F1: Kuties setzen einen würdigen Schlusspunkt

Mit einem deutlichen Heimsieg begann vor etwa sieben Monaten die Saison, mit einem ähnlich hohen Heimsieg endete sie nun auch für die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg. Das 32:21 (15:9) gegen die SG Dornstetten reihte sich dabei nahtlos in die Heimauftritte der Kuties ein. Diese beendeten die Runde mit nur einer einzigen Heimniederlage. Alle anderen Spiele wurden meist deutlich gewonnen.

Den ersten Höhepunkt gab es schon vor dem Anpfiff. Der FC Bloskapell marschierte unter dem Beifall der 400 Zuschauer, die sich trotz des sommerlichen Wetters dieses Spiel nicht entgehen lassen wollten, durch die Markweghalle auf ihre angestammten Tribünenplätze. Dass die musikalische Unterstützung sowohl am Samstag als auch am Sonntag die SG-Teams supportete, war dabei alles andere als Selbstverständlich. Mit einer gewissen Selbstverständlich schien aber zunächst einmal der Start der Partie zu verlaufen. 6:2 hieß es nach einer knappen Viertelstunde. Danach jedoch herrschte für eine Weile Tristesse im Angriffsspiel. Viele vergebene Tormöglichkeiten hielten die SG Dornstetten bis zum Herrenberger 9:7 noch durchaus im Rennen. Dass es in dieser Phase noch zur eigenen Führung reichte, war der guten Abwehrarbeit inclusive einer überzeugenden Alexandra Harm im Tor dahinter zu verdanken.

Für die letzten zehn Minuten vor der Pause zündeten die Gastgeberinnen dann aber den Turbo. Mit einem 6:2-Lauf gelang bis zum Pausenpfiff zunächst ein beruhigendes 15:9. Der Sturmlauf der H2Ku-Frauen ging auch nach dem Seitenwechsel weiter. Diesmal brauchte es nur fünf Minuten im Eiltempo, um wieder mit einem 6:2 in dieser Phase eine frühe Vorentscheidung des Spiels zu erzwingen. Das 21:11 nach nur 35 Minuten ließ schon hier keinen Zweifel mehr am Ausgang der Partie. Noch einmal konnten sich die Gäste in Sichtweite der Herrenbergerinnen bewegen, als zum Beginn der Schlussviertelstunde der Vorsprung auf 24:18 schrumpfte. Wie auf Kommando zogen die H2Ku-Frauen aber einmal mehr scheinbar mühelos davon. 31:19 lautete das Ergebnis fünf Minuten vor dem Ende.

Ganz ohne Highlight sollte das sportliche Ende der Saison aber natürlich nicht über die Bühne gehen. Nach Absprache der beiden Trainer sollte eine letzte Auszeit Katrin Schröder die große Bühne bereiten. Doch die Spielerin selbst schien diese Pläne durchkreuzen zu wollen, als sie drei Minuten vor dem Ende mit einer Zeitstrafe bedacht wurde. Eine Minute vor dem Abpfiff klappte es dann aber dennoch. In der einminütigen Unterbrechung gab es von Seiten der Mannschaften und der Zuschauer stehende Ovationen für die verdiente Kreisläuferin. Das 32:21 war dann auch aufgrund der Herrenberger Feierlaune fast schon wieder Nebensache.

Nach Spielende gab es neben der offiziellen Verabschiedung für Katrin Schröder als eigentlichen Höhepunkt die Wimpelübergabe für den Staffelsieg durch den Vizepräsidenten des Baden-Württembergischen Handball-Verbands, Eberhard Gloger. Und auch Herrenbergs Oberbürgermeister Nico Reith ließ es sich nicht nehmen, seine persönlichen Glückwünsche zu überbringen. Nach einer mehrwöchigen Pause dürfen die Kuties dann im Juni die erste Vorbereitungsphase für die Regionalliga-Saison in Angriff nehmen.

SG H2Ku Herrenberg: Harm, Göhlich, Istrati; Schoeneberg (8/1), Schäberle (2), Kappus (2), Stäudle (2), Kußmaul (4), Schmidt (5/1), Seidel, Schweizer (2), Venth, Brasnd (2), Schröder (3), Lide (2)

M1: Den Weg nicht bis zum Ende gegangen

Für die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg ist der seit Wochen befürchtete Abstieg in die Verbandsliga nun bittere Realität. Mit dem deutlichen 23:33 (10:16) in eigener Halle gegen den TSV Schmiden war die vorhandene Chance vertan, am letzten Spieltag dem Abstieg noch einmal von der Schippe zu springen.

Der Ärger über die eigene Niederlage war eine Stunde nach Spielschluss sogar noch etwas greifbarer geworden. Da waren nämlich die anderen Ergebnisse des Tages durchgesickert. Sowohl die HSG Konstanz II gegen Heidelsheim/Helmsheim als auch die HSG Ettlingen hatten ihre Spiele verloren. So war klar, dass ein Sieg gegen den Tabellenführer für den Klassenerhalt ausgereicht hätte. Von diesem waren die H2Ku-Männer aber am Samstagabend meilenweit entfernt. Trainer Tim Gauß brachte es nach dem Schlusspfiff auf den Punkt: Wir hätten heute nur gewonnen, wenn von jedem Spieler 100 Prozent gekommen wären. Das haben wir heute nicht geschafft“.

Dabei waren die Vorzeichen alles andere als schlecht. Zuletzt vier ungeschlagene Partien, zudem eine Markweghalle, die mit 600 Zuschauern einen tollen Rahmen bot. Und auch der Beginn verlief noch ganz nach dem Geschmack der Fans auf der Tribüne. Ein schnelles 1:0 und ein folgender Ballgewinn in der Abwehr, jeweils durch Leon Fischer, nährte die Hoffnung, den großen Favoriten vielleicht doch auf dem falschen Fuß zu erwischen. Stattdessen fing sich der TSV schnell und stellte bereits in der 8.Minute auf 4:1. Von nun an zog der Tabellenerste unbeirrt seine Kreise. Als noch knapp zehn Minuten im ersten Durchgang zu spielen waren, war mit dem 13:6 für die Gäste bereits eine Vorentscheidung gefallen. Die Überzeugung, die von Schmidener Seite in jede Aktion gelegt wurde, ließen die Herrenberger ihrerseits zu häufig vermissen. Als Nik Wittke Sekunden vor dem Halbzeitpfiff einen Strafwurf vergab, war dies ein weiterer Puzzlestein einer enttäuschenden ersten Halbzeit. Das 10:16 war schon zu diesem Zeitpunkt eine zu hohe Hypothek.

Besser sollte es nach der Pause auch nicht mehr werden. Zumindest aber gab es nach zehn Minuten in der zweiten Halbzeit eine letzte realistische Möglichkeit, dem Spiel noch einmal eine Wende zu geben. Nach dem 15:20 durch Tim Frommer ergab sich die Chance, auf vier Tore Rückstand zu verkürzen. Doch der darauffolgene technische Fehler von Lukas Krebs war der Anfang von gleich einer ganzen Fehlerkette, an derem Ende ein deprimierendes 16:27 stand. Das war zehn Minuten vor dem Ende natürlich der endgültige Knockout für die Bemühungen der SG H2Ku. Am Ende konnte Schmiden das Spiel bis zum 23:33 locker über die Runden bringen und gemeinsam mit den mitgereisten Fans den Aufstieg feiern. Für Tim Gauß blieb nur die bittere Erkenntnis: „Heute hat einfach die klar bessere Mannschaft gewonnen“.

Einen würdigen Abschluss des Abends gab es dennoch, als mit Nik Wittke (zum TV Neuhausen/Erms), Oliver Sudar (zur HSG Ostfildern), Moritz Werner (zum TSV Weinsberg), Florian Dannenberg (zum TSV Altensteig), Lukas Bechinka (Handballpause), Janek Förch (als spielender Co-Trainer zur HSG Schönbuch) und Tim Gauß (JSG Balingen/Weilstetten) sechs Aktive und der Coach verabschiedet wurden.

SG H2Ku: Sauer, Hetz (beide im Tor); Kälbly (2), Werner (2), Lohrer (2), Bross, Böhm (2), Sudar, Bechinka (1), Fischer (3), Frommer (1), Jacobs, Krebs (1), Wittke (8/4), Lewe, Dannenberg (1)

F1: Die Freude über den Aufstieg soll auch im Spiel sichtbar werden

Sportlich geht es für die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg um nicht mehr allzu viel, wenn es am Sonntag ab 16 Uhr in der Markweghalle gegen die SG Dornstetten geht. Den Schongang wollen die Gastgeberinnen aber dennoch nicht einlegen. Schließlich soll mit einem vollen Erfolg der Grundstein zur guten Stimmung für die anschließende Meisterfeier in der Mensa der Markweghalle gelegt werden.

Das ist aber natürlich nicht der einzige Grund, warum die Kuties im letzten Spiel der Saison voll auf Sieg spielen werden. Auch wenn es schon eine Weile zurückliegt, haben Trainer und Mannschaft noch immer nicht vergessen, dass es bei der SG Dornstetten die erste Saisonniederlage bereits im zweiten Spiel setzte. Das 23:31 war einerseits einer katastrophalen Schlussviertelstunde und auch dem Harzverbot in der schicken Sporthalle von Dornstetten geschuldet. Diese Scharte soll nun am letzten Spieltag ausgewetzt werden.

Zudem will sich die frisch gebackene Meistermannschaft nicht nachsagen lassen, nach dem erreichten Regionalligaaufstieg  die Zügel hat schleifen lassen. Und zu guter Letzt soll ja der „FC Bloskapell“, der sich für das Spiel der Kuties angesagt hat, als Motivation und nicht als Aufmunterung fungieren. Es gibt also genug Gründe, warum die zwei Punkte in der Halle bleiben müssen. Der wichtigste Grund ist aber, weil die Mannschaft ohnehin in jedem Spiel den Sieg unbedingt möchte. So war es über die ganze Saison und so dürfte es auch zum Rundenausklang bleiben.

Nach dem Spiel wird es dann auch noch einmal wehmütig. Unsere Kreisläuferin, unsere Abwehrspezialistin, unsere erste Station bei Tempogegenstößen, unsere routinierteste Spielerin, die es je in den Reihen der Kuties gab, wird gegen Dornstetten ihre Abschiedsvorstellung geben. Katrin Schröder hängt nach dem Spiel ihre Handballschuhe endgültig(?) an den Nagel hängen. Allein dafür lohnt es sich, am Sonntag in eine hoffentlich volle Halle zu kommen.

Wichtig: Alle Dauerkartenbesitzer erhalten am Wochenende gegen Vorlage ihrer Dauerkarte insgesamt zwei Freigetränke.

Männer 1 stehen vor entscheidendem Endspiel / Männer 2 gehen motiviert ins ewig junge Derby / 2 Freigetränke für Dauerkartenbesitzer

Keine Frage, die Partie am Samstag um 19 Uhr zwischen der SG H2Ku Herrenberg und dem TSV Schmiden hätten vor etwa fünf Wochen viele Handballfans nur noch aus statistischer Sicht als interessant empfunden. Die Gastgeber waren nach der heftigen Niederlage in Leonberg wenig hoffnungsvoll, die Klasse noch zu halten und auch die Schmidener hatten sich als Tabellenführer durch eine unerwartete Heimniederlage gegen den TuS Schutterwald selbst in Not gebracht.

Inzwischen haben die H2Ku-Männer aber vier Spiele ohne Niederlage absolviert, die daraus erzielten 7:1 Punkte ermöglichen es der Mannschaft nun am Samstag, tatsächlich doch noch vom Klassenerhalt zu träumen. Und wäre dies nicht genug an Dramatik, braucht auch der TSV Schmiden unbedingt einen Sieg, um den Aufstieg in die Regionalliga fix zu machen. Nachdem es im Vorjahr damit schon nicht klappte, soll diesmal alles besser werden. Den Gästen wird dabei bewusst sein, dass ein Punktverlust wohl unweigerlich vom punktgleichen HTV Meißenheim im Heimspiel gegen den TV Ehingen genutzt werden würde. So oder so wird eine der beiden Mannschaft in der Markweghalle den Partycrasher für die anderen spielen wird. Nur bei einem Remis gäbe es wohl gleich zum Schlusspfiff enttäuschte Gesichter.

So oder so kann noch ein langes Warten angesagt sein. Denn die Partie der Herrenberger wird bereits um 19 Uhr angepfiffen. Die anderen, relevanten Spiele um Meisterschaft und Abstieg beginnen dagegen erst eine Stunde später. Sollte die SG H2Ku das Spiel gewinnen, muss aber zusätzlich Konstanz in Heidelsheim/Helmsheim oder Ettlingen in Weilstetten verlieren. Lediglich bei einem Sieg des TSV Schmiden braucht niemand zu warten, denn dann ist der Gast sicherer Aufsteiger und die Herrenberger müssen den bitteren Gang in die Verbandsliga antreten.
Diese Gedankenspiele schiebt Tim Gauß aber schnell zur Seite. „Wir wollen gewinnen und ich sehe uns auch nicht chancenlos“, verbreitet Trainer Tim Gauß vor dem Spiel positive Stimmung. Und auch das Stimmungstief nach dem Spiel in Pforzheim, als ein hoher Vorsprung am Ende nur noch mit einem Remis belohnt wurde, soll nicht als Motivationskiller herhalten. „Mit einer Niederlage wären wir als Absteiger aus Pforzheim nach Hause gefahren“, sinniert Tim Gauß. Und weiter: „Wer hätte denn vor wenigen Wochen geglaubt, dass wir noch einmal eine solche Möglichkeit für dieses Endspiel bekommen“. Die Favoritenrolle liegt dennoch eindeutig bei den Gästen. In Herrenberg hofft man natürlich auch ein wenig darauf, dass Schmiden dadurch etwas mehr Verunsicherung mit in die Markweghalle bringt. „Der Druck liegt auf jeden Fall auf der Seite von Schmiden“, glaubt Trainer Gauß.

Ungeachtet der sportlichen Brisanz gilt es auch in diesem Jahr wieder, Spieler zu verabschieden. So werden am Samstag Nik Wittke, Florian Dannenberg, Moritz Werner, Lukas Bechinka, Janek Förch und Oliver Sudar sowie auch Trainer Tim Gauß ihr letztes Spiel für die SG H2Ku bestreiten.

Verbandsligamänner wollen im Derby Paroli bieten

Für die 2. Männermannschaft um das Trainergespann Marcel Kohler / Maxi Schöllkopf ging die lange Durststrecke von sieglosen Spielen am vergangenen Samstag mit dem Doppelpunktgewinn in Remshalden endlich zu Ende. Eigentlich war es der richtige Zeitpunkt, um noch einmal vor dem ewig jungen Derby am Samstag um 16:45 Uhr gegen die HSG Böblingen/Sindelfingen Selbstvertrauen zu tanken.

Natürlich gehen die Gäste als klarer Favorit in die Partie. Aber auch das Hinspiel stand unter ähnlichen Vorzeichen. Am Ende konnten sich die BöSi´s gerade noch so mit einem 32:31 über die Ziellinie retten.
Zusätzliche Brisanz erhalten die Derbys auch durch die Personalien bei den Gästen. So stehen mit Dominic Rose, Michael Fangerow, Freddy Todt oder auch Marvin Seeger früher Spieler der SG H2Ku in den Reihen der BöSi´s, oder eben auch umgekehrt. Vor allem für Marvin Seeger wird die Partie etwas ganz Besonderes werden. Das SG-Eigengewächs wird ausgerechnet bei seinem Heimatverein die letzte Partie seiner Karriere bestreiten.

Vor allem aber geht es auch im letzten Spiel der Runde noch um Punkte. Und da hat sich erfreulicherweise die personelle Lage bei der SG H2Ku II entspannt. So wird der Innenblock mit Tom Bühler und Miro Mezger wieder zur Verfügung stehen. Ebenso ist Nico Rhotert wieder mit von der Partie, Ben Lifka wird aus der A-Jugend mithelfen können.

Wichtig: Alle Dauerkartenbesitzer erhalten am Wochenende gegen Vorlage ihrer Dauerkarte insgesamt zwei Freigetränke.

Showdown in der Markweghalle

Spannenender geht es nicht!

Durch die letzten Auftritte unserer Jungs kommt es am Samstag zum großen Showdown gegen den TSV Schmiden.

Dafür brauchen wir Euch alle! Wirklich alle!

Wie sehr die SG-Familie zusammensteht, zeigt sich auch daran, dass der legendäre FC Bloskapell sowohl am Samstag als auch am Sonntag unsere Mannschaften unterstützt. Schon jetzt dafür ein riesengroßes Danke!!!

Jetzt fehlt nur noch die proppevolle Halle. Dafür müsst Ihr sorgen. Wir zählen im Finale auch Euch!

F1: Am Ende hakte es im Angriff

Für die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg gab es am vorletzten Spieltag der Saison nach längerer Zeit mal wieder eine Niederlage zu verkraften. Das 30:32 (18:16) bei der SG Weinstadt hatte allerdings für die Kuties keinen Einfluss auf die Tabellenführung. Die Meisterschaft und der damit verbundene Aufstieg in die Regionalliga war zuvor schon gesichert gewesen.

Immerhin haben sich in diesem absoluten Spitzenspiel Zweiter gegen Erster die Gastgeberinnen die Führung in der Rückrundentabelle mit bisher nur drei Minuspunkten erobert. Kein Beinbruch zwar für die Herrenbergerinnen, gewonnen hätten sie das Gipfeltreffen aber dennoch gerne. Ihnen gegenüber stand allerdings auch ein Team, das bis in die Haarspitzen motiviert war. Durch eine mögliche Konstellation mit einer Dreiergruppe in der Endabrechnung um den Relegationsplatz für die Regionalliga brauchten die Gastgeberinnen zur Sicherheit noch einen Punkt, de am besten natürlich gleich gegen den Meister eingefahren werden sollte.

Zu sehen bekamen die etwa 200 Zuschauer in der Beutalsbacher Sporthalle zunächst aber erst einmal Magerkost von ihrer eigenen Mannschaft. Zu dominant ar das Auftreten der Kuties, die ab der ersten Minute mit voller Konzentration zu Werke gingen. Nach zwölf Minuten war ein deutliches 11:5 herausgespielt, nach dem Ende der Startviertelstunde betrug der Vorsprung beim 12:7 noch immer fünf Treffer. Warum die Gastgeberinnen aber auf Rang zwei im Klassement geführt werden, zeigte sich danach. Die folgenden drei Herrenberger Fehler nutzten sie postwendend zu ebenso vielen eigenen Toren. Beim 10:12 war damit wieder alles offen. Noch aber stemmte sich die Kuties erfolgreich gegen die SG Weinstadt. Allerdings war zur Halbzeit der Vorsprung mit dem 18:16 noch immer nur knapp.

Nach der Pause sollte sich das Bild dann aber grundlegend wandeln. Noch ein Mal konnte Sofia Brand auf 19:16 stellen, danach drückten die Weinstädterinnen dem Spiel langsam ihren Stempel auf. Einerseits agierte die Deckung der Kuties nicht mehr so aufmerksam, zum anderen – und das war viel entscheidender – fand die Herrenberger Offensive nun kaum noch eine Lücke im immer stärker werdenden Abwehrverbund der SG Weinstadt. Wenn noch etwas ging, dann meist über die Rechtsaußen Sandra Kußmaul, die einmal mehr bis kurz vor dem Ende eine überragende Leistung bot. Aber auch ihre Tore konnten es nicht verhindern, dass die Gastgeberinnen beim 25:24 zum ersten Mal in Führung gingen.

Eine Vorentscheidung in der inzwischen zur Hitzeschlacht mutierten Partie war dies aber keineswegs. Wenige Minuten vor dem Ende hielt Gabriela Istrati zunächst einen Strafwurf, dann warf Sandra Kußmaul ihre Farben wieder mit 30:29 in Front. Dass gerade sie danach noch zweimal von der Rechtsaußenposition scheiterte, entbehrte dabei nicht einer gewissen Tragik. „Kein Vorwurf. Wir sind ja erst durch Sandra in diese Position gekommen, dass wir noch um den Sieg spielen konnte“, nahm Trainer Heiko Fleisch auch sofort jegliche Kritik den Wind aus den Segeln. Am Ende spielten die Gastgeberinnen ihre ganze Qualität aus und verbuchten so den für sie eminent wichtigen Heimsieg. „Wir müssen die Niederlage zwar aufarbeiten, werden sie aber nicht zu hoch aufhängen. Immerhin haben wir hier beim Tabellenzweiten verloren“, rückte Heiko Fleisch die Relationen gleich wieder gerade.

Am Sonntag empfangen die Kuties dann um 16 Uhr zum letzten Saisonspiel die SG Dornstetten in der Markweghalle.

SG H2Ku: Harm, Göhlich, Istrati (alle im Tor); Schoeneberg (9/5), Schäberle, Kappus (1), Stäudle (1), Kußmaul (10), Schmidt (2), Schweizer, Venth (2), Brand (5), Schröder

M1: Bleibt die Hoffnung weiter erhalten?

Ein extrem wichtiges Auswärtsspiel steht am Sonntag ab 16 Uhr für die Oberligahandballer der SG H2Ku Herrenberg auf dem Programm. Wenn die Mannschaft der Trainer Tim Gauß und Christian Dürner in der Pforzheimer Bertha-Benz-Halle auf die gastgebende SG Pforzheim/Eutingen II trifft, schwingt für die Gäste weiter die Hoffnung auf den Verbleib in der Oberliga Württemberg mit. Um diese Hoffnung auch auf den letzten Spieltag zu übertragen, ist aber einmal mehr ein Sieg die Voraussetzung dafür.

Eigentlich waren den Herrenbergern vor wenigen Wochen nach der enttäuschenden Leistung und der damit verbundenen Niederlage in Leonberg schon alle Felle in Sachen Klassenerhalt davongeschwommen. Doch dann folgten drei Siege in Folge, die den Abstand zum rettenden Ufer zwei Spieltage vor dem Saisonende auf nur noch einen Punkt zusammenschmelzen ließen. Und auch wenn die H2Ku-Männer im Vergleich zu den beiden möglichen Mitkonkurrenten HSG Ettlingen und HSG Konstanz II noch immer die schlechteren Karten besitzen, ist die Stimmung im Team hervorragend. „Wir sind derzeit auf dem Höhepunkt von Stimmung und Motivation angekommen“, freut sich Trainer Tim Gauß über die Entwicklung der Mannschaft. „Jetzt wollen wir natürlich auch in Pforzheim gewinnen“, gibt es vom Coach eine klare Ansage in Richtung Pforzheim.

Natürlich weiß Tim Gauß selbst am besten, dass es auch diesmal keine leichte Aufgabe wird. „Pforzheim hat eine hochmotivierte junge Truppe mit dem erfahrenen Spielmacher Paul Lupus als Lenker und Denker“. Aber Gauß weist auch auf die Ausgeglichenheit der Liga hin: „In dieser Liga kann wirklich jeder jeden schlagen“. Warum also auch nicht den Tabellenfünften? In unguter Erinnerung ist den Herrenbergern allerdings noch das Hinspiel, das die H2Ku-Männer in eigener Halle hoch mit 32:38 verloren. Auf einen erneuten Heimvorteil hoffen dabei die Gäste auch im Rückspiel. Meist verlieren sich in der riesengroßen, 2000 Zuschauer fassenden Bertha-Benz-Halle nur wenige Zuschauer. Deshalb wünschen sich Mannschaft und Trainer möglichst viele Zuschauer aus dem Gäu, die für eine Heimspielstimmung sorgen könnten.

Gar nicht so viel über Taktik und Spielweise wollte Tim Gauß im Vorfeld der wichtigen Partie reden. „Es wird auf den Kopf ankommen“, hat er vor dem Spiel erkannt. Und auch hierv erhofft er sich aufgrund der letzten Spiele einen zumindest kleinen Vorteil. Optimistisch kann Trainer Gauß aber zumindest schon einmal auf die Quantität in seinem Kader blicken. Ein dickes Fragezeichen steht bisher nur hinter dem Einsatz von Torhüter David Herz, der sich unter der Woche krankheitsbedingt vom Training abmelden musste.

SG H2Ku II will endlich ersten Rückrundensieg

Auch für die Verbandsligamänner der SG H2Ku Herrenberg stehen noch zwei Spiele in dieser Saison auf dem Programm. Und auch für sie geht es am Samstag auf Reisen. Allerdings ist für das Team des Trainerduos Marcel Kohler und Maxi Schöllkopf der Zug in Richtung Klassenerhalt längst abgefahren. Allerdings lebt zumindest die Hoffnung auf den ersten Rückrundensieg Runde noch immer. Die beste Möglichkeit dafür ergäbe sich dabei am Samstag ab 18 Uhr. Dann geht es zum Vorletzten SV Remshalden, der ebenfalls bereits abgestiegen ist. „Wir werden unseren Fans bis zur letzten Minute zeigen, dass wir noch immer hochmotiviert in die Spiele gehen“, verspricht Co-Trainer Maxi Schöllkopf.

Auskommen muss das Trainerteam allerdings einmal mehr ohne eine Vielzahl von Spielern, so dass auch im letzten Auswärtsspiel der laufenden Runde nur ein Rumpfaufgebot zur Verfügung stehen wird.

F1: Die Saison ist noch nicht zu Ende

Für die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg geht es am Samstag und eine Woche später sonntags auf die unmittelbare Zielgerade der diesjährigen Saison. Das große Ziel mit der Rückkehr in die Regionalliga ist seit zwei Wochen geschafft, nun wartet am Samstag um 18 Uhr mit der SG Weinstadt der Zweitplatzierte der Tabelle.

Tabellarisch relevant ist die Partie zwar nicht mehr, dennoch birgt die Begegnung in der Sporthalle von Weinstadt-Beutelsbach noch Einiges an Brisanz. Klar ist schon vor dem Anpfiff, dass die SG H2Ku nicht mehr von der Spitzenposition verdrängt werden kann. Ebenso ist der zweite Rang der Gastgeberinnen im Klassement zementiert. Möglich macht dies zwei Spieltage vor Rundenende der bessere direkte Vergleich von Weinstadt sowohl gegen Bargau/Bettringen als auch gegen Böblingen/Sindelfingen. Da sich zudem mit dem TSV Denkendorf der wohl hartnäckigste Konkurrent um Platz zwei durch zuletzt drei sieglose Spiele selbst aus dem Aufstiegsrennen genommen hat, ist der Weg für Weinstadt frei.

Somit können die Gastgeberinnen ihr letztes reguläres Heimspiel gegen die Herrenbergerinnen zugleich als Härtetest vor den Relegations-Spielen um den Aufstieg angehen. Und dann gäbe es noch einen Motivationsgrund. Kommt die Erfolgsserie der H2Ku-Frauen in der Rückrunde mit nur zwei Minuspunkten schon eindrucksvoll daher, steht die Bilanz der SG Weinstadt der von der SG H2Ku kaum etwas nach. Nur einen Remis mehr steht auf der Negativseite. Das heißt: Sollte Weinstadt gegen den Gäu-Club gewinnen, wäre die Mannschaft sogar Rückrundenmeister.

Auch wenn dieser inoffizielle Titel bei den Gästen nicht die oberste Priorität genießen dürfte, wird die Fahrt im mit Mannschaft und Fans vollbesetzten Bus in den Rems-Murr-Kreis dennoch kein Wochenendausflug werden. „Wir wollen auch dieses Spiel gewinnen“, stellt Heiko Fleisch auch unmissverständlich klar. Nach den Meisterfeierlichkeiten hatte der Herrenberger Coach seiner Mannschaft zwei freie Tage verordnet, danach ging es ab der vorletzten Woche bis zum Samstag mit insgesamt vier Trainingseinheiten in die Vorbereitung auf die letzten beiden Partien.

Personell wird Trainer Fleisch wieder einen gut aufgestellten Kader zur Verfügung haben. Nicht dabei sein kann neben der langzeitverletzten Juliane Seidel nach Lage der Dinge nur Sophy Lide. Das Nachwuchstalent auf Rechtsaußen wird in den Qualifikationsspielen der A-Jugend gebraucht und wird demnach die letzten beiden Partien des frischgebackenen Aufsteigers nicht mehr bestreiten.

M1: SG erarbeitet sich ein weiteres Endspiel

Mit einer Offensivgala, wie sie in dieser Saison bislang noch nicht zu sehen war, haben die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg die HSG Konstanz II förmlich aus der Markweghalle gefegt. Das 44:32 (21:17) war dabei der dritte Sieg in Folge. Damit kann die Mannschaft von Trainer Tim Gauß weiter vom Klassenerhalt träumen.

Über 300 Zuschauer traten in der Markweghalle den persönlichen Beweis an, noch immer an die Mannschaft zu glauben. Und auch die Mannschaft selbst blieb diesen Beweis in einem wahren Handballfest nicht schuldig. Vor allem, dass die Mannschaft dem maximalen Druck standhalten konnte, lässt für die beiden restlichen Saisonspiele zusätzlichen Optimismus aufkommen. Denn vor dem Spiel war klar, dass die Herrenberger mit einer Niederlage den Abstieg nicht mehr hätten verhindern können.

Der Beginn der Partie verlief dabei schon vielversprechend. Zwar mussten die Gastgeber auf Moritz Werner wegen eines grippalen Infekts verzichten, doch sollte sich dafür Tim Frommer im Laufe der Partie auf der rechten Rückraumposition zu seiner wohl besten Leistung im bisherigen Saisonverlauf aufraffen. Überzeugend war ohnehin das Wort, das diesen Abend am treffendsten beschreiben konnte. Nachdem die Gäste vom Bodensee mit drei Toren in Folge auf 6:5 stellten, entpuppte sich dieses Zwischenhoch eher als Herrenberger Dosenöffner für eine erste Halbzeit, die im Zeichen höchsten Tempos stand. „Wir wollten so wenig wie möglich in den Positionsangriff gehen. Dafür war Konstanz bisher zu abwehrstark“, erklärte Tim Gauß diese Taktik nach Spielende. Es sollte sich als goldrichtig herausstellen, denn oftmals hatte die Konstanzer Abwehr gar keine Zeit, sich zu formieren. Und da auch die Effektivität sehr hoch war, gelang es den Herrenbergern  bis zur Pause ein 21:17 herauszuwerfen.

Die Frage war für den zweiten Durchgang eigentlich schnell gestellt: Würden die H2Ku-Männer dieses immens hohe Tempo beibehalten können? Denn neben Moritz Werner mussten die Gastgeber noch einen weiteren Ausfall, diesen allerdings während des Spiels, verkraften. Linksaußen Luca Kälbly musste bereits nach einer Viertelstunde mit einer glatt roten Karte auf der Tribüne Platz nehmen. Somit fiel eine weitere personelle Alternative weg. Letztlich sollte sich die Befürchtung eines Kräfteeinbruchs aber als unbegründet erweisen.

Bereits nach wenigen gespielten Minuten musste Gästecoach Jonas Hadlich im zweiten Durchgang beim Stand von 28:20 mit einer Auszeit gegensteuern. Während er versuchte, zu retten, was zu retten war, brachte sein Gegenüber erstmals ein weiteres Detail zu Sprache. „Belohnt Euch für Euer Spiel und holt Euch den direkten Vergleich!“. Es wäre praktisch die Kirsche auf der Sahnetorte. Die Spieler taten letztlich dem Coach diesen Gefallen gerne. Auch wenn die Bank der Konstanzer breiter besetzt war, ließ die SG H2Ku ihrem Gegner keine Luft zum Atmen mehr. Bereits elf Minuten vor dem Ende erzielte Oliver Sudar das 37:27. Der Herrenberger Aktivposten stand an diesem Abend aber keineswegs alleine da. Es gab keinen sportlichen Ausfall zu beklagen. Und auch trotz der vermeintlich hohen Zahl der Gegentreffer lieferte auch die Abwehr mit Torhüter David Herz im Tor eine starke Leistung ab.

Am Ende war das 44:32 sogar in dieser Höhe verdient. Am kommenden Sonntag sind dann die Spieler im nächsten Endspiel gefordert. Dann heißt es auch beim Spiel bei der SG Pforzheim/Eutingen II wieder: Siegen oder Fliegen. Immerhin haben die Herrenberger nun aber nur noch einen Zähler Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz. „Wenn wir in Pforzheim genauso spielen, können wir auch dort gewinnen“, versprüht Tim Gauß schon eine große Kampfeslust.

SG H2Ku: Herz (1), Sauer (beide im Tor); Kälbly (2), Lohrer (1), Böhm (6), Sudar (8), Bechinke (1), Fischer (2), Frommer (7), Jacobs, Krebs (5), Wittke (8/1), Lewe (2), Dannenberg (1)

Setzt sich für die Männer 1 die Hoffnung auf den Klassenerhalt fort? Männer 2 reisen nach Spaichingen

Wenn die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg am Samstag um 20 Uhr auf die HSG Konstanz II treffen, könnten am Ende drittletzten Spieltages zwei Entscheidungen gleichzeitig gefallen sein. Dabei hoffen die Gastgeber allerdings, dass dieser Fall nicht eintreten wird.

Die Lage ist schnell skizziert. Als Drittletzter hat die SG H2Ku drei Punkte Rückstand auf die Konstanzer Drittligareserve. Verlieren die Herrenberger, ist bei dann fünf Punkten Rückstand der Abstieg des Gäu-Clubs in die Verbandsliga besiegelt. Für die Gäste vom Bodensee hieße das im gleichen Zuge: Klassenerhalt geschafft. Denn selbst wenn der TuS Altenheim, Vorletzter des Klassements, sein Spiel bei der SG Heidelsheim/Helmsheim am Sonntag gewinnt, könnte die HSG Konstanz aufgrund des um ein Tor besseren direkten Vergleichs nicht mehr von den Nichtabstiegsplätzen verdrängt werden. Auch wenn in der Theorie auch noch die HSG Ettlingen und die SG Kenzingen/Herbolzheim in der Verlosung um den Klassenerhalt dabei sind, dürfte Konstanz der letzte Kontrahent sein, der von den Herrenbergern überflügelt werden könnte.

Dazu bedarf es allerdings am Samstag in der Markweghalle unbedingt eines Sieges. Dann wären die H2Ku-Männer bis auf einen Punkt an die Gäste herangerückt und hätten mit zwei weiteren Siegen in den abschießenden Partien gegen Pforzheim und Schmiden noch immer eine Chance auf den Ligaverbleib.

Zunächst richtet sich der Blick aber auf die Heimpartie ab 20 Uhr. Trainer Tim Gauß hat nach den zwei Siegen zuletzt – es waren die ersten beiden Erfolge nacheinander – durchaus auch im Training eine Änderung erkennen können. „Die Siege haben dem Team noch einmal einen Schub gegeben“, so der Herrenberger Coach. Besonders auffällig war dabei beim Sieg in Ehingen die Abgeklärtheit im Team, als selbst in brenzligen Situationen der Kopf oben blieb. Wichtig wird es vor allem sein, dass die SG H2Ku erneut eine überzeugende Abwehrleistung zeigt. Im Lager der Gastgeber hofft man dabei natürlich auch wieder auf eine ähnliche Torhüterleistung, wie sie jüngst in Ehingen von Nico Sauer gezeigt wurde. Theoretisch zumindest steht dem auch nichts im Wege. Sowohl Nico Sauer als auch alle anderen Spieler dürften für den Abstiegskracher fit sein. Lediglich die beiden Langzeitverletzten Kenneth Stiegen und Janek Förch werden nicht mit dabei sein können.

Verbandsligamänner in Spaichingen gefordert

Mit nur zwei Pluspunkten im Gepäck tritt die zweite Mannschaft der SG H2Ku Herrenberg am Samstag die Reise zum TV Spaichingen an. Ab 19 Uhr sollen nach Möglichkeit die ersten beiden Zähler der Rückrunde eingefahren werden.

Natürlich geht das Verbandsligateam auch in diese Partie als krasser Außenseiter an den Start. An der Motivationslage hat die bisherige magere Saisonbilanz aber nichts geändert. Noch immer zieht die Mannschaft mit und will in jeder Partie für einen Erfolg kämpfen. Aber auch diesmal müssen die Gäste mit einem Rumpfaufgebot auskommen. Erneut werden neben dem Innenblock mit Miro Mezger und Tom Bühler noch Simon Gogl, Marcel Braitmaier, Andreas Kohler und Louis Kälbly aus. Hinter dem Einsatz von Alexander Kohler steht derweil noch ein dickes Fragezeichen.