Jetzt auch mit eigenem Internettauftritt

Seit letztem Jahr unterstützt uns Menschenskinder Herrenberg vor allem im Nachwuchsbereich. Inzwischen hat das Projekt für Kinder und Jugendliche, gegründet von Markus Haupt, auch einen eigenen Internettauftritt.

Es lohnt sich auf jeden Fall, die Seiten unter https://menschenskinder-herrenberg.de/ zu durchstöbern.

Markus Haupt steht dabei für das Projekt „Menschenskinder Herrenberg“.Der Informationsdienstleister hat es sich zur Aufgabe gemacht, in seiner Freizeit besondere Angebote für Kinder und Jugendliche auf die Beine zu stellen, die in dieser Form von öffentlichen Stellen nicht oder nur unzureichend angeboten werden. „Die Kinder sollen fürs Leben lernen“, so eines seiner Mottos. Weg vom PC oder Tablet, hin zur wertvollen Freizeitgestaltung. Das heißt in diesem Falle, dass „Menschenskinder Herrenberg“ zum Beispiel Kinder-Yoga im VfL-Center oder auch gemeinsames Kochen mit regionalen und saisonalen Lebensmitteln für eine bewusste Ernährung anbietet. Aber auch ein „Walnuss-Tag“, der sich mit der regionalen Erhaltung der Bäume und den vielfältigen Möglichkeiten der Verwendung der Walnuss beschäftigt, ist bereits in Planung. Dass dieses Projekt etwas Besonderes ist, zeigen aber auch Aktionen wie zum Beispiel das gemeinsame Einstudieren von Musikstücken, die zum Beispiel in Alters-oder Pflegeheimen aufgeführt werden. Generationenübergreifendes Agieren heißt dabei das Zauberwort. Ein Nachmittag im Lebenshof Tierleben zeigt aber auch, dass es um Wertschätzung nicht nur für Menschen geht. Besonders interessant ist sicher auch das Angebot für einen Informationsnachmittag im Umgang mit den sozialen Medien – mit großen Nutzen vor allem auch für die Eltern. Vor dem Weihnachtsfest wird dabei auch ein gemeinsames Backen für das Festgebäck angeboten. Für die Kinder sollen alle diese Angebote kostenfrei sein. Deshalb ist man bei „Menschenskinder Herrenberg“ wiederum selbst auf Sponsoren angewiesen. Um das für die heranwachsende Generation wertvolle Projekt einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen, wird das Projekt-Logo bei der A-, B- und C-Jugend auf dem Trikot prangen. Zudem wird auch die E-Jugend des VfL Herrenberg unterstützt. Das Engagement im Kinder- und Jugendbereich geschieht gerade auch deshalb, weil damit genau jene Zielgruppe angesprochen wird, um die es letztlich auch geht.

Die Belohnung bleibt aus

Trotz einer großen kämpferischen und vor allem in der Offensive auch spielerisch sehr guten Leistung unterlagen die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg am Mittwoch der SG Köndringen/Teningen denkbar knapp mit 34:35 (17:20). Mit der erneuten Niederlage schlossen die Gerstlauer-Schützlinge die Vorrunde ohne Punktgewinn ab.

Die Spiele im Jahr 2024 haben es bewiesen: Gegen viele Teams kann die SG H2Ku Herrenberg zumindest mithalten. Was vor allem fehlt, ist die Cleverness in der Crunch-Time. Nach der Niederlage in letzter Sekunde in Schutterwald und der ebenso unnötigen Pleite in Weinsberg fehlten auch diesmal gegen den hohen Favoriten aus Köndringen/Teningen nur Kleinigkeiten, um Punkte einzufahren. Das ist umso ärgerlicher, da die verpassten Erfolge in Schutterwald und Weinsberg mit in die Abstiegsrunde genommen werden. So ist schon vor Beginn der zehn Spiele umfassenden Runde der Klassenerhalt nur noch theoretischer Natur.

Foto: Sven Schmitt zeigte eine starke Partie

Auch im Spiel gegen die Teninger sah es anfangs nach einer klaren Angelegenheit aus. Drei Fehler im Vorwärtsgang bestraften die Gäste mit dem schnellen 4:1. Das wars dann aber erst einmal mit der Teninger Überlegenheit. Es entwickelte sich fortan eine Partie auf Augenhöhe. Allerdings gelang es den Hausherren zunächst nicht, ihren Rückstand entscheidend aufzuholen. Bis zum 12:15 aus Sicht der Gastgeber spielte man bis sechs Minuten vor der Pause stets wie gegen eine Wand. Gelang ein eigener Treffer, folgte das Gegentor auf dem Fuße. Erst ein Doppelschlag durch Valentin Mosdzien und den starken Lukas Bechinka brachte die SG H2Ku endgültig zurück ins Spiel.

Wie fragil das ganze Herrenberger Gebilde noch ist, zeigten die restlichen Minuten bis zum Halbzeitpfiff. Beim 17:18 hatten die Gastgeber die Gelegenheit zum Ausgleich. Die Chance wurde jedoch nicht genutzt. Stattdessen spielte sich Köndringen mit seiner ganzen Routine mit einem eigenen 20:17 in die Vorhand.

Eine Vorentscheidung schien erst recht gefallen zu sein, als der Drittligaabsteiger mit zwei schnellen Toren nach der Pause auf 22:17 davonzog. Doch erneut schlugen die H2Ku-Männer zurück. Nach Fabian Gerstlauers Auszeit in der 37. Minute und der Umstellung auf die 4:2-Abwehr sorgten der im zweiten Durchgang überzeugende Sven Schmitt mit zwei Treffern und Leon Fischer für den Anschluss zum 22:24. Von nun an entwickelte sich die Partie zu einem echten Krimi. Eine Viertelstunde vor dem Ende gelang Lukas Bechinka mit einem Wurf von der Mittellinie ins leere Köndringer Tor für den erstmaligen Ausgleich zum 26:26. Zwei Minuten später gelang erneut Bechinka sogar die Führung zum 28:27.

Allerdings zeigte sich nun die ganze Erfahrung des Tabellenvierten. Vor allem Pascal Bührer als Ballverteiler und Maurice Bührer als Vollstrecker sorgten dafür, dass der Gast das Spiel letztlich drehen konnte. Nach dem Anschluss zum 34:35 blieben dem Gastgeber nur noch acht Sekunden. Zu wenig, um noch einmal in Ballbesitz zu kommen.

SG H2Ku: Mohr, Rhotert; Wanner (2), F.Böhm, Georg, Stiegen (3), Bechinka (7), Schmitt (8/2), Fischer (2), Mosdzien (4/2), Mäußnest (5), Stöffler

Mit Bier und Brezel zum Vorrundenausklang.

Am Mittwoch steigt das letzte Spiel der Vorrunde für unsere Oberligamänner.

Zum ewig jungen Derby empfangen wir die SG Köndringen/Teningen.

Das Ziel der Mannschaft ist es natürlich, die ersten Punkte einzufahren. Unter anderem steht eine eindrucksvolle Serie auf dem Spiel. Unsere letzte Heimniederlage gegen die SG KöTe datiert vom November 2006.

Auf ein Unterschätzen der Teninger gegen unser Team können wir dabei nicht hoffen. Denn die Mannschaft von Trainer Jonas Eble braucht zum Erreichen der Aufstiegsrunde noch einen Sieg aus den letzten beiden Spielen.

Mit der Hilfe der Zuschauer wollen unsere Jungs aber die Überraschung schaffen.

Die Bewirtung für das Spiel erfolgt diesmal ausnahmsweise im Foyer derv Markweghalle. Das Sortiment umfasst neben Getränken auch Butterbrezeln für den abendlichen Hunger.

Den Tabellenführer fest im Griff

Das war deutlicher als erwartet und erhofft. Mit dem 27:22 (10:10) gegen die bisher ungeschlagenen TG 88 Pforzheim wahrten die Oberligafrauen ihre Chance auf einen der ersten beiden Plätze der Aufstiegsrunde. Gleichzeitig fügten sie dem Spitzenreiter die erste Niederlage in der Aufstiegsrunde zu.

Dass die Kuties gegen die TG Pforzheim nicht mit einem Offensivfeuerwerk glänzen würde, war schon im Vorfeld klar. Schon weit vor der Spitzenpartie legte sich Herrenbergs Trainerin Melanie Schittenhelm fest, dass ein Sieg nur mit einer starken Abwehrarbeit zu erreichen wäre. Und genauso sollte es dann auch kommen. Der Abwehrblock mit Marie Thiwissen, Sandra Kußmaul, Katrin Schröder und Stefanie Schoeneberg war den gegnerischen Angreiferinnen körperlich überlegen. Die Defensive bildete praktisch eine Art Raumteiler zwischen Tor und Spielfeld.

Da auf der anderen Seite gerade in der Startviertelstunde der Angriffsmotor auch Hochtouren lief, lagen die Kuties folgerichtig stets in Front. Über das 4:2 nach acht Minuten durch Linksaußen Saskia Schmidt ging es über ein 8:5 durch Sandra Kußmaul zum 10:6 sechs Minuten vor der Pause. Dass die Kuties in dieser Phase noch einige gute Chancen ungenutzt ließen, sollte sich in den letzten Minuten bis zum Halbzeitpfiff noch rächen. Vier Gegentore bis zum 10:10 zur Pause ließen sogar Gästetrainer Henning Rupf verwundert zurück: „Das Remis zur Pause war durchaus schmeichelhaft für uns“.

Foto: Eine bärenstarke Abwehr war der Grundstein zum Erfolg

Mit der Hoffnung, dass ihr Lauf auch weiterhin Bestand haben würde, ging die TG Pforzheim in den zweiten Durchgang. Allerdings sollten sich diese Hoffnungen schnell zerschlagen. Denn wie schon in Halbzeit eins erwischten die Gastgeberinnen den besseren Start. Nur knappe sieben Minuten dauerte es, bis die Gäste beim 16:11, darunter vier verwandelte Strafwürfe von Stefanie Schoeneberg mittels einer Auszeit gegensteuern mussten. Der Erfolg ließ auch nicht lange auf sich warten. Bis zum 18:16 durch Pforzheims Natalie Mann sah sich Melanie Schittenhelm das Treiben an und reagierte selbst mit einem Timeout. Der Wechsel im Tor von einer keineswegs enttäuschenden Alexandra Harm zu Isabel Göhlich erwies sich schließlich als Glücksgriff.

Neun Minuten später war die Partie praktisch entschieden. Bis zum 23:17 und der nächsten Pforzheimer Auszeit hatte Göhlich nur ein einziges Gegentor hinnehmen müssen. Bis zum Schlusspfiff und dem 27:22 konnten die H2Ku-Frauen sogar noch etwas Ergebniskosmetik zulassen. „Ich muss meiner Mannschaft heute ein Riesenkompliment machen. Sie hat alle meine Vorgaben umgesetzt“, freute sich Melanie Schittenhelm nach dem Schlusspfiff.

Nach dem spielfreien Faschingswochenende treten die Kuties am 17. Februar bei der HG Oftersheim/Schwetzingen an.

SG H2Ku: Göhlich, Harm; Schoeneberg (7/5), Kappus, Maile (1), Kußmaul (6), Schmidt (3), Brand (3), Thiwissen (3), Schröder (1), Becirovic (3)

SG H2Ku belohnt sich nicht

Da war deutlich mehr drin gewesen. Trotz einer sehr guten Auswärtsleistung unterlagen die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg am Samstag beim TSV Weinsberg mit 29:34 (19:18). Nach einer couragierten ersten Halbzeit sah es lange Zeit nach den ersten Punkten für die Herrenberger aus.

Mit dem Motto „Wir haben nichts zu verlieren“ im Rücken begannen die H2Ku-Männer äußerst selbstbewusst in der Weibertreuhalle. Den Gastgebern hingegen war deutlich der Druck des Gewinnen müssens anzusehen. Nur ein Sieg hätte den Weinsbergern die Tür zur Aufstiegsrunde noch ein Spalt offen gelassen. So stand es aber zur Überraschung aller nach nicht einmal zehn Minuten 8:4 für die Gäste aus dem Gäu. Vor allem das Angriffsspiel machte in der Anfangsphase viel Freude. Die linke Seite wurde immer wieder von Valentin Mosdzien gekonnt in Szene gesetzt. Lukas Bechinke und vor allem Sven Jacobs bedankten sich mit ihren Toren dafür. Vor allem der Halblinke Jacobs zeigte in Weinsberg eine starke Leistung. Sowohl im Angriff als auch in der Abwehr war Jacobs ein ständiger Unruheherd. Das sah auch Fabian Gerstlauer so. „Das war heute Sven bestes Spiel für uns“, freute sich der Trainer.

Foto: Valentin Mosdzien behauptete sich in jeder Lage (Archivbild)

Nach der ersten Weinsberger Auszeit kam dann etwas mehr Gefahr aus den Reihen der Gastgeber. Verantwortlich dafür waren aber auch die Gäste, die mit einigen technischen Fehlern den TSV Weinsberg immer wieder zu Kontern einluden. So schlichen sich die Hausherren immer weiter heran. Sven König sorgte dann sieben Minuten vor der Pause mit dem 16:15 wieder einmal für eine Weinsberger Führung nach längerer Zeit. Geschlagen gab sich das Tabellenschlusslicht aber nicht. Trotz Unterzahl konnte die SG H2Ku das Spiel noch einmal bis zur Pause drehen. Joshua Stöffler sorgte mit seinem Treffer zum 19:18 für den verdienten Pausenstand. Dass die Gäste nicht noch höher führten, war eigentlich unverständlich, sollte sich aber später noch rächen.

Die ersten Minuten nach Wiederanpfiff waren zwar noch immer ausgeglichen, doch bestimmten nun die Abwehrreihen das Geschehen. Die Herrenberger mussten immer mehr Energie aufwenden, um eigene Tore zu erzielen. Da aber die Abwehr der Gäste sehr solide stand, war es bis zum 24:23 durch Valentin Mosdzien ein ausgeglichenes Spiel. Eine Schwächephase über acht Minuten reichte dann allerdings aus, um Weinsberg einen 7:1-Lauf zu gestatten. Das 30:25 zehn Minuten vor dem Ende war allerdings noch nicht die Entscheidung. Diese sollte fünf Minuten später ihren Lauf nehmen. Beim Stand von 30:28 leistete sich die SG H2Ku fünf verworfene, klare Möglichkeiten, darunter zwei Strafwürfe. Das war letztlich für einen Auswärtserfolg zuviel an Fehlern.

„Das war heute eines unserer besten Auswärtsspiele“, zog Fabian Gerstlauer dennoch ein positives Fazit. Mit der Ausgestaltung der letzten Minuten dürfte er dennoch kaum zufrieden gewesen sein.

Bereits am Mittwoch bestreitet die SG H2Ku um 20:30 Uhr in der Markweghalle das letzte Spiel der Vorrunde gegen die SG Köndringen/Teningen.

TSV Weinsberg: Koppmeier, Koch; Schulze (5), Ströbel (1), Magdic (5), J.König (7), Kandic (3), Heim, Schrempf, Reichert, S.König (3/2), Titzmann, Mahl (3/2), Wahl (3), Darancik (4)

SG H2Ku: Mohr, Prost; Wanner (3), F.Böhm (1), Georg, Stiegen, Bechinka (5), Schmitt (2), Fischer (1), Mosdzien (9/2), Mäußnest, Stöffler (2), Jacobs (6)

Der Gegner muss gewinnen

Die SG H2Ku gastiert am Samstag beim Tabellenfünften in Weinsberg. Der Gegner muss unbedingt gewinnen, um noch die Aufstiegsrunde zu erreichen.

Die gesamte Saison schon reisen die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg als Außenseiter zu einem Auswärtsspiel. Auch beim TSV Weinsberg wir dies für den Tabellenletzten aus dem Gäu ab 20 Uhr kaum anders sein.

In den letzten Jahren zählten die Duelle zwischen Weinsberg und Herrenberg stets zu den brisanten Aufeinandertreffen. Es ging auch deshalb oft hoch her, weil die Spiele oft knapp und auf Augenhöhe stattfanden. In dieser Saison allerdings sieht das etwas anders aus. Während die SG H2Ku ohne jeden Pluspunkt am Tabellenende rangiert, ist man unterhalb der Burg Weibertreu  durchaus im Soll oder vielleicht sogar etwas darüber. In der Vorsaison noch hinter den Herrenbergern platziert, hat man als Tabellenfünfter drei Spiele vor Ende der Vorrunde sogar noch die Möglichkeit, die Aufstiegsrunde zu erreichen. Grundvoraussetzung dafür ist aber in erster Linie erst einmal ein Sieg im Heimspiel gegen die H2Ku-Männer.

Auch für das Spiel in Weinsberg ist wieder voller Einsatz gefragt

Dass der TSV noch so gut im Rennen liegt, hat vor allem etwas mit dem guten Start in die Saison zu tun. Noch Mitte Dezember war man mit einem Punktekonto von 15:7 klar in Richtung Aufstiegsrunde unterwegs. Drei zuletzt in Folge erlittene Niederlagen weisen momentan aber den Weg Richtung Abstiegsrunde. Ein Sieg gegen Herrenberg ist daher im Weinsberger Lager fest eingeplant. Für die SG H2Ku hingegen scheint schon jetzt der große Druck weg zu sein. Zu weit ist man schon vor Beginn der Abstiegsrunde vom rettenden Ufer entfernt. So geht erneut die Hoffnung um, mit einem unbekümmerten Auftritt vielleicht hier und da noch für eine Überraschung zu sorgen.

Das große Problem an der sieglosen Serie ist für Trainer Fabian Gerstlauer neben der nicht vorhandenen Punkteausbeute derweil die Entwicklung der Mannschaft. „Mit so einer Niederlagenserie als Ballast ist es unwahrscheinlich schwierig, eine gesunde Hierarchie zu entwickeln. Wir haben ganz einfach zu wenige Spieler, die in kritischen Situationen voran gehen und Verantwortung übernehmen“, so Gerstlauer. Ausgerechnet einer der Akteure, die in punkto Kampf und Spiel eine Führungsrolle übernehmen, steht für den Samstag allerdings noch auf der Kippe. Spielmacher Valentin Mosdzien verletzte sich am im Training an der Wurfhand. Genau wie bei Torhüter Primoz Prost, der sich unter der Woche mit Rückenproblemen abgemeldet hatte, hofft Trainer Gerstlauer aber auf einen Einsatz für die Partie in Weinsberg.

Der Topfavorit gastiert in der Markweghalle

Zum zweiten Spiel der Aufstiegsrunde empfangen unsere Kuties am Sonntag um 15 Uhr gleich ein absolutes Schwergewicht der Liga. Gegen die TG 88 Pforzheim bleibt unseren Oberligafrauen nicht nur wegen der angespannten Personallage diesmal allerdings nur die Außenseiterrolle.

Wenn sich in dieser Saison in den bisherigen Spielen der beiden Vorrundengruppen A und B ein Favorit für den Meistertitel herausgeschält haben sollte, dann ist es sicherlich die TG 88 Pforzheim. Im Vorjahr noch als Tabellenletzter aus der 3.Liga abgestiegen, haben die Verantwortlichen in der Goldstadt scheinbar die sportlich richtigen Schlüsse gezogen. Kein anderer Verein in der Oberliga zieht bisher seine Kreise so souverän wie die Pforzheimerinnen. Nur eine einzige Niederlage trübt das ansonsten bisher makellose Bild unserer Gäste. Da diese aber gegen den TSV Bönnigheim, der nun in der Abstiegsrunde unterwegs ist, eingefahren wurde, geht die TG trotzdem mit null Minuspunkten in die Aufstiegsrunde. Und so stellt sich die ungewöhnliche Konstellation dar, dass bereits nach dem ersten von sechs Spieltagen die TG Pforzheim mit vier Punkten Vorsprung die Tabelle anführt.

Foto: Auf Ajlina Becirovic kommen vermehrte Einsatzzeiten im Rückraum zu

Zufall ist das aber beileibe nicht. Vor allem die große mannschaftliche Geschlossenheit ist das Trumpf-As unserer Gäste. Praktisch von jeder Position wird Torgefahr erzielt, ein Konzentrieren auf zwei oder drei Haupttorschützinnen ist somit unmöglich. Die Abwehr stellt ebenso ein hohes Hindernis dar. Meist agieren die Pforzheimerinnen mit einer sehr defensiven 6:0- Abwehr vor einem starken Torhüterinnen-Trio.

Für die Kuties kommt es damit am Sonntag zu einem echten Härtetest. Wenn man sich den Kader der H2Ku-Frauen derweil näher anschaut, kommt man unweigerlich zu der Erkenntnis, dass dieses Duell wohl kaum zur rechten Zeit für die Gastgeberinnen kommt. Spätestens jetzt macht es sich positiv bemerkbar, dass der Klassenerhalt im Dezember mit dem Erreichen der Aufstiegsrunde fix gemacht wurde. Zu den drei Langzeitverletzten Selina Nüßle, Britta Meyer und Nadine Schäberle gesellte sich nun auch noch seit der Niederlage in Schmiden/Oeffingen am vergangenen Sonntag Sofia Brand, bei der eine alte Verletzung aufgebrochen ist. Ob unsere Rückraumspielerin zum Spiel einsatzfähig ist, wird sich wohl erst kurzfristig entscheiden. Fest steht allerdings, dass Michelle Wunschik aufgrund ihres Studiums in dieser Saison nicht mehr für die SG H2Ku in den Harztopf greifen kann.

In Summe blieben Melanie Schittenhelm damit nur noch drei Rückraumspielerinnen übrig. Trotzdem wollen und werden die Kuties alles tun, um den großen Favoriten in der Markweghalle ein Bein zu stellen. Schon in manchen Spielen hat das eigene Publikum im Rücken große Leistungen aus dem Team herausgekitzelt. Genau darauf hoffen auch diesmal Mannschaft und Fans.

Der Anfang bedeutet fast schon gleich das Ende

Im ersten Spiel der Aufstiegsrunde mussten die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg am Sonntag gleich eine harte Landung verkraften. Mit 27:22 (14:7) setzten sich die Gastgeberinnen des HC Schmiden/Oeffingen gegen die Kutie durch und zogen damit gleich am ersten Spieltag in der Tabelle an den Herrenbergerinnen auf Platz zwei vorbei, mit dem die Gäste vor der Partie angereist waren.

Zehn Minuten reichen im Handball oft aus, um ein Spiel zu entscheiden. Meist passiert dies aber in der sogenannten Crunch-Time oder im Verlaufe einer Partie. Eher selten ist es, dass ein Spiel schon nach zehn Minuten so gut wie durch ist. Genau so geschah es aber am Sonntagnachmittag in der Oeffinger Sporthalle beim Gastspiel der Kuties. Eine halbe Minute fehlte sogar noch an den zehn Minuten, da hatte Hanna Hojcyk die Gastgeberinnen mit 7:0 in Front gebracht. „Wir waren im Angriff viel zu statisch. Das habe ich in der folgenden Auszeit deutlich angesprochen“, so Melanie Schittenhelm. In der Tat brauchte die Schmidener Abwehr kaum Schwerstarbeit zu verrichten, um die Herrenberger Angreiferinnen zu neutralisieren. Mit vielen eigenen technischen Fehlern kamen die Kuties auch erst gar nicht in gute Wurfpositionen.

Die Gastgeberinnen setzten hingegen früh alles auf eine Karte. Sie gingen von der ersten Minute an ein hohes Tempo. Zwar war klar, dass sie dies nicht über sechzig Minuten durchhalten konnten, es reichte aber, um die H2Ku-Frauen auf dem völlig falschen Fuß zu erwischen. Inklusive zweier Hinausstellungen in der Startphase für Stefanie Schoenberg und Katrin Schröder hatten es die Gastgeberinnen relativ leicht, eine frühe Vorentscheidung zu erzwingen.

Foto: Sandra Kußmaul war auf gleich auf mehreren Positionen torgefährlich (Archiv)

Nach dem völligen Fehlstart berappelte sich die Mannschaft aber zusehends. Sandra Kußmaul, die sowohl am Kreis als auch von Rechtsaußen und als Gegenstoßspielerin für Torgefahr sorgte, war es vorbehalten, mit zwei Treffern in Folge beim 10:5 neun Minuten vor der Pause für ein freundlicheres Resultat zu sorgen.

Näher kamen die Kuties allerdings nicht. Das Pausenresultat von 14:7 sollte aber noch etwas Spielraum für den zweiten Durchgang lassen. Dieser begann dann allerdings mit einer schlechten Nachricht. Nach einer Abwehraktion im ersten Durchgang brach bei Rückraumspielerin Sofia Brand eine alte Handverletzung auf, die einen Einsatz im zweiten Durchgang unmöglich machte. Mit der gerade wieder ins Team zurückgekehrten Spielmacherin Laureen Kappus sowie Marie Thiwissen und der jungen Ajlina Becerovic hatte Melenie Schittenhelm nur noch drei Rückraumspielerinnen zur Verfügung. Personell gesehen war das natürlich zu wenig für eine erfolgreiche Aufholjagd. Also mussten die anderen Positionen aushelfen. Saskia Schmidt bot auf der Linksaußenposition einmal mehr mit ihren sechs Treffern eine überzeugende Leistung. Auch das Kreisläufertrio mit Sandra Kußmaul, Stefanie Schoeneberg und Katrin Schröder setzte immer wieder erfolgreiche Akzente. Nicht zuletzt schwang sich im zweiten Durchgang die in der ersten Hälfte eingewechselte Alexandra Harm noch zu einer guten Leistung auf.

Erfreulich war für Trainerin Schittenhelm auch, dass die in der Schlussviertelstunde praktizierte offensive 5:1- Abwehr noch einmal für Ergebniskosmetik sorgen konnte. „Mit unserer Defensive konnte ich in der Schlussphase sehr zufrieden sein“, kommentierte die Trainerin nach Spielschluss. Auch wenn das alles nicht mehr zum Sieg reichte, das 27:22 für Schmiden/Oeffingen blieb damit im vertretbaren Rahmen. Am kommenden Sonntag empfangen die Kuties dann die verlustpunktfreie TG 88 Pforzheim.

SG H2Ku: Harm, Göhlich, Azemi; Schröder (1), Maile, Kappus (1), Schoeneberg (3/1), Kußmaul (6), Schmidt (6/1), Brand, Thiwissen (2), Becirovic (3)

Zu viele eigene Fehler bringen erneute Niederlage

Wie schon in vielen Spielen zuvor haben es die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg auch im Heimspiel gegen den TSV Heiningen durch eigene individuelle Fehler versäumt, Punkte einzufahren. Beim 28:36 (12:17) wäre zumindest ein besseres Ergebnis möglich gewesen.

Es bleibt dabei, das Punktekonto konnte auch gegen den Spitzenreiter aus dem Göppinger Umland die Null nicht verlassen. Allerdings wäre vornehmlich in der ersten Hälfte weit mehr möglich gewesen. Zuerst einmal bedurfte es aber einer Auszeit nach nicht einmal sechs Minuten. Ein paar technische Fehler zuviel und der Gast führte mit 5:1. Zwei verwandelte Strafwürfe durch Valentin Mosdzien brachten die H2Ku-Männer zunächst wieder auf Tuchfühlung. Noch war dies aber zu wenig, um den TSV in Bedrängnis zu bringen. Nach dem Heininger 9:5 durch Chris Zöller begann allerdings eine Starke Phase der Gastgeber. Diese gipfelte dann mit dem Anschluss zum 11:12 vier Minuten vor der Pause durch wiederum Valentin Mosdzien. Vor allem wurde nun der Platz am Kreis durch den Einsatz von Finn Böhm oder Kenneth Stiegen als zweiter Kreisläufer gegen die offensive Heininger Deckung gut genutzt. „Zu dieser Zeit hätten wir eigentlich mit vier Toren führen müssen“, meinte Fabian Gerstlauer später.

Hängende Köpfe nach dem Abpfiff / Foto: Archiv SG H2Ku

Doch es kam ganz anders. Statt das Momentum zu nutzen, verfielen die Hausherren in ihre alten Fehlermuster. Anstelle einer eigenen Pausenführung ging es plötzlich mit einem 17:12 für Heiningen in die Kabinen.

Nach dem Wechsel sollte sich nicht mehr viel Entscheidendes tun. Die SG H2Ku mühte sich und kämpfte sich immer wieder ein Stück heran. Selbst, als beim 18:23 der für Primoz Prost ins Tor gekommene Georg Mohr innerhalb von einer Minute zwei Strafwürfe entschärfen konnte, war dies kein Zeichen zur Wende. Denn erneut brachten sich die Gastgeber selbst um den Lohn ihrer Arbeit. So war die Partie spätestens beim 27:20 durch Heiningens Fabian Gross zwölf Minuten vor dem Ende entschieden. Die restlichen Tore bis zum 36:28 für den Oberligaspitzenreiter hatten letztlich nur noch statistischen Wert.

Am kommenden Samstag gastiert die SG H2Ku dann zum vorletzten Vorrundenspiel der Saison zum ewig jungen Duell beim TSV Weinsberg.

SG H2Ku: Prost, Mohr; Wisst (1), Wanner (1), F.Böhm (1), Georg, Stiegen (4), Bechinka (2), Schmitt (1/1), Fischer (4), Mosdzien (8/5), Mäußnest (4), Stöffler (2), Jacobs

Kuties starten in die Aufstiegsrunde

Die Frauen der SG H2Ku gastieren am Sonntag beim HC Schmiden/Oeffingen. Im Vorfeld musste die Herrenberger Trainerin eine weitere personelle Hiobsbotschaft verkraften.

Nach sechs Wochen Pause kehren die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg am Sonntag wieder ins Wettkampfgeschehen zurück. Beim HC Schmiden/Oeffingen gilt es ab 15 Uhr, den zweiten Platz, mit dem die Kuties in die Aufstiegsrunde starten, zu verteidigen.

In der spielfreien Zeit hat sich in Herrenberg einiges getan. Und das war beileibe nicht alles positiv. Vor allem schmerzt dabei natürlich die Verletzung von Nadine Schäberle. Die Allrounderin, die im Herbst die verletzte, etatmäßige Spielmacherin Laureen Kappus immer besser vertrat, erlitt kurz vor dem Jahreswechsel einen Kreuzbandriss. Mit Michelle Wunschik steht durch deren Auslandsaufenthalt eine weitere wichtige Spielerin für längere Zeit nicht zur Verfügung. Nachverpflichtungen sind trotzdem nicht geplant. Für den Sonntag steht zumindest Emilie Maile aus der Zweitvertretung bereit. Erfreulich ist außerdem, dass sich die Kapitänin Laureen Kappus nach ihrer Handverletzung inzwischen wieder zurückgemeldet hat. „Laureen trainiert seit zwei Wochen wieder im Team und ist voll einsatzbereit“, freut sich Melanie Schittenhelm.

Foto: Laureen Kappus steht am Sonntag vor ihrem Comeback

Und noch ein Grund zur Freude gibt es für die Trainerin. Bis zum Ende der Runde wird auch die im Herbst reaktivierte Kreisläuferin Katrin Schröder zur Verfügung stehen. Ungewissheit herrscht allerdings für die Partie am Sonntag noch auf der Torhüterinnenposition. Alina Azemi und Isabell Göhlich plagten sich unter der Woche noch mit grippalen Infekten umher. Und auch bei Alexandra Harm ist aus privaten Gründen ein Einsatz noch ungewiss. „Wir müssen bis Sonntag abwarten, welche Optionen wir letztlich haben“, setzt Trainerin Schittenhelm auch ein wenig auf den Faktor Zeit.

Trotz des etwas dünn besetzten Kaders rechnen sich die Herrenbergerinnen vor den Toren von Stuttgart etwas aus. Der HC Schmiden/Oeffingen spielte zwar in der anderen Vorrundengruppe, unbekannt ist der Gegner aber keineswegs. Gleich drei Mal trafen beide Teams in der Vorbereitung im letzten Sommer aufeinander. Dabei hieß der Sieger stets Schmiden. Allerdings traten die Herrenbergerinnen damals stets dezimiert an. Wie es besser geht, schwebt Melanie Schittenhelm schon vor: „Wir müssen Schmiden in den Positionsangriff bringen. Das heißt im Umkehrschluss auch, dass wir das schnelle Gegenstoßspiel unterbinden müssen“. Die Generalprobe für Sonntag kann man aus Sicht der H2Ku-Frauen derweil als gelungen bezeichnen. Trotz des 26:28 beim Drittligisten TV Nellingen dürfte die Mannschaft Selbstvertrauen getankt haben.