M1: Oberligamänner zeigen beindruckende Vorstellung

Es fühlte sich an wie ein Befreiungsschlag. Nach der jüngsten Negativserie mit fünf Partien ohne Sieg konnten die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg den Bock endlich umstoßen. Das 32:21 (16:14) gegen die SG BBM Bietigheim II war zugleich der erste Sieg im Jahr 2025. Neben den zwei Punkten imponierte vor allen Dingen die Art und Weise, wie dieser zustande kam.

Im Vorfeld war man sich im Lager der Herrenberger sehr wohl über die eigene Lage bewusst. Deshalb lastete auch vor der Partie gegen Bietigheim ein gewisser Druck auf der Mannschaft. Dieser wurde auch durch die zuletzt gezeigten Leistungen der Gäste wahrlich nicht geringer. Unbeeindruckt davon zeigten die H2Ku-Männer aber gleich eine Entschlossenheit, die zuletzt immer mal wieder vermisst wurde. Im Ergebnis machte sich dies aber noch nicht bemerkbar. Nach zwanzig Minuten stand es 10:10. Danach konnten sich die Hausherren allerdings etwas absetzen. Auch wenn das 15:12 nicht weiter ausgebaut werden konnte, mit dem 16:14 als Pausenstand waren alle Beteiligten aus Herrenberger Sicht zufrieden.

Diese Zufriedenheit sollte auch nach dem Seitenwechsel nicht weichen. Ganz im Gegenteil. Drei Tore in Folge verschafften der SG mit dem 19:14 ein angenehmes Polster, das die Bietigheimer schon unter Zugzwang brachte. Sehenswert war dabei vor allem gleich der erste Treffer nach Wiederanpfiff durch Nik Wittke. Im drohenden Zeitspiel stürmte der Kreisläufer von der Auswechselbank aufs Spielfeld und versenkte den Wurf kurzerhand aus dem Rückraum. Insgesamt stand dieses Tor durch die Entschlossenheit aber fast schon symptomatisch für die Leistung der ganzen Mannschaft. Eine knappe Viertelstunde vor dem Ende schien dann der erste Sieg 2025 bereits unter Dach und Fach zu sein. Lukas Bechinka hatte gerade das 26:18 erzielt. Was sollte da wohl noch schiefgehen? Doch nach zwei Toren der Gäste könnte so manchem in der Halle ein ungutes Gefühl durch die letzten Spiele beschlichen haben. Doch diesmal hielten die Nerven stand. „Wir sind heute nicht nervös geworden“, freute sich Trainer Jörg Ebermann nach dem Schlusspfiff zurecht. So waren die Bietigheimer beim 26:20 auch zum letzten Mal in Sichtweite der Gastgeber. Diese machten aus den letzten Minuten noch eine Gala und schraubten das Ergebnis am Ende unter dem Jubel der 350 Zuschauer auf 32:21.

Auch wenn am Freitag schon die nächste schwere Aufgabe beim Spitzenreiter TV Neuhausen/Erms wartet, lohnt sich durchaus auch ein Blick auf die Tabelle im Hier und Jetzt. Die SG H2Ku hat sich durch den Sieg zwar nicht vom vorletzten Tabellenplatz lösen können, doch stellt sich die Lage nun deutlich freundlicher dar. Ein Punkt trennt die Mannschaft vom momentanen Klassenerhalt. Zwei Zähler Rückstand sind es bis zum rechnerisch sicheren Klassenverbleib. Und auch wenn das keiner Überlegung bedarf: Bis zu einem Aufstiegsplatz wären es auch nur fünf Zähler. Es zeigt aber nur genau das, was auch Jörg Ebermann nach Spielende sagte: „Es ist in diesem Jahr eine total verrückte Liga“.

SG H2Ku: Herz, Sauer; Bartsch (4), Werner (5), Förch (3/1), Bröhl (4), Böhm (6), Sudar, Stiegen, Bechinka (2), Fischer, Krebs (2), Wittke (2), Dannenberg (4)

F1: Kuties machen es noch einmal spannend

Was nach dreißig Minuten noch gar nicht danach aussah, schafften die Regionalligafrauen der SG H2Ku Herrenberg in ihrem Heimspiel gegen den TSV Bönnigheim im zweiten Abschnitt. Beim 26:30 (10:17) hatten es die Kuties nach einer eindrucksvollen Aufholjagd sogar noch fast geschafft, ein eigentlich schon verlorenes Spiel noch zu drehen. Letztlich wog die Hypothek aus der ersten Halbzeit aber zuviel.

Die Vorzeichen hätten kaum brisanter sein können. Beide Teams traten mit dem Selbstvertrauen von zuletzt drei Siegen auf das Parkett der Markweghalle. Und beide hatten auch jeden Punkt nötig, um die Klasse bei bis zu sieben Absteigern zu halten. Überraschend war allerdings zu Spielbeginn, wie nervös die Gastgeberinnen zunächst agierten. Noch vor Wochenfrist war es beim SV Hohenacker-Neustadt in ähnlicher Manier gewesen, als man früh mit 2:1ß im Hintertreffen lag. Das dürfe sich nicht wiederholen, hatte Melanie Schittenhelm gewarnt. Doch genau dieses befürchtete Szenario trat ein. Nach acht Minuten lagen die H2Ku-Frauen mit 2:7 hinten, wobei die Gäste dafür nicht viel zu tun hatten. Mit einfachsten technischen Fehlern luden die Kuties ihre Gegnerinnen zu leichten Gegentreffern ein. „Wir wollten zu früh einfach zu viel“. Anders konnte sich die Herrenberger Trainerin den Auftakt ihrer Mannschaft nicht erklären. Ein kurzes Aufbäumen beim 5:8 nach einer knappen Viertelstunde beantwortete Bönnigheim mit einem 5:1- Lauf zum eigenen 13:6. Und auch bis zur Pause änderte sich mit dem 17:10 nichts mehr am Vorsprung der Gäste.

Foto: Sina Venth setzt sich durch

Was nach dem Seitenwechsel passierte, läuft so sicherlich nicht alle Tage ab. Zunächst hatte sich die Stimmung unter den 400 Zuschauern noch nicht geändert, erst recht nicht, als die Gäste beim 19:12 weiterhin souverän ihre Kreise zogen. Wer dann allerdings wegen des deutlichen Spielstandes vielleicht für zehn Minuten auf ein Getränk in der Mensa war, hätte nach seiner Rückkehr wohl mit dem Blick auf die Anzeigetafel an einem technischen Defekt geglaubt. Denn da stand plötzlich ein 19:19. Binnen kürzester Zeit hatten die Kurties das Spiel in eine komplett andere Richtung gedreht. Drei Zeitstrafen in innerhalb von zwei Minuten ließen den H2Ku-Frauen den Glauben an sich zurückkommen. War es ein Treffer von Katrin Schröder über das ganze Feld ins verwaiste Bönnigheimer Gehäuse oder ein Wurf der etatmäßigen Linksaußen Saskia Schmidt aus dem Rückraum: In dieser Phase gelang einfach alles. Und das nicht nur im Angriff. Im Tor hielt Isabel alle wichtigen Bälle, die Abwehr davor war nicht zu überwinden. Nach dem Ausgleich war noch eine Viertelstunde zu spielen, das Momentum lag nun klar auf Herrenberger Seite.

Zunächst trafen aber auch die Gäste wieder. Bis zum 23:23 durch Shana Stäudle legte Bönnigheim immer vor, Herrenberg zog nach. Das war zehn Minuten vor dem Ende und bildete dann auch den Kulminationspunkt. Denn nun hatten die Kuties ihrerseits gleich zwei Mal die Gelegenheit, zum ersten Mal in Führung zu gehen. Beide Male gelang dies aber nicht. Stattdessen ging der Gast mit 24:23 in Führung. Doch nicht nur das. Zwei weitere Tore des TSV folgten. Für die Gastgeberinnen war nur wenige Minuten vor dem Ende eine erneute Aufholjagd nicht mehr zu stemmen.

Unter dem Strich steht zwar eine ärgerliche 26:30- Niederlage mit einem hohen Anteil Eigenverschulden, trotzdem kann die intakte Moral der Mannschaft Mut für die nächsten Aufgaben machen.

SG H2Ku: Harm, Göhlich; Schoeneberg (7/4), Schäberle, Kappus, Stäudle (4), Kußmaul (3), Schmidt (4), Link, Schweizer (2), Venth (2), Brand (3), Schröder (1), Lide

wB1: Punkte aus dem Neckartal mitgebracht

wB1: Die weibliche B-Jugend der SGH2KU Herrenberg bleibt in der Erfolgsspur und besiegte in Oberndorf die HSG Neckartal mit 33:16 (14:6).

wD2: Toller Sieg für die weibliche D2-Jugend!

wD2: Am Wochenende zeigten die Mädels eine super Leistung gegen den VfL Nagold in der Markweghalle.

Handball satt mit brisanten Partien

Wenn Sie am heutigen Samstag die Markweghalle besuchen, erwarten Sie gleich vier interessante Partien am Stück mit den unterschiedlichsten Ausgangspositionen für die jeweiligen Teams. Eines haben sie allerdings alle gemeinsam: Jedes einzelne Spiel lohnt sich, vor Ort anzuschauen.

Den Beginnen macht unsere dritte Männermannschaft. Nach der Niederlage vom letzten Wochenende brennt die Mannschaft der Trainer Maxi Schöllkopf und Luca Waidelich ab 13:30 Uhr im Derby gegen die SG AmmerGäu um wichtige Punkte für den Schritt zurück ins Mittelfeld.

Auch unsere zweite Männermannschaft hat in der Landesliga eine Niederlage aus der Vorwoche zu verdauen. Im Spitzenspiel empfängt der Tabellenzweite aus Herrenberg um 15:30 Uhr den Dritten SG BBM Bietigheim III. Soll die hervorragende Ausgangssituation, die sich das Team um das Trainergespann Marcel Kohler/Patrick Sattler bisher erarbeitet hat, nicht gefährdet werden, wäre ein Sieg das beste Rezept dafür.

In anderen Sphären sind derzeit unsere Oberligamänner unterwegs. Nach zuletzt fünf sieglosen Spielen und vier Niederlagen in Folge wäre eigentlich erst einmal Wunden lecken angesagt. Doch dafür bleibt momentan keine Zeit. Es geht weiter Schlag auf Schlag mit extrem wichtigen Spielen für das Team um die Trainer Jörg Ebermann und Christian Dürner. Um 17:45 Uhr gibt die zweite Mannschaft der SG BBM Bietigheim ihre Visitenkarte in der Markweghalle ab.

Was macht man, um Negativerlebnisse zu verarbeiten? Eine Möglichkeit ist es, die positiven Erlebnisse und Ergebnisse, die es in der Vergangenheit gab, in den Vordergrund zu stellen. Für das Spiel gegen die Bietigheimer dürfte das sicher nicht das schlechteste Rezept sein. Denn in der Vorrunde waren genau die Bietigheimer, gegen die unsere Mannschaft den ersten Doppelpunktgewinn verbuchen konnte. Auch damals stand das Team unter Zugzwang und zeigte trotz der Drucksituation eine hervorragende 2. Halbzeit, die dann in einen souveränen Sieg mündete.

Wenn es um die Gefährlichkeit der Gäste geht, sind natürlich zwei Akteure schnell ausgemacht. Mit Linkshänder Jona Bader und Kreisläufer Nils Boschen verfügt Bietigheim über herausragende Kräfte. Natürlich wäre es fahrlässig, sich nur auf diese Spieler zu konzentrieren. Die eigenen Stärken abzurufen, dürfte für die Gastgeber weitaus wichtiger werden. Die Abwehr fand zuletzt wieder zu soliden Leistungen. Auch in Lauterstein zeigte sich in der Vorwoche, dass von zu wenigen Positionen Torgefahr ausging. Zudem wurden zu oft die falschen Entscheidungen getroffen oder die eigenen Angriffe durch technische Fehler zunichte gemacht. Trainer Jörg Ebermann hat es zuletzt schon richtig formuliert: „Die junge Mannschaft braucht unbedingt ein Erfolgserlebnis, um wieder Selbstvertrauen zu tanken“. Gegen Bietigheim wäre dafür wieder einmal der richtige Zeitpunkt.

Unsere Regionalligafrauen beschließen um 20 Uhr mit dem Spiel gegen TSV Bönnigheim den großen Heimspieltag der SG H2Ku. Auch wenn die Kuties in der Tabelle in dieser Saison keinen Spitzenplatz einnehmen, dürfte die Stimmung momentan trotzdem innerhalb der Mannschaft sehr gut sein. Beschlossen die Kuties das abgelaufene Jahr noch mit sechs Niederlagen in Folge, was der Mannschaft einen Sturz tief in den Tabellenkeller bescherte, stehen im Kalenderjahr 2025 gleich drei Doppelpunktgewinne hintereinander in der Statistik. Der Kontakt zu den sicheren Nichtabstiegsplätzen hat sich dadurch deutlich verringert.

Diese Erfolgsstatistik soll aber noch nicht das Ende sein. Das Ziel für den heutigen Abend ist natürlich klar: Der vierte Sieg soll her. Wie in den vergangenen drei Partien zuvor wird aber auch dies kein Selbstläufer werden. Die Bönnigheimerinnen stehen in der Tabelle mit einem Punkt Vorsprung noch knapp vor den Kuties. Das heißt, dass die H2Ku-Frauen mit einem Erfolg mindestens wieder einen Rang nach oben klettern könnten. Zudem haben die Gastgeberinnen noch eine Rechnung mit dem TSV Bönnigheim offen. In der Hinrunde lieferten die Kuties beim 27:38 eine mehr als schwache Leistung ab. Allerdings kommen die Gäste ebenfalls mit der Empfehlung von drei Siegen aus drei Spielen im Jahr 2025 in die Markweghalle. Im Lager der SG H2Ku hofft man natürlich, dass diese Serie heute um 21:30 Uhr gerissen ist.

F2: Derby-Time in der Markweghalle!

Am Sonntag empfangen die Frauen 2 die Damen der SG Ammergäu in der Markweghalle. Das Hinspiel zeigte bereits, dass die Kuties mithalten können – phasenweise gingen sie sogar in Führung.

Nun ist das klare Ziel, die zwei Punkte in Herrenberg zu behalten. Wenn die Kuties ihren Kampfgeist aus der vergangenen Woche mit in dieses Spiel nehmen, stehen die Chancen gut.

Seid dabei und unterstützt die Frauen 2 lautstark von der Tribüne aus beim Derby! Sonntag, 02.02.2025, um 17 Uhr in der Markweghalle Herrenberg.

mB1: SG H2Ku Herrenberg dominiert bei Auswärtserfolg in Steinheim

mB1: Die SG H2Ku Herrenberg zeigte am Samstag in Steinheim eine beeindruckende Vorstellung und sicherte sich mit einem Start-Ziel-Sieg einen deutlichen 45:24-Erfolg gegen die Handballregion Bottwar SG

F2: SG-Frauen gewinnen Nervenschlacht

Holzgerlingen – 53 Minuten lang deutet nahezu nichts auf einen Sieg der SG Frauen hin – ehe die Mannschaft ein Feuerwerk zündete und die letzten Minuten dominierten.

Am gestrigen Samstag bestritten die Frauen 2 der SG H2Ku ihr erstes Spiel der Rückrunde bei der HGS Schönbuch. Obwohl das Hinspiel souverän gewonnen wurde, war die Aufregung der Mannschaft deutlich spürbar und so zog sich die Nervosität durch die gesamte erste Halbzeit. Bis zur 8. Minute konnten die Kuties bei einem Stand von 4:4 zwar noch mithalten, doch in der Folge schlichen sich immer mehr Fehler ein, vor allem in Form von Fehlpässen und überhasteten Aktionen. Die vorgezogene Abwehr der HSG stellte die Frauen 2 vor große Probleme, was vor allem an der fehlenden Bewegung und Ballsicherheit lag. Auch in der Abwehr fehlte die nötige Abstimmung. Die HSG Schönbuch nutzte diese Schwächen konsequent aus und so stand es nach knapp 14 Minuten 8:4 für die Gastgeberinnen. Auch eine Auszeit brachte keine Besserung und so lag die SG zur Pause verdient mit 14:11 zurück.

Auch in der zweiten Halbzeit gelang es den Kuties zunächst nicht den Rückstand aufzuholen. In der Abwehr agierte man jetzt zwar deutlich besser, doch die erkämpften Bälle wurden reihenweise wieder hergeschenkt. Dennoch kämpfte man sich dank der besser stehenden Abwehr nach 40 Minuten erstmals wieder auf ein Tor (17:16) heran. Das Tor zum Ausgleich sollte dem Team aber vorerst nicht gelingen. Wieder und wieder agierte man im Angriff zu drucklos oder vertändelte leichtfertig die Bälle, so dass die HSG den Vorsprung ohne große Probleme wieder ausbauen konnte. Beim Stand von 23:20 nach 53. Minuten deute nichts mehr auf einen Sieg der SG-Frauen hin und so versuchte Trainer Wagner mit seiner letzten Auszeit, 5 Minuten vor dem Ende, die Mannschaft noch einmal wachzurütteln. In der Auszeit wurde Wagner ungewohnt laut und deutlich, doch mit seinen Worten schien Wagner endlich in den Köpfen seiner Mannschaft angekommen zu sein. Mit absolutem Willen, viel Bewegung ohne Ball und einfachen Spielzügen wie Doppelpässen mit dem Kreisläufer oder einem Parallelstoßen von Halb zu Halb zeigten die Kuties in den letzten 5 Minuten ein überragendes Spiel. Zudem war die Abwehr in Verbindung mit Gabriela Istrati fortan unüberwindbar. In den letzten Minuten zeigte die Mannschaft ihr ganzes Potenzial, erzielte 8 Treffer in Folge und drehte ein verloren geglaubtes Spiel von 23:20 noch auf 23:28 und damit zu einem enorm wichtigen Sieg.

Die Freude nach dem Spiel war riesig und man kann nur hoffen, dass die Mannschaft die Einstellung und Leidenschaft der der letzten Minuten in die kommenden Wochen mitnehmen kann. Alina wünschen wir eine schnelle und gute Besserung. Ein großes Dankeschön geht an die mitgereisten Fans für ihre lautstarke Unterstützung! In der kommenden Woche stehen im Training noch einige Punkte auf der Agenda, damit die Kuties auch im nächsten Spiel gegen die Frauen der SG Ammergäu als Siegerinnen vom Feld gehen können.

F1: Nach Fehlstart das Ruder noch herumgerissen

Es war der bereits dritte Sieg in Folge für die Regionalligafrauen der SG H2Ku Herrenberg im Jahr 2025. Wer angesichts der Tabellenlage des Gegners von einem leichten Spiel ausgegangen war, sah sich in der Hohenacker Gemeindehalle zumindest eine Halbzeit lang aber getäuscht. Dennoch erfüllten die Kuties die vermeintliche Pflichtaufgabe beim Schlusslicht SV Hohenacker-Neustadt mit dem 23:19 (11:12) am Ende noch souverän.

Von dieser Souveränität war zu Beginn allerdings noch nicht viel zu sehen. „Wir sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen“, erklärte Melanie Schittenhelm später. Selbst eine zweifache Überzahl nach nur fünf Minuten verpuffte wirkungslos. Wie es besser geht, zeigten die Gastgeberinnen kurze Zeit später, als Emma Schweizer eine Strafzeit absitzen musste und danach ein Wechselfehler zu weiteren zwei Minuten Unterzahl führte. Der SV Hohenacker nutzte dies zum 6:2. Aber nicht nur das. Nach einer guten Viertelstunde liefen die Kuties einem 2:10 hinterher, hergestellt im Prinzip im Alleingang von Denise-Marie Kindsvater und Denise-Marie Kindsvater, die am Ende auf zwei Drittel aller Treffer für ihre Farben kamen. Damit war aber das Problem der Gastgeberinnen bereits benannt. In einer ersatzgeschwächten Mannschaft ging von kaum einer anderen Position Torgefahr aus.

Foto: Eibner Pressefoto

Für die H2Ku-Frauen war damit zumindest klar, worauf sie sich neben ihrem eigenen Spiel fortan konzentrieren mussten. Und dies gelang auch relativ zügig. Vor allem Saskia Schmidt zeigte sich fortan sehr treffsicher. Allein vier Tore der Rechtsaußen brachten die Gäste neben einem Lauf von fünf Treffern beim Anschluss von 10:11 wieder zurück ins Spiel. Beim 12:11 für Hohenacker-Neustadt wurden dann die Seiten gewechselt.

Mit dem Wiederanpfiff zeigte die SG H2Ku sofort, dass sie diesmal den Start nicht verschlafen wollte. Zunächst besorgte Theresa Gramer den Ausgleich, um kurze Zeit später gleich selbst mit dem 14:13 für die erste Führung zu sorgen. Diese sollte auch bis zum Ende nicht mehr abgegeben werden. Trotzdem lief längst nicht alles rund bei den Kuties. Da aber die Abwehr nun auch die gewohnte Sicherheit ausstrahlte, kamen die Gastgeberinnen kaum noch zu Tormöglichkeiten. Nach vier torlosen Minuten beim 17:14 konnte sich dann auch nach einjähriger verletzungsbedingter Pause Nadine Schäberle mit ihrem Premierentreffer endgültig im Team zurückmelden. Und hätte Herrenberg nach dem 23:17 am Ende zu Zügel nicht noch etwas schleifen lassen, hätte der Sieg sogar noch höher ausfallen können. Melanie Schittenhelm war das aber relativ egal. Bei ihr überwog die Freude über die zwei Punkte. „Unter dem Strich zählt der Sieg und die Tatsache, dass wir uns selbst wieder aus dem Sumpf der Startphase gezogen haben“, zollte der Trainerin ihrer Mannschaft ein dickes Lob.

SG H2Ku: Harm, Göhlich; Schoeneberg (4/3), Schäberle (1), Kappus (2), Stäudle, Kußmaul (1), Schmidt (6/1), Link, Schweizer (1), Venth (1), Brand (1), Gramer (5/1), Schröder (1), Lide

M1: Drei Sekunden fehlen am Punktgewinn

Bitterer hätte diese Niederlage kaum sein können. In einem über weite Strecken hochspannenden Spiel unterlagen die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg bei der SG Lauterstein denkbar knapp mit 26:27 (13:15). Dabei fiel das entscheidende Gegentor erst drei Sekunden vor dem Ende. Für den Gäu-Club wären dabei ein oder sogar zwei Punkte möglich gewesen.

Fassungslos saßen die Spieler der SG H2Ku nach dem Abpfiff auf der Auswechselbank, während die Gastgeber den Last-Second-Sieg ausgiebig feierten. Am Ende waren sie die glücklichere von zwei Teams, die beide spielerisch nicht unbedingt ein Feuerwerk zündeten. Schon zu Beginn leisteten sich die Gäste etwas mehr technische Fehler und Fahrkarten im Abschluss. Die Gastgeber rannten sich hingegen immer wieder an der gut sortierten Herrenberger Abwehr fest. So stand es sechs Minuten vor der Halbzeit gerade einmal 9:8 für die Gastgeber. Die restliche Zeit bis zum Seitenwechsel nutzten dann beide Mannschaften dann noch zum Torerwerfen. Das 15:13 ließ dann schon zur Pause ein enges Match bis zum Abpfiff vermuten.

Aus der Kabine kam die SG Lauterstein zunächst besser. Das 17:14 konnten die H2Ku-Männer durch Florian Dannenberg und den neben Luk Bartsch stärksten Herrenberger, Oliver Sudar, schnell ausgleichen. Danach ging es im hochspannenden Spielgeschehen auf und ab. Meist legte Lauterstein vor, die Gäste zogen nach. Das 21:19 für die Gastgeber läutete dann eine dramatische Schlussphase ein. Drei Tore in Folge durch zwei verwandelte Siebenmeter von Janek Förch und einen Treffer des Linksaußen Luca Kälbly brachten acht Minuten vor dem Ende die erstmalige Führung mit dem 22:21. Doch Sicherheit brachte dieser Lauf nicht. Zwar gelang Spielmacher Luk Bartsch noch einmal das 24:23, dann aber brachten ein Fehlwurf und ein technischer Fehler der Gäste die SG Lauterstein wieder in die Vorhand. Als Finn Böhm eine Minute vor dem Ende das 26:26 erzielte, war ein Punktgewinn dennoch in der Luft. Die zuvor sehr kleinlichen Schiedsrichter ließen diesen letzten Angriff der Lautersteiner bis zum Ende ausspielen. Drei Sekunden vor dem Ende war es dann Tim Lackinger, der aus der Linksaußenposition das frenetisch bejubelte Siegtor für die Hausherren.

„Wir waren wieder einmal zu ungeduldig im Angriff und haben zu oft die falschen Entscheidungen getroffen“, musste Jörg Ebermann nicht zum ersten Mal konstatieren. Für die SG H2Ku steht am kommenden großen Heimspieltag am Samstag dann ein weiteres wegweisendes Spiel gegen die SG BBM Bietigheim II auf dem Programm.

SG H2Ku: Herz, Sauer; Kälbly (2), Bartsch (7), Werner , Förch (2/2), Böhm (4), Sudar (8), Stiegen, Bechinka, Fischer, Jacobs, Wittke, Dannenberg (3)