M1: Keine Chance trotz Traumstart

Für die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg hat die Reise ins Badische nach Bruchsal kein Erfolgserlebnis bereitgehalten. Das 31:41 (13:22) bei der SG Heidelsheim/Helmsheim war eher noch ein herber Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt. Dass es am Ende zu einer solch hohen Niederlage kommt, war in den ersten Minuten allerdings noch nicht absehbar.

Der beschwerlichen Anreise durch den Freitagnachmittagsverkehr auf der Autobahn A8 zum Trotz zeigten sich die Herrenberger von Beginn an hellwach und verblüfften die Hausherren zunächst mit ihrer sehr effizienten Spielweise. Im Angriff wurde jeder Fehler der Heidelsheimer sofort bestraft, zudem zeigte Torhüter David Herz in der Anfangsphase eine überragende Leistung. Über ein 4:0 ging es bis zum 6:1 nach nur sieben Minuten. Dieses muntere Katz-und-Maus-Spiel der H2Ku-Männer ging genau bis zum 9:4 in der 11.Spielminute. Scheinbar hatten die Gäste schon hier ihr Pulver verschossen. „Glänzten“ bis dahin die Hausherren noch mit einer hohen Fehlerquote, waren es nun die Herrenberger, die mit ebenso einfachen Fehlern die SG Heidelsheim/Helmsheim binnen kürzester Zeit wieder ins Spiel brachten.

Die Gastgeber nahmen solche Einladungen natürlich gerne entgegen. Nach nicht einmal einer Viertelstunde war der Traumstart schon wieder Geschichte und der Vorsprung beim 9:9 aufgebraucht. Noch bis zum 11:11 durch Paul Lewe konnte die SG H2Ku das Spiel offenhalten, dann brach es über die Gäste herein. In den verbleibenden rund vierzehn Minuten bis zur Pause wurden die Gäste zum Spielball der Heidelsheimer, die ihren Vorsprung beim Pausenpfiff bereits auf 22:13 ausgebaut hatten.

„Wir mussten nach der Pause noch etwas probieren“, begründete Trainer Tim Gauß die Umstellung der Abwehr auf eine Offensive 5:1-Variante. Mit Lennart Lohrer auf der vorgezogenen Position war das insgesamt auch durchaus erfolgversprechend. Mit zwei Treffern in Folge gleich nach der Pause wurde der Optimismus gleich etwas genährt. Allerdings gelang es nicht, den Rückstand insgesamt noch entscheidend zu verkürzen. Als Rechtsaußen Florian Dannenberg eine knappe Viertelstunde vor dem Ende auf 31:25 verkürzen konnte, war dies gleichzeitig der geringste Rückstand, den die Herrenberger noch erreichen konnten. „Vor allem das Fehlen von Kenneth Stiegen, Oliver Sudar und Moritz Werner im Rückraum hat uns jeglicher Alternativen beraubt“, musste auch Tim Gauß später konstatieren.

Durch die nachlassenden Kräfte konnte sich Heidelsheim/Helmsheim immer weiter absetzen und steuerte am Ende auf das ungefährdete 41:31 zu. „Schade, dass wir uns nicht noch etwas Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben geholt haben“, haderte Trainer Gauß am Ende mit der Höhe der Niederlage. Dennoch ist die Hoffnung vorhanden, mit einem dann sicher wieder volleren Kader beim Tabellenzweiten HTV Meißenheim erfolgreicher abzuschneiden.

SG H2Ku: Herz, Sauer (beide im Tor); Kälbly (5), Lohrer (1), Broß, Böhm (2), Fischer (1), Frommer (2), Jacobs (1), Krebs (4), Wittke (7/3), Lewe (3), Dannenberg (5)

F1: Mit voller Konzentration Tabellenführung verteidigen

Für die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg ist die Zielgerade der diesjährigen Saison fast schon in Sichtweite. Noch sieben Spiele haben die Kuties zu absolvieren. Den Beginn macht dabei das Spiel am Samstag um 20 Uhr in eigener Halle gegen den VfL Pfullingen.

Die letzten drei klaren Siege der Herrenbergerinnen darf man getrost in die Kategorie Pflichtsiege einordnen. Dennoch waren die Partien gegen die Letztplatzierten in der Tabelle auch eine Ansage an die Konkurrenz, dass die SG H2Ku in jedem Spiel die volle Konzentration auch gegen leichtere Gegner auf die Platte bringt, Insofern dürfen auch die Pfullingerinnen sicher nicht damit rechnen, dass sie von den Gastgeberinnen unterschätzt werden. „Davor habe ich aber ohnehin keine Angst“, muss Heiko Fleisch über dieses Thema gar nicht erst nachdenken. Dafür gibt es auch gute Gründe. Zum einen haben die Kuties inzwischen den nötigen Erfolgshunger, um noch länger den Platz an der Sonne zu bekleiden. Zum anderen ist natürlich auch das Hinspiel Warnung genug.

Anfang November letzten Jahres trafen sich beide Mannschaften zum Hinrundenspiel in Pfullingen. Es wurde ein dramatisches Match mit einem knappen Herrenberger Sieg. Dabei verspielten die Gäste seinerzeit einen Acht-Tore-Vorsprung zur Pause innerhalb einer knappen Viertelstunde. Als die H2Ku-Frauen am Ende dennoch gewannen, war das für Heiko Fleisch Grund genug, vom wichtigsten Sieg der Saison zu sprechen.

Nach den Wünschen von Trainer und Mannschaft darf es am Samstag natürlich auch gerne weniger dramatisch zugehen. Heiko Fleisch weiß genau, was es dazu bedarf: „Ich kann es immer wieder nur wiederholen: Punkte gibt es nur für 100 Prozent Einsatz“.

Das Ziel Heimsieg ist klar, und auch die Aufstellung ließ am Ende der Trainingswoche kaum Wünsche offen. Nach Lage der Dinge wird die SG H2Ku im Heimspiel mit voller Kapelle antreten können. Der volle Kader wünscht sich für den Samstagabend dann eigentlich nur noch eine ebenso volle Halle.

M1: Den Vorzeichen zum Trotz mit Siegeswillen zum Freitagsspiel

Wenn die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg am Freitag ab 20:15 Uhr bei der SG Heidelsheim/Helmsheim antreten, könnten die Vorzeichen für die Gäste aus dem Gäu deutlich besser stehen.

Allein die Anreise zum Spiel im Sportzentrum Bruchsal wird den Spielern nach einem langen Tag vor allem mental einiges abverlangen. Denn genau zum „besten“ Wochenend- und Feierabendverkehr setzt sich die Mannschaft auf der Autobahn A8 in Richtung Bruchsal in Bewegung – inclusive der Großbaustelle Pforzheim. „Eine gute Spielvorbereitung sieht natürlich anders aus. Wir müssen es aber so nehmen, wie es eben ist“, stellt sich Tim Gauß der Situation. Den Herrenberger Trainer treiben allerdings noch ganz andere Sorgen um. Denn mehrere Spieler fallen wie schon in der Vorwoche aus oder gehen zumindest krankheitsbedingt angeschlagen ins Spiel. So wird Kenneth Stiegen mit seiner Schulterverletzung in dieser Saison überhaupt nicht mehr auflaufen können. Auch Lukas Bechinka und Oliver Sudar werden am Freitag nicht mit von der Partie sein. Bei Lennart Lohrer gibt aber zumindest wieder grünes Licht.

Hinter den Einsätzen von Moritz Werner und Nik Wittke steht derweil aufgrund grippaler Infekte ein dickes Fragezeichen. Für Tim Gauß ergibt sich aus der komplizierten Personalsituation allerdings kein Taktikwechsel. „Auf Zeitverschleppung zu gehen, bringt uns nicht weiter“, weiß der Coach. Er hofft eigentlich eher auf eine Art Trotzreaktion seines Teams eben aufgrund der viele, schlechten Vorzeichen.

Mit einem vollen Kader würde das Unterfangen Auswärtssieg sicher realistischer erscheinen. Auf der anderen Seite ist Heidelsheim eine Mannschaft aus dem Tabellenmittelfeld, die auch schlagbar ist. Das Hinspiel zeigte das beim 30:28 der Herrenberger deutlich. Für einen Doppelpunktgewinn bedarf es aber des 100-prozentigen Abrufen des eigenen Leistungsvermögens. Als Lohn würde dann auch vorerst der Sprung von den Abstiegsrängen winken. Mehr Motivation geht eigentlich fast gar nicht.

F1: Es brauchte eine lange Anlaufphase

Die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg haben mit dem 38:23 (15:13) beim TSV Köngen den dritten überdeutlichen Sieg in Folge eingefahren. An ein solch hohes Ergebnis war nach Ablauf der ersten Hälfte allerdings noch nicht zu denken.

Momentan gibt es in der Oberliga zwei Konstante. Die eine – sehr erfreuliche aus Herrenberger Sicht – ist, dass die Kuties auch an diesem Wochenende mit einem Sieg die Tabellenführung verteidigen konnten. Die zweite Konstante ist, dass das unmittelbare Verfolgerteam fast schon wöchentlich wechselt. Derzeit nimmt diese Rolle der TSV Denkendorf ein, der nach der überraschenden Niederlage der SG Weinstadt in Waiblingen auf den zweiten Platz vorrücken konnte. Immerhin beträgt der Vorsprung nun auf Platz zwei schon drei Zähler.

Foto: Nur in der ersten Halbzeit musste Heiko Fleisch sein Team aufrütteln

Dass aber auch die H2Ku-Frauen nicht vor Überraschungen sicher sein können, deutete sich in Köngen gerade im ersten Durchgang an. Nach einer Viertelstunde lagen die Gastgeberinnen, die als Drittletzte der Tabelle als klare Außenseiterinnen ins Spiel gingen, mit 7:5 vorne. „Uns hat die Konsequenz in Abwehr und Angriff gefehlt“, war der Grund für Herrenbergs Coach Heiko Fleisch schnell gefunden. Eine kurze Deckung für Sofia Brand und eine überzeugende Köngener Torhüterleistung brachte die Kuties neben ihren eigenen Unkonzentriertheiten in arge Bedrängnis. Dies zog sich durch die komplette erste Halbzeit. Immerhin konnte die SG H2Ku aber beim 15:13 noch mit einer Führung in die Pause gehen.

Dass Heiko Fleisch in der Kabine dann die richtigen Worte gefunden haben dürfte, wurde bereits in den Startsequenzen der zweiten Halbzeit deutlich. Nicht einmal fünf Minuten waren absolviert, da lagen die Gäste bereits mit 21:14 in Front. Es war die gewünschte Vorentscheidung, die dann auch die nötige Sicherheit in Angriff und Abwehr brachte. Von nun an waren die Kuties nicht mehr aufzuhalten. Sina Venth tankte sich beim 28:18 zum ersten Zehn-Tore-Vorsprung durch. Der Hunger der Herrenbergerinnen war damit aber keineswegs gestillt. Als ob man sich für die erste Halbzeit rehabilitieren wollte, drückten die H2Ku-Frauen aufs Tempo. Am Ende stand ein 38:23 und die Erkenntnis, dass die Punkte in der Liga nicht mit halber Kraft einzufahren sind. Dass seine Mannschaft dies noch während der Partie erkannt hat und gegensteuern konnte, dürfte auch Trainer Heiko Fleisch am Ende gefreut haben.

Foto: Nur in der ersten Halbzeit müsste Heiko Fleisch sein Team aufrütteln

M1: Nur wenige Minuten fehlen am Punktgewinn

Das Ziel war klar. Mit einem weiteren Sieg – es wäre der zweite in Folge – wollten sich die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen. Doch am Ende reichte es nicht ganz. In der Haslacher Sporthalle zogen die Gäu-Handballer am Ende mit 28:33 (14:14) gegen die SG Kenzingen/Herbolzheim den Kürzeren. Auch wenn die Favoritenrolle auf Seiten der Gäste aus dem nördlichen Breisgau lag, war für die Herrenberger ein Erfolgserlebnis durchaus in Reichweite.

Die Vorzeichen waren wirklich nicht die besten. Mit Kenneth Stiegen, Oliver Sudar und Lennart Lohrer fielen gleich drei Spieler für die linke Rückraumposition aus. Damit war klar, dass Paul Lewe als „Alleinunterhalter“ auf dieser Position agieren musste. Zudem mussten die Herrenberger auch auf ihre angestammte Markweghalle verzichten und in der Haslacher Sporthalle auflaufen. Die Pflichtspiel-Premiere einer 1. Mannschaft in dieser Halle sollte sich aber nicht negativ bemerkbar machen. Die 170 Zuschauer sorgten für eine echte Heimspielatmosphäre.

Foto: Paul Lewe tankt sich durch

Sportlich wollten da die H2Ku-Männer dem natürlich nicht nachstehen. Es dauerte zwar ein paar Minuten, in denen die Gastgeber ihrem Gegner das Feld überlassen mussten, dann aber raffte sich das Team wie schon in der Vorwoche zu einem fulminanten Zwischenspurt auf. Diesmal gelang ein 6:0-Lauf, der die Hausherren nach einer knappen Viertelstunde mit 8:4 in Front brachte. Eine griffige Abwehr mit einem starken Nico Sauer im Tor ließ die Offensive der Kenzinger um ihren Toptorjäger Oliver Bührer überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. Allerdings konnte die aufwendige Spielweise nicht bis zum Seitenwechsel fortgeführt werden. Mit einem für die Gäste schmeichelhaften 14:14 ging es schließlich in die Kabinen. „Schade, dass wir den Vorsprung nicht in die Pause retten konnten“, ärgerte sich Trainer Tim Gauß später.

Nach Wiederanpfiff ging es erst einmal im Gleichschritt weiter. Aber erneut ließen die Herrenberger hochkarätige Chancen liegen. Im Tor sorgte ein überzeugender David Herz nun zwar für einige spektakuläre Aktionen, die Mannschaft belohnte sich aber nicht immer für ihre Mühen. Zudem sorgten auch Mitte der zweiten Halbzeit einige strittige Entscheidungen der Schiedsrichterinnen für Unmut. „Letztlich lag es aber an uns selber, dass wir das Spiel verloren haben“, stellte Tim Gauß klar. Bis es aber soweit war, lieferten die Hausherren noch einen großen Kampf. Immer wieder konnte die SG H2Ku dabei einen Vorsprung der Gäste egalisieren.

Das Ganze wiederholte sich mehrmals – bis zum 28:28. Danach waren die Kräfte und dadurch auch die Konzentration aufgebraucht. Die Gäste spielten nun ihre ganze Cleverness aus. Genau das hätten auch die Herrenberger gebraucht. „Leider hat uns in den entscheidenden Momenten die Kaltschnäuzigkeit gefehlt“, so ein enttäuschter Tim Gauß nach dem Schlusspfiff.

Bereits am Freitag muss die SG H2Ku Herrenberg bei der SG Heidelsheim/Helmsheim zum nächsten Punktspiel antreten.

M1: Info zum Spiel SG H2Ku – SG Kenzingen/Herbolzheim

Organisatorischer Hinweis für das Heimspiel der Männer 1 am Samstag in der Sporthalle Haslach:

Die Adresse lautet: 71083 Herrenberg-Haslach, Im Häring

Wir weisen darauf hin, dass die Feuerwehrzufahrten und die Fluchtwege unbedingt freizuhalten sind. Einige Parkplätze sind direkt vor der Halle. Durch das zu erwartende Aufkommen darf auch der angrenzende Sportplatz als Parkfläche genutzt werden. Bitte nur gemäßigt im Schritttempo fahren.

M1: Oberligamänner wollen in Haslacher Halle nachlegen / Männer 2 treten Sonntag in Markweghalle an

Außergewöhnliche Umstände erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. Da am Samstag die Markweghalle wegen einer Veranstaltung des dortigen Gymnasiums nicht zur Verfügung steht, weichen die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg für ihr Punktspiel gegen die SG Kenzingen/Herbolzheim in die Sporthalle Haslach aus.

Ob dieser Umzug in die viel kleinere Halle, in der bisher noch nie ein Punktspiel der 1. Männermannschaft stattfand, am Ende ein Vorteil oder ein Nachteil ist, dürfte wohl erst nach dem Schlusspfiff feststehen. Herrenbergs Coach Tim Gauß hofft durch die aufgeheizte Atmosphäre durch die Enge der Halle auf jeden Fall auf einen Vorteil. In allererster Linie wird es, das weiß der Trainer natürlich am besten, auf die Leistung der Mannschaft und nicht auf die äußeren Umstände ankommen. Und natürlich auch auf die Stärke des Gegners.

Nach der ernüchternden Niederlage vor drei Wochen beim Tabellenschlusslicht in Altensteig zeigten die H2Ku-Männer in der Vorwoche mit dem deutlichen 35:29 gegen die HSG Ettlingen die erhoffte Antwort. Durch den Sieg kann sieht die Lage nun schon etwas besser aus. Der Blick ins untere Mittelfeld ist dadurch zumindest wieder möglich. Gegen die SG Kenzingen/Herbolzheim will die Mannschaft jetzt aber auch unbedingt nachlegen. „Ganz klar, gegen Teams aus dem Mittelfeld der Liga kann unser Ziel nur Sieg lauten“, macht Tim Gauß unmissverständlich klar. Dabei weiß er, die Qualität des Gegners einzuordnen. „Dreh- und Angelpunkt ist natürlich Oliver Bührer“, so der Trainer weiter. In der Tat gibt es kaum eine Mannschaft in der Liga, die einen Akteur mit solch einer Torgefährlichkeit aufzubieten hat. Der Linkshänder führt die Torjägerliste dabei unangefochten mit einer Quote von mehr als elf Treffern pro Spiel an.

Hier gegenzuhalten, ist die große Aufgabe für den Samstag. Mithelfen kann dafür auf keinen Fall mit Kenneth Stiegen ein wichtiger Spieler. Der Pechvogel der Saison, der bereits im Herbst fast drei Monate verletzungsbedingt ausgefallen war, hat sich beim Sieg gegen Ettlingen die Schulter ausgekugelt und wird erneut einige Wochen pausieren müssen.

Verbandsligamänner am Sonntag gegen Mössingen gefordert

Die Verbandsligamänner der SG H2Ku Herrenberg genießen am Sonntag ab 17 Uhr erneut Heimrecht. Gegen die Spvgg Mössingen geht es in der Markweghalle vor allem darum, sich für die derbe Schlappe eine Woche zuvor gegen die SF Schwaikheim zu rehabitieren.

Eigentlich sah man sich bei der Herrenberger „Zweiten“ schon ein wenig weiter. Auch wenn im neuen Jahr bisher keine Punkte eingefahren wurden, hatten zumindest die Leistungen Grund zum Optimismus gegeben. Die hohe Heimniederlage hat diesen guten Eindruck allerdings wieder etwas vermischt.

In der laufenden Trainingswoche wurde unterdiesem Aspekt auch vorrangig das Augenmerk auf die Abwehrarbeit gelegt. Wie sich das auszahlt, wird die Partie dann zeigen müssen. Zumindest personell hat sich das zuletzt gefüllte Lazarett deutlich geleert. Dennoch muss das Trainergespann Marcel Kohler / Maximilian Schöllkopf auf Luca Ehler und Oliver Kohler verzichten.

F1: Wieder klare Favoritenrolle für die Kuties

Für die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg steht die Partie am Samstag ab 18 Uhr beim TSV Köngen unter ähnlichen Vorzeichen wie die beiden letzten Spiele. Denn erneut liegt die Favoritenrolle klar auf Seiten der Kuties.

Es waren nach der Niederlage im Januar gegen die HSG Bargau/Bettringen schon zwei regelrechte Schützenfeste, die von den H2Ku-Frauen gegen Gerhausen und Kinzigtal gefeiert werden konnten. Mit 18 beziehungsweise sogar 25 Toren Vorsprung wurden die Gegnerinnen in die Schranken verwiesen. Die hohen Siege erklären sich auch dadurch, dass die beiden Teams auch am Ende der Tabelle stehen. Gegen den TSV Köngen geht es nun am Samstag gegen den Drittletzten im Klassement. Auch wenn die Herrenbergerinnen auch diesmal wieder als klare Favoritinnen ins Spiel gehen, dürfte ein ähnlich hoher Erfolg kaum zu erwarten sein.

Immerhin elf Pluspunkte kann der TSV Köngen auf der Habenseite verbuchen. Mit dieser Ausbeute stecken die Gastgeberinnen zwar mitten im Abstiegskampf, haben aber noch unmittelbaren Kontakt zu den sicheren Nichtabstiegsrängen. Die Kuties werden demnach auf einen hochmotivierten Gegner treffen. Dass diese Motivation auch mit einer durchaus vorhandenen Qualität einhergeht, zeigte sich nicht erst vor wenigen Wochen, als der TSV Köngen beim 24:24 gegen die HSG Böblingen/Sindelfingen dicht vor einem Sieg stand.

Ein ähnliches Szenario möchte Heiko Fleisch mit seiner Mannschaft am Samstag natürlich unbedingt vermeiden. Der Trainer der Herrenbergerinnen wird daher auch diesmal nicht müde, zu betonen: „Punkte in der Oberliga gibt es nur bei 100 Prozent“. Er selbst geht aber ohnehin davon aus, dass die Motivation bei der Mannschaft im Hinblick auf die restlichen Spiele so hoch ist, dass sich die Spielerinnen nicht durch leichtfertige Punktverluste um ihre hervorragende Ausgangsposition bringen möchte. Immerhin stehen in den Monaten März und April dann die Wochen der Wahrheit gegen die oben in der Tabelle platzierten Teams an.

F1: Die Konzentration bis zum Ende hochgehalten

Es war sportlich gesehen für die Frauen der SG H2Ku Herrenberg sicherlich die einfachste Partie des Jahres. Gerade deshalb aber lag auch eine gewisse Unsicherheit in der Luft, wie die Aufgabe gegen das Tabellenschlusslicht HB Kinzigtal gelöst werden würde. Am Ende der Partie konnte nicht nur Kuties-Trainer Heiko Fleisch freuen, dass die Mannschaft seriös und mit voller Konzentration über fast die gesamte Spielzeit aufgetreten sind.

Noch vor der Partie hatte Heiko Fleisch zur Besonnenheit ermahnt, sollte in der Startphase noch kein klarer Vorsprung winken. Genauso kam es dann auch. Bis zum 6:4 konnten die Gäste darauf hoffen, mit einem achtbaren Ergebnis aus dem Spiel zu gehen. Ein kurzer, aber dafür umso intensiverer Zwischenspurt reichte aber aus, um nach knapp zwanzig Minuten eine frühe Entscheidung mit dem 12:4 herzustellen. Noch vor der Pause schaffte es Stefanie Schoeneber, mit dem vierten ihrer insgesamt sieben Treffer, einen erstmaligen Vorsprung von zehn Treffern herzustellen. Bis zur Pause wurde es auch nicht viel besser für den HB Kinzigtal. Beim 20:8 wurden schließlich die Seiten gewechselt.

Nach der Pause war klar, dass es für die Gäste nur eine Schadensbegrenzung in Betracht kommen würde. Als erste Maßnahme dafür musste sich die nicht zu haltende Sofia Brand einer kurzen Deckung erwehren. Auch wenn in Bezug auf die quirlige Rückraumspielerin erfolgreich war, änderte sich dennoch nichts am Gesamtbild. Denn nun nutzten eben andere Spielerinnen wie Nadine Schäberle, Sina Venth oder Shana Stäudle ihre Freiräume. Durch die überzeugende Mannschaftsleistung stand Trainer Heiko Fleisch allerdings vor einem anderen Problem positiver Art. „Ich wusste gar nicht, wen ich eigentlich auswechseln sollte, damit eine andere Spielzeit bekommen kann“, musste er ein wenig schmunzeln.

Juliane Seidel warf dann erstmals mit dem 37:17 einen Vorsprung von zwanzig Treffern heraus. Genug hatten die Gastgeberinnen damit aber lange noch nicht. Sina Venth durchbrach zunächst die magische Grenze von vierzig Treffern, es folgten noch fünf weitere Torerfolge bis zum Endstand von 45:20. Mit dem Doppelpunktgewinn verteidigten die Kuties natürlich auch souverän ihre Tabellenführung. Am Samstag wird die SG H2Ku dann erneut als klarer Favorit antreten, wenn es ab 18Uhr auswärts gegen den TSV Köngen geht.

SG H2Ku: Harm, Göhlich, Istrati alle im Tor); Schoeneberg (7/1), Schäberle (6), Kappus (2/1), Stäudle (5), Schmidt (1), Seidel (3), Schweizer (3), Venth (6), Brand (8), Schröder (1), Lide (3)

M1: Eine Halbzeit lang wie aus einem Guss

Endlich hat es mit dem ersten Sieg im Jahr 2026 geklappt. Und es waren am Ende gegen die HSG Ettlingen nicht nur zwei Punkte, sondern auch eine Leistung, die absolut überzeugte. Dabei stellte beim 35:29 (22:14) vor allem die erste Halbzeit den Gegner vor kaum lösbare Probleme.

Zunächst sah es aber alles andere nach einer Gala aus. Wieder einmal lag es vornehmlich an der schlechten Chancenverwertung, dass die Gäste aus dem Badischen nach sieben Minuten mit 5:2 in Front lagen. Doch dieser Rückstand wirkte eher wie ein Wecksignal für die H2Ku-Männer als für Sicherheit bei den Gästen. Innerhalb kürzester Zeit konnten drei Ballgewinne in der Abwehr mit Tempogegenstößen von Leon Fischer, der gleich doppelt traf, und Luca Kälbly zum 5:5 verwandelt werden. Kurze Zeit später führten die Herrenberger sogar mit 8:5. Dieser 6:0-Lauf sorgte für das Selbstvertrauen, dass es ermöglichte, nun ein Feuerwerk vom Feinsten abzubrennen. Dazu gesellte sich noch eine griffige Abwehr mit einem überzeugenden Torhüter Herz dahinter. Die HSG Ettlingen probierte in der Abwehr alles, helfen konnte den Gästen allerdings keine der versuchten Varianten. Das 22:14 zur Pause bedeutete die wohl beste Halbzeit der gesamten Saison.

Leon Fischer steuerte starke sechs Treffer zum Sieg bei

Die Hoffnung unter den 300 Zuschauern war natürlich groß, dass es auch im zweiten Abschnitt genauso weitergehen würde. Doch bereits nach sieben Minuten hatte der Gast beim 25:21 bereits die Hälfte des Rückstands aufgeholt. Doch wie schon in der ersten Halbzeit und auch später in der Schlussphase der Partie ließen sich die H2Ku-Männer nicht aus dem Konzept bringen. „Wir sind heute nicht eingeknickt und haben immer zur passenden Zeit die passende Antwort gegeben“, konnte sich Herrenbergs Coach Tim Gauß später freuen. Jedenfalls ging es bis zum 29:23 überzeugend weiter. Seinen wichtigen Teil dazu trug auch Nico Sauer bei, der nach einem Kopftreffer für David Herz zu Beginn der zweiten Halbzeit ins Gehäuse beordert wurde und prompt zum großen Rückhalt wurde. Noch einmal mussten die Fans der SG allerdings zittern, als Ettlingen mit drei Treffern auf 29:26 verkürzen konnte. Doch genau jetzt bewiesen die Hausherren ihre Nervenstärke an diesem Abend. Das 31:26 durch Tim Frommer mit anschließender Zeitstrafe für seinen Gegenspieler bildete die Grundlage für das letztlich klare 35:29.

Trainer Gauß warnte trotz der Freude über den Sieg: „Wir haben noch nichts erreicht. Jetzt wollen wir auch unbedingt gleich nachlegen“. Zudem gab es noch einen dicken Wermutstropfen zu verkraften. Rückraumspieler Kenneth Stiegen zog sich nach etwa zwanzig Minuten im Zweikampf eine Schulterverletzung zu, die im Krankenhaus versorgt werden musste. Wie schwer die Verletzung ist, wird sich in den nächsten Tagen herausstellen.

Am Samstag genießen die H2Ku-Männer erneut Heimrecht, wenn es gegen die SG Kenzingen-Herbolzheim geht.

SG H2Ku: Herz, Sauer (beide im Tor); Kälbly (3), Werner (2), Lohrer, Broß (2), Böhm (2), Sudar (3), Stiegen (4), Fischer (6), Frommer (3), Krebs (2), Wittke (3), Lewe (5), Dannenberg