M1: Im letzten Heimspiel des Jahres Boden gutmachen

Für die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg steht am Samstag ab 20 Uhr in der heimischen Markweghalle ein wieder einmal extrem wichtiges Heimspiel auf dem Programm. Ein Erfolg gegen den TV Ehingen würde die Situation vor dem letzten Spiel des Jahres 2025 bei der HSG Konstanz II doch um einiges entschärfen.

Dreimal in Folge verließen die H2Ku-Männer zuletzt das Parkett als Unterlegene. Und auch genau dreimal war das Team an den Punkten dran und hätte durchaus Zählbares aus den Partien ziehen können. Nach den beiden Heimniederlagen sah es am vergangenen Wochenende beim TuS Altenheim lange danach, dass der erste Auswärtssieg gelingen könnte. Doch auch hier sorgte eine zehnminütige Schwächephase dafür, dass die Führung noch aus der Hand gegeben wurde. Durch diese letzten Ergebnisse wurde die SG H2ku inzwischen bis auf den vorletzten Tabellenplatz durchgereicht. Natürlich ist kurz vor dem Ende der Hinrunde mit dem Blick auf die Tabelle und vier Punkten Rückstand auf einen gesicherten Mittelfeldplatz noch längst nichts verloren, doch schon vor dem letzten Spiel in Altenheim mahnte Jörg Ebermann an: „Wir sollten langsam anfangen, Punkte zu sammeln“.

Genau da, wo die Herrenberger hinwollen, befindet sich der TV Ehingen derzeit. Mit einem ausgeglichenen Punktekonto scheint die Mannschaft aus dem Hegau nichts mit den Abstiegsplätzen zu tun zu haben. Allerdings haben die Gäste in den letzten Wochen einiges an Boden verloren und mussten sich aus der Spitzengruppe der Liga verabschieden. Dabei startete Ehingen fulminant mit 7:1 Punkten in die laufende Runde. Darauf folgten allerdings vier Niederlagen nacheinander, die dennoch einer Erklärung bedürfen. Diese Niederlagen waren sämtlichst knapp mit jeweils ein oder maximal zwei Treffern Unterschied ausgefallen. Die Gastgeber wissen also, was auf sie zukommt. Herrenbergs Coach Jörg Ebermann beschreibt es so: „Ehingen ist sehr robust und geht permanent mit voller Wucht zum Tor“.

Natürlich wollen sich die Hausherren vor eigenem Publikum nicht das Spiel des Gegners aufzwingen lassen. Für das eigene Spiel ist allerdings wie auch zuletzt eine geringere Fehlerquote unabdingbar. „Vor allem müssen wir mutiger spielen und uns nach Fehlern nicht sofort aus dem Konzept bringen lassen“, fordert Jörg Ebermann von seinem Team. Schon länger hat sich in der ausgeglichenen Liga deutlich abgezeichnet, dass man als Mannschaft nur mit einhundert Prozent Leistung bei der Vergabe der Punkte mitreden kann. Optimismus herrscht vor der Partie allerdings mit dem Blick auf die Personalsituation bei der SG H2Ku. Bis auf den im Aufbautraining befindlichen Florian Dannenberg und Janek Förch dürften am Samstag trotz einiger Erkältungen alle Spieler einsatzbereit sein.

F1: Das nächste Spitzenspiel schadlos überstanden

Mit einer großen kämpferischen und geschlossenen Mannschaftsleistung haben die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg ihre Tabellenführung verteidigt. Das 27:23 (15:15) beim Tabellenzweiten TSV Denkendorf  war auch das Produkt einer eindrucksvollen Defensivleistung vornehmlich in der zweiten Hälfte.

Herrenbergs Co-Trainer Denis Lide hat momentan eine zusätzliche herausfordernde Aufgabe. Neben seiner sportlichen Tätigkeit im Verbund mit Cheftrainer Heiko Fleisch muss er stets darauf achten, mit einem geladenen Handy in der Halle zu erscheinen. Denn Denis Lide ist für das Sieger-Selfie mit den Kuties nach den Spielen verantwortlich. Und das war in der jüngeren Vergangenheit stets vonnöten. Sieben Mal hat er zuletzt das Mobiltelefon in Folge zücken müssen, das heißt, die Kuties haben die letzten sieben Partien für sich entschieden. Und auch die Denkendorfer Frauen konnten den Fortbestand dieser starken Serie nicht verhindern. Dennoch sprach Heiko Fleisch im Nachgang vom erwartet schweren Gegner. Dass dies nicht nur eine freundliche Floskel war, zeigte sich auch über die komplette Spielzeit.

Vor allem der Beginn setzte die Gäste aus dem Gäu mächtig unter Druck. Mit einem immens hohen Tempo warteten die Gastgeberinnen auf und nutzten diese Startphase zu einem deutlichen 6:2. Die Herrenbergerinnen ließen sich dadurch aber nicht aus dem Konzept bringen, auch Trainer Fleisch verzichtete auf eine Auszeit. Diese Ruhe und das Vertrauen in die eigene Stärke wurde umgehend mit vier Toren in Folge und dem 6:6 nach einer knappen Viertelstunde belohnt. Insbesondere die quirlige Sofia Brand konnte immer wieder die gegnerische Abwehrreihe durchbrechen. Nach dem Ausgleich ging es fast im Gleichschritt bis zur Pause weiter. Das 15:15 zur Pause ließ für beide Seiten noch den gleichen Spielraum.

Der zweite Abschnitt begann gleich mit einer Parade von Torhüterin Isabel Göhlich. Die bis zum Ende stark haltende Göhlich setzte damit ein erstes Ausrufezeichen. Die Ausgeglichenheit beider Teams blieb allerdings bestehen. Zwar gelang es der immer stärker auftrumpfenden SG-Abwehr, ihre Gegnerinnen ins Zeitspiel zu drängen, aber noch konnte der TSV auch unter dieser Bedrängnis erfolgreich abschließen. Die erste Führung der Kuties in der zweiten Halbzeit ließ dann auch noch einige Minuten auf sich warten. Nach einem Doppelschlag von Stefanie Schoeneberg und Shana Stäudle hieß es dann aber 21:20. Noch einmal konnte Denkendorf durch Jana Müller ausgleichen, doch schon hier wurde deutlich, dass die Gastgeberinnen dem hohen Tempo Tribut zollen mussten.

Saskia Schmidt und zweimal Steffi Schoeneberg sorgten schließlich mit ihren drei Treffern und dem 24:21 für die Vorentscheidung. Da auch die Herrenberger Abwehr in den letzten zwanzig Minuten nur noch drei Gegentore hinnehmen musste, war die Punktevergabe vier Minuten vor dem Ende entschieden. Da nutzte letztlich auch ein 7 gegen 6 des TSV nichts mehr. „Heute haben wir alle entscheidenden Big Points gemacht“, freute sich Heiko Fleisch nach Spielende.

Am Samstag können die Kuties ab 17:45 Uhr mit einem Heimsieg gegen den TSV Heiningen die Herbstmeisterschaft in der Markweghalle fixmachen.

SG H2Ku: Harm, Göhlich, Istrati: Schoeneberg (7/4), Schäberle (3), Kappus (2), Stäudle (3), Kußmaul (3), Schmidt (1), Seidel, Schweizer (1), Venth, Brand (6), Schröder (1), Lide

M1: Wieder keine Punkte in der Fremde

Für die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg hat der Ausflug nach Südbaden an die französische Grenze sportlich nichts eingebracht. Allerdings hätte das 24:28 (11:11) beim TuS Altenheim durchaus vermieden werden können.

Nicht zum ersten Mal stand für die SG H2Ku nach Spielende im Spielzeugnis: Hier wäre deutlich mehr drin gewesen. In den entscheidenden Phasen war die Fehlerquote der Gäste aus dem Gäu allerdings erneut zu hoch. Dabei war die Leistung über weite Strecken in Ordnung gewesen. „Wir waren vierzig Minuten lang die bessere Mannschaft“, hatte sicher nicht nur Herrenbergs Coach Jörg Ebermann erkannt. Das Problem: Aus der spielerischen Überlegenheit konnten sie H2Ku-Männer zu wenig Kapital schlagen.

Die erste Halbzeit war nach laut Anzeigetafel am Ende der dreißig Minuten mit dem 11:11 zwar ausgeglichen, doch Coach Ebermann musste schon hier konstatieren: „Eigentlich hätten wir schon hier mit zwei, drei Toren Vorsprung vorne liegen müssen“. Eine schlechte Chancenverwertung wurde aber zumindest durch die starke Defensivarbeit mit einem überzeugenden David Herz dahinter egalisiert. Und auch mit Nik Wittke scheint eine Lösung für die zuletzt ausbaufähige Quote vom Strafwurfpunkt gefunden. Acht von neun Versuchern des Kreisläufers fanden den Weg ins Tor.

Foto: Nik Wittke überzeugte vom Siebenmeterpunkt

Im zweiten Durchgang sollte sich die Miene von Jörg Ebermann aber aufhellen – zumindest bis zur 40. Minute. Denn da führten die Gäste nach zwei Toren von Oliver Sudar und Moritz Werner mit 18:15. Es sollte trotz dieser positiven Ausgangslage vor den letzten zwanzig Minuten allerdings nur eine kurze Freude sein. Denn drei Treffer des neunfachen Torschützen Tobias Biegert brachten schnell das 18:18, acht Minuten vor dem Ende führte der TuS Altenheim dann bereits mit 23:20. „Wir haben im Angriff viel zu ängstlich agiert“, musste ein enttäuschter Trainer Ebermann nach Spielschluss erklären. Die Entscheidung war spätestens nach dem 26:23 nach einem vergebenen  Strafwurf und der nicht genutzten Zwei-Minuten-Strafe gefallen.

Am Samstag empfängt die SG H2Ku um 20 Uhr den TV Ehingen in der heimischen Markweghalle. Dann ist im letzten Heimspiel des Jahres ein Sieg fast schon Pflicht, um nicht noch mehr den Anschluss an das Mittelfeld zu verlieren.

SG H2Ku: Herz, Rhotert; Kälbly, Werner (2), Förch, Böhm (1), Sudar (2), Stiegen (1), Bechinka (3), Fischer (3), Frommer, Jacobs, Krebs (1), Wittke (10/8), Lewe (1)

F1: Das nächste Gipfeltreffen wartet schon

Nach dem letzten Spitzenspiel für die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg mit dem Heimsieg gegen die HSG Böblingen/Sindelfingen geht es für den Spitzenreiter aus dem Gäu mit der Partie beim TSV Denkendorf ab 16 Uhr im gleichen Takt weiter. Auch wenn es erneut Erster gegen Zweiter heißt, gibt es doch einen entscheidenden Unterschied zum Derby in der Vorwoche.

Erst mit dem Sieg des Spitzenreiters SG H2Ku gegen die BöSi´s ermöglichten es diese dem TSV Denkendorf, auf den zweiten Platz vorzurücken. Die Denkendorferinnen haben sich diese Position hinter den Kuties vor allem durch eine Serie von zuletzt fünf Siegen in Folge verdient. Noch etwas verhalten mit 3:5 Punkten in die Runde gestartet, gab es seither nur noch Doppelpunktgewinne. Allerdings steht die Bilanz der Herrenbergerinnen denen ihrer Gegnerinnen in keiner Weise nach. Die H2Ku-Frauen können sogar noch einen Sieg mehr in ihrer so erfolgreichen Serie vorweisen, nachdem auch sie mit einer überschaubaren Ausbeute von 4:4 Punkten gestartet sind. Allein dadurch lässt sich unschwer ableiten, dass sich am Samstagnachmittag somit die zwei derzeit besten Mannschaften gegenüberstehen.

Und noch zwei Superlative gibt es im Vorfeld der Partie zu konstatieren. In der Denkendorfer Sporthalle wird die abwehrstärkste Mannschaft auf das offensiv erfolgreichste Team treffen. Dabei ist es fast schon verwunderlich, dass die Herrenbergerinnen in ihrer früheren Paradedisziplin, der Defensive, nicht in der Spitzengruppe der Liga vertreten sind. „Wir haben bisher eher den Fokus auf unser Angriffsspiel gelegt“, erklärt dazu Holger Fleisch. Nach eigenen Aussagen will sich der Herrenberger Coach aber in der Winterpause auch verstärkt dem Defensivspiel seiner Mannschaft widmen. Was die Offensive der Kuties betrifft, hat Trainer Fleisch bisher ganze Arbeit geleistet. Auch bedingt durch das hohe Tempo mit der dadurch hohen Zahl an Angriffen erzielten die Herrenberger Frauen einen Trefferschnitt von 33 pro Partie. Damit thront die Mannschaft unangefochten an der Spitze. Es dürfte eine der spannenden Fragen sein, welches System am Samstag durchsetzen muss. Für Heiko Fleisch ist es indes schon einmal ein gutes Gefühl, mit seiner Mannschaft in den zwei der letzten drei Spiele in den Schlusssekunden den Sieg eingetütet zu haben. „Dadurch hat sich die Mannschaft noch einmal enorm viel Selbstvertrauen geholt. Und dennoch gibt es natürlich einen entscheidenden Unterschied zum Spiel vom vergangenen Samstag. Denn diesmal müssen die Kuties auf ihren Heimvorteil in der Markweghalle verzichten. Umso mehr wünschen sich die H2Ku-Frauen natürlich auch die Unterstützung der SG-Fans in der Fremde.

Sollte es nach Kaderbreite gehen, gibt es einen weiteren Grund vor einen optimistischen Blick voraus. Unter der Woche gab es zwar erneut einige Spielerinnen, die wegen grippaler Infekte pausieren mussten, Heiko Fleisch ist dennoch optimistisch, seine gesamte Mannschaft aufbieten zu können.

Männer 1 und Männer 2 vor schweren Auswärtsaufgaben

Für die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg geht es nach vier Wochen wieder mal zu einem Auswärtsspiel. Nach der ernüchternden Heimbilanz mit den zuletzt erlittenen beiden Niederlagen hoffen die Herrenberger darauf, am Samstag ab 20 Uhr weitab von der Heimspielstätte beim TuS Altenheim, etwas Zählbares einzufahren. Mit einem Blick auf die Tabelle wäre das auch dringend nötig.

Die drei letzten Heimauftritte in Folge sollten eigentlich dazu dienen, das männliche Flaggschiff der SG H2Ku in ruhige Gewässer zu steuern. Eingetreten ist allerdings eher das Gegenteil. Durch die beiden letzten Pleiten in eigener Halle gegen den HTV Meißenheim und den SV Leonberg/Eltingen wurde der Gäu-Club auf den vorletzten Tabellenplatz durchgereicht. Momentan rangiert nur noch der TSV Altensteig dahinter. Das gute an der misslichen Situation ist sicher, dass die H2Ku mit einem Sieg in Altenheim den ebenfalls unter Druck stehenden Gegner in der Tabelle überflügeln können. Allerdings ergab sich diese Konstellation für die Herrenberger auch schon vor den zwei vergangenen Spielen. Genutzt werden konnte sie bekanntlich nicht.

Zu ausführlichen Gesprächen hatten sich deshalb unter der Woche Trainer und Mannschaft zusammengesetzt. Die Lage wurde offen analysiert, Lösungsansätze wurden von beiden Seiten eingebracht. Was davon letztlich am Samstag im Südbadischen umgesetzt werden kann, dürfte eine spannende Frage sein. Auf jeden Fall werden die Gäste aus Herrenberg auf eine Mannschaft treffen, die ebenso wie die SG H2Ku über ihre mannschaftliche Ausgeglichenheit kommt. Dennoch verfügt der TuS mit Tobias Biegert über einen Rückraumspieler mit hoher Torgefahr, der es im Schnitt auf über sieben Treffer pro Spiel bringt. Jörg Ebermann möchte aber ohnehin eher den Fokus auf das Spiel seiner Mannschaft richten. Sichere Aktionen und auch einmal bei einem Rückstand die Ruhe bewahren sind dabei zwei der Punkte, die der Herrenberger Coach besonders einfordert. Denn oftmals haben sich technische Fehler und vergebene Torchancen zu schnell auch auf die Gesamtleistung der Mannschaft ausgewirkt. Klar ist aber auch, dass Selbstvertrauen und Selbstverständnis am besten über Erfolge zu erreichen sind. An Motivation wird es der Mannschaft auf keinen Fall fehlen. Und es dürfte auch aus Sicht der Kaderstarke optimistisch nach Altenheim gehen. Bis auf einige Trainingsausfälle durch grippal angeschlagene Spieler dürfte Trainer Jörg Ebermann aus dem Vollen schöpfen können.

H2Ku II vor schwerer Auswärtsaufgabe

Für die Verbandsligamänner steht ebenfalls am Samstag um 20 Uhr ein schweres Auswärtsspiel auf dem Programm. Beim heimstarken SV Fellbach wollen die Mannen um das Trainergespann Marcel Kohler / Maxi Schöllkopf alles versuchen, um für eine Überraschung zu sorgen.

In der Vorwoche war es endlich geschafft. Vor allem durch eine großartige Abwehrleistung konnte die Mannschaft den ersten Doppelpunktgewinn der Saison einfahren. Auf dieser Basis wollen die Herrenberger auch in Fellbach bestehen. Allerdings dürften die Fellbacher noch einmal qualitativ eine Stufe höher einzuordnen sein wie zuletzt Freudenstadt/Baiersbronn. Dennoch erhofft sich das Team mit dem Aufwind des ersten Sieges im Rücken, vielleicht an den Punkten schnuppern zu können.

In Fellbach wird es übrigens auch ein Wiedersehen mit dem SG-Eigengewächs Marvin Georg geben, der inzwischen die dritte Saison im Trikot des SV Fellbach absolviert.

F1: In den Schlusssekunden den Sieg festgezurrt

Erst in einer hochdramatischen Schlussphase konnten sich die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg eigener Halle gegen die HSG Böblingen/Sindelfingen durchsetzen. Das entscheidende Tor beim 24:23 (14:11) fiel dabei gerade einmal fünf Sekunden vor dem Ende durch Sofia Brand. Mit dem Sieg sind die Kuties weiterhin Tabellenführer und profitierten dabei auch von der Niederlage der HSG Bargau/Bettringen.

Natürlich war im Vorfeld des Derbys klar gewesen, dass sich die Galavorstellungen der bisherigen Heimspiele gegen den bisherigen Tabellenzweiten nicht wiederholen lassen werden. Und doch war es natürlich nicht geplant, selbst bis in die Schlusssekunden so zittern zu müssen. Vor allem auch deshalb, weil die Gastgeberinnen über die komplette Spielzeit in Führung lagen – abgesehen von der Phase beim 23:23. Dennoch war Trainer Heiko Fleisch „einfach nur froh, gewonnen zu haben“. Auch er wusste natürlich: „So ein Spiel kann am Ende auch einmal ganz schnell kippen“. Dass dies am Ende eben nicht passierte, hatten der Tabellenführer unter anderem einer Sofia Brand zu verdanken, die sich trotz starker Erkältungssymptome in den Dienst der Mannschaft stellte und am Ende auch den finalen Siegtreffer mit einem Wurf aus dem Rückraum sicherstellte. Die alleinige Matchwinnerin war sie damit allerdings nicht. Einmal mehr war es eine geschlossene Mannschaftsleistung mit einer überzeugenden Abwehr und einer stark agierenden Alexandra Harm im Tor dahinter. Die letzte Parade beim finalen Wurf der HSG fünfzig Sekunden vor dem Ende überließ die erfahrene Torfrau dann aber Isabel Göhlich. Mit ihrer Tat hatte Göhlich letztlich dafür gesorgt, dass es zum Showdown um beide Punkte wenige Sekunden vor dem Schlusspfiff kommen konnte.

Der Beginn der Partie ließ aber erst einmal keine Dramatik vermuten. Die Auftaktphase gehörte klar den Gastgeberinnen, die hochkonzentriert begannen. Die wieder mit großen Spielanteilen ausgestattete Laureen Kappus führte klug Regie und beschwor selbst immer wieder Torgefahr heraus. Das 6:2 für die Kuties war deutlich genug, bis zum 10:5 nach nicht einmal einer Viertelstunde durch Shana Stäudle gab es kaum eine Verschnaufpause für die Gäste. Wenig später wurde dann jedoch eine große Schaufel Sand ins Getriebe des Herrenberger Spiels gestreut. Mit Sandra Kußmaul musste ausgerechnet eine der konstantesten und besten Spielerinnen der bisherigen Runde nach einem Foul an Böblingens Sophie Hilf mit einer glatten roten Karte vom Parkett. „Sandra können wir bei einem Ausfall während der Partie eigentlich gar nicht ersetzen“, sah Heiko Fleisch schon hier Probleme auf sein Team zukommen. In der Tat kamen die BöSi´s nun besser ins Spiel und konnten den Rückstand bis zur Pause auf 14:11 verkürzen.

Nach dem Seitenwechsel war zunächst nichts von einer Aufholjagd der Gäste auszumachen. Zweimal Saskia Schmidt nach jeweils sehenswerten Kombinationen und einmal Sofia Brand ließen den Vorsprung wieder auf 17:12 anwachsen. „Wir wussten alle, dass Böblingen/Sindelfingen bis zur letzten Minute kämpfen würde“, war sich Herrenbergs Coach Heiko Fleisch auch hier bewusst, nach vierzig Minuten noch keine Vorentscheidung gesehen zu haben. Bis zum 23:19 konnten die Kuties den Vorsprung vor allem mit immer wiederkehrenden Aktionen über den rechten Rückraum noch halten, danach folgten mehr als acht torlose Minuten. Nachdem die Böblingerinnen zuvor immer wieder die Möglichkeiten zum Verkürzen ausgelassen hatten, machten sie es diesmal bis zum 23:23 besser. Ob dies beim Anschlusstreffer zuvor mit Unterstützung der Unparteiischen gelang oder nicht, war ein hitziges Gesprächsthema nach Spielende. Was war passiert? Lena Zeller von den Gästen hatte sich den Ball zum Strafwurf geschnappt. In der Ausholbewegung fiel ihr der Ball nach hinten. Lena Münch nahm den Ball auf und verwandelte unter dem lautstarken Protest der ganzen Halle zum Tor. Regelkonform oder nicht, die Schiedsrichter gaben den Treffer. Dass den Gastgebern später noch der Siegtreffer zum 24:23 gelang, nahm der Diskussion zumindest ein wenig den Wind aus den Segeln.

Nach dem Motto „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ warf Heiko Fleisch nach dem hitzigen Spiel  schon einmal einen Blick auf den Samstag um 16 Uhr. Dann kommt es erneut zu einem echten Spitzenspiel, wenn die SG H2Ku ihre Tabellenführung beim nunmehrigen Tabellenzweiten TSV Denkendorf verteidigen will. „Das wird um keinen Deut leichter“, weiß er um die Schwere der Partie bei den zuletzt fünfmal in Folge siegreichen Gegnerinnen.

SG H2Ku: Harm, Göhlich, Istrati; Schoeneberg (2/1), Schäberle (7), Stäudle (2), Kußmaul (1), Schmidt (6), Seidel, Schweizer, Venth (2), Brand (3), Schröder, Lide (1)

M1: Der Rückfall in alte Muster kostet wichtige Punkte

Nach der Niederlage am vergangenen Wochenende im Heimspiel gegen den HTV Meißenheim unterlagen die Oberligamänner erneut in eigener Halle. Dabei war es erneut die Anhäufung eigener Fehler, die beim 27:31 (9:12) im Derby gegen den SV Leonberg/Eltingen ursächlich für den Doppelpunktverlust waren.

„Wir müssen die einfachen Fehler vermeiden und einfacher spielen“. Die Worte von Trainer Jörg Ebermann im Vorfeld des Spiels hallten den Spielern wahrscheinlich noch nach, als sie in die Partie gingen. Denn der Start der Partie gehörte eindeutig den Hausherren. Auch das Ergebnis sagte dies – mit einer kleinen Einschränkung. Denn das deutliche 5:2 war eigentlich viel zu wenig. „Wir hätten deutlicher führen müssen“, befand auch Trainer Ebermann. Immerhin waren hier schon fünfzehn Minuten gespielt. Das hieß aber auch, dass die Abwehr von der ersten Minute on Fire war. Mit einem halben Dutzend Paraden in den ersten zwanzig Minuten hatte Keeper David Herz einen großen Anteil daran. Seine größte Tat vollbrachte der Herrenberger Schlussmann aber etwas später. Zu einem Zeitpunkt, als die Gäste die inzwischen eingekehrte Unsicherheit in den Angriffsaktionen der SG H2Ku in ein eigenes 9:8 verwandelt hatten, hielt David Herz erst einen Strafwurf von Felix Wiederhöft und danach gleich dessen Nachwurf. Aber auch diese Paraden konnten nicht verhindern, dass die Hausherren mit einem 9:12 in die Pause gehen mussten.

Foto: David Herz hielt die SG lange im Spiel

In den ersten Minuten nach dem Seitenwechsel fielen zunächst einmal alle taktischen Schranken. Nach vier Minuten waren schon zehn Treffer gefallen, paritätisch verteilt auf beide Seiten. Die erfolgreichen Angriffe brachten allerdings keine Verkürzung des Rückstandes. Die entscheidenden Minuten sollten aber dennoch nicht lange auf sich warten lassen. Als Moritz Werner, der mit seinem Bänderriss im Sprunggelenk trotzdem eingesetzt werden konnte, mit einem seiner fünf Treffer auf 20:22 verkürzte, wähnte man sich im Lager der SG H2Ku auf einem guten Weg. Sicher war auch die Hoffnung auf ein Nachlassen der Kräfte bei Leonberg/Eltingen im Hinterkopf der Gastgeber. Diese waren schließlich nur mit einem ausgedünnten Kader von zehn Feldspielern angereist. Was dann folgte, war allerdings so gar nicht im Sinne der Gastgeber. Denn mit einem Leonberger 6:0- Lauf in sechs Minuten war der Anlauf auf eine Wende im Spiel beim 20:28 im Keime erstickt. Auch wenn sich die Hausherren noch einmal aufbäumten und auf 24:28 verkürzen konnten, war die Partie durch den sechsminütigen Blackout entschieden.

Durch die durchaus vermeidbare Niederlage rutschten die Herrenberger, auch bedingt durch die Ergebnisse der Konkurrenz, auf den vorletzten Tabellenplatz ab. Dadurch steht das Team vor dem kommenden Auswärtsspiel am Samstag beim TuS Altenheim schon etwas unter Zugzwang.

SG H2Ku: Herz, Rhotert, Sauer; Kahlich, Kälbly (7), Werner (5), Förch (1), Böhm, Sudar, Stiegen (2), Bechinka, Fischer (4), Frommer, Krebs (2), Wittke (5/3), Lewe (1)

F1: Die Kuties fühlen sich bereit

Es ist ein Spiel, auf das die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg hingearbeitet haben. Und sie haben es sich durch ihre Erfolge in den letzten Wochen auch verdient. Wenn die Herrenberger Kuties am Sonntag um 17 Uhr auf die HSG Böblingen/Sindelfingen treffen, ist es der vorläufige Höhepunkt einer positiven Entwicklung. Dessen Ende soll es natürlich noch nicht sein.

Fünf deutliche Heimsiege stehen in der laufenden Saison für die Kuties zu Buche. Fünf Siege gab es zudem auch zuletzt insgesamt zu verzeichnen. Bemerkenswerte Zahlen, die dafür sorgten, dass die Gastgeberinnen heute im Gipfeltreffen Erster gegen Zweiter als Tabellenführerinnen ins Spiel gehen. Doch noch ein anderer Umstand sorgte für diese Konstellation. Am vergangenen Sonntag unterlagen die BöSi´s in eigener Halle überraschend dem VfL Waiblingen mit 30:33, hievten damit die Herrenbergerinnen auf den vorläufigen Thron und weisen damit ebenso wie die SG H2ku nun vier Minuspunkte auf. Aufgrund dieser Niederlage aus der Vorwoche werden die Kuties ihre Gegnerinnen dennoch nicht unterschätzen.

„Wir haben allergrößten Respekt vor den BöSi´s“, stellt Heiko Fleisch im Vorfeld schon einmal klar. Dieses Statement des Herrenberger Trainers ist dabei alles andere als unbegründet. Denn einerseits weisen die Gäste eben auch nur jene vier Minuspunkte wie die Herrenbergerinnen auf. Zum anderen sind jene Negativzähler allesamt in eigener Halle eingefahren wurden. Von ihren Reisen in die Fremde konnte das Team von Trainer Mischa Herok stets zwei Punkte einpacken. Damit tritt die beste Auswärtsmannschaft der Liga beim heimstärksten Team an. Nicht vergessen werden sollte aber auch, dass mit der HSG Bargau/Bettringen eine Mannschaft hinter dem Duo aus Herrenberg und Böblingen/Sindelfingen lauert, das nur drei Minuszähler aufweist. Allerdings stehen hier zwei Spiele weniger in der Statistik.

Ungeachtet der Gegnerstärke ist aber das Ziel für die H2Ku-Frauen eindeutig: „Wir wollen das Spiel unbedingt gewinnen“. Es ist die Vorgabe, die der Trainer ausgesprochen hat, aber wohl auch von jeder Spielerin hätte stammen können. „Die Vorfreude in der Mannschaft ist riesengroß. Es sind ja auch genau diese Spiele, warum wir Handball spielen“, hat Heiko Fleisch festgestellt. Seine Aufgabe wird es nun sein, diese Energie auch in die richtigen Bahnen zu lenken. Denn klar ist auch, dass man in einem solchen Spiel auch schnell einmal überpacen kann. „Wir dürfen nicht zu früh zu viel wollen“, lautet daher die Marschroute. Von einem Heimspiel, wie sie bisher liefen, kann man am Sonntag auf keinen Fall ausgehen. Die hohen Erfolge in der Markweghalle waren zwar allesamt gut für das Selbstvertrauen, werden aber gegen die HSG Böblingen/Sindelfingen keine Rolle spielen.

Und dennoch: Für Heiko Fleisch hat die Mannschaft zuletzt eine Entwicklung genommen, die ihn in seinem Optimismus für die Partie bestärkt. „Gerade die die letzten beiden Spiele haben uns weiter vorangebracht“, blickt der Trainer kurz zurück. In Pfullingen verspielten die Kuties zunächst einen hohen Vorsprung, um dann doch noch das Spiel wieder an sich zu reißen. Im Heimspiel gegen Herbrechtingen-Bolheim wiederum wurde mit Geduld und Ruhe ein früher Rückstand wieder wettgemacht. So gibt es auch keinen Grund für Heiko Fleisch, irgendetwas an seiner Taktik zu ändern. Und auch personell dürfte er nach Lage der Dinge keine Änderungen befürchten. „Auch wenn immer mal wieder eine Spielerin wegen Erkältungssymptomen pausieren müssen, sollten am Sonntag alle spielen können“.

M1: Im Derby zur Sicherheit zurückfinden / Männer 2 empfangen Freudenstadt/Baiersbronn

Für die Oberligahandballer der SG H2Ku Herrenberg steht am Samstag ab 20 Uhr einmal mehr ein richtungsweisendes Spiel auf dem Programm. Zum dritten Heimspiel in Folge empfängt der Gäu-Club im Kreisderby den SV Leonberg/Eltingen.

Zweimal nacheinander durften die H2Ku-Männer zuletzt vor den eigenen Fans spielen. Und auch zweimal hätten sie mit einem Sieg am jeweiligen Kontrahenten vorbeiziehen können. Gegen Heidelsheim/Helmsheim gelang dies, zuletzt gegen den HTV Meißenheim wurde nichts aus diesem Vorhaben. Nach dem Gesetz der Serie wäre nun am Samstag demnach eigentlich wieder ein Heimsieg an der Reihe. Ganz so einfach wird sich das allerdings kaum umsetzen lassen.

Die Leonberger stehen derzeit mit 8:10 Punkten im Mittelfeld der Tabelle. Die SG H2Ku rangiert einen Punkt und drei Ränge dahinter. Die Schwierigkeit in der Einschätzung des Gegners dürfte vor allem in der Streuung der Ergebnisse liegen. Und an der Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsbilanz. Einen einzigen Heimsieg konnten die Leonberger bisher erspielen. Für den Samstag dürfte dieser Wert allerdings kaum von Bedeutung sein, denn auf der anderen Seite haben die Gäste auch erst ein Auswärtsspiel verloren. In dieser Bilanz findet sich auch ein vielbeachteter Sieg beim TSV Schmiden wieder. Für den souveränen Tabellenführer aus dem Norden von Stuttgart war dies bisher der einzige Doppelpunktverlust.

Die SG H2Ku weiß also genau, welche Qualität auf sie zukommt. Allerdings mussten sie die schmerzvolle Erfahrung von Niederlagen gegen den SV Leonberg/Eltingen bereits im Vorjahr machen, als beide Spiele verloren gingen. Damals wie heute waren die prägenden Spieler wie Yannik Oral, Felix Wiederhöft, Roman Salathe oder Christoph Hönig schnell ausgemacht. Dennoch gab es einen Umbruch im Team, der wohl auch der Grund für die bisher etwas fehlende Konstanz ist.

Für Herrenbergs Coach Jörg Ebermann steht derweil aber ohnehin eher das Spiel der eigenen Mannschaft im Vordergrund. Die letzten Auftritte der H2Ku-Männer haben gezeigt, dass die Mannschaft überall konkurrenzfähig ist, aber dennoch in den entscheidenden Phasen oftmals zu viele Fehler macht. Deshalb hat Jörg Ebermann eine ganz klare Forderung an seine Mannschaft: „Wir müssen klarer und einfacher spielen, um so unsere Fehleranzahl zu minimieren.“ Phasenweise klappt das auch gut, allerdings fehlt dann die Konstanz über die komplette Spielzeit. Die Erfahrung hat dann auch gezeigt, dass vom jeweiligen Gegner diese Fehler eiskalt bestraft wurden.

Immerhin gibt es personell keine weiteren Hiobsbotschaften. Trotzdem wird auch diesmal Torhüter Nico Sauer nicht zur Verfügung stehen. Für ihn rückt erneut Nicolas Rhotert aus dem Verbandsligateam in den Kader. Der mit einem Bänderriss im Sprunggelenk zuletzt fehlende Moritz Werner dürfte auch diesmal noch passen müssen. „Hier gibt es vielleicht noch ein kleines Fünkchen Hoffnung“, lässt Jörg Ebermann noch ein kleines Hintertürchen für seinen zuletzt formstarken Linkshänder offen. Lukas Krebs, der am vergangenen Samstag in der zweiten Halbzeit passen musste, wird dagegen wieder im Aufgebot stehen.

Verbandsligamänner wollen gegen Freudenstadt/Baiersbronn die ersten Punkte

Vor dem Oberligaspiel der Männer 1 empfängt das Verbandsligateam der SG H2Ku um 17:45 Uhr die SG Freudenstadt/Baiersbronn. Für das Tabellenschlusslicht geht es in diesem Heimspiel erneut darum, die ersten Punkte der Saison einzufahren.

Die Favoritenrolle ist vor dem Duell eigentlich klar verteilt. Dennoch rechnen sich die Schützlinge des Trainerduos Marcel Kohler / Maxi Schöllkopf einiges aus. Eine Leistungssteigerung in den letzten Partien gegen die Spitzenteams aus Oeffingen und Alfdorch/Lorch/Waldhausen lässt die Mannschaft wieder mit neuer Motivation ins Duell gegen ein Mittelfeldteam der Liga gehen.

F1: Kurze Anlaufphase zum klaren Erfolg

Auch im fünften Heimspiel der Saison konnten die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg das Parkett als Siegerinnen verlassen. Und erneut gab es auch für die Zuschauer einen klaren Erfolg zu feiern. Bis das deutliche 42:26 (18:11) gegen die SG Herbrechtingen-Bolheim unter Dach und Fach war, gab es für die Einheimischen aber zumindest eine heikle Startphase zu überstehen.

Am Sonntagabend stand nicht nur der Doppelpunktgewinn der Kuties schon einen Tag lang fest, sondern auch die Tatsache, dass es ein perfektes Wochenende für die Herrenbergerinnen war. Denn neben der ersten Niederlage für Bargau/Bettringen setzte es auch noch am Sonntag eine völlig überraschende Heimpleite für die HSG Böblingen/Sindelfingen gegen den VfL Waiblingen 2. Damit können die Kuties auch am Sonntag ab 17 Uhr als Tabellenführerinnen gegen die BöSi´s ins Spiel gehen. Zu Beginn der Partie gegen Herbrechtingen-Bolheim sah es aber zunächst alles andere als nach einem deutlichen Erfolg aus. Nach nicht einmal acht Minuten führten die Gäste mit 6:2 und bestraften jeden Fehler der H2Ku-Frauen eiskalt. Besonders die Konzentration im Abschluss ließ bei den Gastgeberinnen noch zu wünschen übrig. Mit einem eher glücklich verwandelten Strafwurf von Stefanie Schoeneberg begann aber die Aufholjagd der Kuties, die bis zur 20. Minute zum 12:8 durch Saskia Schmidt führte. Nicht optimal, aber durchaus solide präsentierten sich die Herrenbergerinnen bis zur Pause und dem 18:11. Kurz zuvor gab es aber noch einen Schreckmoment für die SG H2Ku, als Nadine Schäberle nach einem Konter und dem Zusammenprall mit der gegnerischen Torfrau minutenlang behandelt werden musste. Glücklicherweise konnte die Rückraumspielerin, die mit insgesamt sechs Treffern zu gefallen wusste, später in der zweiten Hälfte wieder mitwirken.

Der Start in die zweite Halbzeit verlief dann fast synchron mit dem Spielbeginn, denn erneut erwischten die Gäste den besseren Start. Mehr als zehn Minuten lang konnten die Kuties nicht an die Vorpausenleistung anknüpfen. Die SG Herbrechtingen-Bolheim nutzte dies zum Verkürzen auf 24:19. Doch der neue Tabellenführer schien scheinbar mühelos den Schalter umlegen zu können. Anders ist der folgende 9:1-Lauf wohl nicht zu erklären. Beim 33:20 war die Partie natürlich entschieden, zumal auch Herbrechtingen bis auf Spielmacherin Carmen Siller nun nichts mehr entgegenzusetzen hatte. Dass es die Herrenbergerinnen nicht nur gut, sondern auch schön können, zeigte sich in dieser Phase mehrfach mit sehenswerten Treffern. Am Ende stand ein 42:26, an dem sich alle Feldspielerinnen der Mannschaft beteiligen konnten. Für Trainer Heiko Fleisch war es erneut eine besondere Genugtuung, ohne einem Bruch im Spiel auf allen Positionen durchwechseln zu können. Trainer Heiko Fleisch und seine Spielerinnen hoffen nun beim Gipfeltreffen gegen Böblingen/Sindelfingen auf eine proppenvolle Halle.

SG H2Ku: Harm, Göhlich, Istrati; Schoeneberg (10/5), Schäberle (6), Kappus (4), Stäudle (3), Kußmaul (4), Schmidt (1), Seidel (1), Schweizer (4), Venth (3), Brand (3), Schröder (1), Lide (2)