft der SG H2Ku Herrenberg tritt am Super-Heimspiel-Samstag im Vorfeld der Verbandsligapartie um 17:45 Uhr in der Markweghalle gegen den VfL Waiblingen II an und will nach dem knappen Sieg in Tübingen natürlich unbedingt nachlegen. Gegen den VfL Waiblingen II dürfte das aber alles andere als leicht werden, stehen doch die Gäste mit drei Siegen aus drei Partien momentan an der Spitze der Tabelle. Das Selbstvertrauen nach dem ersten Doppelpunktgewinn ziehen die Schützlinge des Trainerduos Marcel Kohler und Maximilian Schöllkopf aber auch daraus, dass Waiblingen zwei seiner drei Siege nur äußerst knapp gewinnen konnte. Zudem hoffen Trainer und Mannschaft auch auf die Unterstützung der eigenen Fans.

F1: Es droht ein Rumpfkader für den Samstag

Nach dem ersten Saisonsieg am vergangenen Wochenende gehen die Regionalligafrauen der SG H2Ku Herrenberg einerseits mit Zuversicht, aber auch mit einem bangen Blick auf den eigenen Kader um 18 Uhr in das Auswärtsspiel beim TSV Bönnigheim.

Die Erleichterung war groß bei den Kuties, als der Schlusspfiff im Heimspiel gegen die HSG St.Leon/Reilingen ertönte. Das 25:22 bedeutete im schweren Auftaktprogramm die ersten Punkte im dritten Spiel. Damit ist der Mannschaft vor allem der mentale Druck etwas genommen. Am Samstag nun würde das Team von Trainer Heiko Fleisch gerne nachlegen. „Wir fahren natürlich hochmotiviert nach Bönnigheim und werden alles geben. Was dabei am Ende herauskommt, werden wir sehen müssen“. Warum der Herrenberger Coach so kurz vor dem Spiel etwas weniger Optimismus versprühen kann, als er eigentlich möchte, hängt dabei in erster Linie mit der Personalsituation der eigenen Mannschaft zusammen. Fest stand schon vor dem Spiel, dass mit Sandra Kußmaul und Stefanie Rau zwei extrem wichtige Spielerinnen fehlen werden. Während Stefanie Rau privat verhindert ist, laboriert Sandra Kußmaul noch immer an ihrer Verletzung am Knie. Unter der Woche gesellten sich dazu noch die Erkrankungen von Sofia Brand und Nadine Schäberle. Hier gibt es zwar noch ein wenig Hoffnung auf einen Kurzeinsatz, am Training konnten jedoch beide die ganze Woche nicht teilnehmen. „Wir werden auf jeden Fall kein Risiko eingehen“, stellt Heiko Fleisch klar.

Dennoch wird nicht gleich die weiße Flagge geschwenkt werden. „Wenn wir die Chance auf einen Sieg bekommen sollten, wollen wir da sein“, wünscht sich der Herrenberger Coach. Diese Hoffnung basiert sicher auch darauf, dass der TSV Bönnigheim in der Vorwoche eine derbe Niederlage einstecken musste. Zwar war das Team ersatzgeschwächt, doch könnte das 14:36 bei der TG Pforzheim den Spielerinnen noch in den Knochen stecken. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass die Gastgeberinnen beim HC Schmiden-Oeffingen am ersten Spieltag deutlich mit 38:30 gewinnen konnten. Man darf letztlich gespannt sein, ob die Herrenbergerinnen trotz ihrer Außenseiterrolle an einem oder gar zwei Punkten schnuppern können.

F1: Wille und Leidenschaft sorgen für die ersten Punkte

Mit einer Energieleistung in der Schlussviertelstunde haben die Regionalligafrauen der SG H2Ku Herrenberg am dritten Spieltag der noch jungen Saison den ersten Sieg einfahren können. Das 25:22 (11:13) gegen den Drittligaabsteiger HSG St.Leon/Reilingen war dabei das Ergebnis einer überragenden Abwehr über die gesamte Spielzeit.

Erschwert wurde das Vorhaben erster Sieg zunächst natürlich durch den verletzungsbedingten Ausfall von Sandra Kußmaul. Sowohl in der Abwehr als auch im Angriff sowie im Tempogegenstoß fiel damit eine hohe Qualität aus, die es zu kompensieren galt. Für den Innenblock mit Nora Allmendinger und Stefanie Rau kam damit zudem eine erhöhte Belastung zu. Am Ende konnte Heiko Fleisch feststellen, dass diese Mehrbelastung alles andere als einen Leistungsabfall bewirkte.

Der Beginn verhieß erst einmal gegenseitiges Abtasten. Mit einer recht hohen Fehlerquote auf beiden Seiten ging es bis zum 7:7 nach einer Viertelstunde. Hier hatten es die Kuties allerdings bereits versäumt, nach dem 7:5 nachzulegen. Gesorgt hatte für den Vorsprung vor allem die griffige Abwehr mit einer aufmerksamen Alexandra Harm im Tor, die bereits in der Anfangsphase zwei Strafwürfe entschärfen konnte. Doch es half alles nichts: nach einem 5:0-Lauf hatten die Gäste auf 10:7 gestellt. Doch anders als im ersten Heimspiel gegen Stuttgart/Metzingen konnten die H2Ku-Frauen die letzen Minuten und damit das Halbzeitergebnis beim 11:13 noch offen gestalten.

Auch nach dem Seitenwechsel sah es etwas anders als als im Auftaktspiel. Zwei schnelle Tore durch Sofia Brand und Stefanie Rau ließen beim 13:13 das Spiel praktisch von vorn beginnen. Leider gehörten die Folgeminuten dann eindeutig den Gästen. Die Fehlerquote häufte sich ausgerechnet stets in den Phasen, in denen die Kuties die Chancen hatten, den Vorsprung von St.Leon/Reilingen zu verkürzen oder gar zu egalisieren. So sah sich Heiko Fleisch gezwungen, beim Stand von 16:19 eine Auszeit zu nehmen. Dies erwies sich dann als Gold wert. Mit ihrem sehenswerten Treffer zum 17:19 zündete Nadine Schäberle zugleich die Mannschaft und auch die Fans zu einer Schlussviertelstunde an, die nun ein Rad ins andere greifen ließen.

Sieben Minuten vor dem Ende gelang Sofia Brand mit dem 20:20 der erste Ausgleich nach langer Zeit. Die durch den Ausfall von Sandra Kußmaul auf die Rechtsaußenposition gerückte Shana Stäudle sorgte vier Minuten vor dem Ende mit dem 22:21 für die Führung. Von nun an gab es kein Halten mehr. Den Gästen gelang zwar noch einmal der Ausgleich durch Leonie Scholl, doch handelte sich die Torschützin kurze Zeit später die rote Karte nach einem Foul an Sofia Brand ein. Und auch vorne ging im Angriff der Gäste nichts mehr. Mehr als ein erfolgloses Anrennen in den Abwehrblock ließen die Kuties nicht mehr zu.

„Diese Crunchtime hat sich die Mannschaft heute selbst verdient. Mit den Emotionen sind wir wieder ins Spiel gekommen“, strahlte ein sichtlich gelöster Trainer Heiko Fleisch nach dem 25:22. Am Samstag geht es nun ab 18 Uhr zum TSV Bönnigheim.

SG H2Ku: Harm, Göhlich, Istrati (alle im Tor); Rau (11/7), Schäberle (1), Kappus, Weingärtner, Stäudle (5), Schmidt (1), Seidel, Schweizer (1), Huber, Venth, Brand (4), Lide (1), Allmendinger

M1: Wieder keine Auswärtspunkte

Für die Verbandsligamänner der SG H2Ku Herrenberg hängen die Trauben bei Auswärtsspielen noch immer zu hoch. Nach der Auftaktniederlage vor zwei Wochen gegen die HSG Böblingen/Sindelfingen gab es diesmal ein 29:31 (13:17) bei der SG Oberhausen/Unterhausen. Dabei gab es erstaunliche Parallelen zum ersten Auswärtsspiel.

Marco Melo war sichtlich angesäuert, als er sich mit Statistiken der Partie in der Lichtensteiner Ernst-Braun-Halle befasste. „Mit 21 Paraden im Tor müssen wir ein Spiel eigentlich gewinnen“, so der Herrenbeger Trainer, der sich zunächst einmal äußerst zufrieden mit der Leistung seines Torhüters Sebastian Rica-Kovac zeigte. Dass es am Ende dennoch nicht für Punkte reichte, hatte derweil mit einer anderen Zahl zu tun. Sage und schreibe dreißig Angriffe konnten die Gäste aus dem Gäu wegen technischer Fehler oder vergebener Chancen nicht in Tore ummünzen. Es ist in etwa die gleiche Negativzahl, die der Mannschaft schon in Böblingen zum Verhängnis wurde.

Bot eine starke Leistung: Sebastian Rica-Kovac

Dabei hatten die H2Ku-Männer in den ersten zwanzig Minuten das Spiel noch offenhalten können. Alexander Kohler hatte beim 12:12 acht Minuten vor der Halbzeit seine Farben im Spiel gehalten. Keine Führung zwar, aber immerhin. Dennoch war auch bis zu diesem Zeitpunkt die Fehlerkette relativ lang. In den letzten Minuten vor dem Seitenwechsel schlug sich das ganze Dilemma dann auch im Ergebnis nieder. Ein 5:1-Lauf ließ die Gastgeber dann mit dem 17:13 in die Kabine gehen.

Das Bild nach dem Seitenwechsel war zunächst ein völlig anderes. Alles, was den Gästen noch in der ersten Hälfte fehlte, zeigten sie nun plötzlich. Die auf eine offensive 3:2:1- Variante umgestellte Abwehr stellte die Gastgeber sichtlich vor Probleme. Ganze acht Minuten benötigten die Herrenberger, um aus dem Pausenrückstand ein eigenes 20:18 zu machen. Und auch eine Viertelstunde vor dem Ende hatte der Vorsprung nach einem Doppelschlag von Lennart Lohrer beim 23:21 noch Bestand. Nicht von Bestand war allerdings die nachfolgende Leistung. Erneut verfiel das Team in alte Fehler und gab so in der entscheidenden Phase das Spiel noch aus der Hand. „Uns hat das Feuer im Spiel gefehlt“, vermisste Marco Melo ein wenig die nötige Leidenschaft im Spiel seiner Jungs.

Schon acht Minuten vor dem Schlusspfiff lag die SG H2Ku wieder mit 24:26 hinten. Es war ein Rückstand, der letztlich bis zum Ende Bestand haben sollte. Mit der Niederlage bei der SG Oberhausen/Unterhausen zeigte sich deutlich, wie steinig der Weg zu einer Spitzenmannschaft in der Verbandsliga sein wird. Am Samstag steht dann gegen die TG Schömberg das zweite Heimspiel der Saison auf dem Programm.

SG H2Ku: Rica-Kovac, Rhotert; Kohler (4), Kälbly, Lohrer (6), Engau (1), Kahlich, Böhm (3/1), Bietsch (2), Jacobs (2), Kretschmann (6), Krebs (2), Broß, Lewe (3)

F1: Sind die ersten Punkte in Reichweite?

Für unsere Regionalligafrauen steht am Samstag um 20 Uhr das zweite Heimspiel der Saison in der Markweghalle auf dem Programm. Gegen die HSG St.Leon/Reilingen soll dabei natürlich ein besseres Ergebnis als zum Auftakt gegen Stuttgart/Metzingen herausspringen. Vielleicht reicht es dann ja auch zu den ersten Punkten der laufenden Runde.

Schon vor den ersten Spielen war klar, dass es für die Kuties ein extrem schweres Auftaktprogramm werden würde. Insofern verfällt bei der SG H2Ku auch niemand trotz der zwei Auftaktniederlagen in Panik. Und auch auf dem Heimspiel am Samstag steht nicht der Stempel des Siegen müssen. Allerdings ist die Chance gegen den Drittligaabsteiger die Chance auf ein Erfolgserlebnis ein wenig höher als gegen Steißlingen und Stuttgart/Metzingen. Jeweils ein Sieg, ein Remis und eine Niederlage bringen den Gästen momentan einen Mittelfeldplatz ein. Und auch die Punkteteilung zuletzt gegen die TG Pforzheim konnte erst in den letzten Minuten gesichert werden. Auf der anderen Seite zeigt gerade auch dieses Resultat, dass St.Leon/Reilingen nervenstark genug ist, um in der Crunchtime zu bestehen.

Für Heiko Fleisch ist aber zumindest die Zielstellung für das Heimspiel klar. Die ersten Punkte sollen her. „Wir haben in Steißlingen vierzig Minuten lang bewiesen, auch mit Spitzenteams mithalten zu können“, zieht der Herrenberger Coach aus der klaren Auswärtsniederlage trotzdem positive Aspekte. Hatte der Trainer am ersten Spieltag mit Stefanie Rau eine wichtige Spielerin nicht zur Verfügung, steht er diesmal vor einem ähnlichen Problem. Mit Sandra Kußmaul fällt verletzungsbedingt erneut eine extrem wichtige Spielerin aus. Die Allrounderin, die sowohl in Angriff als auch Abwehr ein wichtiger Faktor für das Spiel der Kuties ist, wird wegen eines Blutergusses im Knie fehlen. „Das tut uns natürlich sehr weh“, weiß Heiko Fleisch schon in Vorfeld. In der Abwehr werden im Innenblock andere Spielerinnen wie Anna Weingärtner, Nora Allmendinger oder auch Nadine Schäberle neben sicher vermehrt Spielzeiten bekommen. Auf der Rechtsaußenposition stehen Sophy Lide und Shana Stäudle als Alternative zur Verfügung. Allerdings wird sich Heiko Fleisch für den Gegenstoß noch etwas einfallen lassen müssen. Hier ist Sandra Kußmaul unbestritten die stärkste Waffe der SG.

Insgesamt ist der Kader der Kuties in der Breite ausreichend besetzt, um auch solch einen Ausfall zu kompensieren. Vielleicht rückt ja gerade auch deshalb das Team im Verbund mit den eigenen Fans noch weiter zusammen.

M1: Die eigene Qualität zum Tragen bringen

Für die Verbandsligamänner der SG H2Ku Herrenberg steht am Samstag ab 20 Uhr erneut ein heißes Match auf dem Programm. Nach dem verloren gegangenen Derby bei der HSG Böblingen/Sindelfingen geht es nun zur SG Oberhausen/Unterhausen. In der Ernst-Braun-Halle von Lichtenstein-Unterhausen soll diesmal aber am Ende ein besseres Ergebnis von der Anzeigetafel leuchten als noch zum Saisonauftakt in der Murkenbachhalle.

„Oberhausen/Unterhausen ist zuhause eine ganz andere Mannschaft als auswärts“. Nach zwei absolvierten Spieltagen tritt diese, gar nicht so neue, Erkenntnis einmal mehr zutage. Das soll heißen, dass die Heimstärke eigentlich schon seit Jahren bekannt ist und regelmäßig zu bemerkenswerten Erfolgen führt. Bis in die Spitzengruppe der heutigen Oberliga spülte es das Team, auch durch die Leistungen in der eigenen Halle, einst. Diese Qualität will das Team gegen die zumindest auf dem Papier favorisierten Herrenberger zum Tragen bringen.

Ganz andere Ambitionen hegen natürlich die Gäste aus dem Gäu. Mit dem Heimsieg aus der Vorwoche im Rücken soll nun auch in Lichtenstein ein Erfolgserlebnis her. Allerdings ist sich Marco Melo sicher. „Im Vergleich zum Spiel gegen Nürtingen müssen wir uns noch einmal steigern, wenn wir die Punkte mitnehmen wollen“. Auch wenn der SG-Coach insgesamt mit dem Auftritt im Premierenheimspiel zufrieden war, weiß er aber auch, dass in allen Mannschaftsteilen das Potential noch nicht ausgeschöpft ist. Auch taktisch gibt es klare Vorstellungen, die Marco Melo an seine Spieler hat. „Wir müssen die Abwehr des Gegners in Bewegung bringen und gleichzeitig einen schnellen Rückzug hinbekommen“, so der Coach. Ganz oben auf der Agenda steht aber natürlich die eigene Chancenverwertung. Und da weiß Melo: „Wenn wir so treffen wie in Böblingen, verlieren wir auch in Unterhausen“.

Im Kader gibt es für den Samstag nicht die großen Veränderungen. Allerdings fehlt mit Tim Frommer ein wichtiger Spieler für das Duell um die zwei Punkte. Allerdings ist auch das eine Chance für die Akteure, die bisher weniger Einsatzzeiten erhielten. Ins Tor zurückkehren wird dagegen Nicolas Rhotert. Nachdem der Keeper am vergangenen Samstag nicht zur Verfügung stand, dürften die Gäste mit ihm und Sebastion Rica-Kovac zwischen den Pfosten hervorragend aufgestellt sein.

M1: Klare Leistungssteigerung im zweiten Spiel

Nach der Niederlage zum Auftakt bei der HSG Böblingen/Sindelfingen haben die Verbandsligamänner der SG H2Ku Herrenberg im zweiten Spiel ihren ersten Sieg feiern können. In der heimischen Markweghalle besiegte das Team von Trainer Marco Melo die SG Nürtingen-Zizishausen mit 35:28 (15:12).

Dem Druck standgehalten. Auf diese Kurzformel lässt sich der erste Auftritt der H2Ku-Männer vor den eigenen Fans zusammenfassen. Und über 250 Zuschauer wollten sich den Auftakt nicht entgehen lassen. Natürlich gab es noch weit mehr zu resümieren. Zum Beispiel, dass diesmal die Offensivleistung weit über dem Schnitt vom Böblingen-Spiel lag. Doch nicht nur das: Auch in der Abwehr rührte die Mannschaft mit einem überzeugenden Sebastian Rica-Kovac im Tor diesmal zeitweise Beton an. So konnte trotz der verbesserten Offensive der ein oder andere Fehlwurf verschmerzt werden. Das 15:12 zur Pause machte dabei jedoch weder Trainer noch Spieler zufrieden.

Nach der Pause ging es dann aber Schlag auf Schlag. Innerhalb von nur fünf Minuten schraubten die Hausherren das Ergebnis auf 23:14. Es war praktisch schon die Entscheidung zu einem frühen Zeitpunkt. Eine Viertelstunde später konnte der starke Linksaußen Linus Kretschmann mit dem 33:23 sogar auf einen zweistelligen Vorsprung stellen. In den Schlussminuten versäumte es dann die SG H2Ku dann, das Ergebnis weiter auszubauen. Dennoch war der Sieg in keiner Weise mehr in Gefahr.

Nach dem ersten Sieg steht für die Verbandsligamänner am Samstag um 20 Uhr das Duell bei der heimstarken SG Oberhausen/Unterhausen auf dem Programm. Nach dem Willen von Trainer und Mannschaft soll dann auch der erste Auswärtssieg her.

SG H2Ku Herrenberg: Rica-Kovac (Tor), Peter, Kohler (4), Kälbly (2), Lohrer (5/davon 1 Siebenmeter), Engau, Fischer (1), Böhm (8/4), Bietsch, Frommer (1), Jacobs (2), Kretschmann (5), Krebs (4/1), Bross (2), Lewe (1)