F1: Kein Grund für halbe Kraft

Auf dem Papier stehen die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg am Samstag ab 20 Uhr in der heimischen Markweghalle vor der wohl leichtesten Aufgabe der laufenden Saison. Doch der Auftritt vor den eigenen Fans gegen das Tabellenschlusslicht HB Kinzigtal ist für Heiko Fleisch alles andere als eine Pflichtveranstaltung.

Der Herrenberger Trainer warnte schon Tage zuvor, die Gegnerinnen zu unterschätzen. „Auch dieses Spiel muss erst einmal gespielt werden“, ist sein Devise vor dem Spiel. Auf den ersten Blick klingt das zwar wie eine Plattitüde, die Aussage hat aber dennoch durchaus seine Berechtigung. Einerseits hat das Unterschätzen eines Kontrahenten schon oft zu einem bösen Erwachen geführt. Auf der anderen Seite hat der HB Kinzigtal trotz des bisher einzigen Saisonsieges gegen den TSV Heiningen nachgewiesen, für jede Mannschaft zum Problem zu werden. Vor allem die Spitzenteams der HSG Böblingen/Sindelfingen und des TSV Denkendorf bekamen dies zu spüren. Gegen beide Mannschaften führte der Tabellenletzte bis hinein in die Schlussviertelstunde, ehe sich die hohen Favoritinnen am Ende noch hauchdünn mit jeweils einem Treffer Vorsprung durchsetzen konnten.

Aber es gibt auch noch einen anderen Grund, warum Heiko Fleisch gerne eine überzeugende Leistung sehen möchte. „Wir wollen wieder in den Flow kommen, der uns bis zur Niederalge gegen Bargau/Bettringen getragen hat“, so der Coach. Dafür ist ein Spiel mit halber Kraft aber kaum geeignet. Unter dem Strich ist aber die Favoritenrolle im Vorfeld klar auf Seiten der H2Ku-Frauen. Alles andere als ein Heimsieg der Herrenbergerinnen wäre eine Riesenüberraschung und eine große Enttäuschung für die Gastgeberinnen. Das weiß natürlich auch Trainer Fleisch, der die Bürde des Favoriten aber auch gerne annimmt.

Personell hat sich in der Trainingswoche nur Sandra Kußmaul krankheitsbedingt abmelden müssen, so dass die Tabellenführerinnen aus Herrenberg mit einem fast vollen Kader in der Markweghalle antreten können.

F1: Diese Leistung ließ keine Wünsche offen

Mit einer eindrucksvollen Leistung haben sich die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg nach ihrer Niederlage in der Vorwoche gegen Bargau/Bettringen zurückgemeldet. Beim 34:16 (16:7) gegen den TV Gerhausen ließen die Kuties den abstiegsbedrohten Gastgeberinnen nicht den Hauch einer Chance.

Heiko Fleisch konnte sich schon während der Partie genüßlich zurücklehnen. Am besten beschreibt es wohl die Leistung der Gäste, dass der Herrenberger Coach im zweiten Durchgang erst gar nicht in die Versuchung einer Auszeit gebracht wurde. Denn der Grundstein zum Kantersieg wurde in der Blausteiner Lix-Sporthalle bereits im ersten Durchgang gelegt. Die Richtung der Partie war dabei schnell vorgegeben. 4:0 stand es nach sechs Minuten, beim 9:2 nach einer Viertelstunde war eigentlich schon alles klar. „Die Mannschaft hat heute alle Vorgaben umgesetzt“, freute sich Heiko Fleisch. Den Angriffsfluss der Gastgeberinnen durch Zustellen der Passwege zu stören war die Vorgabe, die seine Spielerinnen über die komplette Spielzeit umsetzen konnten. Aus einer sicheren Abwehr, die Gerhausen immer wieder ins Zeitspiel drängte, gelangen auch immer wieder schnelle Treffer über die zweite Welle. Als Juliane Seidel praktisch mit dem Pausenpfiff auf 16:7 stellte, glaubten auch die größten Optimisten im Lager des TV Gerhausen nicht mehr an eine Wende im Spiel.

Zumindest auf Schadensbegrenzung waren die Gastgeberinnen im zweiten Durchgang aus. Zunächst klappte dies auch ganz ordentlich – für etwa sechs Minuten und dem 11:19. Danach gab es für die Kuties kein Halten mehr. Linksaußen Juliane Seide war es vorbehalten, beim 21:11 für den erstmaligen Vorsprung von zehn Toren zu sorgen. Genug hatten die H2Ku-Frauen aber noch lange nicht. Eine Viertelstunde lang ließen die nun wie entfesselt aufspielenden Gäste keinen Gegentreffer mehr zu. Als schließlich Gerhausen den Treffer Nummer dreizehn fünf Minuten vor dem Ende erzielen konnte, waren auf Herrenberger Seite schon derer 31 notiert.

Durch den klaren Erfolg und den überraschenden Niederlagen von Böblingen/Sindelfingen und Bargau/Bettringen hat sich der Vorsprung nach Minuspunkten auf 2 leicht erhöht. Plötzlich sind der TSV Denkendorf und die SG Weinstadt die ärgsten Verfolgerinnen. „Krass, wie es in der Liga zugeht. Das wird ganz bestimmt bis zum Ende eng bleiben“, ahnt Heiko Fleisch heute schon.

Zum nächsten Punktspiel empfangen die Kuties dann am 21. Februar das Tabellenschlusslicht HB Kinzigtal in der Markweghalle.

M1: Nach guter erster Halbzeit den Faden verloren

Für die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg wird die Luft im Kampf um den Klassenerhalt langsam dünn. Nach dem 28:32 (14:13) im Derby beim TSV Altensteig steht der Gäu-Club nun punktgleich mit den Altensteigern am Tabellenende. Da mit dieser Niederlage auch der direkte Vergleich aus beiden Spielen mit den Gastgebern verloren wurde, trennt die Herrenberger nur noch die Tatsache, dass der TSV ein Spiel mehr bestritten hat, von der roten Laterne.

Es war wie immer ein stimmungsvolles Derby. 500 Zuschauer, darunter viele Herrenberger Fans, die nach dem Remis gegen den TV Weilstetten in der Vorwoche voller Optimismus die kurze Reise in die Eichwaldhalle auf sich genommen hatten, gaben dem so wichtigen Duell um den Klassenerhalt einen tollen Rahmen. Und zunächst schien es auch so, als ob die Gäste den richtigen Schlüssel für den Zugang zum Spiel gefunden hatten. Zwar wurde das schnelle 2:0 der SG H2Ku wieder egalisiert, dennoch war früh erkennbar, dass vor allem die Abwehr die Lage stets im Griff hatte. Die meiste Torgefahr ging auf Seiten der Gastgeber dabei von Tim Schweizer aus, dahinter klaffte aber eine große Lücke.

Foto: Paul Lewe traf fünf Mal für die SG

Aber auch im Herrenberger Angriff lief nicht alles nach Wunsch. Aufgrund des starken Altensteiger Innenblocks entschied sich Tim Gauß für die eher flinken und wendigen Rückraumspieler Tim Frommer und Oliver Sudar und beließ Moritz Werner auf der einen und Kenneth Stiegen beziehungsweise Lennart Lohrer auf der anderen Angriffsseite zunächst außen vor. Insgesamt ging dieser Plan auch eine Viertelstunde lang auf, zumal Oliver Sudar noch eine glatt rote Karte gegen Tomislav Sudaric ziehen konnte. Dennoch, trotz des starken 9:5 nach der Startviertelstunde, gelang es nicht, diesen Vorsprung weiter auszubauen. Ein erster Kulminationspunkt war sicher die letzte halbe Minute vor der Halbzeit, in der die Führung mit zwei Gegentreffern auf 14:13 zusammenschmolz. „Hier hätten wir viel deutlicher führen müssen“, wusste auch Trainer Tim Gauß.

Nach dem Seitenwechsel sollte sich das Bild dann allerdings deutlich ändern. Die Gastgeber kehrten nun mit einem permanenten 7 gegen 6 im Angriff aus der Kabine zurück. Zu Beginn konnten sich die H2Ku-Männer diesem Schachzug noch bis zum 19:16 entgegen stellen, danach hatte der TSV Altensteig die Feinjustierung gefunden. Immer wieder war es der frühere Herrenberger Paul Wagner, der die Fäden des Spiels in der Hand hielt. Entweder fand er selbst die Lücke in der H2Ku-Defensive oder der Ball gelangte mustergültig zum Rechtsaußen Andreas Dannenberg, der das Brüderduell gegen Florian auf Herrenberger Seite an diesem Abend klar für sich entscheiden konnte.

So war es nur eine Frage der Zeit, bis die Altensteiger Oberwasser bekommen sollten. Erschwerend kam hinzu, dass der überzeugende Torhüter David Herz mit muskulären Problemen im zweiten Abschnitt für zwanzig Minuten vom Parkett musste. Sein Vertreter Nico Sauer enttäuschte zwar keineswegs, dennoch nutzten die Hausherren diese Phase zur ersten Führung zum 22:21. Noch einmal konnte der 13-fache Torschütze Nik Wittke ausgleichen, dann zog der TSV mit vier Treffern in Folge vorentscheidend auf 26:22 davon. Geschlagen gaben sich die H2Ku-Männer noch nicht, zweimal noch gelang der Anschluss auf nur zwei Treffer Rückstand. Doch beide Male konnte das Momentum nicht genutzt werden. Insgesamt fanden gleich drei Mal Würfe auf das durch die Altensteiger Überzahl verwaiste Gehäuse den Weg nicht ins Tor. „Wir haben uns im Angriff in der zweiten Halbzeit völlig verunsichern lassen“, analysierte Trainer Tim Gauß enttäuscht nach dem Spiel. Das 30:27 durch Paul Wagner war dann zwei Minuten vor dem Ende die endgültige Entscheidung.

Am kommenden Wochenende hat die SG H2Ku spielfrei, bevor es dann am Samstag, dem 14. Februar mit dem Heimspiel gegen die HSG Ettlingen weitergeht.

F1: Kuties reisen als Favoritinnen nach Blaustein

Für die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg steht am Sonntag eine der weitesten Fahrten dieser Runde an. In der Blausteiner Lixsporthalle treffen die Kuties dabei ab 16 Uhr auf den TV Gerhausen. Über die Favoritenrolle muss im Vorfeld der Partie gar nicht erst lange debattiert werden.

Die Gastgeberinnen haben mit dem HB Kinzigtal nur ein Team in der Tabelle hinter sich, sind also Vorletzte der Tabelle. Die H2Ku-Frauen hingegen sind Tabellenführerinnen und wollen diesen Platz selbstredend auch nach der Partie innehaben. Und genau dieser Umstand wurde schon am vergangenen Samstag nach der Heimniederlage gegen Bargau/Bettringen von Heiko Fleisch  in den Ring geworfen. „Wir haben nur ein Handballspiel verloren, mehr nicht“, stellte der Herrenberger Trainer klar. Deshalb gab es auch in der Trainingswoche keine besonderen Aktionen. „Natürlich haben wir das Spiel ausgewertet und die Fehler besprochen. Dann sollte es aber auch gut sein“, möchte der Coach das Negativerlebnis gar nicht erst zu lange in den Köpfen der Spielerinnen belassen.

Trotz dieser ersten Niederlage nach zuvor neun siegreichen Partien gehen die Herrenberger Frauen aber natürlich als hohe Favoritinnen ins Rennen. „Dier Rolle sind wir uns bewusst und wollen sie auch offensiv angehen“, redet Heiko Fleisch auch gar nicht um den heißen Brei herum. Apropos offensiv: Genau hier liegt auch das Kernproblem des TV Gerhausen. Auch wenn das Team mit Matea Mazurin eine herausragende Torschützin besitz, sieht es dahinter weit weniger rosig aus. Zum Vergleich: Die Kuties haben im Schnitt pro Partie zehn Tore mehr erzielt als Gerhausen. Defensiv liegen beide Teams dann allerdings wieder auf einer fast identischen Ebene.

Nach Lage der Dinge wird Trainer Fleisch am Sonntag einen prall gefüllten Kader zur Verfügung haben. Somit wird auch Stefanie Schoeneberg nach ihrem Fehlen aus der Vorwoche wieder spielen.

M1: Das Derby verspricht wieder einmal viel Spannung

Wenn am Samstag um 19:30 Uhr in der Altensteiger Eichwaldhalle das ewig junge Derby zwischen dem TSV Altensteig und der SG H2Ku Herrenberg steigt, dürfte diesmal fast sogar noch ein wenig Brisanz mehr vorhanden sein als ohnehin schon, wenn diese beiden Teams aufeinandertreffen.

Eine volle Halle dürfte am Samstag garantiert sein. Wie schon im Hinspiel in Herrenberg, als über 500 Zuschauer in die Markweghalle pilgerten und ein hochdramatische und ebenso knappes 25:24 für die Gastgeber sahen, wird auch in der Eichwaldhalle eine sicher emotional aufgeladene Atmosphäre zu erwarten sein. Neben der traditionellen Rivalität hat dies auch viel mit der sportlichen Lage beider Teams zu tun.

Die Gastgeber zieren derzeit mit acht Pluspunkten das Tabellenende der Oberliga Baden-Württemberg. Darüber tummeln sich mit dem TuS Altenheim, dem TuS Schutterwald und eben der SG H2Ku gleich drei Teams, die sich mit zwei Zählern mehr um die beiden Nichtabstiegsplätze streiten. Mit einem Heimsieg in der Vorwoche gegen die HSG Ettlingen hätten sich die Gastgeber in diesen Kreis einreihen können. Trotz Gleichwertigkeit über eine lange Spielzeit unterlag der TSV jedoch und steht am Samstag gehörig unter Zugzwang. Natürlich trifft dies auch auf die Herrenberger zu. Dadurch allein dürfte es ein heißer Fight werden. Dazu trägt auch bei, dass viele Spieler beider Teams eine sportliche Vergangenheit im jeweiligen anderen Team haben.

Das Selbstvertrauen für das Derby haben sich die H2Ku-Männer indes schon einmal in der Vorwoche geholt. Das hochdramatische Unentschieden in letzter Minute gegen den TV Weilstetten war dabei Ausdruck eines unermüdlichen Kampfes über sechzig Minuten. Genau diese Einstellung wird auch am heutigen Spieltag Grundvoraussetzung sein, um im Kampf um die begehrten zwei Punkte ein gewichtiges Wort mitreden zu können.

Personell gab es unter der Woche noch einige krankheitsbedingte Ausfälle im Training. Dennoch hofft Tim Gauß, am Samstag auf seinen gesamten Kader zugreifen zu können. Daneben schwingt beim Coach und der gesamten Mannschaft zudem die Hoffnung mit, dass möglichst viele Herrenberger Fans den Weg nach Altensteig antreten.

M1: Ein Punkt als Hoffnungsträger

Mit einem Punktgewinn endete für die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg das erste Heimspiel des Jahres 2026. Zugleich war das 33:33 (13:12) gegen den TV Weilstetten das Debüt für Herrenbergs neuen Coach Tim Gauß.

Der Druck auf das Team war schon enorm. Nach der Niederlage in Schutterwald war die Mannschaft auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht, der Tabellendritte von der schwäbischen Alb war sicher nicht der dankbarste Auftaktgegner für Coach Gauß. Dennoch war von Beginn an für das Team klar, dass es auch gegen die favorisierten „Lochenfüchse“ ein Wörtchen in der Punktevergabe mitreden wollte. Und so packte die Mannschaft vom Anpfiff weg den Kampfgeist aus, den es für den Erfolg braucht. Dazu sollte das von Tim Gauß geforderte Tempospiel mit eingebunden werden. Gelingen sollte das im ersten Durchgang zwar nicht immer, allerdings schafften es die Hausherren unter der Regie von Paul Lewe oder auch Lukas Krebs, ein ausgeglichenes Spiel zu erreichen. Zur Pause lagen die H2Ku-Männer dann auch knapp mit 13:12 in Front.

Foto: Nico Sauer bot eine starke Leistung

Die zweite Halbzeit sollte dann aber für eine lange Zeit ganz im Zeichen der Gäste stehen. Bereits in der 40. Minute sah sich Tim Gauß zu einer Auszeit gezwungen. Die Gäste führten zu diesem Zeitpunkt bereits mit 22:18. Grund dafür waren einerseits vergebene Tormöglichkeiten, aber mehr noch verlorene Zweikämpfe in der Abwehr, die es dem TV Weilstetten ermöglichte, im eins gegen eins immer wieder zum Erfolg zu kommen. Vor allem Moritz Werner und Oliver Sudar sorgten mit ihren Aktionen aus dem Rückraum dafür, dass der Rückstand zumindest nicht vorentscheiden anwuchs. Eine Viertelstunde vor dem Ende keimte dann kurz Hoffnung unter den etwa 150 Zuschauern auf. Oliver Sudar hatte mit einem Doppelschlag auf 25:27 verkürzt, doch postwendend konnte Weilstetten wieder auf 25:29 vorlegen. Trainer Gauß reagierte umgehend mit einer Auszeit und beorderte Lukas Bechinka auf die Spitze einer 5:1- Abwehr. Riskant war das gegen das 7 gegen 6- Angriffsspiel des TV Weilstetten allemal, aber: „Wir mussten etwas probieren und einen Impuls setzen“. Spätestens in den letzten Minuten sollte sich dieser Schachzug dann auch bezahlt machen.

So ging es aber zunächst fast im Gleichschritt bis drei Minuten vor dem Abpfiff weiter. Noch immer lagen die „Lochenfüchse“ beim 32:29 mit drei Toren in Führung, ehe sich die Hausherren zu ihrem ultimativen Endspurt aufrafften. Innerhalb von zwei Minuten sorgten Lennart Lohrer, Nik Wittke und schließlich Luca Kälbly für das umjubelte 32:32. Zwar konnten die Gäste noch einmal vorlegen, doch der starke Moritz Werner sorgte schließlich zehn Sekunden vor dem Ende für das Endresultat von 33:33.

„Das war heute eindeutig ein gewonnener Punkt“, freute sich Tim Gauß über sein Debüt. Dann ging sein Blick aber schon eine Woche voraus: „Mit der Leistung haben wir uns für das Derby gegen Altensteig rechtzeitig Selbstvertrauen aufgebaut“.

SG H2Ku Herrenberg: Herz, Sauer; Kälbly (1), Werner (8), Lohrer (1), Broß, Böhm (1), Sudar (6), Stiegen, Bechinka (1), Fischer, Frommer (1), Krebs (3), Wittke (7/2), Lewe (3), Dannenberg (1)

F1: Das Ende einer eindrucksvollen Serie

Für die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg endete am Samstag mit dem 29:30 (11:16) in eigener Halle gegen die HSG Bargau/Bettringen eine eindrucksvolle Serie. Nach neun Siegen in Folge unterlagen die Kuties erstmals wieder. Das Hinspiel im Oktober gegen die gleichen Gegnerinnen sorgte seinerzeit für die letzte Niederlage.

Schon im Vorfeld waren sich die Gastgeberinnen über die Schwere der Aufgabe bewusst, zumal mit Stefanie Schoeneberg eine wichtige Spielerin fehlte. Umso weniger ist es erklärbar, wie schwer sich die H2Ku-Frauen vor allem im ersten Durchgang taten. Schnell enteilten die Gäste auf 4:1. Der Angriff der Kuties hatten immer wieder Probleme mit der offensiven 5:1- Abwehr von Bargau/Bettringen. Einerseits kam so nie ein richtiger Spielfluss zustande, andererseits vergaben die Herrenbergerinnen ihre Möglichkeiten, wenn sie sich denn einmal ergaben. Auch die vielen Wechsel, die Heiko Fleisch vornahm, änderten nichts am Spielverlauf. Mit dem 11:16 zur Pause war die Leistung beider Teams deutlich abgebildet.

Auch nach der Pause änderte sich zunächst nichts am Verlauf der Partie oder am Ergebnis. Erst eine umstrittene gelbe Karte für Trainer Fleisch samt Ballbesitzwechsel brachte endlich zwanzig Minuten vor dem Ende die Emotionalität ins Team, die es für eine Wende im Spiel gebraucht hat. Beim 21:23 eine Viertelstunde vor dem Ende schien wieder alles möglich. Die sicheren Abschlüsse von Rechtsaußen durch Shana Stäudle, die Durchbrüche von Sofia Brand und Nadine Schäberle, die sowohl in Abwehr und Angriff ein Riesenpensum absolvierte, machten die Aufholjagd erst möglich. Doch bei genau diesem 21:23 vergaben die Kuties zwei Möglichkeiten zum möglichen Ausgleich.

Das gleiche passierte noch einmal beim 26:27 vier Minuten vor dem Ende. Jedesmal wurde dieses Auslassen der Möglichkeiten mit Gegentreffern bestraft. „Wenn wir hier zum Ausgleich kommen, hätte die Partie vielleicht kippen können“, war sich Trainer Fleisch nach Spielende sicher. Für die Entscheidung sorgten die Gäste letztlich mit dem 30:28 eine halbe Minute vor dem Ende. Der letzte Treffer durch Sofia Brand war letztlich nur noch Ergebniskosmetik.

Heiko Fleisch wollte allerdings nach Spielfluss nicht den Stab über die Mannschaft brechen. „Natürlich werden wir das Spiel noch einmal in Ruhe analysieren, dann geht der Blick aber wieder schnell nach vorne. Schließlich sind wir immer noch Tabellenführer. Für den Kampf in der zweiten Halbzeit bin ich stolz auf meine Mannschaft“, so der Coach nach Spielende.

SG H2Ku: Harm, Göhlich, Istrati; Schäberle (5/1), Kappus (4/4), Stäudle (7), Kußmaul (1), Schmidt (3), Seidel, Schweizer, Venth, Brand (9), Schröder , Lide

M1: Gelingt gegen den Tabellendritten ein Befreiungsschlag?

Für die Oberligahandballer der SG H2Ku Herrenberg beginnt die Saison mit dem Heimspiel am Sonntag um 17:30 Uhr gegen den TV Weilstetten auf eine gewisse Art und Weise von neuem. Denn die Partie gegen den Tabellendritten der Oberliga ist nicht nur das erste Heimspiel des Jahres 2026, sondern auch gleichzeitig das Debüt unseres Interimstrainers Tim Gauß. Dabei steht der bisherige SG-Nachwuchstrainer vor der heiklen Aufgabe, der Mannschaft neues Selbstvertrauen einzuimpfen.

Eine Woche Zeit konnte Tim Gauß inzwischen mit seiner neuen Mannschaft trainieren. Wobei neu eigentlich auch nur relativ zu sehen ist. Denn quasi die halbe Mannschaft hatte Gauß schon in der Jugendzeit unter den Fittichen. Als Mitglied des siebenköpfigen Kompetenz-Teams hatte er zumindest mit allen anderen Akteuren schon auf die eine oder andere Art und Weise Kontakt. Natürlich ersetzt dies nicht die tägliche Trainingsarbeit. Und da gibt sich der neue Coach durchaus optimistisch. Allerdings war auch eine Woche zuvor der Eindruck im Vorfeld des Spiels in Schutterwald sehr gut. Für Tim Gauß steht daher fest, dass er eher in die Köpfe als in die Körper seiner Spieler vordringen muss. „Grundsätzlich kann ich in einer Woche sportlich ohnehin nichts Grundlegendes ändern“, weiß auch Tim Gauß. Eines hat er sich allerdings für sein Debüt schon auf die Fahnen geschrieben: „Ich will mehr Tempo spielen lassen, wir brauchen mehr einfache Tore“.

Ob das gleich gegen den TV Weilstetten gelingt, dürfte die spannende Frage für den Sonntag sein. Die Mannschaft von Trainer Felix Euchner hat ihre derzeit gute Platzierung vor allem den letzten Partien mit vier Siegen aus fünf Spielen zu verdanken. Mit Jan Bitzer verfügt das Team über einen spielstarken und torgefährlichen Spielmacher. Insgesamt ist das Team aber sehr ausgeglichen besetzt. Wie stark die Mannschaft einzuschätzen ist, bewies allein das Hinspiel, als Weilstetten auch ohne Bitzer die SG H2Ku mit 33:31 besiegen konnte.

Dennoch zeigt die Vergangenheit, dass die Spiele zwischen beiden Mannschaften immer wieder auch überraschende Ergebnisse brachten. Bei den Verantwortlichen hofft man natürlich auch darauf, dass sich der Heimvorteil auch trotz des fast zeitgleich stattfindenden Finals der Europameisterschaft zugunsten der Herrenberger auch als echter Vorteil erweist. Gerade jetzt braucht die Mannschaft jede nur mögliche Unterstützung!

F1: Es geht Schlag auf Schlag

Für die Oberligafrauen der SG H2Ku Herrenberg geht es im neuen Jahr bereits von null auf hundert. Nach dem fulminanten Sieg in Waiblingen steht nun das nächste Topspiel auf den Plan. Wenn die HSG Bargau/Bettringen am heutigen Samstag um 20 Uhr in der Markweghalle ihre Aufwartung macht, ist dies zugleich die Partie Erster gegen Dritter.

Noch vor zwei Tagen wäre es laut Tabelle sogar das absolute Gipfeltreffen gewesen. Doch die Gäste aus dem Teilort von Schwäbisch Gmünd hatten bis dato ein Spiel mehr absolviert als die HSG Böblingen/Sindelfingen und lagen mit einem Pluspunkt mehr vor den BöSi´s. Diese wiederum schoben sich zwar nun an Bargau vorbei, haben aber dennoch beim 24:24 in Köngen einen wichtigen Punkt liegenlassen. Damit hat die SG H2Ku nun drei Punkte Vorsprung vor den nächsten Kontrahenten.

Damit dies auch nach dem heutigen Spiel so bleibt, ist ein Sieg gegen die HSG Bargau/Bettringen Voraussetzung. Für Heiko Fleisch ist der Blick auf die Tabelle allerdings noch verfrüht. „Wir denken weiter von Spiel zu Spiel“, so der Herrenberger Coach. Und da weiß er, dass mit dem Tabellendritten erneut ein dicker Brocken vor seiner Mannschaft liegt. „Bargau spielt einen sehr schnellen Ball und hat mit Anja Schwenk eine überragende Spielerin in ihren Reihen“. Dass jene Anja Schwenk sogar die Torschützenliste der Oberliga anführt, macht die Sache dabei nicht leichter. „Es wäre aber fatal, wenn wir uns nur auf diese eine Spielerin konzentrieren würden“, warnt Trainer Fleisch allerdings.

Er und seine Mannschaft wissen natürlich ganz genau, wovon die Rede ist. Denn eben Bargau/Bettringen war es, gegen die am 12. Oktober des letzten Jahres verloren wurde. Es war die  letzte Niederlage auf dem Saison-Konto der Kuties, seither zieren neun Siege in Folge die Herrenberger Statistik. Apropos Statistik: Diese sagt auch aus, dass die Gäste in der Liga die momentan beste Defensive stellen. Einen Teil dazu hat sicher auch eine Torhüterin geleistet, die wir an ihrer alten Wirkungsstätte begrüßen dürfen. Laura Waldenmaier war vier Jahre lang im Herrenberger Zweitligakader erfolgreich und kehrt heute mit ihrem Heimatverein Bargau/Bettringen in die Markweghalle zurück.

Ungeachtet dessen wollen die Gastgeberinnen natürlich das Parkett als Siegerinnen verlassen. Personell sieht es dafür recht gut aus – bis auf eine Ausnahme. Mit Stefanie Schoeneberg wird heute eine absolute Leistungsträgerin fehlen. „Das müssen und werden wir kompensieren. Solche Ausfälle gibt es immer mal wieder“, lässt Heiko Fleisch aber dennoch keine Ausreden gelten. Dafür kehrt mit Isabel Göhlich die zuletzt wegen einer Verletzung pausierende Torhüterin in den Kader zurück.

M1: Vielen Dank an Jörg Ebermann

Die Zusammenarbeit zwischen der Männer-Oberligamannschaft der SG H2Ku Herrenberg und ihrem Trainer Jörg Ebermann ist mit sofortiger Wirkung beendet. Am Sonntag nach der Niederlage beim TuS Schutterwald suchte Trainer Ebermann den Kontakt zur sportlichen Leitung bot eine sofortige Vertragsauflösung an.

In einer gemeinsamen Aussprache aller Mitglieder des Kompetenz-Teams wurde der einstimmige Entschluss gefasst, dem zuzustimmen und sich einvernehmlich zu trennen. „Einerseits war es ein schwerer Entschluss, weil wir Jörg und seine Arbeit sehr geschätzt haben“, erläutert Marcel Kohler. „Auf der anderen Seite gab es natürlich keine Alternative. Die Mannschaft muss gerade in den kommenden Spielen gegen Weilstetten und in Altensteig im Kopf frei sein“, umschreibt es der Sprecher des Kompetenz-Teams, Marcel Kohler. Jörg Ebermann hatte die Mannschaft in der vorigen Saison übernommen und hatte die schwere Aufgabe, zehn neue Spieler zu integrieren. Durch den überraschen Abgang nach der letzten Saison von Spielmacher Luk Bartsch und die Pause von Philipp Wanner, sowie den längerfristigen Verletzungen der Leistungsträger Florian Dannenberg und Kenneth Stiegen zur jetzigen Saison zeigte sich schon in der Vorrunde eine Abwärtstendenz.

Als Interimstrainer wurde inzwischen Tim Gauß mit der Aufgabe betraut, die Mannschaft wieder in höhere Gefilde, sprich weg von den Abstiegsrängen, zu führen. „Wir alle kennen Tim und wissen um seine Qualitäten“, gibt Kohler seinem neuen Trainer viel Vertrauen mit auf den Weg. Tim Gauß besitzt die B-Lizenz und war bisher erfolgreich als Nachwuchstrainer bei der SG H2Ku unterwegs. Zur Seite wird ihm weiterhin Christian Dürner als Co-Trainer stehen. Ungeachtet der momentanen Situation gehen im Verein die Gespräche über einen Trainer zur neuen Saison weiter.