F1: Wieder klare Favoritenrolle für die Kuties

Für die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg steht die Partie am Samstag ab 18 Uhr beim TSV Köngen unter ähnlichen Vorzeichen wie die beiden letzten Spiele. Denn erneut liegt die Favoritenrolle klar auf Seiten der Kuties.

Es waren nach der Niederlage im Januar gegen die HSG Bargau/Bettringen schon zwei regelrechte Schützenfeste, die von den H2Ku-Frauen gegen Gerhausen und Kinzigtal gefeiert werden konnten. Mit 18 beziehungsweise sogar 25 Toren Vorsprung wurden die Gegnerinnen in die Schranken verwiesen. Die hohen Siege erklären sich auch dadurch, dass die beiden Teams auch am Ende der Tabelle stehen. Gegen den TSV Köngen geht es nun am Samstag gegen den Drittletzten im Klassement. Auch wenn die Herrenbergerinnen auch diesmal wieder als klare Favoritinnen ins Spiel gehen, dürfte ein ähnlich hoher Erfolg kaum zu erwarten sein.

Immerhin elf Pluspunkte kann der TSV Köngen auf der Habenseite verbuchen. Mit dieser Ausbeute stecken die Gastgeberinnen zwar mitten im Abstiegskampf, haben aber noch unmittelbaren Kontakt zu den sicheren Nichtabstiegsrängen. Die Kuties werden demnach auf einen hochmotivierten Gegner treffen. Dass diese Motivation auch mit einer durchaus vorhandenen Qualität einhergeht, zeigte sich nicht erst vor wenigen Wochen, als der TSV Köngen beim 24:24 gegen die HSG Böblingen/Sindelfingen dicht vor einem Sieg stand.

Ein ähnliches Szenario möchte Heiko Fleisch mit seiner Mannschaft am Samstag natürlich unbedingt vermeiden. Der Trainer der Herrenbergerinnen wird daher auch diesmal nicht müde, zu betonen: „Punkte in der Oberliga gibt es nur bei 100 Prozent“. Er selbst geht aber ohnehin davon aus, dass die Motivation bei der Mannschaft im Hinblick auf die restlichen Spiele so hoch ist, dass sich die Spielerinnen nicht durch leichtfertige Punktverluste um ihre hervorragende Ausgangsposition bringen möchte. Immerhin stehen in den Monaten März und April dann die Wochen der Wahrheit gegen die oben in der Tabelle platzierten Teams an.

F1: Die Konzentration bis zum Ende hochgehalten

Es war sportlich gesehen für die Frauen der SG H2Ku Herrenberg sicherlich die einfachste Partie des Jahres. Gerade deshalb aber lag auch eine gewisse Unsicherheit in der Luft, wie die Aufgabe gegen das Tabellenschlusslicht HB Kinzigtal gelöst werden würde. Am Ende der Partie konnte nicht nur Kuties-Trainer Heiko Fleisch freuen, dass die Mannschaft seriös und mit voller Konzentration über fast die gesamte Spielzeit aufgetreten sind.

Noch vor der Partie hatte Heiko Fleisch zur Besonnenheit ermahnt, sollte in der Startphase noch kein klarer Vorsprung winken. Genauso kam es dann auch. Bis zum 6:4 konnten die Gäste darauf hoffen, mit einem achtbaren Ergebnis aus dem Spiel zu gehen. Ein kurzer, aber dafür umso intensiverer Zwischenspurt reichte aber aus, um nach knapp zwanzig Minuten eine frühe Entscheidung mit dem 12:4 herzustellen. Noch vor der Pause schaffte es Stefanie Schoeneber, mit dem vierten ihrer insgesamt sieben Treffer, einen erstmaligen Vorsprung von zehn Treffern herzustellen. Bis zur Pause wurde es auch nicht viel besser für den HB Kinzigtal. Beim 20:8 wurden schließlich die Seiten gewechselt.

Nach der Pause war klar, dass es für die Gäste nur eine Schadensbegrenzung in Betracht kommen würde. Als erste Maßnahme dafür musste sich die nicht zu haltende Sofia Brand einer kurzen Deckung erwehren. Auch wenn in Bezug auf die quirlige Rückraumspielerin erfolgreich war, änderte sich dennoch nichts am Gesamtbild. Denn nun nutzten eben andere Spielerinnen wie Nadine Schäberle, Sina Venth oder Shana Stäudle ihre Freiräume. Durch die überzeugende Mannschaftsleistung stand Trainer Heiko Fleisch allerdings vor einem anderen Problem positiver Art. „Ich wusste gar nicht, wen ich eigentlich auswechseln sollte, damit eine andere Spielzeit bekommen kann“, musste er ein wenig schmunzeln.

Juliane Seidel warf dann erstmals mit dem 37:17 einen Vorsprung von zwanzig Treffern heraus. Genug hatten die Gastgeberinnen damit aber lange noch nicht. Sina Venth durchbrach zunächst die magische Grenze von vierzig Treffern, es folgten noch fünf weitere Torerfolge bis zum Endstand von 45:20. Mit dem Doppelpunktgewinn verteidigten die Kuties natürlich auch souverän ihre Tabellenführung. Am Samstag wird die SG H2Ku dann erneut als klarer Favorit antreten, wenn es ab 18Uhr auswärts gegen den TSV Köngen geht.

SG H2Ku: Harm, Göhlich, Istrati alle im Tor); Schoeneberg (7/1), Schäberle (6), Kappus (2/1), Stäudle (5), Schmidt (1), Seidel (3), Schweizer (3), Venth (6), Brand (8), Schröder (1), Lide (3)

M1: Eine Halbzeit lang wie aus einem Guss

Endlich hat es mit dem ersten Sieg im Jahr 2026 geklappt. Und es waren am Ende gegen die HSG Ettlingen nicht nur zwei Punkte, sondern auch eine Leistung, die absolut überzeugte. Dabei stellte beim 35:29 (22:14) vor allem die erste Halbzeit den Gegner vor kaum lösbare Probleme.

Zunächst sah es aber alles andere nach einer Gala aus. Wieder einmal lag es vornehmlich an der schlechten Chancenverwertung, dass die Gäste aus dem Badischen nach sieben Minuten mit 5:2 in Front lagen. Doch dieser Rückstand wirkte eher wie ein Wecksignal für die H2Ku-Männer als für Sicherheit bei den Gästen. Innerhalb kürzester Zeit konnten drei Ballgewinne in der Abwehr mit Tempogegenstößen von Leon Fischer, der gleich doppelt traf, und Luca Kälbly zum 5:5 verwandelt werden. Kurze Zeit später führten die Herrenberger sogar mit 8:5. Dieser 6:0-Lauf sorgte für das Selbstvertrauen, dass es ermöglichte, nun ein Feuerwerk vom Feinsten abzubrennen. Dazu gesellte sich noch eine griffige Abwehr mit einem überzeugenden Torhüter Herz dahinter. Die HSG Ettlingen probierte in der Abwehr alles, helfen konnte den Gästen allerdings keine der versuchten Varianten. Das 22:14 zur Pause bedeutete die wohl beste Halbzeit der gesamten Saison.

Leon Fischer steuerte starke sechs Treffer zum Sieg bei

Die Hoffnung unter den 300 Zuschauern war natürlich groß, dass es auch im zweiten Abschnitt genauso weitergehen würde. Doch bereits nach sieben Minuten hatte der Gast beim 25:21 bereits die Hälfte des Rückstands aufgeholt. Doch wie schon in der ersten Halbzeit und auch später in der Schlussphase der Partie ließen sich die H2Ku-Männer nicht aus dem Konzept bringen. „Wir sind heute nicht eingeknickt und haben immer zur passenden Zeit die passende Antwort gegeben“, konnte sich Herrenbergs Coach Tim Gauß später freuen. Jedenfalls ging es bis zum 29:23 überzeugend weiter. Seinen wichtigen Teil dazu trug auch Nico Sauer bei, der nach einem Kopftreffer für David Herz zu Beginn der zweiten Halbzeit ins Gehäuse beordert wurde und prompt zum großen Rückhalt wurde. Noch einmal mussten die Fans der SG allerdings zittern, als Ettlingen mit drei Treffern auf 29:26 verkürzen konnte. Doch genau jetzt bewiesen die Hausherren ihre Nervenstärke an diesem Abend. Das 31:26 durch Tim Frommer mit anschließender Zeitstrafe für seinen Gegenspieler bildete die Grundlage für das letztlich klare 35:29.

Trainer Gauß warnte trotz der Freude über den Sieg: „Wir haben noch nichts erreicht. Jetzt wollen wir auch unbedingt gleich nachlegen“. Zudem gab es noch einen dicken Wermutstropfen zu verkraften. Rückraumspieler Kenneth Stiegen zog sich nach etwa zwanzig Minuten im Zweikampf eine Schulterverletzung zu, die im Krankenhaus versorgt werden musste. Wie schwer die Verletzung ist, wird sich in den nächsten Tagen herausstellen.

Am Samstag genießen die H2Ku-Männer erneut Heimrecht, wenn es gegen die SG Kenzingen-Herbolzheim geht.

SG H2Ku: Herz, Sauer (beide im Tor); Kälbly (3), Werner (2), Lohrer, Broß (2), Böhm (2), Sudar (3), Stiegen (4), Fischer (6), Frommer (3), Krebs (2), Wittke (3), Lewe (5), Dannenberg

M1 / M2: Verlieren für Oberligamänner eigentlich verboten / Verbandsligateam hofft auf zweiten Saisonsieg

Wieder einmal stehen die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg vor einem richtungsweisenden Spiel. Wenn es am Samstag ab 17:45 Uhr in der Markweghalle gegen die HSG Ettlingen geht, sind die Spieler von Trainer Tim Gauß allerdings erneut in der Rolle des Außenseiters.

Wenn man am Ende der Tabelle steht, ist die Rollenverteilung eigentlich bei jedem Spiel schon im Vorfeld klar. So ist es auch für die Herrenberger vor der Heimaufgabe gegen die HSG Ettlingen. Momentan trennt sie nur eine Niederlage weniger für den nach Pluspunkten gleichgestellten TSV Altensteig von der roten Laterne. Zudem haben die Gastgeber auch noch das direkte Duell gegen Altensteig verloren. In dieser bedrohlichen Tabellensituation gibt nun mit der HSG Ettlingen eine Mannschaft in der Markweghalle ihre Visitenkarte ab, die ebenfalls bisher wohl hinter den gesteckten Erwartungen geblieben ist. Von vielen Experten wurde das Team aus dem Karlsruher Raum im Vorfeld der Runde als einer der Favoriten genannt. Vor allem einigen Spielern mit Pforzheimer Drittligavergangenheit haben den Ettlingern diese positive Prognose zu verdanken. Momentan ist die HSG allerdings ins graue Mittelfeld der Tabelle abgetaucht. Mehr noch, eine Niederlage am Samstag würde den Gästen wohl den Blick nach unten nicht ersparen.

Bei den Herrenbergern hingegen ist die Lage hingegen eindeutig. Im Kampf um den Ligaverbleib ist jeder nur mögliche Punkt überlebenswichtig. Demnach heißt es am Abend eigentlich fast schon: Verlieren verboten. Dann ist die Spielstärke des Gegners, zumindest in den Heimpartien, fast schon egal. „Der Druck ist ohnehin in jeder Partie inzwischen enorm groß“, weiß Tim Gauß. Der Trainer weiß natürlich, dass es in den letzten zehn Spielen darauf ankommen wird, sowohl die Physis als die Psyche auf die Platte zu bringen. Immerhin hat der Herrenberger Coach vor der wichtigen Partie zwei Wochen Zeit gehabt, sich auf das wichtige Spiel vorzubereiten. Er selbst sprach von zwei guten Wochen, dabei musste Gauß aber auch immer mal wieder auf erkrankte Spieler verzichten. „Dieses Problem haben andere Mannschaften auch“, wiegelt er allerdings gleich ab. Nach Lage der Dinge wird der Trainer aber am Samstag bis auf den mit einer Kapselverletzung ausfallenden Lukas Bechinka auf seinen gesamten Kader zurückgreifen können.

Verbandsligateam hofft auf zweiten Saisonsieg

Unmittelbar im Vorfeld der Oberligapartie treffen die Verbandsligamänner der SG H2ku Herrenberg um 15.30 Uhr, ebenfalls in der Markweghalle, auf die Sportfreunde Schwaikheim. Trotz der bisher bescheidenen Ausbeute von nur zwei Pluspunkten hofft das Team vom Trainergespann Marcel Kohler / Maxi Schöllkopf auf ein zweites Erfolgserlebnis. Die Hoffnung daraus schöpfen Trainer und Mannschaft vor allem aus der Entwicklung in der bisherigen Rückrunde.

Zudem sind die SF Schwaikheim mit neun Pluspunkten und dem drittletzten Tabellenplatz auch nichts aussichtslos enteilt. Der Optimismus wird auch dadurch genährt, dass mit den in den Oberligakader aufgerückten Lennart Lohrer und Yanick Broß zwei Leistungsträger im Kader der Herrenberger Verbandsligamannschaft stehen werden.

F1: Kein Grund für halbe Kraft

Auf dem Papier stehen die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg am Samstag ab 20 Uhr in der heimischen Markweghalle vor der wohl leichtesten Aufgabe der laufenden Saison. Doch der Auftritt vor den eigenen Fans gegen das Tabellenschlusslicht HB Kinzigtal ist für Heiko Fleisch alles andere als eine Pflichtveranstaltung.

Der Herrenberger Trainer warnte schon Tage zuvor, die Gegnerinnen zu unterschätzen. „Auch dieses Spiel muss erst einmal gespielt werden“, ist sein Devise vor dem Spiel. Auf den ersten Blick klingt das zwar wie eine Plattitüde, die Aussage hat aber dennoch durchaus seine Berechtigung. Einerseits hat das Unterschätzen eines Kontrahenten schon oft zu einem bösen Erwachen geführt. Auf der anderen Seite hat der HB Kinzigtal trotz des bisher einzigen Saisonsieges gegen den TSV Heiningen nachgewiesen, für jede Mannschaft zum Problem zu werden. Vor allem die Spitzenteams der HSG Böblingen/Sindelfingen und des TSV Denkendorf bekamen dies zu spüren. Gegen beide Mannschaften führte der Tabellenletzte bis hinein in die Schlussviertelstunde, ehe sich die hohen Favoritinnen am Ende noch hauchdünn mit jeweils einem Treffer Vorsprung durchsetzen konnten.

Aber es gibt auch noch einen anderen Grund, warum Heiko Fleisch gerne eine überzeugende Leistung sehen möchte. „Wir wollen wieder in den Flow kommen, der uns bis zur Niederalge gegen Bargau/Bettringen getragen hat“, so der Coach. Dafür ist ein Spiel mit halber Kraft aber kaum geeignet. Unter dem Strich ist aber die Favoritenrolle im Vorfeld klar auf Seiten der H2Ku-Frauen. Alles andere als ein Heimsieg der Herrenbergerinnen wäre eine Riesenüberraschung und eine große Enttäuschung für die Gastgeberinnen. Das weiß natürlich auch Trainer Fleisch, der die Bürde des Favoriten aber auch gerne annimmt.

Personell hat sich in der Trainingswoche nur Sandra Kußmaul krankheitsbedingt abmelden müssen, so dass die Tabellenführerinnen aus Herrenberg mit einem fast vollen Kader in der Markweghalle antreten können.

F1: Diese Leistung ließ keine Wünsche offen

Mit einer eindrucksvollen Leistung haben sich die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg nach ihrer Niederlage in der Vorwoche gegen Bargau/Bettringen zurückgemeldet. Beim 34:16 (16:7) gegen den TV Gerhausen ließen die Kuties den abstiegsbedrohten Gastgeberinnen nicht den Hauch einer Chance.

Heiko Fleisch konnte sich schon während der Partie genüßlich zurücklehnen. Am besten beschreibt es wohl die Leistung der Gäste, dass der Herrenberger Coach im zweiten Durchgang erst gar nicht in die Versuchung einer Auszeit gebracht wurde. Denn der Grundstein zum Kantersieg wurde in der Blausteiner Lix-Sporthalle bereits im ersten Durchgang gelegt. Die Richtung der Partie war dabei schnell vorgegeben. 4:0 stand es nach sechs Minuten, beim 9:2 nach einer Viertelstunde war eigentlich schon alles klar. „Die Mannschaft hat heute alle Vorgaben umgesetzt“, freute sich Heiko Fleisch. Den Angriffsfluss der Gastgeberinnen durch Zustellen der Passwege zu stören war die Vorgabe, die seine Spielerinnen über die komplette Spielzeit umsetzen konnten. Aus einer sicheren Abwehr, die Gerhausen immer wieder ins Zeitspiel drängte, gelangen auch immer wieder schnelle Treffer über die zweite Welle. Als Juliane Seidel praktisch mit dem Pausenpfiff auf 16:7 stellte, glaubten auch die größten Optimisten im Lager des TV Gerhausen nicht mehr an eine Wende im Spiel.

Zumindest auf Schadensbegrenzung waren die Gastgeberinnen im zweiten Durchgang aus. Zunächst klappte dies auch ganz ordentlich – für etwa sechs Minuten und dem 11:19. Danach gab es für die Kuties kein Halten mehr. Linksaußen Juliane Seide war es vorbehalten, beim 21:11 für den erstmaligen Vorsprung von zehn Toren zu sorgen. Genug hatten die H2Ku-Frauen aber noch lange nicht. Eine Viertelstunde lang ließen die nun wie entfesselt aufspielenden Gäste keinen Gegentreffer mehr zu. Als schließlich Gerhausen den Treffer Nummer dreizehn fünf Minuten vor dem Ende erzielen konnte, waren auf Herrenberger Seite schon derer 31 notiert.

Durch den klaren Erfolg und den überraschenden Niederlagen von Böblingen/Sindelfingen und Bargau/Bettringen hat sich der Vorsprung nach Minuspunkten auf 2 leicht erhöht. Plötzlich sind der TSV Denkendorf und die SG Weinstadt die ärgsten Verfolgerinnen. „Krass, wie es in der Liga zugeht. Das wird ganz bestimmt bis zum Ende eng bleiben“, ahnt Heiko Fleisch heute schon.

Zum nächsten Punktspiel empfangen die Kuties dann am 21. Februar das Tabellenschlusslicht HB Kinzigtal in der Markweghalle.

M1: Nach guter erster Halbzeit den Faden verloren

Für die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg wird die Luft im Kampf um den Klassenerhalt langsam dünn. Nach dem 28:32 (14:13) im Derby beim TSV Altensteig steht der Gäu-Club nun punktgleich mit den Altensteigern am Tabellenende. Da mit dieser Niederlage auch der direkte Vergleich aus beiden Spielen mit den Gastgebern verloren wurde, trennt die Herrenberger nur noch die Tatsache, dass der TSV ein Spiel mehr bestritten hat, von der roten Laterne.

Es war wie immer ein stimmungsvolles Derby. 500 Zuschauer, darunter viele Herrenberger Fans, die nach dem Remis gegen den TV Weilstetten in der Vorwoche voller Optimismus die kurze Reise in die Eichwaldhalle auf sich genommen hatten, gaben dem so wichtigen Duell um den Klassenerhalt einen tollen Rahmen. Und zunächst schien es auch so, als ob die Gäste den richtigen Schlüssel für den Zugang zum Spiel gefunden hatten. Zwar wurde das schnelle 2:0 der SG H2Ku wieder egalisiert, dennoch war früh erkennbar, dass vor allem die Abwehr die Lage stets im Griff hatte. Die meiste Torgefahr ging auf Seiten der Gastgeber dabei von Tim Schweizer aus, dahinter klaffte aber eine große Lücke.

Foto: Paul Lewe traf fünf Mal für die SG

Aber auch im Herrenberger Angriff lief nicht alles nach Wunsch. Aufgrund des starken Altensteiger Innenblocks entschied sich Tim Gauß für die eher flinken und wendigen Rückraumspieler Tim Frommer und Oliver Sudar und beließ Moritz Werner auf der einen und Kenneth Stiegen beziehungsweise Lennart Lohrer auf der anderen Angriffsseite zunächst außen vor. Insgesamt ging dieser Plan auch eine Viertelstunde lang auf, zumal Oliver Sudar noch eine glatt rote Karte gegen Tomislav Sudaric ziehen konnte. Dennoch, trotz des starken 9:5 nach der Startviertelstunde, gelang es nicht, diesen Vorsprung weiter auszubauen. Ein erster Kulminationspunkt war sicher die letzte halbe Minute vor der Halbzeit, in der die Führung mit zwei Gegentreffern auf 14:13 zusammenschmolz. „Hier hätten wir viel deutlicher führen müssen“, wusste auch Trainer Tim Gauß.

Nach dem Seitenwechsel sollte sich das Bild dann allerdings deutlich ändern. Die Gastgeber kehrten nun mit einem permanenten 7 gegen 6 im Angriff aus der Kabine zurück. Zu Beginn konnten sich die H2Ku-Männer diesem Schachzug noch bis zum 19:16 entgegen stellen, danach hatte der TSV Altensteig die Feinjustierung gefunden. Immer wieder war es der frühere Herrenberger Paul Wagner, der die Fäden des Spiels in der Hand hielt. Entweder fand er selbst die Lücke in der H2Ku-Defensive oder der Ball gelangte mustergültig zum Rechtsaußen Andreas Dannenberg, der das Brüderduell gegen Florian auf Herrenberger Seite an diesem Abend klar für sich entscheiden konnte.

So war es nur eine Frage der Zeit, bis die Altensteiger Oberwasser bekommen sollten. Erschwerend kam hinzu, dass der überzeugende Torhüter David Herz mit muskulären Problemen im zweiten Abschnitt für zwanzig Minuten vom Parkett musste. Sein Vertreter Nico Sauer enttäuschte zwar keineswegs, dennoch nutzten die Hausherren diese Phase zur ersten Führung zum 22:21. Noch einmal konnte der 13-fache Torschütze Nik Wittke ausgleichen, dann zog der TSV mit vier Treffern in Folge vorentscheidend auf 26:22 davon. Geschlagen gaben sich die H2Ku-Männer noch nicht, zweimal noch gelang der Anschluss auf nur zwei Treffer Rückstand. Doch beide Male konnte das Momentum nicht genutzt werden. Insgesamt fanden gleich drei Mal Würfe auf das durch die Altensteiger Überzahl verwaiste Gehäuse den Weg nicht ins Tor. „Wir haben uns im Angriff in der zweiten Halbzeit völlig verunsichern lassen“, analysierte Trainer Tim Gauß enttäuscht nach dem Spiel. Das 30:27 durch Paul Wagner war dann zwei Minuten vor dem Ende die endgültige Entscheidung.

Am kommenden Wochenende hat die SG H2Ku spielfrei, bevor es dann am Samstag, dem 14. Februar mit dem Heimspiel gegen die HSG Ettlingen weitergeht.

F1: Kuties reisen als Favoritinnen nach Blaustein

Für die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg steht am Sonntag eine der weitesten Fahrten dieser Runde an. In der Blausteiner Lixsporthalle treffen die Kuties dabei ab 16 Uhr auf den TV Gerhausen. Über die Favoritenrolle muss im Vorfeld der Partie gar nicht erst lange debattiert werden.

Die Gastgeberinnen haben mit dem HB Kinzigtal nur ein Team in der Tabelle hinter sich, sind also Vorletzte der Tabelle. Die H2Ku-Frauen hingegen sind Tabellenführerinnen und wollen diesen Platz selbstredend auch nach der Partie innehaben. Und genau dieser Umstand wurde schon am vergangenen Samstag nach der Heimniederlage gegen Bargau/Bettringen von Heiko Fleisch  in den Ring geworfen. „Wir haben nur ein Handballspiel verloren, mehr nicht“, stellte der Herrenberger Trainer klar. Deshalb gab es auch in der Trainingswoche keine besonderen Aktionen. „Natürlich haben wir das Spiel ausgewertet und die Fehler besprochen. Dann sollte es aber auch gut sein“, möchte der Coach das Negativerlebnis gar nicht erst zu lange in den Köpfen der Spielerinnen belassen.

Trotz dieser ersten Niederlage nach zuvor neun siegreichen Partien gehen die Herrenberger Frauen aber natürlich als hohe Favoritinnen ins Rennen. „Dier Rolle sind wir uns bewusst und wollen sie auch offensiv angehen“, redet Heiko Fleisch auch gar nicht um den heißen Brei herum. Apropos offensiv: Genau hier liegt auch das Kernproblem des TV Gerhausen. Auch wenn das Team mit Matea Mazurin eine herausragende Torschützin besitz, sieht es dahinter weit weniger rosig aus. Zum Vergleich: Die Kuties haben im Schnitt pro Partie zehn Tore mehr erzielt als Gerhausen. Defensiv liegen beide Teams dann allerdings wieder auf einer fast identischen Ebene.

Nach Lage der Dinge wird Trainer Fleisch am Sonntag einen prall gefüllten Kader zur Verfügung haben. Somit wird auch Stefanie Schoeneberg nach ihrem Fehlen aus der Vorwoche wieder spielen.

M1: Das Derby verspricht wieder einmal viel Spannung

Wenn am Samstag um 19:30 Uhr in der Altensteiger Eichwaldhalle das ewig junge Derby zwischen dem TSV Altensteig und der SG H2Ku Herrenberg steigt, dürfte diesmal fast sogar noch ein wenig Brisanz mehr vorhanden sein als ohnehin schon, wenn diese beiden Teams aufeinandertreffen.

Eine volle Halle dürfte am Samstag garantiert sein. Wie schon im Hinspiel in Herrenberg, als über 500 Zuschauer in die Markweghalle pilgerten und ein hochdramatische und ebenso knappes 25:24 für die Gastgeber sahen, wird auch in der Eichwaldhalle eine sicher emotional aufgeladene Atmosphäre zu erwarten sein. Neben der traditionellen Rivalität hat dies auch viel mit der sportlichen Lage beider Teams zu tun.

Die Gastgeber zieren derzeit mit acht Pluspunkten das Tabellenende der Oberliga Baden-Württemberg. Darüber tummeln sich mit dem TuS Altenheim, dem TuS Schutterwald und eben der SG H2Ku gleich drei Teams, die sich mit zwei Zählern mehr um die beiden Nichtabstiegsplätze streiten. Mit einem Heimsieg in der Vorwoche gegen die HSG Ettlingen hätten sich die Gastgeber in diesen Kreis einreihen können. Trotz Gleichwertigkeit über eine lange Spielzeit unterlag der TSV jedoch und steht am Samstag gehörig unter Zugzwang. Natürlich trifft dies auch auf die Herrenberger zu. Dadurch allein dürfte es ein heißer Fight werden. Dazu trägt auch bei, dass viele Spieler beider Teams eine sportliche Vergangenheit im jeweiligen anderen Team haben.

Das Selbstvertrauen für das Derby haben sich die H2Ku-Männer indes schon einmal in der Vorwoche geholt. Das hochdramatische Unentschieden in letzter Minute gegen den TV Weilstetten war dabei Ausdruck eines unermüdlichen Kampfes über sechzig Minuten. Genau diese Einstellung wird auch am heutigen Spieltag Grundvoraussetzung sein, um im Kampf um die begehrten zwei Punkte ein gewichtiges Wort mitreden zu können.

Personell gab es unter der Woche noch einige krankheitsbedingte Ausfälle im Training. Dennoch hofft Tim Gauß, am Samstag auf seinen gesamten Kader zugreifen zu können. Daneben schwingt beim Coach und der gesamten Mannschaft zudem die Hoffnung mit, dass möglichst viele Herrenberger Fans den Weg nach Altensteig antreten.

M1: Ein Punkt als Hoffnungsträger

Mit einem Punktgewinn endete für die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg das erste Heimspiel des Jahres 2026. Zugleich war das 33:33 (13:12) gegen den TV Weilstetten das Debüt für Herrenbergs neuen Coach Tim Gauß.

Der Druck auf das Team war schon enorm. Nach der Niederlage in Schutterwald war die Mannschaft auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht, der Tabellendritte von der schwäbischen Alb war sicher nicht der dankbarste Auftaktgegner für Coach Gauß. Dennoch war von Beginn an für das Team klar, dass es auch gegen die favorisierten „Lochenfüchse“ ein Wörtchen in der Punktevergabe mitreden wollte. Und so packte die Mannschaft vom Anpfiff weg den Kampfgeist aus, den es für den Erfolg braucht. Dazu sollte das von Tim Gauß geforderte Tempospiel mit eingebunden werden. Gelingen sollte das im ersten Durchgang zwar nicht immer, allerdings schafften es die Hausherren unter der Regie von Paul Lewe oder auch Lukas Krebs, ein ausgeglichenes Spiel zu erreichen. Zur Pause lagen die H2Ku-Männer dann auch knapp mit 13:12 in Front.

Foto: Nico Sauer bot eine starke Leistung

Die zweite Halbzeit sollte dann aber für eine lange Zeit ganz im Zeichen der Gäste stehen. Bereits in der 40. Minute sah sich Tim Gauß zu einer Auszeit gezwungen. Die Gäste führten zu diesem Zeitpunkt bereits mit 22:18. Grund dafür waren einerseits vergebene Tormöglichkeiten, aber mehr noch verlorene Zweikämpfe in der Abwehr, die es dem TV Weilstetten ermöglichte, im eins gegen eins immer wieder zum Erfolg zu kommen. Vor allem Moritz Werner und Oliver Sudar sorgten mit ihren Aktionen aus dem Rückraum dafür, dass der Rückstand zumindest nicht vorentscheiden anwuchs. Eine Viertelstunde vor dem Ende keimte dann kurz Hoffnung unter den etwa 150 Zuschauern auf. Oliver Sudar hatte mit einem Doppelschlag auf 25:27 verkürzt, doch postwendend konnte Weilstetten wieder auf 25:29 vorlegen. Trainer Gauß reagierte umgehend mit einer Auszeit und beorderte Lukas Bechinka auf die Spitze einer 5:1- Abwehr. Riskant war das gegen das 7 gegen 6- Angriffsspiel des TV Weilstetten allemal, aber: „Wir mussten etwas probieren und einen Impuls setzen“. Spätestens in den letzten Minuten sollte sich dieser Schachzug dann auch bezahlt machen.

So ging es aber zunächst fast im Gleichschritt bis drei Minuten vor dem Abpfiff weiter. Noch immer lagen die „Lochenfüchse“ beim 32:29 mit drei Toren in Führung, ehe sich die Hausherren zu ihrem ultimativen Endspurt aufrafften. Innerhalb von zwei Minuten sorgten Lennart Lohrer, Nik Wittke und schließlich Luca Kälbly für das umjubelte 32:32. Zwar konnten die Gäste noch einmal vorlegen, doch der starke Moritz Werner sorgte schließlich zehn Sekunden vor dem Ende für das Endresultat von 33:33.

„Das war heute eindeutig ein gewonnener Punkt“, freute sich Tim Gauß über sein Debüt. Dann ging sein Blick aber schon eine Woche voraus: „Mit der Leistung haben wir uns für das Derby gegen Altensteig rechtzeitig Selbstvertrauen aufgebaut“.

SG H2Ku Herrenberg: Herz, Sauer; Kälbly (1), Werner (8), Lohrer (1), Broß, Böhm (1), Sudar (6), Stiegen, Bechinka (1), Fischer, Frommer (1), Krebs (3), Wittke (7/2), Lewe (3), Dannenberg (1)